Vielleicht ist die Liebe so
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Description
Book Information
Author Description
Katja Früh, 1953 in Zürich geboren, ist Drehbuchautorin und Regisseurin. Nach der Schauspielausbildung in Berlin begann sie 1978, fürs Theater zu inszenieren und zu schreiben. Ab 1980 arbeitete sie beim Schweizer Radio DRS, produzierte fürs TV (u. a. die über 10 Jahre laufende Serie ›Lüthi und Blanc‹) und realisierte auch Projekte mit Martin Suter und Patrick Frey. Seit 2014 schreibt sie eine regelmäßige Kolumne für ›Das Magazin‹ des Tages-Anzeiger. ›Vielleicht ist die Liebe so‹ ist ihr erster Roman.
Posts
Zwischen Entsetzen, Neugier und tiefer Betroffenheit
"Ich sollte dazwischengehen, das Ganze beenden, aber eine Mischung aus Neugier und Entsetzen lässt mich weiter zuhören." - Was ein passendes Zitat. Interessant... Immer wieder greife ich (bewusst oder unbewusst) zu Büchern mit dem Thema Mutter. Und so auch dieses. Die Mutter beschließt zu sterben. Eine durch und durch narzisstische Mutter. Die Tochter kämpft darum, um wenigstens etwas Anerkennung und Zuneigung von der Mutter zu bekommen, die ihr jedoch wie immer verwehrt bleibt. Eine verzweifelte, bisschen verkorkste, aber irgendwie liebenswürdige Tochter. Dann gibt es da noch die Freundin der Mutter, die mit der Entscheidung so gar nicht klar kommt. Ein Hund, dessen Leben auch kurz auf der Kippe steht. Und eine Keine-Liebesgeschichte. Oder mehrere. Das Thema Sterbehilfe finde ich äußerst spannend und fand eine andere Perspektive zu den Thema sehr horizonterweiternd. Ich könnte auch gar nicht sagen, ob die Sicht auf Sterbehilfe im Buch eher kritisch dargestellt witd. Nein. Und vielleicht mag ich genau diese Uneindeutigkeit und Ambivalenz, die meine befürwortende Meinung ins Schwanken brachte. Diese Mutter, auch die brachte mich ins Schwanken. Uff, was für eine schwierige, belastende Mutter-Tochter-Beziehung. Zwischendurch war das schon hart, Zeugin dessen zu sein. . Das Buch hat sich in keinster Weise als Urlaubslektüre geeignet. Und trotzdem konnte ich es nicht aus der Hand legen. Ob ich das Buch empfehlen würde? Ich weiß nicht. Ja, wahrscheinlich schon. Ich kann nicht sagen, dass ich es genossen habe, aber ich mochte es, irgendwie auf eine makabere Art und Weise. Dieses Buch wird mir noch lange im Kopf bleiben und nacharbeiten. In meinen Augen verdiente 5 von 5 Sternen.
Große Empfehlung für dieses grandiose Debüt, absolut lesenswert!
