Strafe: Stories
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Bereits jetzt ein Jahreshighlight für mich
Vielleicht weil ich ohne Erwartungen an meinen ersten „von Schirach“ rangegangen bin haben mich die Geschichten umso mehr umgehauen. Jede einzelne Geschichte hat bei mir nachgehallt und ich hab mich im Alltag dabei erwischt wie ich immer wieder auf einzelnen Geschichten rumgemacht habe, mich hineinversetzt habe und/oder nach Antworten gesucht habe. Mein Erster aber ganz bestimmt nicht mein Letzter von Schirach ♥️
Besser als der Vorgänger!
In seinem Werk beschreibt Schirach zwölf Fallgeschichten, die sich erneut mit der Frage nach Schuld, Recht und Gerechtigkeit beschäftigen. „Strafe“ ist mein drittes Buch von Ferdinand von Schirach und ich muss sagen, dass mir die Geschichten dieses Mal deutlich besser gefallen haben als bei „Schuld“. Obwohl sie auch kurz und sachlich gehalten sind, konnten mich die geschilderten Schicksale mehr fesseln. Tatsächlich bin ich auch das ein oder andere Mal ins Grübeln gekommen. Der Schreibstil ist wie immer nüchtern, distanziert und unkompliziert. Das Buch lässt sich schnell weglesen und ist durchaus unterhaltsam! 👍
Leseempfehlung
Datum: 26.01.2024 Ah, ein Buch von Ferdinand von Schirach geht doch immer. Nach einem langen Thriller ist es doch das Beste, sich ein paar Kurzgeschichten durchzulesen. Alles, was mit Verbrechen, sprich True Crime, Thriller usw. zutun hat, ist genau mein Schema. Besonders Leseanfänger (also nicht Erstklässler, sondern Personen die nur ab und zu oder selten bis nie lesen) kann ich die Bücher von Ferdinand von Schirach empfehlen. Knackiger Schreibstil, kurze Geschichten, spannende Fälle und man fragt sich anfangs, was hat er oder sie verbrochen, was wird wohl angeklagt, wie geht die Story aus ? Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen !

Perspektivenwechsel
»Vielleicht hast Du Recht und es gibt kein Verbrechen und keine Schuld«, sagte er, »aber es gibt eine Strafe.« S. 188 Dieses Buch beweist, dass wir uns öfter mal von einer festgefahrenen Meinung distanzieren sollten um das ganze auch mal aus einer anderen Sicht zu betrachten. Was ist Wirklichkeit? Was ist die Wahrheit? Was ist Recht und was Gerechtigkeit? Was ist Täuschung und was Realität? Wer trägt die Schuld wirklich? Wer handelt aus Egoismus und wer aus Empathie? 12 Erzählungen. 12 Meinungen. 12 Schicksale. 12 verschiedene Ausgänge. Ich mag den nüchternen und direkten Schreibstil unfassbar gern. Muss das auch immer wieder erwähnen. Die Bücher sind gut geschrieben. Klar und deutlich. Super.
Wunderbare Sammlung an Kurzgeschichten. Unfassbar viele schwierige Inhalte.
STRAFE - FERDINAND VON SCHIRACH 192 Seiten / Luchterhand / 05.03.18 Schirach begeistert mich durch seine direkte Art zu erzählen. In Strafe liest du verschiedene Kurzgeschichten zum Thema Schuld und Strafe. Ich mag sie alle. Diese Bücher sind schnell gelesen und lassen mich immer nachdenklich zurück. Da hier super viele potentiell triggernde Inhalte drin sind, lies achtsam. Eine Aufstellung steht unten. ☆☆☆☆☆ Eva 😮💨 Inhaltswarnung: selbstverletzendes Verhalten, häusliche Gewalt, Tod, Kindesmisshandlung, Alkoholkonsum, Suizid, Kindstötung, Krebs, Vergewaltigung, Menschenhandel, Drogenkonsum, Kinderwunsch Beschreibung: Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem dritten Erzählungsband »Strafe« zwölf Schicksale. Wie schon in »Verbrechen« und »Schuld« zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von »gut» und »böse« oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.
So einfach und doch so bewegend!
Strafe✨ ••••••••••••••••••••••••••••• In »Strafe« beschreibt von Schirach in zwölf fesselnden und bewegenden Kurzgeschichten verschiedene Schicksale von unterschiedlichen Menschen und berührt dabei auf eine ganz eigene, nüchterne, aber emphatische Art. • Ferdinand von Schirach ist ein Meister darin, seine Leser in die Welt der Justiz und der menschlichen Psyche zu entführen. Hierbei zeigt er die Abgründe des Menschen so deutlich auf und lässt uns verstehen, was passieren muss, dass der Mensch so handelt, wie er handelt. Von Schirach beschreibt zwölf Fälle, in denen es kurze, nicht immer sichtbare, aber absolut lebensverändernde Augenblicke für die Protagonisten gibt, die einen gewaltigen Sturm und eine starke menschliche Veränderung mit sich bringen. • Der Schreibstil des Autors ist wie immer sehr direkt, nüchtern und klar. Dennoch schafft es von Schirach mit einer starken Wortwahl den Leser auf wenigen Seiten so zu berühren. Er schreibt ehrlich, aber emphatisch. Einfach, aber treffend und berührend. Ich liebe seine Art zu schreiben mit jedem Buch mehr! • Am Ende bleiben immer die offenen Fragen: Wann ist ein Mensch gut oder böse? Waren verurteilen wir so unterschiedlich? Was ist eine angemessene Strafe für einen Menschen? Was ist richtig? Was ist falsch? All diese Fragen werden zwischen den Zeilen gestellt und am Ende entscheidet wieder jeder Leser selbst. Ein jeder urteilt anders. Und das macht die Bücher von Ferdinand von Schirach so besonders. • Ich bin von jedem Buch des Autors gefesselt und auch sprachlos. Der Schreibstil zieht mich in den Bann und manchmal musste ich das Buch kurz zur Seite legen, um das gelesene zu verarbeiten. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, wenn ihr euch selber dazu bereit fühlt! ••••••••••••••••••••••••••••• Bewertung: 5/5 Sterne ⭐️

Auch in dieses Buch des Autors habe ich schnell reingefunden und empfand den Schreibstil als sehr flüssig und leicht zu lesen. Es waren 12 eigenartige und ausgefallene Geschichten, die definitiv wahr sein könnten und in Erinnerung bleiben. Trotz seiner kurzen Sätze schafft es Ferdinand von Schirach, die Charakteren des Buchs genau zu beschreiben. Kein Satz ist zu viel oder zu wenig. Leider konnten mich die Geschichten nicht so richtig überzeugen. Anders als in seinem Buch „Terror“ blieb ich am Ende nicht zwiegespalten oder „ergebnislos“ zurück. Vielmehr hatte ich ein komisches, aber abgeschlossenes Gefühl. Ich hatte keinen großen Drang nochmal über das Gelesene nachzudenken. Was mir das Buch allerdings noch mal vor Augen geführt hat: Grenze niemals Mitmenschen aus. Verurteile sie nicht für das, was sie sind und was sie tun. Du kennst ihre Geschichten nicht und weißt nicht, welche Kämpfe sie im Inneren austragen. Welche Konsequenzen folgen können, wurde im Buch wunderbar beschrieben.
