The Axeman's Jazz
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Description
Winner of the CWA New Blood Dagger for Best Debut Crime Novel of the Year
Recommended on the Radio 2 Arts Show with Claudia Winkleman
Shortlisted for Theakston's Crime Novel of the Year Award
New Orleans, 1919. As a dark serial killer - the Axeman - stalks the city, three individuals set out to unmask him:
Detective Lieutenant Michael Talbot - heading up the official investigation, but struggling to find leads, and harbouring a grave secret of his own.
Former detective Luca d'Andrea - now working for the mafia, his need to solve the mystery of the Axeman is every bit as urgent as that of the authorities.
And Ida - a secretary at the Pinkerton Detective Agency. Obsessed with Sherlock Holmes and dreaming of a better life, she stumbles across a clue which lures her and her musician friend, Louis Armstrong, into the case - and into terrible danger . . .
As Michael, Luca and Ida each draw closer to discovering the killer's identity, the Axeman himself will issue a challenge to the people of New Orleans: play jazz, or risk becoming the next victim.
'A fascinating portrait of a vibrant and volatile city and a riveting read' - The Guardian
The Axeman's Jazz is the first book in Ray Celestin's prize-winning City Blues quartet. It is followed by the second installment, Dead Man's Blues.
Book Information
Posts
Ein tolles Debüt
Diese wundervolle Jazzkomposition bekommt ⭐️⭐️⭐️⭐️. Ray Celestin packt sein Debüt in einen Mix aus Spannung rund um die Axeman-Morde (die es tatsächlich gab), die Probleme der damaligen Zeit im Bezug auf Rassengewalt oder Rassenteilung, nimmt eine bekannte geschichtliche Figur auf und lässt New Orleans in Angst und Schrecken zurück! Kein klassischer Thriller oder Krimi und dennoch spannend und anschaulich geschrieben. In jeder Situation konnte ich die Bilder der Stadt und der Figuren vor mir sehen! Ein toller Auftakt der vierteiligen Reihe!
Toller Debütroman - eine bildgewaltige Beschreibung New Orleans mit Jazz, Korruption und dem Axeman Spannende Mischung aus Fiktion und Wahrheit Ray Celestins Debütroman „Höllenjazz in New Orleans“ ist der Auftakt einer vierteiligen Reihe über Geschichte des Jazz im 20. Jahrhundert. „Höllenjazz in New Orleans“ beschreibt die Ereignisse um den (realen) Axeman-Mörder, der im Jahr 1919 mehrere vorwiegend italienischstämmige Händler brutal ermordet und sich dabei wie ein Phantom durch New Orleans bewegt. Die Jagd nach dem Axeman wird dabei aus drei Sichtweisen beschrieben. Zum einen ermittelt Detective Lieutnant Michael Thalbot unterstützt vom jungen Iren Kenny. Thalbot ist wenig beliebt bei seinen Kollegen, nachdem er vor einigen Jahren ihren Kollegen Luca D’Andrea wegen seiner Beziehungen zur Mafia in Gefängnis gebracht hat. Dieser Luca D’Andrea wurde nun gerade aus dem Gefängnis entlassen und soll im Auftrag der Mafia den Axeman suchen. Außerdem stößt die junge Ida Davis, die den undankbaren Job einer Sekretärin bei Pinkertons Detektivagentur hat, auf eine Spur des Axemans, die sie zusammen mit ihrem Freund Louis „Lewis“ Armstrong verfolgt. Alle stoßen am Ende auf den Axeman, jeder auf seine Weise … Was wie ein Krimi oder Thriller klingt, ist vielmehr ein Roman, denn Ray Celestin schafft es aufbauend auf der realen Mordserie des Axeman im Jahr 1919 ein faszinierendes Bild des frühen New Orleans und seiner vielfältigen Bewohner, Kreolen, Schwarze, Weiße, … entstehen zu lassen. „In New Orleans ist alles anders …“, sagt der Bürgermeister, ein Satz, der heute noch genauso gilt wie damals. Auf jeder Seite spürt man die durch viel Detailwissen angereicherte