»Dem ewig komplizierten Thema Mutter und Tochter gewinnt Katja Früh eine völlig neue Sicht ab, die fast in jedem Satz zwischen Entsetzen und Komik irrlichtert. So zugleich verstörend und lustig habe ich das noch nie gelesen. Was für ein Erstling!« Elke Heidenreich Zur Autorin: Katja Früh, 1953 in Zürich geboren, ist Drehbuchautorin und Regisseurin. Nach der Schauspielausbildung in Berlin begann sie 1978 fürs Theater zu inszenieren und zu schreiben. Ab 1980 arbeitete sie beim Schweizer Radio DRS, produzierte fürs TV (u. a. die über 10 Jahre laufende Serie ›Lüthi und Blanc‹ und realisierte auch Projekte mit Martin Suter und Patrick Frey. Seit 2014 schreibt sie eine regelmäßige Kolumne für ›Das Magazin‹ im Tages-Anzeiger. ›Vielleicht ist die Liebe so‹ ist ihr erster Roman. Mein Leseeindruck: »Der Termin ist am 18. Februar um vier. Trag dir das ein!«. Gemeint ist damit der theatralische Abgang von Anjas Mutter. Anja, Anfang vierzig, ledig, in Künstlerkreisen aufgewachsen, wirft diese Ankündigung gehörig aus der Bahn, auch wenn ihr Verhältnis zur Mutter nicht gerade immer rosig war, aber vielleicht genau deswegen?! Denn Anjas Mutter ist übergriffig, herrisch, egozentrisch und das schon seit Anja denken kann. Oder ist ihr Verhalten nun selbstbestimmt, organisiert, angemessen und dem Lebensweg ihrer Mutter angepasst und genauso verrückt, wie sie diesen gelebt hat? Alle Frauen ihrer Familie erscheinen Anja ein wenig seltsam, das beschäftigt die junge Frau sehr. Katja Früh hat hier ein eine Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Abstrus gut! Wirft viele Fragen auf, regt zum Nachdenken an, behandelt weitere schwere Themen einfühlsam, Handlungen nachvollziehbar, immer mit einer gewissen Leichtigkeit und Hoffnung spendend. Große Empfehlung für dieses grandiose Debüt, absolut lesenswert! Eure, Claudia Folge mir, Like und speichere dir den Lesetipp ab!

Zwischen Todesplan und Lebensdurcheinander
Man sitzt da, liest ein paar Seiten – und plötzlich fühlt sich alles erstaunlich nah an. Diese Geschichte hat keine Angst vor großen Themen, aber sie trägt sie mit einem lakonischen Schulterzucken, als wäre das Leben selbst der Erzähler. Eine Mutter, die ihren eigenen Tod plant, als würde sie ein Dinner ausrichten. Eine Tochter, die irgendwo zwischen Wut, Überforderung und Galgenhumor versucht, nicht den Verstand zu verlieren. Klingt absurd? Ist es auch. Und gleichzeitig erschreckend menschlich. Anja stolpert durch Gespräche, Erinnerungen und innere Monologe, die sich anfühlen wie echte Gedanken. Unsortiert, widersprüchlich, manchmal fies, dann wieder zärtlich. Genau das macht es so stark. Niemand wird hier geschont, am wenigsten die Familie. Kontrolle, Nähe, Schuld und diese ewige Frage, was man seinen Eltern eigentlich schuldet, hängen wie Rauch in der Luft. Was dieses Buch besonders macht, ist der Ton. Schweres wird leicht erzählt, ohne es kleinzumachen. Humor blitzt dort auf, wo man ihn am wenigsten erwartet, und bleibt trotzdem respektvoll. Die Nebenfiguren wirken wie Menschen aus dem echten Leben – die Sorte, die man in einer Bar trifft und plötzlich über die eigenen Abgründe spricht. Zwischendurch ertappt man sich dabei, wie man nickt, schluckt oder leise lacht. Nicht, weil alles lustig ist, sondern weil es wahr ist. Diese Geschichte urteilt nicht. Sie beobachtet. Und genau darin liegt ihre Kraft. Am Ende bleibt kein lauter Knall, sondern ein stilles Nachdenken. Über Liebe, über Autonomie, über das Chaos, das Familie heißt. Und über die Erkenntnis, dass man nicht immer eine klare Haltung haben muss, um ehrlich zu sein.

