Zwei Väter
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Description
Zwei Väter auf einer überfüllten Entbindungsstation in Glasgow: Hier treffen Dan, prominenter Fernsehautor, der zum ersten Mal Vater geworden ist, und Jada, Kleinkrimineller mit fünf (oder sind es inzwischen schon sechs?!) Kindern aufeinander. Ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Dan vom literarischen Durchbruch träumt, plant Jada seinen letzten kriminellen Coup, um sich danach zur Ruhe zu setzen. Durch eine dramatische Wendung des Schicksals kreuzen sich die Lebenswege der beiden Männer immer wieder – und plötzlich werden sie fast so etwas wie Verbündete. Mit schwarzem Humor und gleichzeitig großer emotionaler Tiefe erzählt John Niven von Vaterschaft, Männlichkeit, Klassenunterschieden und Verlust. »Zwei Väter« ist ein scharfsichtiger, beißend komischer Gesellschaftsroman über zwei Männer, die alles verlieren müssen, um sich selbst zu finden.
Book Information
Author Description
John Niven, geboren 1966 in Schottland, spielte in den 80er-Jahren Gitarre bei der Indieband »The Wishing Stones« und arbeitete nach dem Studium der Literatur als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch »Music from Big Pink«. 2008 landete er mit dem Roman »Kill Your Friends« einen internationalen Bestseller, der auch fürs Kino verfilmt wurde. Es folgten zahlreiche weitere Romane, darunter Kultklassiker wie »Coma« oder »Gott bewahre«. Neben Romanen schreibt John Niven Drehbücher. Er wohnt in der Nähe von London.
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Emotionaler Gesellschaftsroman über Vaterschaft und Männlichkeit
"Über das warme Bündel gebeugt, genoss er diesen raren Moment, sich voll und ganz bewusst zu sein, dass er gerade so glücklich war, wie es glücklicher gar nicht ging." In "Zwei Väter" erzählt der schottische Autor John Niven von Vaterschaft, Männlichkeit und Verlust. Scharfsichtig. Emotional. Und mit schwarzem Humor. Sprachlich zum Teil definitiv ein Herausforderung. Daniel Chambers ist Drehbuchautor einer berühmten schottischen Krimiserie. Er verdient gut, wohnt mit seiner Frau Grace in einem luxuriösen Stadthaus und hat auch sonst alles, was man sich wünschen kann. Nur kein Kind. Als Grace nach vielen Jahren und endlosen Versuchen der künstlichen Befruchtung endlich schwanger wird, könnte Dan nicht glücklicher sein. Vor der Entbindungsstation trifft er auf Jada Hamilton. Einen Kleinkriminellen und Drogendealer, der gerade sein sechste Kind bekommt. (Ja, die Welt ist manchmal ungerecht.) Von dieser ersten Begegnung ist Dan etwas geplättet, denn hier prallen Welten aufeinander. Im Laufe der nächsten Monate kreuzen sich die Wege von Dan Jada hin und wieder, bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem sich alles ändert ... "Raus aus diesem schwarzen Loch, das sich anfühlte, als würden sie in einem Tunnel durch den Mittelpunkt der Erde fallen, um sie herum nur Dunkelheit, vor ihnen nur Dunkelheit. Das einzige Licht war das, aus dem sie gekommen waren, und mittlerweile nur noch ein winziger Punkt hinter ihnen." Mit viel Wärme für seine Protagonisten hat John Niven hier einen Roman geschrieben, der viel emotionale Tiefe besitzt. Hauptsächlich wird die Geschichte aus den Perspektiven von Dan und Jada erzählt, aber auch ihre Frauen Grace und Nicola kommen zu Wort - wobei das für mich überflüssig war, da es im Kern um die Männer geht. Dabei sind Niven die Porträts der beiden Männer hier wirklich gut gelungen und in ihren Gegensätzen oft genug urkomisch. Dan, gut situiert, mit gutem Benehmen und wortgewandt, immer gut organisiert und rational, trifft auf Jada, der eigentlich nie Geld hat, der eine Sache nach der anderen vermasselt und mit sechs verschiedenen Frauen Kinder hat. Sein Gedächtnis: ein Sieb. Sein Vokabular: hauptsächlich Kraftausdrücke. Sein Hobby: die Kneipe und Frauen. In ihrem Vaterglück sind die beiden Hauptprotagonisten vereint. Sie sind trotz der Klassenunterschiede gleich. Sprachlich war das hier tatsächlich zum Teil eine Herausforderung. Während es Niven am Anfang noch gut gelungen ist eine Balance zwischen Dans und Jadas Ausdrucksweise zu schaffen, gelingt dies später, als Dan mehr Zeit mit Jada verbringt, jedoch leider nicht mehr. Da wurde es mir manchmal etwas zu viel der Kraftausdrücke und des Fluchens. Doch der Witz und auch der Sarkasmus haben mir durchweg gut gefallen. Über Jada habe ich tatsächlich oft geschmunzelt und augenverdrehend den Kopf geschüttelt ... Jada halt ... Das Ende mag zwar für viele Leser schön sein, für mich allerdings war es zu soft, zu weich, zu sehr happy end. Hier hätte ich mir etwas mehr Realismus gewünscht.
