Verfassungsschutz
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Description
Wie tickt der Geheimdienst, der jahrelang von Hans-Georg Maaßen geführt wurde?
Der deutsche Verfassungsschutz ist etwas sehr Besonderes. Einen solchen Geheimdienst haben andere westliche Demokratien nicht. Es ist ein Geheimdienst, der im Inland späht. Er richtet sich nicht gegen Kriminelle, sondern gegen Personen und Gruppen, die als politisch verwerflich erklärt werden. Er spioniert Bürgerinnen und Bürger aus, die keine Gesetze verletzen. Dabei hat der Verfassungsschutz enorm große Freiheiten, enorm große Macht. Er hat viel mehr Einfluss auf politische Bewegungen, als es der Öffentlichkeit bewusst ist.
Schützt der Verfassungsschutz die Demokratie wirklich?
Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik gab es so viele Agentinnen und Agenten, die im Inland die eigene Bevölkerung ausforschen. Das Personal des Verfassungsschutzes hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, sein Budget verdreifacht.
Ein kritischer Blick hinter die Kulissen des Verfassungsschutzes
Ronen Steinke recherchiert seit Jahren im Milieu der Inlandsspione. Er hat Spionagechefs interviewt und Agentinnen bei der Arbeit begleitet. Er zeigt, wie V-Leute vorgehen. Und er stellt eine fundamentale Frage: Schützt dieser Geheimdienst die Demokratie – oder schädigt er sie nicht eher?
Eine engagierte Reportage
Mit jeweils eigenen Kapiteln zum heimlichen Vorgehen der Inlandsspione gegen die Klimabewegung, zum Wirken rechter Netzwerke und der Causa Hans-Georg Maaßen.
Book Information
Author Description
Ronen Steinke, Dr. jur., geboren 1983 in Erlangen, ist Leitender Redakteur und Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung. Er studierte Jura und Kriminologie, arbeitete in Anwaltskanzleien, einem Jugendgefängnis und beim UN-Jugoslawientribunal in Den Haag. Seine Promotion über die Entwicklung der Kriegsverbrechertribunale von Nürnberg bis Den Haag wurde von der FAZ als »Meisterstück« gelobt. Seine 2013 veröffentlichte Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, wurde mit »Der Staat gegen Fritz Bauer« preisgekrönt verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt.Im Berlin Verlag erschien 2017 sein hochgelobtes Buch »Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin«. 2020 folgte »Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt«, 2022 der Bestseller »Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich. Die neue Klassenjustiz« und 2023 »Verfassungsschutz. Wie der Geheimdienst Politik macht«.
Posts
Das Buch von Ronen Steinke ist mal eine Abrechnung, mal eine Streitschrift zum Thema Verfassungsschutz.
Der Autor legt hier keine wissenschaftlich fundierte Arbeit vor, will er auch gar nicht. Ronen Steinke bringt eine Vielzahl von Beispielen, wie der Verfassungsschutz arbeitet und wie er mal mehr mal weniger zum Machterhalt der Regierung beiträgt. Das alles liest sich schnell weg und ist durchaus auch spannend. Manchmal fühle ich mich beim Lesen einiger Beispiele gut beschützt vom Verfassungsschutz, aber manchmal habe ich auch Fragen: Muss das wirklich sein ??? Radikal und ein wenig überrascht kommt mir dann Ronen Steinke mit seinem Fazit: Er meint, so wie der Verfassungsschutz bis heute arbeitet, ist er demokratiegefährdend und sollte aufgelöst werden. Aufgelöst wird der Verfassungsschutz garantiert nicht, aber es war für mich als einfachen Bürger sehr erhellend zu erfahren, wie schnell es doch möglich sein kann vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden.

Das Thema sehr gut, kompakt und verständlich aufgearbeitet. Der Inhalt ist leider ziemlich erschütternd…
Das Buch ist eine wirkliche Empfehlung an alle, die sich für das Thema interessieren oder betroffen sind. Ronen Steinke ist als Jurist und renommierter Journalist auch ein sehr passender Autor, dem man nicht vorwerfen kann, den Verfassungsschutz nicht nur wegen eigener Betroffenheit zu kritisieren.
Mal wieder hat mir dieses Buch gezeigt, was ich so alles nicht weiß. Ich halte das Thema des Verfassungsschutzes für sehr wichtig und heutzutage umso relevanter. Dieses Buch hat mir viele neue Anhaltspunkte und Gedanken aufgezeigt. Lediglich der etwas repetitive Schreibstil und etwas fehlende Stringenz in den Themen hat bei mir zu Abzügen in der Bewertung geführt. Dennoch wirft das Buch für mich Fragen auf, die ich für höchst Relevant halte.