Narzissmus at its best
»Der Termin ist am 18. Februar um vier. Schreib dir das ein!«, sagt meine Mutter und schlürft genüsslich ihre Won Ton Suppe. Ich bin froh, dass mein Psychiater mir ein Viertelchen Valium zu nehmen erlaubt hat, wenn ich meine Mutter treffe. Für ihn gehört sie ganz oben auf die Hitliste der Tausenden von Müttern, über die in seiner Praxis geredet wird. Da sitzt sie nun und verlangt von mir, dass ich ihr am 18. Februar um vier beim Sterben zusehe. Sonst noch was?" 'vielleicht ist Liebe so". Liebe als ein Geben und Nehmen, wobei der Eine nur gibt und der Andere nur nimmt. Liebe als Abhängigkeit und versteckt hinter Masken der Manipulation und Demütigung. Die Liebe als saugender Vampir und unmerkliches Gift, gegen das es nur wenig Heilmittel gibt. 🍁Handlung🍁 Dieses Buch hat mich sehr mitgerissen. Der Plan der Mutter, sich endlich umzubringen, soll nun zeitnah in die Tat umgesetzt werden. Die Mutter erlebt man als extrem narzisstisch inklusive aller im negativsten Sinne vereinten Charakterzüge, die diese Menschen vorweisen. Die Tochter und Hauptakteurin in diesem Buch zeigt sich daher das ganze Buch als über Jahre ihres Lebens von ihrer Mutter manipuliert, drangsaliert, gedemütigt und eingeschüchtert. Eben so, wie man sich ein Haufen Elend unter der Knute eines Narzissten vorstellt. Als sei das nicht genug, kommt noch ihr ebenfalls narzisstischer Exfreund dazu, der sich wie das letzte A********** gebärdet, was ihre Seele doppelt straft und zu dem sie ein drogenähnliches Abhängigkeitsverhältnis hat. Anja ist ihr Leben lang von toxischen Beziehungen umgeben gewesen und das Buch erzählt von den letzten Tagen vor dem Tod der Mutter, in der so viele schwere und belastende Momente auf sie einpreschen, dass man es kaum wahrhaben mag. So böse die Mutter auch ist, wüsste man nicht um dieses krankhafte Verhalten, wäre das Verhalten der Mutter schon was komödiantisch anmutend. 🍁 Charaktere🍁 Die Charaktere sind durchgehend sympathisch, nachvollziehbar und authentisch. Abgesehen von Carlos und der Mutter, den Narzissten. Anja als Hauptrolle.. ja.. hier schwanke ich das ganze Buch zwischen: Wie naiv kann man denn sein und sie geht mir richtig auf die Nerven und sympathisch. Um mich dann immer wieder daran zu erinnern, dass es nicht ihre Schuld ist, wie sie sich verhält, sondern das Gift, welches ihr von den süßen Cocktails ihres Exfreundes und dem Liebesentzug ihrer Mutter eingeflößt wurde. Sie macht definitiv einen Entwicklungssprung. 🍁 Schreibstil 🍁 Angenehm moderat, anhaltend interessant und authentisch geschrieben. Ich konnte es schwer aus der Hand legen und mich, auch wenn ich selten und wenn dann nicht tief eine Bekanntschaft mit so einem Narzissten gemacht habe, sofort in ihre Situation und ihr Fühlen hineinversetzen. Manchmal scheint es übertrieben, aber ich glaube leider, dass es das definitiv nicht ist. Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen! Interessante Einblicke im.Umgang mit diesem toxischen Personen-Profil.
Unangenehm, sehr präzise und einen Sog den man nur schwer erklären kann.
Schonungslos und fesselnd erzählt „Vielleicht ist Liebe so“ von einer dysfunktionalen Mutter, einer zerstörerischen Beziehung und dem inneren Kampf von Anja. Anja erträgt ihre Mutter kaum und würde sie doch retten, wenn sie könnte. Gefangen zwischen Abstoßung und Bindung sucht sie Nähe dort, wo sie sich unbewusst zu Hause fühlt. Eine unangenehm ehrliche Geschichte über das, was wir als Liebe gelernt haben.
Katja Früh befasst sich mit Sterbehilfe und einer schwierigen Mutter-Tochter Beziehung. Leider geht das Buch dabei überhaupt nicht in die Tiefe. Die sterbewillige Mutter ist einfach nur schnippisch, grenzüberschreitend und unsympathisch. Die Tochter geschädigt und überfordert. Was in den Charakteren wirklich vorgeht erfahren wir aber nicht. So konnte ich auch keinen Zugang zu ihnen finden. Der Schreibstil ist trivial, oberflächlich und beschränkt sich insbesondere auf Dialoge. Schade… Da hätte man mehr draus machen können.
