YELLOWFACE HB
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Description
Book Information
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Das Buch hat mir gut gefallen, gibt Einblicke in das Verlagswesen und was alles mit dazugehört. Ich konnte Juniperus verhalten schon nachvollziehen, aber manchmal habe ich mich echt über sie geärgert. Ob das Buch den Hype wert ist, kann und muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin froh, dass ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe.
Bedrückend, aufregend und fesselnd.
Ich war mir nicht ganz sicher was genau ich von dem Buch erwartet habe, aber ich fand es wirklich gut. Insgesamt hat es die Autorin in ihrer Danksagung sehr gut beschrieben, es ist eine Horrorgeschichte über eine Autorin in der Buchbranche. Dabei ist die Protagonistin unsympathisch. Zu Anfang habe ich ihre Handlungen noch teilweise verstehen können, bzw. auch irgendwie versucht sie für mich zu rechtfertigen. Aber sie wird über das gesamte Buch definitiv nicht liebenswerter. Diese Antipathie mit einer Protagonistin war neu für mich. Erzeugt wurde sie durch subtilere Aspekte, die auf den zweiten Blick wirken, aber auch nicht zu übersehende. Es war fesselnd und ich war mir absolut nicht sicher wie und ob sich das Ganze auflöst, vor allem für die Protagonistin. Diese Spannung hat sich bis auf die letzten Seiten gehalten. Die Geschichte ermöglicht Einsicht in eine Welt mit der wahrscheinlich die meisten kaum oder keinen Kontakt haben. Für mich war dadurch das Setting sehr interessant. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, fühlte es sich an, als ob sie so passieren könnte. Gerade die Vorgänge in den sozialen Medien fühlten sich sehr wirklichkeitsgetreu an, in all ihrer Heftigkeit. Natürlich ist das gezeichnete Bild ein sehr negatives. Allerdings hat die Protagonistin hieran wesentlichen Anteil. Und wie hart die Branche ist für viele Autoren halte ich nicht für überzogen. Alles in allem für mich ein sehr gutes Buch, was sich sehr schnell lesen lässt. Mir hat aber ein bisschen was gefehlt für volle 5 Sterne, trotzdem eine klare Empfehlung und durchaus seinen Hype wert, auf jeden Fall etwas Neues.

Yellowface ist ein absolutes Highlight für mich! Ich kann die ganzen guten Bewertungen absolut verstehen & mich Ihnen nur anschließen. In dem Buch werden so viele wichtige Themen angesprochen und besonders der große Fokus, auf das Leben einer Schriftstellerin und die Entstehung und Vermarktung eines Romanes hat mir so gut gefallen. Ich habe es als Hörbuch gehört & konnte gar nicht mehr aufhören, es hat mich einfach immer wieder in den Bahn gezogen. Wer sich viel mit Büchern beschäftigt, wird Yellowface lieben!
Anders als erwartet
Also dieses Buch.... was soll ich sagen? eine Achterbahn der Gefühle. Juniper war mir, glaube ich, von Beginn an eine der unsympathischsten Protagonistinnen jemals. ich bin mir sicher, dass das genau die Intention der Autorin war. Die Geschichte ist von Beginn an spannend und so detailliert durchdacht. Sie wirft einen Blick auf das Leben einer Rassistin, die rassismustypische Aussagen trifft und sich selbst nicht hinterfragt und keinerlei Selbstreflexion besitzt. Es geht hier vor allem um Rassismus gegen Asiaten, speziell um Menschen chinesischer Herkunft. Die Geschichte folgt einem roten Faden und lässt sich flüssig und verständlich lesen. Ich hatte, wegen den vielen positiven Bewertungen zu diesem Buch, sehr hohe Erwartungen. Das Buch konnte auch mich fur sich gewinnen. ich mochte sie. ich hatte während des gesamten Buches eine ansteigende Abneigung gegen Juniper. das Ende war allerdings nicht 100%ig nach meinem Geschmack - dennoch lesenswert!
Wenn ein Geheimnis zum nächsten führt
Ich habe dieses Hörbuch blind begonnen. Dadurch hatte ich keine Ahnung was auf mich zukommt und es hat mich sehr schnell mitreißen können. Im Vergleich zu anderen Büchern sympathisiert man hier nicht mit der Protagonistin. Es hat sich für mich eher so angefühlt als würde ich heimlich Junes Geschichte hören und könnte nicht weghören. Ihr handeln hat mich wiederholte Male überrascht, ich konnte vieles nicht nachvollziehen. Aber genau das hat die Geschichte für mich ausgemacht. Das Buch spricht viele aktuelle Themen an, ohne aufdringlich zu sein. Von mir eine klare Empfehlung.

Jahreshighlight
In Yellowface geht es um die Autorin June, deren Debütroman gefloppt ist. Sie führt eine sehr oberflächige Freundschaft mit Athena, deren Debüt wiederum sehr gut ankam. An den Abend, wo die beiden Athenas Netflix Vertrag feiern wollten, stirbt Athena vor Junes Augen. Die eifersüchtige June nutzt die Gelegenheit und stielt die Rohfassung eines Manuskripts, das Athena ihr kurz vorher gezeigt hat. Sie überarbeitet es und gibt es letztendlich als ihr eigenes aus. Zunächst prasselt ein voller Erfolg auf June ein. Nach kurzer Zeit kommen allerdings die ersten kritischen Stimmen, die Verdacht gegen, dass June das Manuskript von Athena gestohlen hat. Yellowface setzt sich mit einigen Themen, wie Rassismus, auseinander. Gleichzeitig kriegt man auch interessante Einblicke in das Leben als Autor. Auch auf Psychologischer Ebene fand ich das Buch einfach fantastisch. Man empfindet die verschiedensten Gefühle gegenüber June. Mitgefühl, Wut, Fassungslosigkeit etc.. Der beeindruckende Schreibstil passt perfekt zur Geschichte. An passenden Stellen wird das Tempo angetrieben, an anderen wird es etwas gestoppt. Vor dem Lesen dachte ich, dass es sehr anspruchsvoll ist und ich lange brauchen würde. Ich war nach drei anhalb Tagen fertig, was für mich schon sehr schnell ist. Wer ein mitreißendes Buch sucht kommt hier auf seine Kosten. Meiner Meinung nach ist Yellowface ein beeindruckendes Jahreshighlight und ich werde demnächst sicherlich auch Babel lesen. Empfehlen kann ich es einfach allen.
Die hässliche Seite der Buchbranche..📒
Zum Inhalt: June Hayward und Athena Liu könnten nicht unterschiedlicher sein. Einzig und allein das Schreiben verbindet sie. Athena ist mit ihren jungen Jahren als chinesisch-amerikanische Autorin sehr gefragt und wird gefeiert. Sie steht immer im Rampenlicht und alles was sie anfasst, scheint zu Gold zu werden. June dagegen scheint als weiße und langweilig ‚normale‘ Frau keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, denkt sie zumindest. Ihre Bücher werden nicht verlegt und sie wartet unentwegt auf ihren großen Durchbruch, doch sie scheint nur in dem Schatten ihrer Kontrahentin zu stehen. Doch gleich am Anfang des Romans muss June miterleben, wie Athena stirbt. Im Affekt und direkt nach deren Tod, stiehlt June ein unveröffentlichtes Manuskript von ihr, welches sich mit Leben der chinesischen Arbeiter im 1. Weltkrieg befasst. June überarbeitet das Manuskript und reicht es ein. Alle sind hellauf begeistert und es wird unter ihrem Künstlernamen Juniper Song veröffentlicht. Das Buch schlägt Rekorde und plötzlich sind ihre Träume zum Greifen nah.. Doch kann sie diese Umstände auf Dauer verheimlichen? Vorweg: Das Buch ist fantastisch! Mit June wurde eine Protagonistin erschaffen, die man eigentlich überhaupt nicht ausstehen kann. Ebenso ist es bei Athena. Beide sind von Egoismus geprägt und es ist schier kein moralischer Kompass vorhanden. Athena war zu Lebzeiten von sich eingenommen, arrogant und benutzte die Erfahrungen anderer, um zu brillieren, wobei sie es für ihre eigenen Ideen ausgab. June ist ebenfalls egozentrisch und sieht nicht ein, dass ihr Diebstahl falsch war. Ihrer Meinung nach hat sie Athena einen Gefallen getan, da das Manuskript nicht ausgereift und gut genug war. Sie könne genau so gut die chinesische Geschichte aufarbeiten und erzählen. Sie baut sich ein riesen Netz aus Lügen auf und das Ganze scheint am Anfang gut zu funktionieren, doch nach und nach bricht das Lügenkonstrukt zusammen.. Obwohl sie so skrupellos ist, fiebert man ständig mit ihr mit. Ständig kommt die Frage auf: „Schafft sie es wirklich oder wann kommt es raus?“. Sie biegt die Wahrheit so lange, dass es dann wirklich verständlich und korrekt wirkt. Der Roman bietet auch einen guten Einblick in die Verlagswelt. Was zum Beispiel Social Media mit Autoren macht und dass manchmal nicht das Werk im Vordergrund steht, sondern eher das Aussehen und die Herkunft der Autor*innen. Viele Bücher werden nur noch danach ausgesucht, was gerade der Trend ist und sich gut verkaufen lässt. Das ist natürlich verkaufstechnisch klug, aber es führt auch schnell zu einer Übersättigung. Das Buch behandelt zudem das Thema Rassismus. Vorrangig wird ja June als ‚weiße Rassistin’ behandelt, weil sie über die chinesischen Arbeiter schreibt und die Leser das nicht erfreut, da sie aufgrund ihrer Abstammung kein Recht dazu habe. Es gibt viele moralische Fragen und während des Lesens hinterfragt man so einiges. Aber genau das zeichnet ein gutes Buch aus. Außerdem sieht man mal wieder, wie grausam Menschen untereinander sind. Wie dieser anonyme Umhang des Internets die Leute dazu animiert, Morddrohungen und die fiesesten Kommentare zu verschicken. Ich finde das Buch sehr gut und würde es auch jedem empfehlen!

