Unten im Tal
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Description
Zwei Bäume pflanzte ein Vater vor seinem Haus, einen für jedes Kind. Der erste, eine Lärche, ist wie Luigi, hart und zerbrechlich. In 37 Jahren hat Luigi nie das Tal verlassen, seine Frau Betta und er verliebten sich beim Baden in den Flusstümpeln zwischen den weißen Birken. Nun erwarten sie ein kleines Mädchen. Der zweite Baum, die robustere Fichte, die auf der Schattenseite gedeiht, ist wie der streitsüchtige Fredo. Vor Jahren kehrte er seiner Heimat den Rücken. Jetzt ist er ins Tal zurückgekehrt, um sich nach dem Tod des Vaters vom Elternhaus und seiner Herkunft zu befreien. Die beiden Brüder trennt mehr als sie verbindet und doch wachsen ihre Wurzeln in derselben Erde ...
Paolo Cognetti erzählt die spannende, verdichtete Geschichte eines Loyalitätskonflikts. Nicht nur die Natur im Piemont wird auf wundervolle Weise in Worte gebannt, sondern auch seine eigenwilligen Menschen, die sich durch den Einzug der Moderne und des Fortschritts unwiederbringlich verändern müssen.
Questo libro è stato tradotto grazie ad un contributo alla traduzione assegnato dal Ministero degli Affari Esteri e della Cooperazione Internazionale italiano.
Dieses Buch wurde übersetzt dank einer Übersetzungsförderung des italienischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Kooperation.
Book Information
Author Description
Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt seine Zeit am liebsten im Hochgebirge, und seine Erlebnisse in der kargen Bergwelt inspirieren den Mathematiker und Filmemacher zum Schreiben. Für seinen internationalen Bestseller Acht Berge erhielt er u. a. den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega. Der Roman wurde für das Kino verfilmt und mit dem Preis der Jury in Cannes ausgezeichnet. In Unten im Tal kehrt Paolo Cognetti zurück in die atemberaubende Hochgebirgswelt. Von der Kritik und dem Publikum gleichermaßen gefeiert, gehört er zu den renommiertesten Persönlichkeiten Italiens.
Posts
Dieses Mal hat mich Cognetti nicht ganz erreicht.
Die Valesia hat als Zufluchtsort für Verfolgte und Minderheiten eine lange Tradition und gilt als Regenloch Italiens. Und genau dort spielt die Geschichte zweier Brüder in Paolo Cognettis neuem Romsn "Unten im Tal". In der Geschichte geht es im Kern um den Loyalitätskonflikt der beiden Brüder Luigi und Alfredo. Beide sind in einem abgelegenen Haus in Fontana Fredda, auf der Sonnenseite des Tals, aufgewachsen. Alfredo ist ein streitsüchtiger Geselle und hat der Valesia den Rücken gekehrt, um in Kanada als Holzfäller seinen Lebensunterhalt zu verdingen. Luigi hingegen hat das Tal nie verlassen und erwartet mit seiner Frau Elisabetta das erste Kind. Als Forstpolizist sorgt er im Tal für Ordnung. Nach dem Tod des Vaters kehrt Alfredo ins Tal zurück, um sich endgültig von seiner Herkunft zu befreien. Alfredo und Luigi trennt mehr als sie verbindet und doch haben sie die gleichen Wurzeln. Ich liebe die einfache, teils poetische Sprache Cognettis. Doch mit "Unten im Tal" konnte Cognetti mich zum ersten Mal nicht ganz abholen. Woran das liegt, kann ich gar nicht so genau sagen. Irgendetwas fehlte mir dieses Mal. Weder kam dieses melancholische Gefühl auf, das ich sonst bei seinen Büchern habe, noch konnte ich mich gut in die Geschichte reinfühlen. Was mir allerdings wieder sehr gut gefallen hat, waren die Beschreibungen des Tals und die Bilder der wundervollen Landschaft, die Cognetti entstehen lässt. Er schafft es jedes Mal aufs Neue meine Sehnsucht nach diesen ruhigen Fleckchen zu wecken, wo seine Geschichten spielen.

