Sommerhaus am See
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Description
Kraftvoll und mit feinem Gespür für das Zwischenmenschliche erzählt David Poissant von den Verwerfungen innerhalb einer Familie: von seelischen Verwundungen, sorgsam gehüteten Geheimnissen, von Untreue, Alkoholsucht, Homosexualität, Rivalität und Eifersucht, aber auch von der Kraft der Versöhnung.
Die Familie Starling lebt über das ganze Land verstreut, im Sommer aber kommen sie alle in dem kleinen Häuschen am See in North Carolina zusammen. Die Eltern Lisa und Richard stehen nach einer langen Karriere an der Cornell University kurz vor der Pensionierung und wollen das Sommerhaus der Familie verkaufen und sich nach Florida zurückziehen. Diese Entscheidung überrascht ihre beiden erwachsenen Söhne, Michael, einen Verkäufer, und Thad, einen aufstrebenden Dichter. Zusammen mit ihren Lebenspartnern fahren die beiden Brüder für ein letztes Wochenende an den Ort, der mit so vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Doch als ein Kind vor den Augen von Michael ertrinkt, der vergeblich versucht, es zu retten, gerät das über Jahre fein austarierte Gleichgewicht der Familie aus den Fugen. Alle sechs sehen sich auf einmal gezwungen, die Untiefen ihrer eigenen Schwächen und Ängste zu erkunden, sich ihren eigenen Lebenslügen zu stellen. Die drei Tage am See nehmen eine unerwartete Wendung.
Book Information
Author Description
David James Poissant zählt zu den vielversprechenden, hochgelobten Erzähltalenten Amerikas. Für seinen mehrfach preisgekrönten Kurzgeschichtenband »The Heaven of Animals« wurde er bereits mit Richard Ford und Raymond Carver verglichen. »Sommerhaus am See« ist sein Romandebüt, »so scharfsinnig, so berührend, so beeindruckend erzählt, dass man kaum glauben kann, dass es von jemandem geschrieben wurde, der noch am Anfang seiner Karriere steht.« (Atlanta Journal). David Poissant unterrichtet Creative Writing an der University of Central Florida und lebt mit seiner Frau und seinen Töchtern in Orlando.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Von wegen Familienidylle im Sommerhäuschen Dieser Familienroman ist alles andere als leicht. Familie Starling trifft sich ein letztes Mal im Sommerhäuschen der Eltern Lisa und Richard, weil diese entschieden haben zur Pensionierung nach Florida umzusiedeln und ihren Besitz am Christopher Lake in North Carolina aufzugeben. Hier hat die Familie viele glückliche Sommer verbracht. Die erwachsenen Söhne Michael und Thad reisen mit ihren Partnern an. Michael ist mit seiner Frau Diane gekommen, die er sogar am See kennengelernt hat und Thad hat seinen Lebenspartner Jake mitgebracht. Es könnte ein harmonisches und friedvolles Wochenende werden. Doch dann passiert ein tragisches Unglück am See, bei dem ein kleiner Junge stirbt und alles Leid, dass die Familienmitglieder mit sich herumschleppen, wird an die Oberfläche gespült. Michael ist schwerer Alkoholiker, unglücklich im Job und hochverschuldet. Jetzt wird er auch noch Vater, obwohl er mit Diane die Vereinbarung hatte keine Kinder in die Welt zu setzten. Sein Bruder Thad hat sich nach Depressionen mehrfach versucht das Leben zu nehmen und ist ständig bekifft. Außerdem lebt sein Freund Jake seine Lust in einer offenen Beziehung aus, mit der Thad nicht umgehen kann. Und auch bei den Eltern ist nicht alles in Ordnung. Lisa hat entdeckt, dass Richard fremdgegangen ist und beide trauern noch um ihr erstes Kind, dass nur 1 Monat alt geworden ist. Der Autor schafft tiefgründige Figuren und zeichnet ein gesellschaftskritisches Bild des heutigen Amerika. Dabei gelingt es ihm Klischees und Kitsch zu vermeiden. Trotzdem war mir der Schluss zu versöhnlich. Es passte nicht zu der Menge an Leid und Düsternis, die sich durch den Roman ziehen und wirkt am Ende leider nicht mehr ganz authentisch.