💛📓🖋️
Dynamischer Roman mit unerwarteten Wendungen. Ich mochte wirklich keinen Charakter in diesem Buch und trotzdem war ich hin- und hergerissen, ob ich möchte, dass die Protagonistin mit ihrem Diebstahl durchkommt oder nicht. Im nächsten Moment wollte ich sie einfach nur schütteln, dann tat sie mir iwie doch wieder leid... Leichte Krimizüge mit paranoidem Gefühl und das Ende dann wieder das reinste Kopfschütteln-June 🤦♀️

So gut!
Das (Hör-) Buch hat sehr beeindruckt! Die Geschichte ist höchst interessant und sehr spannend, das habe ich nicht erwartet. Der Plot hat mich immer wieder überrascht, ich habe das alles so echt nicht kommen sehen… Es geht um die anstrengende und harte Buchbranche, um Rassismus und umgekehrten Rassismus. Ich konnte nicht aufhören zu hören, es hat mich mitgerissen. Nicht zuletzt, weil es toll gesprochen wurde! Ich finde, das Buch ist jeden Hype wert und ich werde es unermüdlich weiter empfehlen. 🌟🌟🌟🌟🌟
Eine tiefgründige und mitreißende Geschichte über die Literaturbranche
Wie schmerzhaft ehrlich will ein Buch sein? Die Antwort von R.F. Kuang ist: Yellowface. Eigentlich nicht mein Genre, aber dieses Buch hat mich komplett eingenommen. Moralische Grauzonen, Rassismus, toxische und ausnutzende Beziehungen sowie der absolute Brennpunkt: Social Media, sind nur ein paar der bedeutsamen und wichtigen Themen, die angesprochen werden und zum nachdenken anregen. Kuang hat dieser Literaturwelt überdeutlich einen Mittelfinger mit ihrem Buch gezeigt und hat dabei eine absolut unangenehme und unsympathische Protagonist geschaffen. Gott ich habe noch nie eine Protagonistin so sehr gehasst und es so sehr geliebt. June ist der absolute Inbegriff, aus meiner Sicht, eines schlechten Menschens. Einfach alles um June herum war ein selbstverschuldeter toxischer Kreis. Um es kurz zu fassen: Yellowface von R.F. Kuang ist ein mitreißender und vielschichtiger Roman, den sich jeder mal zu Herzen nehmen sollte. Ein Diamant in der Literatur, um mal bisschen theatralisch zu sein.

Ein auf und ab 🌤️
Am Anfang hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen, es gibt Einblicke hinten dem Verlagswesen und was alles zum Autorendasein dazu gehört. Natürlich ist es auch super Interessant nochmal über die eigenen Einstellungen und Gedanken gegenüber den verschiedenen Ethnien nachzudenken. Mit der Zeit fand ich das Buch aber etwas anstrengend, mal war es super fesselnd, mal habe ich fast die Augen verdreht vor Langeweile. Insgesamt habe es aber trotzdem gerne gelesen ☺️💛 By the way ist die Aufmachung des Buches einfach so so toll ❤️🔥 i Love it !

Spannend, mitreißend und manipulativ. Intrigen und Fälschung in der Buchbranche
Juniper und Athenae sind beide junge Autorinnen und Freundinnen . Während Athenae ein gefeierter Star am Literaturhimmel ist, floppt Junipers Debütroman. Als Athenae stirbt, macht sich Juniper deren fast fertiges Manuskript zu eigen und kommt damit als neue Bestsellerautorin gross raus... Der Roman schildert detailliert das Leben hinter den Kulissen der Buchbranche aus Sicht einer Autorin. Das fand ich sehr interessant. Die Geschichte selbst ist spannend, so dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Allerdings ist es - gewollt oder nicht?- auch verwirrend. Die unzuverlässige Erzählerin der Geschichte ist offensichtlich manipulativ in ihrem Narrativ und zum Ende zunehmend von Ängsten und Panik verwirrt. Man weiss nicht recht, wem oder was man letztlich glauben soll und das Buch hat für mich mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben. Trotz oder gerade deswegen ein spannender Lesespaß, der zum Nachdenken anregt.
Fesselnd und was vollkommen anderes
Dieses Ende macht mich fertig! Da könnten ruhig noch ein paar Seiten kommen. Ich will wissen, wie es weitergeht. Finde die Einblicke in die Literatur-Branche unglaublich spannend. Auch die politischen und ethnischen Aspekte waren sehr interessant. Es ist echt verrückt, wie manipulativ Menschen sein können und wie sie es schaffen, sich selbst immer wieder in die Opferrolle zu begeben und sich die Wahrheit selbst so zu verdrehen, dass sie noch in den Spiegel schauen können. Das offene Ende gefällt mir leider gar nicht, warum ein Stern Abzug.
Ein wirklich außergewöhnliches Buch, welches menschliche Abgründe aufzeigt und mich definitiv zum nachdenken anregen konnte. Gerade June als Protagonistin fand ich sehr spannend, da sich ihr Neid, ihre Verzweiflung und der Wahnsinn bis zum Ende immer weiter aufgebaut haben, sodass ich richtig mitgefühlt habe und unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht. Eine klare Empfehlung an alle Buchliebhaber! 💭💛
Den Hype kann ich nicht nachvollziehen. Soll das eine Abrechnung mit der bösen Buchbranche sein, für die nur die Verkaufszahlen zählen? Die Protagonistin ist nicht unsympathisch, die Antagonistin Athena ist furchtbar. Das seitenlange Scrollen durch Social Media war zäh und langatmig, das Ende hat mir nicht gefallen.
June Hayward und Athena Liu haben zusammen studiert und wollen eigentlich beide in der Literaturszene Fuß fassen. Nur Athena wird für ihrer Romane gefeiert und June fristet ein Dasein im Abseits. June ist dabei wie Athena stirbt und nimmt Athena neustes Manuskript mit, ein Roman über die Heldentaten chinesischeer Arbeiter im ersten Weltkrieg. June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es. Das Buch wird zum Erfolg. Aber natürlich kommen nun neben ein schlechtes Gewissen auch Kritik. Zum einen geht es natürlich um die Gewissensbisse die June hat ,dann die Kritik, das jemand der weiß ist über diese Thema schreibt. Man merkt beim lesen richtig wie die ganzen Punkte auf June wirken vor allem auf ihrer Psyche. Vor allem habe ich mir die Fragen auch beim lesen selber gestellt die aufgekommen sind. War es Diebstahl, war es eine Vollendung oder wie geht man richtig damit um. Plus die kulturelle Frage.
Die weiße Autorin June Hayward ist erfüllt von Missgunst, da ihr Debütroman gefloppt ist und es nicht so aussieht, als würde sich an ihrem Misserfolg bald was ändern. Anders als bei ihrer ehemaligen Kommilitonin und Freundin Athena Liu, die einen Bestseller nach dem anderen schreibt. Als Athena durch einen Unfall plötzlich verstirbt, ändert sich für June alles: sie, die Athenas Tod miterlebt, nutzt den Moment und klaut Athenas grade erst fertig gewordenes Manuskript. Es handelt sich um einen historischen Roman über chinesische Arbeiter, die im ersten Weltkrieg als Soldaten zwangsverpflichtet wurden. June eignet sich nicht nur das Manuskript an, sondern gibt sich fortan als Expertin für chinesische Geschichte aus - mit Erfolg! Sie wird fortan als neuer Star am Literaturhimmel gesehen - bis es zu Komplikationen kommt. 'Yellowface' zeigt nicht nur auf, wie kapitalistisch die Buchbranche funktioniert, wo Diversität und Sichtbarkeit sehr dehnbare Begriffe sind - hauptsache, geldbringende Trends werden bedient! Der Roman konfrontiert die Lesenden auch ungefiltert mit den rassistischen Ansichten der Protagonistin sowie der Menschen, die in der Branche Entscheidungsmacht haben. Man liest/hört es und denkt sich: ja, genau so funktioniert diese Welt leider. Dadurch, dass das ganze Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, gerät man ohne Filter in Junes Gedanken und wird hautnah Zeug*in ihrer Manipulationsversuche - an anderen, aber auch an sich selbst. Das Lese- bzw. Hörerlebnis wird dadurch sehr intensiv, ich war schon lange nicht mehr mit so vielen Emotionen bei einem Buch dabei. Zudem war 'Yellowface' seit langer Zeit mein erstes Hörbuch - ich kann es euch sehr ans Herz legen, da die Sprecherin Milena Karas hervorragend liest und perfekt in die Rolle der June schlüpft. Übersetzt von Jasmin Humbug. Gelesen von Milena Karas. CN: T0d, Ras$ismus, Verg3waltigung
War es den Hype wert?
Kann ich mich dem Mega-Hype anschließen? Ich kann sagen, dass die Story vor Intrigen nur so strotzt. Dieser Literatur-Krimi ist fies und wirklich spannend. Es ist unfassbar, was sich June leistet und man beginnt sie wirklich zu hassen. Es ist erstaunlich, wie weit Menschen gehen, um ihre Träume zu verwirklichen und man fragt sich: „Wie verzweifelt muss man eigentlich sein?" Der Schreibstil ist sehr leicht und das Buch lässt sich schnell wegsnacken. Ich finde auch die kulturellen Aspekte sehr interessant und man lernt Dinge, die einem zuvor nicht bewusst waren. Auch zeigt uns dieses Buch, dass wir, obwohl wir in der Regel aufgeschlossen und vorurteilsfrei durchs Leben gehen (sollten), dennoch einige Klischees bedienen, die uns vielleicht selbst nicht bewusst sind. Insgesamt wirklich ein sehr spannendes Buch, ABER den krassen Hype habe ich nicht gefühlt. Von mir bekommt „Yellowface" von R. F. Kuang definitiv eine Leseempfehlung Habt ihr dieses literarische Schmuckstuck schon gelesen? Was sind eure Gedanken zu dem Thema?