Das Buch regt zum nachdenken an. Darf man selbstbestimmt sterben?
Was macht man, wenn einem die eigene Mutter den Zeitpunkt ihres Ablebens mitteilt? Anja ist fassungslos, als ihre Mutter ihr den Termin ihres Ablebens mitteilt. Das Verhältnis war nie einfach, die Mutter zu ehrgeizig, Lob oder Anerkennung gab es nicht, Anja sieht sich als Enttäuschung und konnte den Ansprüchen nie gerecht werden. Verzweifelt versucht sie, sie davon abzuhalten. Viele Fragen tun sich auf: Warum macht sie das? Ist sie krank, unglücklich oder einsam? Was ist der Grund? Das Buch greift das Thema des selbstbestimmten Todes auf und zeigt, wie Anja damit umgeht – beziehungsweise nicht umgeht. Denn die Frage ist ja: Kann man damit überhaupt zurechtkommen? Ich fand das Thema hochinteressant, konnte vieles nachvollziehen und kam dabei selbst ins Grübeln. Katja Früh beschreibt sehr gut das Verhältnis zwischen Anja und ihrer Mutter, das nicht immer einfach war. Die Protagonistinnen sind in sich stimmig gestaltet, was mir gut gefallen hat. Ob die Geschichte mit dem Hund nötig war, weiß ich nicht – mich hat sie eher gestört. Alles in allem ist es ein lesenswertes Buch über ein Thema, das immer aktueller wird, da man inzwischen auch in Deutschland selbstbestimmt sterben darf. Ich empfehle es allen, die sich gern mit solchen Fragen auseinandersetzen.
Schwierig
Für mich persönlich war es ein sehr zähes Buch. Ich dachte am Ende passiert noch was spannendes oder was unerwartetes .. Tat es aber nicht. Ich konnte mich nicht in die Personen hineinversetzen und ich fand diese unsympathisch. Das Thema an sich (Sterbehilfe , Mutter Tochter Beziehung) fand ich nicht schlecht aber auch nicht krass gut. Schade , da hätte man mehr draus machen können.
Angst vor dem hohen Alter
Emphatielos erklärt Anjas Mutter ihrer Tochter, dass sie sich am 18. Februar um 4 Uhr das Leben nehmen wird. Eine Sterbehilfeorganisation wird sie dabei unterstützen und auch Anja soll anwesend sein. Das Verhältnis zwischen Anja und ihrer Mutter war nie einfach, aber diese Mitteilung trifft Anja sehr. Sie versucht alles, um ihrer Mutter den freiwilligen Tod auszureden, doch keine Chance. Im Gegenteil ihre Mutter bittet sie, ihr bei der Erledigung einiger Dinge zu helfen. Anja kann es nicht fassen. Sie benötigt eh schon therapeutische Hilfe, um ihr Leben zu bewältigen und der Entschluss ihrer Mutter bringt sie restlich durcheinander. In den verbleibenden Tagen versucht Anja ihrer Mutter näher zu kommen, aber es scheint unmöglich zu sein. Dieses Buch stellt die Frage in den Raum, ob es möglich sein soll seinen Todestag selbst zu bestimmen, weil man Angst hat, dem Tod nicht würdevoll zu erleben, wenn man es dem Zufall überlässt. Ein mutiges Buch, das ein Thema aufgreift über das selten gesprochen wird.
Uff
Endlose 300 Seiten. Ich konnte mich mit keiner Person im Buch anfreunden. Habe mir bei keinem Gedankengang gedacht..."hm ja nachvollziehbar" jede einzelne Personen war mir unsympathisch. Bis zum Ende habe ich mir überlegt wie die Geschichte sich wenden könnte dass es doch noch interessant werden könnte - ist es aber nicht.
