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Description
Der neue Roman von Bestseller-Autor Timur Vermes
Eine scheinbar ganz alltägliche Situation: Nur noch fünf U-Bahn-Stationen trennen die junge Lektorin Anke Lohm von einer Dusche und dem frisch bezogenen Bett im Gästezimmer ihrer besten Freundin.
Zwar nervt sie nach einer Bahnreise mit allen Komplikationen der einzige andere Fahrgast im leeren Zug, aber beim nächsten Halt will der junge Mann aussteigen, und dann ist endlich, endlich Ruhe. Sollte diese nächste Station nicht eigentlich längst da sein?
Aus zwei Minuten werden fünf, dann zehn, zwanzig, in denen die Bahn ungebremst durch die endlose Dunkelheit schießt. Und Anke Lohm ahnt, dass dies mehr sein könnte als nur eine U-Bahn-Fahrt: der größte Fehler ihres Lebens.
Suggestiv erzählt, überraschend und nicht mehr aus der Hand zu legen: Timur Vermes erweist sich als Virtuose literarischer Spannung.
Für alle, die erleben wollen, auf welche Abwege man in der U-Bahn geraten kann.
Book Information
Author Description
Timur Vermes wurde 1967 in Nürnberg als Sohn einer Deutschen und eines Ungarn geboren. Er studierte in Erlangen Geschichte und Politik und arbeitete anschließend als Journalist und Ghostwriter. Er schrieb bis 2001 für die Abendzeitung und den Kölner Express und später für mehrere Magazine. Sein 2012 erschienener Roman Er ist wieder da ist eines der erfolgreichsten deutschen Debüts der letzten Jahrzehnte. Sein zweiter Roman Die Hungrigen und die Satten stand 2018 wochenlang auf der Bestsellerliste.
Posts
Weniger ist nicht immer mehr.
Diese Buch war ein Geschenk in meinem '23 Adventskalender. Das Konzept oder eher der Schreibstil erschien mir anfangs interessant aber wurde mit jeder Seite verwirrender. Am Ende blieb ich mit der Frage zurück was dieses Buch überhaupt darstellen soll. Es wirkt auf den ersten Blick besonders, aber bei genauem Hinsehen wird man leider enttäuscht. Die seitenlange Aneinanderreihung einzelner Worte die einen Sinn ergeben erschienen mir schlussendlich wie die Rohfassung oder das Brainstorming einer Geschichte die man dann doch nicht richtig schreiben aber dennoch verkaufen wollte.

Extrem interessante Idee. Das Buch ist mehr Gedicht als Roman. Es wird nicht nur mit lautmalerischen Begriffen gearbeitet sondern auch typographisch mit dem Layout. Die Gedankenwelt der Protagonistin wird nicht einfach beschrieben sondern ungefiltert wieder gegeben und man identifiziert sich schnell mit ihr, nachdem man sich an den Schreibstil gewöhnt hat. Wäre das Ende nicht unendlich enttäuschend (evtl auch Geschmackssache, wer auf !!!spoiler!!! Offene Enden steht), definitv 5 Sterne.
„Es treffen sich zwei in der U-Bahn und werden gleichzeitig wahnsinnig?“ Wer hat es nicht schon mal erlebt? Man erreicht mit Müh und Not in letzter Minute den Bahnhof und nichts fährt ab, wo es soll. Und so macht sich auch Anke in Hannover auf die Suche nach der richtigen U-Bahn-Linie, die sie zu ihrer Freundin bringt. Noch vier, fünf Stationen und das frisch bezogene Gästebett wartet. Aber erstmal durch verwinkelte Gänge, Sackgasse, im Kreis laufen, nachfragen. „Geht auch die U8.“ Gefunden, einsteigen, nur kurz den Kopf gegen die Scheibe. Und plötzlich rast die U8 mit Anke und einem jungen Typ scheinbar ins unendliche Nichts. Ohne anzuhalten, keine Bahnhöfe, nichts. Es ist ein sehr eigenwilliges Werk, mit dem Timur Vermes die Leser überrascht. Ein Stakkato ähnlicher Text, Satzbrocken, Zweiwortsätze, Wortwiederholungen, Spielereien mit der Schrift. Nach dem Überraschungsmoment zu Beginn des Buches, gepaart mit dem Wissen, dass die U8-Reise 160 Seiten lang sein wird, wollte ich wissen, wie das verrückte Spiel ausgehen wird. Ja, es passt zum Rest der Geschichte. Man kann dieses Buch schulterzuckend lesen und zur Seite legen. Oder man denkt darüber nach, ob diese Irrfahrt vielleicht auch sinnbildlich für unser Leben stehen könnte. Ich hab das Buch gelesen, aber empfehlen würde ich im Nachhinein das Hörbuch.
