Verbannt ans Ende der Welt
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Description
Book Information
Author Description
Rainer M. Schröder, 1951 in Rostock geboren, ist einer der profiliertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren. Mit seinen bis ins kleinste Detail exakt recherchierten und spannend erzählten historischen Jugendromanen begeistert er seit mehr als zehn Jahren seine Leserschaft. Nachdem er viele Jahre ein wahres Nomadenleben mit zahlreichen Abenteuerreisen in alle Erdteile führte, lebt er heute mit seiner Frau in den USA.
Posts
Ein Herzensbuch. Ich habe diese Reihe schon so oft gelesen und liebe sie immer noch. Abby Lynn landet unschuldig im Newgate Gefängnis, die Zustände sind absolut unmenschlich. Verurteilt zu 7 Jahren Verbannung nach Australien als Sträfling versucht sie nicht die Hoffnung zu verlieren und ihre Menschlichkeitzubewahren. Die Geschichte ist tragisch, gefühlvoll, bezaubernd und bewegend. Sie ist lehrreich im Bezug auf die Geschichte der Besiedlung Australiens und den damaligen politischen Verhältnissen. Die Geschichte ist lebendig, mitreißend und Bildgewaltig erzählt und Romantik fehlt auch nicht.
Ich bin positiv überrascht
Ich hatte das Buch aus einem Bücherschrank und hatte keine allzu großen Erwartungen an die Geschichte. Doch es hat mich wirklich positiv überrascht. Die Geschichte ist richtig cool und interessant, es wird nichts beschönigt oder romantisiert, der historische Teil ist super gelungen. Der Schreibstil war nichts weltbewegendes aber er hat Abby und ihre Persönlichkeit perfekt widergespiegelt. Allein die Tatsache dass manche Leute irgendwie nicht so ganz ihrem Alter entsprechen hat mich etwas gestört. Abby wirkte oft jünger als sie eigentlich sein sollte. Rachel wirkte zuerst älter als sie in der Geschichte war und dann plötzlich wieder etwas jünger. Da ist es mir aber noch nicht so aufgefallen wie bei Andrew. Der vergällt sich nämlich wie 25 oder sogar noch etwas älter. Auf der Überfahrt mit dem Schiff müsste er eigentlich ca. 17 gewesen sein, aber er verhält sich einfach deutlich erwachsener. Und so wirkt es am Ende mit Andrew und Abby etwas creepy weil man das Gefühl hat, dass es einen riesigen Altersunterschied zwischen den beiden gibt. War insgesamt aber echt cool.
Mega schöne Story mit einem guten Maß an geschichtlichem Imput... Beim Lesen wurde ich jedes mal wie in ein anderes Zeitalter katapultiert und habe alles so stark mitgefühlt. Der Schreibstil lässt einen fühlen und träumen. Es ist mal eine ganz andere Story und dazu auch sehr intensiv geschrieben (mitfühlend) Man durchlebt mit Abby eine neue und fremde Welt voller Abenteuer, Gefahren, Leid und Gefühlen
Abby Lynn! Auf Twitter sah ich ein Foto und sofort fühlte ich mich an dieses Buch erinnert. Das wirklich bemerkenswerte ist, dass es 15-16 Jahre her ist und ich es damals nur einmal gelesen habe, dennoch konnte ich mich an die groben Eckdaten erinnern. Abby Lynn fängt in Großbritannien an und endet in Australien - damals noch New South Wales. Es ist ein historisches Jugendbuch, das ungeschönt die Armut und Justiz Anfang des 19. Jahrhunderts zeigt - und die Anfänge der australischen Kolonie. Alles gesponnen um die abenteuerliche Lebensgeschichte von Abby Lynn, einem Mädchen, das hier und da doch die "besonderen" Züge zeigt, die Protagonisten so häufig mitbekommen (sie ist z.B. aus einer guten Familie und erst später in Armut geraten, so dass sie lesen und schreiben kann, was sie an verschiedenen Stellen von den anderen abhebt). Dies stört aber überhaupt nicht. Der Fokus liegt ohnehin nicht auf Charakterentwicklung und zwischenmenschlichen Beziehungen. Abby ist hauptsächlich beharrlich und hier und da ein wenig jähzornig, aber vor allem lernfähig - und das ist auch die Eigenschaft, die sie in einem historischen Jugendbuch braucht. Es sind Bücher wie dieses, die in mir hauptsächlich Begeisterung für Geschichte geweckt und mich historische Dinge