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Lässliche Todsünden

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Über das Buch

Lässliche Todsünden - Geschichten von Liebe, Hass, Schuld und Vergebung, die unter die Haut gehen

In einer postmodernen Gesellschaft forscht Eva Menasse nach archaischen Mustern. Sie spürt den sieben Todsünden nach und findet Trägheit und Gefräßigkeit, Wollust und Hochmut, Zorn, Neid und Habgier in den Taten ihrer ganz und gar weltlichen Protagonisten. Mit der ihr eigenen Mischung aus Poesie und Komik erzählt sie Geschichten, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Anhand der alten Lehre von den sieben Todsünden widmet sich Lässliche Todsünden den großen Themen der Literatur: Konflikte zwischen Menschen, die einander aus denselben Gründen wie vor Jahrhunderten verfehlen. Ein Familienvater, der zu träge ist, um gegen Töchter und Exfrau ein eigenes kleines Glück durchzusetzen. Ein junges Liebespaar, das die Kompliziertheiten der Sexualität vermeidet, indem es Rollen von Pfleger und Kranker annimmt. Ein Mann, der sein ganzes Leben verpasst, weil er sich keine Schwäche leisten will. Und ein geschiedenes Paar, das einander bis ans Grab des gemeinsamen Kindes bekämpft.

Leidenschaftlich und liebevoll geht die Autorin mit ihren Figuren ins Gericht. Hinter den Fassaden, da, wo die Sünden sind, steckt schließlich der menschliche Kern. Wie schon in ihrem Debütroman Vienna erschafft Eva Menasse mit unverwechselbarem Witz und erzählerischer Rasanz ein Panorama menschlicher Emotionen und Verhaltensweisen, in dem Orte und Figuren auftauchen, wiederkehren und Zusammenhänge sich Kapitel übergreifend erschließen.

Editionen (2)

ISBN9783462041279
VerlagKiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum24.08.09
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

1 Rezensionen

3,4

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  • cheap.and.cheerful
    cheap.and.cheerful

    148 Follower

    3,0

    Ganz nett

    In diesem Roman gibt es sieben Kapitel, die im Prinzip losgelöst als sieben Kurzgeschichten bestehen, doch über die Geschichten hinweg kehren Orte und Personen immer wieder. Jede Geschichte ist nach einer Todsünde wie Habgier oder Trägheit benannt, was oft zum Verhalten der jeweiligen Protagonist*innen passt - wobei ich gestehen muss, dass ich ohne die Titel nicht immer den Bezug gesehen hätte. Keine*r der Protagonist*innen ist wirklich sympathisch - manche nerven, manche sind übergriffig, andere arrogant. Doch ihre Macken und Unsicherheiten machen diese nur allzu menschlich. Menasses Schreibstil hat mir gut gefallen und mich gut und kurzweilig durch die Geschichten getragen. Ein Highlight war das Buch allerdings nicht für mich. CN: häusliche G3walt, Kindesmis$brauch, Alkoh0labhängigkeit, Su1zid, T0d, unerfüllter Kinderwunsch, Ras$ismus, s3xueller Übergriff, Antisem1tismus

    4. Feb. 2025

Autorin / Autor

Über Eva Menasse

Eva Menasse, geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt »Vienna« (2005) folgten Romane und Erzählungen (»Lässliche Todsünden«, »Quasikristalle«, »Tiere für Fortgeschrittene«), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr letzter Roman »Dunkelblum« war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay »Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne« (2023). 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.

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