Goethes ›Faust‹ komplett!
Goethe schrieb über 60 Jahre an seinem ›Faust‹ und nannte »diese sehr ernsten Scherze« am Ende sein »Hauptgeschäft«: Dabei entstand eines der großartigsten und gleichzeitig komplexesten Werke der Weltliteratur.
Den ›Faust‹ gibt es bei Reclam in vielen Ausgaben, preisniedrig für Schüler, mit Kommentar für Studenten, bibliophil für Liebhaber – merkwürdigerweise nur gab es bisher keine Doppelausgabe von ›Faust I‹ und ›II‹, der beiden klassischen Theatertexte.
Diesem historischen Missstand wurde anlässlich des Faust-Festivals, das bis Ende Juli 2018 in München stattfand und überregionale Aufmerksamkeit erzielte, abgeholfen, in einer an die Jubiläums-Editionen des Jahres 2017 angelehnten Gestaltung in Steifbroschur – damit die Theaterbesucher nicht nur in München, sondern in ganz Deutschland wohl präpariert sind, wenn es heißt: »Ihr naht euch wieder, schwankende Gestalten!«
Der Faust ist das Lebenswerk Goethes und dies wird auch beim Lesen bewusst.
Die Lektüre selbst zu lesen war an manchen Stellen schwer zu verstehen und zu deuten, aber auch an anderen Stellen einfach und humorvoll.
Schon zu Beginn mit den drei Prologen hatte mich es in den Bann gezogen.
13. Sept. 2024
4,0
Achtung Spoiler
Der Faust ist das Lebenswerk Goethes und dies wird auch beim Lesen bewusst.
Die Lektüre selbst zu lesen war an manchen Stellen schwer zu verstehen und zu deuten, aber auch an anderen Stellen einfach und humorvoll.
Schon zu Beginn mit den drei Prologen hatte mich es in den Bann gezogen.
Sehr empfehlenswert für all diejenigen, die die Tragödie gelesen haben.
Durch die zahlreichen Sprecher hatte so jeder einzelne Charakter eine eigene Persönlichkeit und wurde zum Leben erweckt.
Auch die Stimmen von Faust, Mephisto und Gretchen haben sehr gut gepasst, wobei ich mir auch hätte vorstellen können, dass Faust eine jüngere Stimme bekommt nach seiner Verwandlung.
Wenn man aber die Interpretationsansätze noch einigermaßen im Kopf hat, so ist es deutlich interessanter die Verknüpfungen herstellen zu können.
17. Mai 2025
5,0
Sehr empfehlenswert für all diejenigen, die die Tragödie gelesen haben.
Durch die zahlreichen Sprecher hatte so jeder einzelne Charakter eine eigene Persönlichkeit und wurde zum Leben erweckt.
Auch die Stimmen von Faust, Mephisto und Gretchen haben sehr gut gepasst, wobei ich mir auch hätte vorstellen können, dass Faust eine jüngere Stimme bekommt nach seiner Verwandlung.
Wenn man aber die Interpretationsansätze noch einigermaßen im Kopf hat, so ist es deutlich interessanter die Verknüpfungen herstellen zu können.
⭐️ 2,5 Sterne – Der Literaturklassiker schlechthin – ich hätt es wirklich gerne gemocht.
Goethes Faust ist wahrscheinlich jedem ein Begriff. Faust, die Tragödie, die erstmals 1808 veröffentlicht wurde und in zwei Teile gegliedert ist – basierend auf der alten deutschen Faust-Sage.
Inhaltlich möchte ich mich kurz fassen – es geht um Dr. Heinrich Faust und den Teufel Mephistopheles. Die beiden schließen einen Pakt, in dem Mephisto Faust ein abenteuerliches Leben schaffen soll, Mephisto im Gegenzug nach Fausts Tod seine Seele erhält. Folglich gestaltet sich Fausts Leben bis zu seinem Tod recht „turbulent".
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass Faust ein echt harter Brocken für mich war. Fast 400 Seiten, jede einzelne mit Dichtung und Lyrik überfüllt, sodass der Inhalt für mich kaum zu greifen war.
Das soll nicht heißen, dass ich Goethes Stil abstoßend finde – ganz im Gegenteil. Dieses Talent, ja fast schon diese Gabe, die er aufweist, mit Sprache umzugehen – das ist einfach faszinierend.
