Ausgezeichnet mit dem Hugo Award, dem Nebula Award und dem Locus Award.
Für alle, die ihr Herz an eine andere Welt verloren haben – die mehrfach preisgekrönte Fantasy-Novelle von Seanan McGuire »Every Heart a Doorway« zusammen mit den beiden Folgebänden »Down Among the Sticks and Bones« und »Beneath a Sugar Sky« endlich auf Deutsch.
Kinder und Jugendliche sind zu allen Zeiten in Kaninchenlöcher gefallen, durch alte Kleiderschränke ins Zauberland vorgestoßen oder auf einer Dampflok in magische Welten gereist. Aber … was geschieht eigentlich mit denen, die zurückkommen?
Mit Nancy, die die Hallen der Toten besucht hat und den Rest ihres Lebens am liebsten still wie eine Statue verbringen würde.
Und mit Christopher, den Jungen mit der Knochenflöte, der die Toten für sich tanzen lassen kann.
Sumi, die das Chaos braucht wie die Luft zum Atmen, weil sie aus einer Unsinnswelt kommt.
Oder Jack & Jill, die mit Vampiren und Wissenschaftlern unter einem blutig-roten Mond aufgewachsen sind.
Als sie sich in »Eleanor Wests Haus für Kinder auf Abwegen« treffen, ahnen sie nicht, dass ihnen ihr größtes Abenteuer noch bevorsteht ...
Ein Buch für alle Fans von Ransom Riggs, C.S. Lewis und Philip Pullman.
»So unfassbar gut, dass es weh tut.« Charlie Jane Anders, io9
»Eine der außergewöhnlichsten Geschichten, die ich je gelesen habe.« V.E. Schwab
»Seanan McGuire ist eine der klügsten Autorinnen weit und breit. Mit ›Der Atem einer anderen Welt‹ beweist sie, dass ihr Herz genauso groß ist wie ihr Verstand scharf.« Charlaine Harris
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Es enthält die ersten drei Novellen der Wayward Children Reihe von Seanan McGuire, in der die Frage – was mit Kindern geschieht, die in anderen Welten (ala Narnia etc.) gelandet sind und zurückkommen und sich mit einem Mal wieder in der Welt ihrer Geburt zurecht finden müssen – näher betrachtet und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.
Und mir fehlen einfach die Worte um ausdrücken zu können, wie viel mir die Reihe bedeutet und wie massiv underhyped sie einfach ist. Leider wurden auch nur die ersten drei Novellen ins Deutsche übersetzt und wenig beworben. Mittlerweile habe ich alle erschienenen Novellen der Reihe gelesen und liebe sie alle.
Der Schreibstil ist überwältigend schön. Auf den Punkt gebracht. Jedes Satzzeichen hat seine Berechtigung. Die Wortwahl, die Dialoge, die Beschreibungen – alles ist perfekt.
Die Charaktere sind so divers, so authentisch. SO ECHT, dass sie sich anfühlen wie richtige Menschen, die ich um jeden Preis beschützen will und denen ich alles erdenklich Gute wünsche und vor allem einen guten Ausgang ihrer Abenteuer.
Die Welten sind so unterschiedlich, teilweise so grausam und doch so „real“, dass ich auch dann begreifen kann, warum sie für einige der Kinder zu einer Heimat geworden ist.
Es werden Themen angesprochen, die so wichtig sind, so düster, so grausam, dass sie mir immer wieder das Herz heraus gerissen haben. Mobbing, Kindesmissbrauch, Vernachlässigung, Inter- und Transsexualität, Freundschaft, Familie, Homosexualität, Körperformen. Die Liste ist endlos.
Fast jede der Novellen konnte mich bisher auf die eine oder andere Weise berühren. Aber keine kommt mit dem Holzhammer daher. Die Autorin schafft es immer die Themen so grandios in die Geschichten hinein zu weben, dass sie nie Mittel zum Zweck werden.
In diesem Buch gefielen mir die ersten beiden Bände etwas mehr als der dritte Band. Band 1 etabliert die Schule, in der all die verlorenen Kinder aufgefangen werden und etabliert damit gleichzeitig auch den Rahmen aller weiteren Novellen und auch wiederkehrende Figuren. Band 2 beleuchtet zwei Figuren, ihre Vergangenheit und ihre Welt zum ersten Mal so genau, dass es richtig ans Herz ging.