Und schreibst du erst einmal für den Markt, ist es egal, welche Geschichten noch in deinem Inneren brennen. Es zählt nur, was das Publikum sehen will, und niemanden interessieren die tiefschürfenden Überlegungen einer unattraktiven, weißen Heterofrau aus Philly. Sie wollen das Neue und Exotische, das Diverse, und wenn ich mich über Wasser halten will, muss ich ihnen genau das geben. - Zitat, Seite 306 Welche Geschichte gefällt der Welt? Dieser Roman selbst von Rebecca F. Kuang ist sicherlich zurecht ein Bestseller. In ihrer Danksagung bezeichnet die Autorin Yellowface als Horrorgeschichte über Einsamkeit in einer hart umkämpften Branche - auf jeden Fall zu großen Teilen. Eine Branche, welche sie nur zu gut kennt: die Buchbranche. Die offene Kritik hieran, aber auch der Blick auf die Wirkung sozialer Medien auf die menschliche Psyche sind Bestandteile des Werkes. Darüber hinaus ist eine faszinierende Geschichte über Freundschaft, Verrat und über die Frage, ob die Wahrheit nicht im Auge des Betrachters liegt ... Mit Juniper hat die Autorin den Begriff der unzuverlässigen Erzählerin auf ein neues Niveau gebracht. Als neidische Begleiterin der erfolgreichen Athena, die gerade ihren ersten Netflix Vertrag feiert, wird sie von Anfang an als Antiheldin eingeführt. Dass sie nach dem Tod der Freundin deren Manuskript mitgehen lässt und es zu einem eigenen Werk umarbeitet, macht sie sicher nicht sympathisch. Allerdings erfahren wir von der Ich-Erzählerin nicht nur sehr viel über Athena, sondern auch über die gemeinsame Vergangenheit. So gelingt es der Autorin, immer mehr Details zum Hintergrund der Geschichte hinzuzufügen. Gegen Ende des Romans scheint für einen kurzen Moment der Fokus zu fehlen, doch dann erwartet die gespannten Lesenden ein sehr stimmiges Finale. Wie bereits in "Babel" legt Rebecca F. Kuang auch hier den Finger in historische Wunden. Die Geschichtsschreibung, die gewisse Details gerne ausspart und das Leid vieler Menschen, gerade im asiatischen Raum, unerwähnt lässt, wird hier auf eine sehr kluge und anschauliche Weise zum Thema gemacht. Und natürlich wirken diese historischen Ereignisse, die erst einen Wimpernschlag her sind, bis in die Gegenwart nach. Daher darf man sich die Frage stellen, inwieweit die gesellschaftlichen Mechanismen überhaupt unterbrochen werden können. Oder macht sich jeder künftig die Welt, wie sie ihm gefällt? FAZIT Yellowface unterhält auf einem literarisch hohen Niveau. Die Geschichte ist hochaktuell und brisant, spannend und ein wenig gruselig. Und sie lässt uns am Ende nachdenklich zurück, in einer Welt voller Ambivalenzen. Unbedingt lesenswert.
💛 | »Ich vermisse, wie es sich anfühlte, zu schreiben, bevor ich Athena Liu traf.«
⠀ Wow, mein neues Jahr startet mit einem Highlight und einem Buch was mich aus meiner riesigen Leseflaute gerettet hat. »Yellowface« von Rebecca F. Kuang war mein erstes Buch der Autorin und sie hatte mich vom ersten bis zum letzten Wort in ihren Bann gezogen. »Yellowface« ist so erschreckend und ergreifend. Die Themenwelten die Rebecca F. Kuang ausgesucht hat sind sehr spannend zu verfolgen aber auch unglaublich wichtig anzusprechen. Mit der Protagonistin Juniper hat sie sehr gut dargestellt was Neid und schließlich Macht mit einem persönlich anstellen können. Die Macht von Social Media ist unglaublich dargestellt, das es mich selbst oft erschreckt hat. Ihr Schreibstil ist unglaublich fesselnd und ergreifend. Sie demonstriert Junpiers Gedankenstänge und ihren inneren Chaos echt gut. Trotz vieler, plötzlicher Wendungen verliert sie nicht den Faden und lässt die Wörter in einem Fluss einfach dahinfließen. Das Buch hat meine Sicht auf die harte Buchbranche und das Leid darin auf jeden Fall beeinflusst. Junipers plötzlicher Erfolg, auch wenn das nicht ihr eigenes Werk war, zeigt neben dem Ruhms auch die Schattenseite. Ihre Einsamkeit und Angstzustände fand ich Mega gut dargestellt. Der Hype um das Buch »Yellowface« war sowasvon berechtigt. Was die deutsche Übersetzung angeht, fand ich es sehr gewöhnungsbedürft einen gegenderten Roman zu lesen. Man gewöhnt sich aber dran, demnach würde ich deswegen keinen Punkt Abzug geben. Ich bin sehr froh das ich diesen Buch jetzt zur Hand genommen habe und es nicht Ewigkeiten auf meinen Sub gammeln muss. Rebecca F. Kuang hat mich mit ihrem Roman begeistert. ✨ ⠀

Das Buch hat einen flüssigen schreibstil und lässt gut lesen. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich gut und ich kann mir gut vorstellen,dass es hier und da es nicht zu Diebstähle in der Literatur kommt. Es war wirklich interessant wie die Geschichte verlaufen ist und wie weit ein Mensch gehen kann um sein Traum zu leben. Ein Buch für zwischen durch...ich würde es wieder lesen

Getrieben durch bodenlosen Neid & Besessenheit zur Anerkennung & Reichtum. Beste Darstellung der Schattenseite der Verlagsindustrie, gewaltige Zerstörungskraft von Social Media auf die mentale Gesundheit & Rassismus!
Eine wirklich unfassbare und interessante Geschichte, die einen sehr guten Einblick in die Verlagsindustrie und in diese Branche gewehrt. Der Einfluss und die exzessive Nutzung von Social Media & die wichtige Rolle dessen für Autoren wird ebenfalls fabelhaft dargestellt. Wie sagt man so schön? Social Media ist Fluch und Segen zugleich. Es zeigt wie schnell damit Erfolg generiert werden & zugleich wie sehr Hate in sozialen Netzwerken Menschen am Rande des Selbstmordes treiben kann. (Aufgrund von Cybermobbing und Rassismus) Ich habe dieses Buch gemeinsam mit einer Freundin gelesen. Die genannte Thematik der Geschichte hat sehr viel Stoff für einen besonders interessanten Austausch gegeben. Rebecca F. Kuang ist es durch ihren fesselnden Schreibstil gelungen mich in den Bann dieser Erzählung zu reißen. Absolut lesens- und empfehlenswert! June ist und bleibt eine wirklich sehr abstoßende Protagonistin, die nichts anderes als pures Mitleid aufgrund ihrer selbstverschuldeten Einsamkeit erhält. June verkörpert für mich die Hässlichkeit eines menschlichen Wesens, die besessen von Anerkennung & Reichtum ist. Kann man eigentlich nur bemitleiden. „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde haben“.
💛 Highlight 💛
Inhalt und Meinung Ich habe mich länger nicht getraut, das Buch zu lesen, weil ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. „Babel“ war ein absolutes Highlight für mich und das Thema von „Yellowface“ war so völlig anders. Meine Ängste waren töricht und unbegründet, denn Rebecca Kuang hat einfach das nächste Highlight geschrieben!!! Und darum geht es: Als Athena vor Junes Augen durch ein tragisches Unglück ums Leben kommt, zögert June nicht und stiehlt Athenas Leben… Denn während June eine eher erfolglose Autorin ist, war Athena ein gefeierter Star der Branche und was kann es schaden, sich ihr unveröffentlichtes Manuskript unter den Nagel zu reißen? Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Ich konnte night aufhören zu lesen. Es ist wohl zeitgenössische Literatur, aber ehrlich, ich fand es hatte auch Thriller Elemente! Es war wirklich so so spannend… und erinnerte mich von der Grundidee irgendwo an „Der talentierte Mr Ripley“. Abgesehen davon, war es natürlich auch sehr interessant hinter die Kulissen des Verlagswesens zu schauen. Ich komme jedoch selbst beruflich aus dem Marketing, so dass die Tricks bekannt sind. Allerdings hat es mich doch schockiert, die Bestätigung für meine eigene Auffassung zu bekommen, dass Bestseller gemacht werden, lang bevor sie im Laden ausliegen und es keinesfalls ein fairer Wettbewerb ist. Und natürlich wird das Thema „Diversität als Verkaufsargument“ sehr sehr kritisch beleuchtet, sowie andere extrem aktuelle Themen (white privilege, mobbing etc.) Muss man gelesen haben, meiner bescheidenen Meinung nach. Empfehlung! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️ Highlight