Die Brüder Luigi und Fredo wachsen in einem abgelegenen Alpendorf auf. Luigi bleibt dort, verwurzelt in der kargen Landschaft, empfindsam und still. Fredo dagegen hat das Tal verlassen – bis er nach Jahren zurückkehrt, vor allem nach dem Tod des Vaters. Im Zusammenprall der beiden Lebensentwürfe zeigt sich der Zwiespalt zwischen Bleiben und Gehen, zwischen Herkunft und Freiheit. Die Berge sind dabei nicht bloß Kulisse, sondern prägen die Figuren und ihr Schicksal. Ein ruhiger, poetischer Roman, der in wenigen Seiten viel Tiefe entfaltet. Cognetti erzählt in einer schlichten, klaren Sprache, die die Bergwelt atmosphärisch dicht einfängt. Im Vergleich zu Acht Berge oder Das Glück des Wolfes wirkt die Geschichte noch konzentrierter – weniger Handlung, mehr Stimmungen und Reflexion.
Cognetti mal etwas anders
In diesem Buch schreibt Cognetti über das Tal Valsesia, das in den italienischen Alpen liegt. Die Geschichte handelt von zwei Brüdern, die sich nach langer Zeit wiedersehen, da ihr Vater gestorben ist. Die Geschichte ist in mehrere Teile gegliedert, wobei sie jeweils aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Der erste Teil ist aus der Sicht einer Hündin erzählt, der zweite aus der Sicht des einen Bruders, der noch in Valsesia lebt, der zweite aus derjenigen seines jüngeren Bruders, der dritte aus der Sicht der Frau des älteren Bruders, und der letzte wiederum aus derjenigen des älteren Bruders. Dabei sind alle Sichtweisen verstrickt und haben Berührungspunkte. Nach und nach erfahren wir vieles über die Vergangenheit der Brüder und deren Beziehung zu ihrem Vater. Cognetti verwendet hier teilweise Stilmittel, die an Jack London erinnern, gerade in Bezug auf die Hündin. Eine sehr spezielle Geschichte im üblichen Cognetti Stil ( modern wohl als "slow burn" zu bezeichnen). Gleichzeitig geht es aber auch um das Thema der Veränderung, der Zerstörung von Natut durch den "Fortschritt". Zum Beginn und Ende sind ausserdem noch, teilweise von ihm angepasste Gedichte vorhanden, die in Bezug zur Geschichte stehen. Im Nachwort zeigt er auf, dass die Inspiration zu dieser Geschichte aus dem Album "Nebraska" von Bruce Springsteen stammt. Wohl bis anhin das persönlichste Buch Cognettis, das seinem gewohnten Stil treu bleibt und dennoch etwas anders ist.
Beeindruckend atmosphärisch!
Die Geschichte über einige Bewohner eines Tals. Paulo Cognetti kann unglaublich gut gewaltige Atmosphären und Bilder mit seinen Worten schaffen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie er auf vergleichsweise wenigen Seiten es schafft, die Tiefe seiner Charaktere zu zeichnen - so bedrückend es manchmal auch sein mag. Die Tragik der miteinander verbundenen Protagonisten war gleichzeitig schwermütig und hoffnungsvoll. Eine großartige Lektüre für einen ruhigen Abend, über die man noch ein wenig nachdenkt im Anschluss.
Zum Nachdenken anregend
Sehr philosophisch, leise und langsam, trotz des Spannungsbogens. Es beginnt bei den wild laufenden Hunden um dann doch bei den Menschen zu enden. Ich fand den Perspektivwechsel, die Schreibweise großartig. Reinsten Lesevergnügen. Es ist eine wunderbar Stille Geschichte, die mich richtig gut 'runterkommen ließ! Meine ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG für alle, die meine Beschreibung und der Klappentext anspricht.

