
508 Follower
Viel packender und amüsanter als gedacht, traurig wäre nicht das richtige Wort, emotional vielleicht?
24. Nov. 2025
Viel packender und amüsanter als gedacht, traurig wäre nicht das richtige Wort, emotional vielleicht?
24. Nov. 2025
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188 Bewertungen
23 Rezensionen
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24. Nov. 2025
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481 Follower
Grundsätzlich kann ich dem Plot einiges abgewinnen. Ein Sohn begibt sich mit seiner 80jährigen, alkoholkranken Mutter auf Reisen. Er versucht die Verstrickungen seines Großvaters mütterlicherseits in das NS-Regime in Gesprächen mit ihr zu thematisieren. Erfährt aber nicht viel Neues, weil sie sich mit Tabletten- und Alkoholkonsum entzieht. Unangenehm fand ich, wie Christian Kracht den Leser*innen seine Belesenheit um die Ohren haut. Auch wenn er sich selber nicht als intellektuell bezeichnet. Folgendes Zitat von S. 160 macht es vielleicht deutlich: Ich war vor einigen Tagen auf diese Filmveranstaltung in Zürich gegangen, weil ich so tun wollte, als interessiere mich so etwas, während ich in Wahrheit nur mit Bildung angeben wollte, so wie mein Vater mit seinem Vermögen. Ich hatte wirklich häufig das Gefühl, dass er mit Bildung angeben will. Mich hat es leider eher gelangweilt, obwohl ich die Dialoge mit seiner Mutter auch stellenweise witzig fand.
1. März 2025
Grundsätzlich kann ich dem Plot einiges abgewinnen. Ein Sohn begibt sich mit seiner 80jährigen, alkoholkranken Mutter auf Reisen. Er versucht die Verstrickungen seines Großvaters mütterlicherseits in das NS-Regime in Gesprächen mit ihr zu thematisieren. Erfährt aber nicht viel Neues, weil sie sich mit Tabletten- und Alkoholkonsum entzieht. Unangenehm fand ich, wie Christian Kracht den Leser*innen seine Belesenheit um die Ohren haut. Auch wenn er sich selber nicht als intellektuell bezeichnet. Folgendes Zitat von S. 160 macht es vielleicht deutlich: Ich war vor einigen Tagen auf diese Filmveranstaltung in Zürich gegangen, weil ich so tun wollte, als interessiere mich so etwas, während ich in Wahrheit nur mit Bildung angeben wollte, so wie mein Vater mit seinem Vermögen. Ich hatte wirklich häufig das Gefühl, dass er mit Bildung angeben will. Mich hat es leider eher gelangweilt, obwohl ich die Dialoge mit seiner Mutter auch stellenweise witzig fand.
1. März 2025

313 Follower
In Eurotrash schickt Christian Kracht eine Version von sich selbst gemeinsam mit seiner dementen und alkoholkranken Mutter auf eine Reise durch die Schweiz und damit auch in seine eigene Biografie. Wie so häufig bei Kracht verschwimmen unterwegs Wahrheit und Fiktion mit Fragmenten der Gegenwart und der Erinnerung. Der Ton ist sarkastisch, manchmal melancholisch, und die vielen plastischen Beschreibungen fangen die Absurdität vieler Situationen perfekt ein. Als eigenständiges Werk hat mir das Buch gut gefallen. An die seltsame Faszination von Faserland kann es für mich aber nicht wirklich anknüpfen. Auch wenn der namenlose Erzähler nun Christian Kracht heißt und die Barbourjacke zugunsten eines Wollpullis abgelegt hat, funktioniert Eurotrash als Fortsetzung von Faserland für mich nur bedingt.
14. März 2026
In Eurotrash schickt Christian Kracht eine Version von sich selbst gemeinsam mit seiner dementen und alkoholkranken Mutter auf eine Reise durch die Schweiz und damit auch in seine eigene Biografie. Wie so häufig bei Kracht verschwimmen unterwegs Wahrheit und Fiktion mit Fragmenten der Gegenwart und der Erinnerung. Der Ton ist sarkastisch, manchmal melancholisch, und die vielen plastischen Beschreibungen fangen die Absurdität vieler Situationen perfekt ein. Als eigenständiges Werk hat mir das Buch gut gefallen. An die seltsame Faszination von Faserland kann es für mich aber nicht wirklich anknüpfen. Auch wenn der namenlose Erzähler nun Christian Kracht heißt und die Barbourjacke zugunsten eines Wollpullis abgelegt hat, funktioniert Eurotrash als Fortsetzung von Faserland für mich nur bedingt.
14. März 2026
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