Ich bin ganz ehrlich, ich hatte zuvor kaum Ahnung vom Verfassungsschutz und interessiert hatte mich dieses Thema auch nie. Aufgrund von einer Empfehlung habe ich es dann doch gekauft. Zunächst habe ich mich dagegen gesträubt dieses Buch zu lesen, aber als ich es dann angefangen habe, konnte ich es nicht aus den Händen legen. Das Buch zweifellos sachlich, aber gut verständlich und alles andere als „trocken“.
In seinem Buch „Verfassungsschutz“ bietet Ronan Steinke einen gut verständlichen und zugleich fundierten Einblick in die Arbeit des deutschen Inlandsgeheimdienstes.
Das Buch ist ausgesprochen informativ und richtet sich nicht nur an juristisch oder politisch vorgebildete Leserinnen und Leser, sondern auch an ein breiteres Publikum, das verstehen möchte, wie der Verfassungsschutz funktioniert und welche Rolle er im demokratischen Staat spielt. Besonders interessant ist Steinkes Blick hinter die Kulissen staatlichen Handelns. Er zeigt auf, was im Verfassungsschutz und im Hintergrund des Staates tatsächlich passiert, welche Machtstrukturen existieren und wo es problematische Verflechtungen, Versäumnisse oder Fehlentscheidungen gegeben hat. Dabei wird deutlich, wie schwer kontrollierbar ein Geheimdienst in der Praxis ist und wie groß die Spannungen zwischen Sicherheit, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit sein können. Kritisch anzumerken ist jedoch die starke inhaltliche Fokussierung auf die rechte Szene. Zwar ist diese zweifellos eine reale und ernstzunehmende Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, doch hätte dem Buch eine breitere Perspektive gutgetan. Die linke Szene, die ebenfalls verfassungsfeindliche Tendenzen und Gewaltpotenzial aufweist, wird nur am Rande oder gar nicht behandelt. Dadurch entsteht ein etwas einseitiges Bild der Bedrohungslage und der Arbeit des Verfassungsschutzes. Insgesamt ist „Verfassungsschutz“ ein lesenswertes, aufklärendes Buch, das wichtige Debatten anstößt und zum kritischen Nachdenken über staatliche Sicherheitsorgane anregt. Wer jedoch eine umfassende Betrachtung aller extremistischen Strömungen erwartet, könnte sich mehr Ausgewogenheit und zusätzliche Aspekte wünschen.
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Wie tickt der Geheimdienst, der jahrelang von Hans-Georg Maaßen geführt wurde?
Der deutsche Verfassungsschutz ist etwas sehr Besonderes. Einen solchen Geheimdienst haben andere westliche Demokratien nicht. Es ist ein Geheimdienst, der im Inland späht. Er richtet sich nicht gegen Kriminelle, sondern gegen Personen und Gruppen, die als politisch verwerflich erklärt werden. Er spioniert Bürgerinnen und Bürger aus, die keine Gesetze verletzen. Dabei hat der Verfassungsschutz enorm große Freiheiten, enorm große Macht. Er hat viel mehr Einfluss auf politische Bewegungen, als es der Öffentlichkeit bewusst ist.
Schützt der Verfassungsschutz die Demokratie wirklich?
Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik gab es so viele Agentinnen und Agenten, die im Inland die eigene Bevölkerung ausforschen. Das Personal des Verfassungsschutzes hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt, sein Budget verdreifacht.
Ein kritischer Blick hinter die Kulissen des Verfassungsschutzes
Ronen Steinke recherchiert seit Jahren im Milieu der Inlandsspione. Er hat Spionagechefs interviewt und Agentinnen bei der Arbeit begleitet. Er zeigt, wie V-Leute vorgehen. Und er stellt eine fundamentale Frage: Schützt dieser Geheimdienst die Demokratie – oder schädigt er sie nicht eher?
Eine engagierte Reportage
Mit jeweils eigenen Kapiteln zum heimlichen Vorgehen der Inlandsspione gegen die Klimabewegung, zum Wirken rechter Netzwerke und der Causa Hans-Georg Maaßen.
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Author Description
Ronen Steinke, Dr. jur., geboren 1983 in Erlangen, ist Leitender Redakteur und Kolumnist bei der Süddeutschen Zeitung. Er studierte Jura und Kriminologie, arbeitete in Anwaltskanzleien, einem Jugendgefängnis und beim UN-Jugoslawientribunal in Den Haag. Seine Promotion über die Entwicklung der Kriegsverbrechertribunale von Nürnberg bis Den Haag wurde von der FAZ als »Meisterstück« gelobt. Seine 2013 veröffentlichte Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, wurde mit »Der Staat gegen Fritz Bauer« preisgekrönt verfilmt und in zahlreiche Sprachen übersetzt.Im Berlin Verlag erschien 2017 sein hochgelobtes Buch »Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin«. 2020 folgte »Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt«, 2022 der Bestseller »Vor dem Gesetz sind nicht alle gleich. Die neue Klassenjustiz« und 2023 »Verfassungsschutz. Wie der Geheimdienst Politik macht«.
