Wer die Toten stört

Wer die Toten stört

Paperback
4.332

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Description

Schottland, 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles - außer der Möglichkeit, an einem menschlichen Leichnam zu arbeiten und somit chirurgisches Wissen zu erlangen. Nye MacKinnon, ein schneidiger junger Sezierer, verspricht James zu helfen. Doch Nye ist ein Grabräuber, ein Leichenfledderer. Und James ist unwissentlich sein Komplize geworden. Schon bald geraten die beiden zwei besonders zwielichtigen Grabräubern namens Burke und Hare in die Quere, deren Nachschubbedarf an Toten so hoch ist, dass sie dafür bereit sind, über Leichen zu gehen ...

Book Information

Main Genre
Historical Novels
Sub Genre
N/A
Format
Paperback
Pages
416
Price
18.50 €

Author Description

Rae Dunlap studierte Filmwissenschaft und viktorianische Literatur an der Northwestern University und arbeitet als Redakteurin bei Walt Disney, wo sie für die Trailer der wohl einflussreichsten Geschichten-Schmiede der Welt zuständig ist. Sie lebt mit ihrem Mann in einer kleinen Bergstadt in Kalifornien. Mehr Informationen unter ARaeDunlap.com

Posts

12
All
4.5

Also wenn ich irgendwann mal auswandern sollte, dann sicherlich in die Stadt, in der ich zumindest ein Stückchen meines schwarzen Herzes verloren hab. Edinburgh. Eine Stadt, die nicht nur wunderschön ist, sondern auch voller Mythen und Geschichten. Und einer dieser Geschichte erlebte ich gemeinsam mit „James“ und „Nye“ zwei Charaktere, mit denen ich sehr gern ein wenig im Dreck gebuddelt hab. Allgemein waren alle Charaktere stark. Die Grundstory an sich war für mich nichts Neues, schließlich hab ich mir das relativ lang und breit vor Ort erklären lassen. Aber wie es dann zumindest in dem Fall gemacht wurde mit den ganzen Strukturen im Hintergrund etc. war schon richtig stark und vor allem mit einer starken Atmosphären einem richtig starken Setting.. Es ist kein Thriller, sondern ein Roman. Dementsprechend sollte man schon Lust auf das Thema haben, sonst wird’s glaub ein wenig schwierig. Wobei das jetzt nicht heißen soll, dass das ganze nicht spannend war. Die kleine Lovestory, die sich entwickelt, fand ich, auch ganz gut, wobei sie mir jetzt nicht gefehlt hätte, wenn sie nicht ausgegraben worden wäre. Geschrieben wurde das ganze richtig gut, mit einer guten Sogwirkung. Wobei die Kapitel schon elendig lang waren und ich öfters mal die Seiten bis zum Ende gezählt hab. Schlussendlich hab ich das bekommen, was ich gehofft und erwartet hab. Eine Geschichte, die mich richtig abholt. Wohin wurdet ihr auswandern?