Erzählung über eine amerikanische Familiengeschichte
Der Roman ist eine Erzählung einer Familiengeschichte. Sechs Menschen, drei Tage, ein Familientreffen. Lisa und Richard laden ein letztes Mal ein, ein langes Wochenende im Ferienhaus an einem See zu verbringen. Sie stehen kurz vor der Pensionierung und wollen das Haus dann verkaufen. In dem Haus tauchen alte Erinnerungen auf. Es scheint ähnlich von der Zeit gebeutelt zu sein wie die Familie selbst, hat Blessuren davon getragen und ist reparaturbedürftig. Die Geschichte beginnt gleich mit einer Metapher: ein Kind ertrinkt in den Tiefen des Sees, Sohn Michael will es retten, verliert aber während der Bergung den Kontakt, so dass es ertrinkt. Sein scheinbaren Versagen begleitet sowohl ihn als auch seinen depressiven Bruder Thad. Beide Söhne haben es trotz hohem Intellekt nicht geschafft, etwas aus ihrem Leben zu machen. Der eine ist unmotivierter Schuverkäufer à la Al Bundy, der andere ein Dichter ohne Veröffentlichungen und Kiffer. Die Familie trägt Altlasten und destruktive Strukturen mit sich, die sich im Laufe des Romans entblättern. David James Poissant durchleuchtet dabei kritisch die amerikanische Gesellschaftsstruktur. Von Trump bis Obama, von der intelektuellen Elite, der arroganten Kunstszene, dem Umgang der Amerikaner mit Homosexualität bis zum Abgrund, dem Bodensatz der Gesellschaft, taucht der Leser während des Lesens in den amerikanischen Sumpf wie Sohn Michael zu Beginn auf den Grund des Sees taucht. Wer könnte dieses Buch mögen? Mich erinnerte der Schreibstil an Joël Dicker, nur weniger langweilig.Wer psychologische und gesellschaftskritische Erzählungen mag liegt hier auf jeden Fall richtig.
"Sommerhaus am See" von David James Poissant entführt die Lesenden in die Welt der Familie Starling, die sich für ein letztes Wochenende im idyllischen Sommerhaus am See versammeln, bevor die Eltern dieses verkaufen. Doch die vermeintliche Harmonie wird unterbrochen, als ein Kind im See ertrinkt. Dieses Ereignis ruft lang unterdrückte Familiengeheimnisse auf. Poissant ist zweifellos ein talentierter Erzähler, was sich darin zeigt, wie er die brodelnden Spannungen innerhalb der Familie glaubhaft darstellt. Die Themen Untreue, Alkoholismus, Homosexualität und die Vielschichtigkeit von Beziehungsdynamiken werden einfühlsam und eindringlich behandelt, was dem Roman seine Tiefe verleiht. Die Stärke des Romans ist die Vielschichtigkeit der Familienbeziehungen. Besonders poetisch fand ich, dass der Roman mit dem Tod eines Kindes beginnt und thematisch mit der nahenden Geburt von Zwillingen endet – der Kreislauf des Lebens. Zudem war es schön zu sehen, dass die Homosexualität in dieser Geschichte von der Familie nicht als etwas Absonderliches betrachtet wurde, sondern als etwas ganz Normales galt. Allerdings gibt es auch einige Schwächen, insbesondere in Bezug auf das Erzähltempo und die Greifbarkeit einiger Familienmitglieder. Zudem fand ich, dass manche Abschnitte etwas langatmig waren. "Sommerhaus am See" ist wahrlich keine leichte Sommerlektüre, sondern eine Geschichte, die den Lesenden komplexen Themen abverlangt. Es gibt gute Ansätze und Momente, in denen die Handlung, wie auch die Charaktere, auf dem Punkt sind. Doch insgesamt konnte mich das Werk nicht vollständig überzeugen.

Es sollte eine schöne, ruhige letzte Woche am Lake Christopher werden, doch dann geschieht ein schreckliches Unglück und die Familie Starling fängt endlich an miteinander zu reden. Die Eltern Lisa und Richard möchten zum wohlverdienten Ruhestand hin das 'Sommerhaus am See' verkaufen und auch bald umziehen. Vorallem Lisa braucht nach einer großen Enttäuschung was anderes, einen Tapetenwechsel. Dem gewohnten entfliehen. Ihre beiden Söhne Michael und Thad und ihre jeweiligen Lebensgefährten haben auch alle ihr Päckchen zu tragen. Was als netter Familienurlaub beginnt schwingt mit dem Tod eines kleinen Jungen um in eine (Paar) Therapie. So unschuldig der Titel des Buches klingt, umso größere Probleme und tiefsinnige Themen werden hier behandelt. Es brodelt unter der Oberfläche. Der Roman liest sich gut, die Personen haben mir gefallen und waren gut gewählt. Obwohl eigentlich immer etwas passiert was das Geschehen voranbringt, hatte es trotzdem seine Längen. Für mich kein must read, aber ich denke das werden einige anders sehen und das ist auch gut so.