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Zwei Väter auf einer überfüllten Entbindungsstation in Glasgow: Hier treffen Dan, prominenter Fernsehautor, der zum ersten Mal Vater geworden ist, und Jada, Kleinkrimineller mit fünf (oder sind es inzwischen schon sechs?!) Kindern aufeinander. Ihre Leben könnten nicht unterschiedlicher sein. Während Dan vom literarischen Durchbruch träumt, plant Jada seinen letzten kriminellen Coup, um sich danach zur Ruhe zu setzen. Durch eine dramatische Wendung des Schicksals kreuzen sich die Lebenswege der beiden Männer immer wieder – und plötzlich werden sie fast so etwas wie Verbündete. Mit schwarzem Humor und gleichzeitig großer emotionaler Tiefe erzählt John Niven von Vaterschaft, Männlichkeit, Klassenunterschieden und Verlust. »Zwei Väter« ist ein scharfsichtiger, beißend komischer Gesellschaftsroman über zwei Männer, die alles verlieren müssen, um sich selbst zu finden.
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John Niven, geboren 1966 in Schottland, spielte in den 80er-Jahren Gitarre bei der Indieband »The Wishing Stones« und arbeitete nach dem Studium der Literatur als A&R-Manager einer Plattenfirma, bevor er sich 2002 dem Schreiben zuwandte. 2006 erschien sein erstes Buch »Music from Big Pink«. 2008 landete er mit dem Roman »Kill Your Friends« einen internationalen Bestseller, der auch fürs Kino verfilmt wurde. Es folgten zahlreiche weitere Romane, darunter Kultklassiker wie »Coma« oder »Gott bewahre«. Neben Romanen schreibt John Niven Drehbücher. Er wohnt in der Nähe von London.
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Emotionaler Gesellschaftsroman über Vaterschaft und Männlichkeit
"Über das warme Bündel gebeugt, genoss er diesen raren Moment, sich voll und ganz bewusst zu sein, dass er gerade so glücklich war, wie es glücklicher gar nicht ging." In "Zwei Väter" erzählt der schottische Autor John Niven von Vaterschaft, Männlichkeit und Verlust. Scharfsichtig. Emotional. Und mit schwarzem Humor. Sprachlich zum Teil definitiv ein Herausforderung. Daniel Chambers ist Drehbuchautor einer berühmten schottischen Krimiserie. Er verdient gut, wohnt mit seiner Frau Grace in einem luxuriösen Stadthaus und hat auch sonst alles, was man sich wünschen kann. Nur kein Kind. Als Grace nach vielen Jahren und endlosen Versuchen der künstlichen Befruchtung endlich schwanger wird, könnte Dan nicht glücklicher sein. Vor der Entbindungsstation trifft er auf Jada Hamilton. Einen Kleinkriminellen und Drogendealer, der gerade sein sechste Kind bekommt. (Ja, die Welt ist manchmal ungerecht.) Von dieser ersten Begegnung ist Dan etwas geplättet, denn hier prallen Welten aufeinander. Im Laufe der nächsten Monate kreuzen sich die Wege von Dan Jada hin und wieder, bis zu jenem schicksalhaften Tag, an dem sich alles ändert ... "Raus aus diesem schwarzen Loch, das sich anfühlte, als würden sie in einem Tunnel durch den Mittelpunkt der Erde fallen, um sie herum nur Dunkelheit, vor ihnen nur Dunkelheit. Das einzige Licht war das, aus dem sie gekommen waren, und mittlerweile nur noch ein winziger Punkt hinter ihnen." Mit viel Wärme für seine Protagonisten hat John Niven hier einen Roman geschrieben, der viel emotionale Tiefe besitzt. Hauptsächlich wird die Geschichte aus den Perspektiven von Dan und Jada erzählt, aber auch ihre Frauen Grace und Nicola kommen zu Wort - wobei das für mich überflüssig war, da es im Kern um die Männer geht. Dabei sind Niven die Porträts der beiden Männer hier wirklich gut gelungen und in ihren Gegensätzen oft genug urkomisch. Dan, gut situiert, mit gutem Benehmen und wortgewandt, immer gut organisiert und rational, trifft auf Jada, der eigentlich nie Geld hat, der eine Sache nach der anderen vermasselt und mit sechs verschiedenen Frauen Kinder hat. Sein Gedächtnis: ein Sieb. Sein Vokabular: hauptsächlich Kraftausdrücke. Sein Hobby: die Kneipe und Frauen. In ihrem Vaterglück sind die beiden Hauptprotagonisten vereint. Sie sind trotz der Klassenunterschiede gleich. Sprachlich war das hier tatsächlich zum Teil eine Herausforderung. Während es Niven am Anfang noch gut gelungen ist eine Balance zwischen Dans und Jadas Ausdrucksweise zu schaffen, gelingt dies später, als Dan mehr Zeit mit Jada verbringt, jedoch leider nicht mehr. Da wurde es mir manchmal etwas zu viel der Kraftausdrücke und des Fluchens. Doch der Witz und auch der Sarkasmus haben mir durchweg gut gefallen. Über Jada habe ich tatsächlich oft geschmunzelt und augenverdrehend den Kopf geschüttelt ... Jada halt ... Das Ende mag zwar für viele Leser schön sein, für mich allerdings war es zu soft, zu weich, zu sehr happy end. Hier hätte ich mir etwas mehr Realismus gewünscht.