Das Buch ist eine Wucht in jedem Sinne. Der Anfang war sehr sehr stark, ich habe rasch in die Geschichte gefunden und das Thema ist super interessant. Es ist mir aber an manchen Stellen too much gewesen und hat mich mit einem unruhigen Gefühl zurück gelassen. Das Ende hat mich nicht so abgeholt. Ich verstehe den Hype, das sind halt auch die Themen mit denen viele auf bookstagram in Berührung sind. Mir gefallen auch Bücher und Geschichten besonders gut, wenn ich Themen, Beruf, Erlebnisse aus meinem Leben wiederfinde. Es ist zeitweise auch recht düster, Menschen die was entspanntes zum lesen vorm schlafengehen suchen, werden mit diesem Roman nicht fündig.
Wow, R.F.Kuang hat wieder gezeigt was sie drauf hat! Dieses Werk unterhält und regt gleichermaßen zum Nachdenken an. Mir hat die Vielfalt der Themen sehr gefallen, einerseits bekommen wir Einblicke in die Schattenseiten der Buchbranche und auf der anderen Seite geht es um Rassismus, Aneignung auf verschiedenen Ebenen und der damit verbundenen Gier und dem Neid der Menschen sowie den Konsequenzen, was Schuld mit uns machen kann u.v.m. Insgesamt ist die Stimmung eher düster und es ist schwierig Sympathien aufzubauen, wenn man versucht die Taten der Figuren nicht auszublenden. Das macht das Werk aber umso interessanter, denn irgendwie tat mir zumindest als Leserin Juniper tatsächlich teilweise leid. Das Buch lässt sich vom Schreibstil her so gut lesen und es war durchgehend spannend. Es gab einige, für mich, absolut nicht offensichtliche Wendungen und das Ende hat mich noch mal richtig begeistert! An vielen Stellen habe ich wirklich innegehalten, weil ich die Kritik, die die Autorin anspricht wirklich wahrnehmen wollte. Ich kann das Buch absolut empfehlen!
Verstörend und Intensiv
Yellowface war für mich ein Buch, das mich gleichermaßen gefesselt und verstört hat. Es hat mir Einblicke in die Verlagswelt gegeben, die mir vorher völlig fremd waren. Oft stellt man sich diese Welt romantisiert vor, voller Kreativität und Inspiration. Doch dieses Buch zeigt die ungeschönte Realität: wie schnell jemand „gecancelt“ oder verurteilt wird, oft von Menschen, die einen gar nicht kennen und sich allein auf Vorurteile oder Gerüchte stützen. Es ist erschreckend, wie leicht dadurch Existenzen zerstört werden können. Dabei möchte ich betonen, dass ich die Protagonistin keineswegs in Schutz nehmen will, im Gegenteil. Sie ist wirklich eine unsympathische, skrupellose Frau. Aber auch die übrigen Charaktere lassen wenig Raum für Sympathie. Einzige Ausnahme ist für mich Athenas Mutter, die viel mehr Gerechtigkeit verdient hätte. Trotz – oder vielleicht gerade wegen dieser Abgründe konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende in ihren Bann gezogen, und ich war ununterbrochen gespannt darauf, wie alles ausgehen würde. Vorhersehbar war hier gar nichts.
Die Grundidee der Geschichte fand ich wirklich gut. Ich fand es auch sehr spannend, dass ich als Leser die Protagonistin absolut unsympathisch fand und keine Empathie für sie übrig hatte. Jedoch finde ich, dass sich das Buch sehr gezogen hat, im Mittelteil hat sich kaum was getan und erst das Ende wurde dann nochmal aufregender.
Ich liebe dieses Buch! Warum nur 4'5 Sterne, darum geht es später. Also... Ich finde alle Protagonisten, bzw. Athena und June interessant. Ich konnte mit June mitfühlen, dann habe ich sie gehasst, und das immer abwechselnd. Das Thema Rassismus wird meiner Meinung nach gut verarbeitet, ebenso die Frage, Wer darf was schreiben? Darf man mit dem Leid anderer Geld verdienen? Und so weiter. Ich habe das Buch verschlungen, es war zu keiner Stelle langatmig. Nun zu dem Halben Stern Abzug... Ich fande das Buch wurde zum Ende hin zu schnell beendet, und was soll bitte dieses offene Ende? Ich finde dieses Buch hätte generell gerne noch 50 Seiten mehr Vertragen. Aber sonst ist dieses Buch wirklich eine absolute Empfehlung!!!
Sehr guter Start, ab da wurde es sehr wechselhaft... 😬
Der Start war super, ich war geschockt vom schnellen Todesfall. Juniper war mir von Anfang an unsympathisch, da sie so extrem unsicher und missgünstig ist. Dies war mir einerseits zuwider, andererseits war es eine interessante Abwechslung im Vergleich zu meinen sonstigen Büchern. All die ernsten Themen (Verlagsweltalltag, Rassismusdebatte, Cybermobbing, Debatte um künstlerische Freiheit) waren interessant, bedenklich und gut eingebettet in die Story. Jedoch war mir der Mittelteil zu langatmig und das Ende im Gegensatz dazu zu plötzlich.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – diese Frau ist so hart auf den Delulu-Zug aufgesprungen, da habe ich wirklich keine Worte mehr. Sie klaut einfach die Arbeit ihrer Kollegin/Freundin und verbringt dann das ganze Buch damit, sich selbst zu rechtfertigen, warum das eigentlich total okay und fair ihr gegenüber ist. Diese „Hassfreundschaft“ begleitet uns bis zum Ende der Geschichte. Es werden immer wieder Situationen aufgegriffen, in denen June ja ach so ungerecht behandelt wurde und Athena total „unberechtigt“ bevorzugt (und das in Junes Augen nur, weil sie einen interessanten kulturellen Background hat). Leider sind nicht nur die beiden Frauen sehr unsympathisch, sondern jede einzelne Person in Yellowface strahlt eine bitchy Energy aus. Niemand übernimmt wirklich Verantwortung für die Dinge, die dort passieren, und der Fehler wird immer woanders gesucht. Im Laufe der Geschichte sagt June irgendwann: „Was bin ich ohne Athena?“ – wie beschreibend ist das bitte? Die mögen sich absolut nicht, ernähren sich quasi am Misserfolg der anderen, aber gleichzeitig ist ein Leben ohne diese emotionale Abhängigkeit undenkbar? Die Welt des Publishings muss ja wirklich einsam sein… Was mir aber wirklich positiv in Erinnerung bleiben wird, ist die Art, wie die Autorin ihre Kultur subtil und auf eine humorvolle Art eingearbeitet hat. Ich meine, sie ist chinesischer Herkunft, schreibt aber aus der Perspektive einer weißen Figur über genau die Klischees ihrer eigenen Kultur – das hat schon was. Zu guter Letzt möchte ich kurz sagen, dass Triggerwarnungen auf jeden Fall angebracht gewesen wären. Nicht unbedingt wegen expliziter Inhalte (obwohl, eigentlich schon auch), sondern weil einen diese toxische Dynamik zwischen den Figuren einfach mit runterzieht. Das hier ist keine klassische Wohlfühl-Lektüre – aber definitiv ein Buch, das man nicht einfach wieder vergisst.

Ein toller und wichtiger Einblick in die Welt der AutorInnen und Verlagswelt
Das war das erste Hörbuch, welches ich in diesem Jahr in knapp vier Tagen durchgehört habe, was aber mitunter auch an der tollen Erzählweise von Milena Karas liegt! Die Geschichte um die beiden Autorinnen, deren Bestseller, sowie der ganze wahnsinns Literaturzirkus darum herum waren wirklich toll erzählt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Die Schriftstellerinnen Athena Liu, die chinesischer Abstammung ist, und June Hayward sind lockere Freundinnen seit dem College, doch während Athena Bestseller schreibt, hat June eher mäßigen Erfolg. Als Athena während eines gemeinsam verbrachten Abends stirbt, eignet sich June ihr gerade fertiggestelltes, noch unveröffentlichte letztes Manuskript an und bringt es überarbeitet unter eigenem Namen heraus, ohne dessen eigentliche Herkunft zu verraten... Dieses Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück: Einerseits fand ich die Geschichte spannend, gerade auch in Hinsicht auf die Einblicke in die Verlagsbranche (wobei ich deren Wahrheitsgehalt als Leser nicht beurteilen kann). Andererseits wirkt das Buch auf mich etwas kalkuliert, was aber wohl immer eine Gefahr ist, wenn sich ein Schriftsteller eines aktuellen Themas, hier kulturelle Aneignung, annimmt. Dennoch alles in allem eine Leseempfehlung.
Rebecca F. Kuangs „Yellowface“ ist eine satirische Abrechnung mit der Buchwelt. Die Übersetzung von Jasmin Humburg liest sich flüssig und fesselnd. Das Buch hält der Verlagswelt und Blogger*innen, vor allem auf Twitter, einen Spiegel vor. Es stellt Fragen wie, wer über welche Themen schreiben darf, und regt zum Nachdenken über geistiges Eigentum an. Zentral ist jedoch das Thema Rassismus. Zu Beginn erleben wir eine skurrile Szene, in der die unsympathische Protagonistin June den Tod ihrer Autorenfreundin Athena miterlebt. Mit fortschreitender Handlung wirkt die Geschichte immer realistischer und erschreckender. Eine klare Empfehlung !!
Im wahrsten Sinne des Wortes: KRANK gutes Buch
Ich bin begeistert über die Geschichte von Athena und Junie. Ich liebe es wie Kuang die kranke Entwicklung von Junie über das ganze Buch in einem inneren Monolog beschrieben hat. Konnte das Buch kaum weglegen und wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Liebe auch die Aktualität, die die Thematik mit sich bringt und wie Junie sich versucht vor sich selbst zu rechtfertigen. Sehr zu empfehlen, kann aber auch verstehen, wenn Leute es langweilig finden würden, da die Handlung nicht sehr abwechslungsreich ist. Aber ich bin begeistert! Ist mal was anderes.
Characteristics
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Mood
Protagonist(s)
Pace
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Das Buch hat mir gut gefallen, gibt Einblicke in das Verlagswesen und was alles mit dazugehört. Ich konnte Juniperus verhalten schon nachvollziehen, aber manchmal habe ich mich echt über sie geärgert. Ob das Buch den Hype wert ist, kann und muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich bin froh, dass ich es aus der Bücherei ausgeliehen habe.
Bedrückend, aufregend und fesselnd.
Ich war mir nicht ganz sicher was genau ich von dem Buch erwartet habe, aber ich fand es wirklich gut. Insgesamt hat es die Autorin in ihrer Danksagung sehr gut beschrieben, es ist eine Horrorgeschichte über eine Autorin in der Buchbranche. Dabei ist die Protagonistin unsympathisch. Zu Anfang habe ich ihre Handlungen noch teilweise verstehen können, bzw. auch irgendwie versucht sie für mich zu rechtfertigen. Aber sie wird über das gesamte Buch definitiv nicht liebenswerter. Diese Antipathie mit einer Protagonistin war neu für mich. Erzeugt wurde sie durch subtilere Aspekte, die auf den zweiten Blick wirken, aber auch nicht zu übersehende. Es war fesselnd und ich war mir absolut nicht sicher wie und ob sich das Ganze auflöst, vor allem für die Protagonistin. Diese Spannung hat sich bis auf die letzten Seiten gehalten. Die Geschichte ermöglicht Einsicht in eine Welt mit der wahrscheinlich die meisten kaum oder keinen Kontakt haben. Für mich war dadurch das Setting sehr interessant. Auch wenn es sich um eine fiktive Geschichte handelt, fühlte es sich an, als ob sie so passieren könnte. Gerade die Vorgänge in den sozialen Medien fühlten sich sehr wirklichkeitsgetreu an, in all ihrer Heftigkeit. Natürlich ist das gezeichnete Bild ein sehr negatives. Allerdings hat die Protagonistin hieran wesentlichen Anteil. Und wie hart die Branche ist für viele Autoren halte ich nicht für überzogen. Alles in allem für mich ein sehr gutes Buch, was sich sehr schnell lesen lässt. Mir hat aber ein bisschen was gefehlt für volle 5 Sterne, trotzdem eine klare Empfehlung und durchaus seinen Hype wert, auf jeden Fall etwas Neues.