Description
Zwei Bäume pflanzte ein Vater vor seinem Haus, einen für jedes Kind. Der erste, eine Lärche, ist wie Luigi, hart und zerbrechlich. In 37 Jahren hat Luigi nie das Tal verlassen, seine Frau Betta und er verliebten sich beim Baden in den Flusstümpeln zwischen den weißen Birken. Nun erwarten sie ein kleines Mädchen. Der zweite Baum, die robustere Fichte, die auf der Schattenseite gedeiht, ist wie der streitsüchtige Fredo. Vor Jahren kehrte er seiner Heimat den Rücken. Jetzt ist er ins Tal zurückgekehrt, um sich nach dem Tod des Vaters vom Elternhaus und seiner Herkunft zu befreien. Die beiden Brüder trennt mehr als sie verbindet und doch wachsen ihre Wurzeln in derselben Erde ...
Paolo Cognetti erzählt die spannende, verdichtete Geschichte eines Loyalitätskonflikts. Nicht nur die Natur im Piemont wird auf wundervolle Weise in Worte gebannt, sondern auch seine eigenwilligen Menschen, die sich durch den Einzug der Moderne und des Fortschritts unwiederbringlich verändern müssen.
Questo libro è stato tradotto grazie ad un contributo alla traduzione assegnato dal Ministero degli Affari Esteri e della Cooperazione Internazionale italiano.
Dieses Buch wurde übersetzt dank einer Übersetzungsförderung des italienischen Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten und internationale Kooperation.
Book Information
Author Description
Paolo Cognetti, 1978 in Mailand geboren, verbringt seine Zeit am liebsten im Hochgebirge, und seine Erlebnisse in der kargen Bergwelt inspirieren den Mathematiker und Filmemacher zum Schreiben. Für seinen internationalen Bestseller Acht Berge erhielt er u. a. den renommiertesten italienischen Literaturpreis, den Premio Strega. Der Roman wurde für das Kino verfilmt und mit dem Preis der Jury in Cannes ausgezeichnet. In Unten im Tal kehrt Paolo Cognetti zurück in die atemberaubende Hochgebirgswelt. Von der Kritik und dem Publikum gleichermaßen gefeiert, gehört er zu den renommiertesten Persönlichkeiten Italiens.
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Dieses Mal hat mich Cognetti nicht ganz erreicht.
Die Valesia hat als Zufluchtsort für Verfolgte und Minderheiten eine lange Tradition und gilt als Regenloch Italiens. Und genau dort spielt die Geschichte zweier Brüder in Paolo Cognettis neuem Romsn "Unten im Tal". In der Geschichte geht es im Kern um den Loyalitätskonflikt der beiden Brüder Luigi und Alfredo. Beide sind in einem abgelegenen Haus in Fontana Fredda, auf der Sonnenseite des Tals, aufgewachsen. Alfredo ist ein streitsüchtiger Geselle und hat der Valesia den Rücken gekehrt, um in Kanada als Holzfäller seinen Lebensunterhalt zu verdingen. Luigi hingegen hat das Tal nie verlassen und erwartet mit seiner Frau Elisabetta das erste Kind. Als Forstpolizist sorgt er im Tal für Ordnung. Nach dem Tod des Vaters kehrt Alfredo ins Tal zurück, um sich endgültig von seiner Herkunft zu befreien. Alfredo und Luigi trennt mehr als sie verbindet und doch haben sie die gleichen Wurzeln. Ich liebe die einfache, teils poetische Sprache Cognettis. Doch mit "Unten im Tal" konnte Cognetti mich zum ersten Mal nicht ganz abholen. Woran das liegt, kann ich gar nicht so genau sagen. Irgendetwas fehlte mir dieses Mal. Weder kam dieses melancholische Gefühl auf, das ich sonst bei seinen Büchern habe, noch konnte ich mich gut in die Geschichte reinfühlen. Was mir allerdings wieder sehr gut gefallen hat, waren die Beschreibungen des Tals und die Bilder der wundervollen Landschaft, die Cognetti entstehen lässt. Er schafft es jedes Mal aufs Neue meine Sehnsucht nach diesen ruhigen Fleckchen zu wecken, wo seine Geschichten spielen.