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Katja Früh, 1953 in Zürich geboren, ist Drehbuchautorin und Regisseurin. Nach der Schauspielausbildung in Berlin begann sie 1978, fürs Theater zu inszenieren und zu schreiben. Ab 1980 arbeitete sie beim Schweizer Radio DRS, produzierte fürs TV (u. a. die über 10 Jahre laufende Serie ›Lüthi und Blanc‹) und realisierte auch Projekte mit Martin Suter und Patrick Frey. Seit 2014 schreibt sie eine regelmäßige Kolumne für ›Das Magazin‹ des Tages-Anzeiger. ›Vielleicht ist die Liebe so‹ ist ihr erster Roman.
Posts
Zwischen Entsetzen, Neugier und tiefer Betroffenheit
"Ich sollte dazwischengehen, das Ganze beenden, aber eine Mischung aus Neugier und Entsetzen lässt mich weiter zuhören." - Was ein passendes Zitat. Interessant... Immer wieder greife ich (bewusst oder unbewusst) zu Büchern mit dem Thema Mutter. Und so auch dieses. Die Mutter beschließt zu sterben. Eine durch und durch narzisstische Mutter. Die Tochter kämpft darum, um wenigstens etwas Anerkennung und Zuneigung von der Mutter zu bekommen, die ihr jedoch wie immer verwehrt bleibt. Eine verzweifelte, bisschen verkorkste, aber irgendwie liebenswürdige Tochter. Dann gibt es da noch die Freundin der Mutter, die mit der Entscheidung so gar nicht klar kommt. Ein Hund, dessen Leben auch kurz auf der Kippe steht. Und eine Keine-Liebesgeschichte. Oder mehrere. Das Thema Sterbehilfe finde ich äußerst spannend und fand eine andere Perspektive zu den Thema sehr horizonterweiternd. Ich könnte auch gar nicht sagen, ob die Sicht auf Sterbehilfe im Buch eher kritisch dargestellt witd. Nein. Und vielleicht mag ich genau diese Uneindeutigkeit und Ambivalenz, die meine befürwortende Meinung ins Schwanken brachte. Diese Mutter, auch die brachte mich ins Schwanken. Uff, was für eine schwierige, belastende Mutter-Tochter-Beziehung. Zwischendurch war das schon hart, Zeugin dessen zu sein. . Das Buch hat sich in keinster Weise als Urlaubslektüre geeignet. Und trotzdem konnte ich es nicht aus der Hand legen. Ob ich das Buch empfehlen würde? Ich weiß nicht. Ja, wahrscheinlich schon. Ich kann nicht sagen, dass ich es genossen habe, aber ich mochte es, irgendwie auf eine makabere Art und Weise. Dieses Buch wird mir noch lange im Kopf bleiben und nacharbeiten. In meinen Augen verdiente 5 von 5 Sternen.
Große Empfehlung für dieses grandiose Debüt, absolut lesenswert!