Atmosphäre dieser besonderen Stadt. Das Vergnügungsviertel Storyville wurde geschlossen, das Gesetz zur Prohibition wurde erlassen und in der Stadt herrschen die Mafia und die Korruption. Dazwischen sind all die Menschen, die nach Abwechslung und Vergnügen suchen, die ihnen besonders der neu entstandene Jazz liefert. Eigentlich gibt es im ganzen Roman keinen einzigen glücklichen oder zufriedenen Menschen, alle stehen an einem Scheidepunkt in ihrem Leben und die Richtung, die ihr Leben nehmen soll, ist unklar. Dennoch wirkt das Buch oftmals auch erstaunlich positiv. Besonders gut wurde die Figur des jungen Jazz-Trompeters (damals noch mit dem Kornett) Lewis Armstrong mit seinen schwierigen Lebensverhältnissen und seiner Liebe zur Musik, die für ihn aber auch oft harte Arbeit bedeutet, gelungen. Ein oft trauriges, melancholisches Bild, das aber auch immer wieder Hoffnung auf Veränderung mit sich bringt. Fazit: Der Roman bietet ein spannendes mit vielen historischen Details angereichertes Bild einer faszinierenden Stadt. Sehr gut zu lesen, obwohl eine große Anzahl von Personen auftreten (wobei das vierseitige Personenverzeichnis gut hilft, die Übersicht zu behalten). Auch die zahlreichen historischen Begriffe (von den Po’Boy-Sandwiches bis zum French Market) werden am Ende des Buches in einem Glossar erklärt. Dieser Auftakt lässt mich mit Sicherheit bald auch zu den weiteren Bänden greifen. Also dann: Auf zum Blues nach Chicago.
Spannend, lebendig beschrieben, auch ein wenig zum Gruseln.
Puh ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Story wird spannend und fesselnd erzählt. Besonders gut gefällt mir, dass aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt wird. So wird der Fall auf drei unterschiedliche Weisen bearbeitet und gelöst und man bekommt als Leser einen sehr umfangreichen Einblick in die komplexe Story. Noch dazu taucht man wirklich in das New Orleans der damaligen Zeit ab. Ich konnte mir alles so gut vorstellen! Auch werden tiefgründigere Themen angesprochen auch mit Blick auf die damalige Rassentrennung und die Gesellschaft. Was mir auch gut gefallen hat, sind die kleinen Details in der Story… zB fällt auf dass die Beschreibungen und bspw. die Wetterverhältnisse immer zum Verlauf der Geschichte passen und all das macht es möglich sich alles bildlich vorzustellen und mitzufühlen. Es liest sich wie einen Film den man sich anschaut. Auch das Ende macht Lust auf den nächsten Teil. (Die Story dieses Buches wird aber hier abgeschlossen)
Nach “Der zweite Reiter” ist dies gleich das zweite Buch, wo ich mich in das Jahr 1919 begebe, aber nicht nach Europa, sondern in die USA, genauer gesagt nach New Orleans. Ray Celestin nimmt den Leser mit in eine Stadt, die vom Jazz und vom ersten Weltkrieg geprägt ist, die aber auch kurz vor dem Beginn der Prohibition steht (die immerhin doch bis 1933 Bestand hatte). Rassismus, und Diskriminierung sind an der Tagesordnung. Mitten in diesen Hexenkessel hinein setzt der Autor seine Figuren und scheut sich dabei auch nicht, auf wahre Begebenheiten zurückzugreifen. Der Klappentext: New Orleans, 1919: Der mysteriöse »Axeman-Mörder« versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Seine Waffe ist eine Axt, sein Markenzeichen Tarotkarten, die er bei seinen Opfern hinterlässt. Detective Michael Talbot ist mit dem Fall betraut und verzweifelt an der Wendigkeit des Killers. Der ehemalige Polizist Luca D’Andrea sucht ebenfalls nach dem Axeman – im Auftrag der Mafia. Und Ida, die Sekretärin der Pinkerton Detektivagentur, stolpert zufällig über einen Hinweis, der sie und ihren besten Freund Louis Armstrong mitten in den Fall