Yellowface ist ein absolutes Highlight für mich! Ich kann die ganzen guten Bewertungen absolut verstehen & mich Ihnen nur anschließen. In dem Buch werden so viele wichtige Themen angesprochen und besonders der große Fokus, auf das Leben einer Schriftstellerin und die Entstehung und Vermarktung eines Romanes hat mir so gut gefallen. Ich habe es als Hörbuch gehört & konnte gar nicht mehr aufhören, es hat mich einfach immer wieder in den Bahn gezogen. Wer sich viel mit Büchern beschäftigt, wird Yellowface lieben!
Anders als erwartet
Also dieses Buch.... was soll ich sagen? eine Achterbahn der Gefühle. Juniper war mir, glaube ich, von Beginn an eine der unsympathischsten Protagonistinnen jemals. ich bin mir sicher, dass das genau die Intention der Autorin war. Die Geschichte ist von Beginn an spannend und so detailliert durchdacht. Sie wirft einen Blick auf das Leben einer Rassistin, die rassismustypische Aussagen trifft und sich selbst nicht hinterfragt und keinerlei Selbstreflexion besitzt. Es geht hier vor allem um Rassismus gegen Asiaten, speziell um Menschen chinesischer Herkunft. Die Geschichte folgt einem roten Faden und lässt sich flüssig und verständlich lesen. Ich hatte, wegen den vielen positiven Bewertungen zu diesem Buch, sehr hohe Erwartungen. Das Buch konnte auch mich fur sich gewinnen. ich mochte sie. ich hatte während des gesamten Buches eine ansteigende Abneigung gegen Juniper. das Ende war allerdings nicht 100%ig nach meinem Geschmack - dennoch lesenswert!
Wenn ein Geheimnis zum nächsten führt
Ich habe dieses Hörbuch blind begonnen. Dadurch hatte ich keine Ahnung was auf mich zukommt und es hat mich sehr schnell mitreißen können. Im Vergleich zu anderen Büchern sympathisiert man hier nicht mit der Protagonistin. Es hat sich für mich eher so angefühlt als würde ich heimlich Junes Geschichte hören und könnte nicht weghören. Ihr handeln hat mich wiederholte Male überrascht, ich konnte vieles nicht nachvollziehen. Aber genau das hat die Geschichte für mich ausgemacht. Das Buch spricht viele aktuelle Themen an, ohne aufdringlich zu sein. Von mir eine klare Empfehlung.

Jahreshighlight
In Yellowface geht es um die Autorin June, deren Debütroman gefloppt ist. Sie führt eine sehr oberflächige Freundschaft mit Athena, deren Debüt wiederum sehr gut ankam. An den Abend, wo die beiden Athenas Netflix Vertrag feiern wollten, stirbt Athena vor Junes Augen. Die eifersüchtige June nutzt die Gelegenheit und stielt die Rohfassung eines Manuskripts, das Athena ihr kurz vorher gezeigt hat. Sie überarbeitet es und gibt es letztendlich als ihr eigenes aus. Zunächst prasselt ein voller Erfolg auf June ein. Nach kurzer Zeit kommen allerdings die ersten kritischen Stimmen, die Verdacht gegen, dass June das Manuskript von Athena gestohlen hat. Yellowface setzt sich mit einigen Themen, wie Rassismus, auseinander. Gleichzeitig kriegt man auch interessante Einblicke in das Leben als Autor. Auch auf Psychologischer Ebene fand ich das Buch einfach fantastisch. Man empfindet die verschiedensten Gefühle gegenüber June. Mitgefühl, Wut, Fassungslosigkeit etc.. Der beeindruckende Schreibstil passt perfekt zur Geschichte. An passenden Stellen wird das Tempo angetrieben, an anderen wird es etwas gestoppt. Vor dem Lesen dachte ich, dass es sehr anspruchsvoll ist und ich lange brauchen würde. Ich war nach drei anhalb Tagen fertig, was für mich schon sehr schnell ist. Wer ein mitreißendes Buch sucht kommt hier auf seine Kosten. Meiner Meinung nach ist Yellowface ein beeindruckendes Jahreshighlight und ich werde demnächst sicherlich auch Babel lesen. Empfehlen kann ich es einfach allen.
Die hässliche Seite der Buchbranche..📒
Zum Inhalt: June Hayward und Athena Liu könnten nicht unterschiedlicher sein. Einzig und allein das Schreiben verbindet sie. Athena ist mit ihren jungen Jahren als chinesisch-amerikanische Autorin sehr gefragt und wird gefeiert. Sie steht immer im Rampenlicht und alles was sie anfasst, scheint zu Gold zu werden. June dagegen scheint als weiße und langweilig ‚normale‘ Frau keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, denkt sie zumindest. Ihre Bücher werden nicht verlegt und sie wartet unentwegt auf ihren großen Durchbruch, doch sie scheint nur in dem Schatten ihrer Kontrahentin zu stehen. Doch gleich am Anfang des Romans muss June miterleben, wie Athena stirbt. Im Affekt und direkt nach deren Tod, stiehlt June ein unveröffentlichtes Manuskript von ihr, welches sich mit Leben der chinesischen Arbeiter im 1. Weltkrieg befasst. June überarbeitet das Manuskript und reicht es ein. Alle sind hellauf begeistert und es wird unter ihrem Künstlernamen Juniper Song veröffentlicht. Das Buch schlägt Rekorde und plötzlich sind ihre Träume zum Greifen nah.. Doch kann sie diese Umstände auf Dauer verheimlichen? Vorweg: Das Buch ist fantastisch! Mit June wurde eine Protagonistin erschaffen, die man eigentlich überhaupt nicht ausstehen kann. Ebenso ist es bei Athena. Beide sind von Egoismus geprägt und es ist schier kein moralischer Kompass vorhanden. Athena war zu Lebzeiten von sich eingenommen, arrogant und benutzte die Erfahrungen anderer, um zu brillieren, wobei sie es für ihre eigenen Ideen ausgab. June ist ebenfalls egozentrisch und sieht nicht ein, dass ihr Diebstahl falsch war. Ihrer Meinung nach hat sie Athena einen Gefallen getan, da das Manuskript nicht ausgereift und gut genug war. Sie könne genau so gut die chinesische Geschichte aufarbeiten und erzählen. Sie baut sich ein riesen Netz aus Lügen auf und das Ganze scheint am Anfang gut zu funktionieren, doch nach und nach bricht das Lügenkonstrukt zusammen.. Obwohl sie so skrupellos ist, fiebert man ständig mit ihr mit. Ständig kommt die Frage auf: „Schafft sie es wirklich oder wann kommt es raus?“. Sie biegt die Wahrheit so lange, dass es dann wirklich verständlich und korrekt wirkt. Der Roman bietet auch einen guten Einblick in die Verlagswelt. Was zum Beispiel Social Media mit Autoren macht und dass manchmal nicht das Werk im Vordergrund steht, sondern eher das Aussehen und die Herkunft der Autor*innen. Viele Bücher werden nur noch danach ausgesucht, was gerade der Trend ist und sich gut verkaufen lässt. Das ist natürlich verkaufstechnisch klug, aber es führt auch schnell zu einer Übersättigung. Das Buch behandelt zudem das Thema Rassismus. Vorrangig wird ja June als ‚weiße Rassistin’ behandelt, weil sie über die chinesischen Arbeiter schreibt und die Leser das nicht erfreut, da sie aufgrund ihrer Abstammung kein Recht dazu habe. Es gibt viele moralische Fragen und während des Lesens hinterfragt man so einiges. Aber genau das zeichnet ein gutes Buch aus. Außerdem sieht man mal wieder, wie grausam Menschen untereinander sind. Wie dieser anonyme Umhang des Internets die Leute dazu animiert, Morddrohungen und die fiesesten Kommentare zu verschicken. Ich finde das Buch sehr gut und würde es auch jedem empfehlen!