Band 3 wirkt durch die vielen Settingwechsel etwas gehetzter und weniger kongruent, generell vom Ton her auch etwas leichter, fällt aber auf Grund der fehlenden Ernsthaftigkeit gegen die anderen Geschichten etwas ab. Die weiteren Novellen werde ich zu gegebener Zeit einzeln rezensieren.
Bitte lest dieses Buch!
30. Sept. 2024
5,0
Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Es enthält die ersten drei Novellen der Wayward Children Reihe von Seanan McGuire, in der die Frage – was mit Kindern geschieht, die in anderen Welten (ala Narnia etc.) gelandet sind und zurückkommen und sich mit einem Mal wieder in der Welt ihrer Geburt zurecht finden müssen – näher betrachtet und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet wird.
Und mir fehlen einfach die Worte um ausdrücken zu können, wie viel mir die Reihe bedeutet und wie massiv underhyped sie einfach ist. Leider wurden auch nur die ersten drei Novellen ins Deutsche übersetzt und wenig beworben. Mittlerweile habe ich alle erschienenen Novellen der Reihe gelesen und liebe sie alle.
Der Schreibstil ist überwältigend schön. Auf den Punkt gebracht. Jedes Satzzeichen hat seine Berechtigung. Die Wortwahl, die Dialoge, die Beschreibungen – alles ist perfekt.
Die Charaktere sind so divers, so authentisch. SO ECHT, dass sie sich anfühlen wie richtige Menschen, die ich um jeden Preis beschützen will und denen ich alles erdenklich Gute wünsche und vor allem einen guten Ausgang ihrer Abenteuer.
Die Welten sind so unterschiedlich, teilweise so grausam und doch so „real“, dass ich auch dann begreifen kann, warum sie für einige der Kinder zu einer Heimat geworden ist.
Es werden Themen angesprochen, die so wichtig sind, so düster, so grausam, dass sie mir immer wieder das Herz heraus gerissen haben. Mobbing, Kindesmissbrauch, Vernachlässigung, Inter- und Transsexualität, Freundschaft, Familie, Homosexualität, Körperformen. Die Liste ist endlos.
Fast jede der Novellen konnte mich bisher auf die eine oder andere Weise berühren. Aber keine kommt mit dem Holzhammer daher. Die Autorin schafft es immer die Themen so grandios in die Geschichten hinein zu weben, dass sie nie Mittel zum Zweck werden.
In diesem Buch gefielen mir die ersten beiden Bände etwas mehr als der dritte Band. Band 1 etabliert die Schule, in der all die verlorenen Kinder aufgefangen werden und etabliert damit gleichzeitig auch den Rahmen aller weiteren Novellen und auch wiederkehrende Figuren. Band 2 beleuchtet zwei Figuren, ihre Vergangenheit und ihre Welt zum ersten Mal so genau, dass es richtig ans Herz ging.
Band 3 wirkt durch die vielen Settingwechsel etwas gehetzter und weniger kongruent, generell vom Ton her auch etwas leichter, fällt aber auf Grund der fehlenden Ernsthaftigkeit gegen die anderen Geschichten etwas ab. Die weiteren Novellen werde ich zu gegebener Zeit einzeln rezensieren.
Bitte lest dieses Buch!
Ein Buch das etwas besonderes war und ganz anders, als ich es erwartet hatte.
Es war düster und ernst, mystisch und skurril, prägend und überraschend aber genau das hat mich in den Bann gezogen und mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen.
Die Seiten haben mich regelrecht gefesselt, die Illustrationen dazu ebenso und haben mich voll und ganz in diese Welt und die Geschichte eintauchen lassen.
Da waren als Setting Eleanor Wests Haus für Kinder auf Abwegen, ein altes Herrenhaus und gleichzeitig eine Schule und die Leiterin Eleanor, die aussah wie 60, in Wahrheit aber fast 100 war und die neue Schülerin Nancy, deren Haare weiß waren bis auf ein paar schwarze Strähnen.
Es ging darum, dass die einfachste Antwort auch die richtige war und Wirklich ein Schimpfwort, um die richtige Unterbringung und Verständnis, um Unsinnswelten und Türen.
Da waren Unsinn und Logik, Tugend und Bösheit wie Himmelsrichtungen, Richtungen und Nebenrichtungen, Höherer Unsinn oder Höhere Logik als Unterteilungen und Portalwelten.
Da waren Nancys Mitbewohnerin Sumi und Kade deren Tante die Leiterin Eleanor war, die Zwillinge Jack und Jill und Christopher.
Da waren Erzählungen über ein Märchenland und ein Kuchenland, eine Spinnenwelt und eine Horrorwelt.