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Das Buch von Ronen Steinke ist mal eine Abrechnung, mal eine Streitschrift zum Thema Verfassungsschutz.
Der Autor legt hier keine wissenschaftlich fundierte Arbeit vor, will er auch gar nicht. Ronen Steinke bringt eine Vielzahl von Beispielen, wie der Verfassungsschutz arbeitet und wie er mal mehr mal weniger zum Machterhalt der Regierung beiträgt. Das alles liest sich schnell weg und ist durchaus auch spannend. Manchmal fühle ich mich beim Lesen einiger Beispiele gut beschützt vom Verfassungsschutz, aber manchmal habe ich auch Fragen: Muss das wirklich sein ??? Radikal und ein wenig überrascht kommt mir dann Ronen Steinke mit seinem Fazit: Er meint, so wie der Verfassungsschutz bis heute arbeitet, ist er demokratiegefährdend und sollte aufgelöst werden. Aufgelöst wird der Verfassungsschutz garantiert nicht, aber es war für mich als einfachen Bürger sehr erhellend zu erfahren, wie schnell es doch möglich sein kann vom Verfassungsschutz beobachtet zu werden.

Das Thema sehr gut, kompakt und verständlich aufgearbeitet. Der Inhalt ist leider ziemlich erschütternd…
Das Buch ist eine wirkliche Empfehlung an alle, die sich für das Thema interessieren oder betroffen sind. Ronen Steinke ist als Jurist und renommierter Journalist auch ein sehr passender Autor, dem man nicht vorwerfen kann, den Verfassungsschutz nicht nur wegen eigener Betroffenheit zu kritisieren.
Mal wieder hat mir dieses Buch gezeigt, was ich so alles nicht weiß. Ich halte das Thema des Verfassungsschutzes für sehr wichtig und heutzutage umso relevanter. Dieses Buch hat mir viele neue Anhaltspunkte und Gedanken aufgezeigt. Lediglich der etwas repetitive Schreibstil und etwas fehlende Stringenz in den Themen hat bei mir zu Abzügen in der Bewertung geführt. Dennoch wirft das Buch für mich Fragen auf, die ich für höchst Relevant halte.
Ich bin ganz ehrlich, ich hatte zuvor kaum Ahnung vom Verfassungsschutz und interessiert hatte mich dieses Thema auch nie. Aufgrund von einer Empfehlung habe ich es dann doch gekauft. Zunächst habe ich mich dagegen gesträubt dieses Buch zu lesen, aber als ich es dann angefangen habe, konnte ich es nicht aus den Händen legen. Das Buch zweifellos sachlich, aber gut verständlich und alles andere als „trocken“.
In seinem Buch „Verfassungsschutz“ bietet Ronan Steinke einen gut verständlichen und zugleich fundierten Einblick in die Arbeit des deutschen Inlandsgeheimdienstes.
Das Buch ist ausgesprochen informativ und richtet sich nicht nur an juristisch oder politisch vorgebildete Leserinnen und Leser, sondern auch an ein breiteres Publikum, das verstehen möchte, wie der Verfassungsschutz funktioniert und welche Rolle er im demokratischen Staat spielt. Besonders interessant ist Steinkes Blick hinter die Kulissen staatlichen Handelns. Er zeigt auf, was im Verfassungsschutz und im Hintergrund des Staates tatsächlich passiert, welche Machtstrukturen existieren und wo es problematische Verflechtungen, Versäumnisse oder Fehlentscheidungen gegeben hat. Dabei wird deutlich, wie schwer kontrollierbar ein Geheimdienst in der Praxis ist und wie groß die Spannungen zwischen Sicherheit, Transparenz und Rechtsstaatlichkeit sein können. Kritisch anzumerken ist jedoch die starke inhaltliche Fokussierung auf die rechte Szene. Zwar ist diese zweifellos eine reale und ernstzunehmende Gefahr für die freiheitlich-demokratische Grundordnung, doch hätte dem Buch eine breitere Perspektive gutgetan. Die linke Szene, die ebenfalls verfassungsfeindliche Tendenzen und Gewaltpotenzial aufweist, wird nur am Rande oder gar nicht behandelt. Dadurch entsteht ein etwas einseitiges Bild der Bedrohungslage und der Arbeit des Verfassungsschutzes. Insgesamt ist „Verfassungsschutz“ ein lesenswertes, aufklärendes Buch, das wichtige Debatten anstößt und zum kritischen Nachdenken über staatliche Sicherheitsorgane anregt. Wer jedoch eine umfassende Betrachtung aller extremistischen Strömungen erwartet, könnte sich mehr Ausgewogenheit und zusätzliche Aspekte wünschen.











