Tanzende Frau, blauer Hahn
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Description
Sommer für Sommer treffen sich Camil und Roxana im kleinen Ort Buşteni in den rumänischen Bergen. Hier trennt sie eine Bahnschranke – in Wirklichkeit trennt sie jedoch ein ganzes Leben. Für diese Wochen im Sommer verwischen die Unterschiede. Gemeinsam beobachten sie die Paare im Ort und ergründen, wann Liebe Liebe ist. Da ist die kluge Anwältin aus Bukarest, die ihren kranken Mann pflegt, bis eines Tages ein Baum aus ihrem Haus wächst. Und die schöne Dame, die einer Figur aus einer Telenovela gleicht, mit ihrem völlig unscheinbaren Ehemann. Das Paar mit den gleichen Wehklagen. Paare, die ungleicher kaum sein könnten und die doch glücklich miteinander zu sein scheinen. Und mittendrin Roxana und Camil und ihre Geschichte, die eine Liebesgeschichte werden könnte.
Mit eben jener Geschichte fährt eine Autorin durch Deutschland und erzählt jeden Abend einem neuen Publikum von dem jungen Liebespaar. Doch wer erzählt hier wessen Geschichte?
Federleicht und tiefgründig entwirft Dana Grigorcea ein Kaleidoskop über die Liebe und die Umstände, die sie erst dazu machen. Sie erzählt von Sehnsüchten, die sich überraschend erfüllen, von Chancen, die unbemerkt vorbeihuschen, von Verunsicherungen und dem weiblichen Blick.
»In diesem […] Roman steckt eine magische Superpower, die bewirkt, dass ihn auch dann, wenn man ihn längst zugeklappt hat, noch tausend erzählerische Möglichkeiten unsichtbar umschweben.« die tageszeitung, Katharina Granzin über »Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen«
Book Information
Author Description
Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie ist Germanistin und Nederlandistin und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Ihr Roman »Die nicht sterben« wurde 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert und 2022 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Dana Grigorcea ist Trägerin des rumänischen Kulturverdienstordens im Rang einer Ritterin, 2026 ist sie Kuratorin des Münchner Literaturfests, das unter dem Motto »Freiheit« steht.
Posts
"Weil alle Beziehungsgeschichten im Buch Variationen der einen Liebesgeschichte sind, nicht wahr?" Gleich im Prolog erfahren wir vom Tod von Camil. Mit ihm beginnt quasi alles. Abwechselnd lesen wir die Geschichte von Roxana, die jede Sommerferien in dem kleinen Ort Bușteni in Rumänien verbringt und dem Bericht einer Autorin die eine Konzert-Lese-Tour durch Deutschland macht und von einem Pianisten begleitet wird. Ich bin nicht ganz leicht in die Geschichte reingekommen, las sich der Schreibstil für mich etwas sperrig. In einzelnen Kapiteln erzählt uns die Autorin die Beziehungsgeschichten der Anwohner:innen in dem kleinen Ort. Diese sind zum Teil äußerst skurril aber auch so zärtlich und sind verwoben mit der immer enger werdenden Freundschaft von Camil und Roxana. Immer sind es auch besondere Umstände, die plötzlich in Liebe enden. Menschen die nicht zueinander zu passen scheinen, verlieben sich. Und ich? Ich merke verwundert, wie sehr mich das Buch inzwischen in seinen Bann gezogen hat. Feine Charakterstudien, die in jedem Menschen das Gute finden und davon erzählen. Eine Dorfgemeinschaft, die jeden Sommer von den Touristen des nicht allzeit zu weit entfernten Bukarest bereichert werden, lassen Mitmenschen auf einmal mit anderen Augen sehen und deren Geschichten werden erzählt. "Mögen wir auch nur eine vergleichsweise kurze Zeit im Jahr hier verbracht haben, wir unterhielten uns mit den Einheimischen trotzdem mehr, als sie sich das ganze Jahr über miteinander unterhielten." Über allem liegt der staubige Duft des Sommers. Dazwischen die Konzertlesungen, die einem in Ungewissheit lassen, was noch passiert sein könnte. Das Ende hat mich dann auch noch überraschen können. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für das neue Buch der Autorin, die in 2021 für ihren Roman "Die nicht sterben" für den deutschen Buchpreis nominiert war.