Ist das Kunst oder kann das weg?
Die Antwort auf diese Frage liegt sicher beim Betrachter. Und im Bezug auf dieses Buch wäre die Antwort wohl bestenfalls: weiß ich nicht. Die Idee der Geschichte ist gut, spannend verpackt, aber am Ende bloß wie ein Fiebertraum. Der Schreibstil ist bestenfalls exzentrisch, versucht manchmal beinahe krampfhaft, besonders zu sein, stiftet dabei aber nur Verwirrung. Besonders und auffällig ist eben nicht gleichzusetzen mit Genialität. Was uns Timur Vermes im Endeffekt mit dieser Geschichte sagen wollte, bleibt ungeklärt, genau wie die Frage, ob man darüber überhaupt nachdenken sollte.
Mit Abstand das abgedrehteste Buch, dass ich seit langem in der Hand hatte. Irgendwie spannend, interessanter aber gewöhnungsbedürftiger Schreibstil mit einer kreativen Nutzung des Schriftbildes und einem Ende das mich mit mehr Fragen als Antworten zurücklässt. Insgesamt liest es sich wie ein Schreibexperiment auf Drogen. Kann man lesen. Muss man aber nicht.
Wer kennt sie nicht?! Die Probleme mit der Deutschen Bahn: Verspätungen, Ausfälle, Schienenersatzverkehr. Offensichtlich davon inspiriert, hat Timur Vermes einen einzigartigen Roman erschaffen. Der Schreibstil mag für viele sehr gewöhnungsbedürftig sein. Experimentell. Holophrastisch. Mir hat das gut gefallen, da es eine willkommene Abwechslung zum "normalen" Prosa war. Außerdem fand ich, dass so die Gedanken von Anke sehr realistisch abgebildet wurden. Der Fokus lag auf dem Eigentlichen und wurde nicht durch viele Umschreibungen getrübt. An einigen Stellen musste ich lachen, weil die Dialoge und Gedanken lustig oder einfach absurd waren. Dabei handelten die Figuren ihrer Panik entsprechend und nicht immer wohlüberlegt. Timur Vermes unterstreicht mit gut platzierten gestalterischen Mitteln, wie Veränderungen in der Schriftart oder Seitenfarbe die Wirkung seiner Worte. Beim Lesen hatte ich mehr als einmal einen "Wow-Effekt". Die Idee des Romans und auch den Spannungsaufbau fand ich super! Das Ende war dafür umso enttäuschender. Irgendwie wird man als Leser*in im Regen stehen gelassen. Das ist meiner Ansicht nach der einzige, aber große Minuspunkt an U. Ich empfehle vor dem Kauf, einen Blick ins Buch zu werfen. Wer den Schreibstil zu abschreckend findet, sollte es stehen lassen. Ansonsten ist U eine sehr kurzweilige und unterhaltsame Lektüre.
Nach "Er ist wieder da" habe ich Timur Vermes einigermassen aus den Augen verloren. Bis er mir in der Bibliothek mit diesem Buch wieder begegnet ist. Natürlich kam es sofort mit nach Hause. Vermes bedient sich in diesem Werk einer speziellen Erzähltechnik, wie die auch in House of Leaves verwendet wird. Wer sich also noch nicht wirklich an dieses umfangreiche Werk herantraut, kann sich erst einmal mit Vermes aufwärmen. Dabei erzeugt der Autor mit einzelnen Worten enorm viel Stimmung. Ich fühlte mich hier unwohler als bei der Lektüre so manchen Horrorbuches. Was, wenn so etwas wirklich mal passiert? Wenn man einfach in der Dunkelheit festsitzt und keinen Ausweg mehr findet? Man nicht versteht, was passiert, und einem niemand glaubt? Beengend, schaurig, grausig. Ich war so sehr in diesem Werk drin, dass ich mich stoppen musste. Nicht zu viel, sonst verliert es seine Wirkung! Also nur portionenweise geniessen. Lesen, schaudern, weiterlesen. Manchmal verliert sich der Effekt ein wenig, manchmal verstand ich auch nicht ganz, was geschehen ist, aber ich störte mich nicht daran. Nahm es als Verschnaufspause, bevor die U-Bahn wieder an Fahrt aufnimmt. Dieses Buch war wieder einmal ein Glücksfund und hat sich innert kürzester Zeit zu einem Monatshighlight im Februar entwickelt. Wer Mühe mit der Dunkelheit und engen Räumen hat, sollte es sich aber gut überlegen, ob er/sie sich auf diese Fahrt begeben möchte...
