Wie sollte man ein Buch lesen?

Wie sollte man ein Buch lesen?

Hardback
3.958

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Description

• Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Kraft des geschriebenen (und gelesenen) Wortes • Neu übersetzt von Eric Aichinger, zeitgenössisch illustriert und gestaltet von Ji Hyun Yu • Ohne erhobenen Zeigefinger werden hier Klassiker und Vergessenes, Lyrik und Dramen verschlungen und die Leser:in zum Komplizen der Schreibenden gemacht. • Kompetent lesen – Virginia Woolf´s Essay zu einem aktuellen Thema in bibliophiler Verpackung Angenommen, es gäbe das Jüngste Gericht, eine letzte Instanz. Sollen wir Leser und Leserinnen dann nicht wenigstens ein klein bisschen besser wegkommen als der Rest? Virginia Woolf ist überzeugt davon, dass Lesen hilft: möglicherweise drüben, aber definitiv hier und jetzt. Nur wie? Wo fängt man an mit dem Lesen, wie können wir wissen, ob wir das richtige Buch für uns gefunden haben und wichtiger noch: Ist intensives Lesen überhaupt noch das Richtige angesichts all der Masse Text um uns? Die Autorin hat darauf eine so bescheidene wie überzeugende Antwort: Lies ohne Regeln und Grenzen. »Denn recht eigentlich lautet der einzige Rat, den ein Mensch einem andern übers Lesen geben kann: Nimm keinen Rat an außer dem, den eigenen Instinkten zu folgen, den eigenen Verstand zu benutzen und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen. Wenn wir uns darüber einig sind, erlaube ich mir, Ihnen einige Ideen und Vorschläge nahezubringen, die Ihnen diese Freiheit nicht nimmt, da sie das höchste Gut aller Leser ist.« (aus dem Text) Denn nur Aufmerksamkeit, Einbildungskraft und Urteilsfähigkeit helfen, das Buch als ganzes aufzunehmen und seine Form zu erkennen, sei es «eine Scheune, ein Schweinestall oder eine Kathedrale». Ohne erhobenen Zeigefinger werden hier Klassiker und Vergessenes, Lyrik und Dramen verschlungen und der Leser zum Komplizen der Schreibenden gemacht.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Literary Essays
Format
Hardback
Pages
48
Price
15.50 €

Author Description

Virginia Woolf (1882–1941) zählt zu den bedeutendsten Autorinnen der Moderne. Sie entstammte einer wohlhabenden Intellektuellen-Familie, besuchte jedoch selber nie eine Schule. Als Jugendliche erlebte sie die viktorianischen Beschränkungen für Mädchen und Frauen. Sie war früh als Literaturkritikerin und Essayistin tätig; ihre Karriere als Romanautorin begann im Jahr 1915 mit dem Roman The Voyage Out (Die Fahrt hinaus). Ende der 1920er-Jahre war sie eine erfolgreiche und international bekannte Schriftstellerin, litt aber zeitlebens unter schweren Depressionen. Woolf wurde in den 1970er-Jahren wiederentdeckt, als ihr Essay A Room of One's Own (Ein Zimmer für sich allein) aus dem Jahr 1929 zu einem der meistzitierten Texte der neuen Frauenbewegung wurde.

Posts

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All
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Ein kleiner Klassiker von Mrs. Woolf der erfrischt.🌼

Um es mit Mrs. Woolfs Worten zu zitieren: „Und tatsächlich ist der einzige Rat, den ein Mensch einem anderen über das Lesen geben kann, der, auf jeden Rat zu verzichten und dem eigenen Instinkt zu folgen, den eigenen Verstand zu benutzen und zu eigenen Schlussfolgerungen zu kommen." Und mich stellte sich die Frage:„Ist es nicht genau das, was das Lesen aus macht?“😊 Ich finde, mit dieser Textpassage bringt es Mrs. Woolf genau auf den Punkt. Für mich war es erfrischend ihr Essay zu lesen (samt Vorwort und Nachwort von Sheila Heti), wie sie allgemein über die Kritiker denkt. Den Prozess, den ein Buch durchläuft bis zum Verkauf. Was für Gedanken, Zweifel etc., man als Schriftstellerin hat, wenn jemand zum ersten Mal das Buch liest, bevor es veröffentlicht wird. Ja, der engste Personenkreis eines/-er Schriftstellers/-in, sind die größten Kritiker. Und ich stimme dem zu... Damals, sowie heute ist das Thema "Wie sollte man ein Buch lesen?" immernoch aktuell.📖🌼😊

2.5

Hat mir nicht so viel gegeben.

Leider, ist wieder so ein Buch, was ich vielleicht gerne in der Schule bearbeitet hätte, anstatt alleine durchzulese, denn ansich mag ich Woolfs Schreibstil und auch das Vorwort hat mich hier schon abgeholt. Es geht hier aber auch zum großen Teil eher ums Schreiben als ums Lesen.

