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Romane

Adressat unbekannt

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Über das Buch

Der Deutsche Martin Schulse und der amerikanische Jude Max Eisenstein betreiben in den USA eine gut gehende Kunstgalerie. 1932 entscheidet sich Schulse, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Eisenstein betreibt die gemeinsame Galerie in San Francisco weiter. Die beiden Männer bleiben in Kontakt und tauschen sich in ihren Briefen über Berufliches und Privates aus. Zunächst scheint die Freundschaft nicht unter der räumlichen Trennung zu leiden. Doch Schulse, der die politischen Entwicklungen in Deutschland anfangs noch kritisch betrachtete, entwickelt sich nach und nach zum bekennenden Nationalsozialisten.

Adressat unbekannt, 1938 erstmals veröffentlicht, ist ein Buch von beklemmender Aktualität. Gestaltet als Briefwechsel zwischen einem Deutschen und einem amerikanischen Juden in den Monaten um Hitlers Machtübernahme, schildert dieses Meisterwerk die dramatische Entwicklung einer Freundschaft und die Geschichte einer bitterbösen Rache. »Ich habe nie auf weniger Seiten ein größeres Drama gelesen. Diese Geschichte ist meisterhaft, sie ist mit unübertrefflicher Spannung gebaut, in irritierender Kürze, kein Wort zuviel, keines fehlt ... Nie wurde das zersetzende Gift des Nationalsozialismus eindringlicher beschrieben«, resümiert Elke Heidenreich in ihrem Nachwort.

Editionen (8)

ISBN9783455650822
VerlagAtlantik Verlag
Erscheinungsdatum12.10.15
Seitenzahl96

Rezensionen & Bewertungen

303 Bewertungen

61 Rezensionen

4,6

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  • thegreatescape
    thegreatescape

    84 Follower

    5,0

    Aktueller geht es nicht

    Wow, das Buch hat weniger als 80 Seiten und haut einen einfach nur um. Leider ist der Inhalt aktueller denn je, auch dieses Buch sollte Pflichtlektüre in jeder Schule sein. Leseempfehlung!!!

    13. März 2026

  • giovanna.p
    giovanna.p

    161 Follower

    5,0

    Beklemmend, fesselnd und dramatisch. Jeder sollte es gelesen haben.

    Ich bin selten nach so wenigen Seiten so sprachlos zurückgeblieben. „Adressat unbekannt“ ist kurz, aber unglaublich stark, dramatisch und beklemmend. Mit erstaunlich wenigen Worten schafft es die Autorin, eine Atmosphäre aufzubauen, die einen sofort fesselt. Besonders beeindruckt hat mich, wie klar und eindringlich die Botschaft ist. Das Thema wirkt heute noch genauso aktuell und ich habe viele Parallelen zur Gegenwart gesehen. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Muss. Es sollte meiner Meinung nach sogar Schullektüre sein, denn diese Geschichte und ihre Botschaft sollte wirklich jeder einmal gelesen haben.

    13. März 2026

  • vanilope
    vanilope

    40 Follower

    5,0

    Unglaublich, wie wenige Worte es braucht um die Grausamkeit des Nationalsozialismus darzustellen. Das Buch sollte Pflichtlektüre für jeden sein.

    4. Nov. 2025

3 von 61 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Kathrine Kressmann Taylor

Kathrine Kressmann Taylor, 1903 in Portland geboren, arbeitete nach dem Studium als Journalistin und Werbetexterin. 1938 veröffentlichte sie den Briefroman Adressat unbekannt, der über sechzig Jahre später auch in Frankreich und Deutschland zum Bestseller wurde. Ihr zweiter Roman Bis zu jenem Tag (1942) mehrte ihren Ruhm, und sie lehrte fortan am Gettysburg College. Später lebte sie abwechselnd in Minneapolis und in Florenz. Sie starb 1996.

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