Einfach nur ein tolles und gelungenes Buch
Was soll ich noch mehr sagen. Faszinierend, wie Ferdinand von Schirach es immer wieder schafft, obwohl die unterschiedlichen Erzählungen nur ein Kapitel lang sind, einen hinters Licht zu führen und einen teilweise sprachlos zurücklässt. Ein voll und ganz gelungenes Buch aus meiner Sicht.
Schirach schafft es immer wieder einen auf wenigen Seiten in Situationen zu werfen, in denen wir uns selbst hinterfragen und kurz innehalten.
👴🏻🎾🫂 »𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘢𝘴𝘵 𝘥𝘶 𝘙𝘦𝘤𝘩𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘦𝘴 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘬𝘦𝘪𝘯 𝘝𝘦𝘳𝘣𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘶𝘭𝘥«, 𝘴𝘢𝘨𝘵𝘦 𝘦𝘳, »𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘦𝘴 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘥𝘪𝘦 𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘚𝘵𝘳𝘢𝘧𝘦.« Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem dritten Erzählungsband «Strafe» zwölf Schicksale. Wie schon in »Verbrechen« und »Schuld« zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von »gut» und »böse« oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst. 💭 Schirach schafft es immer wieder einen auf wenigen Seiten in Situationen zu werfen, in denen wir uns selbst hinterfragen und kurz innehalten. 👩⚖️ Die Schöffin 🔫 Die falsche Seite 🤱 Ein hellblauer Tag 🧍♀️ Lydia 🏡 Nachbarn 👝 Der kleine Mann 🤿 Der Taucher 👴🏻 Stinkefisch 🏠 Das Seehaus 👩⚖️ Subotnik 🎾 Tennis 🫂 Der Freund Alle 12 Schicksale sind so menschlich beschrieben und klingen noch lange nach. Besonders beeindruckend fand ich Stickefisch, Tennis und Der Freund. 👴🏻🎾🫂 Definitiv wieder eine Leseempfehlung, die es in sich hat. Ich freue mich auf den nächstens Schirach. ⭐️⭐️⭐️⭐️ 𝘌𝘴 𝘪𝘴𝘵 𝘨𝘢𝘯𝘻 𝘨𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩, 𝘰𝘣 𝘸𝘪𝘳 𝘈𝘱𝘰𝘵𝘩𝘦𝘬𝘦𝘳 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘛𝘪𝘴𝘤𝘩𝘭𝘦𝘳 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘪𝘧𝘵𝘴𝘵𝘦𝘭𝘭𝘦𝘳 𝘴𝘪𝘯𝘥. 𝘋𝘪𝘦 𝘙𝘦𝘨𝘦𝘭𝘯 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘦𝘪𝘯 𝘸𝘦𝘯𝘪𝘨 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘴, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘥𝘪𝘦 𝘍𝘳𝘦𝘮𝘥𝘩𝘦𝘪𝘵 𝘣𝘭𝘦𝘪𝘣𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘪𝘦 𝘌𝘪𝘯𝘴𝘢𝘮𝘬𝘦𝘪𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘴 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦 𝘢𝘶𝘤𝘩.

Es hat mit „Regen“ angefangen und ich war irritiert warum es diese vielen Empfehlungen und jenen Hype gab, denn die Life- Lesung machte mir Spaß aber ich war nicht aus dem Häuschen 🙃 „Strafe“ als mein erstes gelesenes Buch von ihm hat mich nun jedoch mehrmals tief berührt, erschüttert, schockiert und wütend gemacht. Das liegt zum einen an der Auswahl der Fälle und zum anderen sicherlich an dieser Art sie vorzutragen. Er könne „wunderbar erzählen“ heißt es,. Dem möchte ich nun wirklich ganz klar zustimmen. Wenn es auch ein ganz anderes interessantes Erzählen ist, nicht vergleichbar mit einem Geschichtenerzähler. Mein tiefes Mitgefühl und meine Hochachtung gleichermaßen lieber Herr von Schirach. Was für Erfahrungen, ich möchte sie nicht teilen. Prädikat: auf jeden Fall lohnens-lesenswert 👍🏼
Das war mein erstes Buch von Ferdinand von Schirach, aber ganz sicher nicht mein letztes!
Schon nach den ersten Seiten war ich völlig eingenommen von seinem Stil - so nüchtern, so klar und gleichzeitig voller Empathie. In zwölf Kurzgeschichten erzählt er von Menschen, die an Wendepunkten stehen. Oft unauffällig, oft schmerzhaft still, aber immer mit weitreichenden Konsequenzen. Er schafft es, uns mitten in die Abgründe menschlicher Entscheidungen zu werfen, ohne dabei zu verurteilen. Er stellt keine Schuld aus, er beobachtet. Und genau das macht diese Geschichten so bewegend. Es sind Geschichten, in denen es nicht um Sensation geht, sondern um das, was hinter dem Handeln steckt: kleine, oft unsichtbare Momente, die ein Leben verändern. Was mich besonders beeindruckt hat, ist, wie sehr er zwischen den Zeilen fragt, ohne einfache Antworten zu geben. Was ist Gerechtigkeit? Was ist Schuld? Was verdient Strafe und wer darf das entscheiden? Diese Fragen hallen lange nach und machen „Strafe" zu mehr als einer Sammlung von Justizgeschichten. Für mich hat dieses Buch dieselbe Sogwirkung wie die Werke von Benedict Wells. Schlicht im Ausdruck, aber voller Tiefe. Und es hat mir gezeigt, wie Literatur uns dazu bringen kann, weniger zu urteilen und mehr zu verstehen.