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4

Zwischen Skalpell und Moral

James Willoughby verlässt sein behütetes Leben in Oxford, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Neben dem theoretischen Wissen möchte er sich auch praktische Erfahrung aneignen. Die Plätze an den chirurgischen Privatschulen sind jedoch stark begrenzt. Und obwohl James geschickt mit dem Skalpell umzugehen weiß, wird seine Moral bald auf eine harte Probe gestellt. Aus finanzieller Not wendet er sich an Nye, den Assistenten und Sekretär einer dieser Schulen, und erkennt dabei, dass sich hinter der angesehenen akademischen Fassade ein düsteres Geschäft mit den Toten verbirgt. Nur langsam begreift James, worauf er sich eingelassen hat. Die Geschichte war anders, als ich sie erwartet hatte, und lässt sich nur schwer einem klaren Genre zuordnen. Sie ist eine Mischung aus historischem Roman, True Crime und queerer Romance. Besonders gut gefallen hat mir das historische medizinische Setting, das einen spannenden Teil der Medizingeschichte beleuchtet – nämlich die Frage, woher die Leichen früher stammten, die für Sektionen und den medizinischen Fortschritt genutzt wurden. Auch die realen historischen Ereignisse, an denen sich der Roman orientiert, waren mir zuvor nicht bekannt. Atmosphärisch erinnerte mich das Buch stellenweise an einen Jack the Ripper-Roman, allerdings mit deutlich weniger Spannung. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, denn Cover und Klappentext vermitteln eher den Eindruck eines klassischen historischen Spannungsromans. In gewisser Weise ist es das auch, doch der Fokus liegt woanders: auf der queeren Liebesgeschichte, den Figuren, dem Universitätsleben und den nächtlichen Ausgrabungen. Genau das ist zugleich mein größter Kritikpunkt. Ich habe immer wieder darauf gewartet, dass die Spannung noch anzieht, doch die vorhandenen spannenden Momente wurden meiner Meinung nach zu schnell aufgelöst. Sehr gefallen hat mir hingegen die Liebesgeschichte. Besonders die selbstverständliche Art, mit der sie erzählt wird, hat mich positiv überrascht – trotz der Tatsache, dass Homosexualität zur damaligen Zeit im schlimmsten Fall mit der Todesstrafe geahndet wurde, wenn man erwischt wurde. James durchläuft im Laufe der Handlung eine deutliche Entwicklung: vom naiven Adelsspross zu einem jungen Mann, der für seine Träume und Gefühle einsteht. Er verliert seine Unschuld -in dunklen Spelunken ebenso wie durch die tägliche Konfrontation mit dem Tod. Auch seine Freunde mochte ich, selbst wenn sie insgesamt eher blass geblieben sind. Darüber hinaus wirft die Geschichte eine interessante moralische Frage auf: Ist es vertretbar, für den medizinischen Fortschritt und zum Schutz zukünftiger Generationen sprichwörtlich über Leichen zu gehen? Ein Thema, das ich sehr diskussionswürdig finde. Insgesamt ist Wer die Toten stört eine gelungene queere Romance in einem historischen, akademischen Setting. Auch wenn ich mir stellenweise mehr Spannung gewünscht hätte, habe ich das Buch sehr gerne gelesen -vor allem James und Nye waren für mich großartige Charaktere. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

5

Ein echtes Highlight, basierend auf den wahren Verbrechen der Body Snatchers von Edinburgh!

Obwohl ich True Crime liebe, lese ich vergleichsweise selten Krimis und Thriller, was unteranderem daran liegt, das es in dem Bereich recht wenig queere Repräsentation gibt, vor allem im historischen Bereich. Als ich über The Resurrectionist gestolpert bin, hab ich es blind gekauft, ohne zu wissen, um was genau es ging, hatte also auch keine wirklichen Erwartungen an das Buch. Das ist auch einer der Gründe, warum ich persönlich keine Klappentexte vor dem Kauf lese, da ein Buch, an das ich keine Erwartungen habe, nicht enttäuscht werden kann, sondern nur überrascht. Und oh Boy, hat mich dieses Buch überrascht. Mir waren die Fälle der Body Snatcher durch diverse Podcasts bekannt und dennoch war das Buch spannend bis zur letzten Seite. Der*Die Autor*in (A. Rae Dunlap ist nichtbinär), versteht es mit their Worten Edinburgh des 19. Jahrhunderts zum Leben zu erwecken. James ist ein sympathischer Protagonist, der von Seite 1 an eine eigene Stimme in meinem Kopf hatte, während ich die Geschichte aus seiner Sicht beschrieben gelesen habe. Man schließt ihn, als auch Aneurin und all die anderen Charaktere so schnell ins Herz, das man gar nicht möchte, dass das Buch endet. Zwischen all den spannenden Momenten, gibt es immer wieder Szenen, die einen schmunzeln lassen und eine dezente Romanze, die es einem warm ums Herz werden lässt. Ich bin mir ziemlich sicher, das dieses Buch nicht nur True Crime und Krimi/Thriller Fans begeistern wird. Definitiv ein Highlight für mich! The Resurrectionist von A. Rae Dunlap erscheint Ende November auch auf Deutsch unter dem Titel „Wer die Toten stört“.

