Statt aus dem Fenster zu schauen
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Description
Book Information
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Das Buch hat einfach gut getan. 💛🌿 Es ist kein Buch mit krassen Plotwists, Drama oder einer kompletten Spannungsachterbahn. Es ist eher leise, ehrlich und auf eine total angenehme Art nahbar. 🎢❌ Obwohl ich ein paar Jahre älter bin als die Protagonistin, konnte ich ihre Gedanken oft komplett nachvollziehen. Dieses Hinterfragen von allem und Beobachten der Welt und die Frage wie oder wo man dort reinpasst. 🌍💭 Das Buch lebt nicht von Action, sondern von Stimmung, Gefühlen und dem langsamen inneren Prozess der Protagonistin. Man begleitet sie und merkt dabei vielleicht auch selbst, was einen gerade beschäftigt. Es ist nicht übertrieben oder künstlich tief erzählt, sondern einfach menschlich.🪴✨

Happy May 💚☀️🪻🩵🌸
✨Highlight✨ Ich wüsste nichts Schlechtes über dieses Buch zu sagen. Es ist definitiv eher ruhig, aber gerade das mag ich. Ich mag keine vorhersehbaren Bücher, aber ich liebe ruhige Bücher mit wichtigen Botschaften und dieser gewissen Gemütlichkeit, die man auf jeder Seite spürt. 🥹🥹🥹🥹🥹🥹 ✨Zitate „Nichtstun macht Stille stiller und Einsamkeit einsamer.“ „Alles fühlt sich erst sichtbar an, wenn es von Anderen gesehen wird.“ „Vielleicht sind Menschen einfach nicht gut darin, schöne Momente einfach nur zu genießen. Zumindest nicht ab der Pubertät.“ ✨Inhalt Kurzerhand befreit sich Sophie aus dem unliebsamen Studium und Praktikum und kauft sich eine Ruine im Osten. Gesagt getan, zieht sie auch direkt dort ein und fängt an, sich in ihrem neuen Leben einzurichten. ✨Meinung Ja, das Buch war perfekt, Rezension zuende 🤗🤗. Ich habe es geliebt, es hat in meinem Kopf irgendwie genau die richtigen Regionen gestreichelt. Wie Sophie sich da einrichtet, wie sie das Leben sieht, ihre Gedanken, ihre Motivation, überhaupt zu tun, was sie getan hat, alles war sehr ansprechend und einfach unglaublich spannend zu lesen. Gleichzeitig ist es ein ruhiges Buch wie eingangs ja schon erwähnt , aber auf für mich sehr angenehme Weise. Am Anfang hatte ich eine etwas andere Erwartung, ich dachte die Handlung würde etwas früher einsetzen, also Sophie würde sozusagen noch studieren und wir würden da feststellen, dass es nichts ist. Aber das alles liegt dann schon gleich zu Beginn hinter ihr. Und wir finden nach und nach raus, was sie dazu bewogen hat. Ein ganz tolles Buch war das! ✨Fazit Durch den schönen, leichten, modernen Schreibstil und die warmherzige Story, vergeht die Lesezeit (leider) wie im Flug. Es ist für mich eins von DEN Büchern. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein Buch, welches ich genau zur richtigen Zeit gelesen habe.. ?
Manchmal findet man ein Buch genau dann, wenn man es braucht. Und manchmal trägt die Hauptfigur auch noch denselben Namen wie man selbst, was die emotionale Distanz ungefähr auf die Dicke eines Blatt Papiers reduziert🫣🙈 Plot Vom Stillstand ins Leben. In "Statt aus dem Fenster zu schauen" begleitet man Sophie durch eine Lebensphase, in der sie festzustecken scheint. Zwischen Erwartungen, Unsicherheiten und dem Wunsch nach Veränderung muss sie lernen, dass das Leben nicht einfach an ihr vorbeizieht, während sie zusieht – sondern dass sie selbst entscheiden muss, welchen Weg sie gehen möchte. Die Geschichte erzählt von Neuanfängen, Selbstfindung und dem Mut, auch dann weiterzugehen, wenn man den Ausgang noch nicht kennt.. Protagonistin Manchmal zum Schütteln, meistens zum Umarmen. Sophie ist eine Protagonistin, in die ich mich unglaublich gut hineinversetzen konnte. Vielleicht lag es daran, dass sie meinen Namen trägt, vielleicht aber auch daran, dass ihre Gedanken und Herausforderungen so nachvollziehbar wirken. Ja, manchmal war sie mir etwas zu naiv und ich hätte sie gerne sanft an den Schultern gepackt und gefragt, ob sie die offensichtlichen Warnsignale eventuell mit Absicht übersieht?! Gleichzeitig macht genau diese Unvollkommenheit sie aber auch so authentisch. Schreibstil Leise, ehrlich und nahbar – herrlich entschleunigend. Die Geschichte lebt nicht von großen Dramen oder spektakulären Wendungen, sondern von ihren Emotionen. Der Schreibstil ist angenehm leicht, gleichzeitig aber voller Gefühl und Beobachtungen, die erstaunlich nah an der Realität liegen. Man verliert sich nicht in der Handlung – man begleitet sie kontinuierlich. Mini-Kritik Mein einziger Kritikpunkt ist tatsächlich Sophies Naivität an einigen Stellen.. Manche Entscheidungen wirkten auf mich etwas zuuu gutgläubig und haben mich gelegentlich leicht die Stirn runzeln lassen, um es mal nett auszudrücken😅 Fazit "Statt aus dem Fenster zu schauen" ist eine berührende Geschichte über Veränderung, Selbstfindung und die kleinen Schritte, die manchmal mehr Mut erfordern als die großen. Die Protagonistin ist nicht perfekt, aber genau dadurch wirkt ihre Reise umso echter🙏🏽 Wer Geschichten über Neuanfänge, persönliche Entwicklung und Figuren mit Herz sucht, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben – vielleicht erkennt man dabei sogar ein kleines Stück von sich selbst wieder🥹

Sophie steckt fest – zwischen Studium, einem langweiligen Praktikum und dem Druck von außen. Alle sind sich sicher, dass aus ihr einmal etwas Großes wird, nur sie selbst hat keine Ahnung, was das genau sein soll. Und was macht man in so einem Moment? Richtig, man sucht sich auf Kleinanzeigen ein kleines heruntergekommenes Haus in Ostdeutschland. Zwischen Einsamkeit, Renovierungsarbeiten und dem dringend nötigen Abstand von fremden Erwartungen beginnt sie, über sich hinauszuwachsen – und sich endlich die Fragen zu stellen, die sie schon lange begleiten: Was will ich eigentlich? Und warum? Ich hab das Buch in einem kleinen Häuschen in den Niederlanden gelesen, was perfekt zur Stimmung gepasst hat. Die Geschichte entwickelt sich bewusst langsam, was auf mich total entschleunigend gewirkt und sich fast wie ein kleiner Kurzurlaub angefühlt hat. Man bekommt einen Einblick in ein ganz anderes Leben und begleitet Sophie dabei, wie sie sich mit ihrer neuen Situation auseinandersetzt, ihren Alltag neu organisiert und ihr kleines Haus Schritt für Schritt wieder aufbaut – trotz aller Zweifel. Dabei war ich oft hin- und hergerissen: Einerseits habe ich ihren Mut und ihre Naivität bewundert, andererseits hat mich genau das auch ziemlich nervös gemacht. Weil sind wir ehrlich: This couldn’t be me, my overthinking could never. Insgesamt eine ruhige, nachdenkliche Geschichte über Selbstfindung, die vor allem durch ihre Atmosphäre lebt. 🐓🍃

🌟 🌟 🌟 🌟 💫 Ein Buch zum träumen und Ideen spinnen 🥰
Neben dem Impuls, das eigene Hamsterrad genauer zu betrachten, sorgte das Buch dafür, dass man am liebsten sofort in den Baumarkt rennen & danach etwas mit seinen Hände erschaffen möchte (renovieren oder den Garten neu anlegen 😅). Ein Buch/Hörbuch voller Leichtigkeit. Ein wunderschöner Roman über: - die Suche nach dem eigenen Lebensweg - übers selbständig werden (los lösen vom Elternhaus) - seine eigene Wege gehen - und auch einfach mal auf die Erwartungen der Anderen 💩 und sein Leben erkunden und leben - Freundschaft Das Buch ist eine Einladung zum: - zurücklehnen - träumen - schmunzeln - in sich hinein hören ein. - egal wie „alt“ man ist 🥰 Mein Lieblingszitat ☺️ „Es fühlt sich an, wie nach Hause kommen!“ Ich habe das Hörbuch 🎧 bei der Gartenarbeit und beim liegen auf dem Balkon gehört, es war ein absolutes Highlight 🙏🏼. Eine große große Empfehlung von mir an euch 💞!
Ein ruhiges und lebendiges Highlight voller Gefühl! 🌱✨
Was für ein wunderschönes Buch! Und was für ein wunderschönes Cover! Am Anfang bin ich kurz ein bisschen reingestolpert, weil man direkt mitten in Sophies Krise landet, aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen. Sophie ist so eine gut gezeichnete Protagonistin, so lebendig, so farbig, so greifbar, dass ich wirklich das Gefühl hatte, alles durch ihre Augen zu sehen, was natürlich durch die Ich-Erzähler-Perspektive nochmal bestärkt wurde. Und dieses reine Lebensgefühl, dass Sophie durch die Umstände ja erlebt, wird so so gut transportiert! Die ostdeutsche Provinz, die Natur, der Frühling, der langsam in den Sommer übergeht, und Sophie, die dort irgendwie wieder zu sich selbst findet. Es war so schön dieses Gefühl miterleben zu dürfen. ☺️ Es passiert gar nicht wahnsinnig viel und trotzdem genau genug. Gerade diese leisen emotionalen Prozesse, Sophies Entwicklung, ihre Gedanken und Erkenntnisse haben mich total berührt und wurden so gehaltvoll erzählt. Auch die Berlin-Stellen fand ich richtig stark erzählt, als gebürtige Berlinerin die dort auch ihre frühe Jugend verbracht hat, konnte ich das sehr fühlen. :D Für mich war das ein ganz, ganz tolles Buch, das einfach sooo gutgetan hat! Besonders empfehlen würde ich es Menschen, die selbst noch ein bisschen strugglen, sich suchen oder gerade irgendwo zwischen Krise und Neuanfang stehen. Für mich ganz klar ein Highlight und fünf Sterne. 🌿✨

Entschleunigend und zum Nachdenken anregend
Der Klappentext des Buches hat mich direkt angesprochen, auch wenn ich selbst schon älter als die Protagonistin bin und diese Phase selbst schon erlebt habe. Doch trotzdem taucht die Frage, wohin es im Leben gehen soll und ob man sich auf dem richtigen Weg befindet, immer mal wieder auf. Anfangs hatte ich mit der Naivität von Sophie meine Probleme. Wie kann man sich so unvorbereitet in ein Abenteuer namens Hauskauf stürzen? In Zeiten des Internets kann man schnell und einfach herausfinden, wie der typische Ablauf ist und was man beachten muss. Doch beim Lesen habe ich dann auch schnell bemerkt, wie konditioniert wir aufs Funktionieren sind und dass wir versuchen, für jedes wichtige Thema zum Experten zu werden, bevor wir aktiv werden. Außerdem ist es auch eine Frage des Charakters, wie man an ein neues Thema herangeht. Kurzum, ich habe auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten mit Sophie gehabt und war somit erstmal mit dem Geschehen überfordert aufgrund der ungewohnten Herangehensweise. Doch als ich mich darauf eingelassen habe und den immer ruhiger werdenden Erzählstil annehmen konnte, habe ich die klugen Gedankengänge der Autorin für mich entdeckt, die in die Geschichte eingestreut wurden und die zum Nachdenken über unsere Gesellschaft anregen. Sei es die Erkenntnis, dass wir Zwerge sind, die auf den Schultern von Riesen stehen, so dass wir erstmal eine Nische finden müssen, in der wir noch etwas erschaffen können (S 276). Oder die Frage, ob irgendwann der Punkt im Leben kommt, an dem man weiß, was man tut, und sich dabei sicher fühlt, oder ob einem einfach nur immer bewusster wird, dass niemand weiß, was er oder sie tut, und man sich deshalb weniger unsicher fühlt (S. 280). Dieses Buch ist der Gegenentwurf zu Social Media und die Chance, sich für eine Weile aus dem Hamsterrad des Vergleichens und Verbesserns zu entfernen und sich daran zu erinnern, was sich erfüllend und sinnstiftend für einen selbst anfühlt und wie wohltuend es sein kann, im Moment zu leben und nicht daran zu denken, was als Nächstes kommen wird.
»Vielleicht ist das Ganze Leben mehr DIY und learing by doing als ich dachte.«
Das Buch hat über eine Buch-Box den Weg zu mir gefunden, denn ich selbst hätte definitiv nicht dazu gegriffen: Weder das Cover noch der Klappentext haben mich anfangs angesprochen. Aber ich wollte diesem Buch und seiner Geschichte eine faire Chance geben - ohne große Erwartungen. Und vielleicht war genau das richtig so, denn ich habe das Buch als heilsam empfunden. Der Erzählstil ist sehr entschleunigt und legt erzählerisch viel Wert auf kleine Details, die mir im Alltag zum Beispiel nicht wirklich auffallen. Auch wenn objektiv gesehen nicht viel passiert, mochte ich es unfassbar gern, mitzuerleben, wie sich Sophie immer mehr in ihrem Haus und in ihrem selbstgewählten Leben zurechtfindet. Sie probiert aus, macht Fehler und lernt dazu. Das ist etwas, von dem ich den Eindruck habe, dass es im wahren Leben oft fehlt. Es wird immer erwartet, dass man einen Plan hat, dass man weiß, wie es weitergeht — selbst bei Rückschlägen. Aber wie soll man einen Plan fürs Leben haben, wenn die Bedienungsanleitung auf Altgriechisch und rückwärts verfasst wurde? Ähnliche Fragen stellt sich auch Sophie, während sie ihr Haus renoviert. Ich habe ihre Gedanken gern mitverfolgt und mich dabei verstanden gefühlt. Vor allem, weil am Ende des Buches eine sehr wichtige Message mitschwingt: Du musst dich nicht für Entweder-oder entscheiden — du darfst dich für beides entscheiden. Was ich ganz persönlich als eine sehr wichtige Botschaft empfinde. Ich selbst hatte jahrelang das Gefühl, ich müsse mich festlegen: auf entweder das eine oder das andere. Aber die Wahrheit ist: Ich war immer schon ein „Und-Mensch“. Genau deshalb finde ich dieses Buch so heilsam und wichtig. Nicht, weil es große Erkenntnisse liefert, sondern weil ich, genau wie Sophie, einfach so existieren darf, wie ich bin. Und vielleicht ist das die wichtigste Lektion von allen.
Darum geht es: Sophie funktioniert. Im Studium, im Praktikum, in einem Leben, das nach außen sinnvoll aussieht und sich für sie trotzdem leer anfühlt. Alle glauben an ihre Zukunft, nur sie selbst hat keine Vorstellung davon, wie diese aussehen soll. Als sie impulsiv ein heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft, lässt sie die vertraute Ordnung hinter sich. Zwischen bröckelnden Wänden, endlosen Feldern und der ungewohnten Stille geraten ihre bisherigen Gewissheiten ins Wanken. Fern von den Erwartungen anderer beginnt Sophie, sich zum ersten Mal ernsthaft zu fragen, wie sie eigentlich leben möchte. Mein Leseeindruck: Dieses Cover ist wirklich ein absoluter Blickfang. Ich habe es gesehen und war sofort schockverliebt. Es transportiert genau diese ruhige, warme und gleichzeitig nachdenkliche Stimmung, die sich später auch in der Geschichte wiederfindet. Auch der Einstieg ist mir unheimlich leicht gefallen. Der Schreibstil liest sich flüssig, angenehm und stellenweise fast ein wenig poetisch, ohne dabei zu schwer zu wirken. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte einfach weiterlesen. Besonders gut gefallen hat mir die Botschaft des Romans. Es geht um die Frage, was Glück eigentlich für einen selbst bedeutet und wie schnell man sich im Alltag, in Erwartungen und im ständigen Funktionieren verlieren kann. Die Geschichte erinnert immer wieder daran, innezuhalten und nicht permanent erreichbar sein zu müssen. Smartphone, Internet und dieser ganze technische Dauerlärm rücken plötzlich in den Hintergrund und machen Platz für Ruhe, Gedanken und echte Selbstreflexion. Beim Lesen musste ich tatsächlich oft an mein eigenes Leben denken. Viele Gedanken und Gefühle aus dem Buch wirken noch lange nach und genau das macht diese Geschichte für mich so besonders. Da bleibt viel hängen, auch nachdem man das Buch längst zugeschlagen hat. Mit Sophie selbst hat es bei mir ein wenig gebraucht. Ich konnte ihre Gedanken und Entscheidungen zwar gut nachvollziehen, hatte aber nicht durchgehend das Gefühl einer wirklichen Nähe zu ihr. Auch manche Entwicklungen rund um den Hauskauf wirkten auf mich stellenweise etwas sehr zugespitzt. Insgesamt hat das meiner Begeisterung für die Geschichte aber keinen Abbruch getan. Denn die Grundidee und vor allem die Message hinter dem Roman finde ich wirklich großartig. Dieses Buch regt zum Nachdenken an und hat mir viele schöne Lesestunden bereitet. Fazit: 4/5 ⭐️ Ein ruhiger, atmosphärischer Roman, der lange nachhallt und zum Innehalten einlädt.