Unfassbar wie dieser berichtartige Stil, so viel Gefühl auslösen kann!
Ich bin wirklich begeistert und habe beschlossen, mir alle Werke von ihm zu holen. Diese Art zu schreiben, diese Vielfalt und Geduld. Ich habe das Gefühl in so viele Leben eingetaucht zu sein und den Mensch als Menschen anders wahr genommen zu haben. Tolles Buch!
Viele interessante Kurzgeschichten
Dieses Buch war echt mal was anderes! Hier werden mehrere Kurzgeschichten vom Autor erzählt, die sehr authentisch sind und könnten auch tatsächlich so passiert sein. Für alle die True Crime mögen oder insgesamt gern sowas lesen, kann ich dieses Buch nur empfehlen! Werde mir jetzt auch weitere Bücher von Schirach holen.

Ferdinand von Schirach - Strafe
Auch dieser Erzählband von Schirach ist wieder mal großartig. Schirach schafft es immer wieder auf extrem klare und strukturierte Weise Geschichten zu erschaffen, die so viel Tiefgang haben, dass es - mich zumindest - oft sprachlos macht. Sprachlich klar und auf das Notwendigste reduziert schreibt er in diesem Band mit 11 Erzählungen von menschlichen Abgründen, die einen oft kopfschüttelnd zurücklassen. Verurteilen kann man Schirachs Protagonisten für das was sie tun dennoch nicht, ist ihr Verhalten doch zutiefst menschlich und oftmals auf verstörende Weise nachvollziehbar (auch wenn man es sich vielleicht nicht eingestehen möchte). Tolles Buch!
Ich liebe die Kurzgeschichten von Schirach, und auch dieser Band hat meiner Meinung nach nicht enttäuscht. Ich bin immer wieder fasziniert, wie man es schaffen kann, in wenigen Seiten so interessante Geschichten zu schreiben, dass man das Buch für einen Moment zuschlagen muss und erstmal verdauen möchte was man eben erst gelesen hat. Chefskiss
Strafe ist mein erstes Buch von Friedrich von Schirarch, daher musste ich erst in seinen Stil reinfinden. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten bin, hat mich das Buch positiv überrascht. Der Schreibstil gefiel mir unheimlich gut, die Geschichten besonders und spannend. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an! Eine Beurteilung find ich sehr schwer, da ich keinen Vergleich zu sowas habe. Ich möchte aber definitiv noch mehr Bücher von Schirarch lesen.

Stellt eure intuitive Meinung in Frage. Recht und Gerechtigkeit. Welche Strafe ist angemessen. Ein Meisterwerk. Wie immer. Jeder sollte Herrn von Schirach lesen. *** Ferdinand von Schirach schreibt über die 'Strafe'. Der Verhängen einer Strafe ist nicht zwangsläufig eine Gesetztesentscheidung. Zwölf Geschichten stellen den Leser vor moralische Fragen die nicht einfach mit ja oder nein beantwortet werden können. Die Geschichten machen deutlich das die Grauzone deutlich größer ist als der schwarze Rahmen und der weiße Mittelpunkt. Am liebsten würde ich gar keine Rezension schreiben, sondern jedem ein Buch von Ferdinand von Schirach in die Hand drücken und sagen: 'Das muss man lesen. Punkt.' Ich habe noch keinen Schriftsteller wie von Schirach entdeckt. Jedem dem ich ein Buch von ihm empfohlen habe, war begeistert danach. Ausnahmslos. Was macht die Bücher des Autor so besonders? Zum einen der Schreibstil. Punktuell. Ohne Ausschweifungen. Mit wenigen prägnanten Sätzen schreibt von Schirach seinen Leser in eine zerrissene Stimmung. Ohne viele Worte baut er ein Szenario auf das so detailliert vor meinem inneren Auge ist wie ein Hollywood Blockbuster. Die Moral. Jede Geschichte lässt den Leser nachdenklich zurück, stellt die moralischen Überzeugungen in Frage. Können wir nach dem Lesen eines Zeitungsartikels über Recht und Unrecht entscheiden? Nein. Die Strafe. Der Titel des Buches ist (oh Wunder) das Thema. Welche Strafe kann das Gesetz auferlegen? Wie bestrafen sich die Angeklagten selbst? Welche Strafe bekommen die Angeklagten von ihrem Umfeld oder der Gesellschaft auferlegt - völlig unabhängig vom gerichtlichen Strafmaß? Wo und wann können wir mit unserem Wissensstand überhaupt beurteilen was die angemessene Betrafung ist? Lesen bildet. Das kann man gar nicht oft genug sagen. Nach einem Schriach Buch ist man ein anderer Mensch. Zumindest trifft das auf mich zu. Ich betrachte das deutsche Gesetz inzwischen mit anderen Augen. Ich stelle meine eigene intuitive Meinung öfter in Frage. Wie schreibt Herr von Schirach in 'Die Würde ist antastbar' so schön: Schwarmmintelligenz wird oft zu Schwarmmdummheit (Achtung: das Zitat ist nicht wortwörtlich aber sinngemäß).
Zwölf Fälle, die zum Nachdenken anregen
Nachdem mich „Der Fall Collini“ sehr beeindruckt hat, wollte ich unbedingt noch ein weiteres Buch von Ferdinand von Schirach lesen. Ohne lange zu recherchieren, habe ich einfach das erste Buch genommen, das mir in die Hände gefallen ist. Mittlerweile weiß man ja: Der Schreibstil von Ferdinand von Schirach ist sehr nüchtern, klar und sachlich; genau das macht seine Bücher so angenehm und schnell lesbar. Das Buch besteht aus zwölf Fallgeschichten. Auch wenn es sich dabei um kurze Geschichten handelt, bleibt ihre Wirkung erstaunlich lange nach dem Lesen bestehen. Von Schirach gelingt es, hinter die Taten zu blicken und die Motive der Menschen sichtbar zu machen. Dadurch entwickelt man beim Lesen ein gewisses Maß an Empathie; selbst für Menschen, die schwere Verbrechen begangen haben. Man beginnt zu verstehen, warum jemand eine bestimmte Tat begeht. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ein Verbrechen gutheißt. Vielmehr zeigt das Buch, dass hinter jeder Tat eine Geschichte, ein Auslöser oder ein menschlicher Abgrund stehen kann. Auch dieses Buch kann ich daher sehr empfehlen. Gerade weil sich seine Bücher so leicht und flüssig lesen lassen, eignen sie sich hervorragend als Lektüre für zwischendurch; besonders nach einem anspruchsvolleren Buch.
