The Bright Sword
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Große, epische Fantasy und eine meisterhafte Neuinterpretation der Artus-Mythologie von Bestseller-Autor Lev Grossman. »Wenn Sie König Artus so sehr schätzen wie ich, dann werden Sie The Bright Sword lieben. « George R. R. Martin
Als der junge Ritter Collum in Camelot eintrifft, um seinen Platz an der Tafelrunde einzunehmen, muss er feststellen, dass er zu spät kommt. Der König ist tot und hinterließ keinen Erben. Nur eine Handvoll Ritter hat die Schlacht von Camlann überlebt, doch es sind nicht die Helden der Legende, wie Lancelot oder Gawain. Es sind die Sonderlinge der Tafelrunde wie Sir Palomides, der sarazenische Ritter, und Sir Dagonet, Artus' Narr, der zum Scherz zum Ritter geschlagen wurde. Zu ihnen gesellt sich Nimue, die Merlins Lehrling war, bis sie sich gegen ihn gewendet hat. Gemeinsam macht sich diese zusammengewürfelte Gemeinschaft auf den Weg, um Camelot in einer zerstörten Welt wieder aufzubauen.
»Für alle, die sich schon immer nach einem Platz in der Tafelrunde gesehnt haben. Absolut bezaubernd.« Rebecca Yarros
Für Leser*innen von Robert Jordan, Bernard Cornwell und Andrzej Sapkowski
Book Information
Author Description
Lev Grossman ist der Autor der Bestseller-Trilogie The Magicians, die als Fernsehserie adaptiert wurde. Von 2002 bis 2016 arbeitete er für das Time Magazine, für das er zwanzig Titelgeschichten schrieb. Er verfasste Essays und Artikel unter anderem für Vanity Fair, The Believer, das Wall Street Journal, die New York Times und Wired. Er lebt in Brooklyn, New York, hat drei Kinder und eine stetig wachsende Anzahl von Katzen.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Collum ist ein „Bastard und „Ritter in Ausbildung“. Im Norden von England aufgewachsen musste er eine Menge in Kindheit und Jugend wegstecken. Nun machte er sich auf den Weg nach Camelot, um dort ein Teil der Tafelrunde zu werden. Allerdings ist Artus tot und nur noch ein kleiner Teil seiner edlen getreuen Ritter übrig. Es scheint als würde Collums langersehnter Traum platzen. Ich bin Feuer und Flamme, wenn es um Artus und seine Ritter der Tafelrunde geht. Daher hat mich hier ausnahmsweise mal nicht das Cover für sich gewinnen können, sondern tatsächlich der Klappentext. Allerdings war es weniger gut als ich gehofft hatte. Der Autor erzählt durchaus atmosphärisch und man sieht an sich auch die Schauplätze vor sich, dennoch hatte ich auf etwa sehr Aufregung gehofft. Glorreiche Schlachten, Blut und Action. Das gab es leider nur wenig bis gar nicht. Inhaltlich würde ich „The Bright Sword“ eher als ruhig beschreiben. Die Charaktere sind ein interessanter und bunter Haufen, machen die Geschichte auch rund, aufregender wird es aber dennoch nur mäßig. Dafür hier und da aber witzig. Ist ja auch was wert. Neben der Geschichte um Collum und die Ritter welche versuchen Artus‘ Erbe, also sein Land, zu retten, gibt es zwischendrin auch immer Mal Ausreißer in die Vergangenheit der einzelnen Ritter. Fazit Inhaltlich geht es hier eher gediegen voran, was mich doch etwas enttäuscht hat. Gefühlt zog es sich inhaltlich hier und da leider auch etwas. Aufbauend war der stellenweise auftauchende Humor. Der hat mir das Ganze etwas versüßt. Die Charaktere sind vielfältig und bunt gewürfelt. Die Story findet bestimmt ihre Fans, ich gehöre eher zu denen die sagen: Kann man lesen, muss man aber nicht. Am Ende 3,5 Sterne von mir für Collum und die übrig gebliebene Ritterschar
"Stories were useful that way, they smoothed over the gaps and sharp edges of the world."
Die Artussage, Excalibur, der Heilige Gral, die Tafelrunde, Camelot - alles vorbei. Viele Ritter der Tafelrunde haben ihr Leben auf der Suche nach dem Gral gelassen, Arthur ist tot. Übrig geblieben ist sozusagen nur noch Arthurs Resterampe und die hadert gewaltig mit den neuen Zeiten und würde alles tun, damit es wieder so wie früher wird. Arthur am Leben, Camelot in voller Blüte. Aber die Zeit lässt sich nicht so einfach zurückdrehen, oder? Auf zur nächsten Quest. Ich habs geliebt. Ich war schon immer fasziniert von der Artussage (Hallo, Nebel von Avalon.) und deswegen musste ich dieses Buch natürlich lesen. Und es ist tatsächlich etwas anderes: die strahlenden Helden sind fort oder tot und jetzt es geht um die Zeit nach Arthur. Es war teilweise etwas langatmig, aber trotzdem sehr schön. Sehr gelungen und teilweise auch sehr berührend fand ich die Rückblenden. Jeder Übriggebliebene hat sein/ihr Kapitel, seine/ihre Origin Story sozusagen: Was hat sie nach Avalon geführt? Hoffnungen? Träume? Was haben sie in Arthur gesehen? Was hat ihnen Arthur und die Tafelrunde bedeutet? Das waren meine Highlights. Insgesamt hat die Geschichte einen moderneren Anspruch bekommen, die weiblichen Charaktere sind ebenso stark wie ihre männlichen Kollegen, wenn auch auf andere Art und Weise.
Alt und neu, anachronistisch und historisch
Diese Artus-Geschichte hat mich wirklich fasziniert. Sie verbindet so viele Dinge miteinander, die miteinander verwoben sind, nebeneinander stehen und sich eigentlich ausschließen müssten und das macht die Geschichte so stark. Einerseits wird die Geschichte von Collum erzählt, der ein Ritter der Tafelrunde werden möchte und feststellen muss, dass Artus tot und die Tafelrunde kaum noch besetzt ist. Ein Kampf um die Zukunft des Reichs entsteht. Andererseits erfährt man in Kapiteln in der Rückschau die Hintergründe und Questen, Prophezeiungen und Geschichten der noch anwesenden Tafelritter wie Palomides oder Dinadan und jeder liefert seine eigene Perspektive auf Artus und das alte Reich, sowie auf die Zukunft. (So viel gute Repräsentation, die wahnsinnig klug und nahtlos eingebaut wurde.) Und nicht nur das steht sich gegenüber, es werden auch ganz andere Dinge diskutiert und umkämpft (literally): Alte Magie und Christentum, Schicksal und Selbstbestimmung, Tradition und Fortschritt... Dabei ist das Buch erfrischend ahistorisch, ohne die Vorstellungen von Rittern und Ehre und all die Archetypen in unseren Köpfen dabei respektlos zu behandeln. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr muss ich noch einen halben Stern mehr geben, glaube ich. Es gab mehr als einen Moment, in dem mein Mediävisten-Herz sich über Referenzen gefreut hat. Man merkt, dass viel recherchiert wurde und sich Gedanken gemacht wurden, welche Parts aus Geschichte und Geschichten behalten und verwendet werden soll. Und das reiht sich doch wunderbar in die Tradition ein, wie die Artus-Geschichte sich entwickelt hat und überliefert wird.
Was für Sonderlinge ♡
The Bright Sword - Lev Grossman ⚔️⚔️⚔️ Ein Artus Roman ⚔️ Rezensionsexemplar ✨️ Werbung @fischertorverlag @sfischerverlage @l_grossman1958 Der junge Ritter Collum trifft in Camelot ein, doch leider viel zu spät, denn der König ist tot! Leider hat der König auch keine Erben hinterlassen, sodass nur noch ein paar Ritter übrig geblieben sind nach der Schlacht um Camlann. Zu großer Überraschung haben Lancelot und Gawain nicht überlebt, sondern die nur die Sonderlinge. Zum Beispiel hätten wir da, den Narr von Artus der nur aus einem Spaß heraus zum Ritter geschlagen wurde oder aber auch Nimue, die Merlins Liebling war. Und diese bunte Mischung aus Rittern, sollen nun das Land wieder aufbauen.. Was für eine tolle Geschichte ♡ ich war positiv überrascht ⚔️⚔️⚔️ ab und an brauch ich auch mal was oben Romantasy.

Der junge Ritter Collum … kommt ein bisschen zu spät. Als er seinen Platz an der Tafelrunde einnehmen will, muss er feststellen, dass jemand fehlt. Jemand wichtiges. Der König von Camelot - Arthus - ist tot. Es sind nur wenige, die die Schlacht um Camlann überlebt haben - und das sind nicht die Vorzeigeritter wie Lancelot du Lac oder Gawain, es sind die Sonderlinge, auf die niemand zählt. Gemeinsam macht sich der bunte Haufen auf, um Camelot in einer zerstörten Welt wieder aufzubauen. Es klang so gut! Die Arthus Legende kräftig entstaubt und neu erzählt, mit frischen Charakteren und mit einem anderen Ansatz. Es existieren so viele Arthus-Erzählungen und man begegnet den Werten auch Abseits der literarischen Welt. Zu Beginn war ich auf guten Mutes - traf ich doch gleich auf den Protagonisten, wurde gleich ins Geschehen geworfen und musste mich sofort mit Schwert und Geschick meines Lebens erwehren. Ja, so dachte Ich, so könnte es weitergehen. Collum gewann, er zog weiter nach Camelot und erlebte dort wie schon erwähnt nicht den prunkvollen Einzug, den er sich eigentlich erhofft hatte. Trotzdem - ich mag streitbare Charaktere und zerstörte sonderbare Figuren. Die Gruppe, die Lev Grossmann mit den verbleibenden Rittern der Tafelrunde geschaffen hatte, entsprachen genau diesem Bild. Es hätte so gut sein können! Insbesondere mit Collums Backstory, die irgendwann auf den ersten hundert Seiten enthüllt wird, hatte ich gehofft, die Charaktere bekommen mehr Tiefgang und ich kann mich an sie binden und mit ihnen gemeinsam Abenteuer bestehen. Nach 200 Seiten wurde ich der Hoffnung langsam müde. Nach 300 hatte mich der lahme Gaul leider gänzlich abgeworfen. Lev Grossmann schickt seine Figuren auf eine Queste, ohne dass ich den nötigen Zusammenhalt zwischen ihnen spüren kann. Ob nun in Feind- oder in Freundschaft verbinden - irgendeine Bindung muss für mich da sein. Ich zumindest konnte sie beim besten Willen nicht ausmachen. Vom roten Faden ganz zu schweigen. Ich hatte überhaupt nicht mehr die Muße ihn zu finden, weil mich das Buch von Kapitel zu Kapitel weniger interessierte. Das lag wohl auch an den Kapiteln, die den Geschichten der einzelnen Tafelrundenritter gewidmet wurde …. Die mich auch reichlich wenig interessiert haben. Jene, denen ein modernes Arthus-Retelling „genügt“, können einen Blick darauf werfen . Die Geschichten der einzelnen Ritter, der Dame am See und der Magie werden recht gut wiedergegeben. Aber denen, die auf starke Charaktere hoffen, rate ich vom Buch leider ab.

Ein etwas anderes Artus Retelling
The Bright Sword ist kein klassisches Artus-Retelling, bei dem wir Helden wie Artus selbst und Lancelot begleiten. Stattdessen begeben wir uns mit den vergessenen Gestalten der Tafelrunde auf Abenteuer. Dieser Ansatz hat mir wirklich gut gefallen und vor allem wurde das Ganze auch super umgesetzt. Diese Randfiguren der Saga sorgen nämlich gleichzeitig für eine grandiose Diversitätsvielfalt und interessante Charaktere, zu denen wir jeweils auch immer etwas Hintergrund abseits des aktuellen Abenteuers erfahren. Auch der Ton der Geschichte passt sich dieser Situation an. Eleganz, Heldenmut und ritterlicher Anstand weichen hier ein wenig Melancholie, Zweifeln und jeder Menge sarkastischem Humor. Wir begeben uns hier zwar durchaus auf eine abenteuerliche Reise durch eine historische Welt, gesprenkelt mit fantastischen Elementen, doch stehen Kampf und Spannung gar nicht so sehr im Fokus. Stattdessen ist alles etwas ruhiger und langsamer. Das Augenmerk wird auf die Charaktere und ihre Probleme gelegt. Die Handlung stellt sich Fragen, über das Leben. Das Leben in der Zeit (nach) König Artus, wenn man eben nicht die strahlende Hauptfigur ist. Wie das Leben für queere, körperlich beeinträchtigte, psychisch kranke oder auch ausländische Mitglieder der Tafelrunde aussah. Dennoch ist die Geschichte keinesfalls langweilig und man fliegt gut durch die Seiten. Während zu Beginn der Fokus auf dem historischen Teil lag, kommen im Verlauf auch mehr fantastische Elemente dazu und die Abenteuer sind schon fast ein bisschen absurd, was die Stimmung passend auflockert.

Wirklich anders....
Die Geschichte um Artus mischt sich mit Feen uns anderen Wesen. Das War für mich nachvollziehbar. Was mich oftmals verwirrte war die Wortwahl. Manches erschien mir in der heutigen Zeit und es passte für mich nicht. Am Ende beschrieb der Autor, dass er verschiedene Epochen gemischt hat. Das mag eine gute Idee sein, aber ich finde es störte den Lesefluss sehr. Sonst war es ganz nett und anders. Als Film könnte ich mir das Buch aber nicht vorstellen.
Characteristics
2 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Große, epische Fantasy und eine meisterhafte Neuinterpretation der Artus-Mythologie von Bestseller-Autor Lev Grossman. »Wenn Sie König Artus so sehr schätzen wie ich, dann werden Sie The Bright Sword lieben. « George R. R. Martin
Als der junge Ritter Collum in Camelot eintrifft, um seinen Platz an der Tafelrunde einzunehmen, muss er feststellen, dass er zu spät kommt. Der König ist tot und hinterließ keinen Erben. Nur eine Handvoll Ritter hat die Schlacht von Camlann überlebt, doch es sind nicht die Helden der Legende, wie Lancelot oder Gawain. Es sind die Sonderlinge der Tafelrunde wie Sir Palomides, der sarazenische Ritter, und Sir Dagonet, Artus' Narr, der zum Scherz zum Ritter geschlagen wurde. Zu ihnen gesellt sich Nimue, die Merlins Lehrling war, bis sie sich gegen ihn gewendet hat. Gemeinsam macht sich diese zusammengewürfelte Gemeinschaft auf den Weg, um Camelot in einer zerstörten Welt wieder aufzubauen.
»Für alle, die sich schon immer nach einem Platz in der Tafelrunde gesehnt haben. Absolut bezaubernd.« Rebecca Yarros
Für Leser*innen von Robert Jordan, Bernard Cornwell und Andrzej Sapkowski
Book Information
Author Description
Lev Grossman ist der Autor der Bestseller-Trilogie The Magicians, die als Fernsehserie adaptiert wurde. Von 2002 bis 2016 arbeitete er für das Time Magazine, für das er zwanzig Titelgeschichten schrieb. Er verfasste Essays und Artikel unter anderem für Vanity Fair, The Believer, das Wall Street Journal, die New York Times und Wired. Er lebt in Brooklyn, New York, hat drei Kinder und eine stetig wachsende Anzahl von Katzen.
Posts
Collum ist ein „Bastard und „Ritter in Ausbildung“. Im Norden von England aufgewachsen musste er eine Menge in Kindheit und Jugend wegstecken. Nun machte er sich auf den Weg nach Camelot, um dort ein Teil der Tafelrunde zu werden. Allerdings ist Artus tot und nur noch ein kleiner Teil seiner edlen getreuen Ritter übrig. Es scheint als würde Collums langersehnter Traum platzen. Ich bin Feuer und Flamme, wenn es um Artus und seine Ritter der Tafelrunde geht. Daher hat mich hier ausnahmsweise mal nicht das Cover für sich gewinnen können, sondern tatsächlich der Klappentext. Allerdings war es weniger gut als ich gehofft hatte. Der Autor erzählt durchaus atmosphärisch und man sieht an sich auch die Schauplätze vor sich, dennoch hatte ich auf etwa sehr Aufregung gehofft. Glorreiche Schlachten, Blut und Action. Das gab es leider nur wenig bis gar nicht. Inhaltlich würde ich „The Bright Sword“ eher als ruhig beschreiben. Die Charaktere sind ein interessanter und bunter Haufen, machen die Geschichte auch rund, aufregender wird es aber dennoch nur mäßig. Dafür hier und da aber witzig. Ist ja auch was wert. Neben der Geschichte um Collum und die Ritter welche versuchen Artus‘ Erbe, also sein Land, zu retten, gibt es zwischendrin auch immer Mal Ausreißer in die Vergangenheit der einzelnen Ritter. Fazit Inhaltlich geht es hier eher gediegen voran, was mich doch etwas enttäuscht hat. Gefühlt zog es sich inhaltlich hier und da leider auch etwas. Aufbauend war der stellenweise auftauchende Humor. Der hat mir das Ganze etwas versüßt. Die Charaktere sind vielfältig und bunt gewürfelt. Die Story findet bestimmt ihre Fans, ich gehöre eher zu denen die sagen: Kann man lesen, muss man aber nicht. Am Ende 3,5 Sterne von mir für Collum und die übrig gebliebene Ritterschar
"Stories were useful that way, they smoothed over the gaps and sharp edges of the world."
Die Artussage, Excalibur, der Heilige Gral, die Tafelrunde, Camelot - alles vorbei. Viele Ritter der Tafelrunde haben ihr Leben auf der Suche nach dem Gral gelassen, Arthur ist tot. Übrig geblieben ist sozusagen nur noch Arthurs Resterampe und die hadert gewaltig mit den neuen Zeiten und würde alles tun, damit es wieder so wie früher wird. Arthur am Leben, Camelot in voller Blüte. Aber die Zeit lässt sich nicht so einfach zurückdrehen, oder? Auf zur nächsten Quest. Ich habs geliebt. Ich war schon immer fasziniert von der Artussage (Hallo, Nebel von Avalon.) und deswegen musste ich dieses Buch natürlich lesen. Und es ist tatsächlich etwas anderes: die strahlenden Helden sind fort oder tot und jetzt es geht um die Zeit nach Arthur. Es war teilweise etwas langatmig, aber trotzdem sehr schön. Sehr gelungen und teilweise auch sehr berührend fand ich die Rückblenden. Jeder Übriggebliebene hat sein/ihr Kapitel, seine/ihre Origin Story sozusagen: Was hat sie nach Avalon geführt? Hoffnungen? Träume? Was haben sie in Arthur gesehen? Was hat ihnen Arthur und die Tafelrunde bedeutet? Das waren meine Highlights. Insgesamt hat die Geschichte einen moderneren Anspruch bekommen, die weiblichen Charaktere sind ebenso stark wie ihre männlichen Kollegen, wenn auch auf andere Art und Weise.
Alt und neu, anachronistisch und historisch
Diese Artus-Geschichte hat mich wirklich fasziniert. Sie verbindet so viele Dinge miteinander, die miteinander verwoben sind, nebeneinander stehen und sich eigentlich ausschließen müssten und das macht die Geschichte so stark. Einerseits wird die Geschichte von Collum erzählt, der ein Ritter der Tafelrunde werden möchte und feststellen muss, dass Artus tot und die Tafelrunde kaum noch besetzt ist. Ein Kampf um die Zukunft des Reichs entsteht. Andererseits erfährt man in Kapiteln in der Rückschau die Hintergründe und Questen, Prophezeiungen und Geschichten der noch anwesenden Tafelritter wie Palomides oder Dinadan und jeder liefert seine eigene Perspektive auf Artus und das alte Reich, sowie auf die Zukunft. (So viel gute Repräsentation, die wahnsinnig klug und nahtlos eingebaut wurde.) Und nicht nur das steht sich gegenüber, es werden auch ganz andere Dinge diskutiert und umkämpft (literally): Alte Magie und Christentum, Schicksal und Selbstbestimmung, Tradition und Fortschritt... Dabei ist das Buch erfrischend ahistorisch, ohne die Vorstellungen von Rittern und Ehre und all die Archetypen in unseren Köpfen dabei respektlos zu behandeln. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr muss ich noch einen halben Stern mehr geben, glaube ich. Es gab mehr als einen Moment, in dem mein Mediävisten-Herz sich über Referenzen gefreut hat. Man merkt, dass viel recherchiert wurde und sich Gedanken gemacht wurden, welche Parts aus Geschichte und Geschichten behalten und verwendet werden soll. Und das reiht sich doch wunderbar in die Tradition ein, wie die Artus-Geschichte sich entwickelt hat und überliefert wird.
Was für Sonderlinge ♡
The Bright Sword - Lev Grossman ⚔️⚔️⚔️ Ein Artus Roman ⚔️ Rezensionsexemplar ✨️ Werbung @fischertorverlag @sfischerverlage @l_grossman1958 Der junge Ritter Collum trifft in Camelot ein, doch leider viel zu spät, denn der König ist tot! Leider hat der König auch keine Erben hinterlassen, sodass nur noch ein paar Ritter übrig geblieben sind nach der Schlacht um Camlann. Zu großer Überraschung haben Lancelot und Gawain nicht überlebt, sondern die nur die Sonderlinge. Zum Beispiel hätten wir da, den Narr von Artus der nur aus einem Spaß heraus zum Ritter geschlagen wurde oder aber auch Nimue, die Merlins Liebling war. Und diese bunte Mischung aus Rittern, sollen nun das Land wieder aufbauen.. Was für eine tolle Geschichte ♡ ich war positiv überrascht ⚔️⚔️⚔️ ab und an brauch ich auch mal was oben Romantasy.

Der junge Ritter Collum … kommt ein bisschen zu spät. Als er seinen Platz an der Tafelrunde einnehmen will, muss er feststellen, dass jemand fehlt. Jemand wichtiges. Der König von Camelot - Arthus - ist tot. Es sind nur wenige, die die Schlacht um Camlann überlebt haben - und das sind nicht die Vorzeigeritter wie Lancelot du Lac oder Gawain, es sind die Sonderlinge, auf die niemand zählt. Gemeinsam macht sich der bunte Haufen auf, um Camelot in einer zerstörten Welt wieder aufzubauen. Es klang so gut! Die Arthus Legende kräftig entstaubt und neu erzählt, mit frischen Charakteren und mit einem anderen Ansatz. Es existieren so viele Arthus-Erzählungen und man begegnet den Werten auch Abseits der literarischen Welt. Zu Beginn war ich auf guten Mutes - traf ich doch gleich auf den Protagonisten, wurde gleich ins Geschehen geworfen und musste mich sofort mit Schwert und Geschick meines Lebens erwehren. Ja, so dachte Ich, so könnte es weitergehen. Collum gewann, er zog weiter nach Camelot und erlebte dort wie schon erwähnt nicht den prunkvollen Einzug, den er sich eigentlich erhofft hatte. Trotzdem - ich mag streitbare Charaktere und zerstörte sonderbare Figuren. Die Gruppe, die Lev Grossmann mit den verbleibenden Rittern der Tafelrunde geschaffen hatte, entsprachen genau diesem Bild. Es hätte so gut sein können! Insbesondere mit Collums Backstory, die irgendwann auf den ersten hundert Seiten enthüllt wird, hatte ich gehofft, die Charaktere bekommen mehr Tiefgang und ich kann mich an sie binden und mit ihnen gemeinsam Abenteuer bestehen. Nach 200 Seiten wurde ich der Hoffnung langsam müde. Nach 300 hatte mich der lahme Gaul leider gänzlich abgeworfen. Lev Grossmann schickt seine Figuren auf eine Queste, ohne dass ich den nötigen Zusammenhalt zwischen ihnen spüren kann. Ob nun in Feind- oder in Freundschaft verbinden - irgendeine Bindung muss für mich da sein. Ich zumindest konnte sie beim besten Willen nicht ausmachen. Vom roten Faden ganz zu schweigen. Ich hatte überhaupt nicht mehr die Muße ihn zu finden, weil mich das Buch von Kapitel zu Kapitel weniger interessierte. Das lag wohl auch an den Kapiteln, die den Geschichten der einzelnen Tafelrundenritter gewidmet wurde …. Die mich auch reichlich wenig interessiert haben. Jene, denen ein modernes Arthus-Retelling „genügt“, können einen Blick darauf werfen . Die Geschichten der einzelnen Ritter, der Dame am See und der Magie werden recht gut wiedergegeben. Aber denen, die auf starke Charaktere hoffen, rate ich vom Buch leider ab.

Ein etwas anderes Artus Retelling
The Bright Sword ist kein klassisches Artus-Retelling, bei dem wir Helden wie Artus selbst und Lancelot begleiten. Stattdessen begeben wir uns mit den vergessenen Gestalten der Tafelrunde auf Abenteuer. Dieser Ansatz hat mir wirklich gut gefallen und vor allem wurde das Ganze auch super umgesetzt. Diese Randfiguren der Saga sorgen nämlich gleichzeitig für eine grandiose Diversitätsvielfalt und interessante Charaktere, zu denen wir jeweils auch immer etwas Hintergrund abseits des aktuellen Abenteuers erfahren. Auch der Ton der Geschichte passt sich dieser Situation an. Eleganz, Heldenmut und ritterlicher Anstand weichen hier ein wenig Melancholie, Zweifeln und jeder Menge sarkastischem Humor. Wir begeben uns hier zwar durchaus auf eine abenteuerliche Reise durch eine historische Welt, gesprenkelt mit fantastischen Elementen, doch stehen Kampf und Spannung gar nicht so sehr im Fokus. Stattdessen ist alles etwas ruhiger und langsamer. Das Augenmerk wird auf die Charaktere und ihre Probleme gelegt. Die Handlung stellt sich Fragen, über das Leben. Das Leben in der Zeit (nach) König Artus, wenn man eben nicht die strahlende Hauptfigur ist. Wie das Leben für queere, körperlich beeinträchtigte, psychisch kranke oder auch ausländische Mitglieder der Tafelrunde aussah. Dennoch ist die Geschichte keinesfalls langweilig und man fliegt gut durch die Seiten. Während zu Beginn der Fokus auf dem historischen Teil lag, kommen im Verlauf auch mehr fantastische Elemente dazu und die Abenteuer sind schon fast ein bisschen absurd, was die Stimmung passend auflockert.

Wirklich anders....
Die Geschichte um Artus mischt sich mit Feen uns anderen Wesen. Das War für mich nachvollziehbar. Was mich oftmals verwirrte war die Wortwahl. Manches erschien mir in der heutigen Zeit und es passte für mich nicht. Am Ende beschrieb der Autor, dass er verschiedene Epochen gemischt hat. Das mag eine gute Idee sein, aber ich finde es störte den Lesefluss sehr. Sonst war es ganz nett und anders. Als Film könnte ich mir das Buch aber nicht vorstellen.













