Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen

Das Gewicht eines Vogels beim Fliegen

Hardback
3.36

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Description

Ein Bildhauer im New York der 20er Jahre und eine Schriftstellerin auf seinen Spuren - verbunden durch die Frage, was Kunst wirklich ist

Voller Hoffnungen und Sehnsüchte reist der junge und aufstrebende Bildhauer Constantin Avis 1926 nach New York. Ein einflussreicher Galerist will ihn unter seine Fittiche nehmen und in dieser Stadt der Träumer und Macher ganz groß herausbringen. Beflügelt von einer aufkeimenden Liebe und der Aussicht auf Erfolg, schwebt er durch dieses neue Leben und droht dabei, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Denn wie weit kann ihn seine Kunst wirklich tragen?
Ein ganzes Jahrhundert später versucht Dora, diese Frage zu beantworten. Im beginnenden Frühling an der ligurischen Küste schreibt sie an einem Roman über Constantin Avis. Gemeinsam mit ihrem Sohn und dem Kindermädchen sucht sie hier die Ruhe, die ihr im Alltag als Künstlerin und Mutter stets fehlt. Doch je tiefer sie sich hinabgleiten lässt in diese andere Welt, desto stärker vermischt sich ihre Geschichte mit der von Constantin, und sie begreift, dass sie seine Fragen nur mit ihrem eigenen Leben beantworten kann.
Mit unvergleichlichem Charme erzählt Dana Grigorcea von der Verquickung des Lebens mit der Kunst, in einer Sprache von überwältigender Kraft und schwebender Leichtigkeit.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
224
Price
24.70 €

Author Description

Dana Grigorcea wurde 1979 in Bukarest geboren, sie ist Germanistin und Nederlandistin und lebt seit vielen Jahren mit ihrer Familie in Zürich. Die Werke der rumänisch-schweizerischen Schriftstellerin wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem 3sat-Preis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Ihr Roman »Die nicht sterben« wurde 2021 für den Deutschen Buchpreis nominiert und 2022 mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet. Dana Grigorcea ist Trägerin des rumänischen Kulturverdienstordens im Rang einer Ritterin, 2026 ist sie Kuratorin des Münchner Literaturfests, das unter dem Motto »Freiheit« steht.

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Echt schwierig für mich zu diesem Buch was zu schreiben. Ich fang mal mit dem Äußeren an. Mich haben das Cover und der Titel gleich angesprochen und deswegen hab ich mir den Inhalt des Romanes genauer angeschaut. Die Frage, was Kunst wirklich ist, stell ich mir selbst immer wieder und meine Neugier war geweckt. Nun zum Inhalt. Ich hatte meine Schwierigkeiten mit dem Buch. Künstlerisch betrachtet, ist es ein sehr gut konstruierter Roman, aber inhaltlich konnte es mich nicht ganz überzeugen. Wir haben 2 Erzählperspektiven, die abwechselnd erzählt werden. Einmal wird die Geschichte von der Autorin Dora erzählt, die mit ihrem achtjährigen Sohn Loris und dem Kindermädchen Macedonia an die ligurische Küste fährt, um ihren Roman zu dem Bildhauer Constantin Avis zu schreiben. Während ihres kreativen Schaffens, verfällt sie immer mehr in ihre Geschichte und vernachlässigt ihr Umfeld, einschließlich Sohn Loris. Dann haben wir die Geschichte von Constantin Avis, der 1926 aus Paris nach New York einreist, eingeladen von einem New Yorker Galeristen, um dort sein Kunststück den „Vogel“ auszustellen. Kurz vor seiner Ankunft stirbt der Galerist und dessen Tochter Cara Milner nimmt Constantin unter ihre Fittiche. Ich hab erst ein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen, da ich mich an Sprache und Schreibstil gewöhnen musste. Anfangs konnte ich Doras Geschichte besser folgen, da ich das Gefühl hatte gleich zu wissen, wo ich mich befinde. Constantins Geschichte war mir erst zu viel - zu viel Bilder, zu viele Namen, zu viel Geschehen. Ich wollte immer gleich analysieren wo und mit wem ich gerade in der Geschichte bin. Doch nachdem ich gemerkt habe, dass ich mich einfach nur treiben lassen muss, ist mir Constantins Geschichte immer zugänglicher geworden. Nachdem Constantin eine Liaison mit Lidy, der Fotografin der Milner Gallery, anfängt, fühl ich mich teilweise wie beim anschauen eines alten Tanzfilms. Die bildlichen Beschreibungen New Yorks erzeugen gleich Szenen in meinem Kopf. Zu Dora hab ich im Verlauf der Geschichte immer mehr die Verbindung verloren. Sie schien mir wie im Nebel, kurzweilig sichtbar, aber meistens unklar. Immer wieder wurden neue Geschichten angerissen, aber nicht zu Ende geführt. Als dann noch ihr Liebhaber Regis dazukam, konnte ich Dora gar nicht mehr folgen. Diese ambivalente Gefühle waren mir unverständlich. Absolut genial, fand ich das verweben beider Geschichten. Szenen die bei Dora vorkamen, wie zum Beispiel „gelbe Vorhänge“, baut sie auch in ihren Roman ein und wir sehen diese „gelbe Vorhänge“ in New York. Das hat mir verdeutlich, wie das Leben einer Künstlerin/eines Künstlers auch Inspirationsquelle für ihre/seine Kunst ist. Auch fand ich die immer wieder auftauchenden Fragen zur Kunst interessant ( S. 70) „Wozu Kunst? Inwiefern speist sich die Kunst aus dem Leben - und was gibt die Kunst dem Leben zurück“, aber viele neue Ansichten hab ich nicht erhalten, sondern eigene bestätigt bekommen. Ich finde tatsächlich, dass Dana Grigorcea hier hohe Kunst geschaffen hat, aber inhaltlich hätte ich mir mehr Leben gewünscht. Zwischendrin hatte ich sogar teilweise keine Lust zum lesen, die aber gegen Ende dann doch wieder aufkam. Den Schluss fand ich persönlich absolut passend und Rund. In einem Prozess wird hier nochmal versucht die Frage, was Kunst ist, zu klären. Das Buch würde ich nicht jedem empfehlen, da es kein leicht zu lesendes Roman ist. Wer aber gern mal liest, nur der Kunst wegen, der sollte zu diesem Buch greifen.

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Für mich hat der Roman leider zu wenig Tiefgang und zu viel Höhenflug.

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