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Romane

Das Liebespaar des Jahrhunderts

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Über das Buch

Wo geht die Liebe hin, wenn man sagt, sie ist verschwunden?

Eine Frau will ihren Mann verlassen. Nach vielen Jahren Zusammenleben und Ehe ist sie entschlossen und bestürzt zugleich: Wie konnte es nur dazu kommen? Während sie ihr Fortgehen plant, begibt sie sich in ihren Gedanken weit zurück. Da waren die rauschhaften Jahre der Verliebtheit nach dem Mauerfall, an der Universität, zu zweit im Ausland und später mit den kleinen Kindern, aber da gab es auch die Kehrseite – Momente, die zu Wendepunkten wurden und das Scheitern schon vorausahnen ließen. Doch ist etwas überhaupt gescheitert, wenn es so lange dauert? Julia Schoch legt frei, was im Alltag eines Paares oft verborgen ist: die Liebesmuster, die Schönheit auch in der Ernüchterung. Ein Loblied auf die Liebe.

»Julia Schoch ist eine Meisterin darin, mit simplen Sätzen einen tiefen seelischen Schwindel zu beschreiben und auch beim Leser zu erzeugen.« Richard Kämmerlings, Literarische Welt

Editionen (4)

ISBN9783423149099
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum09.01.25
Seitenzahl192

Rezensionen & Bewertungen

381 Bewertungen

62 Rezensionen

3,6

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  • lealibi
    lealibi

    39 Follower

    3,5

    ⭐⭐⭐,5

    Es ist unheimlich ehrlich geschrieben. Es gibt keine große Action oder Ablenkung, sondern man schaut einer Frau direkt in den Kopf, die nach 30 Jahren Beziehung Bilanz zieht. Manchmal war mir die Grundstimmung zwar ein bisschen zu negativ und ich hätte mir gewünscht, dass die beiden einfach mehr miteinander reden – aber genau das macht es wohl so realistisch. Es zeigt einfach perfekt, wie schnell man sich nach all den Jahren auseinanderleben kann. Kein Wohlfühlbuch, aber ein richtig guter Denkanstoß!

    1 Tage vor

  • alpinereads
    alpinereads

    83 Follower

    3,0

    Die grosse Liebe, doch wie sieht es mit ihr nach 30 Jahren Beziehung aus? Ruhig, ungeschönt und direkt erhalten wir einen Einblick in eine solche. Ein schönes Buch, das berührt und zum Nachdenken anregt

    24. März 2026

  • peter_f
    peter_f

    86 Follower

    4,0

    Das Ende einer Liebe… „Liebespaar des Jahrhunderts“ von Julia Schoch hat mich sprachlich sehr überzeugt, weil sie Erinnerungen und Vergangenes meisterhaft in Worte fasst, zugleich blieb bei mir aber vor allem ein eher düsteres, emotional belastendes Gefühl zurück.

    Julia Schoch erzählt in diesem Buch sehr fein und präzise von Erinnerung, Beziehung und dem Blick zurück auf ein gelebtes Leben. Gerade der Sprachstil hat mich beeindruckt: ruhig, klar und doch voller Nuancen, sodass auch kleine Beobachtungen großes Gewicht bekommen. Es ist ein Buch, das nicht laut sein muss, um zu wirken, sondern gerade durch seine Zurückhaltung viel Tiefe entfaltet. Die Art, wie Vergangenes nicht nur erinnert, sondern sprachlich neu geformt wird, gehört für mich zu den stärksten Seiten des Romans. Langweilig war er an keiner Stelle. Gleichzeitig war die emotionale Grundstimmung überwiegend negativ. Die Rückschau ist von Verlust, Ernüchterung und innerer Schwere geprägt. Zwar ist genau diese Melancholie offenbar Teil des Konzepts und für mich überwog dadurch das Beklemmende. Das Buch ist nicht tröstlich, sondern eher eine genaue, aber schmerzhafte Bilanz. Die hohe Wertschätzung, die der Roman in der Kritik erfährt, kann ich gut nachvollziehen. Literarisch ist das sehr stark gearbeitet: die Sprache, die Reflexion, die Form der Erinnerung. Ob man das Buch wirklich „lesenswert“ findet, hängt aus meiner Sicht aber stark davon ab, wie man mit dieser melancholischen, ehrlichen und nüchternen Grundhaltung umgeht. Wer leise, reflektierte und sprachlich anspruchsvolle Literatur schätzt, wird hier sehr viel finden. Wer eher emotionale Wärme oder eine versöhnlichere Haltung erwartet, könnte es als zu schwer und zu negativ empfinden. Meine Einschätzung wäre deshalb: literarisch sehr hochwertig, sprachlich hervorragend, in der Wirkung aber eher belastend als beglückend. Gerade diese Spannung macht das Buch interessant – und wahrscheinlich auch so diskussionswürdig. Die Meinungen der Leser und Leserinnen gehen da weit auseinander.

    Das Ende einer Liebe…

„Liebespaar des Jahrhunderts“ von Julia Schoch hat mich sprachlich sehr überzeugt, weil sie Erinnerungen und Vergangenes meisterhaft in Worte fasst, zugleich blieb bei mir aber vor allem ein eher düsteres, emotional belastendes Gefühl zurück.

    26. Juni 2026

3 von 62 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Julia Schoch

Julia Schoch, 1974 in Bad Saarow geboren, aufgewachsen in Eggesin in Mecklenburg, gilt als »Virtuosin des Erinnerungserzählens« (FAZ). Zuletzt veröffentlichte sie die Romane ›Das Vorkommnis‹, ›Das Liebespaar des Jahrhunderts‹ und ›Wild nach einem wilden Traum‹ als die drei Bücher ihrer gefeierten Trilogie ›Biographie einer Frau‹. 2022 wurde ihr die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung verliehen, 2023 der Schubart-Literaturpreis der Stadt Aalen, 2024 der Mainzer Stadtschreiber-Literaturpreis. 2025 zeichnete man sie mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Sie lebt in Potsdam.

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