»Dem ewig komplizierten Thema Mutter und Tochter gewinnt Katja Früh eine völlig neue Sicht ab, die fast in jedem Satz zwischen Entsetzen und Komik irrlichtert. So zugleich verstörend und lustig habe ich das noch nie gelesen. Was für ein Erstling!« Elke Heidenreich Zur Autorin: Katja Früh, 1953 in Zürich geboren, ist Drehbuchautorin und Regisseurin. Nach der Schauspielausbildung in Berlin begann sie 1978 fürs Theater zu inszenieren und zu schreiben. Ab 1980 arbeitete sie beim Schweizer Radio DRS, produzierte fürs TV (u. a. die über 10 Jahre laufende Serie ›Lüthi und Blanc‹ und realisierte auch Projekte mit Martin Suter und Patrick Frey. Seit 2014 schreibt sie eine regelmäßige Kolumne für ›Das Magazin‹ im Tages-Anzeiger. ›Vielleicht ist die Liebe so‹ ist ihr erster Roman. Mein Leseeindruck: »Der Termin ist am 18. Februar um vier. Trag dir das ein!«. Gemeint ist damit der theatralische Abgang von Anjas Mutter. Anja, Anfang vierzig, ledig, in Künstlerkreisen aufgewachsen, wirft diese Ankündigung gehörig aus der Bahn, auch wenn ihr Verhältnis zur Mutter nicht gerade immer rosig war, aber vielleicht genau deswegen?! Denn Anjas Mutter ist übergriffig, herrisch, egozentrisch und das schon seit Anja denken kann. Oder ist ihr Verhalten nun selbstbestimmt, organisiert, angemessen und dem Lebensweg ihrer Mutter angepasst und genauso verrückt, wie sie diesen gelebt hat? Alle Frauen ihrer Familie erscheinen Anja ein wenig seltsam, das beschäftigt die junge Frau sehr. Katja Früh hat hier ein eine Geschichte geschaffen, die mich von der ersten Seite an gefesselt hat. Abstrus gut! Wirft viele Fragen auf, regt zum Nachdenken an, behandelt weitere schwere Themen einfühlsam, Handlungen nachvollziehbar, immer mit einer gewissen Leichtigkeit und Hoffnung spendend. Große Empfehlung für dieses grandiose Debüt, absolut lesenswert! Eure, Claudia Folge mir, Like und speichere dir den Lesetipp ab!

Zwischen Todesplan und Lebensdurcheinander
Man sitzt da, liest ein paar Seiten – und plötzlich fühlt sich alles erstaunlich nah an. Diese Geschichte hat keine Angst vor großen Themen, aber sie trägt sie mit einem lakonischen Schulterzucken, als wäre das Leben selbst der Erzähler. Eine Mutter, die ihren eigenen Tod plant, als würde sie ein Dinner ausrichten. Eine Tochter, die irgendwo zwischen Wut, Überforderung und Galgenhumor versucht, nicht den Verstand zu verlieren. Klingt absurd? Ist es auch. Und gleichzeitig erschreckend menschlich. Anja stolpert durch Gespräche, Erinnerungen und innere Monologe, die sich anfühlen wie echte Gedanken. Unsortiert, widersprüchlich, manchmal fies, dann wieder zärtlich. Genau das macht es so stark. Niemand wird hier geschont, am wenigsten die Familie. Kontrolle, Nähe, Schuld und diese ewige Frage, was man seinen Eltern eigentlich schuldet, hängen wie Rauch in der Luft. Was dieses Buch besonders macht, ist der Ton. Schweres wird leicht erzählt, ohne es kleinzumachen. Humor blitzt dort auf, wo man ihn am wenigsten erwartet, und bleibt trotzdem respektvoll. Die Nebenfiguren wirken wie Menschen aus dem echten Leben – die Sorte, die man in einer Bar trifft und plötzlich über die eigenen Abgründe spricht. Zwischendurch ertappt man sich dabei, wie man nickt, schluckt oder leise lacht. Nicht, weil alles lustig ist, sondern weil es wahr ist. Diese Geschichte urteilt nicht. Sie beobachtet. Und genau darin liegt ihre Kraft. Am Ende bleibt kein lauter Knall, sondern ein stilles Nachdenken. Über Liebe, über Autonomie, über das Chaos, das Familie heißt. Und über die Erkenntnis, dass man nicht immer eine klare Haltung haben muss, um ehrlich zu sein.