gelehrt haben. Geschichtsunterricht in der Schule war im Vergleich dazu meist trocken und auf Fakten, Daten und wichtige Menschen konzentriert. Dabei sind es doch gerade die alltäglichen Lebensumstände, die ein wahres Bild davon vermitteln, wie es damals war. Rainer M. Schröder wird dafür gelobt, sehr korrekt zu recherchieren und in all den Jahren, die seit dem ersten Lesen vergangen sind, habe ich bislang nichts gelernt, was den Fakten im Buch hier widerspricht. Hier und da geht Schröder auf politische Geschehnisse ein - die Rum-Rebellion, William Bligh und John Macarthur werden erwähnt, treten selbst jedoch nicht auf. Es gibt einen Ausblick darauf, wie sich die politische Lage entwickeln wird, was für einige Charaktere in der Geschichte wichtig ist. Diese Stellen fand ich damals wie heute eher uninteressant. Der große Pluspunkt des Buches ist die lebhafte Beschreibung der Szenerie und Umstände, durch die man ein so detailliertes Bild der damaligen Zeit vor Augen bekommt. Ein Stern Abzug nicht etwa, weil es ein Jugendbuch ist oder Schröder die Charaktere hinten anstellt, sondern weil hier und da doch ein etwas belehrender Ton angeschlagen wird, wenn einer der Charaktere etwas falsch macht und es immer deutlich und explizites Feedback gibt. Auch in einem Jugendbuch dürfen manche Fehler einfach stehen gelassen und vom Leser selbst erwartet werden, dass er das Unrecht erkennt, ohne dass es der Hauptcharakter noch ein wenig für ihn rekapituliert.
„Abby Lynn 01 - Verbannt ans Ende der Welt“ von Rainer M. Schröder ist ein stimmungsvoller historischer Roman, der in einer früheren Zeit und einem fremden Land spielt. Der flüssige Schreibstil ist typisch für den Autor und lässt sich sehr angenehm lesen. Als Auftakt der Serie macht die Geschichte neugierig auf mehr. Nichts weltbewegend Neues, aber gut erzählt und insgesamt sehr rund.
Ich möchte kein ungelesenes Buch mehr im Regal stehen zu haben. Bevor neue Bücher kommen, sollen erst sämtliche im Regal gelesen werden. Dabei beginne ich mit der GEOlino Edition, „12 Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur“. Die Bücher stammen aus dem Jahr 2006, den Großteil davon habe ich damals auch gelesen, aber nicht alle. Da ich mich aber an vieles nicht mehr erinnere arbeite ich mich durch die gesamte Reihe. Das zehnte Buch und meins bisheriges Highlight der Reihe ist „Abby Lynn - Verband ans Ende der Welt“ von Rainer M. Schröder. Es handelt sich hierbei um einen historisch inspirierten Roman, der sich, wenn auch mit erfundenen Figuren, nah an realen Ereignissen hält und damalige Geschehnisse abbildet. Schauplatz ist dabei England zu Beginn des 19. Jahrhunderts sowie im Verlauf des Buches die noch junge Kolonie New South Wales, das heutige Australien. In die Kolonie werden Zahlreiche Sträflinge aus England verbannt, um dort als Arbeitskräfte ihre Strafe zu verbüßen. Eine der Sträflinge ist dabei die Hauptprotagonistin der Geschichte. Allein das Thema finde ich überaus spannend und auch ziemlich einzigartig. Über die Geschichte der Kolonie war mir bis zu dem Buch auch wenig bekannt. Das Buch finde ich als, bis auf wenige Ausnahmen, zwar nicht übermäßig spannend aber sehr fesselnd geschrieben. Dies trifft auf den Teil des Buches der noch nicht in der Kolonie spielt meiner Meinung nach aber mehr zu als auf den Zweiten. Die Geschichte bleibt zwar fesselnd, wird aber meiner Meinung nach etwas zu vorhersehbar, mit einigen romantischen Elementen die ich als kritisch betrachte. Die Entwicklung der Hauptcharakterin bleibt dabei aber durchgängig und glaubwürdig. Die Protagonistin möchte ich auch nochmal besonders hervorheben, da es sich um eine sehr gut geschriebenen und vor allem sehr starke Charakterin handelt. Trotz widrigster Umstände hält sie ihre moralischen Werte ein, geht aber in einem sehr glaubhaften und nachvollziehbaren Rahmen an die Grenzen dieser. Auch dies hebt das Buch von den restlichen der GEOlino Edition ab. Es ist eines