Je mehr wir über einen Menschen wissen, desto schwerer fällt es, ihn zu verdammen.
Die Realität ist eben nicht nur Schwarz/Weiß und dieses Buch beweist es wieder einmal nur zu gut. Wie auch schon "Verbrechen", "Schuld" und "Die Würde des Menschen ist anstastbar". Gekonnt und in direkter Sprache fordert von Schirach einen als Leser heraus. Nicht nur mit den geschilderten Dingen, sondern umso mehr darin, das eigene Schubladendenken und Moralempfinden nicht einfach als gegeben hinzunehmen. Klare Empfehlung. Und auch hier sollte man sich aufgrund der "Kürze" nicht darin vertun, das Buch als schnelle Nachtlektüre wahrzunehmen.
Kühl, präzise, verstörend: Strafe erzählt von Schuld, Zufall und Recht – und hinterlässt Fragen, wo man Antworten erwartet.
Mit Strafe legt Ferdinand von Schirach den dritten Band seiner literarischen Auseinandersetzung mit Recht, Moral und Menschlichkeit vor – und knüpft damit nahtlos an Verbrechen und Schuld an. Wieder sind es zwölf Geschichten, wieder geht es um Menschen am Rand der Norm – Täter, Opfer, Mitläufer. Und wieder verzichtet Schirach auf großes Drama. Stattdessen schreibt er in seinem typischen, präzise-nüchternen Stil – sachlich, kühl, fast protokollarisch –, und gerade das verleiht den Fällen eine ungeheure Wucht. Besonders bewegend ist die Geschichte eines alten Mannes, der durch eine scheinbar banale Entscheidung eine Kette tragischer Ereignisse auslöst. Hier wird deutlich: Die Brüche, die Leben verändern, sind oft winzig – und doch tiefgreifend. Schirach zwingt seine Leser:innen nicht zu einer Meinung, sondern überlässt ihnen die Deutungshoheit. Es gibt keine klaren Schuldigen, keine eindeutigen Opfer – nur Menschen mit Entscheidungen, Zufällen, Versäumnissen. In Strafe wird die Frage nach Gerechtigkeit noch fundamentaler gestellt als in den Vorgängerbänden. Nicht nur juristische, sondern existenzielle Aspekte treten in den Vordergrund. Schirach macht klar: Nicht jede juristische Strafe ist moralisch gerecht. Und nicht jede moralische Verfehlung wird je juristisch geahndet. Manche der Strafen in diesen Geschichten sind leise, subtil, aber ebenso zerstörerisch – etwa wenn ein Mensch aus Schuldgefühl heraus sein Leben in ein Gefängnis aus Fürsorge und Verzicht verwandelt. Der Zufall spielt in vielen Geschichten eine zentrale Rolle – als unkontrollierbarer Gegenspieler von Gesetz und Ordnung. Er wirkt manchmal wie ein grausamer Richter, der entscheidet, wessen Leben entgleist und wessen nicht. Strafe ist kein Buch für schnelle Urteile. Es ist ein Spiegel, der leise und eindringlich die Fragen stellt, die wir oft verdrängen: Was ist gerecht? Was ist gut? Und was bleibt, wenn das Recht am Ende nichts mehr zu sagen hat? Fazit: Strafe ist ein stilles, schmerzhaftes und kluges Buch, das Leser:innen zum Nachdenken zwingt. Wer sich für die Grauzonen zwischen Recht und Moral interessiert, wird hier fündig – und verstört zurückgelassen. Auf die bestmögliche Weise.
teils richtig gut
In dem Kurzgeschichten Band *Strafe* von Ferdinand von Schirach werden einige Lebensgeschichten und Schicksale skizziert, die passend zum Titel in irgendeiner Art und Weise eine Strafe behandeln. Ob rechtlich gesehen oder aus dem Leben gegriffen. Da Ferdinand von Schirach selbst Jurist ist, sind die rechtlichen Abläufe oder inhaltlichen Punkte stets korrekt dargestellt und in Kontext gesetzt. Dennoch haben mir einige der Kurzgeschichten nicht so sehr gefallen, wobei man dazu sagen muss, dass ich auch einfach kein Fan von Kurzgeschichten bin. Alter der Protagonisten: unterschiedlich Genre: Kurzgeschichten, hauptsächlich aus der Kriminalszene Blutlevel: 🩸🩸
12 interessante Schicksale
Strafe | Ferdinand von Schirach | btb Verlag | Kurzgeschichten | 3,5⭐️ „Strafe“ war mein zweites Buch von Schirach und prinzipiell fand ich auch dieses Buch wieder sehr interessant. Es geht um 12 Schicksale. Jeder dieser Menschen hat Dinge getan, die man weder als gut noch böse einstufen kann. Sie haben diese Dinge oft aus Einsamkeit heraus getan. Die Art und Weise wie Schirach von diesen Schicksalen erzählt war wie bereits in Terror sehr anschaulich. Trotzdem habe ich kaum Zugang zu den einzelnen Geschichten und Figuren gefunden und vor allem bei dem Buch gemerkt, dass Kurzgeschichten irgendwie nichts für mich sind. Ich brauche die Zeit, um in eine Geschichte reinzukommen und die Figuren richtig kennenzulernen. Das hat bei diesen Kurzgeschichten leider nicht funktioniert. Trotzdem hab ich das Buch gerne gelesen und werde meine Schirach Sammlung auf jeden Fall erweitern. Menschlich und moralisch gesehen schreibt er sehr eindrucksvoll. Jede Geschichte hatte ihre Mini-Sogwirkung und jedes Schicksal war auf seine eigene Weise spannend und interessant. Zwar kein Highlight für mich. Aber trotzdem ein tolles und vor allem kurzweiliges Buch für zwischendurch.
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Bereits jetzt ein Jahreshighlight für mich
Vielleicht weil ich ohne Erwartungen an meinen ersten „von Schirach“ rangegangen bin haben mich die Geschichten umso mehr umgehauen. Jede einzelne Geschichte hat bei mir nachgehallt und ich hab mich im Alltag dabei erwischt wie ich immer wieder auf einzelnen Geschichten rumgemacht habe, mich hineinversetzt habe und/oder nach Antworten gesucht habe. Mein Erster aber ganz bestimmt nicht mein Letzter von Schirach ♥️
Besser als der Vorgänger!