Narzissmus at its best
»Der Termin ist am 18. Februar um vier. Schreib dir das ein!«, sagt meine Mutter und schlürft genüsslich ihre Won Ton Suppe. Ich bin froh, dass mein Psychiater mir ein Viertelchen Valium zu nehmen erlaubt hat, wenn ich meine Mutter treffe. Für ihn gehört sie ganz oben auf die Hitliste der Tausenden von Müttern, über die in seiner Praxis geredet wird. Da sitzt sie nun und verlangt von mir, dass ich ihr am 18. Februar um vier beim Sterben zusehe. Sonst noch was?" 'vielleicht ist Liebe so". Liebe als ein Geben und Nehmen, wobei der Eine nur gibt und der Andere nur nimmt. Liebe als Abhängigkeit und versteckt hinter Masken der Manipulation und Demütigung. Die Liebe als saugender Vampir und unmerkliches Gift, gegen das es nur wenig Heilmittel gibt. 🍁Handlung🍁 Dieses Buch hat mich sehr mitgerissen. Der Plan der Mutter, sich endlich umzubringen, soll nun zeitnah in die Tat umgesetzt werden. Die Mutter erlebt man als extrem narzisstisch inklusive aller im negativsten Sinne vereinten Charakterzüge, die diese Menschen vorweisen. Die Tochter und Hauptakteurin in diesem Buch zeigt sich daher das ganze Buch als über Jahre ihres Lebens von ihrer Mutter manipuliert, drangsaliert, gedemütigt und eingeschüchtert. Eben so, wie man sich ein Haufen Elend unter der Knute eines Narzissten vorstellt. Als sei das nicht genug, kommt noch ihr ebenfalls narzisstischer Exfreund dazu, der sich wie das letzte A********** gebärdet, was ihre Seele doppelt straft und zu dem sie ein drogenähnliches Abhängigkeitsverhältnis hat. Anja ist ihr Leben lang von toxischen Beziehungen umgeben gewesen und das Buch erzählt von den letzten Tagen vor dem Tod der Mutter, in der so viele schwere und belastende Momente auf sie einpreschen, dass man es kaum wahrhaben mag. So böse die Mutter auch ist, wüsste man nicht um dieses krankhafte Verhalten, wäre das Verhalten der Mutter schon was komödiantisch anmutend. 🍁 Charaktere🍁 Die Charaktere sind durchgehend sympathisch, nachvollziehbar und authentisch. Abgesehen von Carlos und der Mutter, den Narzissten. Anja als Hauptrolle.. ja.. hier schwanke ich das ganze Buch zwischen: Wie naiv kann man denn sein und sie geht mir richtig auf die Nerven und sympathisch. Um mich dann immer wieder daran zu erinnern, dass es nicht ihre Schuld ist, wie sie sich verhält, sondern das Gift, welches ihr von den süßen Cocktails ihres Exfreundes und dem Liebesentzug ihrer Mutter eingeflößt wurde. Sie macht definitiv einen Entwicklungssprung. 🍁 Schreibstil 🍁 Angenehm moderat, anhaltend interessant und authentisch geschrieben. Ich konnte es schwer aus der Hand legen und mich, auch wenn ich selten und wenn dann nicht tief eine Bekanntschaft mit so einem Narzissten gemacht habe, sofort in ihre Situation und ihr Fühlen hineinversetzen. Manchmal scheint es übertrieben, aber ich glaube leider, dass es das definitiv nicht ist. Ich kann dieses Buch absolut weiterempfehlen! Interessante Einblicke im.Umgang mit diesem toxischen Personen-Profil.
Unangenehm, sehr präzise und einen Sog den man nur schwer erklären kann.
Schonungslos und fesselnd erzählt „Vielleicht ist Liebe so“ von einer dysfunktionalen Mutter, einer zerstörerischen Beziehung und dem inneren Kampf von Anja. Anja erträgt ihre Mutter kaum und würde sie doch retten, wenn sie könnte. Gefangen zwischen Abstoßung und Bindung sucht sie Nähe dort, wo sie sich unbewusst zu Hause fühlt. Eine unangenehm ehrliche Geschichte über das, was wir als Liebe gelernt haben.
Katja Früh befasst sich mit Sterbehilfe und einer schwierigen Mutter-Tochter Beziehung. Leider geht das Buch dabei überhaupt nicht in die Tiefe. Die sterbewillige Mutter ist einfach nur schnippisch, grenzüberschreitend und unsympathisch. Die Tochter geschädigt und überfordert. Was in den Charakteren wirklich vorgeht erfahren wir aber nicht. So konnte ich auch keinen Zugang zu ihnen finden. Der Schreibstil ist trivial, oberflächlich und beschränkt sich insbesondere auf Dialoge. Schade… Da hätte man mehr draus machen können.