Ein echtes Highlight, basierend auf den wahren Verbrechen der Body Snatchers von Edinburgh!
1

Was zur Hölle war das denn? 🤯😵‍💫🫩

James Willoughby verlässt sein geschütztes Leben in Oxford, um in Edinburgh Medizin zu studieren, wo ihm schnell klar wird, dass akademischer Ehrgeiz wenig nützt, wenn einem für die chirurgische Ausbildung das Entscheidende fehlt: ein menschlicher Körper. Nye MacKinnon, ein charismatischer Sezierer mit fragwürdigem Geschäftsmodell, bietet eine Lösung an und zieht James damit in eine Welt hinein, die aus Grabräuberei, Leichenhandel und „moralischer Verwahrlosung“ besteht. Irgendwann ist der Roman dann dort, wo er sein müsste: im Dreck, im Zwielicht, im historischen Graubereich zwischen Wissenschaft, Profit und Verbrechen. Das wäre ein starkes Fundament für einen düsteren, beklemmenden und vielleicht sogar verstörenden Stoff. Leider bleibt es beim Konjunktiv. Denn dieses Buch ist für mich vor allem eines: Kernschrott. Der Stil wirkt hölzern, schwerfällig und auf eine sehr anstrengende Weise gewollt. Atmosphäre: Fehlanzeige. Da wird Stimmung behauptet, aber nichts trägt. Man hat ständig das Gefühl, der Text wolle krampfhaft bedeutungsvoll klingen, ohne aber Wirkung zu erzeugen. Ob das an der Übersetzung liegt oder schon im Original so steif daherkommt, kann ich nicht beurteilen. Das Original will ich mir nur dafür aber nicht auch noch antun müssen… Inhaltlich tritt das Ganze dann auch noch über weite Strecken auf der Stelle. Die Thematik rund um Leichenraub im Edinburgh des 19. Jahrhunderts ist keineswegs neu, was überhaupt kein Problem wäre, wenn der Roman daraus wenigstens etwas Eigenes machen würde. Tut er aber nicht. Ich habe deutlich bessere Bücher im gleichen Setting gelesen. Gerade die Reihe um Frey und McGray von Oscar de Muriel arbeitet mit Figurenausarbeitung, Atmosphäre, Milieu und erzählerischer Spannung sehr viel souveräner. Dort entsteht eine Welt. Dort hat man weitestgehend den Eindruck, dass die Stadt, die Figuren und das Grauen tatsächlich ineinandergreifen (zumindest in den ersten Bänden). Hier wirkt das World Building dagegen erstaunlich dünn. Edinburgh bleibt Kulisse. Das Historische bleibt Dekoration. Das Morbide bleibt Behauptung. Und das ist für einen Roman, der so sehr von seiner düsteren Anlage leben müsste, schlicht zu wenig. Noch schwächer sind die Figuren. Ich konnte mit niemandem sympathisieren, und das liegt nicht daran, dass Figuren unbedingt sympathisch sein müssen, sondern daran, dass sie wenigstens irgendeine Form von Kontur brauchen. James ist ein unsympathischer, langweiliger Schnösel. Die anderen Personen, denen er in Edinburgh begegnet, bleiben blass, austauschbar und emotional völlig fade. Selbst sein love interest! Es ist einem schlicht egal, was