Jede Familie hat ihre Probleme
In ‚Sommerhaus am See‘ geht es um eine vierköpfige Familie mit ihren PartnerInnen. Sie verbringen, vor dem anstehenden Verkauf des Sommerhauses, ein letztes Wochenende am See gemeinsam. Als es zu einem tragischen Todesfall eines fremden Jungen kommt, geht jeder auf seine Weise mit der Tragödie um. Jede Person hat ihre eigenen Probleme und das aufwühlende Ereignis löst jede Menge Emotionen aus. Wenig Plot, viel Einblick in die Personen und Gedanken. Gut geschrieben aber für meinen Geschmack einfach deutlich zu wenig Handlung. Ist eher etwas für Menschen die Beobachtungen von anderen Menschen mögen.
Ich liebe Romane, in denen Familien ihre Probleme und Geheimnisse aufarbeiten müssen. Auch in "Sommerhaus am See" müssen die sechs Familienmitglieder ihre jeweilige Vergangenheit, Probleme und Geheimnisse verarbeiten. Ausgelöst durch einen tragischen Badeunfall erinnert sich die Familie an eigene Verluste und muss sich den Traumata die sie zurück behalten haben stellen. Sprachlich ist das Buch rund und schön übersetzt von Sibylle Schmidt. Inhaltlich fängt der Roman sehr spannend an, verliert sich aber im ersten Drittel ein wenig und wird etwas langatmig, was auch mit den nicht immer sympathischen und komplizierten Figuren zu tun hat. Doch das Buch fängt sich wieder und zum Ende hin weiß die Geschichte seinen Leser/seine Leserin mitzunehmen. Allerdings war mir das Ende des Romans ein wenig zu gefällig, hier hätte der Autor ruhig mutiger sein können. Trotzdem ein guter Sommerroman, den ich alles in allem gerne gelesen habe.
In Poissants "Sommerhaus am See" treffen wir auf Familie Starling- die Eltern, Collegeprofessoren, sowie ihre mittlerweile erwachsenen Söhne Thad und Michael mit ihren Partnern. Was als idyllisches Sommerwochenende mit Angeln und Crocket geplant war, zerfällt schnell- denn bereits zu Beginn geschieht eine große Katastrophe- die alle Anwesenden unterschiedlich berührt und beschäftigt und das Fundament zum Wanken bringt, auf dem diese Beziehungen bisher standen. Die Familie muss sich nun endlich mit alldem was bisher gerne totgeschwiegen wurde auseinandersezten. Das ganze wird aus wechselnden Perspektiven der Familienmitglieder erzählt- richtig warm geworden bin ich jedoch mit keiner der Hauptpersonen. Zu Beginn des Romans habe ich mich etwas gequält (aufgrund der Hautpersonen) ab der Mitte gewinnt es jedoch zunehmend an Dynamik und ich wollte nun doch wissen- wie der Autor zum Ende hin alles auflöst.