hineinzieht. Als Michael, Luca, Ida und Louis der Identität des Axeman immer näherkommen, fordert der Killer die Bewohner von New Orleans heraus: Spielt Jazz – sonst komme ich, um euch zu holen. Ray Celestin ist ein brillanter Debütroman gelungen, der sich in einer Mischung aus Fakten und Fiktion um eine der spannendsten und geheimnisvollsten Mordfälle der nordamerikanischen Geschichte rankt. Meine Meinung: Im Grunde verspricht der Klappentext eine Art Mischung aus Thriller und Krimi, denn Ermittler, Serienmörder, geheimnisvolle Hinweise – das sind alles Dinge, wie man aus einer solchen Geschichte kennt. Trotzdem hat Piper das nicht schlecht gelöst, indem der Verlag auf das Cover “Roman” geschrieben hat. Denn der Roman besitzt zwar alles, was man von einem Thriller kennt – und irgendwie ist es doch keiner. Warum? Weil Celestin trotz der Ermittlungen nicht unbedingt den Schwerpunkt der Geschichte auf das Herausfinden des Täters lenkt. Im Gegenteil: Er beschreibt das Leben seiner drei Protagonisten sehr anschaulich, daher bekommt man als Leser sehr schnell ein Gefühl dafür, wie es gewesen sein muss, zu Beginn der Zwanziger Jahre in New Orleans zu leben. Die Konflikte zwischen den unterschiedlichen Ethnien sind allgegenwärtig und mitten in diesem Hexenkessel mischt auch noch Axeman mit. Er ist quasi der Katalysator, der dafür sorgt, dass Michael, Luca und Ida tun, was sie tun, aber er ist eigentlich eher eine Randfigur. Was ich zu Beginn nicht wusste, war, dass Celestin hier auf wahre Tatsachen zurückgegriffen hat. Eine kurze Recherche bei Wikipedia zeigte mir allerdings recht schnell, dass der Autor einige Details sehr frei interpretiert hat, die Tarotkarten beispielsweise sind reine Erfindung, genauso auch wie die Beschreibung der Opfer. Trotzdem drängen sich recht schnell Parallelen zu Jack the Ripper und dem Zodiac-Killer auf, die ja ebenfalls Briefe geschrieben haben … Der Brief des Axeman ist historisch, den der Autor gleich zu Beginn verwendet. Eine gute Entscheidung, denn das macht neugierig und auch die drei Hauptfiguren fand ich gut angelegt. Auch das bereits erwähnte Bild von New Orleans zeichnet der Autor sehr anschaulich, keine Frage. Nur darüber hinaus tritt das Krimi-Element irgendwie nach einer gewissen Zeit in den Hintergrund. Man begleitet zwar alle drei bei ihren Nachforschungen, trotzdem hat man nicht das Gefühl, sie wirklich aktiv beim Zusammentragen von Informationen zu begleiten. Was sich mir beispielsweise gar nicht erschlossen hat, ist die Nebenfigur von Louis Armstrong. Die Eckdaten seines Lebens sind vermute ich richtig dargestellt (vorausgesetzt es stimmt, was ich gelesen habe), allerdings trägt er eigentlich nicht wirklich zu der Geschichte bei, ist nicht viel mehr als ein freundlicher und liebenswerter Begleiter von Ida. Hier konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Celestin ihn nur verwendet hat, um einige Leser mehr anzusprechen, weil bekannter Name. Gebraucht hätte es seine Figur eigentlich nicht. Das Finale schließlich ist für meinen Geschmack fast etwas zu gewollt. Der Autor serviert uns einen Täter (der in Wirklichkeit genau wie der Ripper und der Zodiac auch nie gefunden wurde), vermutlich, um den Erwartungen der Leser zu entsprechen. Trotzdem war es durchaus spannend zu lesen und in gewisser Weise auch nachvollziehbar. Mein Fazit: “Höllenjazz in New Orleans” ist für mich irgendwie durchwachsen, anders kann ich es nicht ausdrücken. Es gab einiges, was mir gefallen hat, aber auch einiges, was ich nicht so gut gelöst fand. Potenzial ist in meinen Augen aber vorhanden, lassen wir uns daher überraschen, was der Autor in Zukunft abliefern wird.