💛📓🖋️
Dynamischer Roman mit unerwarteten Wendungen. Ich mochte wirklich keinen Charakter in diesem Buch und trotzdem war ich hin- und hergerissen, ob ich möchte, dass die Protagonistin mit ihrem Diebstahl durchkommt oder nicht. Im nächsten Moment wollte ich sie einfach nur schütteln, dann tat sie mir iwie doch wieder leid... Leichte Krimizüge mit paranoidem Gefühl und das Ende dann wieder das reinste Kopfschütteln-June 🤦♀️

So gut!
Das (Hör-) Buch hat sehr beeindruckt! Die Geschichte ist höchst interessant und sehr spannend, das habe ich nicht erwartet. Der Plot hat mich immer wieder überrascht, ich habe das alles so echt nicht kommen sehen… Es geht um die anstrengende und harte Buchbranche, um Rassismus und umgekehrten Rassismus. Ich konnte nicht aufhören zu hören, es hat mich mitgerissen. Nicht zuletzt, weil es toll gesprochen wurde! Ich finde, das Buch ist jeden Hype wert und ich werde es unermüdlich weiter empfehlen. 🌟🌟🌟🌟🌟
Eine tiefgründige und mitreißende Geschichte über die Literaturbranche
Wie schmerzhaft ehrlich will ein Buch sein? Die Antwort von R.F. Kuang ist: Yellowface. Eigentlich nicht mein Genre, aber dieses Buch hat mich komplett eingenommen. Moralische Grauzonen, Rassismus, toxische und ausnutzende Beziehungen sowie der absolute Brennpunkt: Social Media, sind nur ein paar der bedeutsamen und wichtigen Themen, die angesprochen werden und zum nachdenken anregen. Kuang hat dieser Literaturwelt überdeutlich einen Mittelfinger mit ihrem Buch gezeigt und hat dabei eine absolut unangenehme und unsympathische Protagonist geschaffen. Gott ich habe noch nie eine Protagonistin so sehr gehasst und es so sehr geliebt. June ist der absolute Inbegriff, aus meiner Sicht, eines schlechten Menschens. Einfach alles um June herum war ein selbstverschuldeter toxischer Kreis. Um es kurz zu fassen: Yellowface von R.F. Kuang ist ein mitreißender und vielschichtiger Roman, den sich jeder mal zu Herzen nehmen sollte. Ein Diamant in der Literatur, um mal bisschen theatralisch zu sein.

Ein auf und ab 🌤️
Am Anfang hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen, es gibt Einblicke hinten dem Verlagswesen und was alles zum Autorendasein dazu gehört. Natürlich ist es auch super Interessant nochmal über die eigenen Einstellungen und Gedanken gegenüber den verschiedenen Ethnien nachzudenken. Mit der Zeit fand ich das Buch aber etwas anstrengend, mal war es super fesselnd, mal habe ich fast die Augen verdreht vor Langeweile. Insgesamt habe es aber trotzdem gerne gelesen ☺️💛 By the way ist die Aufmachung des Buches einfach so so toll ❤️🔥 i Love it !

Spannend, mitreißend und manipulativ. Intrigen und Fälschung in der Buchbranche
Juniper und Athenae sind beide junge Autorinnen und Freundinnen . Während Athenae ein gefeierter Star am Literaturhimmel ist, floppt Junipers Debütroman. Als Athenae stirbt, macht sich Juniper deren fast fertiges Manuskript zu eigen und kommt damit als neue Bestsellerautorin gross raus... Der Roman schildert detailliert das Leben hinter den Kulissen der Buchbranche aus Sicht einer Autorin. Das fand ich sehr interessant. Die Geschichte selbst ist spannend, so dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Allerdings ist es - gewollt oder nicht?- auch verwirrend. Die unzuverlässige Erzählerin der Geschichte ist offensichtlich manipulativ in ihrem Narrativ und zum Ende zunehmend von Ängsten und Panik verwirrt. Man weiss nicht recht, wem oder was man letztlich glauben soll und das Buch hat für mich mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben. Trotz oder gerade deswegen ein spannender Lesespaß, der zum Nachdenken anregt.
Fesselnd und was vollkommen anderes
Dieses Ende macht mich fertig! Da könnten ruhig noch ein paar Seiten kommen. Ich will wissen, wie es weitergeht. Finde die Einblicke in die Literatur-Branche unglaublich spannend. Auch die politischen und ethnischen Aspekte waren sehr interessant. Es ist echt verrückt, wie manipulativ Menschen sein können und wie sie es schaffen, sich selbst immer wieder in die Opferrolle zu begeben und sich die Wahrheit selbst so zu verdrehen, dass sie noch in den Spiegel schauen können. Das offene Ende gefällt mir leider gar nicht, warum ein Stern Abzug.
Ein wirklich außergewöhnliches Buch, welches menschliche Abgründe aufzeigt und mich definitiv zum nachdenken anregen konnte. Gerade June als Protagonistin fand ich sehr spannend, da sich ihr Neid, ihre Verzweiflung und der Wahnsinn bis zum Ende immer weiter aufgebaut haben, sodass ich richtig mitgefühlt habe und unbedingt wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht. Eine klare Empfehlung an alle Buchliebhaber! 💭💛
Den Hype kann ich nicht nachvollziehen. Soll das eine Abrechnung mit der bösen Buchbranche sein, für die nur die Verkaufszahlen zählen? Die Protagonistin ist nicht unsympathisch, die Antagonistin Athena ist furchtbar. Das seitenlange Scrollen durch Social Media war zäh und langatmig, das Ende hat mir nicht gefallen.
June Hayward und Athena Liu haben zusammen studiert und wollen eigentlich beide in der Literaturszene Fuß fassen. Nur Athena wird für ihrer Romane gefeiert und June fristet ein Dasein im Abseits. June ist dabei wie Athena stirbt und nimmt Athena neustes Manuskript mit, ein Roman über die Heldentaten chinesischeer Arbeiter im ersten Weltkrieg. June überarbeitet das Werk und veröffentlicht es. Das Buch wird zum Erfolg. Aber natürlich kommen nun neben ein schlechtes Gewissen auch Kritik. Zum einen geht es natürlich um die Gewissensbisse die June hat ,dann die Kritik, das jemand der weiß ist über diese Thema schreibt. Man merkt beim lesen richtig wie die ganzen Punkte auf June wirken vor allem auf ihrer Psyche. Vor allem habe ich mir die Fragen auch beim lesen selber gestellt die aufgekommen sind. War es Diebstahl, war es eine Vollendung oder wie geht man richtig damit um. Plus die kulturelle Frage.
Die weiße Autorin June Hayward ist erfüllt von Missgunst, da ihr Debütroman gefloppt ist und es nicht so aussieht, als würde sich an ihrem Misserfolg bald was ändern. Anders als bei ihrer ehemaligen Kommilitonin und Freundin Athena Liu, die einen Bestseller nach dem anderen schreibt. Als Athena durch einen Unfall plötzlich verstirbt, ändert sich für June alles: sie, die Athenas Tod miterlebt, nutzt den Moment und klaut Athenas grade erst fertig gewordenes Manuskript. Es handelt sich um einen historischen Roman über chinesische Arbeiter, die im ersten Weltkrieg als Soldaten zwangsverpflichtet wurden. June eignet sich nicht nur das Manuskript an, sondern gibt sich fortan als Expertin für chinesische Geschichte aus - mit Erfolg! Sie wird fortan als neuer Star am Literaturhimmel gesehen - bis es zu Komplikationen kommt. 'Yellowface' zeigt nicht nur auf, wie kapitalistisch die Buchbranche funktioniert, wo Diversität und Sichtbarkeit sehr dehnbare Begriffe sind - hauptsache, geldbringende Trends werden bedient! Der Roman konfrontiert die Lesenden auch ungefiltert mit den rassistischen Ansichten der Protagonistin sowie der Menschen, die in der Branche Entscheidungsmacht haben. Man liest/hört es und denkt sich: ja, genau so funktioniert diese Welt leider. Dadurch, dass das ganze Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, gerät man ohne Filter in Junes Gedanken und wird hautnah Zeug*in ihrer Manipulationsversuche - an anderen, aber auch an sich selbst. Das Lese- bzw. Hörerlebnis wird dadurch sehr intensiv, ich war schon lange nicht mehr mit so vielen Emotionen bei einem Buch dabei. Zudem war 'Yellowface' seit langer Zeit mein erstes Hörbuch - ich kann es euch sehr ans Herz legen, da die Sprecherin Milena Karas hervorragend liest und perfekt in die Rolle der June schlüpft. Übersetzt von Jasmin Humbug. Gelesen von Milena Karas. CN: T0d, Ras$ismus, Verg3waltigung
War es den Hype wert?
Kann ich mich dem Mega-Hype anschließen? Ich kann sagen, dass die Story vor Intrigen nur so strotzt. Dieser Literatur-Krimi ist fies und wirklich spannend. Es ist unfassbar, was sich June leistet und man beginnt sie wirklich zu hassen. Es ist erstaunlich, wie weit Menschen gehen, um ihre Träume zu verwirklichen und man fragt sich: „Wie verzweifelt muss man eigentlich sein?" Der Schreibstil ist sehr leicht und das Buch lässt sich schnell wegsnacken. Ich finde auch die kulturellen Aspekte sehr interessant und man lernt Dinge, die einem zuvor nicht bewusst waren. Auch zeigt uns dieses Buch, dass wir, obwohl wir in der Regel aufgeschlossen und vorurteilsfrei durchs Leben gehen (sollten), dennoch einige Klischees bedienen, die uns vielleicht selbst nicht bewusst sind. Insgesamt wirklich ein sehr spannendes Buch, ABER den krassen Hype habe ich nicht gefühlt. Von mir bekommt „Yellowface" von R. F. Kuang definitiv eine Leseempfehlung Habt ihr dieses literarische Schmuckstuck schon gelesen? Was sind eure Gedanken zu dem Thema?