mit ihnen passiert. Und Gleichgültigkeit ist für einen Roman ein vernichtendes Urteil, weil sie alles lahmlegt: Spannung, Anteilnahme, Fallhöhe, Interesse. Wenn ich bei einer Geschichte über Verbrechen, Körper und moralischen Verfall nach jedem Kapitel denke, dass mir das alles ziemlich egal ist, dann hat der Text sein eigenes Ziel gründlich verfehlt. Dazu kommt, dass die Handlung vor sich hinplätschert, ohne klaren Spannungsbogen, ohne nennenswerte Entwicklung und ohne spürbare Veränderung im Protagonisten. Man wartet die ganze Zeit darauf, dass etwas kippt, dass sich etwas zuspitzt, dass James in irgendeiner Form an dieser Welt zerbricht, sich an ihr verhärtet oder wenigstens sichtbar aus ihr hervorgeht. Nichts davon passiert. Es bleibt flach. Es bleibt belanglos. Vorhersehbar. Es bleibt in einer seltsamen erzählerischen Halbtrance stecken. Ich habe wirklich nach fast jedem Kapitel überlegt, ob ich abbrechen soll, weil das alles so dilettantisch wirkte. Und das wunderbarste Fail-Highlight: Die mit der Brechstange eingebaute queere Thematik. Nicht, weil ich grundsätzlich irgendein Problem mit gleichgeschlechtlicher Liebe in Literatur hätte. Im Gegenteil. Ich mag die Werke von Sarah Waters sehr, und auch Christoph Heins „Verwirrnis“ hat gezeigt, dass man entsprechende Figurenkonstellationen glaubwürdig, passend und literarisch überzeugend gestalten kann. Hier aber wirkt das Ganze reingepresst. Achtung, Spoiler: James wendet sich einem anderen Mann zu, und diese Szenen lesen sich, zumindest für mich, nicht organisch aus der Figur heraus, sondern so, als hätte man eine Idee unbedingt noch unterbringen wollen, obwohl weder die Figurenzeichnung noch die Tonlage des Romans das tragen. Und dann lese ich auch einfach die weibliche Perspektive einer männlichen Liebe. So wie sich die Autorin Leidenschaft zwischen zwei Männern vorstellt. Das war für mich nicht nur unpassend, sondern regelrecht befremdlich. Und das war dann für mich noch das i-Tüpfelchen, eben weil das Problem nicht die Thematik selbst ist, sondern die plumpe Art, mit der sie hier in einen ohnehin schwachen Roman reingepresst wurde. (Ja, ich weiß. Merkt man kaum, dass mich das echt wütend gemacht hat… 😡) Unterm Strich bleibt ein Buch, das aus starken Setting, fehlendem Plot, schwachem Worldbuilding, einer quasi nicht vorhandener Charakterzeichnung einen Haufen Nichts macht. Leichenraub, medizinische Ausbildung, 19. Jahrhundert, die Anfänge der Chirurgie, Verfall, Schuld, Begierde, Abhängigkeit, historische Finsternis — da läge genug Material für einen dichten, schmutzigen, packenden Roman. Stattdessen bekommt man einen Haufen Schrott. Nein. Einfach nein. In weiten Teilen einfach „alles gewollt und nichts gekonnt“. Lang nicht mehr so einen Murks gelesen. ⭐️