Ich würde behaupten, nun den grundlegenden Inhalt verstanden zu haben – mit ein bisschen Recherche schien es gar nicht mehr so kompliziert, doch ein tieferer Sinn lässt sich mir zum heutigen Zeitpunkt leider noch nicht erschließen.
Ich wünschte wirklich, es hätte mir gefallen. Besonders vor dem Hintergrund, dass ich Werther schon gelesen hatte – ich mochte diesen Briefroman wirklich sehr und dachte, Faust würde mir auch gefallen. Doch das waren beides ganz verschiedene Welten.
Abschließend lässt sich sagen, dass Faust ein Werk ist, das sehr viel Aufmerksamkeit und Geduld erfordert. Aktuell konnte ich die Tiefe, die diesem Werk zweifellos innewohnt, noch nicht ganz fassen.
Ich schließe daher nicht aus, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu Faust greifen werde – in der Hoffnung, dann mehr darin zu entdecken als nur sprachliche Schönheit. Für den Moment bleibt es jedoch bei der Anerkennung für Goethes Können, ohne dass mich das Werk persönlich überzeugen konnte.
7. Feb. 2026
2,5
⭐️ 2,5 Sterne – Der Literaturklassiker schlechthin – ich hätt es wirklich gerne gemocht.
Goethes Faust ist wahrscheinlich jedem ein Begriff. Faust, die Tragödie, die erstmals 1808 veröffentlicht wurde und in zwei Teile gegliedert ist – basierend auf der alten deutschen Faust-Sage.
Inhaltlich möchte ich mich kurz fassen – es geht um Dr. Heinrich Faust und den Teufel Mephistopheles. Die beiden schließen einen Pakt, in dem Mephisto Faust ein abenteuerliches Leben schaffen soll, Mephisto im Gegenzug nach Fausts Tod seine Seele erhält. Folglich gestaltet sich Fausts Leben bis zu seinem Tod recht „turbulent".
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass Faust ein echt harter Brocken für mich war. Fast 400 Seiten, jede einzelne mit Dichtung und Lyrik überfüllt, sodass der Inhalt für mich kaum zu greifen war.
Das soll nicht heißen, dass ich Goethes Stil abstoßend finde – ganz im Gegenteil. Dieses Talent, ja fast schon diese Gabe, die er aufweist, mit Sprache umzugehen – das ist einfach faszinierend.
Ich würde behaupten, nun den grundlegenden Inhalt verstanden zu haben – mit ein bisschen Recherche schien es gar nicht mehr so kompliziert, doch ein tieferer Sinn lässt sich mir zum heutigen Zeitpunkt leider noch nicht erschließen.
Ich wünschte wirklich, es hätte mir gefallen. Besonders vor dem Hintergrund, dass ich Werther schon gelesen hatte – ich mochte diesen Briefroman wirklich sehr und dachte, Faust würde mir auch gefallen. Doch das waren beides ganz verschiedene Welten.
Abschließend lässt sich sagen, dass Faust ein Werk ist, das sehr viel Aufmerksamkeit und Geduld erfordert. Aktuell konnte ich die Tiefe, die diesem Werk zweifellos innewohnt, noch nicht ganz fassen.
Ich schließe daher nicht aus, dass ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu Faust greifen werde – in der Hoffnung, dann mehr darin zu entdecken als nur sprachliche Schönheit. Für den Moment bleibt es jedoch bei der Anerkennung für Goethes Können, ohne dass mich das Werk persönlich überzeugen konnte.
7. Feb. 2026
3 von 99 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Johann Wolfgang Goethe
Johann Wolfgang Goethe (seit 1782: von; 28.8.1749 Frankfurt a. M. – 22.3.1832 Weimar) hat als Lyriker, Prosa-Autor und Dramatiker Epoche machende Werke des Sturm und Drang und der Klassik mit europaweiter Wirkung verfasst. Von Herzog Karl August von Sachsen-Weimar für den Weimar Hof verpflichtet, wo er u. a. für das Theater zuständig war, prägte er in der Zusammenarbeit mit Schiller besonders die Epoche der Weimarer Klassik. Goethes Interessen erstreckten sich auch auf unterschiedlichste Wissenschaften, zu denen er umfangreiche Schriften beitrug.