Und schreibst du erst einmal für den Markt, ist es egal, welche Geschichten noch in deinem Inneren brennen. Es zählt nur, was das Publikum sehen will, und niemanden interessieren die tiefschürfenden Überlegungen einer unattraktiven, weißen Heterofrau aus Philly. Sie wollen das Neue und Exotische, das Diverse, und wenn ich mich über Wasser halten will, muss ich ihnen genau das geben. - Zitat, Seite 306 Welche Geschichte gefällt der Welt? Dieser Roman selbst von Rebecca F. Kuang ist sicherlich zurecht ein Bestseller. In ihrer Danksagung bezeichnet die Autorin Yellowface als Horrorgeschichte über Einsamkeit in einer hart umkämpften Branche - auf jeden Fall zu großen Teilen. Eine Branche, welche sie nur zu gut kennt: die Buchbranche. Die offene Kritik hieran, aber auch der Blick auf die Wirkung sozialer Medien auf die menschliche Psyche sind Bestandteile des Werkes. Darüber hinaus ist eine faszinierende Geschichte über Freundschaft, Verrat und über die Frage, ob die Wahrheit nicht im Auge des Betrachters liegt ... Mit Juniper hat die Autorin den Begriff der unzuverlässigen Erzählerin auf ein neues Niveau gebracht. Als neidische Begleiterin der erfolgreichen Athena, die gerade ihren ersten Netflix Vertrag feiert, wird sie von Anfang an als Antiheldin eingeführt. Dass sie nach dem Tod der Freundin deren Manuskript mitgehen lässt und es zu einem eigenen Werk umarbeitet, macht sie sicher nicht sympathisch. Allerdings erfahren wir von der Ich-Erzählerin nicht nur sehr viel über Athena, sondern auch über die gemeinsame Vergangenheit. So gelingt es der Autorin, immer mehr Details zum Hintergrund der Geschichte hinzuzufügen. Gegen Ende des Romans scheint für einen kurzen Moment der Fokus zu fehlen, doch dann erwartet die gespannten Lesenden ein sehr stimmiges Finale. Wie bereits in "Babel" legt Rebecca F. Kuang auch hier den Finger in historische Wunden. Die Geschichtsschreibung, die gewisse Details gerne ausspart und das Leid vieler Menschen, gerade im asiatischen Raum, unerwähnt lässt, wird hier auf eine sehr kluge und anschauliche Weise zum Thema gemacht. Und natürlich wirken diese historischen Ereignisse, die erst einen Wimpernschlag her sind, bis in die Gegenwart nach. Daher darf man sich die Frage stellen, inwieweit die gesellschaftlichen Mechanismen überhaupt unterbrochen werden können. Oder macht sich jeder künftig die Welt, wie sie ihm gefällt? FAZIT Yellowface unterhält auf einem literarisch hohen Niveau. Die Geschichte ist hochaktuell und brisant, spannend und ein wenig gruselig. Und sie lässt uns am Ende nachdenklich zurück, in einer Welt voller Ambivalenzen. Unbedingt lesenswert.
💛 | »Ich vermisse, wie es sich anfühlte, zu schreiben, bevor ich Athena Liu traf.«
⠀ Wow, mein neues Jahr startet mit einem Highlight und einem Buch was mich aus meiner riesigen Leseflaute gerettet hat. »Yellowface« von Rebecca F. Kuang war mein erstes Buch der Autorin und sie hatte mich vom ersten bis zum letzten Wort in ihren Bann gezogen. »Yellowface« ist so erschreckend und ergreifend. Die Themenwelten die Rebecca F. Kuang ausgesucht hat sind sehr spannend zu verfolgen aber auch unglaublich wichtig anzusprechen. Mit der Protagonistin Juniper hat sie sehr gut dargestellt was Neid und schließlich Macht mit einem persönlich anstellen können. Die Macht von Social Media ist unglaublich dargestellt, das es mich selbst oft erschreckt hat. Ihr Schreibstil ist unglaublich fesselnd und ergreifend. Sie demonstriert Junpiers Gedankenstänge und ihren inneren Chaos echt gut. Trotz vieler, plötzlicher Wendungen verliert sie nicht den Faden und lässt die Wörter in einem Fluss einfach dahinfließen. Das Buch hat meine Sicht auf die harte Buchbranche und das Leid darin auf jeden Fall beeinflusst. Junipers plötzlicher Erfolg, auch wenn das nicht ihr eigenes Werk war, zeigt neben dem Ruhms auch die Schattenseite. Ihre Einsamkeit und Angstzustände fand ich Mega gut dargestellt. Der Hype um das Buch »Yellowface« war sowasvon berechtigt. Was die deutsche Übersetzung angeht, fand ich es sehr gewöhnungsbedürft einen gegenderten Roman zu lesen. Man gewöhnt sich aber dran, demnach würde ich deswegen keinen Punkt Abzug geben. Ich bin sehr froh das ich diesen Buch jetzt zur Hand genommen habe und es nicht Ewigkeiten auf meinen Sub gammeln muss. Rebecca F. Kuang hat mich mit ihrem Roman begeistert. ✨ ⠀

Das Buch hat einen flüssigen schreibstil und lässt gut lesen. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich gut und ich kann mir gut vorstellen,dass es hier und da es nicht zu Diebstähle in der Literatur kommt. Es war wirklich interessant wie die Geschichte verlaufen ist und wie weit ein Mensch gehen kann um sein Traum zu leben. Ein Buch für zwischen durch...ich würde es wieder lesen

Getrieben durch bodenlosen Neid & Besessenheit zur Anerkennung & Reichtum. Beste Darstellung der Schattenseite der Verlagsindustrie, gewaltige Zerstörungskraft von Social Media auf die mentale Gesundheit & Rassismus!
Eine wirklich unfassbare und interessante Geschichte, die einen sehr guten Einblick in die Verlagsindustrie und in diese Branche gewehrt. Der Einfluss und die exzessive Nutzung von Social Media & die wichtige Rolle dessen für Autoren wird ebenfalls fabelhaft dargestellt. Wie sagt man so schön? Social Media ist Fluch und Segen zugleich. Es zeigt wie schnell damit Erfolg generiert werden & zugleich wie sehr Hate in sozialen Netzwerken Menschen am Rande des Selbstmordes treiben kann. (Aufgrund von Cybermobbing und Rassismus) Ich habe dieses Buch gemeinsam mit einer Freundin gelesen. Die genannte Thematik der Geschichte hat sehr viel Stoff für einen besonders interessanten Austausch gegeben. Rebecca F. Kuang ist es durch ihren fesselnden Schreibstil gelungen mich in den Bann dieser Erzählung zu reißen. Absolut lesens- und empfehlenswert! June ist und bleibt eine wirklich sehr abstoßende Protagonistin, die nichts anderes als pures Mitleid aufgrund ihrer selbstverschuldeten Einsamkeit erhält. June verkörpert für mich die Hässlichkeit eines menschlichen Wesens, die besessen von Anerkennung & Reichtum ist. Kann man eigentlich nur bemitleiden. „Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde haben“.
💛 Highlight 💛
Inhalt und Meinung Ich habe mich länger nicht getraut, das Buch zu lesen, weil ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. „Babel“ war ein absolutes Highlight für mich und das Thema von „Yellowface“ war so völlig anders. Meine Ängste waren töricht und unbegründet, denn Rebecca Kuang hat einfach das nächste Highlight geschrieben!!! Und darum geht es: Als Athena vor Junes Augen durch ein tragisches Unglück ums Leben kommt, zögert June nicht und stiehlt Athenas Leben… Denn während June eine eher erfolglose Autorin ist, war Athena ein gefeierter Star der Branche und was kann es schaden, sich ihr unveröffentlichtes Manuskript unter den Nagel zu reißen? Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Ich konnte night aufhören zu lesen. Es ist wohl zeitgenössische Literatur, aber ehrlich, ich fand es hatte auch Thriller Elemente! Es war wirklich so so spannend… und erinnerte mich von der Grundidee irgendwo an „Der talentierte Mr Ripley“. Abgesehen davon, war es natürlich auch sehr interessant hinter die Kulissen des Verlagswesens zu schauen. Ich komme jedoch selbst beruflich aus dem Marketing, so dass die Tricks bekannt sind. Allerdings hat es mich doch schockiert, die Bestätigung für meine eigene Auffassung zu bekommen, dass Bestseller gemacht werden, lang bevor sie im Laden ausliegen und es keinesfalls ein fairer Wettbewerb ist. Und natürlich wird das Thema „Diversität als Verkaufsargument“ sehr sehr kritisch beleuchtet, sowie andere extrem aktuelle Themen (white privilege, mobbing etc.) Muss man gelesen haben, meiner bescheidenen Meinung nach. Empfehlung! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️ Highlight