Bei mir hat sich in diesem Monat einiges verändert, weshalb ich kaum Zeit fürs Lesen gefunden hatte. Deshalb war „Statt aus dem Fenster zu schauen“ genau das richtige Buch für mich. Es ist ein langsames, ruhiges und nachdenkliches Buch. Es passiert nicht viel im Äußeren, aber dafür ganz viel im Inneren. Der Anfang hatte mich sofort gepackt. Sophie sitzt im Büro ihres langweiligen Praktikums und klickt sich durch Kleinanzeigen im Internet. Aus einem Impuls heraus kauft sie ein verfallenes Haus mitten im Nirgendwo im Osten Deutschlands für 3000 Euro und verlässt sofort, ohne jemandem Bescheid zu geben, ihre langweilige Praktikumsstelle. In ihrer WG-Wohnung angekommen, packt sie ihre wenigen Besitztümer in ihren Reiserucksack und ihre übrigen Sachen in eine Plastiktüte, mit einem Zettel als Info an die Mitbewohner, dass sie diese Tüte demnächst abholt. Sie nimmt ihr Fahrrad, kauft ein Bahnticket und fährt in die ostdeutsche Provinz. Dort angekommen, mitten in der Ruhe, kommt sie zum Nachdenken. Was fast ein wenig romantisch klingt, ist gar nicht so romantisch. Das Haus hat ein Loch im Dach, liegt weit weg von der nächsten Ortschaft und Sophies Erspartes ist dank des Hauskaufs fast aufgebraucht. In ihrem Haus gibt es anfangs keinen Strom, Internet ist auch nicht vorhanden und dafür viel Zeit zum Grübeln. Zeit, in der Sophie darüber nachdenken kann, ob sie mit ihren 25 Jahren wirklich genau da angekommen ist, wo sie ankommen wollte, oder sich in ihrem Leben dort befindet, wo all die anderen sie sehen wollten. Ist es sinnvoll, nach dem Studium einem Job nachzugehen, der sie langweilt, oder allein in der Pampa ein Haus zu sanieren, einen Kartoffelacker anzulegen, Gemüse anzubauen und Hühner zu halten? Mir hat dieses Buch richtig gutgetan und geholfen, in meinem momentan turbulenten Leben etwas zur Ruhe zu kommen. Gedanken fließen zu lassen, mitzuerleben, wie Sophie einfach anpackt, ohne darüber nachzudenken, wie es weitergeht. Bleibt sie wirklich in diesem Haus mitten im Nichts oder geht sie doch wieder zurück in ihr „vorgeplantes“ Leben? Es war eine Wohltat zu lesen, dass nicht immer alles Sinn machen muss und trotz allem sinnvoll sein kann. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, für alle, die ein wenig eine Mischung aus Einsiedlerleben und Coming-of-Age lesen möchten.
| Rᴇᴠɪᴇᴡ | Rezensionsexemplar .ೃ࿔*:・ Statt aus dem Fenster zu schauen - Anna Katharina Scheidemantel.ೃ࿔*:・ ★★★★/5 In dem Buch geht es um Sophie die sich immer mehr von den Erwartungen und Regeln löst die ihr Leben bisher bestimmt haben. Schritt für Schritt beginnt sie ihren eigenen Weg zu gehen auch wenn dieser oft unsicher wirkt und nicht immer einfach ist. Dabei geht es viel um Selbstfindung Mut und die Frage ob man wirklich das Leben lebt das man selbst möchte. Dieses Buch ist definitiv eher leise als laut. Wer eine Geschichte voller Spannung und großer Wendungen erwartet wird hier wahrscheinlich enttäuscht sein denn das Buch nimmt sich unglaublich viel Zeit und erzählt sehr ruhig. Trotzdem hatte die Geschichte etwas unglaublich Beruhigendes an sich. Besonders der Schreibstil hat dafür gesorgt dass man komplett in die Atmosphäre eintauchen konnte. Alles fühlt sich weich ruhig und gleichzeitig sehr nahbar an. Im Kern geht es für mich vor allem darum sich von einem System zu lösen das einem immer als richtig beigebracht wurde. Sich zu trauen gegen Erwartungen zu handeln und trotz Angst ins kalte Wasser zu springen auch wenn sich dieser Weg zwischendurch falsch oder unsicher anfühlt. Die Geschichte zeigt sehr schön dass Selbstfindung selten geradlinig ist. Oft stehen einem Stolpersteine im Weg und manchmal muss man sich erst verlieren bevor man wirklich bei sich selbst ankommt. Auch wenn mir persönlich stellenweise etwas mehr Spannung gefehlt hat mochte ich die ruhige Atmosphäre und die Botschaft hinter der Geschichte sehr gerne. Es ist kein Buch das durch Action überzeugt sondern eher durch seine stillen Gedanken und Gefühle die noch lange nachhallen.

STATT AUS DEM FENSTER ZU SCHAUEN - Anna Katharina Scheidemantel - POLA - ET 30.03.2026 - 352 Seiten Worum geht‘s? Roman über Aufbruch, Freiheit, Selbstfindung, Landleben Mein Leseeindruck: Es hat Spaß gemacht, der mutigen Protagonistin zu folgen. Viele können sich bestimmt damit identifizieren, einfach mal aus dem Hamsterrad ausbrechen zu wollen und träumen davon auf einer Farm, einem Bauernhof frei leben wollen. Es lässt einen innehalten, was man wirklich möchte ob wir mit dem glücklich sind, was unseren Alltag ausmacht. Oder ob wir lieber ursprünglich leben wollen. Die herausragende Sprachgestaltung lässt einen durch die Seiten gleiten. Scheidemantel entführt ihre Leser mit dieser romantischen Geschichte in die Natur, Kultur und Kulinarik des Landlebens, lässt uns einen ursprünglichen Neuanfang mit allen Sinnen erleben. Ein Roman, der sich mit dem Dilemma der Leistungsgesellschaft und der Entfremdung von der Natur beschäftigt. Fesselnd, berührend, cosy, unterhaltsam. Leseempfehlung!
Die Nebenpfade im Leben betreten Als Sophie bei Ebay Kleinanzeigen auf kaufen klickt, ist sie von sich selbst überrascht und vielleicht auch etwas schockiert. Sie hat 3000 Euro , also ihr komplettes Sparguthaben in ein Haus investiert, dass irgendwo in der Einöde im Osten Deutschlands liegt. Wow, das ist mal ein Move! Sophie lässt ihr Studium erst einmal „pausieren“, kündigt ihr WG Zimmer und macht sich mit nicht mehr als einem Rucksack und einem Fahrrad per Bahn einmal quer durchs Land auf den Weg zu ihrem Haus. Das Haus ist eine Bruchbude, aber im Gegensatz zu Anderen, die jetzt schreiend davongelaufen wären, will Sophie nicht aufgeben und bleibt. Sie hat zwar keine Ahnung, aber es gibt nichts, was man per Youtube Video nicht lernen könnte. Ich mochte das Debüt von Anna Katharina Scheidemantel wirklich sehr. Ihre Protagonistin ist zwar zunächst etwas naiv aber sie lernt schnell Entscheidungen zu treffen, Probleme zu lösen und wird mit den Konsequenzen ihres irrwitzigen Kaufes erwachsen. Sie lernt, dass es ungemein befriedigend ist etwas mit den eigenen Händen zu schaffen, weiß schnell die Ruhe und die neue Freiheit zu schätzen. Doch ob das Leben als Landfrau ihr Weg sein wird oder nicht und die Frage, die damit einhergeht, wer sie eigentlich sein möchte im Leben, das muss sich erst noch herauskristallisieren. Ich hatte das Hörbuch vorliegen, welches von Chantal Busse wunderbar eingesprochen wurde und empfehle das Buch unbedingt weiter an Personen, die so ein Aussteigerleben gerne mal in ihrem Safe Space durchspielen möchten. Also, man bekommt schon Lust auf Hühnerhaltung! ;-)
Ein Buch bei dem man das Gefühl bekommt, selbst eine Auszeit zu nehmen und beim lesen zu Entschleunigen.
In dieser Geschichte muss man sich einfach wohlfühlen, es gibt keine große Handlung keine Spannung. Einfach nur eine junge Frau die in ihren Augen oft, eine fragwürdige Entscheidung getroffen hat, in meinen Augen extrem mutig ist einfach auszusteigen. Ein völlig marodes Haus zu kaufen, allein mitten im nirgendwo zu leben - das ganze ohne Ahnung zu renovieren ( zumindest ein wenig ) einen Garten anzulegen und einfach in den Tag zu leben. Dabei immer wieder Rückschläge erleben immer wieder zweifeln immer wieder einfach leben. Dieses Buch weckt die Sehnsucht nach Ruhe und erfüllt sie gleichzeitig mit einem unaufgeregten Schreibstil. Ich habe es sehr genossen zu lesen