In seinem Werk beschreibt Schirach zwölf Fallgeschichten, die sich erneut mit der Frage nach Schuld, Recht und Gerechtigkeit beschäftigen. „Strafe“ ist mein drittes Buch von Ferdinand von Schirach und ich muss sagen, dass mir die Geschichten dieses Mal deutlich besser gefallen haben als bei „Schuld“. Obwohl sie auch kurz und sachlich gehalten sind, konnten mich die geschilderten Schicksale mehr fesseln. Tatsächlich bin ich auch das ein oder andere Mal ins Grübeln gekommen. Der Schreibstil ist wie immer nüchtern, distanziert und unkompliziert. Das Buch lässt sich schnell weglesen und ist durchaus unterhaltsam! 👍
Leseempfehlung
Datum: 26.01.2024 Ah, ein Buch von Ferdinand von Schirach geht doch immer. Nach einem langen Thriller ist es doch das Beste, sich ein paar Kurzgeschichten durchzulesen. Alles, was mit Verbrechen, sprich True Crime, Thriller usw. zutun hat, ist genau mein Schema. Besonders Leseanfänger (also nicht Erstklässler, sondern Personen die nur ab und zu oder selten bis nie lesen) kann ich die Bücher von Ferdinand von Schirach empfehlen. Knackiger Schreibstil, kurze Geschichten, spannende Fälle und man fragt sich anfangs, was hat er oder sie verbrochen, was wird wohl angeklagt, wie geht die Story aus ? Ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen !

Perspektivenwechsel
»Vielleicht hast Du Recht und es gibt kein Verbrechen und keine Schuld«, sagte er, »aber es gibt eine Strafe.« S. 188 Dieses Buch beweist, dass wir uns öfter mal von einer festgefahrenen Meinung distanzieren sollten um das ganze auch mal aus einer anderen Sicht zu betrachten. Was ist Wirklichkeit? Was ist die Wahrheit? Was ist Recht und was Gerechtigkeit? Was ist Täuschung und was Realität? Wer trägt die Schuld wirklich? Wer handelt aus Egoismus und wer aus Empathie? 12 Erzählungen. 12 Meinungen. 12 Schicksale. 12 verschiedene Ausgänge. Ich mag den nüchternen und direkten Schreibstil unfassbar gern. Muss das auch immer wieder erwähnen. Die Bücher sind gut geschrieben. Klar und deutlich. Super.
Wunderbare Sammlung an Kurzgeschichten. Unfassbar viele schwierige Inhalte.
STRAFE - FERDINAND VON SCHIRACH 192 Seiten / Luchterhand / 05.03.18 Schirach begeistert mich durch seine direkte Art zu erzählen. In Strafe liest du verschiedene Kurzgeschichten zum Thema Schuld und Strafe. Ich mag sie alle. Diese Bücher sind schnell gelesen und lassen mich immer nachdenklich zurück. Da hier super viele potentiell triggernde Inhalte drin sind, lies achtsam. Eine Aufstellung steht unten. ☆☆☆☆☆ Eva 😮💨 Inhaltswarnung: selbstverletzendes Verhalten, häusliche Gewalt, Tod, Kindesmisshandlung, Alkoholkonsum, Suizid, Kindstötung, Krebs, Vergewaltigung, Menschenhandel, Drogenkonsum, Kinderwunsch Beschreibung: Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem dritten Erzählungsband »Strafe« zwölf Schicksale. Wie schon in »Verbrechen« und »Schuld« zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von »gut» und »böse« oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst.
So einfach und doch so bewegend!
Strafe✨ ••••••••••••••••••••••••••••• In »Strafe« beschreibt von Schirach in zwölf fesselnden und bewegenden Kurzgeschichten verschiedene Schicksale von unterschiedlichen Menschen und berührt dabei auf eine ganz eigene, nüchterne, aber emphatische Art. • Ferdinand von Schirach ist ein Meister darin, seine Leser in die Welt der Justiz und der menschlichen Psyche zu entführen. Hierbei zeigt er die Abgründe des Menschen so deutlich auf und lässt uns verstehen, was passieren muss, dass der Mensch so handelt, wie er handelt. Von Schirach beschreibt zwölf Fälle, in denen es kurze, nicht immer sichtbare, aber absolut lebensverändernde Augenblicke für die Protagonisten gibt, die einen gewaltigen Sturm und eine starke menschliche Veränderung mit sich bringen. • Der Schreibstil des Autors ist wie immer sehr direkt, nüchtern und klar. Dennoch schafft es von Schirach mit einer starken Wortwahl den Leser auf wenigen Seiten so zu berühren. Er schreibt ehrlich, aber emphatisch. Einfach, aber treffend und berührend. Ich liebe seine Art zu schreiben mit jedem Buch mehr! • Am Ende bleiben immer die offenen Fragen: Wann ist ein Mensch gut oder böse? Waren verurteilen wir so unterschiedlich? Was ist eine angemessene Strafe für einen Menschen? Was ist richtig? Was ist falsch? All diese Fragen werden zwischen den Zeilen gestellt und am Ende entscheidet wieder jeder Leser selbst. Ein jeder urteilt anders. Und das macht die Bücher von Ferdinand von Schirach so besonders. • Ich bin von jedem Buch des Autors gefesselt und auch sprachlos. Der Schreibstil zieht mich in den Bann und manchmal musste ich das Buch kurz zur Seite legen, um das gelesene zu verarbeiten. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung, wenn ihr euch selber dazu bereit fühlt! ••••••••••••••••••••••••••••• Bewertung: 5/5 Sterne ⭐️

Auch in dieses Buch des Autors habe ich schnell reingefunden und empfand den Schreibstil als sehr flüssig und leicht zu lesen. Es waren 12 eigenartige und ausgefallene Geschichten, die definitiv wahr sein könnten und in Erinnerung bleiben. Trotz seiner kurzen Sätze schafft es Ferdinand von Schirach, die Charakteren des Buchs genau zu beschreiben. Kein Satz ist zu viel oder zu wenig. Leider konnten mich die Geschichten nicht so richtig überzeugen. Anders als in seinem Buch „Terror“ blieb ich am Ende nicht zwiegespalten oder „ergebnislos“ zurück. Vielmehr hatte ich ein komisches, aber abgeschlossenes Gefühl. Ich hatte keinen großen Drang nochmal über das Gelesene nachzudenken. Was mir das Buch allerdings noch mal vor Augen geführt hat: Grenze niemals Mitmenschen aus. Verurteile sie nicht für das, was sie sind und was sie tun. Du kennst ihre Geschichten nicht und weißt nicht, welche Kämpfe sie im Inneren austragen. Welche Konsequenzen folgen können, wurde im Buch wunderbar beschrieben.
