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Romane

Wo auch immer ihr seid

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Über das Buch

Eine spannende neue Stimme in der deutschen Literatur: In ihrem hochgelobten Debüt erzählt Khuê Pham die ergreifende Geschichte einer vietnamesischen Familie. »Man muss sich nicht in der Geschichte des Vietnamkrieges auskennen, um diesen Roman großartig zu finden. Geht einfach so und ganz leicht.« Christine Westermann, Stern

Sie ist dreißig Jahre alt und heißt Kiều, so wie das Mädchen im berühmtesten Werk der vietnamesischen Literatur. Doch sie nennt sich lieber Kim, weil das einfacher ist für ihre Freunde in Berlin. 1968 waren ihre Eltern aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Für das, was sie zurückgelassen haben, hat sich die Journalistin nie interessiert. Im Gegenteil: Oft hat sie sich eine Familie gewünscht, die nicht erst deutsch werden muss, sondern es einfach schon ist. Bis zu jener Facebook-Nachricht. Sie stammt von ihrem Onkel, der seit seiner Flucht in Kalifornien lebt. Die ganze Familie soll sich zur Testamentseröffnung von Kiềus Großmutter treffen. Es wird eine Reise voller Offenbarungen – über ihre Familie und über sie selbst.

Editionen (2)

ISBN9783442772919
Verlagbtb
Erscheinungsdatum15.03.23
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

183 Bewertungen

32 Rezensionen

4,3

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  • stefanieleipzig
    stefanieleipzig

    117 Follower

    4,0

    Familiengeschichte aus Vietnam. Khuê ist in Deutschland geboren und aufgewachsen, ihr ist aber schon als Kind klar gewesen, dass sie und ihre Familie anders sind. Ihre Eltern stammen aus Vietnam und haben die typischen Ansprüche an sie. Einen Vietnamesen heiraten und Kinder bekommen. So einfach ist das für Khuê aber nicht. Ihr Vater ist in den 60 igern nach Deutschland gekommen um Medizin zu studieren. Er wollte keine Medizin studieren und Deutschland war nicht seine erste Wahl, aber er schlägt sich durch. Er lernt Menschen kennen die wegen des Vietnamkrieges demonstrieren, er versteht aber nicht warum und warum sie für die Kommunisten sind. Er lernt Hoa kennen und die beiden gründen eine Familie. Bei einem Besuch in Hanoi, wird klar daß er sich einiges Vorzuwerfen hat. Er weiß nichts über das neue kommunistische Vietnam und ihm war nicht klar, dass er seiner Familie bei der Ausreise hätte unterstützen sollen. Dies übernimmt sein Bruder Son. Son, hat erlebt wie das Land übernommen wird, wie das Leben sich massiv ändert und Umerziehungcamps auf einmal ein Begriff werden, mit dem er etwas anzufangen weiß. Er flieht auch mit seiner späteren Frau. Nach mehreren Versuchen schaffen sie es bis Amerika und können dort ein Leben aufbauen. Durch den Tot der Mutter kommen die Bruder mit deren Familien wieder zusammen, sehen sich nach langer Zeit wieder. Dies ist der Anlass das Khuê dieses Buch geschrieben hat. Es zeigt wieder eine Seite des Vietnamkrieges und wie die Studierenden, wie hier im Buch, für Demos damals auch instrumentalisiert worden sind.

    17. Mai 2026

  • carmen86
    carmen86

    107 Follower

    4,5

    Historische Fakten in einem nachhallenden Roman vermittelt

    Das Buch gibt einen sehr guten Blick in die Irren- und Wirren des Vietnamkriegs. 🇻🇳 Ich finde es beeindruckend wie gut alle verschiedenen „Sichtweisen“ abgebildet werden. Es wird nicht eine Geschichte aus einer Perspektive erzählt, es wird von der Autorin sehr erfolgreich versucht, die „Ganze“ Geschichte darzustellen. Aus verschiedenen Blichwinkel, aus verschiedenen Schiksalen, aus verschiedenen Interessen. Die Zeitsprünge gehören daher für mich zum Buch und den wiederholten Wechsel ins „Jetzt“ finde ich sehr gelungen.

    13. März 2026

  • hansdampf
    hansdampf

    200 Follower

    4,0

    Wurzelsuche Die Autorin, in Deutschland geboren, lernt in USA anlässlich der Beerdigung ihrer Großmutter einen Teil ihrer Familie kennen, Vietnamesen, die nach der Flucht vor dem vietnamesischen Bürgerkrieg in alle Winde verstreut wurden. Aufschlussreich

    19. März 2026

3 von 32 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Khuê Pham

Khuê Phạm gehört zu den wichtigsten Stimmen einer neuen Generation von deutschen Autoren. Sie wurde 1982 in Berlin geboren und studierte in London am Goldsmiths College und der London School of Economics. Nach ihrer Ausbildung an der Henri-Nannen-Journalistenschule fing sie 2009 als Redakteurin bei der ZEIT an. Für ihre journalistische Arbeit wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2012 veröffentlichte sie mit Alice Bota und Özlem Topçu »Wir neuen Deutschen« (Rowohlt), das von Einwandererkindern und ihrem Platz in Deutschland handelt. »Wo auch immer ihr seid« ist ihr Debütroman - eine literarische Annäherung an ihre eigene Familie, deren Lebensweg sie über fünf Jahrzehnte nachzeichnet. Khuê Pham lebt in Berlin.

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