Solide Spannungslektüre. Für mich zu viele Charaktere die einzeln genommen aber wunderbar in der Geschichte funktionieren. *** In New Orleans ist ein Serienmörder auf der Jagd nach Menschen. Er hinterlässt bei seinen Opfern keine Spuren außer blutigen Tarotkarten. Nicht nur die Polizei heftet sich an seine Fersen, Privatdetektive und die Mafia wollen dem ganzen Ebenfalls ein Ende setzen. Der Axeman von New Orleans ist nicht nur reine Fiktion - er mordete tatsächlich. Das Buch hat mich sofort angesprochen. Es begeistert mich immer wieder wenn Bücher auf wahren Begebenheiten beruhen. Der Axemann von New Orleans war mir bereits ein Begriff aus den Podcasts 'Unsolved Murders' von Parcast (gehört auf Spotify, hier der Online Podcast Teil 1, Teil 2, Teil 3). *** Die Rezension ist nicht unbedingt einfach. Ein paar Dinge haben mir wirlich gut gefallen, ein paar Dinge fand ich recht anstrengend beim Lesen. Etwas womit ich immer zu kämpfen haben in diversen Lektüren: zu viele Charaktere. Wir haben hier nicht nur zwei drei Erzählstränge, sondern sechs Sichtweisen: Den Cop, den Ex-Cop, die Detektivin, den Bekannten der Detektivin, den Reporter. Der Autor ist, wie ich gelsen habe, Drehbuchautor - genau das schlägt extrem durch. Selbstverständlich ist das nicht schlecht. Für mich persönlich ist weniger mehr. Es gibt wenig Autoren die es schaffen mich mit vielen Charakteren zu begeistern (zum Beispiel George R R Martin). *** Durch die vielen Charaktere hat sich der Spannungsbogen für mich sehr in die Länge gezogen. Das macht der Autor durch einen entertainenden und flüssigen Schreibstil wett. An sich ist die Geschichte stimmig und sehr gut erzählt. Besonders die einzelnen Schicksale sind interessant und geben dem Buch eine persönliche Note. *** Tatsächlich hatte ich mir bei dem Buch eine deutlich düsterere Stimmung gewünscht. Ich meine den Axeman gab es tatsächlich. Die Zeit in der es spielt war extrem in vieler Hinsicht. Der Autor hat das Setting ein wenig weich gezeichnet. Als hätte er bereits den Film dazu vor Augen und mit einem FSK14 Filter geschrieben. *** Zusammengefasst: Abgesehen von den vielen Charakteren und der entschärften Beschreibung ist das Buch gutes Entertainment.Vielleicht war es für mich ein bisschen schwieriger, gerade weil ich mich schon mit dem Axeman beschäftigt habe und damit eine besonders hohe Erwartung hatte.
Description
Winner of the CWA New Blood Dagger for Best Debut Crime Novel of the Year
Recommended on the Radio 2 Arts Show with Claudia Winkleman
Shortlisted for Theakston's Crime Novel of the Year Award
New Orleans, 1919. As a dark serial killer - the Axeman - stalks the city, three individuals set out to unmask him:
Detective Lieutenant Michael Talbot - heading up the official investigation, but struggling to find leads, and harbouring a grave secret of his own.
Former detective Luca d'Andrea - now working for the mafia, his need to solve the mystery of the Axeman is every bit as urgent as that of the authorities.
And Ida - a secretary at the Pinkerton Detective Agency. Obsessed with Sherlock Holmes and dreaming of a better life, she stumbles across a clue which lures her and her musician friend, Louis Armstrong, into the case - and into terrible danger . . .
As Michael, Luca and Ida each draw closer to discovering the killer's identity, the Axeman himself will issue a challenge to the people of New Orleans: play jazz, or risk becoming the next victim.
'A fascinating portrait of a vibrant and volatile city and a riveting read' - The Guardian
The Axeman's Jazz is the first book in Ray Celestin's prize-winning City Blues quartet. It is followed by the second installment, Dead Man's Blues.
Book Information
Posts
Ein tolles Debüt
Diese wundervolle Jazzkomposition bekommt ⭐️⭐️⭐️⭐️. Ray Celestin packt sein Debüt in einen Mix aus Spannung rund um die Axeman-Morde (die es tatsächlich gab), die Probleme der damaligen Zeit im Bezug auf Rassengewalt oder Rassenteilung, nimmt eine bekannte geschichtliche Figur auf und lässt New Orleans in Angst und Schrecken zurück! Kein klassischer Thriller oder Krimi und dennoch spannend und anschaulich geschrieben. In jeder Situation konnte ich die Bilder der Stadt und der Figuren vor mir sehen! Ein toller Auftakt der vierteiligen Reihe!
Toller Debütroman - eine bildgewaltige Beschreibung New Orleans mit Jazz, Korruption und dem Axeman Spannende Mischung aus Fiktion und Wahrheit Ray Celestins Debütroman „Höllenjazz in New Orleans“ ist der Auftakt einer vierteiligen Reihe über Geschichte des Jazz im 20. Jahrhundert. „Höllenjazz in New Orleans“ beschreibt die Ereignisse um den (realen) Axeman-Mörder, der im Jahr 1919 mehrere vorwiegend italienischstämmige Händler brutal ermordet und sich dabei wie ein Phantom durch New Orleans bewegt. Die Jagd nach dem Axeman wird dabei aus drei Sichtweisen beschrieben. Zum einen ermittelt Detective Lieutnant Michael Thalbot unterstützt vom jungen Iren Kenny. Thalbot ist wenig beliebt bei seinen Kollegen, nachdem er vor einigen Jahren ihren Kollegen Luca D’Andrea wegen seiner Beziehungen zur Mafia in Gefängnis gebracht hat. Dieser Luca D’Andrea wurde nun gerade aus dem Gefängnis entlassen und soll im Auftrag der Mafia den Axeman suchen. Außerdem stößt die junge Ida Davis, die den undankbaren Job einer Sekretärin bei Pinkertons Detektivagentur hat, auf eine Spur des Axemans, die sie zusammen mit ihrem Freund Louis „Lewis“ Armstrong verfolgt. Alle stoßen am Ende auf den Axeman, jeder auf seine Weise … Was wie ein Krimi oder Thriller klingt, ist vielmehr ein Roman, denn Ray Celestin schafft es aufbauend auf der realen Mordserie des Axeman im Jahr 1919 ein faszinierendes Bild des frühen New Orleans und seiner vielfältigen Bewohner, Kreolen, Schwarze, Weiße, … entstehen zu lassen. „In New Orleans ist alles anders …“, sagt der Bürgermeister, ein Satz, der heute noch genauso gilt wie damals. Auf jeder Seite spürt man die durch viel Detailwissen angereicherte Atmosphäre dieser besonderen Stadt. Das Vergnügungsviertel Storyville wurde geschlossen, das Gesetz zur Prohibition wurde erlassen und in der Stadt herrschen die Mafia und die Korruption. Dazwischen sind all die Menschen, die nach Abwechslung und Vergnügen suchen, die ihnen besonders der neu entstandene Jazz liefert. Eigentlich gibt es im ganzen Roman keinen einzigen glücklichen oder zufriedenen Menschen, alle stehen an einem Scheidepunkt in ihrem Leben und die Richtung, die ihr Leben nehmen soll, ist unklar. Dennoch wirkt das Buch oftmals auch erstaunlich positiv. Besonders gut wurde die Figur des jungen Jazz-Trompeters (damals noch mit dem Kornett) Lewis Armstrong mit seinen schwierigen Lebensverhältnissen und seiner Liebe zur Musik, die für ihn aber auch oft harte Arbeit bedeutet, gelungen. Ein oft trauriges, melancholisches Bild, das aber auch immer wieder Hoffnung auf Veränderung mit sich bringt. Fazit: Der Roman bietet ein spannendes mit vielen historischen Details angereichertes Bild einer faszinierenden Stadt. Sehr gut zu lesen, obwohl eine große Anzahl von Personen auftreten (wobei das vierseitige Personenverzeichnis gut hilft, die Übersicht zu behalten). Auch die zahlreichen historischen Begriffe (von den Po’Boy-Sandwiches bis zum French Market) werden am Ende des Buches in einem Glossar erklärt. Dieser Auftakt lässt mich mit Sicherheit bald auch zu den weiteren Bänden greifen. Also dann: Auf zum Blues nach Chicago.
Spannend, lebendig beschrieben, auch ein wenig zum Gruseln.
Puh ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Story wird spannend und fesselnd erzählt. Besonders gut gefällt mir, dass aus drei verschiedenen Perspektiven erzählt wird. So wird der Fall auf drei unterschiedliche Weisen bearbeitet und gelöst und man bekommt als Leser einen sehr umfangreichen Einblick in die komplexe Story. Noch dazu taucht man wirklich in das New Orleans der damaligen Zeit ab. Ich konnte mir alles so gut vorstellen! Auch werden tiefgründigere Themen angesprochen auch mit Blick auf die damalige Rassentrennung und die Gesellschaft. Was mir auch gut gefallen hat, sind die kleinen Details in der Story… zB fällt auf dass die Beschreibungen und bspw. die Wetterverhältnisse immer zum Verlauf der Geschichte passen und all das macht es möglich sich alles bildlich vorzustellen und mitzufühlen. Es liest sich wie einen Film den man sich anschaut. Auch das Ende macht Lust auf den nächsten Teil. (Die Story dieses Buches wird aber hier abgeschlossen)
Nach “Der zweite Reiter” ist dies gleich das zweite Buch, wo ich mich in das Jahr 1919 begebe, aber nicht nach Europa, sondern in die USA, genauer gesagt nach New Orleans. Ray Celestin nimmt den Leser mit in eine Stadt, die vom Jazz und vom ersten Weltkrieg geprägt ist, die aber auch kurz vor dem Beginn der Prohibition steht (die immerhin doch bis 1933 Bestand hatte). Rassismus, und Diskriminierung sind an der Tagesordnung. Mitten in diesen Hexenkessel hinein setzt der Autor seine Figuren und scheut sich dabei auch nicht, auf wahre Begebenheiten zurückzugreifen. Der Klappentext: New Orleans, 1919: Der mysteriöse »Axeman-Mörder« versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Seine Waffe ist eine Axt, sein Markenzeichen Tarotkarten, die er bei seinen Opfern hinterlässt. Detective Michael Talbot ist mit dem Fall betraut und verzweifelt an der Wendigkeit des Killers. Der ehemalige Polizist Luca D’Andrea sucht ebenfalls nach dem Axeman – im Auftrag der Mafia. Und Ida, die Sekretärin der Pinkerton Detektivagentur, stolpert zufällig über einen Hinweis, der sie und ihren besten Freund Louis Armstrong mitten in den Fall hineinzieht. Als Michael, Luca, Ida und Louis der Identität des Axeman immer näherkommen, fordert der Killer die Bewohner von New Orleans heraus: Spielt Jazz – sonst komme ich, um euch zu holen. Ray Celestin ist ein brillanter Debütroman gelungen, der sich in einer Mischung aus Fakten und Fiktion um eine der spannendsten und geheimnisvollsten Mordfälle der nordamerikanischen Geschichte rankt. Meine Meinung: Im Grunde verspricht der Klappentext eine Art Mischung aus Thriller und Krimi, denn Ermittler, Serienmörder, geheimnisvolle Hinweise – das sind alles Dinge, wie man aus einer solchen Geschichte kennt. Trotzdem hat Piper das nicht schlecht gelöst, indem der Verlag auf das Cover “Roman” geschrieben hat. Denn der Roman besitzt zwar alles, was man von einem Thriller kennt – und irgendwie ist es doch keiner. Warum? Weil Celestin trotz der Ermittlungen nicht unbedingt den Schwerpunkt der Geschichte auf das Herausfinden des Täters lenkt. Im Gegenteil: Er beschreibt das Leben seiner drei Protagonisten sehr anschaulich, daher bekommt man als Leser sehr schnell ein Gefühl dafür, wie es gewesen sein muss, zu Beginn der Zwanziger Jahre in New Orleans zu leben. Die Konflikte zwischen den unterschiedlichen Ethnien sind allgegenwärtig und mitten in diesem Hexenkessel mischt auch noch Axeman mit. Er ist quasi der Katalysator, der dafür sorgt, dass Michael, Luca und Ida tun, was sie tun, aber er ist eigentlich eher eine Randfigur. Was ich zu Beginn nicht wusste, war, dass Celestin hier auf wahre Tatsachen zurückgegriffen hat. Eine kurze Recherche bei Wikipedia zeigte mir allerdings recht schnell, dass der Autor einige Details sehr frei interpretiert hat, die Tarotkarten beispielsweise sind reine Erfindung, genauso auch wie die Beschreibung der Opfer. Trotzdem drängen sich recht schnell Parallelen zu Jack the Ripper und dem Zodiac-Killer auf, die ja ebenfalls Briefe geschrieben haben … Der Brief des Axeman ist historisch, den der Autor gleich zu Beginn verwendet. Eine gute Entscheidung, denn das macht neugierig und auch die drei Hauptfiguren fand ich gut angelegt. Auch das bereits erwähnte Bild von New Orleans zeichnet der Autor sehr anschaulich, keine Frage. Nur darüber hinaus tritt das Krimi-Element irgendwie nach einer gewissen Zeit in den Hintergrund. Man begleitet zwar alle drei bei ihren Nachforschungen, trotzdem hat man nicht das Gefühl, sie wirklich aktiv beim Zusammentragen von Informationen zu begleiten. Was sich mir beispielsweise gar nicht erschlossen hat, ist die Nebenfigur von Louis Armstrong. Die Eckdaten seines Lebens sind vermute ich richtig dargestellt (vorausgesetzt es stimmt, was ich gelesen habe), allerdings trägt er eigentlich nicht wirklich zu der Geschichte bei, ist nicht viel mehr als ein freundlicher und liebenswerter Begleiter von Ida. Hier konnte ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Celestin ihn nur verwendet hat, um einige Leser mehr anzusprechen, weil bekannter Name. Gebraucht hätte es seine Figur eigentlich nicht. Das Finale schließlich ist für meinen Geschmack fast etwas zu gewollt. Der Autor serviert uns einen Täter (der in Wirklichkeit genau wie der Ripper und der Zodiac auch nie gefunden wurde), vermutlich, um den Erwartungen der Leser zu entsprechen. Trotzdem war es durchaus spannend zu lesen und in gewisser Weise auch nachvollziehbar. Mein Fazit: “Höllenjazz in New Orleans” ist für mich irgendwie durchwachsen, anders kann ich es nicht ausdrücken. Es gab einiges, was mir gefallen hat, aber auch einiges, was ich nicht so gut gelöst fand. Potenzial ist in meinen Augen aber vorhanden, lassen wir uns daher überraschen, was der Autor in Zukunft abliefern wird.
Solide Spannungslektüre. Für mich zu viele Charaktere die einzeln genommen aber wunderbar in der Geschichte funktionieren. *** In New Orleans ist ein Serienmörder auf der Jagd nach Menschen. Er hinterlässt bei seinen Opfern keine Spuren außer blutigen Tarotkarten. Nicht nur die Polizei heftet sich an seine Fersen, Privatdetektive und die Mafia wollen dem ganzen Ebenfalls ein Ende setzen. Der Axeman von New Orleans ist nicht nur reine Fiktion - er mordete tatsächlich. Das Buch hat mich sofort angesprochen. Es begeistert mich immer wieder wenn Bücher auf wahren Begebenheiten beruhen. Der Axemann von New Orleans war mir bereits ein Begriff aus den Podcasts 'Unsolved Murders' von Parcast (gehört auf Spotify, hier der Online Podcast Teil 1, Teil 2, Teil 3). *** Die Rezension ist nicht unbedingt einfach. Ein paar Dinge haben mir wirlich gut gefallen, ein paar Dinge fand ich recht anstrengend beim Lesen. Etwas womit ich immer zu kämpfen haben in diversen Lektüren: zu viele Charaktere. Wir haben hier nicht nur zwei drei Erzählstränge, sondern sechs Sichtweisen: Den Cop, den Ex-Cop, die Detektivin, den Bekannten der Detektivin, den Reporter. Der Autor ist, wie ich gelsen habe, Drehbuchautor - genau das schlägt extrem durch. Selbstverständlich ist das nicht schlecht. Für mich persönlich ist weniger mehr. Es gibt wenig Autoren die es schaffen mich mit vielen Charakteren zu begeistern (zum Beispiel George R R Martin). *** Durch die vielen Charaktere hat sich der Spannungsbogen für mich sehr in die Länge gezogen. Das macht der Autor durch einen entertainenden und flüssigen Schreibstil wett. An sich ist die Geschichte stimmig und sehr gut erzählt. Besonders die einzelnen Schicksale sind interessant und geben dem Buch eine persönliche Note. *** Tatsächlich hatte ich mir bei dem Buch eine deutlich düsterere Stimmung gewünscht. Ich meine den Axeman gab es tatsächlich. Die Zeit in der es spielt war extrem in vieler Hinsicht. Der Autor hat das Setting ein wenig weich gezeichnet. Als hätte er bereits den Film dazu vor Augen und mit einem FSK14 Filter geschrieben. *** Zusammengefasst: Abgesehen von den vielen Charakteren und der entschärften Beschreibung ist das Buch gutes Entertainment.Vielleicht war es für mich ein bisschen schwieriger, gerade weil ich mich schon mit dem Axeman beschäftigt habe und damit eine besonders hohe Erwartung hatte.