“Statt aus dem Fenster zu schauen” von Anna Katharina Scheidemantel handelt von der Studentin Sophie, die spontan ein abbruchreifes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft und ihr unbezahltes Praktikum schmeißt, um es auf Vordermann zu bringen. Orientierungslos, was ihr weiteres Leben betrifft, verbringt sie einen Sommer in ihrem Haus. Der Roman soll bewusst entschleunigen und den Blick aufs Wesentliche lenken, so gibt es auch keine strukturierenden Kapitel, sondern lediglich vier große Teile, die den Text gliedern. Auch inhaltlich triebt die Handlung dahin; anfangs noch werden Sophies Tage detailliert beschrieben, später, nachdem auch für sie alles nicht mehr neu ist, gibt es Sprünge von mehreren Wochen. Mir kam dieses Buch leider weder inhaltlich noch formal nahe. Einerseits haben mich Impulsivität und Naivität der Protagonistin innerlich sehr aufgeregt und so das Gegenteil von entspannend gewirkt, anderseits fand ich das ganze Unterfangen von vornherein aussichtslos und, bedenkt man den Zustand des Hauses, auch die Auflösung zum Schluss unbefriedigend. Auch die nicht vorhandene Struktur (Teile/Kapitel im Umfang von 80 Seiten) haben mich eher gestresst, als mir Lesefreude zu schenken. Letztlich ist dies wohl ein typischer Fall von “Buch und Leser*in passen nicht zusammen”, da an sich an diesem Werk nichts auszusetzen war und ich mir durchaus vorstellen kann, warum viele Lesende davon begeistert waren. *Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Ein kleines, warmes Buch, das daran erinnert, langsamer zu werden und einfach zu sein.
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel hat sich für mich angefühlt wie eine leise, warme Umarmung, genau das, was ich gebraucht habe. Ein Buch, das nicht laut sein will, sondern Raum schafft zum Innehalten. Besonders berührt haben mich die Zeilen: „Und ich frage mich, ob irgendwann der Punkt im Leben kommt, an dem man weiß, was man tut … oder ob einem einfach nur immer bewusster wird, dass niemand weiß, was er oder sie tut …“ – ein ehrliches, tröstendes Hinterfragen dieses ständigen Funktionierens. Und dann diese schlichte Wahrheit: „Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts außer Leben.“ Das Buch lädt dazu ein, sich dem Moment hinzugeben, die Geschwindigkeit rauszunehmen und das Leben nicht nur zu bewältigen, sondern zu spüren. Unaufgeregt, klar und wohltuend echt. Eine kleine Pause zwischen all dem Müssen. Eine klare Empfehlung!
Dieses Buch hat mir so viel gegeben, diese Leichtigkeit, die Sophie findet im Tun ohne Ahnung von Renovierung, Gartenanbau und Hühnern und trotzdem macht sie einfach und lernt und entdeckt so viel. Klar könnte man an der ein oder anderen Stelle noch mehr Themen, die da sind, aufgreifen. Und ich hätte alles davon gerne gelesen, damit dieses Buch nicht endet. Es hat mich total abgeholt. Perfekt für einen Frühlingstag auf der Gartenliege, mit Sonne im Gesicht. Leicht und trotzdem ist zwischen den Zeilen so viel Platz zum Nachdenken über das eigene Leben. Gerade bin ich selber im Umbruch und dieses Buch hat mich an vielen Stellen berührt und mir Mut und Hoffnung gemacht.
Bei mir hat sich in diesem Monat einiges verändert, weshalb ich kaum Zeit fürs Lesen gefunden hatte. Deshalb war „Statt aus dem Fenster zu schauen“ genau das richtige Buch für mich. Es ist ein langsames, ruhiges und nachdenkliches Buch. Es passiert nicht viel im Äußeren, aber dafür ganz viel im Inneren. Der Anfang hatte mich sofort gepackt. Sophie sitzt im Büro ihres langweiligen Praktikums und klickt sich durch Kleinanzeigen im Internet. Aus einem Impuls heraus kauft sie ein verfallenes Haus mitten im Nirgendwo im Osten Deutschlands für 3000 Euro und verlässt sofort, ohne jemandem Bescheid zu geben, ihre langweilige Praktikumsstelle. In ihrer WG-Wohnung angekommen, packt sie ihre wenigen Besitztümer in ihren Reiserucksack und ihre übrigen Sachen in eine Plastiktüte, mit einem Zettel als Info an die Mitbewohner, dass sie diese Tüte demnächst abholt. Sie nimmt ihr Fahrrad, kauft ein Bahnticket und fährt in die ostdeutsche Provinz. Dort angekommen, mitten in der Ruhe, kommt sie zum Nachdenken. Was fast ein wenig romantisch klingt, ist gar nicht so romantisch. Das Haus hat ein Loch im Dach, liegt weit weg von der nächsten Ortschaft und Sophies Erspartes ist dank des Hauskaufs fast aufgebraucht. In ihrem Haus gibt es anfangs keinen Strom, Internet ist auch nicht vorhanden und dafür viel Zeit zum Grübeln. Zeit, in der Sophie darüber nachdenken kann, ob sie mit ihren 25 Jahren wirklich genau da angekommen ist, wo sie ankommen wollte, oder sich in ihrem Leben dort befindet, wo all die anderen sie sehen wollten. Ist es sinnvoll, nach dem Studium einem Job nachzugehen, der sie langweilt, oder allein in der Pampa ein Haus zu sanieren, einen Kartoffelacker anzulegen, Gemüse anzubauen und Hühner zu halten? Mir hat dieses Buch richtig gutgetan und geholfen, in meinem momentan turbulenten Leben etwas zur Ruhe zu kommen. Gedanken fließen zu lassen, mitzuerleben, wie Sophie einfach anpackt, ohne darüber nachzudenken, wie es weitergeht. Bleibt sie wirklich in diesem Haus mitten im Nichts oder geht sie doch wieder zurück in ihr „vorgeplantes“ Leben? Es war eine Wohltat zu lesen, dass nicht immer alles Sinn machen muss und trotz allem sinnvoll sein kann. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, für alle, die ein wenig eine Mischung aus Einsiedlerleben und Coming-of-Age lesen möchten.
Dieses Buch hat mir gut getan.
Was wäre wenn ich von heute auf morgen meinen Praktikumsplatz aufgebe, und einfach ein verfallenes Haus mitten in der Pampa kaufe? Wer soll mich aufhalten? Niemand! Und genau das tut Sophie, dann auch nachdem sie eine Anzeige auf Kleinanzeigen entdeckt hat. Am Anfang war ich kurz skeptisch, ob das Buch etwas für mich ist. Es liest sich fast ein wenig wie ein Tagebuch, da wir sehr viel in der Gedankenwelt der Protagonistin verweilen. Es gibt auch keine kurzen Kapitel oder ähnliches, sondern einfach nur 4 Abschnitte. Aber der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, ich habe mir sehr sehr viele Zitate markiert und Gedanken die ich toll fand, und auch der Humor war nach meinem Geschmack. Nichtsdestotrotz muss man natürlich auch sagen, dass viele Dinge natürlich absolute First World Problems sind, und die Lösung nicht für alle sein kann sich ein Haus mit Harten zu kaufen. Die Protagonistin ist sich ihres Privilegs aber auch durchaus bewusst. Und ich denke viele von uns erkennen sich in dem Bürojob Alltag wieder, und diesem Leistungsdruck, vor allem nach dem Studium. Aber es ruft einem einfach in Erinnerung, was man alles mit seinen Händen schaffen kann, dass die Welt sich noch weiter dreht auch wenn man nicht diese eine Power Point fertig gemacht hat etc. Und diese Erinnerungen an die vermeintlich einfachen Dinge im Leben haben sehr gut getan. Wie Gen Z sagen würde: Touch some grass oder so. Und dass man am Ende des Tages selbstbestimmt leben sollte, und sich auch mal trauen kann Dinge zu tun, die nicht in das geradlinige Bild passen. Für mich war es ein Wohlfühlbuch mit vielen schönen Gedanken, die ich mitnehmen konnte.
Wilde Hühner Vibes 🐓
Ich wusste schon, bevor das Buch überhaupt erschienen ist, dass es mir sehr gut gefallen wird. Und so war es auch! Eigentlich wollte ich mir viel Zeit beim lesen lassen, aber das Buch war so gut, dass ich einfach nur durchgeflogen bin. Normalerweise mag ich Bücher ohne Kapitel nicht so gerne, aber hier hat es mich komischerweise überhaupt nicht gestört. Ganz im Gegenteil: ich war so in der Geschichte drin, dass ich nicht darauf geachtet habe, wie viele Seiten ich schon gelesen habe und wann ein neuer Abschnitt beginnt. Und das macht für mich ein gutes Buch aus! Ich habe so mit der Protagonistin Sophie mitgefühlt, weil ich nicht nur im selben Alter bin wie sie, sondern mir auch die gleichen Fragen im Leben stelle. Es war so schön geschrieben und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, den Weg zu verfolgen, wie Sophie aus dem Hamsterrad entflieht und sich ihre ganz eigene Welt auf dem Land aufbaut. Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen!! ⭐️

„Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein Roman, der leise beginnt und eine erstaunliche Tiefe entwickelt. Was zunächst wie eine spontane Aussteigergeschichte wirkt, entpuppt sich schnell als kluge, fein beobachtete Auseinandersetzung mit Selbstbestimmung, Leistungsdruck und der Frage, wie man eigentlich leben möchte. Im Zentrum steht Sophie, eine junge Frau, die auf dem Papier alles „richtig“ macht – gutes Studium, vielversprechende Zukunft, ein klar vorgezeichneter Weg. Doch innerlich fühlt sich ihr Leben leer und fremdbestimmt an. In einem impulsiven Moment kauft sie ein heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz und steigt aus ihrem bisherigen Alltag aus. Was folgt, ist kein romantisiertes Landleben, sondern ein oft mühsamer, manchmal frustrierender, aber zutiefst ehrlicher Prozess der Selbstannäherung. Gerade diese Ehrlichkeit ist eine der größten Stärken des Romans. Die Renovierung des Hauses wird nicht verklärt, sondern als das gezeigt, was sie ist: körperlich anstrengend, überfordernd und voller Rückschläge. Gleichzeitig spiegelt sie Sophies inneren Zustand wider – Stück für Stück baut sie nicht nur ein Haus, sondern auch ein neues Verständnis von sich selbst auf. Der Schreibstil von Anna Katharina Scheidemantel ist dabei besonders hervorzuheben. Die Geschichte wird stark von Sophies Gedanken getragen, oft in Form innerer Monologe. Diese sind pointiert, intelligent, manchmal ironisch und häufig überraschend treffend. Die Autorin findet Worte für diffuse Gefühle, die viele kennen: das Gefühl, nicht zu wissen, wohin man gehört, oder die leise Rebellion gegen Erwartungen, die nie wirklich die eigenen waren. Auffällig ist auch das Erzähltempo: Äußerlich passiert wenig, innerlich dafür umso mehr. Der Roman lebt von Stimmungen, Reflexionen und kleinen Momenten – vom Alleinsein, von Stille, von der Auseinandersetzung mit Langeweile. Gerade darin liegt seine besondere Wirkung. Er fordert keine spektakulären Wendungen, sondern lädt dazu ein, innezuhalten und mitzudenken. Sophie als Protagonistin ist dabei bewusst ambivalent gezeichnet. Sie ist mutig und gleichzeitig unsicher, entschlossen und doch zweifelnd. Genau diese Widersprüchlichkeit macht sie glaubwürdig und nahbar. Man begleitet sie nicht, weil sie alles richtig macht, sondern weil sie sich traut, überhaupt Fragen zu stellen. Thematisch trifft der Roman einen Nerv, insbesondere für eine jüngere Generation: den Druck, „etwas werden zu müssen“, die Überforderung durch scheinbar unendliche Möglichkeiten und die Sehnsucht nach einem einfacheren, selbstbestimmten Leben. Dabei liefert das Buch keine einfachen Antworten – und genau das macht es so stark. „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein kluger, poetischer und überraschend humorvoller Roman über das Ausbrechen aus vorgezeichneten Lebenswegen. Ein Buch, das weniger von äußeren Ereignissen lebt als von innerer Bewegung – und gerade deshalb lange nachhallt. Ideal für alle, die sich zwischen Erwartungen und eigenen Wünschen wiederfinden und den Mut zum Innehalten schätzen. Und noch ein kleiner Tipp: Zur besonderen Entschleunigung empfehle ich das Hörbuch, fantastisch eingelesen von Chantal Busse!

Idyllischer Eskapismus-Roman für junge Frauen
Diese Geschichte hat mich schön entschleunigt und ich habs wirklich gern gelesen. Inhaltlich fand ichs von Anfang an unterhaltsam, der Schreibstil ist leider aber nicht so ganz meins. Ich fand viele lustigen Metaphern und Vergleiche nicht lustig, weil es nicht meinem Humor entspricht. Ich erkenne aber an, dass viele es als witzig empfinden. Nichtsdestotrotz eine Empfehlung für laue Sommerabende im Garten.
Hörbuch Rezension 🎧
Die Sprecherin macht im Hörbuch einen wirklich guten Job , ihre angenehme Stimme passt zur ruhigen Grundstimmung der Geschichte. Leider kann der Inhalt da nicht ganz mithalten. Was mich am meisten gestört hat, war die Darstellung des Hauskaufs auf dem die Geschichte aufbaut. Dieser wirkt völlig unrealistisch und fast schon zu einfach abgehandelt. Wichtige Aspekte wie Bürokratie, finanzielle Hürden oder organisatorische Herausforderungen spielen praktisch keine Rolle. Dadurch verliert die Geschichte an Glaubwürdigkeit. Generell verläuft die Handlung über weite Strecken sann sehr ruhig, stellenweise fast schon zu ruhig. Die Geschichte plätschert dahin, ohne dass wirklich viel passiert. Gerade bei einem Thema wie Selbstfindung hätte ich mir mehr Entwicklung und Dynamik gewünscht. Auch die Protagonistin bleibt dabei erstaunlich passiv. Ihre innere Entwicklung ist kaum greifbar, echte Veränderungen oder prägende Momente sind selten. Dadurch fiel es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen oder mitzufiebern. Positiv bleibt die entspannte, ländliche Atmosphäre, die gut eingefangen wird und zum Hörformat passt. Insgesamt ist das Hörbuch aber eher unspektakulär. Eine nette Idee, die zu wenig daraus macht und über lange Strecken etwas zu ereignisarm bleibt.

KLARE EMPFEHLUNG! Ehrlicherweise hab ich mir das Buch anfangs vor allem deswegen zugelegt, weil ich es überall gesehen habe. Und wegen der positiven Rezensionen natürlich. Aber ich kann sagen: der kleine Hype ist gerechtfertigt! Ich habe es unheimlich genossen das Buch zu lesen. Es ist unglaublich lustig aber auf eine stumpfe und sehr realistische Weise. Sophies Weg fand ich sehr interessant und vor allem halt auch unterhaltsam. Mit den knapp 350 Seiten ist das Buch gleichzeitig auch sehr kurzweilig. Ich hätte gerne noch mehr gelesen 😊

Der Roman lebt von leisen Momenten, Gedanken und Entwicklungen, wodurch eine entschleunigende und beruhigende Atmosphäre entsteht. Auch wenn das Ende nicht ganz meiner Vorstellung entsprochen hat, konnte ich Sophies Entscheidung nachvollziehen. Ihre Entscheidung wirkt realistisch und unterstreicht die Botschaft des Buches, seinen eigenen Weg zu finden. Der Schreibstil ist leicht, flüssig, modern und bildhaft, wodurch man schnell in die Geschichte eintaucht. Insgesamt ist „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ein inspirierender Roman über Selbstbestimmung und den Mut, Erwartungen hinter sich zu lassen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und noch lange nach dem Lesen im Kopf bleibt.