Das alles war faszinierend und fesselnd, genauso wie die kindliche Lehrerin Lundy und ihre Sitzungen.
Es ging um die Hoffnung die Türen wiederzufinden, die wie ein Messer war und dass die Welten wie ein Zuhause waren da man sich dort zum ersten Mal nicht verstellen musste sondern einfach so sein konnte wie man war.
Es ging darum, dass man ihnen nicht beibrachte wie man vergaß und nicht wie man dort blieb sondern wie man weiterlebte und darum, dass man hierher kam mit der Hoffnung die verlorene Freiheit wiederzufinden.
Denn wie Eleanor sagte:
,,Unsere Türen sind verborgen, aber wenn wir genau genug hinsehen, können wir sie aufspüren.“
Die Geschichte enthielt mehrere Kurzgeschichten und jede war etwas besonderes.
Es ging um gewaltsamen Todesfälle und die nötige Normalität, um ein Geistermädchen und einen Knochenjungen, um Jack und Jills Geschichte und eine queere Liebe sowie um Sumis Tochter Rini und vier Weltenreisende.
Die Charaktere habe ich allesamt in mein Herz geschlossen durch ihre individuellen Verhaltensweisen und Sehnsüchte, ihre Dialoge und ihre Taten.
15. Sept. 2025
5,0
Ein Buch das etwas besonderes war und ganz anders, als ich es erwartet hatte.
Es war düster und ernst, mystisch und skurril, prägend und überraschend aber genau das hat mich in den Bann gezogen und mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen.
Die Seiten haben mich regelrecht gefesselt, die Illustrationen dazu ebenso und haben mich voll und ganz in diese Welt und die Geschichte eintauchen lassen.
Da waren als Setting Eleanor Wests Haus für Kinder auf Abwegen, ein altes Herrenhaus und gleichzeitig eine Schule und die Leiterin Eleanor, die aussah wie 60, in Wahrheit aber fast 100 war und die neue Schülerin Nancy, deren Haare weiß waren bis auf ein paar schwarze Strähnen.
Es ging darum, dass die einfachste Antwort auch die richtige war und Wirklich ein Schimpfwort, um die richtige Unterbringung und Verständnis, um Unsinnswelten und Türen.
Da waren Unsinn und Logik, Tugend und Bösheit wie Himmelsrichtungen, Richtungen und Nebenrichtungen, Höherer Unsinn oder Höhere Logik als Unterteilungen und Portalwelten.
Da waren Nancys Mitbewohnerin Sumi und Kade deren Tante die Leiterin Eleanor war, die Zwillinge Jack und Jill und Christopher.
Da waren Erzählungen über ein Märchenland und ein Kuchenland, eine Spinnenwelt und eine Horrorwelt.
Das alles war faszinierend und fesselnd, genauso wie die kindliche Lehrerin Lundy und ihre Sitzungen.
Es ging um die Hoffnung die Türen wiederzufinden, die wie ein Messer war und dass die Welten wie ein Zuhause waren da man sich dort zum ersten Mal nicht verstellen musste sondern einfach so sein konnte wie man war.
Es ging darum, dass man ihnen nicht beibrachte wie man vergaß und nicht wie man dort blieb sondern wie man weiterlebte und darum, dass man hierher kam mit der Hoffnung die verlorene Freiheit wiederzufinden.
Denn wie Eleanor sagte:
,,Unsere Türen sind verborgen, aber wenn wir genau genug hinsehen, können wir sie aufspüren.“
Die Geschichte enthielt mehrere Kurzgeschichten und jede war etwas besonderes.
Es ging um gewaltsamen Todesfälle und die nötige Normalität, um ein Geistermädchen und einen Knochenjungen, um Jack und Jills Geschichte und eine queere Liebe sowie um Sumis Tochter Rini und vier Weltenreisende.
Die Charaktere habe ich allesamt in mein Herz geschlossen durch ihre individuellen Verhaltensweisen und Sehnsüchte, ihre Dialoge und ihre Taten.
15. Sept. 2025
3 von 19 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Seanan McGuire
Seanan McGuire (*1978 in Kalifornien) erhielt 2010 den John W. Campbell Award als Best New Writer. 2013 tauchte sie als erste Person überhaupt fünf Mal auf demselben Stimmzettel zum Hugo Award auf. Seitdem hat sie zahlreiche Urban-Fantasy-, Science-Fiction- und Horror-Romane geschrieben. Für »Der Atem einer anderen Welt« wurde sie mit dem Hugo, dem Nebula, dem Locus und dem Alex Award ausgezeichnet.