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Der Professor

3,6(58)
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Über das Buch

Die alten Eheleute Hazel sehnen sich nach einem friedlichen Lebensabend auf dem Land. Als sie ihr kleines Traumhaus beziehen, dürfte ihrem Glück eigentlich nichts mehr im Wege stehen. Doch dann lernen sie ihren Nachbarn kennen … Ein Psychothriller mit hintergründigem Witz.

Editionen (2)

ISBN9783257229684
VerlagDiogenes
Erscheinungsdatum25.07.97
Seitenzahl208

Rezensionen & Bewertungen

58 Bewertungen

15 Rezensionen

3,6

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  • mina25
    mina25

    297 Follower

    4,0

    Sehr sehr gut!

    Dieser Roman ist sowohl tiefgründig als auch voller Witz und Spott, denn ganz nebenbei verteilt Amélie Nothomb noch eine Reihe von ironischen Seitenhieben gegen scheinheilige Höflichkeit, geheucheltes Gutmenschentum, aufgeblasenes, aber letztendlich inhaltsleeres Akademikergeschwafel und die Eigenart mancher Menschen, hinter jeder noch so harmlosen Geste, eine persönliche Beleidigung und einen Affront gegen die eigene Person zu vermuten. Nothombs Sprache ist wunderbar prägnant und klar. "Der Professor" ist ein grandioser Roman, der mich in jeder Hinsicht überzeugen konnte. Eine wundervoll groteske und abgründige Geschichte mit skurrilen Protagonisten, voller hintergründigem, bissigen Humor und tiefen philosophischen Einsichten.

    19. Juli 2025

  • marzipanhirsch
    marzipanhirsch

    122 Follower

    3,5

    Das Ehepaar Hazel ist endlich in Rente, darauf haben sie sich schon ihr Leben lang gefreut. Doch kaum sind sie in ihr neues Domizil auf dem Land gezogen, werden sie von ihrem Nachbarn besucht. Was zunächst wie ein Höflichkeitsbesuch eines wortkargen Menschen beginnt, wird zum Psychoterror, als der Nachbar die Besuche täglich wiederholt Die Hazels haben dem Nichts entgegenzusetzen und schließlich sehen sie sich zu drastischen Maßnahmen gezwungen. Psychologisch fand ich das Buch sehr raffiniert, schwarzhumorig und skurril noch dazu. Einziger Kritikpunkt: die Autorin betreibt meiner Ansicht nach Fatshaming, als sie die stark adipöse Ehefrau des Nachbarn als "Monster" oder "Zyste" betitelt. Schade. Ansonsten ein tolles Buch.

    5. Feb. 2025

  • clafami
    clafami

    91 Follower

    2,0

    Gewichtsbezogene Stigmatisierung von der übelsten Sorte

    Das ist nicht mein erstes Nothomb—Werk und ich weiß, dass es manchmal etwas absurd werden kann. Hier hat sie sich aber selbst übertroffen. Am Anfang habe ich sogar noch über die absonderlichen Beobachtungen der Respektlosigkeit geschmunzelt aber spätestens als die Frau des Nachbarn Bernadette wie ein Monster beschrieben wurde, war es mir dann zu drüber. Die Fettfeindlichkeit und das entmenschlichen von dicken Menschen war mir dann nichts mehr. Insgesamt gipfelte die Geschichte in einen Mord, der mich so gar nicht berührt hat.

    8. Dez. 2024

3 von 15 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Amélie Nothomb

Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l'Académie française, für ›Der belgische Konsul‹ den Prix Renaudot 2021 und den Premio Strega Europeo. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.

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