Die Brüder Luigi und Fredo wachsen in einem abgelegenen Alpendorf auf. Luigi bleibt dort, verwurzelt in der kargen Landschaft, empfindsam und still. Fredo dagegen hat das Tal verlassen – bis er nach Jahren zurückkehrt, vor allem nach dem Tod des Vaters. Im Zusammenprall der beiden Lebensentwürfe zeigt sich der Zwiespalt zwischen Bleiben und Gehen, zwischen Herkunft und Freiheit. Die Berge sind dabei nicht bloß Kulisse, sondern prägen die Figuren und ihr Schicksal. Ein ruhiger, poetischer Roman, der in wenigen Seiten viel Tiefe entfaltet. Cognetti erzählt in einer schlichten, klaren Sprache, die die Bergwelt atmosphärisch dicht einfängt. Im Vergleich zu Acht Berge oder Das Glück des Wolfes wirkt die Geschichte noch konzentrierter – weniger Handlung, mehr Stimmungen und Reflexion.
Cognetti mal etwas anders
In diesem Buch schreibt Cognetti über das Tal Valsesia, das in den italienischen Alpen liegt. Die Geschichte handelt von zwei Brüdern, die sich nach langer Zeit wiedersehen, da ihr Vater gestorben ist. Die Geschichte ist in mehrere Teile gegliedert, wobei sie jeweils aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt wird. Der erste Teil ist aus der Sicht einer Hündin erzählt, der zweite aus der Sicht des einen Bruders, der noch in Valsesia lebt, der zweite aus derjenigen seines jüngeren Bruders, der dritte aus der Sicht der Frau des älteren Bruders, und der letzte wiederum aus derjenigen des älteren Bruders. Dabei sind alle Sichtweisen verstrickt und haben Berührungspunkte. Nach und nach erfahren wir vieles über die Vergangenheit der Brüder und deren Beziehung zu ihrem Vater. Cognetti verwendet hier teilweise Stilmittel, die an Jack London erinnern, gerade in Bezug auf die Hündin. Eine sehr spezielle Geschichte im üblichen Cognetti Stil ( modern wohl als "slow burn" zu bezeichnen). Gleichzeitig geht es aber auch um das Thema der Veränderung, der Zerstörung von Natut durch den "Fortschritt". Zum Beginn und Ende sind ausserdem noch, teilweise von ihm angepasste Gedichte vorhanden, die in Bezug zur Geschichte stehen. Im Nachwort zeigt er auf, dass die Inspiration zu dieser Geschichte aus dem Album "Nebraska" von Bruce Springsteen stammt. Wohl bis anhin das persönlichste Buch Cognettis, das seinem gewohnten Stil treu bleibt und dennoch etwas anders ist.
Beeindruckend atmosphärisch!
Die Geschichte über einige Bewohner eines Tals. Paulo Cognetti kann unglaublich gut gewaltige Atmosphären und Bilder mit seinen Worten schaffen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie er auf vergleichsweise wenigen Seiten es schafft, die Tiefe seiner Charaktere zu zeichnen - so bedrückend es manchmal auch sein mag. Die Tragik der miteinander verbundenen Protagonisten war gleichzeitig schwermütig und hoffnungsvoll. Eine großartige Lektüre für einen ruhigen Abend, über die man noch ein wenig nachdenkt im Anschluss.
Zum Nachdenken anregend
Sehr philosophisch, leise und langsam, trotz des Spannungsbogens. Es beginnt bei den wild laufenden Hunden um dann doch bei den Menschen zu enden. Ich fand den Perspektivwechsel, die Schreibweise großartig. Reinsten Lesevergnügen. Es ist eine wunderbar Stille Geschichte, die mich richtig gut 'runterkommen ließ! Meine ABSOLUTE LESE EMPFEHLUNG für alle, die meine Beschreibung und der Klappentext anspricht.