von nur zwei der Reihe mit weiblicher Protagonistin und das einzige bei der diese ein wirklich starke Charakterin ist. Hierfür sollte die damalige GEOlino Reaktion entsprechend kritisiert werden. Meine Hauptkritik am Buch ist, neben den bereits angesprochenen romantischen Elementen, vor allem die fehlende Auseinandersetzung mit der Rolle der Eingeborenen. Diese werden nur an einer Stelle erwähnt, als eine der Bedrohungen für die Siedler. Es gäbe durchaus einige Charaktere, die es möglich gemacht hätten, den Lesenden zumindest eine deutliche Kritik an dem damaligen Kolonialismus und die einhergehende weitgehende Vernichtung der Indigenen zu vermitteln. An anderer Stelle wird beispielsweise deutliche Kritik am damaligen englischen Justizsystem geübt. Es ist sehr schade und zu bemängeln, dass dies nicht für verschiedene Themen beibehalten wurde. Zudem wird an vielen Stellen ein stereotypisch Rollenbild von Frauen und Männern vermittelt. Da das Buch allerdings wie bereits angesprochen nah an der historischen Realität bleibt, ist dies wohl ein kaum zu umgehendes Problem. Immerhin wird dies durch einige sehr durchsetzungsfähige Frauen zumindest etwas aufgewogen. Abschließend empfinde ich es zudem als schade, dass das Buch der Beginn einer eigenen Reihe ist, die Geschichte ist entsprechend nicht abgeschlossen. Meiner Meinung nach fühlt sich die Geschichte zu Ende erzählt an, insbesondere wenn der angesprochene romantische Teil weggelassen worden wäre. Ich habe nicht das Bedürfnis weitere Teile der Reihe zu lesen, da ich nicht das Gefühl habe, dass die Geschichte dies wirklich hergibt. Lieber hätte ich mir Spinn Offs einiger Nebencharaktere gewünscht. Dennoch kann ich abschließend dieses Buch wirklich sehr empfehlen.
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Rainer M. Schröder, 1951 in Rostock geboren, ist einer der profiliertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren. Mit seinen bis ins kleinste Detail exakt recherchierten und spannend erzählten historischen Jugendromanen begeistert er seit mehr als zehn Jahren seine Leserschaft. Nachdem er viele Jahre ein wahres Nomadenleben mit zahlreichen Abenteuerreisen in alle Erdteile führte, lebt er heute mit seiner Frau in den USA.
Posts
Ein Herzensbuch. Ich habe diese Reihe schon so oft gelesen und liebe sie immer noch. Abby Lynn landet unschuldig im Newgate Gefängnis, die Zustände sind absolut unmenschlich. Verurteilt zu 7 Jahren Verbannung nach Australien als Sträfling versucht sie nicht die Hoffnung zu verlieren und ihre Menschlichkeitzubewahren. Die Geschichte ist tragisch, gefühlvoll, bezaubernd und bewegend. Sie ist lehrreich im Bezug auf die Geschichte der Besiedlung Australiens und den damaligen politischen Verhältnissen. Die Geschichte ist lebendig, mitreißend und Bildgewaltig erzählt und Romantik fehlt auch nicht.
Ich bin positiv überrascht
Ich hatte das Buch aus einem Bücherschrank und hatte keine allzu großen Erwartungen an die Geschichte. Doch es hat mich wirklich positiv überrascht. Die Geschichte ist richtig cool und interessant, es wird nichts beschönigt oder romantisiert, der historische Teil ist super gelungen. Der Schreibstil war nichts weltbewegendes aber er hat Abby und ihre Persönlichkeit perfekt widergespiegelt. Allein die Tatsache dass manche Leute irgendwie nicht so ganz ihrem Alter entsprechen hat mich etwas gestört. Abby wirkte oft jünger als sie eigentlich sein sollte. Rachel wirkte zuerst älter als sie in der Geschichte war und dann plötzlich wieder etwas jünger. Da ist es mir aber noch nicht so aufgefallen wie bei Andrew. Der vergällt sich nämlich wie 25 oder sogar noch etwas älter. Auf der Überfahrt mit dem Schiff müsste er eigentlich ca. 17 gewesen sein, aber er verhält sich einfach deutlich erwachsener. Und so wirkt es am Ende mit Andrew und Abby etwas creepy weil man das Gefühl hat, dass es einen riesigen Altersunterschied zwischen den beiden gibt. War insgesamt aber echt cool.