Einfach nur ein tolles und gelungenes Buch
Was soll ich noch mehr sagen. Faszinierend, wie Ferdinand von Schirach es immer wieder schafft, obwohl die unterschiedlichen Erzählungen nur ein Kapitel lang sind, einen hinters Licht zu führen und einen teilweise sprachlos zurücklässt. Ein voll und ganz gelungenes Buch aus meiner Sicht.
Schirach schafft es immer wieder einen auf wenigen Seiten in Situationen zu werfen, in denen wir uns selbst hinterfragen und kurz innehalten.
👴🏻🎾🫂 »𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘩𝘢𝘴𝘵 𝘥𝘶 𝘙𝘦𝘤𝘩𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘦𝘴 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘬𝘦𝘪𝘯 𝘝𝘦𝘳𝘣𝘳𝘦𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘬𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘚𝘤𝘩𝘶𝘭𝘥«, 𝘴𝘢𝘨𝘵𝘦 𝘦𝘳, »𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘦𝘴 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘥𝘪𝘦 𝘦𝘪𝘯𝘦 𝘚𝘵𝘳𝘢𝘧𝘦.« Was ist Wahrheit? Was ist Wirklichkeit? Wie wurden wir, wer wir sind? Ferdinand von Schirach beschreibt in seinem dritten Erzählungsband «Strafe» zwölf Schicksale. Wie schon in »Verbrechen« und »Schuld« zeigt er, wie schwer es ist, einem Menschen gerecht zu werden und wie voreilig unsere Begriffe von »gut» und »böse« oft sind. Ferdinand von Schirach verurteilt nie. In ruhiger, distanzierter Gelassenheit und zugleich voller Empathie erzählt er von Einsamkeit und Fremdheit, von dem Streben nach Glück und dem Scheitern. Seine Geschichten sind Erzählungen über uns selbst. 💭 Schirach schafft es immer wieder einen auf wenigen Seiten in Situationen zu werfen, in denen wir uns selbst hinterfragen und kurz innehalten. 👩⚖️ Die Schöffin 🔫 Die falsche Seite 🤱 Ein hellblauer Tag 🧍♀️ Lydia 🏡 Nachbarn 👝 Der kleine Mann 🤿 Der Taucher 👴🏻 Stinkefisch 🏠 Das Seehaus 👩⚖️ Subotnik 🎾 Tennis 🫂 Der Freund Alle 12 Schicksale sind so menschlich beschrieben und klingen noch lange nach. Besonders beeindruckend fand ich Stickefisch, Tennis und Der Freund. 👴🏻🎾🫂 Definitiv wieder eine Leseempfehlung, die es in sich hat. Ich freue mich auf den nächstens Schirach. ⭐️⭐️⭐️⭐️ 𝘌𝘴 𝘪𝘴𝘵 𝘨𝘢𝘯𝘻 𝘨𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩, 𝘰𝘣 𝘸𝘪𝘳 𝘈𝘱𝘰𝘵𝘩𝘦𝘬𝘦𝘳 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘛𝘪𝘴𝘤𝘩𝘭𝘦𝘳 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘚𝘤𝘩𝘳𝘪𝘧𝘵𝘴𝘵𝘦𝘭𝘭𝘦𝘳 𝘴𝘪𝘯𝘥. 𝘋𝘪𝘦 𝘙𝘦𝘨𝘦𝘭𝘯 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘪𝘮𝘮𝘦𝘳 𝘦𝘪𝘯 𝘸𝘦𝘯𝘪𝘨 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘴, 𝘢𝘣𝘦𝘳 𝘥𝘪𝘦 𝘍𝘳𝘦𝘮𝘥𝘩𝘦𝘪𝘵 𝘣𝘭𝘦𝘪𝘣𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘥𝘪𝘦 𝘌𝘪𝘯𝘴𝘢𝘮𝘬𝘦𝘪𝘵 𝘶𝘯𝘥 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘴 𝘢𝘯𝘥𝘦𝘳𝘦 𝘢𝘶𝘤𝘩.

Es hat mit „Regen“ angefangen und ich war irritiert warum es diese vielen Empfehlungen und jenen Hype gab, denn die Life- Lesung machte mir Spaß aber ich war nicht aus dem Häuschen 🙃 „Strafe“ als mein erstes gelesenes Buch von ihm hat mich nun jedoch mehrmals tief berührt, erschüttert, schockiert und wütend gemacht. Das liegt zum einen an der Auswahl der Fälle und zum anderen sicherlich an dieser Art sie vorzutragen. Er könne „wunderbar erzählen“ heißt es,. Dem möchte ich nun wirklich ganz klar zustimmen. Wenn es auch ein ganz anderes interessantes Erzählen ist, nicht vergleichbar mit einem Geschichtenerzähler. Mein tiefes Mitgefühl und meine Hochachtung gleichermaßen lieber Herr von Schirach. Was für Erfahrungen, ich möchte sie nicht teilen. Prädikat: auf jeden Fall lohnens-lesenswert 👍🏼
Das war mein erstes Buch von Ferdinand von Schirach, aber ganz sicher nicht mein letztes!
Schon nach den ersten Seiten war ich völlig eingenommen von seinem Stil - so nüchtern, so klar und gleichzeitig voller Empathie. In zwölf Kurzgeschichten erzählt er von Menschen, die an Wendepunkten stehen. Oft unauffällig, oft schmerzhaft still, aber immer mit weitreichenden Konsequenzen. Er schafft es, uns mitten in die Abgründe menschlicher Entscheidungen zu werfen, ohne dabei zu verurteilen. Er stellt keine Schuld aus, er beobachtet. Und genau das macht diese Geschichten so bewegend. Es sind Geschichten, in denen es nicht um Sensation geht, sondern um das, was hinter dem Handeln steckt: kleine, oft unsichtbare Momente, die ein Leben verändern. Was mich besonders beeindruckt hat, ist, wie sehr er zwischen den Zeilen fragt, ohne einfache Antworten zu geben. Was ist Gerechtigkeit? Was ist Schuld? Was verdient Strafe und wer darf das entscheiden? Diese Fragen hallen lange nach und machen „Strafe" zu mehr als einer Sammlung von Justizgeschichten. Für mich hat dieses Buch dieselbe Sogwirkung wie die Werke von Benedict Wells. Schlicht im Ausdruck, aber voller Tiefe. Und es hat mir gezeigt, wie Literatur uns dazu bringen kann, weniger zu urteilen und mehr zu verstehen.