Ich muss gar nichts, außer zu leben. ☀️🌧️🪴🐓
Ich fands ganz toll. Das Buch zu lesen hat unglaublich gut getan und war total entschleunigend. Gemeinsam mit Sophie zu zweifeln, zu wagen und vor allem zu leben hat mich irgendwie total geerdet. Die Autorin hat es geschafft, dass man sich Sophie nah fühlt, als würde man beim Lesen ihre eigenen Emotionen spüren und wäre nicht nur stille Beobachterin. So ist das Buch ganz zu Beginn etwas hektischer aber dann tritt mit dem Landleben nach und nach so ein wholesomes Gefühl ein, sodass man am liebsten selbst einen Kartoffelacker graben und Hühner halten würde. Das Buch schafft es dabei, mit einem gefühl- aber auch humorvollen Ton, daran zu erinnern, worauf es im Leben ankommt - nämlich im hier und jetzt zu sein und die vermeintlich kleinen Dinge wahrzunehmen und zu schätzen. Die Umgebung ist dabei wirklich anschaulich beschrieben. Es braucht keine krassen Plottwists, wilde Spekulationen und Durcheinander um eine Geschichte mit starkem Ausdruck und einer kraftvollen Botschaft zu verfassen und das hat dieses Buch ganz wunderbar gezeigt. Toll! 💛
„Das kann doch nicht der Sinn des Lebens sein, jeden Tag auf einen Bildschirm zu starren“
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist eine ruhige, aber sehr wertvolle Geschichte. Wir wandern mit Sophie von einem lauten, fast schon sinnlosen Alltag aus Excel-Tabellen in einer Großstadt, hin zu dem stillen Landleben in Nordostdeutschland. Dort kauft sie für einen „Schnäppchenpreis“ ein baufälliges Haus und ist plötzlich auf sich alleine gestellt. Etwas naiv, aber mit viel Mut stellt sie sich dieser Aufgabe und findet sich langsam aber sicher jeden Tag etwas mehr. Da ich ungefähr im gleichen Alter wie Sophie bin, konnte ich ihre Gedanken oft sehr gut nachvollziehen. Wer bin ich? Was mache ich? Und wo will ich hin? Der Roman zeigt sehr gut auf, was man im Alltag sehr leicht vergisst: Niemand hält dich auf, das zu tun, was du willst. Sei es ein Urlaub, ein anderer Job oder auch die Anschaffung von 5 wilden Hühnern. Eine absolute Herzensempfehlung für alle, die Entschleunigung vom Alltag brauchen. Sophie entführt euch in ihr Häuschen und stellt die wichtigen Fragen im Leben.
« Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts, außer zu leben. »
Das Buch "Statt aus dem Fenster zu schauen" habe ich sehr genossen. Im Buch gibt es relativ wenige Dialoge, aber dafür bekommt man viel von den Gedanken der Protagonisten mit. Sehr erfrischend fand ich auch, dass es keine Kapitel gab. Das Setting im Irgendwo im Nirgendwo in Ostdeutschland fand ich neu, aber interessant. Das Buch spielt im Sommer und ich konnte beim Lesen förmlich den leichten Sommerwind auf der Haut spüren. Ein neues Jahreshighlight für mich.🐓🌳🏚🥔💐🍅🚲
Zwischen Erwachsenwerden und Planlosigkeit
In meinen Augen ein echtes Highlight! Dieses Buch hat mich komplett überrascht und am Ende auch tief berührt. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man erst denkt, man bekommt eine ruhige, vielleicht sogar unspektakuläre Geschichte, und dann merkt man plötzlich, wie viel eigentlich zwischen den Zeilen passiert. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die nach außen hin wirkt, als hätte sie ihr Leben im Griff. Sophie ist erwachsen, trifft Entscheidungen, funktioniert im Alltag und trotzdem zieht sich durch die gesamte Geschichte dieses Gefühl von Orientierungslosigkeit. Dieses „Ich müsste doch eigentlich wissen, was ich tue… aber tue ich das wirklich?“ war für mich unglaublich greifbar und real. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht. Diese Mischung aus scheinbarer Reife und innerer Unsicherheit ist so realistisch dargestellt, dass ich mich beim Lesen immer wieder selbst darin wiedergefunden habe. Die Gedanken der Protagonistin wirken ehrlich, manchmal chaotisch, manchmal reflektiert, aber nie gestellt oder überdramatisiert. Die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchmacht, passiert dabei nicht plötzlich oder übertrieben, sondern ganz leise. Schritt für Schritt. Und genau das macht sie so glaubwürdig. Es ist kein klassisches „Jetzt ist alles anders“-Wachstum, sondern eher ein langsames Verstehen von sich selbst und der eigenen Situation. Auch die Atmosphäre des Buches hat mich total abgeholt. Es ist ruhig, stellenweise fast nachdenklich, aber nie langweilig. Statt großer Wendungen lebt die Geschichte von den kleinen Momenten, den Gedanken und den zwischenmenschlichen Begegnungen. Und genau darin liegt für mich die Stärke dieses Buches. Dieses Buch ist eine unglaublich authentische Geschichte über das Erwachsenwerden oder eher darüber, wie wenig „bereit“ man sich fühlt, obwohl man es eigentlich sein sollte. Die Protagonistin ist gleichzeitig stark und verloren, reflektiert und planlos und genau deshalb so greifbar. Ich konnte mich selten so gut in eine Figur hineinversetzen wie hier. Ein ruhiges, aber sehr intensives Buch, das vor allem durch seine Ehrlichkeit und emotionale Nähe überzeugt.
Hier wird jeder zum Slowreader ✨
Statt aus dem Fenster zu schauen lässt dich nachdenken, durchatmen & träumen. Ich selbst bin gefangen zwischen alles schneller, mehr, mehr, mehr und wann kann ich durchatmen? Nichts leisten, keine Erwartungen, nur ich und meine Gedanken… das durfte ich in diesem Buch irgendwie erleben & ich konnte mich so damit identifizieren. Sophie kauft Hals über Kopf ein baufälliges Haus am anderen Ende von Deutschland und bricht einfach so aus ihrem Leben aus. Dort angekommen ist sie frei von allen Erwartungen und nur auf sich allein gestellt. Dass niemand von ihrem Perspektivwechsel weiß, macht die Geschichte natürlich einfacher 😅 wer Realität sucht, ist an dieser Stelle etwas falsch. Es bleibt ein Wohlfühlroman, der uns ausruhen lässt und bewusst Konsequenzen ignoriert. Denn ja, das was Sophie da macht ist sehr DELULU Das Buch schreit Frühling und Wilde Hühner Vibes, Kleinstadt und frische Luft ✨ Ann Kathrins Schreibstil ist poetisch und ruhig, man spürt die Atmosphäre im Buch. Die lauen Sommernächte auf dem Dach, die kackernden Hühner und den Duft des frischen Graffiti am Nichwitzer Eck. Von mir gibts ne große Empfehlung, für alle, die sich zu schnell gesellschaftlichen Erwartungen beugen (wir alle haha) die mal durchatmen wollen die Delulu ein Haus im nirgendwo renovieren wollen
Dieses Buch hat mich sehr angelacht vom Cover und es hat mir wirklich gut gefallen. Es war mal etwas ganz anderes. Ein absolutes Wohlfühlbuch, das eher ruhig ist und ohne Schnick Schnack daher kommt. Während es im Äußeren eher ruhig war, so war es in Sophies Kopf sehr laut, und es war spannend wohin ihre Reise/Entwicklung geht. Die Zweifel, die Selbstironie, nicht zuletzt die Hühner haben mich einfach sehr gut unterhalten.
“Letztendlich sind wir alle nur erwachsen gewordene Kinder.”
Statt aus dem Fenster zu schauen war für mich ein ganz wundervolles Buch über das Sich-selbst-Finden und das Umherirren in seinen Zwanzigern, zwischen gesellschaftlichem Druck, Erwartungen und gleichzeitig dem Wunsch, einfach frei zu sein und das Leben irgendwie zu verstehen. Ich habe wirklich alles daran geliebt: das wechselnde Erzähltempo, die Sprache, den Humor, die Geschichte selbst und vor allem die feinen zwischenmenschlichen Beziehungen, die wir begleiten dürfen. Auch diese Mischung aus Naivität, Lebensliebe und Mut hat mich unglaublich berührt. Es ist schon lange her, dass ein Buch mir beim Lesen wirklich Gänsehaut gegeben hat oder ich mich in so vielen Gedanken und Gefühlen so verstanden gefühlt habe. Gleichzeitig hat es dieses warme, fast schon wohlig-tröstliche Gefühl hinterlassen, nachdem ich die letzte Seite beendet hatte. Das Buch lebt dabei vor allem vom inneren Monolog der Protagonistin, ihren Gedanken, Gefühlen und ihrem Umherirren im Leben und genau das habe ich unglaublich gerne gelesen. Alles fühlte sich sehr echt, nahbar und ehrlich an. Für mich ein absolutes Highlight und außerdem ein perfektes Buch für Frühling und Sommer, weil die Atmosphäre hier einfach ganz wundervoll dazu passt. “Nur, weil die Straße geradeaus führt, heißt das nicht, dass ich nicht einen Umweg über einen eldweg nehmen kann, einfach nur, weil ich es will.”

Einfach wholesome
Wenn ein Feel Good Movie ein Buch wäre, dann dieses. Es war einfach schön, Sophie raus aufs ostdeutsche Land zu folgen, wo sie sich auf Kleinanzeigen ein Haus zum Spottpreis gekauft hat. Nur mit einem Rucksack, Fahrrad und Isomatte beginnt zwischen Kartoffelacker und eingestürztem Dach für die am geraden Karriereweg zweifelnde Studentin ein neues Kapitel, in dem sie - dank YouTube Tutorials und einer Schar Hühner - zu sich findet und über sich hinaus wächst. Es tut einfach gut, dieses Buch zu lesen!

Ein absolutes Jahreshighlight. Ich habe mich auf das Buch gefreut, seit ich es in der Ankündigung vom Verlag entdeckt habe. Und ich habe genau das bekommen, was ich mir gewünscht habe. Dieses Buch ist perfekt für warme Frühlingstage, um mit einer Tasse Tee oder Kaffee draußen zu sitzen, und zu lesen. Es ist entschleunigend diese Geschichte zu lesen und gleichzeitig regt sie so sehr zum Nachdenken an, dass man selbst kurz davor ist Koffer zu packen und das alte Leben einfach zurückzulassen. Ich habe Sophies Mut bewundert. Ein Haus für 3000€ zu kaufen, irgendwo im Nirgendwo und das gesamte Leben von jetzt auf gleich aufzugeben, das ist schon ein sehr großer Schritt. Aber ich habe alles an diesem Buch geliebt. Auch die Wortwahl der Autorin. Ich hätte das ganze Buch als Zitat markieren können. Ein wirklich tolles Buch, mit einer tollen Message. Jeder sollte auch mal etwas wagen im Leben, vor allem wenn die Routinen irgendwann zu eintönig werden. Man lebt nur einmal!
Spoiler: Das Beste passiert, wenn du dich traust! ✨
Habt ihr schon einmal das Gefühl gehabt, nach nur wenigen Seiten ein wahres Lesehighlight entdeckt zu haben? Genau so erging es mir mit diesem Buch! Sophie entkommt dem Leistungsdruck ihres Studiums, indem sie spontan ein heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft. Während die Renovierung schwieriger ist als gedacht, zwingt sie die ungewohnte Stille dazu, sich selbst neu zu hinterfragen. Fernab von Erwartungen sucht sie nach dem, was sie wirklich will – und wer sie eigentlich ist. 💭 Schon nach wenigen Sätzen taucht man komplett im Geschehen ab, denn das Buch startet auch gleich mit dem Hauskauf und verzichtet auf unnötige Details. Ziemlich schnell wollte ich am liebsten selbst auf Kleinanzeigen nach einem günstigen Haus suchen und alles von Grund auf renovieren. Die Vernunft siegte dann aber doch. Anna Katharina Scheidemantels eindringliche und anschauliche Schreibweise ließ vor meinem inneren Auge einen Film ablaufen, der jedes Detail lebendig werden ließ. 😍 Sophie habe ich mich sehr nah gefühlt, da ich ihre Gedanken und Gefühle oft nachempfinden konnte. Das Leben abseits des Trubels, mit neuen Verantwortlichkeiten, begrenzten finanziellen Mitteln und ohne Handyempfang, bot eine ganz andere Perspektive. Genau diese Entschleunigung hat mich so angesprochen. Idylle, Ruhe und Abgeschiedenheit - und eine Konfrontation mit sich selbst. 🤍 Die Anspielungen auf die „Wilde Hühner“-Bücher haben mir besonders gut gefallen, und ich hatte das Gefühl, Sophie verkörpert in verschiedenen Aspekten die gesamte Mädelsbande, nur in einer erwachsenen Version. 🐓 „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein berührender Roman über Selbstfindung, über das Scheitern und Weitermachen sowie das Loslassen fremder Erwartungen und den Mut, das eigene Leben aktiv zu gestalten. Eine atemberaubende Geschichte, die noch lange in meinem Kopf und meinem Herzen bleiben wird! «Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts, außer zu leben.» 🏡

Seelenfrieden als Buch🩷☀️🧚🏼♀️✨
Dieses Buch hat Stellen in mir geheilt, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren. So unfassbar entschleunigend und zutiefst ehrlich. Mit einem malerischen Erzählstil hat es die Autorin geschafft, das in meinem Kopf ein Film ablief. Dieses Buch ist kein Selbsthilfe Buch, aber es schenkt einfach Seelenfrieden. Ich glaube viele in ihren Zwanzigern (oder auch darunter/drüber, aber vor allem die Zwanziger) können sich darin wiederfinden, zumindest in irgendeinem Charakter. Ich hoffe die Autorin schreibt noch mehr solcher Geschichten!! Große Empfehlung!!🩷
Ich war sehr positiv überrascht
Sophie schiebt Zahlen in Excel-Tabellen hin und her. Dafür wird sie schlecht bezahlt. Sie wohnt in einer WG zur Zwischenmiete und ihr Studium hat sie gewählt, weil man ja irgendetwas machen muss nach dem Abi. Ihr Leben fühlt sich so austauschbar und sinnbefreit an, dass sie eines Tages aus einem Impuls heraus online für wenige Euros ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft. Doch bereits kurz danach beginnen Zweifel sie zu quälen, sie bekommt Angst vor der eigenen Courage. Es muss aber doch einen Grund gehabt haben, dass Sophie einfach so einem Gefühl in sich nachgegeben hat…sie verlässt fluchtartig ihr altes Leben, setzt sich in den nächsten Zug und ohne auch nur einem Menschen Bescheid zu geben, bezieht sie mit ihrer Isomatte und wenigen Habseligkeiten diese Bruchbude von einem Haus und beginnt Stück für Stück ein Leben an einem Ort, an dem sie keine Menschenseele kennt, an dem sie ein undichtes Dach über dem Kopf hat und an dem sie nur mit einem Fahrrad von A nach B kommt. Sie besitzt kaum Ersparnisse und ist alleine, doch sie macht sich einfach daran, aus diesem Ort ein Zuhause zu machen. Sophie zweifelt täglich daran, ob sie das Richtige tut und doch bleibt sie am Ball und lernt bald die Schönheit ihrer Umgebung zu schätzen. Sie merkt, dass sie Dinge kann, von denen sie vorher überhaupt keine Ahnung hatte und spürt etwas in sich wachsen. Stolz, Eigenständigkeit und auch ein klein wenig das Gefühl von Zuhause. Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob das junge Alter und die Unsicherheit der Protagonistin mich nicht etwas stören. Sophie geht sehr hart mit sich ins Gericht, sagt sich immer wieder, dass sie Dinge nicht kann, dass sie dumm ist, so eine Entscheidung getroffen zu haben, doch ich mochte, wie Sophie im Laufe des Romans wächst, an ihren Aufgaben und sich selbst. Am besten hat mir jedoch gefallen, wie Anna Katharina Scheidemantel da einen Ort konstruiert, der so stimmig und in sich geschlossen ist, dass ich mich wieder und wieder selbst dort hin gesehnt habe. Sie beschreibt detailliert die Fortschritte im Aufbau des Gemüsegartens und in der Renovierung der Räumlichkeiten und ich konnte dieses Idyll richtiggehend vor meinem inneren Auge aufblühen sehen. Ich bin ein Landei und weiß die Dinge, die da beschrieben werden selbst so sehr zu schätzen. Einen tiefschwarzen Himmel, an dem tausende von Sternen leuchten. Eine staubige Landstraße im Sommer, auf der nur wenige Autos am Tag vorbeikommen. Ein Maisfeld, das einem vom vielen Regen bis über den Kopf gewachsen ist. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, Sophies Abenteuer zu begleiten und ich habe direkt selbst wieder Lust bekommen, mir ein altes Haus zu kaufen und es zu einem Zuhause zu machen.
Das Buch fühlt sich an wie eine warme Umarmung
Ich wollte die letzten Seiten gar nicht zu Ende lesen, weil ich mich noch nicht von dem Buch trennen wollte. Das Buch ist so still, so angenehm und trotzdem nicht langweilig. Anna Katharina Scheidemantel hat einen Roman geschrieben, der einen den Sommer spüren lässt, einen das Bedürfnis gibt einen eigenen Garten anzulegen und im See zu schwimmen. Das ist der perfekte Roman zum Abschalten, jedoch der trotzdem in die Tiefe geht. Ich habe nichts daran auszusetzen. 🥰
Über‘s einfach mal machen
Sophie merkt, dass sie ihr Leben eigentlich nur noch zwischen Excel-Tabellen und Tagträumen verbringt. Also macht sie etwas maximal Unvernünftiges: Sie kauft spontan ein altes Haus in einem kleinen Dorf in der ostdeutschen Provinz, für 3000 Euro. Ohne Plan, ohne Ahnung. Und genau dieses Unvernünftige macht das Buch gut. Während überall ständig von Selbstoptimierung und „dem perfekten Leben“ geredet wird, geht es hier einfach ums Losgehen, Ausprobieren, Scheitern, Improvisieren und darum, nicht alles komplett zu zerdenken. Das Buch ist ruhig erzählt und gleichzeitig voller Leben. Man begleitet Sophie beim Renovieren, Überfordertsein, Kartoffeln pflanzen und dabei, wie sie Stück für Stück wieder mehr bei sich selbst ankommt. Besonders mochte ich auch diese Dorfatmosphäre und die Menschen dort. Direkt, trocken, unaufgeregt. Kein kitschiger „Alles wird gut“-Roman, sondern eine authentische Geschichte darüber, was passiert, wenn man aufhört, nur aus dem Fenster zu schauen und einfach losgeht. Und auch wenn Sophie grade mal 25 Jahre alt ist, kann ich das Buch allen unabhängig vom Alter empfehlen. Wir alle vertragen eine Erinnerung das Leben im „Jetzt“ zu genießen und nicht ständig an ein „Danach“ zu denken. Für mich hatte das Buch leider aber doch einige Längen…

Ich war mir zwischendurch nicht sicher, ob es wirklich ein Buch für mich ist. Denn die Geschichte kommt sehr ruhig daher und schwingt sehr stark zwischen den Zeilen mit. Aber irgendwie hat sie mich dann doch perfekt abgeholt, da ich mich in so vielen Gedanken wieder gefunden habe. Ein Haus im nirgendwo zu kaufen und es von Grund auf zu renovieren, einen Garten anzulegen und Hühner zu halten - ehrlich gesagt, ist das etwas, dass mir schon sehr viele Jahre im Kopf herumschwirrt. Aber irgendwie kam es mir immer ganz weit weg vor. Und nun ein Buch über eine junge Frau zu lesen, die einfach aus dem Nichts genau dieses Abenteuer verfolgt. Ja, stellenweise war es mir zu langsam. Und ja, unsere Protagonistin ist mir teilweise auch wirklich auf die Nerven gegangen. Wobei ich ihre beste Freundin wesentlich schlimmer fand. Aber trotzdem hat mir das Buch irgendwas gegeben, was ich nicht genau beschreiben kann.

Eine Pause für das Leben
Dieses Buch ist wie eine Pause fürs Leben. Es bietet dir nicht die perfekte Lösung deiner Probleme, sondern zeigt dir, dass es vielleicht okay ist mal vom Weg abzukommen. Als 23-jährige unwissende, manchmale verlorene Studentin habe ich mich hier unglaublich gesehen gefühlt. Erwartet nichts Weltbewegendes und genießt die Auszeit! ✨️

Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Book Information
Posts
Das Buch hat einfach gut getan. 💛🌿 Es ist kein Buch mit krassen Plotwists, Drama oder einer kompletten Spannungsachterbahn. Es ist eher leise, ehrlich und auf eine total angenehme Art nahbar. 🎢❌ Obwohl ich ein paar Jahre älter bin als die Protagonistin, konnte ich ihre Gedanken oft komplett nachvollziehen. Dieses Hinterfragen von allem und Beobachten der Welt und die Frage wie oder wo man dort reinpasst. 🌍💭 Das Buch lebt nicht von Action, sondern von Stimmung, Gefühlen und dem langsamen inneren Prozess der Protagonistin. Man begleitet sie und merkt dabei vielleicht auch selbst, was einen gerade beschäftigt. Es ist nicht übertrieben oder künstlich tief erzählt, sondern einfach menschlich.🪴✨

Happy May 💚☀️🪻🩵🌸
✨Highlight✨ Ich wüsste nichts Schlechtes über dieses Buch zu sagen. Es ist definitiv eher ruhig, aber gerade das mag ich. Ich mag keine vorhersehbaren Bücher, aber ich liebe ruhige Bücher mit wichtigen Botschaften und dieser gewissen Gemütlichkeit, die man auf jeder Seite spürt. 🥹🥹🥹🥹🥹🥹 ✨Zitate „Nichtstun macht Stille stiller und Einsamkeit einsamer.“ „Alles fühlt sich erst sichtbar an, wenn es von Anderen gesehen wird.“ „Vielleicht sind Menschen einfach nicht gut darin, schöne Momente einfach nur zu genießen. Zumindest nicht ab der Pubertät.“ ✨Inhalt Kurzerhand befreit sich Sophie aus dem unliebsamen Studium und Praktikum und kauft sich eine Ruine im Osten. Gesagt getan, zieht sie auch direkt dort ein und fängt an, sich in ihrem neuen Leben einzurichten. ✨Meinung Ja, das Buch war perfekt, Rezension zuende 🤗🤗. Ich habe es geliebt, es hat in meinem Kopf irgendwie genau die richtigen Regionen gestreichelt. Wie Sophie sich da einrichtet, wie sie das Leben sieht, ihre Gedanken, ihre Motivation, überhaupt zu tun, was sie getan hat, alles war sehr ansprechend und einfach unglaublich spannend zu lesen. Gleichzeitig ist es ein ruhiges Buch wie eingangs ja schon erwähnt , aber auf für mich sehr angenehme Weise. Am Anfang hatte ich eine etwas andere Erwartung, ich dachte die Handlung würde etwas früher einsetzen, also Sophie würde sozusagen noch studieren und wir würden da feststellen, dass es nichts ist. Aber das alles liegt dann schon gleich zu Beginn hinter ihr. Und wir finden nach und nach raus, was sie dazu bewogen hat. Ein ganz tolles Buch war das! ✨Fazit Durch den schönen, leichten, modernen Schreibstil und die warmherzige Story, vergeht die Lesezeit (leider) wie im Flug. Es ist für mich eins von DEN Büchern. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein Buch, welches ich genau zur richtigen Zeit gelesen habe.. ?
Manchmal findet man ein Buch genau dann, wenn man es braucht. Und manchmal trägt die Hauptfigur auch noch denselben Namen wie man selbst, was die emotionale Distanz ungefähr auf die Dicke eines Blatt Papiers reduziert🫣🙈 Plot Vom Stillstand ins Leben. In "Statt aus dem Fenster zu schauen" begleitet man Sophie durch eine Lebensphase, in der sie festzustecken scheint. Zwischen Erwartungen, Unsicherheiten und dem Wunsch nach Veränderung muss sie lernen, dass das Leben nicht einfach an ihr vorbeizieht, während sie zusieht – sondern dass sie selbst entscheiden muss, welchen Weg sie gehen möchte. Die Geschichte erzählt von Neuanfängen, Selbstfindung und dem Mut, auch dann weiterzugehen, wenn man den Ausgang noch nicht kennt.. Protagonistin Manchmal zum Schütteln, meistens zum Umarmen. Sophie ist eine Protagonistin, in die ich mich unglaublich gut hineinversetzen konnte. Vielleicht lag es daran, dass sie meinen Namen trägt, vielleicht aber auch daran, dass ihre Gedanken und Herausforderungen so nachvollziehbar wirken. Ja, manchmal war sie mir etwas zu naiv und ich hätte sie gerne sanft an den Schultern gepackt und gefragt, ob sie die offensichtlichen Warnsignale eventuell mit Absicht übersieht?! Gleichzeitig macht genau diese Unvollkommenheit sie aber auch so authentisch. Schreibstil Leise, ehrlich und nahbar – herrlich entschleunigend. Die Geschichte lebt nicht von großen Dramen oder spektakulären Wendungen, sondern von ihren Emotionen. Der Schreibstil ist angenehm leicht, gleichzeitig aber voller Gefühl und Beobachtungen, die erstaunlich nah an der Realität liegen. Man verliert sich nicht in der Handlung – man begleitet sie kontinuierlich. Mini-Kritik Mein einziger Kritikpunkt ist tatsächlich Sophies Naivität an einigen Stellen.. Manche Entscheidungen wirkten auf mich etwas zuuu gutgläubig und haben mich gelegentlich leicht die Stirn runzeln lassen, um es mal nett auszudrücken😅 Fazit "Statt aus dem Fenster zu schauen" ist eine berührende Geschichte über Veränderung, Selbstfindung und die kleinen Schritte, die manchmal mehr Mut erfordern als die großen. Die Protagonistin ist nicht perfekt, aber genau dadurch wirkt ihre Reise umso echter🙏🏽 Wer Geschichten über Neuanfänge, persönliche Entwicklung und Figuren mit Herz sucht, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben – vielleicht erkennt man dabei sogar ein kleines Stück von sich selbst wieder🥹

Sophie steckt fest – zwischen Studium, einem langweiligen Praktikum und dem Druck von außen. Alle sind sich sicher, dass aus ihr einmal etwas Großes wird, nur sie selbst hat keine Ahnung, was das genau sein soll. Und was macht man in so einem Moment? Richtig, man sucht sich auf Kleinanzeigen ein kleines heruntergekommenes Haus in Ostdeutschland. Zwischen Einsamkeit, Renovierungsarbeiten und dem dringend nötigen Abstand von fremden Erwartungen beginnt sie, über sich hinauszuwachsen – und sich endlich die Fragen zu stellen, die sie schon lange begleiten: Was will ich eigentlich? Und warum? Ich hab das Buch in einem kleinen Häuschen in den Niederlanden gelesen, was perfekt zur Stimmung gepasst hat. Die Geschichte entwickelt sich bewusst langsam, was auf mich total entschleunigend gewirkt und sich fast wie ein kleiner Kurzurlaub angefühlt hat. Man bekommt einen Einblick in ein ganz anderes Leben und begleitet Sophie dabei, wie sie sich mit ihrer neuen Situation auseinandersetzt, ihren Alltag neu organisiert und ihr kleines Haus Schritt für Schritt wieder aufbaut – trotz aller Zweifel. Dabei war ich oft hin- und hergerissen: Einerseits habe ich ihren Mut und ihre Naivität bewundert, andererseits hat mich genau das auch ziemlich nervös gemacht. Weil sind wir ehrlich: This couldn’t be me, my overthinking could never. Insgesamt eine ruhige, nachdenkliche Geschichte über Selbstfindung, die vor allem durch ihre Atmosphäre lebt. 🐓🍃

🌟 🌟 🌟 🌟 💫 Ein Buch zum träumen und Ideen spinnen 🥰
Neben dem Impuls, das eigene Hamsterrad genauer zu betrachten, sorgte das Buch dafür, dass man am liebsten sofort in den Baumarkt rennen & danach etwas mit seinen Hände erschaffen möchte (renovieren oder den Garten neu anlegen 😅). Ein Buch/Hörbuch voller Leichtigkeit. Ein wunderschöner Roman über: - die Suche nach dem eigenen Lebensweg - übers selbständig werden (los lösen vom Elternhaus) - seine eigene Wege gehen - und auch einfach mal auf die Erwartungen der Anderen 💩 und sein Leben erkunden und leben - Freundschaft Das Buch ist eine Einladung zum: - zurücklehnen - träumen - schmunzeln - in sich hinein hören ein. - egal wie „alt“ man ist 🥰 Mein Lieblingszitat ☺️ „Es fühlt sich an, wie nach Hause kommen!“ Ich habe das Hörbuch 🎧 bei der Gartenarbeit und beim liegen auf dem Balkon gehört, es war ein absolutes Highlight 🙏🏼. Eine große große Empfehlung von mir an euch 💞!
Ein ruhiges und lebendiges Highlight voller Gefühl! 🌱✨
Was für ein wunderschönes Buch! Und was für ein wunderschönes Cover! Am Anfang bin ich kurz ein bisschen reingestolpert, weil man direkt mitten in Sophies Krise landet, aber je mehr ich gelesen habe, desto mehr hat mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen. Sophie ist so eine gut gezeichnete Protagonistin, so lebendig, so farbig, so greifbar, dass ich wirklich das Gefühl hatte, alles durch ihre Augen zu sehen, was natürlich durch die Ich-Erzähler-Perspektive nochmal bestärkt wurde. Und dieses reine Lebensgefühl, dass Sophie durch die Umstände ja erlebt, wird so so gut transportiert! Die ostdeutsche Provinz, die Natur, der Frühling, der langsam in den Sommer übergeht, und Sophie, die dort irgendwie wieder zu sich selbst findet. Es war so schön dieses Gefühl miterleben zu dürfen. ☺️ Es passiert gar nicht wahnsinnig viel und trotzdem genau genug. Gerade diese leisen emotionalen Prozesse, Sophies Entwicklung, ihre Gedanken und Erkenntnisse haben mich total berührt und wurden so gehaltvoll erzählt. Auch die Berlin-Stellen fand ich richtig stark erzählt, als gebürtige Berlinerin die dort auch ihre frühe Jugend verbracht hat, konnte ich das sehr fühlen. :D Für mich war das ein ganz, ganz tolles Buch, das einfach sooo gutgetan hat! Besonders empfehlen würde ich es Menschen, die selbst noch ein bisschen strugglen, sich suchen oder gerade irgendwo zwischen Krise und Neuanfang stehen. Für mich ganz klar ein Highlight und fünf Sterne. 🌿✨

