Blick ins Buch

Romane

Dunkelblum

3,9(137)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Ein Dorf, gelähmt von einem furchtbaren Verbrechen. Eine Vergangenheit, die nicht ruhen will.

Hinter der Fassade der österreichischen Kleinstadt Dunkelblum verbirgt sich ein schreckliches Geheimnis. Die älteren Bewohner sind seit Jahrzehnten durch ihr Schweigen über eine grausame Tat verbunden. Doch im Spätsommer 1989, während an der nahen Grenze zu Ungarn bereits Hunderte DDR-Flüchtlinge warten, trifft ein rätselhafter Besucher in der Stadt ein und bringt die Dinge ins Rollen.

Als auf einer Wiese am Stadtrand ein Skelett ausgegraben wird und eine junge Frau verschwindet, tauchen plötzlich Spuren des alten Verbrechens auf. Die Dunkelblumer sehen sich mit einer Vergangenheit konfrontiert, die sie längst für erledigt hielten. Eva Menasse entwirft in Dunkelblum ein eindringliches Geschichtspanorama am Beispiel einer Kleinstadt, die immer wieder zum Schauplatz der Weltpolitik wird. Mit feinem Gespür erzählt sie vom Umgang der Bewohner mit einer historischen Schuld und den Wunden, die in der Landschaft und den Seelen der Menschen zurückbleiben.

Ein schaurig-komisches Epos über ein dunkles Kapitel der österreichischen Geschichte und die Macht des Schweigens.

Editionen (5)

ISBN9783462047905
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum19.08.21
Seitenzahl528

Rezensionen & Bewertungen

137 Bewertungen

25 Rezensionen

3,9

Tippen zum Filtern

  • readwritesing
    readwritesing

    48 Follower

    5,0

    Ich bin aktuell daran zeitgenössische österreichische Autorinnen und Autoren zu lesen. Nun habe ich Eva Menasses „Dunkelblum“ entdeckt: unglaublich dicht komponiert, kritisch, menschlich, hart und ein unverstelltes Bild auf Österreich. Nicht schön aber ehrlich und literarisch grossartig!

    14. Apr. 2026

  • carmen86
    carmen86

    105 Follower

    4,0

    Historisches „Freilichtmuseum“ in Romanform

    Die ganze Dorfgesellschaft wird wie ein lebendiges, eher altmodisches Museum beschrieben; etwas verstaubt, etwas veraltet, viele „historische“ Dokumente, die noch nicht richtig ausgewertet sind. Zudem nicht unbedingt immer ansprechend aufbereitet; es ist interessant, es ist teilweise zäh und zieht sich. Das spannende: das „Museumsdorf“ steht in Österrrich, nicht wie üblich in diesen Fällen in Deutschland. Die Thematik ist nicht neu und beinhaltet keine neuen Fakten, die man nicht schon in einem Roman gelesen hat, aber in dem Dorfsetting ist sie gut umgesetzt. Die Geschichte zieht sich… wie es nun mal mit Geschichte per se der Fall ist. Das Buch braucht seine Längen, damit man in die ganze Dorfstruktur einsteigen kann. Die Dorfstruktur ist es, was für mich das Buch von anderen Büchern zu diesem Thema absetzt. Hier wird das Gesamtgefüge der Gesellschaft zu dieser Zeit beschreiben, zusammengesetzt aus Einzelschicksalen, die sich aber in das Gesamtbild einfügen. Gesellschaftliche Struktur geht vor Individuen. Der Bezug zur Maueröffnung ist meines Erachtens am Schluss „nett“ umgesetzt aber nicht relevant für das Buch aufgebaut. Wird auch im Verhältnis kurz abgehackt, es geht um den zweiten Weltkrieg. Wer Interesse am Buch hat: viel Spaß (und etwas Geduld) wünsch ich dir! :-)

    8. Jan. 2026

  • norinka
    norinka

    172 Follower

    4,0

    Der Roman ist keine leichte Lektüre. Es sogar bisschen kompliziert und man muss gut aufpassen und bei der Sache sein.

    Über vier Jahrzehnte haben die Bewohner von Dunkelblum über das geschehene geschwiegen. Bis ein Fremder kommt der sich für die Vergangenheit interessiert..

    9. Apr. 2024

3 von 25 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Eva Menasse

Eva Menasse, geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt »Vienna« (2005) folgten Romane und Erzählungen (»Lässliche Todsünden«, »Quasikristalle«, »Tiere für Fortgeschrittene«), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr letzter Roman »Dunkelblum« war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay »Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne« (2023). 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick