Tokyo dieser Tage 2

Tokyo dieser Tage 2

Hardback
4.79

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Die Suche nach dem perfekten Manga – Kreativität, Scheitern und Neuanfang. Nach drei Jahrzehnten als Manga-Redakteur kündigt Kazuo Shiozawa seine Stelle bei einem renommierten Verlagshaus. Das von ihm gegründete Magazin ist mittlerweile eingestellt und ein Abschied scheint die logische Konsequenz. Doch Shiozawa kann seine Leidenschaft für Manga nicht abschütteln. Und so driftet er durch Tokyo, trifft sich mit verschiedenen Zeichnern und schmiedet Pläne für ein neues, ganz besonderes Projekt... Taiyo Matsumoto verwandelt seine Erfahrungen mit den komplexen Arbeitsabläufen in der Manga-Welt in eine poetische Betrachtung der Bande zwischen Manga-Schöpfern und ihren Redakteuren, der Kunst und des Lebensgefühls im heutigen Tokyo.

Book Information

Main Genre
Manga
Sub Genre
N/A
Format
Hardback
Pages
216
Price
20.60 €

Author Description

* 1967, bedient in seinen Werken ein breites Themenspektrum zwischen Science-Fiction-Epen, Sport- und Familiengeschichten. Der Durchbruch gelang ihm 1994 mit TEKKON KINKREET. Mit der Serie SUNNY (dt. bei Carlsen) folgte die internationale Bekanntheit. Obwohl sich Taiyo Matsumoto erzählerisch und zeichnerisch jenseits des Manga-Mainstreams bewegt, ist seine internationale Fangemeinde groß.

Posts

5
All
5

Der zweite Band von Taiyo Matsumotos Manga über die Welt der Mangaka und Verlage. Die Personen kommen einem immer näher. Der markante Zeichenstil ist sofort als Matsumotos zu erkennen. Wieder ein Meisterwerk.

5

Großartig auf so vielen Ebenen!

„Damals, als wir noch zusammen waren, schien es, als würdest du dich immer weiter von mir entfernen. Das war sehr hart für mich. Aber wenn ich deine Manga las, war es, als wärst du ganz nah bei mir. Dann wurde mir immer gleich klar, dass das der Ort war, an dem du glücklich warst.“ Taiyo Matsumoto taucht auch in diesem zweiten Band ganz tief in den Alltag von Mangaka und ihren Redakteuren ein. Wir geleiten weiterhin Shiozawa, der den Verlag verlassen hat und nun einen Manga im Selbstverlag rausbringen möchte und dadurch den Kontakt zu verschiedenen Künstlern sucht. Die Reaktionen der Mangaka sind dabei sehr unterschiedlich und bieten allzeit eine fesselnde Backstory, warum sie bei diesem Projekt mitmachen, oder warum eben auch gerade nicht. Wir sind aber auch viel in Shiozawas ehemaligen Verlag, begleiten die Redakteure und Mangaka dort, ihre Arbeit, die harten Anforderungen und die Probleme, mit denen sie zu kämpfen haben. Die Diskrepanz zwischen der Liebe, die man bei Manga zeichnen empfindet und dem, was die Redakteure oder die Leser erwarten und dann einfach nur noch zu funktionieren, ist DAS große Thema in diesem Werk und wird von Matsumoto sehr eindrucksvoll dargestellt; diese Zerrissenheit, die Selbstzweifel und die Aufopferung gehen nah und viele Bilder kommen auch ganz ohne Sprechblasen aus und sagen mehr als Worte dies tun könnten. Die atmosphärischen Blicke über Tokyo lockern diese intensive und teils auch etwas bedrückende Geschichte auf und man hört regelrecht die Geräusche dieser beeindruckenden Metropole und wird komplett reingezogen. Ich bin Fan! Was freue ich mich nun auf den abschließenden dritten Band! 🙌😍 „Ich bin bloß sowas wie ein Satellit, der zufällig um einen hellen Stern kreist und dessen Licht reflektiert. Ein farbloser Typ, strotzend vor Mittelmaß.“

Großartig auf so vielen Ebenen!
4

Der Manga ist ein zweischneidiges Ding für mich - einerseits spricht mich der Zeichenstil eher wenig an und der Plot ist eher unspektakulär... dennoch fesselt es mich irgendwie auf seine ganz eigene Art. Es zeigt weiterhin die weniger, aber sehr realistischen Seiten des Mangaka-Daseins. Es ist ein hartes Business, bei dem sich viele verausgaben und gesundheitlich ziemlich viel einstecken müssen. Aber natürlich gibt's auch viele schöne Momente. Dennoch konzentriert sich der Titel auf die Schattenseiten und wie ein ehemaliger Redakteur noch einmal aus eigener Kraft und eigenen finanziellen Mitteln einen Manga nach seinen Idealen machen will. Zusammen mit großartigen Künstlern. Und diese Mischung aus allem macht die Kurzreihe für mich so interessant. Es ist definitiv ein Nischentitel, aber wenn man sich darauf einlässt, kann man viel Freude daran haben.

