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Gute Idee, schwache Umsetzung. Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch in erster Linie gekauft habe, weil die Protagonist:innen wie mein Freund und ich Max und Nina heißen, aber die Grundidee hat mich natürlich auch angesprochen. Außerdem liebe ich Dystopien und die Wasser-Thematik hat für mich super in den Urlaub gepasst. Thematisch fand ich dieses Buch wie gesagt sehr interessant. Ich mochte die Storyline, ihr grundlegendes Konzept sowie den für die Geschichte zentralen Konflikt von Arm und Reich. Leider blieben die Hintergründe des Worldbuildings hier bis zum Ende schwammig und es wird quasi gar nichts erklärt. Wie kam es überhaupt dazu und wieso wurde die Gesellschaft genau so aufgeteilt? Ich hatte so viele Fragen, die nie beantwortet wurden, was gleichermaßen frustrierend wie verwirrend war. Ich hatte permanent das Gefühl, etwas verpasst zu haben, nur dass ich selbst beim Zurückblättern nicht auf die mir offensichtlich fehlenden Informationen gestoßen bin. Man wird hier immer wieder vor vollendete Tatsachen gestellt, welche nicht ausreichend nachvollziehbar aufbereitet wurden. Obwohl dieses Buch nicht gerade wenige Seiten umfasst, schien hier wohl kein Raum für fundierte und tiefgreifende Erklärungen gewesen zu sein. Die Storyline ist insgesamt durchaus spannend und konnte mich auch von sich einnehmen und fesseln, jedoch bringt sie auch die ein oder andere Länge mit sich und diesen Raum hätte man in meinen Augen eben besser nutzen können. Details fanden an den falschen Stellen Platz und fehlten dafür an bedeutenderen. Das Potenzial dieser Geschichte wurde dadurch meiner Meinung nach nicht voll ausgeschöpft, wodurch die vorliegende Inszenierung teilweise etwas plump und unnatürlich daherkam. Gelangweilt habe ich mich beim Lesen allerdings nie, dazu gab es hier zu viele Überraschungen, Action und Geheimnisse. Die Geschichte wird aus der Sicht von Max und Nina erzählt, die ich zwar auf Anhieb mochte, aber wohl mehr einzeln als zusammen. Außerdem konnte ich ihr Verhalten im Verlauf der Geschichte immer weniger nachvollziehen, gerade in Bezug aufeinander, was natürlich das genaue Gegenteil von dem markiert, das man sich wünscht. Ich hatte gehofft, die Charaktere im weiteren Handlungsverlauf immer besser greifen zu können, aber dem war leider nicht so. Mehr Charaktertiefe und Nahbarkeit wären schön gewesen, zwischen den Protagonist:innen und mir blieb leider stets eine gewisse Distanz bestehen. Die Liebesgeschichte kam für mich sehr plötzlich und konnte mich dementsprechend wenig bewegen. Auch hier fehlte es mir zu stark an emotionaler Tiefe, Intensität und Greifbarkeit. Ich konnte die Gedanken und Gefühle der Charaktere zu wenig nachvollziehen und nachempfinden, um ihnen ihre Liebe abzunehmen. Gepaart mit dem unrealistisch fixen Beziehungsaufbau hat mich die Liebesgeschichte von Max und Nina einfach nicht erreichen können. Da waren kein Knistern, keine Romantik, keine Dringlichkeit und kein Herzrasen. Der Schreibstil der Autorin hat mir persönlich zu wenig transportiert, es kam nichts bei mir an. Das Ende fand ich ebenfalls nicht ausreichend zufriedenstellend. Für meinen Geschmack bleibt hier zu Vieles offen und ich frage mich, ob ursprünglich noch ein Folgeband geplant war. 2,5/ 5 Sterne ⭐️
Jun 20, 2024
Gute Idee, schwache Umsetzung. Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch in erster Linie gekauft habe, weil die Protagonist:innen wie mein Freund und ich Max und Nina heißen, aber die Grundidee hat mich natürlich auch angesprochen. Außerdem liebe ich Dystopien und die Wasser-Thematik hat für mich super in den Urlaub gepasst. Thematisch fand ich dieses Buch wie gesagt sehr interessant. Ich mochte die Storyline, ihr grundlegendes Konzept sowie den für die Geschichte zentralen Konflikt von Arm und Reich. Leider blieben die Hintergründe des Worldbuildings hier bis zum Ende schwammig und es wird quasi gar nichts erklärt. Wie kam es überhaupt dazu und wieso wurde die Gesellschaft genau so aufgeteilt? Ich hatte so viele Fragen, die nie beantwortet wurden, was gleichermaßen frustrierend wie verwirrend war. Ich hatte permanent das Gefühl, etwas verpasst zu haben, nur dass ich selbst beim Zurückblättern nicht auf die mir offensichtlich fehlenden Informationen gestoßen bin. Man wird hier immer wieder vor vollendete Tatsachen gestellt, welche nicht ausreichend nachvollziehbar aufbereitet wurden. Obwohl dieses Buch nicht gerade wenige Seiten umfasst, schien hier wohl kein Raum für fundierte und tiefgreifende Erklärungen gewesen zu sein. Die Storyline ist insgesamt durchaus spannend und konnte mich auch von sich einnehmen und fesseln, jedoch bringt sie auch die ein oder andere Länge mit sich und diesen Raum hätte man in meinen Augen eben besser nutzen können. Details fanden an den falschen Stellen Platz und fehlten dafür an bedeutenderen. Das Potenzial dieser Geschichte wurde dadurch meiner Meinung nach nicht voll ausgeschöpft, wodurch die vorliegende Inszenierung teilweise etwas plump und unnatürlich daherkam. Gelangweilt habe ich mich beim Lesen allerdings nie, dazu gab es hier zu viele Überraschungen, Action und Geheimnisse. Die Geschichte wird aus der Sicht von Max und Nina erzählt, die ich zwar auf Anhieb mochte, aber wohl mehr einzeln als zusammen. Außerdem konnte ich ihr Verhalten im Verlauf der Geschichte immer weniger nachvollziehen, gerade in Bezug aufeinander, was natürlich das genaue Gegenteil von dem markiert, das man sich wünscht. Ich hatte gehofft, die Charaktere im weiteren Handlungsverlauf immer besser greifen zu können, aber dem war leider nicht so. Mehr Charaktertiefe und Nahbarkeit wären schön gewesen, zwischen den Protagonist:innen und mir blieb leider stets eine gewisse Distanz bestehen. Die Liebesgeschichte kam für mich sehr plötzlich und konnte mich dementsprechend wenig bewegen. Auch hier fehlte es mir zu stark an emotionaler Tiefe, Intensität und Greifbarkeit. Ich konnte die Gedanken und Gefühle der Charaktere zu wenig nachvollziehen und nachempfinden, um ihnen ihre Liebe abzunehmen. Gepaart mit dem unrealistisch fixen Beziehungsaufbau hat mich die Liebesgeschichte von Max und Nina einfach nicht erreichen können. Da waren kein Knistern, keine Romantik, keine Dringlichkeit und kein Herzrasen. Der Schreibstil der Autorin hat mir persönlich zu wenig transportiert, es kam nichts bei mir an. Das Ende fand ich ebenfalls nicht ausreichend zufriedenstellend. Für meinen Geschmack bleibt hier zu Vieles offen und ich frage mich, ob ursprünglich noch ein Folgeband geplant war. 2,5/ 5 Sterne ⭐️
Jun 20, 2024