4.5

Mir hat das Essay sehr viel Spaß gemacht, an den Gedanken einer besonderen Schriftstellerin teilzuhaben war schon ein Erlebnis. 15.05.2024

Das Buch wurde im Rahmen eines öffentlichen Buchclubs ausgewählt. Ich fand es sehr interessant Bücher aus einer anderen Perspektive heraus zu bewerten, also unter Betrachtung der Lebensumstände der jeweiligen Person, gesellschaftliche Unterschiede, die Zeit, in der die Person lebte, die Lebenserfahrungen die gesammelt wurden, war es ein Mann oder eine Frau... Dadurch dass ich bereits Stephen Kings Buch "Vom Leben und Schreiben" gelesen hatte fiel es mir nicht schwer mich auf diesen Text einzulassen. Für mich wurde der Titel "Wie sollte man ein Buch lesen" zufriedenstellend ausgewählt, auch wenn ich mit einer anderen Erwartungshaltung an den Text gegangen bin. Ich würde es Buch/Autoreninteressierten, denen es nicht nur um Geschichten geht, sondern um eine neue Herangehensweise Bücher zu erleben und die "ganzheitlichere Leseerfahrung" zu trainieren und auszubauen.

3

Hilfreiche Gedanken eingebettet in sperrige Phrasen - obwohl der erste Teil mich berühren konnte.

2

“In the first place, I want to emphasise the note of interrogation at the end of my title. Even if I could answer the question for myself, the answer would apply only to me and not to you. The only advice, indeed, that one person can give another about reading is to take no advice, to follow your own instincts, to use your own reason, to come to your own conclusions. If this is agreed between us, then I feel at liberty to put forward a few ideas and suggestions because you will not allow them to fetter that independence which is the most important quality that a reader can possess.” That a reader can possess - dieses im Englischen geschlechtslose “reader” (und alle folgenden reader und writer etc.) übersetzt Antje Rávik Strubel Recht willkürlich mal mit Leserin, mal mit Leser, mal mit Leserinnen oder Leser und Leserinnen. Diese Art der Textmanipulation finde ich mehr als ärgerlich. Derart sinnverändernd in einen Text einzugreifen steht niemandem zu. Es wird beim Lesen dann tatsächlich schwierig zu rekonstruieren, was Virginia Woolf an diesen Stellen geschrieben und gemeint haben könnte. Nachdem ich vor einiger Zeit schon mit großer Begeisterung „Ein Zimmer für sich allein“ in der Kampa-Pocket-Ausgabe gelesen hatte, war ich voller Vorfreude, dieses Buch zu lesen. Vielleicht bin ich deshalb auch besonders enttäuscht. Warum verhunzt man derart das Woolfsche Original, ergänzt es, ohne jeden Hinweis auf dem Umschlag, durch einen Text aus „Ein Zimmer für sich allein“ und packt dann je ein thematisch irgendwie passendes Vor- und dito Nachwort von Sheila Heti dazu? Ich bin dadurch leider ein verärgerter Leser. Die Frage, die sich mir stellt, lautet: „Wie sollte man ein Buch publizieren / übersetzen / edieren?“ So jedenfalls nicht. Echt schade.

5

Für mich ein emotionales Buch für Leser:innen, das zum Nachdenken einlädt.

4

"Warten Sie, bis sich der Staub des Lesens gelegt hat, bis der Konflikt und die Fragen abgeklungen sind, gehen Sie, reden Sie, zupfen Sie die toten Blütenblätter von einer Rose oder schlafen Sie ein. Und auf einmal, ohne unser Wollen, denn so nimmt die Natur solche Wandlungen vor, wird das Buch wiederkehren, allerdings anders. Es wird das Denken als Ganzes bestimmen." So beschreibt Virginia Woolf, was ein gutes Buch für mich ausmacht: Ein Buch, dass zu mir zurückkehrt, mich im Alltag und allen anderen Situationen begleitet. Ein Buch, dass sich immer wieder in meine Gedanken schleicht und auch meine Lebensentscheidungen beeinflusst. Aber nicht nur dieses Zitat hat mich beeindruckt, sondern der ganze erste Essay. Beim Zweiten Essay handelt es sich leider nur um einen Auszug aus "Ein Zimmer für sich allein", welches auch in derselben Reihe im Verlag erschienen ist. Hier würde ich empfehlen lieber das ganze zu lesen, als nur den Auszug. Ich bin generell keine Freundin von Vor- und Nachworten, weshalb mich diese vor allem im Kontext von Virginia Woolf nicht sehr beeindrucken konnten. Auch wenn ich das Nachwort alleinstehend ansprechend gefunden hätte, da es mich immer wieder begeistert über Künstler:innen unter sich zu lesen.

5

This is such a lovely little book to read! It’s very accessible and easy to read. In this essay, Woolf puts readers and writers in relation to each other and encourages readers to have their own opinions, to listen to their gut and to develop a sense for their own reading preferences. Becoming a bit more like a feminist discourse towards the end but that’s exactly what makes this essay so up to date even though it’s almost 100 years old.

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