Blick ins Buch

Romane

Während die Welt schlief

4,6(433)
Sprache
Deutsch
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Über das Buch

Jenin im Blumenmonat April: Früh morgens, bevor die Welt um sie herum erwacht, liest Amals Vater ihr aus den Werken großer Dichter vor. Es sind Momente des Friedens und der Hoffnung, die Amal ihr Leben lang im Herzen trägt - ein Leben, das stets geprägt ist vom scheinbar ausweglosen Konflikt zweier Nationen. Seit Generationen leben die Abulhijas als Olivenbauern in dem idyllischen Dorf Ein Hod. Ihr Leben ist friedlich - bis 1948 die Zionisten den Staat Israel ausrufen und sich alles verändert. Die Dorfbewohner werden mit Waffengewalt aus ihren Häusern vertrieben, müssen ihr Land, ihren Besitz und ihr Zuhause zurücklassen. Amal, geboren im Flüchtlingslager in Jenin, lernt die Heimat ihrer Vorväter nie kennen. Stattdessen erlebt sie Kriege, Gewalt und schreckliche Verluste, aber sie erfährt auch Freundschaft und Liebe in der Gemeinschaft der Vertriebenen. Weder Amal noch ihre Familie ahnen jedoch, wie eng ihr Schicksal und das von Israel und Palästina wirklich zusammenhängen.

Editionen (5)

ISBN9783453291058
VerlagDiana
Erscheinungsdatum28.03.11
Seitenzahl432

Rezensionen & Bewertungen

433 Bewertungen

75 Rezensionen

4,6

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  • stefanieleipzig
    stefanieleipzig

    118 Follower

    5,0

    Dieses Buch ist aktueller denn je, es beschreibt die vergangenen Kriege und Komplotte gegen Palästina. Aber es schmerzt dies zu lesen, weil wir wissen, dass es gerade wieder dort Qualvoll zu geht. Es tut in der Seele weh, das Buch zu lesen und doch muss es gelesen werden.

    25. Mai 2026

  • reader88
    reader88

    69 Follower

    5,0

    Was für ein Buch

    Bin nach diesem Buch, tatsächlich etwas sprachlos. Am Anfang fand ich es schon eher schwierig in den Verlauf bzw Schreibstil zu kommen. Das hat sich dann aber relativ nach einigen Seiten, schnell gelegt. Dieses Buch hat in mir so einiges ausgelöst. Ich sehe das nun ein wenig mit anderen Augen, was dieses Thema betrifft und es schmerzt einen in der Seele. Ich möchte auch gar nicht so viel schreiben...außer, dass IHR dieses Buch lesen solltet. Es hat mir sehr gefallen und werde wohl von Susan Abulhawa mehr lesen wollen.

    Was für ein Buch

    16. Apr. 2026

  • minijane
    minijane

    167 Follower

    4,0

    Erschütternd und schwer auszuhalten 2010 ist dieser Debütroman von Susan Abulhawa erschienen und 2023 noch mal neu aufgelegt worden. Das Thema, der Nahostkonflikt leider aktueller denn je! Endlich bekommen wir in diesem Buch die Geschichte mal aus palästinensischer Sicht erzählt. Amal‘s Familie wurde mit der Gründung des Staates Israel, wie viele andere Familien auch, aus ihrem Haus im Heimatort vertrieben. Amal selbst wurde im Flüchtlingscamp geboren und konnte später dank guter Noten ein Stipendium für ein Studium in den USA ergattern. In dem Buch erfahren wir ganz konkret, wie die Menschen unter dem Verlust der Heimat leiden, wie der Hass auf beiden Seiten zu einem endlosen Konflikt und einer furchtbaren Gewaltspirale führen. Trotzdem erlebt Amal im Lager eine relativ glückliche Kindheit und empfindet die schwierigen Gegebenheiten und die Armut als normal. Die Menschen geben aufeinander acht und gehen sehr liebevoll miteinander um. Über vier Generationen verfolgen wir die Geschichte der Familie, die immer wieder Repressalien der Israelis erleben muss. Viele Familienmitglieder werden einfach erschossen, so wie Amal‘s Großvater der sich heimlich zurück in sein Heimatdorf schleicht, um seine Orangenbäume zu besuchen. Wenn die israelischen Scharfschützen in das Flüchtlingscamp eindringen und wild auf alles schießen was sich bewegt, weil sie sich für Terroranschläge rächen wollen, ist das kaum aushaltbar und einfach nur erschütternd und traurig. Eine interessante Wendung bekommt das Buch durch ein entführtes arabisches Baby, dass in Israel aufwächst und als junger Mann auf seinen arabischen Bruder trifft. Ich möchte für keine der beiden Seiten Partei ergreifen, ich denke das steht mir auch nicht zu, aber meine Motivation dieses Buch zu lesen, war den Konflikt ein bißchen besser zu verstehen. Die Berichterstattung findet ja meistens aus der Perspektive Israels statt. Ich fand die Geschichte unendlich traurig, aber gut erzählt. Ein bißchen hat mich die sehr blumige, ein wenig schwülstige Sprache gestört, deshalb gibt es einen Stern Abzug. Trotzdem ist das Buch eine große Empfehlung und unbedingt lesenswert.

    25. Juli 2025

3 von 75 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 339%
blissey
blissey22. Feb. 2026

If there is a God, he heard Dalia’s wail.

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