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Eine erschreckende Zukunftsvision In dieser Geschichte geht es um Riva, die titelgebende Hochhausspringerin, und Hitomi, eine Psychologin, die Riva beobachtet und bewertet. Riva ist mit ihrem Sport eine sehr bekannte Persönlichkeit und seit kurzem streikt sie, entzieht sich komplett der Öffentlichkeit, die in einer nahen Zukunft einer Dystopie gleicht. Überall sind Kameras und Mikrofone, jede Geste, jedes Wort wird in die eine oder andere Richtung bewertet. Die Gesellschaft ist über eine Art Creditsystem auf Belohnung getrimmt und wer da nicht mitmacht kann nur noch in den Peripherien der Großstädte leben. Da Riva umfassende Sponsorenverträge hat wird Hitomi angestellt, Riva wieder dazu zu bringen, ihren Sport auszuüben und ihre Verträge zu erfüllen. Dazu beobachtet Hitomi Riva rund um die Uhr und versucht mit allen Mitteln, ihren Auftrag zu erfüllen. Doch nach und nach zersetzt der Leistungsdruck, der diese Aufgabe mit sich bringt, Hitomis eisern festgelegten Tagesablauf bis sie sich nicht mehr unter Kontrolle hat und alles um sie herum aus dem Ruder läuft. Dieses Buch ist ein wahrer Zwitter. Inhaltlich ist es eine sehr erschreckend realistische Dystopie, denn viele Elemente, die darin vorkommen, erscheinen schon sehr realistisch (ständige digitale Verfügbarkeit, Bonussystem für ein besseres und erfolgreicheres Leben, eine ständige Öffentlichkeit ohne Rückzugsmöglichkeit, ständige Überwachung an allen Ecken und vieles mehr) und die Autorin überspitzt an einigen Stellen das Ganze. Aber in groben Zügen bewegen wir uns als gesamte Gesellschaft in diese Richtung. In dieser Geschichte ist es jedenfalls ein etabliertes System und alle machen mit. Selbst der Aufstieg im Job hängt an ständiger und täglicher Bewertung, die oftmals jeglicher Grundlage entbehrt. Das alles ist wahnsinnig gut erdacht und raubt einem den Verstand. Jedoch ist die sprachliche Umsetzung der Geschichte meiner Meinung nach grauenhaft gestaltet. Obwohl wir nur aus der Perspektive von Hitomi lesen und alles, was die Geschichte ausmacht über ihre Beobachtungen erleben, ist es genau diese Art des Erzählens, die sich problematisch auf den Fluss der Geschichte auswirkt. Es wirkt dadurch oftmals sehr bruchstückhaft. Auch die tändige Erwähnung von irgendwelchen Marken erfüllt keinen Zweck, obwohl die Logik innerhalb des gesteckten Rahmens eindeutig erscheint, so lenken diese kleinen Details immer wieder den Fokus weg vom eigentlichen Geschehen und das ohne erkennbaren Grund. Insgesamt eine gute erdachte Grundidee, die leider zu vielen Teilen durch die Erzählstruktur in den Sand gesetzt ist. Die Figuren wirken den Umständen entsprechend wie Schablonen, die sich in dieser Welt präsentieren müssen und wie Aussätzige behandelt werden, wenn sie es nicht tun. Ein Buch, das viel mehr hätte bewirken können, aber so leider nicht im Gedächtnis bleibt.
25. Apr. 2025
Eine erschreckende Zukunftsvision In dieser Geschichte geht es um Riva, die titelgebende Hochhausspringerin, und Hitomi, eine Psychologin, die Riva beobachtet und bewertet. Riva ist mit ihrem Sport eine sehr bekannte Persönlichkeit und seit kurzem streikt sie, entzieht sich komplett der Öffentlichkeit, die in einer nahen Zukunft einer Dystopie gleicht. Überall sind Kameras und Mikrofone, jede Geste, jedes Wort wird in die eine oder andere Richtung bewertet. Die Gesellschaft ist über eine Art Creditsystem auf Belohnung getrimmt und wer da nicht mitmacht kann nur noch in den Peripherien der Großstädte leben. Da Riva umfassende Sponsorenverträge hat wird Hitomi angestellt, Riva wieder dazu zu bringen, ihren Sport auszuüben und ihre Verträge zu erfüllen. Dazu beobachtet Hitomi Riva rund um die Uhr und versucht mit allen Mitteln, ihren Auftrag zu erfüllen. Doch nach und nach zersetzt der Leistungsdruck, der diese Aufgabe mit sich bringt, Hitomis eisern festgelegten Tagesablauf bis sie sich nicht mehr unter Kontrolle hat und alles um sie herum aus dem Ruder läuft. Dieses Buch ist ein wahrer Zwitter. Inhaltlich ist es eine sehr erschreckend realistische Dystopie, denn viele Elemente, die darin vorkommen, erscheinen schon sehr realistisch (ständige digitale Verfügbarkeit, Bonussystem für ein besseres und erfolgreicheres Leben, eine ständige Öffentlichkeit ohne Rückzugsmöglichkeit, ständige Überwachung an allen Ecken und vieles mehr) und die Autorin überspitzt an einigen Stellen das Ganze. Aber in groben Zügen bewegen wir uns als gesamte Gesellschaft in diese Richtung. In dieser Geschichte ist es jedenfalls ein etabliertes System und alle machen mit. Selbst der Aufstieg im Job hängt an ständiger und täglicher Bewertung, die oftmals jeglicher Grundlage entbehrt. Das alles ist wahnsinnig gut erdacht und raubt einem den Verstand. Jedoch ist die sprachliche Umsetzung der Geschichte meiner Meinung nach grauenhaft gestaltet. Obwohl wir nur aus der Perspektive von Hitomi lesen und alles, was die Geschichte ausmacht über ihre Beobachtungen erleben, ist es genau diese Art des Erzählens, die sich problematisch auf den Fluss der Geschichte auswirkt. Es wirkt dadurch oftmals sehr bruchstückhaft. Auch die tändige Erwähnung von irgendwelchen Marken erfüllt keinen Zweck, obwohl die Logik innerhalb des gesteckten Rahmens eindeutig erscheint, so lenken diese kleinen Details immer wieder den Fokus weg vom eigentlichen Geschehen und das ohne erkennbaren Grund. Insgesamt eine gute erdachte Grundidee, die leider zu vielen Teilen durch die Erzählstruktur in den Sand gesetzt ist. Die Figuren wirken den Umständen entsprechend wie Schablonen, die sich in dieser Welt präsentieren müssen und wie Aussätzige behandelt werden, wenn sie es nicht tun. Ein Buch, das viel mehr hätte bewirken können, aber so leider nicht im Gedächtnis bleibt.
25. Apr. 2025