Post image
5

Underschiedlichste Menschen in der gleichen Maschinerie

Band 2 hat mir wieder Phänomenal gut gefallen. Vorallem dass die Ausarbeitung unsere Charaktere vorangetrieben wurde. Sich aber dennoch Zeit genommen wurde einige neue Gesichter zu zeigen. Im Vergleich zu Band 1, wo es ja hauptsächlich um Nostalgie als auch Leidenschaft ging, schlägt Band 2 leicht andere Töne an. Hier geht es mehr um die Melancholie etwas über die Zeit verloren zu haben. Oder vielleicht ist es sich Retrospektiven schöner zu reden als es tatsächlich war. Zum einen haben wir da unsere beiden Mangaka aus dem letzten Band Shu Aoki, der glaubt, seine Seele für gute Verkäufe abgegeben zu haben, aber endlich den Hit hat, von dem er geträumt hat. Er merkt aber auch, dass dieser Erfolg mit etwas, zu dem er nicht zu 100% steht, ihm keine Erfüllung bringt. Ähnlich aber dennoch Anders aber dennoch gleich geht es Chosaku der zwar Privat besser klar kommt aber das Gefühl nur noch Dreck zu veröffentlichen und immer mehr in eine Unzufriedenheit abdriftet, auch wenn ihn sein Assistenten vom Gegenteil bzw. einer anderen Sicht der Dinge überzeugen will. Die zwei neuen Künstler haben ähnliche Erfahrungen gemacht, zum einen das sich für den Erfolg verbiegen und Tod arbeiten. Zum anderen so viel gearbeitet zu haben, dass man das Gefühl hat, die Magie des Zeichnens verloren zu haben. Shiozawa steht von allen irgendwo in der Mitte. Er merkt, dass er seinen alten Wegbegleiter teilweise reaktivieren kann. Aber selbst an seine Grenzen kommt. Aber anstatt kleinbei zu geben, möchte er es auf seine Art machen. Ich bin wirklich sehr gespannt, wie das Werk beendet wird und mit welcher Note Matsumoto uns den Leser/in zurücklassen möchte.

Underschiedlichste Menschen in der gleichen Maschinerie
5

„Im Schatten eines großen Baumes ruht es sich leichter.“

Manchmal sind es nicht die lauten, sondern die leisen Geschichten, die einen am tiefsten berühren. Genau das beweist wieder der zweite Band dieser wundervollen Reihe von Legende Taiyo Matsumoto, der seine eigenen Erfahrungen als Mangaka einfließen lässt. 🎨📚 Im Mittelpunkt steht Kazuo Shiozawa, der nach 30 Jahren seinen Job als Redakteur aufgibt, um endlich seinen eigenen, perfekten Manga zu erschaffen. Doch anstatt nur auf ihn zu blicken, schenkt uns Matsumoto intime Einblicke in die persönlichen Geschichten der Mangaka, die diese Reihe bevölkern. Ich liebe, wie die Figuren eine tiefgründige Hintergrundgeschichte bekommen und dadurch so greifbar wirken. 💫 Die episodischen Kapitel sind ausnahmslos stark, atmosphärisch dicht und hallen lange nach – als würde man in die Seele der Figuren schauen. Besonders der Werdegang von Aoki hat mich beeindruckt! Was mich zusätzlich begeistert: Die Charaktere sind älter als in den meisten Manga. Ihre Sorgen und Kämpfe sind dadurch so anders und doch nahbar. Auch zeichnerisch glänzt der Band – die Szenen, in denen Makoto Nishioka an seinem Manga arbeitet, sind stilistisch schlicht genial inszeniert. 🖋️✨ Nebenbei vermittelt die Reihe faszinierende Einblicke in den Prozess des Manga-Schaffens und in die Veränderungen des Buchmarkts. Besonders die Brandrede von Aokis Redakteurin über ihre Hoffnung in sein Talent hat mich zutiefst bewegt – absolute Gänsehaut-Momente! 🥹🔥 Dieser Band ist poetisch, bildgewaltig und gleichzeitig ganz klein und intim. Die Charaktere sind so feinfühlig geschrieben, dass ich durchgehend gefesselt war – obwohl eigentlich gar nicht viel passiert. 💭❤️ 👉 Mein Fazit: Auch Band 2 hat mich komplett abgeholt und ist ein Herzens-Tipp für alle, die besondere, ruhige und tiefgründige Manga lieben.

Create Post