We the People

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Hardback
4.01

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Description

Die amerikanische Verfassung gehört zu den ältesten der Welt und ist die wichtigste von allen, denn sie definiert bis heute die Grundsätze und Regeln, nach denen der immer noch mächtigste Staat der Welt seit rund 250 Jahren regiert wird. Aber sie ist auch besonders schwer zu ändern. Damit schiebt sie allzu spontanen Eingriffen einen Riegel vor, blockiert aber auch überfällige Reformen. Jill Lepore, Amerikas glanzvollste Historikerin, beschreibt die politischen Kämpfe um diese Verfassung von den frühesten Entwürfen bis in unsere Tage, in denen Präsident Trump dabei ist, das ganze politische System aus den Angeln zu heben. Ob es die Sklaverei ist, das Recht auf Abtreibung oder auf Waffenbesitz - Lepore verwandelt die Verfassungsgeschichte in ein großes historisches Drama um Recht, Macht und Freiheit. Wer verstehen will, aus welchen Tiefen der Geschichte die heutigen Konflikte entspringen, der muss dieses grandiose Buch lesen.

Am berühmten "Fourth of July" feiern die USA den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung. Doch das Land ist gespalten wie nie zuvor, und sein egomaner Präsident betreibt den Umbau der Republik zu einem autoritär regierten Staat. Da kommt das furiose neue Buch von Jill Lepore gerade zur rechten Zeit. Die Bestsellerautorin und Harvard-Professorin erzählt darin die Geschichte der USA im Spiegel ihrer Verfassung - all die Kämpfe um das "wahre" Amerika, die bis heute anhalten. Akribisch recherchiert und großartig geschrieben, hat Lepore das wohl außergewöhnlichste Buch über die Geschichte einer Verfassung vorgelegt, das jemals geschrieben wurde.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Law
Format
Hardback
Pages
920
Price
49.40 €

Author Description

Jill Lepore ist David Woods Kemper '41 Professorin für amerikanische Geschichte an der Harvard Universität und Professorin an der Harvard Law School. Sie ist außerdem staff writer von The New Yorker.

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Wenn Geschichte plötzlich brennt

Manchmal liegt ein Buch vor einem und man denkt: Okay, das wird wichtig. Vielleicht auch ein bisschen anstrengend. Und bei We the People stimmt beides. Jill Lepore nimmt sich die amerikanische Verfassung vor, als wäre sie kein trockenes Dokument, sondern ein ziemlich explosives Familienalbum der USA. Das klingt erstmal nach schwerer Kost, und ja, ganz ehrlich, nebenbei beim halben Einschlafen liest man das nicht. Dafür ist zu viel drin. Sklaverei, Macht, Freiheit, Frauenrechte, Waffenbesitz, Abtreibung, Trump, all diese großen Reizwörter, bei denen man sofort merkt: Da steckt mehr dahinter als die nächste Schlagzeile. Was Lepore richtig gut macht: Sie zeigt, dass diese Verfassung nicht einfach ein heiliger alter Text ist, sondern ein Kampfplatz. Ein Ort, an dem seit Jahrhunderten darum gestritten wird, wer eigentlich dazugehört, wer Rechte bekommt und wer draußen bleiben soll. Und puh, das trifft manchmal unangenehm gut. Besonders stark fand ich, wie lebendig das erzählt ist. Geschichte fühlt sich hier nicht nach Staub und erhobenem Zeigefinger an, sondern nach Drama, Konflikt und ziemlich viel menschlicher Sturheit. Genau mein Ding, wenn Sachbuch nicht nur informiert, sondern auch innerlich arbeitet. Ganz leicht macht es einem das Buch aber nicht. Man braucht Geduld, Aufmerksamkeit und vielleicht auch zwischendurch einen starken Kaffee. Dafür bekommt man ein kluges, wuchtiges und erschreckend aktuelles Buch, das erklärt, warum Amerika heute so zerrissen wirkt. Für mich ein beeindruckendes Sachbuch mit Kopf, Haltung und ordentlich Nachhall.

Wenn Geschichte plötzlich brennt
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