Entschleunigend und zum Nachdenken anregend
Der Klappentext des Buches hat mich direkt angesprochen, auch wenn ich selbst schon älter als die Protagonistin bin und diese Phase selbst schon erlebt habe. Doch trotzdem taucht die Frage, wohin es im Leben gehen soll und ob man sich auf dem richtigen Weg befindet, immer mal wieder auf. Anfangs hatte ich mit der Naivität von Sophie meine Probleme. Wie kann man sich so unvorbereitet in ein Abenteuer namens Hauskauf stürzen? In Zeiten des Internets kann man schnell und einfach herausfinden, wie der typische Ablauf ist und was man beachten muss. Doch beim Lesen habe ich dann auch schnell bemerkt, wie konditioniert wir aufs Funktionieren sind und dass wir versuchen, für jedes wichtige Thema zum Experten zu werden, bevor wir aktiv werden. Außerdem ist es auch eine Frage des Charakters, wie man an ein neues Thema herangeht. Kurzum, ich habe auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten mit Sophie gehabt und war somit erstmal mit dem Geschehen überfordert aufgrund der ungewohnten Herangehensweise. Doch als ich mich darauf eingelassen habe und den immer ruhiger werdenden Erzählstil annehmen konnte, habe ich die klugen Gedankengänge der Autorin für mich entdeckt, die in die Geschichte eingestreut wurden und die zum Nachdenken über unsere Gesellschaft anregen. Sei es die Erkenntnis, dass wir Zwerge sind, die auf den Schultern von Riesen stehen, so dass wir erstmal eine Nische finden müssen, in der wir noch etwas erschaffen können (S 276). Oder die Frage, ob irgendwann der Punkt im Leben kommt, an dem man weiß, was man tut, und sich dabei sicher fühlt, oder ob einem einfach nur immer bewusster wird, dass niemand weiß, was er oder sie tut, und man sich deshalb weniger unsicher fühlt (S. 280). Dieses Buch ist der Gegenentwurf zu Social Media und die Chance, sich für eine Weile aus dem Hamsterrad des Vergleichens und Verbesserns zu entfernen und sich daran zu erinnern, was sich erfüllend und sinnstiftend für einen selbst anfühlt und wie wohltuend es sein kann, im Moment zu leben und nicht daran zu denken, was als Nächstes kommen wird.
»Vielleicht ist das Ganze Leben mehr DIY und learing by doing als ich dachte.«
Das Buch hat über eine Buch-Box den Weg zu mir gefunden, denn ich selbst hätte definitiv nicht dazu gegriffen: Weder das Cover noch der Klappentext haben mich anfangs angesprochen. Aber ich wollte diesem Buch und seiner Geschichte eine faire Chance geben - ohne große Erwartungen. Und vielleicht war genau das richtig so, denn ich habe das Buch als heilsam empfunden. Der Erzählstil ist sehr entschleunigt und legt erzählerisch viel Wert auf kleine Details, die mir im Alltag zum Beispiel nicht wirklich auffallen. Auch wenn objektiv gesehen nicht viel passiert, mochte ich es unfassbar gern, mitzuerleben, wie sich Sophie immer mehr in ihrem Haus und in ihrem selbstgewählten Leben zurechtfindet. Sie probiert aus, macht Fehler und lernt dazu. Das ist etwas, von dem ich den Eindruck habe, dass es im wahren Leben oft fehlt. Es wird immer erwartet, dass man einen Plan hat, dass man weiß, wie es weitergeht — selbst bei Rückschlägen. Aber wie soll man einen Plan fürs Leben haben, wenn die Bedienungsanleitung auf Altgriechisch und rückwärts verfasst wurde? Ähnliche Fragen stellt sich auch Sophie, während sie ihr Haus renoviert. Ich habe ihre Gedanken gern mitverfolgt und mich dabei verstanden gefühlt. Vor allem, weil am Ende des Buches eine sehr wichtige Message mitschwingt: Du musst dich nicht für Entweder-oder entscheiden — du darfst dich für beides entscheiden. Was ich ganz persönlich als eine sehr wichtige Botschaft empfinde. Ich selbst hatte jahrelang das Gefühl, ich müsse mich festlegen: auf entweder das eine oder das andere. Aber die Wahrheit ist: Ich war immer schon ein „Und-Mensch“. Genau deshalb finde ich dieses Buch so heilsam und wichtig. Nicht, weil es große Erkenntnisse liefert, sondern weil ich, genau wie Sophie, einfach so existieren darf, wie ich bin. Und vielleicht ist das die wichtigste Lektion von allen.
Darum geht es: Sophie funktioniert. Im Studium, im Praktikum, in einem Leben, das nach außen sinnvoll aussieht und sich für sie trotzdem leer anfühlt. Alle glauben an ihre Zukunft, nur sie selbst hat keine Vorstellung davon, wie diese aussehen soll. Als sie impulsiv ein heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft, lässt sie die vertraute Ordnung hinter sich. Zwischen bröckelnden Wänden, endlosen Feldern und der ungewohnten Stille geraten ihre bisherigen Gewissheiten ins Wanken. Fern von den Erwartungen anderer beginnt Sophie, sich zum ersten Mal ernsthaft zu fragen, wie sie eigentlich leben möchte. Mein Leseeindruck: Dieses Cover ist wirklich ein absoluter Blickfang. Ich habe es gesehen und war sofort schockverliebt. Es transportiert genau diese ruhige, warme und gleichzeitig nachdenkliche Stimmung, die sich später auch in der Geschichte wiederfindet. Auch der Einstieg ist mir unheimlich leicht gefallen. Der Schreibstil liest sich flüssig, angenehm und stellenweise fast ein wenig poetisch, ohne dabei zu schwer zu wirken. Ich war sofort in der Geschichte drin und wollte einfach weiterlesen. Besonders gut gefallen hat mir die Botschaft des Romans. Es geht um die Frage, was Glück eigentlich für einen selbst bedeutet und wie schnell man sich im Alltag, in Erwartungen und im ständigen Funktionieren verlieren kann. Die Geschichte erinnert immer wieder daran, innezuhalten und nicht permanent erreichbar sein zu müssen. Smartphone, Internet und dieser ganze technische Dauerlärm rücken plötzlich in den Hintergrund und machen Platz für Ruhe, Gedanken und echte Selbstreflexion. Beim Lesen musste ich tatsächlich oft an mein eigenes Leben denken. Viele Gedanken und Gefühle aus dem Buch wirken noch lange nach und genau das macht diese Geschichte für mich so besonders. Da bleibt viel hängen, auch nachdem man das Buch längst zugeschlagen hat. Mit Sophie selbst hat es bei mir ein wenig gebraucht. Ich konnte ihre Gedanken und Entscheidungen zwar gut nachvollziehen, hatte aber nicht durchgehend das Gefühl einer wirklichen Nähe zu ihr. Auch manche Entwicklungen rund um den Hauskauf wirkten auf mich stellenweise etwas sehr zugespitzt. Insgesamt hat das meiner Begeisterung für die Geschichte aber keinen Abbruch getan. Denn die Grundidee und vor allem die Message hinter dem Roman finde ich wirklich großartig. Dieses Buch regt zum Nachdenken an und hat mir viele schöne Lesestunden bereitet. Fazit: 4/5 ⭐️ Ein ruhiger, atmosphärischer Roman, der lange nachhallt und zum Innehalten einlädt.

Bei mir hat sich in diesem Monat einiges verändert, weshalb ich kaum Zeit fürs Lesen gefunden hatte. Deshalb war „Statt aus dem Fenster zu schauen“ genau das richtige Buch für mich. Es ist ein langsames, ruhiges und nachdenkliches Buch. Es passiert nicht viel im Äußeren, aber dafür ganz viel im Inneren. Der Anfang hatte mich sofort gepackt. Sophie sitzt im Büro ihres langweiligen Praktikums und klickt sich durch Kleinanzeigen im Internet. Aus einem Impuls heraus kauft sie ein verfallenes Haus mitten im Nirgendwo im Osten Deutschlands für 3000 Euro und verlässt sofort, ohne jemandem Bescheid zu geben, ihre langweilige Praktikumsstelle. In ihrer WG-Wohnung angekommen, packt sie ihre wenigen Besitztümer in ihren Reiserucksack und ihre übrigen Sachen in eine Plastiktüte, mit einem Zettel als Info an die Mitbewohner, dass sie diese Tüte demnächst abholt. Sie nimmt ihr Fahrrad, kauft ein Bahnticket und fährt in die ostdeutsche Provinz. Dort angekommen, mitten in der Ruhe, kommt sie zum Nachdenken. Was fast ein wenig romantisch klingt, ist gar nicht so romantisch. Das Haus hat ein Loch im Dach, liegt weit weg von der nächsten Ortschaft und Sophies Erspartes ist dank des Hauskaufs fast aufgebraucht. In ihrem Haus gibt es anfangs keinen Strom, Internet ist auch nicht vorhanden und dafür viel Zeit zum Grübeln. Zeit, in der Sophie darüber nachdenken kann, ob sie mit ihren 25 Jahren wirklich genau da angekommen ist, wo sie ankommen wollte, oder sich in ihrem Leben dort befindet, wo all die anderen sie sehen wollten. Ist es sinnvoll, nach dem Studium einem Job nachzugehen, der sie langweilt, oder allein in der Pampa ein Haus zu sanieren, einen Kartoffelacker anzulegen, Gemüse anzubauen und Hühner zu halten? Mir hat dieses Buch richtig gutgetan und geholfen, in meinem momentan turbulenten Leben etwas zur Ruhe zu kommen. Gedanken fließen zu lassen, mitzuerleben, wie Sophie einfach anpackt, ohne darüber nachzudenken, wie es weitergeht. Bleibt sie wirklich in diesem Haus mitten im Nichts oder geht sie doch wieder zurück in ihr „vorgeplantes“ Leben? Es war eine Wohltat zu lesen, dass nicht immer alles Sinn machen muss und trotz allem sinnvoll sein kann. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, für alle, die ein wenig eine Mischung aus Einsiedlerleben und Coming-of-Age lesen möchten.
| Rᴇᴠɪᴇᴡ | Rezensionsexemplar .ೃ࿔*:・ Statt aus dem Fenster zu schauen - Anna Katharina Scheidemantel.ೃ࿔*:・ ★★★★/5 In dem Buch geht es um Sophie die sich immer mehr von den Erwartungen und Regeln löst die ihr Leben bisher bestimmt haben. Schritt für Schritt beginnt sie ihren eigenen Weg zu gehen auch wenn dieser oft unsicher wirkt und nicht immer einfach ist. Dabei geht es viel um Selbstfindung Mut und die Frage ob man wirklich das Leben lebt das man selbst möchte. Dieses Buch ist definitiv eher leise als laut. Wer eine Geschichte voller Spannung und großer Wendungen erwartet wird hier wahrscheinlich enttäuscht sein denn das Buch nimmt sich unglaublich viel Zeit und erzählt sehr ruhig. Trotzdem hatte die Geschichte etwas unglaublich Beruhigendes an sich. Besonders der Schreibstil hat dafür gesorgt dass man komplett in die Atmosphäre eintauchen konnte. Alles fühlt sich weich ruhig und gleichzeitig sehr nahbar an. Im Kern geht es für mich vor allem darum sich von einem System zu lösen das einem immer als richtig beigebracht wurde. Sich zu trauen gegen Erwartungen zu handeln und trotz Angst ins kalte Wasser zu springen auch wenn sich dieser Weg zwischendurch falsch oder unsicher anfühlt. Die Geschichte zeigt sehr schön dass Selbstfindung selten geradlinig ist. Oft stehen einem Stolpersteine im Weg und manchmal muss man sich erst verlieren bevor man wirklich bei sich selbst ankommt. Auch wenn mir persönlich stellenweise etwas mehr Spannung gefehlt hat mochte ich die ruhige Atmosphäre und die Botschaft hinter der Geschichte sehr gerne. Es ist kein Buch das durch Action überzeugt sondern eher durch seine stillen Gedanken und Gefühle die noch lange nachhallen.

STATT AUS DEM FENSTER ZU SCHAUEN - Anna Katharina Scheidemantel - POLA - ET 30.03.2026 - 352 Seiten Worum geht‘s? Roman über Aufbruch, Freiheit, Selbstfindung, Landleben Mein Leseeindruck: Es hat Spaß gemacht, der mutigen Protagonistin zu folgen. Viele können sich bestimmt damit identifizieren, einfach mal aus dem Hamsterrad ausbrechen zu wollen und träumen davon auf einer Farm, einem Bauernhof frei leben wollen. Es lässt einen innehalten, was man wirklich möchte ob wir mit dem glücklich sind, was unseren Alltag ausmacht. Oder ob wir lieber ursprünglich leben wollen. Die herausragende Sprachgestaltung lässt einen durch die Seiten gleiten. Scheidemantel entführt ihre Leser mit dieser romantischen Geschichte in die Natur, Kultur und Kulinarik des Landlebens, lässt uns einen ursprünglichen Neuanfang mit allen Sinnen erleben. Ein Roman, der sich mit dem Dilemma der Leistungsgesellschaft und der Entfremdung von der Natur beschäftigt. Fesselnd, berührend, cosy, unterhaltsam. Leseempfehlung!
Die Nebenpfade im Leben betreten Als Sophie bei Ebay Kleinanzeigen auf kaufen klickt, ist sie von sich selbst überrascht und vielleicht auch etwas schockiert. Sie hat 3000 Euro , also ihr komplettes Sparguthaben in ein Haus investiert, dass irgendwo in der Einöde im Osten Deutschlands liegt. Wow, das ist mal ein Move! Sophie lässt ihr Studium erst einmal „pausieren“, kündigt ihr WG Zimmer und macht sich mit nicht mehr als einem Rucksack und einem Fahrrad per Bahn einmal quer durchs Land auf den Weg zu ihrem Haus. Das Haus ist eine Bruchbude, aber im Gegensatz zu Anderen, die jetzt schreiend davongelaufen wären, will Sophie nicht aufgeben und bleibt. Sie hat zwar keine Ahnung, aber es gibt nichts, was man per Youtube Video nicht lernen könnte. Ich mochte das Debüt von Anna Katharina Scheidemantel wirklich sehr. Ihre Protagonistin ist zwar zunächst etwas naiv aber sie lernt schnell Entscheidungen zu treffen, Probleme zu lösen und wird mit den Konsequenzen ihres irrwitzigen Kaufes erwachsen. Sie lernt, dass es ungemein befriedigend ist etwas mit den eigenen Händen zu schaffen, weiß schnell die Ruhe und die neue Freiheit zu schätzen. Doch ob das Leben als Landfrau ihr Weg sein wird oder nicht und die Frage, die damit einhergeht, wer sie eigentlich sein möchte im Leben, das muss sich erst noch herauskristallisieren. Ich hatte das Hörbuch vorliegen, welches von Chantal Busse wunderbar eingesprochen wurde und empfehle das Buch unbedingt weiter an Personen, die so ein Aussteigerleben gerne mal in ihrem Safe Space durchspielen möchten. Also, man bekommt schon Lust auf Hühnerhaltung! ;-)
Ein Buch bei dem man das Gefühl bekommt, selbst eine Auszeit zu nehmen und beim lesen zu Entschleunigen.
In dieser Geschichte muss man sich einfach wohlfühlen, es gibt keine große Handlung keine Spannung. Einfach nur eine junge Frau die in ihren Augen oft, eine fragwürdige Entscheidung getroffen hat, in meinen Augen extrem mutig ist einfach auszusteigen. Ein völlig marodes Haus zu kaufen, allein mitten im nirgendwo zu leben - das ganze ohne Ahnung zu renovieren ( zumindest ein wenig ) einen Garten anzulegen und einfach in den Tag zu leben. Dabei immer wieder Rückschläge erleben immer wieder zweifeln immer wieder einfach leben. Dieses Buch weckt die Sehnsucht nach Ruhe und erfüllt sie gleichzeitig mit einem unaufgeregten Schreibstil. Ich habe es sehr genossen zu lesen