Unfassbar wie dieser berichtartige Stil, so viel Gefühl auslösen kann!
Ich bin wirklich begeistert und habe beschlossen, mir alle Werke von ihm zu holen. Diese Art zu schreiben, diese Vielfalt und Geduld. Ich habe das Gefühl in so viele Leben eingetaucht zu sein und den Mensch als Menschen anders wahr genommen zu haben. Tolles Buch!
Viele interessante Kurzgeschichten
Dieses Buch war echt mal was anderes! Hier werden mehrere Kurzgeschichten vom Autor erzählt, die sehr authentisch sind und könnten auch tatsächlich so passiert sein. Für alle die True Crime mögen oder insgesamt gern sowas lesen, kann ich dieses Buch nur empfehlen! Werde mir jetzt auch weitere Bücher von Schirach holen.

Ferdinand von Schirach - Strafe
Auch dieser Erzählband von Schirach ist wieder mal großartig. Schirach schafft es immer wieder auf extrem klare und strukturierte Weise Geschichten zu erschaffen, die so viel Tiefgang haben, dass es - mich zumindest - oft sprachlos macht. Sprachlich klar und auf das Notwendigste reduziert schreibt er in diesem Band mit 11 Erzählungen von menschlichen Abgründen, die einen oft kopfschüttelnd zurücklassen. Verurteilen kann man Schirachs Protagonisten für das was sie tun dennoch nicht, ist ihr Verhalten doch zutiefst menschlich und oftmals auf verstörende Weise nachvollziehbar (auch wenn man es sich vielleicht nicht eingestehen möchte). Tolles Buch!
Ich liebe die Kurzgeschichten von Schirach, und auch dieser Band hat meiner Meinung nach nicht enttäuscht. Ich bin immer wieder fasziniert, wie man es schaffen kann, in wenigen Seiten so interessante Geschichten zu schreiben, dass man das Buch für einen Moment zuschlagen muss und erstmal verdauen möchte was man eben erst gelesen hat. Chefskiss
Strafe ist mein erstes Buch von Friedrich von Schirarch, daher musste ich erst in seinen Stil reinfinden. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten bin, hat mich das Buch positiv überrascht. Der Schreibstil gefiel mir unheimlich gut, die Geschichten besonders und spannend. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an! Eine Beurteilung find ich sehr schwer, da ich keinen Vergleich zu sowas habe. Ich möchte aber definitiv noch mehr Bücher von Schirarch lesen.

Stellt eure intuitive Meinung in Frage. Recht und Gerechtigkeit. Welche Strafe ist angemessen. Ein Meisterwerk. Wie immer. Jeder sollte Herrn von Schirach lesen. *** Ferdinand von Schirach schreibt über die 'Strafe'. Der Verhängen einer Strafe ist nicht zwangsläufig eine Gesetztesentscheidung. Zwölf Geschichten stellen den Leser vor moralische Fragen die nicht einfach mit ja oder nein beantwortet werden können. Die Geschichten machen deutlich das die Grauzone deutlich größer ist als der schwarze Rahmen und der weiße Mittelpunkt. Am liebsten würde ich gar keine Rezension schreiben, sondern jedem ein Buch von Ferdinand von Schirach in die Hand drücken und sagen: 'Das muss man lesen. Punkt.' Ich habe noch keinen Schriftsteller wie von Schirach entdeckt. Jedem dem ich ein Buch von ihm empfohlen habe, war begeistert danach. Ausnahmslos. Was macht die Bücher des Autor so besonders? Zum einen der Schreibstil. Punktuell. Ohne Ausschweifungen. Mit wenigen prägnanten Sätzen schreibt von Schirach seinen Leser in eine zerrissene Stimmung. Ohne viele Worte baut er ein Szenario auf das so detailliert vor meinem inneren Auge ist wie ein Hollywood Blockbuster. Die Moral. Jede Geschichte lässt den Leser nachdenklich zurück, stellt die moralischen Überzeugungen in Frage. Können wir nach dem Lesen eines Zeitungsartikels über Recht und Unrecht entscheiden? Nein. Die Strafe. Der Titel des Buches ist (oh Wunder) das Thema. Welche Strafe kann das Gesetz auferlegen? Wie bestrafen sich die Angeklagten selbst? Welche Strafe bekommen die Angeklagten von ihrem Umfeld oder der Gesellschaft auferlegt - völlig unabhängig vom gerichtlichen Strafmaß? Wo und wann können wir mit unserem Wissensstand überhaupt beurteilen was die angemessene Betrafung ist? Lesen bildet. Das kann man gar nicht oft genug sagen. Nach einem Schriach Buch ist man ein anderer Mensch. Zumindest trifft das auf mich zu. Ich betrachte das deutsche Gesetz inzwischen mit anderen Augen. Ich stelle meine eigene intuitive Meinung öfter in Frage. Wie schreibt Herr von Schirach in 'Die Würde ist antastbar' so schön: Schwarmmintelligenz wird oft zu Schwarmmdummheit (Achtung: das Zitat ist nicht wortwörtlich aber sinngemäß).
Zwölf Fälle, die zum Nachdenken anregen
Nachdem mich „Der Fall Collini“ sehr beeindruckt hat, wollte ich unbedingt noch ein weiteres Buch von Ferdinand von Schirach lesen. Ohne lange zu recherchieren, habe ich einfach das erste Buch genommen, das mir in die Hände gefallen ist. Mittlerweile weiß man ja: Der Schreibstil von Ferdinand von Schirach ist sehr nüchtern, klar und sachlich; genau das macht seine Bücher so angenehm und schnell lesbar. Das Buch besteht aus zwölf Fallgeschichten. Auch wenn es sich dabei um kurze Geschichten handelt, bleibt ihre Wirkung erstaunlich lange nach dem Lesen bestehen. Von Schirach gelingt es, hinter die Taten zu blicken und die Motive der Menschen sichtbar zu machen. Dadurch entwickelt man beim Lesen ein gewisses Maß an Empathie; selbst für Menschen, die schwere Verbrechen begangen haben. Man beginnt zu verstehen, warum jemand eine bestimmte Tat begeht. Das bedeutet natürlich nicht, dass man ein Verbrechen gutheißt. Vielmehr zeigt das Buch, dass hinter jeder Tat eine Geschichte, ein Auslöser oder ein menschlicher Abgrund stehen kann. Auch dieses Buch kann ich daher sehr empfehlen. Gerade weil sich seine Bücher so leicht und flüssig lesen lassen, eignen sie sich hervorragend als Lektüre für zwischendurch; besonders nach einem anspruchsvolleren Buch.