Mega schöne Story mit einem guten Maß an geschichtlichem Imput... Beim Lesen wurde ich jedes mal wie in ein anderes Zeitalter katapultiert und habe alles so stark mitgefühlt. Der Schreibstil lässt einen fühlen und träumen. Es ist mal eine ganz andere Story und dazu auch sehr intensiv geschrieben (mitfühlend) Man durchlebt mit Abby eine neue und fremde Welt voller Abenteuer, Gefahren, Leid und Gefühlen
Abby Lynn! Auf Twitter sah ich ein Foto und sofort fühlte ich mich an dieses Buch erinnert. Das wirklich bemerkenswerte ist, dass es 15-16 Jahre her ist und ich es damals nur einmal gelesen habe, dennoch konnte ich mich an die groben Eckdaten erinnern. Abby Lynn fängt in Großbritannien an und endet in Australien - damals noch New South Wales. Es ist ein historisches Jugendbuch, das ungeschönt die Armut und Justiz Anfang des 19. Jahrhunderts zeigt - und die Anfänge der australischen Kolonie. Alles gesponnen um die abenteuerliche Lebensgeschichte von Abby Lynn, einem Mädchen, das hier und da doch die "besonderen" Züge zeigt, die Protagonisten so häufig mitbekommen (sie ist z.B. aus einer guten Familie und erst später in Armut geraten, so dass sie lesen und schreiben kann, was sie an verschiedenen Stellen von den anderen abhebt). Dies stört aber überhaupt nicht. Der Fokus liegt ohnehin nicht auf Charakterentwicklung und zwischenmenschlichen Beziehungen. Abby ist hauptsächlich beharrlich und hier und da ein wenig jähzornig, aber vor allem lernfähig - und das ist auch die Eigenschaft, die sie in einem historischen Jugendbuch braucht. Es sind Bücher wie dieses, die in mir hauptsächlich Begeisterung für Geschichte geweckt und mich historische Dinge gelehrt haben. Geschichtsunterricht in der Schule war im Vergleich dazu meist trocken und auf Fakten, Daten und wichtige Menschen konzentriert. Dabei sind es doch gerade die alltäglichen Lebensumstände, die ein wahres Bild davon vermitteln, wie es damals war. Rainer M. Schröder wird dafür gelobt, sehr korrekt zu recherchieren und in all den Jahren, die seit dem ersten Lesen vergangen sind, habe ich bislang nichts gelernt, was den Fakten im Buch hier widerspricht. Hier und da geht Schröder auf politische Geschehnisse ein - die Rum-Rebellion, William Bligh und John Macarthur werden erwähnt, treten selbst jedoch nicht auf. Es gibt einen Ausblick darauf, wie sich die politische Lage entwickeln wird, was für einige Charaktere in der Geschichte wichtig ist. Diese Stellen fand ich damals wie heute eher uninteressant. Der große Pluspunkt des Buches ist die lebhafte Beschreibung der Szenerie und Umstände, durch die man ein so detailliertes Bild der damaligen Zeit vor Augen bekommt. Ein Stern Abzug nicht etwa, weil es ein Jugendbuch ist oder Schröder die Charaktere hinten anstellt, sondern weil hier und da doch ein etwas belehrender Ton angeschlagen wird, wenn einer der Charaktere etwas falsch macht und es immer deutlich und explizites Feedback gibt. Auch in einem Jugendbuch dürfen manche Fehler einfach stehen gelassen und vom Leser selbst erwartet werden, dass er das Unrecht erkennt, ohne dass es der Hauptcharakter noch ein wenig für ihn rekapituliert.
„Abby Lynn 01 - Verbannt ans Ende der Welt“ von Rainer M. Schröder ist ein stimmungsvoller historischer Roman, der in einer früheren Zeit und einem fremden Land spielt. Der flüssige Schreibstil ist typisch für den Autor und lässt sich sehr angenehm lesen. Als Auftakt der Serie macht die Geschichte neugierig auf mehr. Nichts weltbewegend Neues, aber gut erzählt und insgesamt sehr rund.
