Blick ins Buch

Romane

Werkausgabe in sechs Bänden in der edition suhrkamp

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Über das Buch

Die Übersetzung von Dieter E. Zimmer möchte heutigen Anforderungen an den Text gerecht werden. Sie macht die Struktur der Erzählung sichtbar, indem sie von ihr her übersetzt. Der neue deutsche Text zeigt, wie das, was dasteht, zusammenhängt.

Editionen (1)

ISBN9783518114346
VerlagSuhrkamp
Erscheinungsdatum25.02.87
Seitenzahl229

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  • kingofmusic
    kingofmusic

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    5,0

    Lektüre für die Insel Mich juckt es – in den Fingern. Den Füßen. Ich will auf Reisen gehen. Nach Irland. Nach Dublin. Auf den Spuren von James Joyce´s Plätzen und Straßen wandeln, die er in „Dubliner“ beschreibt. Okay, in Zeiten wie diesen ist und bleibt das vorerst ein Traum, den ich mir aber definitiv bewahre – so wie ich in Prag auf Kafka´s Spuren wandeln will… „Dubliner“ von James Joyce erzählt Geschichten (wer hätte das gedacht?). Geschichten von Menschen, die überall leben (können). Über die Bedeutung von „Dubliner“ (erstmals 1914 erschienen) in der Literaturwissenschaft will ich mich nicht auslassen; wozu auch? Da gibt es Experten genug und die „richtige“ Meinung darüber gibt es sowieso nicht, da sich jede*r eine eigene bildet, die dann in dem Moment und für einen selbst die richtige ist *g*. Allerdings bieten die Geschichten genug Stoff, um darüber in Lesekreisen zu diskutieren. Die „Dubliner“-Geschichten erzählen vom Tod, von der Liebe, von Verlust, von Hoffnung – eine Vielzahl an Stimmungen also; diese drücken sich auch in der Beschreibung Dublins aus. Es gibt dunkle Ecken, dreckige Gassen (oder wie Joyce am Anfang der Geschichte „Nach dem Rennen“ schreibt: „[…] durch diesen Kanal der Armut und der Untätigkeit…“ (S. 41)) ebenso wie Grünflächen, vollbesetzte Pubs (man riecht förmlich das Bier, aber auch die Gemütlichkeit eines irischen Pubs – herrlich! *g*) – all das hat mich in das Dublin (nicht nur) des Jahres 1914 zurückversetzt. Und ich bin mir sicher: je öfter man diese Geschichten liest (und dafür eignen sie sich hervorragend!) umso mehr wird man entdecken, umso mehr wird man eintauchen in die Dubliner Bevölkerung und in Joyce´s Werk. Die Charaktere der Geschichten sind ebenso vielfältig wie die Inhalte: Jugendliche, die lieber die Schule schwänzen, als zu lernen, Jugendliche, die die erste Liebe entdecken, junge Frauen, die sich um ihr Glück bringen, in dem sie nicht mit ihrem Liebsten nach Argentinien auswandern, Trunkenbolde, Schmarotzer, überfürsorgliche Mütter – ich könnte noch ewig weitermachen, aber ich will ja keinen Roman schreiben :-). Für mich stellt „Dubliner“ eine echte Entdeckung dar und ich werde dieses Büchlein mit Sicherheit noch öfter „entdecken“ und küre es außerdem zu einer Lektüre, die ich garantiert mit auf eine einsame Insel nehmen würde. Darum bleiben mir nur 5*. ©kingofmusic

    1. Dez. 2023

Autorin / Autor

Über James Joyce

James Joyce wurde am 2. Februar 1882 in Dublin geboren, wo er in schwierigen und ärmlichen Familienverhältnissen aufwuchs. Joyce studierte am University College von Dublin moderne Sprachen, u.a. Englisch, Französisch und Italienisch. 1902 ging er nach Paris, um ein Medizinstudium zu beginnen. Er wandte sich dort aber dem Schreiben zu und führte einen ausschweifenden Lebensstil. 1903 kehrte er nach Dublin zurück, konnte dort jedoch nicht Fuß fassen. Mit seiner Geliebten und späteren Ehefrau Nora Barnacle siedelte er 1904 auf den Kontinent über und lebte hauptsächlich in Triest. Er schrieb Kurzgeschichten und überarbeitete seinen ersten Roman Stephen Hero, der später als A Portrait of the Artist as a Young Man (Porträt des Künstlers als junger Mann) veröffentlicht wurde. 1914 erschien Joyces erste Kurzgeschichtensammlung Dubliners. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog er mit seiner Familie nach Zürich, wo sein bekanntestes Werk Ulysses entstand. Der Roman wurde 1918-1920 in Auszügen in der amerikanischen Zeitschrift »The Little Review« abgedruckt; 1921 wurde er wegen obszöner Inhalte verboten. 1922 erschien Ulysses schließlich in (zensierter) Buchform in der Pariser Buchhandlung »Shakespeare and Company«. 1920 zog Joyce auf Einladung seines Freundes Ezra Pound nach Paris, wo er bis zu Frankreichs Besetzung im Zweiten Weltkrieg lebte. Dort entstand sein letzter Roman Finnegan’s Wake (Finnegans Totenwache), der 1939 veröffentlicht wurde. James Joyce starb am 13. Januar 1941 in Zürich.

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