Je mehr wir über einen Menschen wissen, desto schwerer fällt es, ihn zu verdammen.
Die Realität ist eben nicht nur Schwarz/Weiß und dieses Buch beweist es wieder einmal nur zu gut. Wie auch schon "Verbrechen", "Schuld" und "Die Würde des Menschen ist anstastbar". Gekonnt und in direkter Sprache fordert von Schirach einen als Leser heraus. Nicht nur mit den geschilderten Dingen, sondern umso mehr darin, das eigene Schubladendenken und Moralempfinden nicht einfach als gegeben hinzunehmen. Klare Empfehlung. Und auch hier sollte man sich aufgrund der "Kürze" nicht darin vertun, das Buch als schnelle Nachtlektüre wahrzunehmen.
Kühl, präzise, verstörend: Strafe erzählt von Schuld, Zufall und Recht – und hinterlässt Fragen, wo man Antworten erwartet.
Mit Strafe legt Ferdinand von Schirach den dritten Band seiner literarischen Auseinandersetzung mit Recht, Moral und Menschlichkeit vor – und knüpft damit nahtlos an Verbrechen und Schuld an. Wieder sind es zwölf Geschichten, wieder geht es um Menschen am Rand der Norm – Täter, Opfer, Mitläufer. Und wieder verzichtet Schirach auf großes Drama. Stattdessen schreibt er in seinem typischen, präzise-nüchternen Stil – sachlich, kühl, fast protokollarisch –, und gerade das verleiht den Fällen eine ungeheure Wucht. Besonders bewegend ist die Geschichte eines alten Mannes, der durch eine scheinbar banale Entscheidung eine Kette tragischer Ereignisse auslöst. Hier wird deutlich: Die Brüche, die Leben verändern, sind oft winzig – und doch tiefgreifend. Schirach zwingt seine Leser:innen nicht zu einer Meinung, sondern überlässt ihnen die Deutungshoheit. Es gibt keine klaren Schuldigen, keine eindeutigen Opfer – nur Menschen mit Entscheidungen, Zufällen, Versäumnissen. In Strafe wird die Frage nach Gerechtigkeit noch fundamentaler gestellt als in den Vorgängerbänden. Nicht nur juristische, sondern existenzielle Aspekte treten in den Vordergrund. Schirach macht klar: Nicht jede juristische Strafe ist moralisch gerecht. Und nicht jede moralische Verfehlung wird je juristisch geahndet. Manche der Strafen in diesen Geschichten sind leise, subtil, aber ebenso zerstörerisch – etwa wenn ein Mensch aus Schuldgefühl heraus sein Leben in ein Gefängnis aus Fürsorge und Verzicht verwandelt. Der Zufall spielt in vielen Geschichten eine zentrale Rolle – als unkontrollierbarer Gegenspieler von Gesetz und Ordnung. Er wirkt manchmal wie ein grausamer Richter, der entscheidet, wessen Leben entgleist und wessen nicht. Strafe ist kein Buch für schnelle Urteile. Es ist ein Spiegel, der leise und eindringlich die Fragen stellt, die wir oft verdrängen: Was ist gerecht? Was ist gut? Und was bleibt, wenn das Recht am Ende nichts mehr zu sagen hat? Fazit: Strafe ist ein stilles, schmerzhaftes und kluges Buch, das Leser:innen zum Nachdenken zwingt. Wer sich für die Grauzonen zwischen Recht und Moral interessiert, wird hier fündig – und verstört zurückgelassen. Auf die bestmögliche Weise.
teils richtig gut
In dem Kurzgeschichten Band *Strafe* von Ferdinand von Schirach werden einige Lebensgeschichten und Schicksale skizziert, die passend zum Titel in irgendeiner Art und Weise eine Strafe behandeln. Ob rechtlich gesehen oder aus dem Leben gegriffen. Da Ferdinand von Schirach selbst Jurist ist, sind die rechtlichen Abläufe oder inhaltlichen Punkte stets korrekt dargestellt und in Kontext gesetzt. Dennoch haben mir einige der Kurzgeschichten nicht so sehr gefallen, wobei man dazu sagen muss, dass ich auch einfach kein Fan von Kurzgeschichten bin. Alter der Protagonisten: unterschiedlich Genre: Kurzgeschichten, hauptsächlich aus der Kriminalszene Blutlevel: 🩸🩸
12 interessante Schicksale
Strafe | Ferdinand von Schirach | btb Verlag | Kurzgeschichten | 3,5⭐️ „Strafe“ war mein zweites Buch von Schirach und prinzipiell fand ich auch dieses Buch wieder sehr interessant. Es geht um 12 Schicksale. Jeder dieser Menschen hat Dinge getan, die man weder als gut noch böse einstufen kann. Sie haben diese Dinge oft aus Einsamkeit heraus getan. Die Art und Weise wie Schirach von diesen Schicksalen erzählt war wie bereits in Terror sehr anschaulich. Trotzdem habe ich kaum Zugang zu den einzelnen Geschichten und Figuren gefunden und vor allem bei dem Buch gemerkt, dass Kurzgeschichten irgendwie nichts für mich sind. Ich brauche die Zeit, um in eine Geschichte reinzukommen und die Figuren richtig kennenzulernen. Das hat bei diesen Kurzgeschichten leider nicht funktioniert. Trotzdem hab ich das Buch gerne gelesen und werde meine Schirach Sammlung auf jeden Fall erweitern. Menschlich und moralisch gesehen schreibt er sehr eindrucksvoll. Jede Geschichte hatte ihre Mini-Sogwirkung und jedes Schicksal war auf seine eigene Weise spannend und interessant. Zwar kein Highlight für mich. Aber trotzdem ein tolles und vor allem kurzweiliges Buch für zwischendurch.


























































