Blick ins Buch

Moorläufer. Im Reich des letzten Drachen

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Über das Buch

Hüte dich vor der Bestie im Moor – und vor der Nacht in den Herzen der Menschen Düster, geheimnisvoll und hoch atmosphärisch erzählt Boris Koch im Fantasy-Roman »Moorläufer. Im Reich des letzten Drachen« von Irrlichtern, Schuldgefühlen und dem Monster im Moor. Nur in den gewaltigen nebelverhangenen Schwarzmooren am Rand des Königreichs ist jener besondere Torf zu finden, der die magischen Feuer der Alchymisten nährt. Jeden Tag riskieren die Torfstecher aus der abgelegenen Stadt Nebelbruch ihr Leben für das wertvolle Gut, denn im Moor lauert der Tod in mannigfaltiger Gestalt: Ein falscher Schritt, und man versinkt in der schwarzen Tiefe oder wird von fleischfressenden Sumpfkriechern angefallen. Nachts locken Irrlichter die Unvorsichtigen und Einsamen ins Verderben, und im dunklen Herz der Schwarzmoore haust der Letzte der grausamen Drachen: der sagenumwobene Nachtwyrm. Immer wieder tötet die Bestie Menschen, und auch die Schwester des jungen Milan fällt ihr zum Opfer – einen Moordiamanten in der Hand, gestohlenes Eigentum des Königs. Die Wut über den Diebstahl trifft Milans gesamte Familie hart. Seine Eltern sind gebrochen und geben ihm die Schuld, dass seine Schwester zur Diebin wurde. Und er, geplagt von Alpträumen, schafft es nicht, die Vorwürfe abzuschütteln. Gefangen zwischen Schuldgefühlen und Rachegedanken durchstreift Milan auf längst vergessenen Pfaden das Moor – ohne die Wahrheit über sich selbst zu ahnen. Und der Nachtwyrm ist weiterhin hungrig … Tauche ein in die atmosphärischen Märchenadaptionen von Boris Koch: - Dornenthron - Narrenkrone

Editionen (1)

ISBN9783426464861
VerlagKnaur eBook
Erscheinungsdatum02.05.23
Seitenzahl400

Rezensionen & Bewertungen

93 Bewertungen

29 Rezensionen

3,8

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  • east
    east

    827 Follower

    3,0

    Im Reich des letzten Drachen

    Jeden Tag riskieren die Torfstecher von Nebelbruch im Schwarzmoor ihr Leben, denn nur dort gibt es den begehrten Nachttorf zu finden, den Alchymisten benötigen, um Magie zu wirken. Auch der junge Milan wird eines Tages Torfstecher werden und sich ins Reich des Nachtwyrms, des letzten Drachen, wagen. Doch dann begeht seine Schwester ein Verbrechen und die ganze Familie wird in ihrem Namen bestraft. Auf der Flucht vor Schuld und Hass flieht Milan jeden Tag der Gefahr zum Trotz in die wilden Moore – und wird zum Moorläufer. Doch er hat keinen Schimmer, was ihn in der Wildnis wirklich erwartet… Boris Koch, bekannt für seine Drachenflüsterer-Saga, erzählt mit dem Fantasy-Einzelband „Moorläufer“ eine Geschichte von Schuld und Gier, voller Atmosphäre und Magie. Doch das Buch ist ganz anders, als man beim Lesen des Klappentextes erwarten könnte. „Moorläufer“ ist vermeintlich eine Reise in unerforschte, tiefe Moore und eine Entdeckungsreise in die Natur, vielleicht ein Abenteuer mit einem majestätischen Drachen. Tatsächlich kommt der aber kaum vor. Stattdessen begleitet der Leser Milan durch seine raue, schmerzhafte Kindheit und durch endlose Schuldgefühle ausgelöst durch das Verbrechen und dem Tod seiner Schwester. In einer Gemeinschaft, die am unteren Ende der Gesellschaft steht, wird Stolz und Ehre unter seinesgleichen großgeschrieben und Milan durch seine Familie schnell zum Außenseiter – eigentlich eine interessante Geschichte, aber eben nicht das, was das Buch verspricht. So fragt man sich beim Lesen lange, wo das Buch sich eigentlich hinentwickeln soll, wo – abgesehen von Schuld und Ausgrenzung – der Konflikt der Handlung liegt. Eine Antwort bleibt das Buch lange schuldig, zunächst braucht es lange, um die Handlung überhaupt in Gang zu bringen, der Einstieg ist zwar nicht langweilig, zieht sich aber doch eine Weile hin. Genauso geht es dann auch im restlichen Buch weiter. Der Autor spart nicht mit der faszinierenden, düsteren Atmosphäre der Moore, wohl aber mit Drachen und Erklärungen. Anstelle dessen erhalten wir eine Liebesgeschichte, zu der man beim Lesen eher keinen Bezug herstellen kann, einfach weil der Schreibstil recht distanziert ist. Da die Handlung einen langen Zeitraum umfasst, gibt es schlicht sehr viel mehr Telling als Showing und so kommt keine große Nähe zu den Protagonisten auf. Die wiederum sind jung und voller Widerspruchsgeist, pfeifen also auf gut gemeinte Ratschläge und setzen ihren Willen durch – mal mehr mal weniger erfolgreich. Dennoch sind sie nicht unsympathisch, sie haben sich ihr Happy End durchaus verdient, auch wenn es etwas überhastet platziert wirkt. Generell geht der letzte Akt des Buches, der große Showdown recht schnell über die Bühne, gerade im Vergleich mit dem vorherigen, langwierigen Aufbau. Wer Drachen und Abenteuer erwartet, der könnte von diesem Buch leider enttäuscht werden. Statt Reisen und mystischen Wesen geht es vor allem um Treue, Schuld und Intrigen. Die Geschichte ist absolut nicht schlecht, aber gar nicht das, was das Buch verspricht und dementsprechend eher enttäuschend, gerade wenn man die anderen Drachenbücher des Autors kennt. Wer allerdings Geheimnisse, mysteriöse Irrlichter und Alchemie kennenlernen möchte, der könnte dennoch Freude an diesem Buch haben.