Das Buch regt zum nachdenken an. Darf man selbstbestimmt sterben?
Was macht man, wenn einem die eigene Mutter den Zeitpunkt ihres Ablebens mitteilt? Anja ist fassungslos, als ihre Mutter ihr den Termin ihres Ablebens mitteilt. Das Verhältnis war nie einfach, die Mutter zu ehrgeizig, Lob oder Anerkennung gab es nicht, Anja sieht sich als Enttäuschung und konnte den Ansprüchen nie gerecht werden. Verzweifelt versucht sie, sie davon abzuhalten. Viele Fragen tun sich auf: Warum macht sie das? Ist sie krank, unglücklich oder einsam? Was ist der Grund? Das Buch greift das Thema des selbstbestimmten Todes auf und zeigt, wie Anja damit umgeht – beziehungsweise nicht umgeht. Denn die Frage ist ja: Kann man damit überhaupt zurechtkommen? Ich fand das Thema hochinteressant, konnte vieles nachvollziehen und kam dabei selbst ins Grübeln. Katja Früh beschreibt sehr gut das Verhältnis zwischen Anja und ihrer Mutter, das nicht immer einfach war. Die Protagonistinnen sind in sich stimmig gestaltet, was mir gut gefallen hat. Ob die Geschichte mit dem Hund nötig war, weiß ich nicht – mich hat sie eher gestört. Alles in allem ist es ein lesenswertes Buch über ein Thema, das immer aktueller wird, da man inzwischen auch in Deutschland selbstbestimmt sterben darf. Ich empfehle es allen, die sich gern mit solchen Fragen auseinandersetzen.
Schwierig
Für mich persönlich war es ein sehr zähes Buch. Ich dachte am Ende passiert noch was spannendes oder was unerwartetes .. Tat es aber nicht. Ich konnte mich nicht in die Personen hineinversetzen und ich fand diese unsympathisch. Das Thema an sich (Sterbehilfe , Mutter Tochter Beziehung) fand ich nicht schlecht aber auch nicht krass gut. Schade , da hätte man mehr draus machen können.
Angst vor dem hohen Alter
Emphatielos erklärt Anjas Mutter ihrer Tochter, dass sie sich am 18. Februar um 4 Uhr das Leben nehmen wird. Eine Sterbehilfeorganisation wird sie dabei unterstützen und auch Anja soll anwesend sein. Das Verhältnis zwischen Anja und ihrer Mutter war nie einfach, aber diese Mitteilung trifft Anja sehr. Sie versucht alles, um ihrer Mutter den freiwilligen Tod auszureden, doch keine Chance. Im Gegenteil ihre Mutter bittet sie, ihr bei der Erledigung einiger Dinge zu helfen. Anja kann es nicht fassen. Sie benötigt eh schon therapeutische Hilfe, um ihr Leben zu bewältigen und der Entschluss ihrer Mutter bringt sie restlich durcheinander. In den verbleibenden Tagen versucht Anja ihrer Mutter näher zu kommen, aber es scheint unmöglich zu sein. Dieses Buch stellt die Frage in den Raum, ob es möglich sein soll seinen Todestag selbst zu bestimmen, weil man Angst hat, dem Tod nicht würdevoll zu erleben, wenn man es dem Zufall überlässt. Ein mutiges Buch, das ein Thema aufgreift über das selten gesprochen wird.
Uff
Endlose 300 Seiten. Ich konnte mich mit keiner Person im Buch anfreunden. Habe mir bei keinem Gedankengang gedacht..."hm ja nachvollziehbar" jede einzelne Personen war mir unsympathisch. Bis zum Ende habe ich mir überlegt wie die Geschichte sich wenden könnte dass es doch noch interessant werden könnte - ist es aber nicht.















