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Brooklyn

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Über das Buch

Über das Fremdsein – in der Fremde und in der eigenen Heimat Eilis Lacey ist kaum jemals aus ihrer Heimatstadt im Süden Irlands herausgekommen. Nun soll sie auf Wunsch der Mutter nach Amerika auswandern und sich dort eine Zukunft aufbauen. Eilis geht nach Brooklyn, in einem Warenhaus findet sie eine Anstellung als Verkäuferin. 'Manche Leute sind nett', sagt sie sich, 'und wenn man mit ihnen auf die richtige Weise redet, können sie sogar noch netter sein' – das ist ihre Devise, aber sich einzuleben ist sehr schwer. Kommt ihr Leben ins Lot, als sie sich endlich verliebt? Ein einfühlsamer, sensibler Roman über Selbstbestimmung und Fremdsein.

Editionen (4)

ISBN9783423141727
Verlagdtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum01.12.12
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

95 Bewertungen

12 Rezensionen

3,8

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  • jochen_go
    jochen_go

    154 Follower

    4,0

    Zwischen Heimat und Neuanfang pendelt Brooklyn von Colm Tóibín. Die junge Eilis verlässt Irland in den 1950ern und wandert nach New York aus, wo sie sich ein neues Leben aufbaut, bis die Vergangenheit an ihr zieht. Eine fein erzählte Geschichte über Zugehörigkeit und die Entscheidungen, die ein Leben prägen. Gut im Doppelpack mit dem Nachfolgeroman Long Island zu lesen.

    31. Dez. 2025

  • waldelb
    waldelb

    75 Follower

    2,0

    Unter Frauen

    Die Geschichte um Eilis Lacey, eine junge Frau, die die Chance erhält, in den frühen 50er Jahren von Irland nach Amerika auszuwandern, könnte von der Thematik her nicht spannender sein. Dennoch vergibt Colm Tóibín seine Chance, etwas Interessantes daraus zu machen in gleicher weise, wie auch Eilis die ihre vertut. Tóibín begibt sich wieder einmal in die Welt der Frauen und schilder Eilis gefangen in Konventionen dieser Zeit, verloren zwischen 2 Kontinenten, die unterschiedlicher nicht sein können. Die Personen bestehen im Wesentlichen aus Frauen, die alles daran setzen, ihre Aufgaben in Gesellschaft und Beruf aufrechtzuerhalten und sich dabei bemühen, jede, die etwas anderes sucht, daran zu hindern. Frauen gegen Frauen, die nicht in ihren Konsens passen. Eilis erscheint seltsam blass und unambitioniert, sie verliert sich in Plattitüde und ihre Leidenschaft zu Zahlen und Buchhaltung trägt auch nicht besonders dazu bei, ihrer Person Charakter einzuhauchen. Aber auch Tóibín scheint der Personenzeichnung konsequent treu bleiben zu wollen und lässt seine Geschichte in gleicher Weise fad und grau daherkommen. Alles fühlt sich wie eine nicht zu schwere Rechenaufgabe an, deren Resultat von vornherein feststeht, Mathematik für Anfänger, interessant geht anders. Eine sehr vorhersehbare, nach meiner Ansicht unabintioniert verfasste Geschichte, die mich mehr geärgert, als unterhalten hat.

    13. Juli 2025

  • wayne161
    wayne161

    39 Follower

    3,0

    Teils gefühlsstarke Emigrationserzählung mit zäher Handlung

    "Brooklyn" ist ein langsam erzählter Roman über Emigration. Auf Handlungsebene passiert recht wenig, weshalb er nicht für jeden Leser geeignet ist. Für mich war es eine widersprüchliche Leseerfahrung: Die Dialoge wirken eher flach, und die Handlung wird teils langatmig. Hingegen sind die längeren Beschreibungen der inneren Konflikte und Empfindungen der Protagonistin Eilis – besonders zu Beginn (Ankunft in Brooklyn) und am Ende (Rückkehr nach Irland) – authentisch und berührend. Auch ohne direkten Vergleich zu anderen Werken dieser Zeit erscheinen mir die Figuren jedoch zu passiv, und es fehlt trotz der gegebenen Möglichkeiten an Spannung. Buch und Film kannte ich zuvor nicht, letztlich gewinnt hier der Film, da zwar gerade die introspektiven Abschnitte fehlen, aber es insgesamt kurzweiliger ist.

    9. Apr. 2026

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Colm Tóibín

Colm Toíbín, 1955 in Irland geboren, veröffentlichte mehrere Sachbücher. Sein erster Roman "Der Süden" (dt. 1994) wurde von der Kritik enthusiastisch gefeiert. Toíbíns Bücher wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Er gild als einer der interessantesten englischsprachigen Schriftsteller der mittleren Generation.

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