Nicht das typische Sommerbuch
Rezension zu „Sommerhaus am See" von David James Poissant ( C Inhalt: Die Familie Starling lebt über das ganze Land verstreut, im Sommer aber kommen sie alle in dem kleinen Häuschen am See in North Carolina zusammen. Die Eltern Lisa und Richard stehen nach einer langen Karriere an der Cornell University kurz vor der Pensionierung und wollen das Sommerhaus der Familie verkaufen und sich nach Florida zurückziehen. Diese Entscheidung überrascht ihre beiden erwachsenen Söhne, Michael, einen Verkäufer, und Thad, einen aufstrebenden Dichter. Zusammen mit ihren Lebenspartnern fahren die beiden Brüder für ein letztes Wochenende an den Ort, der mit so vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Doch als ein Kind vor den Augen von Michael ertrinkt, der vergeblich versucht, es zu retten, gerät das über Jahre fein austarierte Gleichgewicht der Familie aus den Fugen. Alle sechs sehen sich auf einmal gezwungen, die Untiefen ihrer eigenen Schwachen und Angste zu erkunden, sich ihren eigenen Lebenslügen zu stellen. Die drei Tage am See nehmen eine unerwartete Wendung. Rezension: Das Buch hat mich insgesamt sehr überrascht. Vor dem Lesen habe ich an ein sehr luxuriöses Sommerhaus mit Anwesen gedacht, aber das Sommerhaus in diesem Buch ist alt, kaputt aber dafür voller schöner Erinnerungen. Daher sind Michael & Thad auch sehr schockiert, als die Eltern dieses Haus verkaufen wollen. Ausgehend vom tragischen Ereignis des plötzlichen Todes am Anfang des Buches, erleben wir, wie sich die Figuren in ihren Gedanken verlieren und jeder das Ereignis auf seine Art „kompensiert" Dabei werden Lebensgewohnheiten & lange gehegte Geheimnisse in Frage gestellt. Jedes Kapitel ist aus der Sicht einer der Figuren geschrieben, sodass wir sie ganz gut kennenlernen. Die Figuren sind dem Leser mit ihrer Art eher unsympathisch, trotzdem kann man ihre Gedanken & Gefühle nachvollziehen. Hier geht es um eher „schwere" Themen wie Untreue, Alkoholsucht, Psychische Krankheiten & plotzlicher Kindstod, also definitiv nicht die typische Sommerlekture. Das Ende war mir persönlich zu offen, was einerseits zum Nachdenken anregt aber auch fraglich bleibt, wie es in dieser Geschichte weitergeht. Daher 4/5⭐️ *Werbung/Rezensionsexemplar
Absolutes Überraschungsbuch!
Never judge a book by its cover… das trifft hier einfach mal zu 10.000% zu! Weder das Cover noch der Titel lassen erahnen, welche komplexe Geschichte sich dahinter verbirgt. Wir treffen auf 6 Menschen, die alle ihre eigenen Geheimnisse haben und Entscheidungen treffen, über deren Gründe man im Verlauf des Buches mehr erfährt. Jede Menge Überraschungen inklusive! Das Buch war überhaupt nicht, was ich erwartet habe – es war sehr viel besser!
Sommergefühle trotz ernster Themen
Wir begleiten in der Geschichte die Familie Starling, die jedes Jahr in ihrem Sommerhaus am See in North Carolina zusammenkommt. Dieses Jahr soll es jedoch das letzte Mal sein, da sich die Eltern von Michael und Thad dazu entschlossen haben das geliebte Haus, mit all den schönen Erinnerungen, zu verkaufen und nach Florida zu ziehen. Durch einen tragischen Unfall, der direkt zu Beginn der Geschichte vor ihren Augen passiert, werden die sechs gezwungen sich mit ihren Schwächen und tiefen Ängsten auseinanderzusetzen, was gleichzeitig Auswirkungen auf das Gleichgewicht der Familie hat und dadurch das ein oder andere Geheimnis aufgedeckt wird. Somit verfolgen wir zum einen ihre inneren Konflikte und ihre Konflikte untereinander. Durch die sechs Erzählperspektiven der beiden Söhne, ihrer jeweiligen Partner und der Eltern erhält man von allen Figuren einen sehr tiefen Einblick in ihr Leben, in ihre Beziehung und in ihre ganz unterschiedlichen Probleme. Alle sechs sind wahnsinnig gut ausgearbeitet, sodass ich mit allen mitfiebern und mitfühlen konnte. Eine Ausnahme war Michael, bei dem ich oft Schwierigkeiten hatte ihn nachzuvollziehen bzw. Verständnis für seine Situation aufzubringen. Trotzdem war auch er als Figur authentisch. Die Konfliktsituationen fand ich sehr nahbar erzählt, sodass es teilweise unbehaglich beim Lesen wurde und ich fast schon das Gefühl hatte mit am Familientisch zu sitzen. Zum Schluss hin wurde es immer spannender und das Ende des Buches hat mich ebenfalls nicht enttäuscht. Insgesamt ein wirklich gelungener Roman und so ganz anders, vor allem tiefgründiger, als ich erwartet hatte. Trotz der Schwere der einzelnen Themen bleibt das leichte Gefühl von Sommer nicht aus.

Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Kraftvoll und mit feinem Gespür für das Zwischenmenschliche erzählt David Poissant von den Verwerfungen innerhalb einer Familie: von seelischen Verwundungen, sorgsam gehüteten Geheimnissen, von Untreue, Alkoholsucht, Homosexualität, Rivalität und Eifersucht, aber auch von der Kraft der Versöhnung.
Die Familie Starling lebt über das ganze Land verstreut, im Sommer aber kommen sie alle in dem kleinen Häuschen am See in North Carolina zusammen. Die Eltern Lisa und Richard stehen nach einer langen Karriere an der Cornell University kurz vor der Pensionierung und wollen das Sommerhaus der Familie verkaufen und sich nach Florida zurückziehen. Diese Entscheidung überrascht ihre beiden erwachsenen Söhne, Michael, einen Verkäufer, und Thad, einen aufstrebenden Dichter. Zusammen mit ihren Lebenspartnern fahren die beiden Brüder für ein letztes Wochenende an den Ort, der mit so vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Doch als ein Kind vor den Augen von Michael ertrinkt, der vergeblich versucht, es zu retten, gerät das über Jahre fein austarierte Gleichgewicht der Familie aus den Fugen. Alle sechs sehen sich auf einmal gezwungen, die Untiefen ihrer eigenen Schwächen und Ängste zu erkunden, sich ihren eigenen Lebenslügen zu stellen. Die drei Tage am See nehmen eine unerwartete Wendung.
Book Information
Author Description
David James Poissant zählt zu den vielversprechenden, hochgelobten Erzähltalenten Amerikas. Für seinen mehrfach preisgekrönten Kurzgeschichtenband »The Heaven of Animals« wurde er bereits mit Richard Ford und Raymond Carver verglichen. »Sommerhaus am See« ist sein Romandebüt, »so scharfsinnig, so berührend, so beeindruckend erzählt, dass man kaum glauben kann, dass es von jemandem geschrieben wurde, der noch am Anfang seiner Karriere steht.« (Atlanta Journal). David Poissant unterrichtet Creative Writing an der University of Central Florida und lebt mit seiner Frau und seinen Töchtern in Orlando.
Posts
Von wegen Familienidylle im Sommerhäuschen Dieser Familienroman ist alles andere als leicht. Familie Starling trifft sich ein letztes Mal im Sommerhäuschen der Eltern Lisa und Richard, weil diese entschieden haben zur Pensionierung nach Florida umzusiedeln und ihren Besitz am Christopher Lake in North Carolina aufzugeben. Hier hat die Familie viele glückliche Sommer verbracht. Die erwachsenen Söhne Michael und Thad reisen mit ihren Partnern an. Michael ist mit seiner Frau Diane gekommen, die er sogar am See kennengelernt hat und Thad hat seinen Lebenspartner Jake mitgebracht. Es könnte ein harmonisches und friedvolles Wochenende werden. Doch dann passiert ein tragisches Unglück am See, bei dem ein kleiner Junge stirbt und alles Leid, dass die Familienmitglieder mit sich herumschleppen, wird an die Oberfläche gespült. Michael ist schwerer Alkoholiker, unglücklich im Job und hochverschuldet. Jetzt wird er auch noch Vater, obwohl er mit Diane die Vereinbarung hatte keine Kinder in die Welt zu setzten. Sein Bruder Thad hat sich nach Depressionen mehrfach versucht das Leben zu nehmen und ist ständig bekifft. Außerdem lebt sein Freund Jake seine Lust in einer offenen Beziehung aus, mit der Thad nicht umgehen kann. Und auch bei den Eltern ist nicht alles in Ordnung. Lisa hat entdeckt, dass Richard fremdgegangen ist und beide trauern noch um ihr erstes Kind, dass nur 1 Monat alt geworden ist. Der Autor schafft tiefgründige Figuren und zeichnet ein gesellschaftskritisches Bild des heutigen Amerika. Dabei gelingt es ihm Klischees und Kitsch zu vermeiden. Trotzdem war mir der Schluss zu versöhnlich. Es passte nicht zu der Menge an Leid und Düsternis, die sich durch den Roman ziehen und wirkt am Ende leider nicht mehr ganz authentisch.