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Der neue Roman von Bestseller-Autor Timur Vermes
Eine scheinbar ganz alltägliche Situation: Nur noch fünf U-Bahn-Stationen trennen die junge Lektorin Anke Lohm von einer Dusche und dem frisch bezogenen Bett im Gästezimmer ihrer besten Freundin.
Zwar nervt sie nach einer Bahnreise mit allen Komplikationen der einzige andere Fahrgast im leeren Zug, aber beim nächsten Halt will der junge Mann aussteigen, und dann ist endlich, endlich Ruhe. Sollte diese nächste Station nicht eigentlich längst da sein?
Aus zwei Minuten werden fünf, dann zehn, zwanzig, in denen die Bahn ungebremst durch die endlose Dunkelheit schießt. Und Anke Lohm ahnt, dass dies mehr sein könnte als nur eine U-Bahn-Fahrt: der größte Fehler ihres Lebens.
Suggestiv erzählt, überraschend und nicht mehr aus der Hand zu legen: Timur Vermes erweist sich als Virtuose literarischer Spannung.
Für alle, die erleben wollen, auf welche Abwege man in der U-Bahn geraten kann.
Book Information
Author Description
Timur Vermes wurde 1967 in Nürnberg als Sohn einer Deutschen und eines Ungarn geboren. Er studierte in Erlangen Geschichte und Politik und arbeitete anschließend als Journalist und Ghostwriter. Er schrieb bis 2001 für die Abendzeitung und den Kölner Express und später für mehrere Magazine. Sein 2012 erschienener Roman Er ist wieder da ist eines der erfolgreichsten deutschen Debüts der letzten Jahrzehnte. Sein zweiter Roman Die Hungrigen und die Satten stand 2018 wochenlang auf der Bestsellerliste.
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Weniger ist nicht immer mehr.
Diese Buch war ein Geschenk in meinem '23 Adventskalender. Das Konzept oder eher der Schreibstil erschien mir anfangs interessant aber wurde mit jeder Seite verwirrender. Am Ende blieb ich mit der Frage zurück was dieses Buch überhaupt darstellen soll. Es wirkt auf den ersten Blick besonders, aber bei genauem Hinsehen wird man leider enttäuscht. Die seitenlange Aneinanderreihung einzelner Worte die einen Sinn ergeben erschienen mir schlussendlich wie die Rohfassung oder das Brainstorming einer Geschichte die man dann doch nicht richtig schreiben aber dennoch verkaufen wollte.

Extrem interessante Idee. Das Buch ist mehr Gedicht als Roman. Es wird nicht nur mit lautmalerischen Begriffen gearbeitet sondern auch typographisch mit dem Layout. Die Gedankenwelt der Protagonistin wird nicht einfach beschrieben sondern ungefiltert wieder gegeben und man identifiziert sich schnell mit ihr, nachdem man sich an den Schreibstil gewöhnt hat. Wäre das Ende nicht unendlich enttäuschend (evtl auch Geschmackssache, wer auf !!!spoiler!!! Offene Enden steht), definitv 5 Sterne.
„Es treffen sich zwei in der U-Bahn und werden gleichzeitig wahnsinnig?“ Wer hat es nicht schon mal erlebt? Man erreicht mit Müh und Not in letzter Minute den Bahnhof und nichts fährt ab, wo es soll. Und so macht sich auch Anke in Hannover auf die Suche nach der richtigen U-Bahn-Linie, die sie zu ihrer Freundin bringt. Noch vier, fünf Stationen und das frisch bezogene Gästebett wartet. Aber erstmal durch verwinkelte Gänge, Sackgasse, im Kreis laufen, nachfragen. „Geht auch die U8.“ Gefunden, einsteigen, nur kurz den Kopf gegen die Scheibe. Und plötzlich rast die U8 mit Anke und einem jungen Typ scheinbar ins unendliche Nichts. Ohne anzuhalten, keine Bahnhöfe, nichts. Es ist ein sehr eigenwilliges Werk, mit dem Timur Vermes die Leser überrascht. Ein Stakkato ähnlicher Text, Satzbrocken, Zweiwortsätze, Wortwiederholungen, Spielereien mit der Schrift. Nach dem Überraschungsmoment zu Beginn des Buches, gepaart mit dem Wissen, dass die U8-Reise 160 Seiten lang sein wird, wollte ich wissen, wie das verrückte Spiel ausgehen wird. Ja, es passt zum Rest der Geschichte. Man kann dieses Buch schulterzuckend lesen und zur Seite legen. Oder man denkt darüber nach, ob diese Irrfahrt vielleicht auch sinnbildlich für unser Leben stehen könnte. Ich hab das Buch gelesen, aber empfehlen würde ich im Nachhinein das Hörbuch.