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Sommer für Sommer treffen sich Camil und Roxana im kleinen Ort Buşteni in den rumänischen Bergen. Hier trennt sie eine Bahnschranke – in Wirklichkeit trennt sie jedoch ein ganzes Leben. Für diese Wochen im Sommer verwischen die Unterschiede. Gemeinsam beobachten sie die Paare im Ort und ergründen, wann Liebe Liebe ist. Da ist die kluge Anwältin aus Bukarest, die ihren kranken Mann pflegt, bis eines Tages ein Baum aus ihrem Haus wächst. Und die schöne Dame, die einer Figur aus einer Telenovela gleicht, mit ihrem völlig unscheinbaren Ehemann. Das Paar mit den gleichen Wehklagen. Paare, die ungleicher kaum sein könnten und die doch glücklich miteinander zu sein scheinen. Und mittendrin Roxana und Camil und ihre Geschichte, die eine Liebesgeschichte werden könnte.
Mit eben jener Geschichte fährt eine Autorin durch Deutschland und erzählt jeden Abend einem neuen Publikum von dem jungen Liebespaar. Doch wer erzählt hier wessen Geschichte?
Federleicht und tiefgründig entwirft Dana Grigorcea ein Kaleidoskop über die Liebe und die Umstände, die sie erst dazu machen. Sie erzählt von Sehnsüchten, die sich überraschend erfüllen, von Chancen, die unbemerkt vorbeihuschen, von Verunsicherungen und dem weiblichen Blick.
»In diesem […] Roman steckt eine magische Superpower, die bewirkt, dass ihn auch dann, wenn man ihn längst zugeklappt hat, noch tausend erzählerische Möglichkeiten unsichtbar umschweben.« die tageszeitung, Katharina Granzin über »Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen«
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Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie ist Germanistin und Nederlandistin und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Ihr Roman »Die nicht sterben« wurde 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert und 2022 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Dana Grigorcea ist Trägerin des rumänischen Kulturverdienstordens im Rang einer Ritterin, 2026 ist sie Kuratorin des Münchner Literaturfests, das unter dem Motto »Freiheit« steht.
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"Weil alle Beziehungsgeschichten im Buch Variationen der einen Liebesgeschichte sind, nicht wahr?" Gleich im Prolog erfahren wir vom Tod von Camil. Mit ihm beginnt quasi alles. Abwechselnd lesen wir die Geschichte von Roxana, die jede Sommerferien in dem kleinen Ort Bușteni in Rumänien verbringt und dem Bericht einer Autorin die eine Konzert-Lese-Tour durch Deutschland macht und von einem Pianisten begleitet wird. Ich bin nicht ganz leicht in die Geschichte reingekommen, las sich der Schreibstil für mich etwas sperrig. In einzelnen Kapiteln erzählt uns die Autorin die Beziehungsgeschichten der Anwohner:innen in dem kleinen Ort. Diese sind zum Teil äußerst skurril aber auch so zärtlich und sind verwoben mit der immer enger werdenden Freundschaft von Camil und Roxana. Immer sind es auch besondere Umstände, die plötzlich in Liebe enden. Menschen die nicht zueinander zu passen scheinen, verlieben sich. Und ich? Ich merke verwundert, wie sehr mich das Buch inzwischen in seinen Bann gezogen hat. Feine Charakterstudien, die in jedem Menschen das Gute finden und davon erzählen. Eine Dorfgemeinschaft, die jeden Sommer von den Touristen des nicht allzeit zu weit entfernten Bukarest bereichert werden, lassen Mitmenschen auf einmal mit anderen Augen sehen und deren Geschichten werden erzählt. "Mögen wir auch nur eine vergleichsweise kurze Zeit im Jahr hier verbracht haben, wir unterhielten uns mit den Einheimischen trotzdem mehr, als sie sich das ganze Jahr über miteinander unterhielten." Über allem liegt der staubige Duft des Sommers. Dazwischen die Konzertlesungen, die einem in Ungewissheit lassen, was noch passiert sein könnte. Das Ende hat mich dann auch noch überraschen können. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für das neue Buch der Autorin, die in 2021 für ihren Roman "Die nicht sterben" für den deutschen Buchpreis nominiert war.