Ich möchte kein ungelesenes Buch mehr im Regal stehen zu haben. Bevor neue Bücher kommen, sollen erst sämtliche im Regal gelesen werden. Dabei beginne ich mit der GEOlino Edition, „12 Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur“. Die Bücher stammen aus dem Jahr 2006, den Großteil davon habe ich damals auch gelesen, aber nicht alle. Da ich mich aber an vieles nicht mehr erinnere arbeite ich mich durch die gesamte Reihe. Das zehnte Buch und meins bisheriges Highlight der Reihe ist „Abby Lynn - Verband ans Ende der Welt“ von Rainer M. Schröder. Es handelt sich hierbei um einen historisch inspirierten Roman, der sich, wenn auch mit erfundenen Figuren, nah an realen Ereignissen hält und damalige Geschehnisse abbildet. Schauplatz ist dabei England zu Beginn des 19. Jahrhunderts sowie im Verlauf des Buches die noch junge Kolonie New South Wales, das heutige Australien. In die Kolonie werden Zahlreiche Sträflinge aus England verbannt, um dort als Arbeitskräfte ihre Strafe zu verbüßen. Eine der Sträflinge ist dabei die Hauptprotagonistin der Geschichte. Allein das Thema finde ich überaus spannend und auch ziemlich einzigartig. Über die Geschichte der Kolonie war mir bis zu dem Buch auch wenig bekannt. Das Buch finde ich als, bis auf wenige Ausnahmen, zwar nicht übermäßig spannend aber sehr fesselnd geschrieben. Dies trifft auf den Teil des Buches der noch nicht in der Kolonie spielt meiner Meinung nach aber mehr zu als auf den Zweiten. Die Geschichte bleibt zwar fesselnd, wird aber meiner Meinung nach etwas zu vorhersehbar, mit einigen romantischen Elementen die ich als kritisch betrachte. Die Entwicklung der Hauptcharakterin bleibt dabei aber durchgängig und glaubwürdig. Die Protagonistin möchte ich auch nochmal besonders hervorheben, da es sich um eine sehr gut geschriebenen und vor allem sehr starke Charakterin handelt. Trotz widrigster Umstände hält sie ihre moralischen Werte ein, geht aber in einem sehr glaubhaften und nachvollziehbaren Rahmen an die Grenzen dieser. Auch dies hebt das Buch von den restlichen der GEOlino Edition ab. Es ist eines von nur zwei der Reihe mit weiblicher Protagonistin und das einzige bei der diese ein wirklich starke Charakterin ist. Hierfür sollte die damalige GEOlino Reaktion entsprechend kritisiert werden. Meine Hauptkritik am Buch ist, neben den bereits angesprochenen romantischen Elementen, vor allem die fehlende Auseinandersetzung mit der Rolle der Eingeborenen. Diese werden nur an einer Stelle erwähnt, als eine der Bedrohungen für die Siedler. Es gäbe durchaus einige Charaktere, die es möglich gemacht hätten, den Lesenden zumindest eine deutliche Kritik an dem damaligen Kolonialismus und die einhergehende weitgehende Vernichtung der Indigenen zu vermitteln. An anderer Stelle wird beispielsweise deutliche Kritik am damaligen englischen Justizsystem geübt. Es ist sehr schade und zu bemängeln, dass dies nicht für verschiedene Themen beibehalten wurde. Zudem wird an vielen Stellen ein stereotypisch Rollenbild von Frauen und Männern vermittelt. Da das Buch allerdings wie bereits angesprochen nah an der historischen Realität bleibt, ist dies wohl ein kaum zu umgehendes Problem. Immerhin wird dies durch einige sehr durchsetzungsfähige Frauen zumindest etwas aufgewogen. Abschließend empfinde ich es zudem als schade, dass das Buch der Beginn einer eigenen Reihe ist, die Geschichte ist entsprechend nicht abgeschlossen. Meiner Meinung nach fühlt sich die Geschichte zu Ende erzählt an, insbesondere wenn der angesprochene romantische Teil weggelassen worden wäre. Ich habe nicht das Bedürfnis weitere Teile der Reihe zu lesen, da ich nicht das Gefühl habe, dass die Geschichte dies wirklich hergibt. Lieber hätte ich mir Spinn Offs einiger Nebencharaktere gewünscht. Dennoch kann ich abschließend dieses Buch wirklich sehr empfehlen.