Erzählung über eine amerikanische Familiengeschichte
Der Roman ist eine Erzählung einer Familiengeschichte. Sechs Menschen, drei Tage, ein Familientreffen. Lisa und Richard laden ein letztes Mal ein, ein langes Wochenende im Ferienhaus an einem See zu verbringen. Sie stehen kurz vor der Pensionierung und wollen das Haus dann verkaufen. In dem Haus tauchen alte Erinnerungen auf. Es scheint ähnlich von der Zeit gebeutelt zu sein wie die Familie selbst, hat Blessuren davon getragen und ist reparaturbedürftig. Die Geschichte beginnt gleich mit einer Metapher: ein Kind ertrinkt in den Tiefen des Sees, Sohn Michael will es retten, verliert aber während der Bergung den Kontakt, so dass es ertrinkt. Sein scheinbaren Versagen begleitet sowohl ihn als auch seinen depressiven Bruder Thad. Beide Söhne haben es trotz hohem Intellekt nicht geschafft, etwas aus ihrem Leben zu machen. Der eine ist unmotivierter Schuverkäufer à la Al Bundy, der andere ein Dichter ohne Veröffentlichungen und Kiffer. Die Familie trägt Altlasten und destruktive Strukturen mit sich, die sich im Laufe des Romans entblättern. David James Poissant durchleuchtet dabei kritisch die amerikanische Gesellschaftsstruktur. Von Trump bis Obama, von der intelektuellen Elite, der arroganten Kunstszene, dem Umgang der Amerikaner mit Homosexualität bis zum Abgrund, dem Bodensatz der Gesellschaft, taucht der Leser während des Lesens in den amerikanischen Sumpf wie Sohn Michael zu Beginn auf den Grund des Sees taucht. Wer könnte dieses Buch mögen? Mich erinnerte der Schreibstil an Joël Dicker, nur weniger langweilig.Wer psychologische und gesellschaftskritische Erzählungen mag liegt hier auf jeden Fall richtig.
"Sommerhaus am See" von David James Poissant entführt die Lesenden in die Welt der Familie Starling, die sich für ein letztes Wochenende im idyllischen Sommerhaus am See versammeln, bevor die Eltern dieses verkaufen. Doch die vermeintliche Harmonie wird unterbrochen, als ein Kind im See ertrinkt. Dieses Ereignis ruft lang unterdrückte Familiengeheimnisse auf. Poissant ist zweifellos ein talentierter Erzähler, was sich darin zeigt, wie er die brodelnden Spannungen innerhalb der Familie glaubhaft darstellt. Die Themen Untreue, Alkoholismus, Homosexualität und die Vielschichtigkeit von Beziehungsdynamiken werden einfühlsam und eindringlich behandelt, was dem Roman seine Tiefe verleiht. Die Stärke des Romans ist die Vielschichtigkeit der Familienbeziehungen. Besonders poetisch fand ich, dass der Roman mit dem Tod eines Kindes beginnt und thematisch mit der nahenden Geburt von Zwillingen endet – der Kreislauf des Lebens. Zudem war es schön zu sehen, dass die Homosexualität in dieser Geschichte von der Familie nicht als etwas Absonderliches betrachtet wurde, sondern als etwas ganz Normales galt. Allerdings gibt es auch einige Schwächen, insbesondere in Bezug auf das Erzähltempo und die Greifbarkeit einiger Familienmitglieder. Zudem fand ich, dass manche Abschnitte etwas langatmig waren. "Sommerhaus am See" ist wahrlich keine leichte Sommerlektüre, sondern eine Geschichte, die den Lesenden komplexen Themen abverlangt. Es gibt gute Ansätze und Momente, in denen die Handlung, wie auch die Charaktere, auf dem Punkt sind. Doch insgesamt konnte mich das Werk nicht vollständig überzeugen.

Es sollte eine schöne, ruhige letzte Woche am Lake Christopher werden, doch dann geschieht ein schreckliches Unglück und die Familie Starling fängt endlich an miteinander zu reden. Die Eltern Lisa und Richard möchten zum wohlverdienten Ruhestand hin das 'Sommerhaus am See' verkaufen und auch bald umziehen. Vorallem Lisa braucht nach einer großen Enttäuschung was anderes, einen Tapetenwechsel. Dem gewohnten entfliehen. Ihre beiden Söhne Michael und Thad und ihre jeweiligen Lebensgefährten haben auch alle ihr Päckchen zu tragen. Was als netter Familienurlaub beginnt schwingt mit dem Tod eines kleinen Jungen um in eine (Paar) Therapie. So unschuldig der Titel des Buches klingt, umso größere Probleme und tiefsinnige Themen werden hier behandelt. Es brodelt unter der Oberfläche. Der Roman liest sich gut, die Personen haben mir gefallen und waren gut gewählt. Obwohl eigentlich immer etwas passiert was das Geschehen voranbringt, hatte es trotzdem seine Längen. Für mich kein must read, aber ich denke das werden einige anders sehen und das ist auch gut so.
