Blick ins Buch

Liebesromane

Durch das große Feuer

4,6(307)
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Über das Buch

England, 1914: Die Eliteschüler Henry Gaunt und Sidney Ellwood führen ein behütetes Internatsleben auf dem Land. Die Ereignisse des Ersten Weltkrieges scheinen noch ganz weit weg. Dabei führt Gaunt bereits seinen ganz privaten Kampf. Er verzehrt sich heimlich nach seinem charmanten Freund Ellwood, fürchtet aber die Konsequenzen einer solchen verbotenen Liebe. Dann müssen beide an die Front … "Durch das große Feuer" ist ein fesselnder Roman über die verheerenden Tragödien des Krieges, aber auch die ergreifende Geschichte zweier Menschen, deren bedingungslose Liebe alle Hindernisse überwindet.

Editionen (2)

ISBN4099995200386
VerlagJulia Eisele Verlag
Erscheinungsdatum02.05.23

Rezensionen & Bewertungen

307 Bewertungen

71 Rezensionen

4,6

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  • kirstenhartje
    kirstenhartje

    62 Follower

    5,0

    Schonungslos, Gnadenlos - Gräueltaten des 1. Weltkrieges

    Der Roman von Alice Winn erzählt die Geschichte der Internatsschüler Henry Gaunt und Sydney Ellwood, die heimlich ineinander verliebt sind. Mit dem Ausbruch des Erster Weltkrieg wird Gaunt gezwungen, sich zum Dienst zu melden. si Der Druck, an die Front zu gehen, wächst – selbst für noch sehr junge Männer. Als Gaunt in den Krieg zieht, rücken die Schrecken des Krieges in den Mittelpunkt. Der Roman schildert eindrücklich die Grausamkeiten an der Front und den Gegensatz zwischen der Realität der Soldaten und der scheinbar unberührten Welt der Zivilbevölkerung. Die zermürbende Stellungskrieg wird klar und schonungslos erzählt. Ellwood folgt Gaunt in den Krieg, wo sie sich verlieren. Die Liebesgeschichte zweier junger Männer die heimlich geführt wird, hat mich sofort abgeholt. Kein Buch für Sonne und Strand! Definitiv zu empfehlen !

    14. Feb. 2026

  • artem1s
    artem1s

    7 Follower

    5,0

    Es war schonungslos und schrecklich

    Dieses Buch war unfassbar. Es hat mich geschockt in jeder erdenklichen Hinsicht. Jeder weiß, dass der Erste Weltkrieg schlimm war. Aber man ist sich dessen nicht bewusst. Zumindest ich war es nicht in diesem Maße. Trotz Geschichts LK habe ich dieses Leid nie so ernst genommen wie das des Zweiten Weltkriegs. Aber dieses Buch hat mich zum weinen gebracht. Richtig weinen. Und nicht weil etwas passiert ist an einer bestimmten Stelle, sondern einfach so. Durch einzelne Sätze und Formulierungen. Durch die Trostlosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Durch das Leid und die Nüchternheit, ohne die ein Überleben ausgeschlossen war. Die Stelle die mir am intensivsten im Gedächtnis geblieben ist erlaube ich mir hier einmal zu zitieren. ,,Um neun Uhr verließen sie den Schützengraben. West wurde der Kopf abgeschossen, bevor er zwei Schritte gemacht hatte. Ellwood betrachtete kurz sein Gehirn. Pritchard hatte immer behauptet, er hätte keins, aber da lag es, grau, pochend mit Blutklümpchen durchsetzt." West Tod wird nicht aufgearbeitet. Sie kennen sich seit Jahren und trotzdem ist es nicht anders möglich, als seinen Tod so nüchtern und einfach zu betrachten, ohne Wahnsinnig zu werden. Die vollständige Entmenschlichung der Soldaten ist der einzige Weg zu überleben. Und dass hat mich so zerstört, allein beim lesen. Was mich wirklich sauer gemacht hat waren die Kommentare der Zeitungen und der Autorin auf dem Buch. Winn hat es geschafft einen Teil der Geschichte so nah und schrecklich zu erzählen, wie ich es noch nie zu vor erlebt habe. Und die Kommentare gehen alle samt auf die gut geschrieben ,,Action-Szenen" und die wunderbare Liebesgeschichte ein. Natürlich war es eine Liebesgeschichte die mir wahnsinnig nah gegangen ist, aber meines Erachtens war das nicht die Aussage des Buches und spiegelt es nicht wieder. Es hat die Schrecken des Krieges hervorgehoben und ist nicht in Verbindung zu bringen mit Platten ,,Action-Szenen" Gut vielleicht übertreibe ich auch ein wenig, aber ich hoffe mein Gedanke ist ansatzweise nach vollziehbar. Ich liebe und hasse das Ende gleichzeitig. Ich liebe, dass sie den Charakteren so treu geblieben ist, auch wenn es bedeutet, dass es nicht kitschig oder perfekt sein konnte. Es war echt und real. Und das ist auch der Grund weshalb ich es hasse. Aber jedes andere Ende wäre enttäuschend und falsch gewesen. Nur weil der Krieg aus ist hieß es nicht, dass alles war wie zu vor. Die psychischen Schäden waren perfekt dargestellt. Ich frage mich wirklich wieso ich dieses Buch nicht viel früher gelesen habe und warum ich nur durch Zufall davon erfahren habe. Es verdient so viel mehr Aufmerksamkeit. Ein Buch das es geschafft hat, dass ich nicht richtig schlafen konnte und einen Tag lang Bauchschmerzen hatte, sollte von mehr Menschen gelesen werden. Vielleicht wäre es für meine Psyche besser gewesen, wenn ich den Roman etwas distanzierter gelesen hätte, aber das wäre Verschwendung gewesen.

    23. Apr. 2025

  • charis
    charis

    188 Follower

    5,0

    Poetisch und erschreckend zugleich

    Das Grauen der Schützengräben im ersten Weltkrieg, 2 junge Männer, die in einander verliebt sind und sich (zuerst) nicht trauen, ihre Liebe zu gestehen. Dieses Buch hat mich sehr berührt und ich werde noch lange daran denken.

    17. Juni 2024

3 von 71 Rezensionen

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