Ist das Kunst oder kann das weg?
Die Antwort auf diese Frage liegt sicher beim Betrachter. Und im Bezug auf dieses Buch wäre die Antwort wohl bestenfalls: weiß ich nicht. Die Idee der Geschichte ist gut, spannend verpackt, aber am Ende bloß wie ein Fiebertraum. Der Schreibstil ist bestenfalls exzentrisch, versucht manchmal beinahe krampfhaft, besonders zu sein, stiftet dabei aber nur Verwirrung. Besonders und auffällig ist eben nicht gleichzusetzen mit Genialität. Was uns Timur Vermes im Endeffekt mit dieser Geschichte sagen wollte, bleibt ungeklärt, genau wie die Frage, ob man darüber überhaupt nachdenken sollte.
Mit Abstand das abgedrehteste Buch, dass ich seit langem in der Hand hatte. Irgendwie spannend, interessanter aber gewöhnungsbedürftiger Schreibstil mit einer kreativen Nutzung des Schriftbildes und einem Ende das mich mit mehr Fragen als Antworten zurücklässt. Insgesamt liest es sich wie ein Schreibexperiment auf Drogen. Kann man lesen. Muss man aber nicht.
Wer kennt sie nicht?! Die Probleme mit der Deutschen Bahn: Verspätungen, Ausfälle, Schienenersatzverkehr. Offensichtlich davon inspiriert, hat Timur Vermes einen einzigartigen Roman erschaffen. Der Schreibstil mag für viele sehr gewöhnungsbedürftig sein. Experimentell. Holophrastisch. Mir hat das gut gefallen, da es eine willkommene Abwechslung zum "normalen" Prosa war. Außerdem fand ich, dass so die Gedanken von Anke sehr realistisch abgebildet wurden. Der Fokus lag auf dem Eigentlichen und wurde nicht durch viele Umschreibungen getrübt. An einigen Stellen musste ich lachen, weil die Dialoge und Gedanken lustig oder einfach absurd waren. Dabei handelten die Figuren ihrer Panik entsprechend und nicht immer wohlüberlegt. Timur Vermes unterstreicht mit gut platzierten gestalterischen Mitteln, wie Veränderungen in der Schriftart oder Seitenfarbe die Wirkung seiner Worte. Beim Lesen hatte ich mehr als einmal einen "Wow-Effekt". Die Idee des Romans und auch den Spannungsaufbau fand ich super! Das Ende war dafür umso enttäuschender. Irgendwie wird man als Leser*in im Regen stehen gelassen. Das ist meiner Ansicht nach der einzige, aber große Minuspunkt an U. Ich empfehle vor dem Kauf, einen Blick ins Buch zu werfen. Wer den Schreibstil zu abschreckend findet, sollte es stehen lassen. Ansonsten ist U eine sehr kurzweilige und unterhaltsame Lektüre.
Nach "Er ist wieder da" habe ich Timur Vermes einigermassen aus den Augen verloren. Bis er mir in der Bibliothek mit diesem Buch wieder begegnet ist. Natürlich kam es sofort mit nach Hause. Vermes bedient sich in diesem Werk einer speziellen Erzähltechnik, wie die auch in House of Leaves verwendet wird. Wer sich also noch nicht wirklich an dieses umfangreiche Werk herantraut, kann sich erst einmal mit Vermes aufwärmen. Dabei erzeugt der Autor mit einzelnen Worten enorm viel Stimmung. Ich fühlte mich hier unwohler als bei der Lektüre so manchen Horrorbuches. Was, wenn so etwas wirklich mal passiert? Wenn man einfach in der Dunkelheit festsitzt und keinen Ausweg mehr findet? Man nicht versteht, was passiert, und einem niemand glaubt? Beengend, schaurig, grausig. Ich war so sehr in diesem Werk drin, dass ich mich stoppen musste. Nicht zu viel, sonst verliert es seine Wirkung! Also nur portionenweise geniessen. Lesen, schaudern, weiterlesen. Manchmal verliert sich der Effekt ein wenig, manchmal verstand ich auch nicht ganz, was geschehen ist, aber ich störte mich nicht daran. Nahm es als Verschnaufspause, bevor die U-Bahn wieder an Fahrt aufnimmt. Dieses Buch war wieder einmal ein Glücksfund und hat sich innert kürzester Zeit zu einem Monatshighlight im Februar entwickelt. Wer Mühe mit der Dunkelheit und engen Räumen hat, sollte es sich aber gut überlegen, ob er/sie sich auf diese Fahrt begeben möchte...