    Im Reich des letzten Drachen

    23. März 2026

  • vastaya
    vastaya

    4 Follower

    4,5

    Die Nacht in den Herzen der Menschen

    Der Klappentext verspricht hier genau das, was auch im Buch zu finden ist. Milan stammt aus einer Familie von Torfstechern und wird bald selbst einer. Es ist eine Tätigkeit, die mit Stolz erfüllt ist. Wir begleiten ihn dabei und schnell fällt auf, dass Milan nachdenklich und angepasst ist, aber auch aus der Menge hinaus sticht, meist ohne es zu wollen oder gar gegen seinen Willen. Milan hat viel Verständnis und Empathie. So sieht er über Gewalt hinweg und akzeptiert andere trotz der Widersprüche oder in seinen Augen unpassendem Verhalten. Es ist die Nacht in den Herzen der Menschen, die die Geschichte so spannend macht. Der Nachtwyrm im Moor ist eher eine nebensächliche Bedrohung, die über dem Ort schwebt. Es geht um Diebstahl, Sehnsucht, Gewalt und Strafen, um Missgunst, Neid und Vorurteile, um Einsamkeit für Menschen, die anders sind, um Aufopferung und Schuld. Schnell wird klar, dass das Moor mit dem Nachtwyrm und den Irrlichtern das geringere Übel ist. Obwohl es eher eine “Alltagsgeschichte” ist und wir Milan nur beim Arbeiten, bei der Familie und im Moor begleiten, ist es trotzdem nie langweilig oder eintönig. Spannendes Buch durchweg mit viel Tiefgang. Es ist schade, dass der Wyrm so wenig da war, aber es hat Spaß gemacht den Moorläufer bei seiner Geschichte zu begleiten.

    24. März 2026

  • kara_fey
    kara_fey

    445 Follower

    2,0

    Leider ganz anders als der Klappentext verspricht

    Ich hatte mich mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut. Nicht nur das schöne Cover auch der Klappentext wussten zu überzeugen. Was ich erwartet habe war eine düstere Geschichte die mich in ihren Bann zieht was ich bekommen habe war leider eine ziemlich emotionslose Erzählung von aneinandergereihten Ereignissen. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen allerdings empfinde ich ihn als sehr emotionslos. Wahrscheinlich war auch das mein Problem warum ich absolut keine Bindung zu den Figuren in diesem Buch aufbauen konnte. Die Ereignisse empfand ich als aneinander gereiht und teilweise nicht nachvollziehbar. Gerade bei der Liebesgeschichte konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen wie sich dieses überhaupt entwickeln konnte. Der Spannungsbogen dümpelt im Grunde ziemlich dahin auch wenn einige interessante Aspekte gegeben waren. Der Plot und die Auflösung der ganzen Handlung war durchaus interessant aber auch teilweise absehbar und hat leider es das Buch an sich nicht mehr rausreißen können. Besonders weil ich das Ende ziemlich schnell abgehandelt fand. Fazit: Moorläufer die Geschichte des letzten Drachen hätte durchaus eine düstere und auch beklemmende Handlung und Stimmung haben können stattdessen hat es sich wie ein Bericht gelesen und trotz der Ungerechtigkeiten die dem Protagonisten widerfahren sind konnte ich nicht mit ihm leiden oder mitfühlen. Der Drache spielt, wenn überhaupt, nur eine ziemlich untergeordnete Rolle und das Ende war leider absehbar und schnell abgehandelt. Gerade hier hätte man so viel mehr draus machen können. Mir hat es leider nicht gefallen auch wenn ich es wirklich gerne mögen wollte.

    Leider ganz anders als der Klappentext verspricht

    23. Jan. 2024

3 von 29 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Boris Koch

Boris Koch, Jahrgang 1973, brach das Studium von Geschichte und Literatur zugunsten des Schreibens ab. Er ist der Verfasser zahlreicher Bücher, u.a. der Drachenflüsterer-Saga und der Ycena-Dilogie um Dornenthron und Narrenkrone. Er war Mitbegründer der Berliner Lesebühne Das StirnhirnhinterZimmer und textet Comics. Heute lebt er zusammen mit der Autorin Kathleen Weise und der gemeinsamen Tochter in Leipzig. Seine Werke wurden mehrfach ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. www.boriskoch.de instagram.com/autorboriskoch

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