Was zur Hölle war das denn? 🤯😵‍💫🫩
5

Medizin und Verbrechen im Jahr 1828

"Wer die Toten stört" von A. Rae Dunlap ist eine gelungene Mischung aus historischen Tatsachen und Fiktion. Edinburgh 1828: Der aus guten Verhältnissen stammende James Willoughhby kommt von Oxford nach Edinburgh, um dort Medizin zu studieren. Die Möglichkeiten, direkt an der Universität anatomische und chirurgische Studien zu betreiben, sind mangels Leichen nicht möglich. Lediglich private Institute bieten gegen Geld diese Möglichkeit. Allerdings werden hier die Leichen nicht auf legale Weise beschafft, was James allerdings aus Naivität niicht erkennt.. Nachdem er Nye MacKinnon kennengelernt hat, stolpert er zunächst unwissentlich, dann aber bewusst in ein düsteres Geschäft. Er betätigt sich als Leichenräuber, auch um sich Geld für Unterkunft und Studium zu verdienen. Alles läuft gut bis zu dem Tag, an dem sie ins Visier der (historisch verbürgten) Serienmörder Burke und Hare sowie dem Mediziner Knox (ebenfalls historisch verbürgt) geraten. So ganz nebenbei entwickelt sich zwischen James und Nye eine zu dieser Zeit natürlich verbotene Liebesgeschichte. Aufgrund meiner Liebe zu Edinburgh und medizinischen Interesses habe ich zu diesem historischen Roman gegriffen und wurde nicht enttäuscht. Die Autorin versteht es sehr geschickt, Historie und Fiktion miteinander zu verknüpfen. Hierzu bedient sie sich einer sehr bildhaften Sprache, die die Lesenden nicht nur ins damalige Edinburgh versetzen, sondern auch die medizinischen Beschreibungen vor dem geistigen Auge erscheinen lassen. Diese Details sind nichts für Weicheier! Ich fand mich sofort mitten im Geschehen und habe den Roman genossen. Die düstere Atmosphäre ist fühl-, greif- und riechbar beschrieben.. Die Reise in eine Zeit, in der die Schere zwischen arm und reich nicht nur aufgrund von Geld, sondern auch mit Vorurteilen gegenüber den armen Menschen existiert. Ein Adliger oder berühmter Arzt sagt die Wahrheit, ein armer Mensch lügt! Auch die Beziehung zwischen James und Nye mit all den damit verbundenen Schwierigkeiten hat die Autorin gut herausgearbeitet. Ich mochte die beiden Hauptprotagonisten. Frauen spielen in diesem Roman bis auf zwei Personen eine untergeordnete Rolle, ebenfalls der damaligen Zeit entsprechend. Was mich erschüttert hat ist, dass es sich um historische Tatsachen handelt. Von Burke, Hare und Knox hatte ich vorher noch nie etwas gehört. In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass es sogar Filme über diese zweifelhaften Herrschaften gibt. Ich empfehle diesen Roman gerne weiter, nicht nur an Edinburgh-Fans, sondern auch an alle, die sich für das Erlernen medizinischer Fachkenntnisse in der Zeit vor 200 Jahren interessieren. Der Roman bekommt von mir 5 Sterne!

4

"Wer die Toten stört" ist ein Buch, das sich gar nicht so leicht in ein Genre einordnen lässt. Ist es eher ein historischer Roman, ein Medizinthriller oder eine queere Romance? Es ist auf jeden Fall ein kleines Überraschungspaket, das mich durchweg begeistert hat. Darum geht's: Etwas naiv startet James Willoughby in sein Medizinstudium im schottischen Edinburgh. Schnell wird klar: wenn er praktisches medizinisches Wissen erlangen will, muss er einen Platz an einer der chirurgischen Privatschulen ergattern. Doch James muss bald feststellen, dass hinter den Privatschulen ein düsteres und illegales Geschäft mit Leichen steht - und er sich wohl oder übel darauf einlassen muss. Meinung: Gleich von der ersten Seite an hat mich der Schreibstil in Bann gezogen. Gehoben und bildgewaltig entspricht er James' Herkunft und der damaligen Zeit und versetzt einen sofort ins Edinburgh des 19. Jahrhundert. Der moralische Konflikt zwischen wissenschaftlichem Fortschrittsdrang und ethischen Bedenken der damaligen Zeit wird durch James' Augen eindrucksvoll dargestellt. Er macht eine erstaunliche Charakterentwicklung durch: vom naiven Sohn aus gutem Hause zu einem bodenständigem Mann, der seine familiären Fesseln abstreift und seinen eigenen Weg geht. Nicht ganz unschuldig daran ist der Einfluss des wissenschaftlichen Assistentin Aneurin. Er ist zunächst eine etwas mysteriöse Figur, deren Hintergrundgeschichte sich nach und nach entfaltet. Zwischen turbulenten Verfolgungsjagden mit der Polizei und hartem Konkurrenzkampf mit den berühmte berüchtigten Leichenräubern Burke und Hare erwächst zwischen James und Aneurin ein zartes Band, aus dem bald schon mehr wird. Diese Liebesgeschichte kam für mich ganz unerwartet und ist ein schöner Kontrast zur eher düsteren Leichenraub-Geschichte. Fazit: gelungene Mischung aus historischer Fiktion und wahrem Verbrechen, mit vielschichtigen Figuren und einer unerwarteten Liebesgeschichte.