Jede Familie hat ihre Probleme
In ‚Sommerhaus am See‘ geht es um eine vierköpfige Familie mit ihren PartnerInnen. Sie verbringen, vor dem anstehenden Verkauf des Sommerhauses, ein letztes Wochenende am See gemeinsam. Als es zu einem tragischen Todesfall eines fremden Jungen kommt, geht jeder auf seine Weise mit der Tragödie um. Jede Person hat ihre eigenen Probleme und das aufwühlende Ereignis löst jede Menge Emotionen aus. Wenig Plot, viel Einblick in die Personen und Gedanken. Gut geschrieben aber für meinen Geschmack einfach deutlich zu wenig Handlung. Ist eher etwas für Menschen die Beobachtungen von anderen Menschen mögen.
Ich liebe Romane, in denen Familien ihre Probleme und Geheimnisse aufarbeiten müssen. Auch in "Sommerhaus am See" müssen die sechs Familienmitglieder ihre jeweilige Vergangenheit, Probleme und Geheimnisse verarbeiten. Ausgelöst durch einen tragischen Badeunfall erinnert sich die Familie an eigene Verluste und muss sich den Traumata die sie zurück behalten haben stellen. Sprachlich ist das Buch rund und schön übersetzt von Sibylle Schmidt. Inhaltlich fängt der Roman sehr spannend an, verliert sich aber im ersten Drittel ein wenig und wird etwas langatmig, was auch mit den nicht immer sympathischen und komplizierten Figuren zu tun hat. Doch das Buch fängt sich wieder und zum Ende hin weiß die Geschichte seinen Leser/seine Leserin mitzunehmen. Allerdings war mir das Ende des Romans ein wenig zu gefällig, hier hätte der Autor ruhig mutiger sein können. Trotzdem ein guter Sommerroman, den ich alles in allem gerne gelesen habe.
In Poissants "Sommerhaus am See" treffen wir auf Familie Starling- die Eltern, Collegeprofessoren, sowie ihre mittlerweile erwachsenen Söhne Thad und Michael mit ihren Partnern. Was als idyllisches Sommerwochenende mit Angeln und Crocket geplant war, zerfällt schnell- denn bereits zu Beginn geschieht eine große Katastrophe- die alle Anwesenden unterschiedlich berührt und beschäftigt und das Fundament zum Wanken bringt, auf dem diese Beziehungen bisher standen. Die Familie muss sich nun endlich mit alldem was bisher gerne totgeschwiegen wurde auseinandersezten. Das ganze wird aus wechselnden Perspektiven der Familienmitglieder erzählt- richtig warm geworden bin ich jedoch mit keiner der Hauptpersonen. Zu Beginn des Romans habe ich mich etwas gequält (aufgrund der Hautpersonen) ab der Mitte gewinnt es jedoch zunehmend an Dynamik und ich wollte nun doch wissen- wie der Autor zum Ende hin alles auflöst.
