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Seichter Roman über Vogeler und den Barkenhoff

2. Juli 2025
Seichter Roman über Vogeler und den Barkenhoff
2. Juli 2025

Blick ins Buch
Konzert ohne Dichter - Klaus Modicks fesselnder Roman über Liebe, Freundschaft und Kunst in der Worpsweder Künstlerkolonie
In seinem neuen Roman erzählt Klaus Modick meisterhaft die Entstehungsgeschichte des berühmten Worpsweder Gemäldes „Das Konzert oder Sommerabend auf dem Barkenhoff". Heinrich Vogeler, auf der Höhe seines Erfolgs, erhält im Juni 1905 die Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft für sein Gesamtwerk, insbesondere für dieses nach fünfjähriger Arbeit vollendete Bild. Doch während es in der Öffentlichkeit als Meisterwerk gefeiert wird, ist es für Vogeler das Resultat eines dreifachen Scheiterns: Seine Ehe kriselt, sein künstlerisches Selbstbewusstsein wankt und eine fragile Freundschaft zerbricht.
Rainer Maria Rilke, der literarische Stern am Himmel der Worpsweder Künstlerkolonie, und sein einstiger „Seelenverwandter" Vogeler haben sich entfremdet – und das Bild bringt dies zum Ausdruck: Rilkes Platz zwischen den Frauen, die er liebt, bleibt demonstrativ leer. Auf der Reise zur Preisverleihung erinnert sich Vogeler an die Gründung der Künstlerkolonie, die Magie der ersten Begegnung mit Rilke in Florenz, die Euphorie des gemeinsamen Aufbruchs – und an Paula Modersohn-Becker und Clara Rilke-Westhoff, die Frauen, denen Rilke in einer skandalösen Dreiecksbeziehung verbunden war.
Klaus Modick erzählt auf kunstvolle Weise von den Triebkräften, die die beiden zueinanderführten und später trennten: die Frauen, die Kunst, das Geld und die Politik. Konzert ohne Dichter ist ein großartiger Künstlerroman, einfühlsam, kenntnisreich, atmosphärisch und klug.
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2. Juli 2025
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Ich konnte der Zeitebene nicht immer folgen, was das flüssige Lesen etwas schwierig machte. Inhaltlich gab es tiefe Einblicke in die Künstler- und Beziehungswelt in Worpswede. Mein Bild von Rainer Maria Rilke hat sich gewandelt und den Künstler Heinrich Vogeler habe ich neu für mich dazu gewonnen. Was nun tatsächlich fiktiv oder real ist bleibt ein Rätsel. Trotzdem hat es meinen Blick auf die Künstler/Poeten verändert und wird sich nun, wahr oder unwahr, dauerhaft festsetzen.
11. Jan. 2026
Ich konnte der Zeitebene nicht immer folgen, was das flüssige Lesen etwas schwierig machte. Inhaltlich gab es tiefe Einblicke in die Künstler- und Beziehungswelt in Worpswede. Mein Bild von Rainer Maria Rilke hat sich gewandelt und den Künstler Heinrich Vogeler habe ich neu für mich dazu gewonnen. Was nun tatsächlich fiktiv oder real ist bleibt ein Rätsel. Trotzdem hat es meinen Blick auf die Künstler/Poeten verändert und wird sich nun, wahr oder unwahr, dauerhaft festsetzen.
11. Jan. 2026

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Konzert ohne Dichter - Drei Tage verfolgen wir Heinrich Vogeler, der für sein Gemälde Konzert oder auch Sommerabend genannt 1905 geehrt werden soll. Heinrich Vogeler ließ mit der Erbauung des Barkenhoffs die Künstlerkolonie Worpswede entstehen, ein Zusammenschluss mehrer Künstler und Künstlerinnen. Besonders interessant macht das Gemälde, dass der Dichter Rainer Maria Rilke im Gegensatz zu seiner Frau auf dem Bild fehlt, obwohl Vogeler und Rilke einst eine enge Freundschaft verband. In Rückblenden erfährt der Leser, wie sich beide kennengelernt haben, was sie verband aber auch wie sie in ihren Gedanken wieder auseinander drifteten. Der Roman von Klaus Modick hat mir sehr gefallen. Wie die Gewichtung von Realität und Fiktion ist, kann ich nicht nachvollziehen, da ich wenig Kentnisse über diese Künstlerkolonie und deren Bewohner habe. Rilke kommt dabei als Mensch nicht gerade positiv herüber. Vogeler, aus desen Sicht der Roman geschrieben ist mit seinen Gedanken und Zweifeln sehr detailliert beschrieben, was mir sehr gefallen hat. Das besondere, dass der Roman für mich ausgemacht hat, war die Sprache, die die Landschaft und das Leben auf dem Barkenhoff lebendig haben werden lassen und einen in eine längst vergangene Zeit hat abtauchen lassen.
24. Sept. 2023
Konzert ohne Dichter - Drei Tage verfolgen wir Heinrich Vogeler, der für sein Gemälde Konzert oder auch Sommerabend genannt 1905 geehrt werden soll. Heinrich Vogeler ließ mit der Erbauung des Barkenhoffs die Künstlerkolonie Worpswede entstehen, ein Zusammenschluss mehrer Künstler und Künstlerinnen. Besonders interessant macht das Gemälde, dass der Dichter Rainer Maria Rilke im Gegensatz zu seiner Frau auf dem Bild fehlt, obwohl Vogeler und Rilke einst eine enge Freundschaft verband. In Rückblenden erfährt der Leser, wie sich beide kennengelernt haben, was sie verband aber auch wie sie in ihren Gedanken wieder auseinander drifteten. Der Roman von Klaus Modick hat mir sehr gefallen. Wie die Gewichtung von Realität und Fiktion ist, kann ich nicht nachvollziehen, da ich wenig Kentnisse über diese Künstlerkolonie und deren Bewohner habe. Rilke kommt dabei als Mensch nicht gerade positiv herüber. Vogeler, aus desen Sicht der Roman geschrieben ist mit seinen Gedanken und Zweifeln sehr detailliert beschrieben, was mir sehr gefallen hat. Das besondere, dass der Roman für mich ausgemacht hat, war die Sprache, die die Landschaft und das Leben auf dem Barkenhoff lebendig haben werden lassen und einen in eine längst vergangene Zeit hat abtauchen lassen.
24. Sept. 2023
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Autorin / Autor
Klaus Modick, geboren 1951, studierte in Hamburg Germanistik, Geschichte und Pädagogik, promovierte mit einer Arbeit über Lion Feuchtwanger. Seit 1984 ist er freier Schriftsteller und Übersetzer und lebt nach diversen Auslandsaufenthalten und Dozenturen wieder in seiner Geburtsstadt Oldenburg. Für sein umfangreiches Werk wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u. a. mit dem Nicolas-Born-Preis, dem Bettina-von-Arnim-Preis, dem Rheingau Literatur Preis und zuletzt dem Hannelore-Greve-Preis. Zudem war er Stipendiat der Villa Massimo sowie der Villa Aurora. Zu seinen erfolgreichsten Romanen zählen »Der kretische Gast« (2003), »Sunset« (2011), »Konzert ohne Dichter« (2015) und »Keyserlings Geheimnis« (2018). Zuletzt erschien »Leonard Cohen« (2020) und der Roman »Fahrtwind« (2021) sowie (mit Bernd Eilert) »Nachlese. Hundert Bücher – Ein Jahrhundert« (2024).
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