“Statt aus dem Fenster zu schauen” von Anna Katharina Scheidemantel handelt von der Studentin Sophie, die spontan ein abbruchreifes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft und ihr unbezahltes Praktikum schmeißt, um es auf Vordermann zu bringen. Orientierungslos, was ihr weiteres Leben betrifft, verbringt sie einen Sommer in ihrem Haus. Der Roman soll bewusst entschleunigen und den Blick aufs Wesentliche lenken, so gibt es auch keine strukturierenden Kapitel, sondern lediglich vier große Teile, die den Text gliedern. Auch inhaltlich triebt die Handlung dahin; anfangs noch werden Sophies Tage detailliert beschrieben, später, nachdem auch für sie alles nicht mehr neu ist, gibt es Sprünge von mehreren Wochen. Mir kam dieses Buch leider weder inhaltlich noch formal nahe. Einerseits haben mich Impulsivität und Naivität der Protagonistin innerlich sehr aufgeregt und so das Gegenteil von entspannend gewirkt, anderseits fand ich das ganze Unterfangen von vornherein aussichtslos und, bedenkt man den Zustand des Hauses, auch die Auflösung zum Schluss unbefriedigend. Auch die nicht vorhandene Struktur (Teile/Kapitel im Umfang von 80 Seiten) haben mich eher gestresst, als mir Lesefreude zu schenken. Letztlich ist dies wohl ein typischer Fall von “Buch und Leser*in passen nicht zusammen”, da an sich an diesem Werk nichts auszusetzen war und ich mir durchaus vorstellen kann, warum viele Lesende davon begeistert waren. *Das ebook wurde mir kostenfrei vom Verlag zur Verfügung gestellt.
Ein kleines, warmes Buch, das daran erinnert, langsamer zu werden und einfach zu sein.
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ von Anna Katharina Scheidemantel hat sich für mich angefühlt wie eine leise, warme Umarmung, genau das, was ich gebraucht habe. Ein Buch, das nicht laut sein will, sondern Raum schafft zum Innehalten. Besonders berührt haben mich die Zeilen: „Und ich frage mich, ob irgendwann der Punkt im Leben kommt, an dem man weiß, was man tut … oder ob einem einfach nur immer bewusster wird, dass niemand weiß, was er oder sie tut …“ – ein ehrliches, tröstendes Hinterfragen dieses ständigen Funktionierens. Und dann diese schlichte Wahrheit: „Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts außer Leben.“ Das Buch lädt dazu ein, sich dem Moment hinzugeben, die Geschwindigkeit rauszunehmen und das Leben nicht nur zu bewältigen, sondern zu spüren. Unaufgeregt, klar und wohltuend echt. Eine kleine Pause zwischen all dem Müssen. Eine klare Empfehlung!
Dieses Buch hat mir so viel gegeben, diese Leichtigkeit, die Sophie findet im Tun ohne Ahnung von Renovierung, Gartenanbau und Hühnern und trotzdem macht sie einfach und lernt und entdeckt so viel. Klar könnte man an der ein oder anderen Stelle noch mehr Themen, die da sind, aufgreifen. Und ich hätte alles davon gerne gelesen, damit dieses Buch nicht endet. Es hat mich total abgeholt. Perfekt für einen Frühlingstag auf der Gartenliege, mit Sonne im Gesicht. Leicht und trotzdem ist zwischen den Zeilen so viel Platz zum Nachdenken über das eigene Leben. Gerade bin ich selber im Umbruch und dieses Buch hat mich an vielen Stellen berührt und mir Mut und Hoffnung gemacht.
Bei mir hat sich in diesem Monat einiges verändert, weshalb ich kaum Zeit fürs Lesen gefunden hatte. Deshalb war „Statt aus dem Fenster zu schauen“ genau das richtige Buch für mich. Es ist ein langsames, ruhiges und nachdenkliches Buch. Es passiert nicht viel im Äußeren, aber dafür ganz viel im Inneren. Der Anfang hatte mich sofort gepackt. Sophie sitzt im Büro ihres langweiligen Praktikums und klickt sich durch Kleinanzeigen im Internet. Aus einem Impuls heraus kauft sie ein verfallenes Haus mitten im Nirgendwo im Osten Deutschlands für 3000 Euro und verlässt sofort, ohne jemandem Bescheid zu geben, ihre langweilige Praktikumsstelle. In ihrer WG-Wohnung angekommen, packt sie ihre wenigen Besitztümer in ihren Reiserucksack und ihre übrigen Sachen in eine Plastiktüte, mit einem Zettel als Info an die Mitbewohner, dass sie diese Tüte demnächst abholt. Sie nimmt ihr Fahrrad, kauft ein Bahnticket und fährt in die ostdeutsche Provinz. Dort angekommen, mitten in der Ruhe, kommt sie zum Nachdenken. Was fast ein wenig romantisch klingt, ist gar nicht so romantisch. Das Haus hat ein Loch im Dach, liegt weit weg von der nächsten Ortschaft und Sophies Erspartes ist dank des Hauskaufs fast aufgebraucht. In ihrem Haus gibt es anfangs keinen Strom, Internet ist auch nicht vorhanden und dafür viel Zeit zum Grübeln. Zeit, in der Sophie darüber nachdenken kann, ob sie mit ihren 25 Jahren wirklich genau da angekommen ist, wo sie ankommen wollte, oder sich in ihrem Leben dort befindet, wo all die anderen sie sehen wollten. Ist es sinnvoll, nach dem Studium einem Job nachzugehen, der sie langweilt, oder allein in der Pampa ein Haus zu sanieren, einen Kartoffelacker anzulegen, Gemüse anzubauen und Hühner zu halten? Mir hat dieses Buch richtig gutgetan und geholfen, in meinem momentan turbulenten Leben etwas zur Ruhe zu kommen. Gedanken fließen zu lassen, mitzuerleben, wie Sophie einfach anpackt, ohne darüber nachzudenken, wie es weitergeht. Bleibt sie wirklich in diesem Haus mitten im Nichts oder geht sie doch wieder zurück in ihr „vorgeplantes“ Leben? Es war eine Wohltat zu lesen, dass nicht immer alles Sinn machen muss und trotz allem sinnvoll sein kann. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, für alle, die ein wenig eine Mischung aus Einsiedlerleben und Coming-of-Age lesen möchten.
Dieses Buch hat mir gut getan.
Was wäre wenn ich von heute auf morgen meinen Praktikumsplatz aufgebe, und einfach ein verfallenes Haus mitten in der Pampa kaufe? Wer soll mich aufhalten? Niemand! Und genau das tut Sophie, dann auch nachdem sie eine Anzeige auf Kleinanzeigen entdeckt hat. Am Anfang war ich kurz skeptisch, ob das Buch etwas für mich ist. Es liest sich fast ein wenig wie ein Tagebuch, da wir sehr viel in der Gedankenwelt der Protagonistin verweilen. Es gibt auch keine kurzen Kapitel oder ähnliches, sondern einfach nur 4 Abschnitte. Aber der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, ich habe mir sehr sehr viele Zitate markiert und Gedanken die ich toll fand, und auch der Humor war nach meinem Geschmack. Nichtsdestotrotz muss man natürlich auch sagen, dass viele Dinge natürlich absolute First World Problems sind, und die Lösung nicht für alle sein kann sich ein Haus mit Harten zu kaufen. Die Protagonistin ist sich ihres Privilegs aber auch durchaus bewusst. Und ich denke viele von uns erkennen sich in dem Bürojob Alltag wieder, und diesem Leistungsdruck, vor allem nach dem Studium. Aber es ruft einem einfach in Erinnerung, was man alles mit seinen Händen schaffen kann, dass die Welt sich noch weiter dreht auch wenn man nicht diese eine Power Point fertig gemacht hat etc. Und diese Erinnerungen an die vermeintlich einfachen Dinge im Leben haben sehr gut getan. Wie Gen Z sagen würde: Touch some grass oder so. Und dass man am Ende des Tages selbstbestimmt leben sollte, und sich auch mal trauen kann Dinge zu tun, die nicht in das geradlinige Bild passen. Für mich war es ein Wohlfühlbuch mit vielen schönen Gedanken, die ich mitnehmen konnte.
Wilde Hühner Vibes 🐓
Ich wusste schon, bevor das Buch überhaupt erschienen ist, dass es mir sehr gut gefallen wird. Und so war es auch! Eigentlich wollte ich mir viel Zeit beim lesen lassen, aber das Buch war so gut, dass ich einfach nur durchgeflogen bin. Normalerweise mag ich Bücher ohne Kapitel nicht so gerne, aber hier hat es mich komischerweise überhaupt nicht gestört. Ganz im Gegenteil: ich war so in der Geschichte drin, dass ich nicht darauf geachtet habe, wie viele Seiten ich schon gelesen habe und wann ein neuer Abschnitt beginnt. Und das macht für mich ein gutes Buch aus! Ich habe so mit der Protagonistin Sophie mitgefühlt, weil ich nicht nur im selben Alter bin wie sie, sondern mir auch die gleichen Fragen im Leben stelle. Es war so schön geschrieben und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht, den Weg zu verfolgen, wie Sophie aus dem Hamsterrad entflieht und sich ihre ganz eigene Welt auf dem Land aufbaut. Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen!! ⭐️

„Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein Roman, der leise beginnt und eine erstaunliche Tiefe entwickelt. Was zunächst wie eine spontane Aussteigergeschichte wirkt, entpuppt sich schnell als kluge, fein beobachtete Auseinandersetzung mit Selbstbestimmung, Leistungsdruck und der Frage, wie man eigentlich leben möchte. Im Zentrum steht Sophie, eine junge Frau, die auf dem Papier alles „richtig“ macht – gutes Studium, vielversprechende Zukunft, ein klar vorgezeichneter Weg. Doch innerlich fühlt sich ihr Leben leer und fremdbestimmt an. In einem impulsiven Moment kauft sie ein heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz und steigt aus ihrem bisherigen Alltag aus. Was folgt, ist kein romantisiertes Landleben, sondern ein oft mühsamer, manchmal frustrierender, aber zutiefst ehrlicher Prozess der Selbstannäherung. Gerade diese Ehrlichkeit ist eine der größten Stärken des Romans. Die Renovierung des Hauses wird nicht verklärt, sondern als das gezeigt, was sie ist: körperlich anstrengend, überfordernd und voller Rückschläge. Gleichzeitig spiegelt sie Sophies inneren Zustand wider – Stück für Stück baut sie nicht nur ein Haus, sondern auch ein neues Verständnis von sich selbst auf. Der Schreibstil von Anna Katharina Scheidemantel ist dabei besonders hervorzuheben. Die Geschichte wird stark von Sophies Gedanken getragen, oft in Form innerer Monologe. Diese sind pointiert, intelligent, manchmal ironisch und häufig überraschend treffend. Die Autorin findet Worte für diffuse Gefühle, die viele kennen: das Gefühl, nicht zu wissen, wohin man gehört, oder die leise Rebellion gegen Erwartungen, die nie wirklich die eigenen waren. Auffällig ist auch das Erzähltempo: Äußerlich passiert wenig, innerlich dafür umso mehr. Der Roman lebt von Stimmungen, Reflexionen und kleinen Momenten – vom Alleinsein, von Stille, von der Auseinandersetzung mit Langeweile. Gerade darin liegt seine besondere Wirkung. Er fordert keine spektakulären Wendungen, sondern lädt dazu ein, innezuhalten und mitzudenken. Sophie als Protagonistin ist dabei bewusst ambivalent gezeichnet. Sie ist mutig und gleichzeitig unsicher, entschlossen und doch zweifelnd. Genau diese Widersprüchlichkeit macht sie glaubwürdig und nahbar. Man begleitet sie nicht, weil sie alles richtig macht, sondern weil sie sich traut, überhaupt Fragen zu stellen. Thematisch trifft der Roman einen Nerv, insbesondere für eine jüngere Generation: den Druck, „etwas werden zu müssen“, die Überforderung durch scheinbar unendliche Möglichkeiten und die Sehnsucht nach einem einfacheren, selbstbestimmten Leben. Dabei liefert das Buch keine einfachen Antworten – und genau das macht es so stark. „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein kluger, poetischer und überraschend humorvoller Roman über das Ausbrechen aus vorgezeichneten Lebenswegen. Ein Buch, das weniger von äußeren Ereignissen lebt als von innerer Bewegung – und gerade deshalb lange nachhallt. Ideal für alle, die sich zwischen Erwartungen und eigenen Wünschen wiederfinden und den Mut zum Innehalten schätzen. Und noch ein kleiner Tipp: Zur besonderen Entschleunigung empfehle ich das Hörbuch, fantastisch eingelesen von Chantal Busse!

Idyllischer Eskapismus-Roman für junge Frauen
Diese Geschichte hat mich schön entschleunigt und ich habs wirklich gern gelesen. Inhaltlich fand ichs von Anfang an unterhaltsam, der Schreibstil ist leider aber nicht so ganz meins. Ich fand viele lustigen Metaphern und Vergleiche nicht lustig, weil es nicht meinem Humor entspricht. Ich erkenne aber an, dass viele es als witzig empfinden. Nichtsdestotrotz eine Empfehlung für laue Sommerabende im Garten.
Hörbuch Rezension 🎧
Die Sprecherin macht im Hörbuch einen wirklich guten Job , ihre angenehme Stimme passt zur ruhigen Grundstimmung der Geschichte. Leider kann der Inhalt da nicht ganz mithalten. Was mich am meisten gestört hat, war die Darstellung des Hauskaufs auf dem die Geschichte aufbaut. Dieser wirkt völlig unrealistisch und fast schon zu einfach abgehandelt. Wichtige Aspekte wie Bürokratie, finanzielle Hürden oder organisatorische Herausforderungen spielen praktisch keine Rolle. Dadurch verliert die Geschichte an Glaubwürdigkeit. Generell verläuft die Handlung über weite Strecken sann sehr ruhig, stellenweise fast schon zu ruhig. Die Geschichte plätschert dahin, ohne dass wirklich viel passiert. Gerade bei einem Thema wie Selbstfindung hätte ich mir mehr Entwicklung und Dynamik gewünscht. Auch die Protagonistin bleibt dabei erstaunlich passiv. Ihre innere Entwicklung ist kaum greifbar, echte Veränderungen oder prägende Momente sind selten. Dadurch fiel es mir schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen oder mitzufiebern. Positiv bleibt die entspannte, ländliche Atmosphäre, die gut eingefangen wird und zum Hörformat passt. Insgesamt ist das Hörbuch aber eher unspektakulär. Eine nette Idee, die zu wenig daraus macht und über lange Strecken etwas zu ereignisarm bleibt.