Nicht das typische Sommerbuch
Rezension zu „Sommerhaus am See" von David James Poissant ( C Inhalt: Die Familie Starling lebt über das ganze Land verstreut, im Sommer aber kommen sie alle in dem kleinen Häuschen am See in North Carolina zusammen. Die Eltern Lisa und Richard stehen nach einer langen Karriere an der Cornell University kurz vor der Pensionierung und wollen das Sommerhaus der Familie verkaufen und sich nach Florida zurückziehen. Diese Entscheidung überrascht ihre beiden erwachsenen Söhne, Michael, einen Verkäufer, und Thad, einen aufstrebenden Dichter. Zusammen mit ihren Lebenspartnern fahren die beiden Brüder für ein letztes Wochenende an den Ort, der mit so vielen schönen Erinnerungen verbunden ist. Doch als ein Kind vor den Augen von Michael ertrinkt, der vergeblich versucht, es zu retten, gerät das über Jahre fein austarierte Gleichgewicht der Familie aus den Fugen. Alle sechs sehen sich auf einmal gezwungen, die Untiefen ihrer eigenen Schwachen und Angste zu erkunden, sich ihren eigenen Lebenslügen zu stellen. Die drei Tage am See nehmen eine unerwartete Wendung. Rezension: Das Buch hat mich insgesamt sehr überrascht. Vor dem Lesen habe ich an ein sehr luxuriöses Sommerhaus mit Anwesen gedacht, aber das Sommerhaus in diesem Buch ist alt, kaputt aber dafür voller schöner Erinnerungen. Daher sind Michael & Thad auch sehr schockiert, als die Eltern dieses Haus verkaufen wollen. Ausgehend vom tragischen Ereignis des plötzlichen Todes am Anfang des Buches, erleben wir, wie sich die Figuren in ihren Gedanken verlieren und jeder das Ereignis auf seine Art „kompensiert" Dabei werden Lebensgewohnheiten & lange gehegte Geheimnisse in Frage gestellt. Jedes Kapitel ist aus der Sicht einer der Figuren geschrieben, sodass wir sie ganz gut kennenlernen. Die Figuren sind dem Leser mit ihrer Art eher unsympathisch, trotzdem kann man ihre Gedanken & Gefühle nachvollziehen. Hier geht es um eher „schwere" Themen wie Untreue, Alkoholsucht, Psychische Krankheiten & plotzlicher Kindstod, also definitiv nicht die typische Sommerlekture. Das Ende war mir persönlich zu offen, was einerseits zum Nachdenken anregt aber auch fraglich bleibt, wie es in dieser Geschichte weitergeht. Daher 4/5⭐️ *Werbung/Rezensionsexemplar
Absolutes Überraschungsbuch!
Never judge a book by its cover… das trifft hier einfach mal zu 10.000% zu! Weder das Cover noch der Titel lassen erahnen, welche komplexe Geschichte sich dahinter verbirgt. Wir treffen auf 6 Menschen, die alle ihre eigenen Geheimnisse haben und Entscheidungen treffen, über deren Gründe man im Verlauf des Buches mehr erfährt. Jede Menge Überraschungen inklusive! Das Buch war überhaupt nicht, was ich erwartet habe – es war sehr viel besser!
Sommergefühle trotz ernster Themen
Wir begleiten in der Geschichte die Familie Starling, die jedes Jahr in ihrem Sommerhaus am See in North Carolina zusammenkommt. Dieses Jahr soll es jedoch das letzte Mal sein, da sich die Eltern von Michael und Thad dazu entschlossen haben das geliebte Haus, mit all den schönen Erinnerungen, zu verkaufen und nach Florida zu ziehen. Durch einen tragischen Unfall, der direkt zu Beginn der Geschichte vor ihren Augen passiert, werden die sechs gezwungen sich mit ihren Schwächen und tiefen Ängsten auseinanderzusetzen, was gleichzeitig Auswirkungen auf das Gleichgewicht der Familie hat und dadurch das ein oder andere Geheimnis aufgedeckt wird. Somit verfolgen wir zum einen ihre inneren Konflikte und ihre Konflikte untereinander. Durch die sechs Erzählperspektiven der beiden Söhne, ihrer jeweiligen Partner und der Eltern erhält man von allen Figuren einen sehr tiefen Einblick in ihr Leben, in ihre Beziehung und in ihre ganz unterschiedlichen Probleme. Alle sechs sind wahnsinnig gut ausgearbeitet, sodass ich mit allen mitfiebern und mitfühlen konnte. Eine Ausnahme war Michael, bei dem ich oft Schwierigkeiten hatte ihn nachzuvollziehen bzw. Verständnis für seine Situation aufzubringen. Trotzdem war auch er als Figur authentisch. Die Konfliktsituationen fand ich sehr nahbar erzählt, sodass es teilweise unbehaglich beim Lesen wurde und ich fast schon das Gefühl hatte mit am Familientisch zu sitzen. Zum Schluss hin wurde es immer spannender und das Ende des Buches hat mich ebenfalls nicht enttäuscht. Insgesamt ein wirklich gelungener Roman und so ganz anders, vor allem tiefgründiger, als ich erwartet hatte. Trotz der Schwere der einzelnen Themen bleibt das leichte Gefühl von Sommer nicht aus.
























