Blick ins Buch

En finir avec Eddy Bellegueule (Points)

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Über das Buch

«En vérité, l'insurrection contre mes parents, contre la pauvreté, contre ma classe sociale, son racisme, sa violence, ses habitudes, n'a été que seconde. Car avant de m'insurger contre le monde de mon enfance, c'est le monde de mon enfance qui s'est insurgé contre moi. Je n'ai pas eu d'autre choix que de prendre la fuite. Ce livre est une tentative pour comprendre.»

Editionen (6)

ISBN9782757852972
VerlagPOINTS
Erscheinungsdatum06.05.15
Seitenzahl216

Rezensionen & Bewertungen

259 Bewertungen

24 Rezensionen

4,2

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  • alenawunderkind
    alenawunderkind

    75 Follower

    4,5

    Schockierender autobiographischer Roman

    Eddy erzählt völlig unverblümt (ich meine das wirklich ernst, er nimmt kein Blatt vor den Mund) von seiner tristen, brutalen Kindheit in ärmsten Verhältnissen. Er wird schikaniert, geprügelt und gehasst, weil er eine "Schwuchtel" ist. Eddy quält sich, um ein echter Kerl zu sein. Und diese Qual spürst du als Leser:in. Ein so starker Roman, der ein Befreiungsschlag für den Autor ist. (Wer sein Vokabular für französische Beschimpfungen erweitern möchte, macht mit diesem Buch alles richtig.)

    Schockierender autobiographischer Roman

    10. Feb. 2026

  • dasliestfabi
    dasliestfabi

    22 Follower

    5,0

    „Ich wollte fliehen.“

    Das Ende von Eddy hat mich leise, aber nachhaltig getroffen. Édouard Louis erzählt seine eigene Geschichte ohne Schonung – roh, direkt und dabei erstaunlich klar. Die Gewalt, die Scham und das Anderssein fühlen sich beim Lesen nicht wie Literatur an, sondern wie etwas Erlebtes, das man kaum weglegen kann. Gerade diese Nüchternheit macht das Buch so stark: Es klagt nicht an, sondern zeigt, und genau deshalb bleibt es lange im Kopf. Das Buch ist insgesamt easy to read.

    „Ich wollte fliehen.“

    25. Jan. 2026

  • vanessa26
    vanessa26

    22 Follower

    4,0

    schockierende Refletion auf Kindheitserlebnisse

    ein ziemlich schockierender sehr ehrlicher und ungeschönter Bericht über eine Kindheit im Norden Frankreichs. Ich bin einigermaßen schockiert darüber das die starren Strukturen im Denken und Handeln der Menschen in einem kleinen französischen Dorf 1990 immer noch anmuten wie aus dem Mittelalter. es scheint wichtiger die gesellschaftlichen Normen einzuhalten als dem eigenen Kind Schutz und Sicherheit zu geben. Die Eltern sind sehr ungebildet und Bildung scheint in der ganzen Region auch nicht als erstrebenswertes Ziel angesehen zu werden. Kinder aus solchen dörflichen Strukturen haben es eh schon schwer sich aus den Zwängen zu lösen, die diese Gesellschaft ihnen aufdrückt, nochmal schwieriger wenn das Kind sich ständig falsch fühlt, weil es homosexuell ist. Eddy ist von Anfang an auf sich gestellt nichtmal das Elternhaus gibt im Rückhalt einfach nur schockierend. Eine Flucht aus dem Milieu scheint der einzige Ausweg und die totale Verleugnung seiner selbst um endlich so zu werden wie man es von einem echten „Kerl“ erwartet. Edouard Louis hat es geschafft die Situation sehr reflektiert zu beschreiben ohne anzuklagen und schließlich hat er auch das Dorf seiner Kindheit verlassen um der zu werden, der er schon immer war. Ein sympathischer gebildeter junger homosexueller Mann.

    26. Mai 2026

3 von 24 Rezensionen

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