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Romane

Dubliner

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Über das Buch

Der Münchner Maler Erwin Pfrang, Jahrgang 1951, der heute in Italien lebt, erregte bereits 1992 Aufsehen mit Illustrationen zu James Joyce "Ulysses". Die New York Times urteilte: "Pfrangs Zeichnungen sind ganz außergewöhnlich - ein brillantes Debut." Geistige Nähe zu Joyce und eine verwandte Seelenlage bezeugt auch der für diese bibliophile Ausgabe entstandene Dubliner-Zyklus.

Editionen (21)

ISBN9783150093030
VerlagReclam, Philipp
Erscheinungsdatum31.12.95
Seitenzahl339

Rezensionen & Bewertungen

69 Bewertungen

9 Rezensionen

3,6

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  • arthurzturm
    arthurzturm

    171 Follower

    5,0

    Wow. Kurzgeschichten über verschiedene Dubliner Charaktere, die gefühlt auch die Seele der Stadt (oder Irlands) widerspiegeln. Einige Passagen habe ich immer wieder gelesen und auch wenn die Geschichten einfach geschrieben sind, so sind die Bilder, die Einsichten komplex und immer wieder überdenkenswert. Ich werde mir auf jeden Fall noch eine deutsche Übersetzung davon holen, um zu sehen, ob ich alles durchblickt habe.

    3. Dez. 2024

  • 3,5

    Dubliner – James Joyce ★★★½☆​​​​​​​​​​​​​​​​ Jemand, der eine Stadt hasst und nicht von ihr loskommt, schreibt anders über sie als jemand, der sie liebt. Joyce hat Dublin 1904 verlassen und nie wieder dauerhaft dort gelebt. Dubliner hat er trotzdem geschrieben – oder vielleicht deshalb. Es wirkte auf mich wie ein langer, unruhiger Abschied. Die Geschichten wachsen im Verlauf des Bandes, werden schwerer, fordernder. Die ersten ziehen einen still hinein, fast unmerklich, wie man in eine fremde Stadt gerät und plötzlich merkt, dass man ihre Straßen kennt. Gegen Ende kommen sie einem nicht mehr entgegen. Ich habe mich gegen manche gestemmt, habe weitergelesen ohne Belohnung und irgendwann verstanden, dass das der Punkt ist. Joyce interessiert sich nicht für das, was passiert, sondern für das, was sich nicht traut zu passieren. Seine Figuren stehen an Schwellen – zur echten Verbindung, zur Liebe, zu sich selbst – und weichen zurück. Seine Figuren sind Menschen, die ihr Leben nicht wirklich leben, nicht weil ihnen die Gelegenheit fehlt, sondern der Mut. Mut zur echten Verbindung, Mut zur schweren Entscheidung. Mut, sich selbst anzusehen. Sie wählen das Vertraute, das Erträgliche, das Sichere. Und Joyce schaut ihnen dabei zu, ohne sie zu verurteilen – was fast schlimmer ist. Er versteht sie. Es scheint: er kennt dieses Gefühl. „Die Toten“, die letzte Geschichte, trägt alles in sich, was das Buch aufgebaut hat. Der Schnee, der am Ende über ganz Irland fällt, hat mich länger begleitet als so mancher Roman. Ich habe dieses Buch nicht immer gemocht. Aber es hat mich nicht losgelassen.

    8. Apr. 2026

  • spir_elli
    spir_elli

    5 Follower

    5,0

    Paralyse

    Ich bin froh, dass es sich um eine Kurzgeschichtensammlung handelt, sonst hätte ich noch länger gebraucht um mich immer wieder zu motivieren. Auch wenn es mir nicht immer leicht fiel, das Buch in die Hand zu nehmen, kann ich es nur empfehlen. Joyce beschreibt die Stagnation und Paralyse in der Stadt Dublin Anfang des 20. Jahrhunderts. Er beschreibt unverblümt aber literarisch anspruchsvoll die Lebensrealitäten der Dubliner und die Unzufriedenheit. In seinen Erzählungen zeigt er den irischen Nationalstolz der Einwohner, teils kritisch, der kurz später Grundlage für die irische Unabhängigkeit bildet.

    11. Sept. 2025

3 von 9 Rezensionen

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