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Romane

Die Rückseite des Lebens

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Über das Buch

Nur Yasmina Reza schreibt so lakonisch und klug über die Kippmomente der Existenz Seit Jahren beobachtet Yasmina Reza Strafprozesse. Es sind Geschichten, die man mit angehaltenem Atem liest. Ein Mann ermordet die vierköpfige Familie seines Schwagers und legt die Leichenteile seiner Frau zu Füßen. Eine Frau klagt wegen Vergewaltigung und schreibt dem Täter danach glühende Liebesbriefe. Lakonisch und beinahe zärtlich porträtiert Reza die Menschen. Es geht nicht um Schuld oder Unschuld, sondern um den Moment, in dem ein Leben aus der Normalität kippt. Ebenso knapp und eindrucksvoll erzählt sie von persönlichen Begegnungen mit guten Freunden oder in der Familie. Reza zeigt „die Rückseite des Lebens, in seiner Unvollkommenheit, aber auch Heiterkeit“. Ein Meisterwerk voller Tragik, Komik und Empathie.

Editionen (3)

ISBN9783446283695
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum18.03.25
Seitenzahl200

Rezensionen & Bewertungen

46 Bewertungen

15 Rezensionen

3,3

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  • laroute
    laroute

    132 Follower

    3,0

    Ja, hmm. Die Beschreibungen der Gerichtsprozesse sind gut, distanziert, pointiert und stellen immer die Mehrdimensionalität der Fälle heraus. Die persönlichen Einschübe und Anekdoten der Autorin, die ungefähr die Hälfte des Buches ausmachen, machen mich ratlos. Für mich wirken sie einfach zufällig hineingeworfen. Wenn es einen Gesamtzusammenhang gibt, habe ich ihn nicht verstanden.

    7. Sept. 2025

  • daggi19
    daggi19

    32 Follower

    5,0

    In 53 Geschichten beschreibt die Autorin die Absurdität des Lebens so wie auch Beobachtungen des eigenen Lebens, der Familie und Freunde. Sie schaut hin und nicht weg. Sie fotografiert alte Menschen, alte Paare, sieht wie sie durch Venedig "schlurfen" in ihren teuren uralten Pelzmänteln und macht sich Gedanken darüber was nach ihrem Tod mit all den prächtigen Kleidern passiert. "Aber ich werde sie noch gesehen haben, die letzten Schatten in diesem Wasserlabyrinth." Sie schreibt über Prozesse aus dem Straf-, Schwur- und sogar Seegericht, die einem so vorkommen als könnten sie nicht sein, aber doch der Tatsachen entsprechen, da sie nicht erfunden sind. Ein Mann steht vor dem Schwurgericht, weil er die gesamte Familie seiner Frau umgebracht hat...Er und seine Frau haben sich so isoliert, dass sie in scheinbar rationalen Wahnvorstellungen gelebt haben, in der immer absurdere Überzeugungen sich festgesetzt haben... Die Autorin bezeichnet es als "Tunnel aus Einsamkeit und Obsession, in dem sich das Leben mancher Menschen abspielt." Man muss sich im Klaren sein,dass dieses Buch kein Roman ist. Es bietet die Chance mal eine andere Perspektive einzunehmen, auch wenn sie nicht immer schön ist

    3. Apr. 2025

  • brinif31
    brinif31

    103 Follower

    3,0

    Konnte mich leider nicht berühren

    Die Szenen sowohl aus dem persönlichen Bereich als auch aus dem Gerichtssaal weckten mein Interesse und waren im Ansatz auch gut zu lesen, konnten mich aber einfach nicht berühren. Mir fehlte es da an Tiefe, da die Autorin bei ihren Erzählungen eher distanziert bleibt und so der Leser auch keinen bleibenden Eindruck bekommt. Ich kann mir vorstellen, dass dies durchaus gewollt ist, aber mich konnte es dadurch einfach nicht abholen. Teils war es für mich eher recht schwer, einen roten Faden zu finden.

    3. Mai 2025

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Yasmina Reza

Yasmina Reza, 1959 geboren, ist Schriftstellerin, Regisseurin und Schauspielerin und die meistgespielte zeitgenössische Theaterautorin. Bei Hanser erschienen u.a. »Glücklich die Glücklichen« (Roman, 2014), »Babylon« (Roman, 2017), für den sie mit dem Prix Renaudot 2016 ausgezeichnet wurde, »Kunst« (Schauspiel, 2018), »Der Gott des Gemetzels« (Schauspiel, 2018), »Bella Figura« (Schauspiel, 2019), »Drei Mal Leben« (Schauspiel, 2019), »Anne-Marie die Schönheit« (2019), »Serge« (Roman, 2022) und »James Brown trug Lockenwickler« (Schauspiel, 2023). Für ihr Werk wurde sie zuletzt mit dem Jonathan-Swift-Preis 2020, dem Premio Malaparte 2021, dem Prix de l'Académie de Berlin 2022 und dem Prix Mondial Cino del Duca 2024 ausgezeichnet. Das Theaterstück Der Gott des Gemetzels wurde 2011 sehr erfolgreich von Roman Polanski verfilmt, hochkarätig besetzt mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly.

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