4.5

Anders toll

Also wenn man sonst andere Genre liest ist das schon ne Nummer! Es ist nicht alles schnell und zackig! Aber es ist mir wirklich gut gefallen! Man muss sich drauf einlassen und sich auch die Zeit dafür nehmen! Nebenbei weg Snacken klappt hier nicht! Aber dran bleiben lohnt sich.

4

Gutes historisches TrueCrime Buch mit Queerness

Ein atmosphärisch dichtes Debüt über Medizin, Moral und Identität im Edinburgh von 1828. Der Medizinstudent James gerät durch den charismatischen Nye in die Schattenwelt illegaler Leichenbeschaffung. Die Autorin verbindet historische Genauigkeit, düstere Spannung und eine glaubwürdige Liebesgeschichte. Stilistisch stark, stellenweise jedoch zäh im Tempo. Trotz kleiner Längen ein lohnendes, spannend recherchiertes Buch auf Grundlage von einem historisch bekannten Duo - ohne zu viel sagen zu wollen.

5

Dieses Buch hat all meine Erwartungen übertroffen! Habe es nur wegen des Klappentextes gekauft und wurde, wie gesagt, völlig überrumpelt. Dass die Geschichte teils auf wahren Begebenheiten beruht war mir bis zum Nachwort auch nicht klar. Jetzt habe ich das nächste True Crime Rabbithole, in das ich mich stürzen kann :D Ach so, und ich liebe natürlich James und Nye! Hoffentlich führt die Autorin ihre Geschichte fort.

3

Wer die Toten stört war für mich nicht ganz passend, auch wenn ich absolut sehen kann, warum dieses Buch für andere sehr gut funktionieren könnte. Mein persönliches Problem lag eindeutig im Schreibstil, der mich nicht abholen konnte und mir das Eintauchen in die Geschichte erschwert hat. Ich habe mich stellenweise eher distanziert gefühlt, statt in die Handlung richtig eintauchen zu können. Inhaltlich ist die Geschichte stark religiös geprägt und sehr historisch verankert, was grundsätzlich nicht schlecht ist, für meinen persönlichen Geschmack aber einfach too much war. Der Fokus auf Glauben, religiöse Motive und die historische Atmosphäre stand für mich arg im Vordergrund, sodass Spannung und emotionale Nähe für mich schwerer war aufzubauen, Deshalb war es dann auch schwer für mich, mich in den Protagonisten hineinzuversetzen. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Buch schlecht ist. Die Atmosphäre ist dunkel, das Setting wirkt durchdacht und man merkt deutlich, dass sich intensiv mit der Zeit und den Hintergründen auseinandergesetzt hat und dadurch die Story geprägt ist. Wer gerne historischere Geschichten liest und sich eine eher ruhige, ernste Erzählweise begeistern kann, wird hier vermutlich genau das finden, was er oder sie sucht. Für mich persönlich hat es leider nicht gefunkt.

5

A thrilling story with gruesome details of the past and heart.

I absolutely loved this book. At first I was sceptical how fantastical this book would be, but I realised quickly that it was an down to earth story with a lot of historical and medicinal facts and references. It was amazing following Nye and James around through their nightly adventures in Edinburgh and their developing feelings for each other.

5

Voto complessivo: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Trama:

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