Das Buch ist eine Wucht in jedem Sinne. Der Anfang war sehr sehr stark, ich habe rasch in die Geschichte gefunden und das Thema ist super interessant. Es ist mir aber an manchen Stellen too much gewesen und hat mich mit einem unruhigen Gefühl zurück gelassen. Das Ende hat mich nicht so abgeholt. Ich verstehe den Hype, das sind halt auch die Themen mit denen viele auf bookstagram in Berührung sind. Mir gefallen auch Bücher und Geschichten besonders gut, wenn ich Themen, Beruf, Erlebnisse aus meinem Leben wiederfinde. Es ist zeitweise auch recht düster, Menschen die was entspanntes zum lesen vorm schlafengehen suchen, werden mit diesem Roman nicht fündig.
Wow, R.F.Kuang hat wieder gezeigt was sie drauf hat! Dieses Werk unterhält und regt gleichermaßen zum Nachdenken an. Mir hat die Vielfalt der Themen sehr gefallen, einerseits bekommen wir Einblicke in die Schattenseiten der Buchbranche und auf der anderen Seite geht es um Rassismus, Aneignung auf verschiedenen Ebenen und der damit verbundenen Gier und dem Neid der Menschen sowie den Konsequenzen, was Schuld mit uns machen kann u.v.m. Insgesamt ist die Stimmung eher düster und es ist schwierig Sympathien aufzubauen, wenn man versucht die Taten der Figuren nicht auszublenden. Das macht das Werk aber umso interessanter, denn irgendwie tat mir zumindest als Leserin Juniper tatsächlich teilweise leid. Das Buch lässt sich vom Schreibstil her so gut lesen und es war durchgehend spannend. Es gab einige, für mich, absolut nicht offensichtliche Wendungen und das Ende hat mich noch mal richtig begeistert! An vielen Stellen habe ich wirklich innegehalten, weil ich die Kritik, die die Autorin anspricht wirklich wahrnehmen wollte. Ich kann das Buch absolut empfehlen!
Verstörend und Intensiv
Yellowface war für mich ein Buch, das mich gleichermaßen gefesselt und verstört hat. Es hat mir Einblicke in die Verlagswelt gegeben, die mir vorher völlig fremd waren. Oft stellt man sich diese Welt romantisiert vor, voller Kreativität und Inspiration. Doch dieses Buch zeigt die ungeschönte Realität: wie schnell jemand „gecancelt“ oder verurteilt wird, oft von Menschen, die einen gar nicht kennen und sich allein auf Vorurteile oder Gerüchte stützen. Es ist erschreckend, wie leicht dadurch Existenzen zerstört werden können. Dabei möchte ich betonen, dass ich die Protagonistin keineswegs in Schutz nehmen will, im Gegenteil. Sie ist wirklich eine unsympathische, skrupellose Frau. Aber auch die übrigen Charaktere lassen wenig Raum für Sympathie. Einzige Ausnahme ist für mich Athenas Mutter, die viel mehr Gerechtigkeit verdient hätte. Trotz – oder vielleicht gerade wegen dieser Abgründe konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende in ihren Bann gezogen, und ich war ununterbrochen gespannt darauf, wie alles ausgehen würde. Vorhersehbar war hier gar nichts.
Die Grundidee der Geschichte fand ich wirklich gut. Ich fand es auch sehr spannend, dass ich als Leser die Protagonistin absolut unsympathisch fand und keine Empathie für sie übrig hatte. Jedoch finde ich, dass sich das Buch sehr gezogen hat, im Mittelteil hat sich kaum was getan und erst das Ende wurde dann nochmal aufregender.
Ich liebe dieses Buch! Warum nur 4'5 Sterne, darum geht es später. Also... Ich finde alle Protagonisten, bzw. Athena und June interessant. Ich konnte mit June mitfühlen, dann habe ich sie gehasst, und das immer abwechselnd. Das Thema Rassismus wird meiner Meinung nach gut verarbeitet, ebenso die Frage, Wer darf was schreiben? Darf man mit dem Leid anderer Geld verdienen? Und so weiter. Ich habe das Buch verschlungen, es war zu keiner Stelle langatmig. Nun zu dem Halben Stern Abzug... Ich fande das Buch wurde zum Ende hin zu schnell beendet, und was soll bitte dieses offene Ende? Ich finde dieses Buch hätte generell gerne noch 50 Seiten mehr Vertragen. Aber sonst ist dieses Buch wirklich eine absolute Empfehlung!!!
Sehr guter Start, ab da wurde es sehr wechselhaft... 😬
Der Start war super, ich war geschockt vom schnellen Todesfall. Juniper war mir von Anfang an unsympathisch, da sie so extrem unsicher und missgünstig ist. Dies war mir einerseits zuwider, andererseits war es eine interessante Abwechslung im Vergleich zu meinen sonstigen Büchern. All die ernsten Themen (Verlagsweltalltag, Rassismusdebatte, Cybermobbing, Debatte um künstlerische Freiheit) waren interessant, bedenklich und gut eingebettet in die Story. Jedoch war mir der Mittelteil zu langatmig und das Ende im Gegensatz dazu zu plötzlich.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll – diese Frau ist so hart auf den Delulu-Zug aufgesprungen, da habe ich wirklich keine Worte mehr. Sie klaut einfach die Arbeit ihrer Kollegin/Freundin und verbringt dann das ganze Buch damit, sich selbst zu rechtfertigen, warum das eigentlich total okay und fair ihr gegenüber ist. Diese „Hassfreundschaft“ begleitet uns bis zum Ende der Geschichte. Es werden immer wieder Situationen aufgegriffen, in denen June ja ach so ungerecht behandelt wurde und Athena total „unberechtigt“ bevorzugt (und das in Junes Augen nur, weil sie einen interessanten kulturellen Background hat). Leider sind nicht nur die beiden Frauen sehr unsympathisch, sondern jede einzelne Person in Yellowface strahlt eine bitchy Energy aus. Niemand übernimmt wirklich Verantwortung für die Dinge, die dort passieren, und der Fehler wird immer woanders gesucht. Im Laufe der Geschichte sagt June irgendwann: „Was bin ich ohne Athena?“ – wie beschreibend ist das bitte? Die mögen sich absolut nicht, ernähren sich quasi am Misserfolg der anderen, aber gleichzeitig ist ein Leben ohne diese emotionale Abhängigkeit undenkbar? Die Welt des Publishings muss ja wirklich einsam sein… Was mir aber wirklich positiv in Erinnerung bleiben wird, ist die Art, wie die Autorin ihre Kultur subtil und auf eine humorvolle Art eingearbeitet hat. Ich meine, sie ist chinesischer Herkunft, schreibt aber aus der Perspektive einer weißen Figur über genau die Klischees ihrer eigenen Kultur – das hat schon was. Zu guter Letzt möchte ich kurz sagen, dass Triggerwarnungen auf jeden Fall angebracht gewesen wären. Nicht unbedingt wegen expliziter Inhalte (obwohl, eigentlich schon auch), sondern weil einen diese toxische Dynamik zwischen den Figuren einfach mit runterzieht. Das hier ist keine klassische Wohlfühl-Lektüre – aber definitiv ein Buch, das man nicht einfach wieder vergisst.

Ein toller und wichtiger Einblick in die Welt der AutorInnen und Verlagswelt
Das war das erste Hörbuch, welches ich in diesem Jahr in knapp vier Tagen durchgehört habe, was aber mitunter auch an der tollen Erzählweise von Milena Karas liegt! Die Geschichte um die beiden Autorinnen, deren Bestseller, sowie der ganze wahnsinns Literaturzirkus darum herum waren wirklich toll erzählt. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt.
Die Schriftstellerinnen Athena Liu, die chinesischer Abstammung ist, und June Hayward sind lockere Freundinnen seit dem College, doch während Athena Bestseller schreibt, hat June eher mäßigen Erfolg. Als Athena während eines gemeinsam verbrachten Abends stirbt, eignet sich June ihr gerade fertiggestelltes, noch unveröffentlichte letztes Manuskript an und bringt es überarbeitet unter eigenem Namen heraus, ohne dessen eigentliche Herkunft zu verraten... Dieses Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück: Einerseits fand ich die Geschichte spannend, gerade auch in Hinsicht auf die Einblicke in die Verlagsbranche (wobei ich deren Wahrheitsgehalt als Leser nicht beurteilen kann). Andererseits wirkt das Buch auf mich etwas kalkuliert, was aber wohl immer eine Gefahr ist, wenn sich ein Schriftsteller eines aktuellen Themas, hier kulturelle Aneignung, annimmt. Dennoch alles in allem eine Leseempfehlung.
Rebecca F. Kuangs „Yellowface“ ist eine satirische Abrechnung mit der Buchwelt. Die Übersetzung von Jasmin Humburg liest sich flüssig und fesselnd. Das Buch hält der Verlagswelt und Blogger*innen, vor allem auf Twitter, einen Spiegel vor. Es stellt Fragen wie, wer über welche Themen schreiben darf, und regt zum Nachdenken über geistiges Eigentum an. Zentral ist jedoch das Thema Rassismus. Zu Beginn erleben wir eine skurrile Szene, in der die unsympathische Protagonistin June den Tod ihrer Autorenfreundin Athena miterlebt. Mit fortschreitender Handlung wirkt die Geschichte immer realistischer und erschreckender. Eine klare Empfehlung !!
Im wahrsten Sinne des Wortes: KRANK gutes Buch
Ich bin begeistert über die Geschichte von Athena und Junie. Ich liebe es wie Kuang die kranke Entwicklung von Junie über das ganze Buch in einem inneren Monolog beschrieben hat. Konnte das Buch kaum weglegen und wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Liebe auch die Aktualität, die die Thematik mit sich bringt und wie Junie sich versucht vor sich selbst zu rechtfertigen. Sehr zu empfehlen, kann aber auch verstehen, wenn Leute es langweilig finden würden, da die Handlung nicht sehr abwechslungsreich ist. Aber ich bin begeistert! Ist mal was anderes.






















































