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Romane

La Nausee

3,5(121)
Sprache
Französisch
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Über das Buch

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Editionen (1)

ISBN9782070368051
VerlagGallimard
Erscheinungsdatum31.12.95
Seitenzahl249

Rezensionen & Bewertungen

121 Bewertungen

20 Rezensionen

3,5

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  • peter_f
    peter_f

    84 Follower

    5,0

    „Der Ekel“ von Jean-Paul Sartre ist ein intensiver, philosophischer Roman über Absurdität und Existenzangst. Ein Meilenstein des Existentialismus…

    Roquentin, ein Historiker in der Provinzstadt Bouville, erlebt plötzlich Ekel vor der Kontingenz aller Dinge – vor Gegenständen, Menschen und der eigenen Existenz. In seinem Tagebuch notiert er Beobachtungen, die das Leben als sinnlos und zufällig entlarven. Treffen mit Freunden und eine Jazzplatte bieten kurz Ablenkung, doch die Krise zwingt ihn, frei zu entscheiden. Sartre schreibt klar und direkt, mit langen inneren Monologen, die die Übelkeit des Seins greifbar machen. Themen wie Freiheit, Authentizität und Absurdität dominieren, ohne belehrend zu wirken. Bouville steht für die spießige Bourgeoisie. Insgesamt ein Meilenstein des Existentialismus, der fordert und verändert – für Leser, die tiefe Fragen mögen.

    „Der Ekel“ von Jean-Paul Sartre ist ein intensiver, philosophischer Roman über Absurdität und Existenzangst. Ein Meilenstein des Existentialismus…

    2. Jan. 2026

  • eden
    eden

    15 Follower

    3,0

    Reread.First Read (2009): 4 *Second Read (2026): 3 to 3.5 *Als ich "Der Ekel" im Jahr 2009 zum ersten Mal während des Studiums las, empfand ich die radikale Subjektivität Roquentins noch interessant – damals waren die vier Sterne eine logische Konsequenz meiner jugendlichen Begeisterung für Sartres philosophische Konzepte. Doch die Zweitlektüre heute hinterlässt einen völlig anderen Eindruck.​Was mir einst als tiefgründige Analyse des Seins erschien, wirkt nun eher wie die prätentiöse Pose eines Mannes, der sich in seiner eigenen Wahrnehmung regelrecht suhlt. Roquentins Episodenhaftigkeit hat etwas Ermüdendes; er agiert weniger wie eine lebendige Figur, sondern vielmehr wie ein theoretisches Konstrukt, das Sartre durch die Straßen von Bouville schiebt, um seine Thesen zu illustrieren. Diese fast schon eitle Selbstbespiegelung im Angesicht der Kontingenz verliert in meinem Reread massiv an Reiz.​Albert Camus "Der Fremde" und Fjodor Dostojewskis "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" waren für mich greifbarer als jenes abstrakte episodenhafte Werk von Sartre. Der entscheidende Unterschied liegt für mich in der Unmittelbarkeit. Während Sartre uns seitenlang erklärt, warum die Welt klebrig und sinnlos ist, lässt uns Camus in Der Fremde die flirrende Hitze und das bleierne Schweigen der Welt so greifbar spüren, dass man die Absurdität gar nicht mehr intellektuell herleiten muss – sie ist einfach da. Er verweigert die theoretische Herleitung und etabliert stattdessen einen Absurdismus, der in der flirrenden Hitze und dem bleiernen Schweigen der Welt einfach präsent ist.Camus nannte seine Philosophie den „Absurdismus“. Während der Existenzialist (Sartre) sagt: „Die Welt ist sinnlos, also erschaffe ich mir meinen eigenen Sinn“, sagt der Absurdist (Camus): „Die Welt ist sinnlos, ich erkenne das an und lebe trotzdem mit Leidenschaft.“ ​​Bei Kafka hingegen wird die existentielle Erfahrung noch radikaler; er ist der Chronist der existentiellen Angst. Er liefert keine philosophischen Begründungen, sondern wirft einen direkt in eine albtraumhafte Ohnmacht. Das ist kein "Ekel" aus der Distanz, sondern eine beklemmende Ausweglosigkeit und das Gefühl des Ausgeliefertseins, die weitaus tiefer geht als Roquentins gepflegtes Unbehagen. Und wo Sartre eine bloße Bestandsaufnahme macht, erleben wir bei Dostojewski in den Aufzeichnungen aus dem Kellerloch einen echten psychologischen Ausnahmezustand. Bei ihm ist die Krise kein Thema, über das man reflektiert, sondern ein pulsierender, oft hässlicher und zutiefst menschlicher Prozess.Sartre liefert die Vorlesung zum Existenzialismus, während die anderen das Leben in all seiner Unbequemlichkeit abbilden.

    9. Mai 2026

  • _martin_kopp_
    _martin_kopp_

    285 Follower

    1,5

    „Mein Gott…tu etwas, irgendwas! Aber höre auf zu jammern!“…

    … so ähnlich erging es mir den ganzen Roman über. Ein depressiver Mann in seiner Midlife-Crisis denkt über sein Leben nach. Er hasst es, er empfindet keine Freude mehr und es ekelt ihn an zu existieren. Zudem hat er eine dicke Anpassungsstörung und sozipathische Züge. Er kann sich nicht gesellschaftlich einfügen. Empfindet nur selten Empathie. Die nie endenden depressiven Gedanken wechseln sich ab mit absurden Situationen, in denen ich wenig Sinn erkannte. Die Message des Buches hätte auch auf ein Bruchteil des Buches gepasst. Ich musste mich durchkämpfen und wurde emotionslos bzw. eher gelangweilt zurück gelassen. Nicht einmal die Charaktere hatten irgendwas sympathisches an sich. Sartres Schreibstil kann ich ebenfalls nichts abgewinnen. Wenn ich französischen Existenzialismus lesen möchte, bleibe ich zukünftig lieber bei Camus.

    „Mein Gott…tu etwas, irgendwas! Aber höre auf zu jammern!“…

    23. Juni 2025

3 von 20 Rezensionen

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