Egmont
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Beschreibung
Brüssel im 16. Jahrhundert: Die Niederlande wollen das Joch der spanisch-habsburgischen Herrschaft abschütteln. Ihre Hoffnung ruht auf Graf Egmont, einem der drei niederländischen Statthalter. Er erscheint ihnen als der ideale Volksführer, großherzig, verantwortungsvoll und beliebt. Sein Gegenspieler, der brutale Herzog Alba, folgt allein den Gesetzen der Staatsautorität. Er führt den freiheitlich denkenden Egmont mit einer List ins Verderben.
Mit Anmerkungen und einem neuen Nachwort von Marcel Krings.
Buchinformationen
Beiträge
Philipp II.’ Herrschaft erstreckt sich allein in Europa von Spanien aus bis zur die Niederlande. Er fordert, die Provinzen im Norden sollen die falsche Lehre des Protestantismus drakonisch ausmerzen, die Häretiker ohne Rücksicht aufhängen. Doch die Bürger dort lieben ihre Freiheit und ihr Graf Egmont lässt sie sie ausleben, wird vom Volk dafür geliebt. – Die Tragödie stellt literaturhistorisch das Scharnier dar zwischen höfischem und bürgerlichem Trauerspiel, deren typische Protagonisten in Egmont vereint sind. Das geschieht, weil es – Goethe schrieb es im Vorabend der französischen Revolution – gerade die Triebkräfte und Transformationsprozesse der Geschichte zum Gegenstand hat, denen die Sieger mindestens genauso wie die Verlierer in diesem Drama unterworfen sind: „Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unsers Schicksals leichtem Wagen durch; und uns bleibt nichts, als mutig gefasst die Zügel festzuhalten und bald rechts, bald links, vom Steine hier, vom Sturze da, die Räder wegzulenken. Worin es geht, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam.“ klagt Egmont zu seinem Sekretär. Dabei haben mir besonders die Charaktere gefallen, die wunderbar plastisch herausgearbeitet sind.
Beschreibung
Brüssel im 16. Jahrhundert: Die Niederlande wollen das Joch der spanisch-habsburgischen Herrschaft abschütteln. Ihre Hoffnung ruht auf Graf Egmont, einem der drei niederländischen Statthalter. Er erscheint ihnen als der ideale Volksführer, großherzig, verantwortungsvoll und beliebt. Sein Gegenspieler, der brutale Herzog Alba, folgt allein den Gesetzen der Staatsautorität. Er führt den freiheitlich denkenden Egmont mit einer List ins Verderben.
Mit Anmerkungen und einem neuen Nachwort von Marcel Krings.
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Philipp II.’ Herrschaft erstreckt sich allein in Europa von Spanien aus bis zur die Niederlande. Er fordert, die Provinzen im Norden sollen die falsche Lehre des Protestantismus drakonisch ausmerzen, die Häretiker ohne Rücksicht aufhängen. Doch die Bürger dort lieben ihre Freiheit und ihr Graf Egmont lässt sie sie ausleben, wird vom Volk dafür geliebt. – Die Tragödie stellt literaturhistorisch das Scharnier dar zwischen höfischem und bürgerlichem Trauerspiel, deren typische Protagonisten in Egmont vereint sind. Das geschieht, weil es – Goethe schrieb es im Vorabend der französischen Revolution – gerade die Triebkräfte und Transformationsprozesse der Geschichte zum Gegenstand hat, denen die Sieger mindestens genauso wie die Verlierer in diesem Drama unterworfen sind: „Wie von unsichtbaren Geistern gepeitscht, gehen die Sonnenpferde der Zeit mit unsers Schicksals leichtem Wagen durch; und uns bleibt nichts, als mutig gefasst die Zügel festzuhalten und bald rechts, bald links, vom Steine hier, vom Sturze da, die Räder wegzulenken. Worin es geht, wer weiß es? Erinnert er sich doch kaum, woher er kam.“ klagt Egmont zu seinem Sekretär. Dabei haben mir besonders die Charaktere gefallen, die wunderbar plastisch herausgearbeitet sind.




