Zwischen Entsetzen, Neugier und tiefer Betroffenheit
"Ich sollte dazwischengehen, das Ganze beenden, aber eine Mischung aus Neugier und Entsetzen lässt mich weiter zuhören." - Was ein passendes Zitat. Interessant... Immer wieder greife ich (bewusst oder unbewusst) zu Büchern mit dem Thema Mutter. Und so auch dieses. Die Mutter beschließt zu sterben. Eine durch und durch narzisstische Mutter. Die Tochter kämpft darum, um wenigstens etwas Anerkennung und Zuneigung von der Mutter zu bekommen, die ihr jedoch wie immer verwehrt bleibt. Eine verzweifelte, bisschen verkorkste, aber irgendwie liebenswürdige Tochter. Dann gibt es da noch die Freundin der Mutter, die mit der Entscheidung so gar nicht klar kommt. Ein Hund, dessen Leben auch kurz auf der Kippe steht. Und eine Keine-Liebesgeschichte. Oder mehrere. Das Thema Sterbehilfe finde ich äußerst spannend und fand eine andere Perspektive zu den Thema sehr horizonterweiternd. Ich könnte auch gar nicht sagen, ob die Sicht auf Sterbehilfe im Buch eher kritisch dargestellt witd. Nein. Und vielleicht mag ich genau diese Uneindeutigkeit und Ambivalenz, die meine befürwortende Meinung ins Schwanken brachte. Diese Mutter, auch die brachte mich ins Schwanken. Uff, was für eine schwierige, belastende Mutter-Tochter-Beziehung. Zwischendurch war das schon hart, Zeugin dessen zu sein. . Das Buch hat sich in keinster Weise als Urlaubslektüre geeignet. Und trotzdem konnte ich es nicht aus der Hand legen. Ob ich das Buch empfehlen würde? Ich weiß nicht. Ja, wahrscheinlich schon. Ich kann nicht sagen, dass ich es genossen habe, aber ich mochte es, irgendwie auf eine makabere Art und Weise. Dieses Buch wird mir noch lange im Kopf bleiben und nacharbeiten. In meinen Augen verdiente 5 von 5 Sternen.