KLARE EMPFEHLUNG! Ehrlicherweise hab ich mir das Buch anfangs vor allem deswegen zugelegt, weil ich es überall gesehen habe. Und wegen der positiven Rezensionen natürlich. Aber ich kann sagen: der kleine Hype ist gerechtfertigt! Ich habe es unheimlich genossen das Buch zu lesen. Es ist unglaublich lustig aber auf eine stumpfe und sehr realistische Weise. Sophies Weg fand ich sehr interessant und vor allem halt auch unterhaltsam. Mit den knapp 350 Seiten ist das Buch gleichzeitig auch sehr kurzweilig. Ich hätte gerne noch mehr gelesen 😊

Der Roman lebt von leisen Momenten, Gedanken und Entwicklungen, wodurch eine entschleunigende und beruhigende Atmosphäre entsteht. Auch wenn das Ende nicht ganz meiner Vorstellung entsprochen hat, konnte ich Sophies Entscheidung nachvollziehen. Ihre Entscheidung wirkt realistisch und unterstreicht die Botschaft des Buches, seinen eigenen Weg zu finden. Der Schreibstil ist leicht, flüssig, modern und bildhaft, wodurch man schnell in die Geschichte eintaucht. Insgesamt ist „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ein inspirierender Roman über Selbstbestimmung und den Mut, Erwartungen hinter sich zu lassen. Ein Buch, das zum Nachdenken anregt und noch lange nach dem Lesen im Kopf bleibt.

Ich muss gar nichts, außer zu leben. ☀️🌧️🪴🐓
Ich fands ganz toll. Das Buch zu lesen hat unglaublich gut getan und war total entschleunigend. Gemeinsam mit Sophie zu zweifeln, zu wagen und vor allem zu leben hat mich irgendwie total geerdet. Die Autorin hat es geschafft, dass man sich Sophie nah fühlt, als würde man beim Lesen ihre eigenen Emotionen spüren und wäre nicht nur stille Beobachterin. So ist das Buch ganz zu Beginn etwas hektischer aber dann tritt mit dem Landleben nach und nach so ein wholesomes Gefühl ein, sodass man am liebsten selbst einen Kartoffelacker graben und Hühner halten würde. Das Buch schafft es dabei, mit einem gefühl- aber auch humorvollen Ton, daran zu erinnern, worauf es im Leben ankommt - nämlich im hier und jetzt zu sein und die vermeintlich kleinen Dinge wahrzunehmen und zu schätzen. Die Umgebung ist dabei wirklich anschaulich beschrieben. Es braucht keine krassen Plottwists, wilde Spekulationen und Durcheinander um eine Geschichte mit starkem Ausdruck und einer kraftvollen Botschaft zu verfassen und das hat dieses Buch ganz wunderbar gezeigt. Toll! 💛
„Das kann doch nicht der Sinn des Lebens sein, jeden Tag auf einen Bildschirm zu starren“
„Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist eine ruhige, aber sehr wertvolle Geschichte. Wir wandern mit Sophie von einem lauten, fast schon sinnlosen Alltag aus Excel-Tabellen in einer Großstadt, hin zu dem stillen Landleben in Nordostdeutschland. Dort kauft sie für einen „Schnäppchenpreis“ ein baufälliges Haus und ist plötzlich auf sich alleine gestellt. Etwas naiv, aber mit viel Mut stellt sie sich dieser Aufgabe und findet sich langsam aber sicher jeden Tag etwas mehr. Da ich ungefähr im gleichen Alter wie Sophie bin, konnte ich ihre Gedanken oft sehr gut nachvollziehen. Wer bin ich? Was mache ich? Und wo will ich hin? Der Roman zeigt sehr gut auf, was man im Alltag sehr leicht vergisst: Niemand hält dich auf, das zu tun, was du willst. Sei es ein Urlaub, ein anderer Job oder auch die Anschaffung von 5 wilden Hühnern. Eine absolute Herzensempfehlung für alle, die Entschleunigung vom Alltag brauchen. Sophie entführt euch in ihr Häuschen und stellt die wichtigen Fragen im Leben.
« Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts, außer zu leben. »
Das Buch "Statt aus dem Fenster zu schauen" habe ich sehr genossen. Im Buch gibt es relativ wenige Dialoge, aber dafür bekommt man viel von den Gedanken der Protagonisten mit. Sehr erfrischend fand ich auch, dass es keine Kapitel gab. Das Setting im Irgendwo im Nirgendwo in Ostdeutschland fand ich neu, aber interessant. Das Buch spielt im Sommer und ich konnte beim Lesen förmlich den leichten Sommerwind auf der Haut spüren. Ein neues Jahreshighlight für mich.🐓🌳🏚🥔💐🍅🚲
Zwischen Erwachsenwerden und Planlosigkeit
In meinen Augen ein echtes Highlight! Dieses Buch hat mich komplett überrascht und am Ende auch tief berührt. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man erst denkt, man bekommt eine ruhige, vielleicht sogar unspektakuläre Geschichte, und dann merkt man plötzlich, wie viel eigentlich zwischen den Zeilen passiert. Im Mittelpunkt steht eine Protagonistin, die nach außen hin wirkt, als hätte sie ihr Leben im Griff. Sophie ist erwachsen, trifft Entscheidungen, funktioniert im Alltag und trotzdem zieht sich durch die gesamte Geschichte dieses Gefühl von Orientierungslosigkeit. Dieses „Ich müsste doch eigentlich wissen, was ich tue… aber tue ich das wirklich?“ war für mich unglaublich greifbar und real. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht. Diese Mischung aus scheinbarer Reife und innerer Unsicherheit ist so realistisch dargestellt, dass ich mich beim Lesen immer wieder selbst darin wiedergefunden habe. Die Gedanken der Protagonistin wirken ehrlich, manchmal chaotisch, manchmal reflektiert, aber nie gestellt oder überdramatisiert. Die Entwicklung, die sie im Laufe der Geschichte durchmacht, passiert dabei nicht plötzlich oder übertrieben, sondern ganz leise. Schritt für Schritt. Und genau das macht sie so glaubwürdig. Es ist kein klassisches „Jetzt ist alles anders“-Wachstum, sondern eher ein langsames Verstehen von sich selbst und der eigenen Situation. Auch die Atmosphäre des Buches hat mich total abgeholt. Es ist ruhig, stellenweise fast nachdenklich, aber nie langweilig. Statt großer Wendungen lebt die Geschichte von den kleinen Momenten, den Gedanken und den zwischenmenschlichen Begegnungen. Und genau darin liegt für mich die Stärke dieses Buches. Dieses Buch ist eine unglaublich authentische Geschichte über das Erwachsenwerden oder eher darüber, wie wenig „bereit“ man sich fühlt, obwohl man es eigentlich sein sollte. Die Protagonistin ist gleichzeitig stark und verloren, reflektiert und planlos und genau deshalb so greifbar. Ich konnte mich selten so gut in eine Figur hineinversetzen wie hier. Ein ruhiges, aber sehr intensives Buch, das vor allem durch seine Ehrlichkeit und emotionale Nähe überzeugt.
Hier wird jeder zum Slowreader ✨
Statt aus dem Fenster zu schauen lässt dich nachdenken, durchatmen & träumen. Ich selbst bin gefangen zwischen alles schneller, mehr, mehr, mehr und wann kann ich durchatmen? Nichts leisten, keine Erwartungen, nur ich und meine Gedanken… das durfte ich in diesem Buch irgendwie erleben & ich konnte mich so damit identifizieren. Sophie kauft Hals über Kopf ein baufälliges Haus am anderen Ende von Deutschland und bricht einfach so aus ihrem Leben aus. Dort angekommen ist sie frei von allen Erwartungen und nur auf sich allein gestellt. Dass niemand von ihrem Perspektivwechsel weiß, macht die Geschichte natürlich einfacher 😅 wer Realität sucht, ist an dieser Stelle etwas falsch. Es bleibt ein Wohlfühlroman, der uns ausruhen lässt und bewusst Konsequenzen ignoriert. Denn ja, das was Sophie da macht ist sehr DELULU Das Buch schreit Frühling und Wilde Hühner Vibes, Kleinstadt und frische Luft ✨ Ann Kathrins Schreibstil ist poetisch und ruhig, man spürt die Atmosphäre im Buch. Die lauen Sommernächte auf dem Dach, die kackernden Hühner und den Duft des frischen Graffiti am Nichwitzer Eck. Von mir gibts ne große Empfehlung, für alle, die sich zu schnell gesellschaftlichen Erwartungen beugen (wir alle haha) die mal durchatmen wollen die Delulu ein Haus im nirgendwo renovieren wollen
Dieses Buch hat mich sehr angelacht vom Cover und es hat mir wirklich gut gefallen. Es war mal etwas ganz anderes. Ein absolutes Wohlfühlbuch, das eher ruhig ist und ohne Schnick Schnack daher kommt. Während es im Äußeren eher ruhig war, so war es in Sophies Kopf sehr laut, und es war spannend wohin ihre Reise/Entwicklung geht. Die Zweifel, die Selbstironie, nicht zuletzt die Hühner haben mich einfach sehr gut unterhalten.
“Letztendlich sind wir alle nur erwachsen gewordene Kinder.”
Statt aus dem Fenster zu schauen war für mich ein ganz wundervolles Buch über das Sich-selbst-Finden und das Umherirren in seinen Zwanzigern, zwischen gesellschaftlichem Druck, Erwartungen und gleichzeitig dem Wunsch, einfach frei zu sein und das Leben irgendwie zu verstehen. Ich habe wirklich alles daran geliebt: das wechselnde Erzähltempo, die Sprache, den Humor, die Geschichte selbst und vor allem die feinen zwischenmenschlichen Beziehungen, die wir begleiten dürfen. Auch diese Mischung aus Naivität, Lebensliebe und Mut hat mich unglaublich berührt. Es ist schon lange her, dass ein Buch mir beim Lesen wirklich Gänsehaut gegeben hat oder ich mich in so vielen Gedanken und Gefühlen so verstanden gefühlt habe. Gleichzeitig hat es dieses warme, fast schon wohlig-tröstliche Gefühl hinterlassen, nachdem ich die letzte Seite beendet hatte. Das Buch lebt dabei vor allem vom inneren Monolog der Protagonistin, ihren Gedanken, Gefühlen und ihrem Umherirren im Leben und genau das habe ich unglaublich gerne gelesen. Alles fühlte sich sehr echt, nahbar und ehrlich an. Für mich ein absolutes Highlight und außerdem ein perfektes Buch für Frühling und Sommer, weil die Atmosphäre hier einfach ganz wundervoll dazu passt. “Nur, weil die Straße geradeaus führt, heißt das nicht, dass ich nicht einen Umweg über einen eldweg nehmen kann, einfach nur, weil ich es will.”

Einfach wholesome
Wenn ein Feel Good Movie ein Buch wäre, dann dieses. Es war einfach schön, Sophie raus aufs ostdeutsche Land zu folgen, wo sie sich auf Kleinanzeigen ein Haus zum Spottpreis gekauft hat. Nur mit einem Rucksack, Fahrrad und Isomatte beginnt zwischen Kartoffelacker und eingestürztem Dach für die am geraden Karriereweg zweifelnde Studentin ein neues Kapitel, in dem sie - dank YouTube Tutorials und einer Schar Hühner - zu sich findet und über sich hinaus wächst. Es tut einfach gut, dieses Buch zu lesen!

Ein absolutes Jahreshighlight. Ich habe mich auf das Buch gefreut, seit ich es in der Ankündigung vom Verlag entdeckt habe. Und ich habe genau das bekommen, was ich mir gewünscht habe. Dieses Buch ist perfekt für warme Frühlingstage, um mit einer Tasse Tee oder Kaffee draußen zu sitzen, und zu lesen. Es ist entschleunigend diese Geschichte zu lesen und gleichzeitig regt sie so sehr zum Nachdenken an, dass man selbst kurz davor ist Koffer zu packen und das alte Leben einfach zurückzulassen. Ich habe Sophies Mut bewundert. Ein Haus für 3000€ zu kaufen, irgendwo im Nirgendwo und das gesamte Leben von jetzt auf gleich aufzugeben, das ist schon ein sehr großer Schritt. Aber ich habe alles an diesem Buch geliebt. Auch die Wortwahl der Autorin. Ich hätte das ganze Buch als Zitat markieren können. Ein wirklich tolles Buch, mit einer tollen Message. Jeder sollte auch mal etwas wagen im Leben, vor allem wenn die Routinen irgendwann zu eintönig werden. Man lebt nur einmal!
Spoiler: Das Beste passiert, wenn du dich traust! ✨
Habt ihr schon einmal das Gefühl gehabt, nach nur wenigen Seiten ein wahres Lesehighlight entdeckt zu haben? Genau so erging es mir mit diesem Buch! Sophie entkommt dem Leistungsdruck ihres Studiums, indem sie spontan ein heruntergekommenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft. Während die Renovierung schwieriger ist als gedacht, zwingt sie die ungewohnte Stille dazu, sich selbst neu zu hinterfragen. Fernab von Erwartungen sucht sie nach dem, was sie wirklich will – und wer sie eigentlich ist. 💭 Schon nach wenigen Sätzen taucht man komplett im Geschehen ab, denn das Buch startet auch gleich mit dem Hauskauf und verzichtet auf unnötige Details. Ziemlich schnell wollte ich am liebsten selbst auf Kleinanzeigen nach einem günstigen Haus suchen und alles von Grund auf renovieren. Die Vernunft siegte dann aber doch. Anna Katharina Scheidemantels eindringliche und anschauliche Schreibweise ließ vor meinem inneren Auge einen Film ablaufen, der jedes Detail lebendig werden ließ. 😍 Sophie habe ich mich sehr nah gefühlt, da ich ihre Gedanken und Gefühle oft nachempfinden konnte. Das Leben abseits des Trubels, mit neuen Verantwortlichkeiten, begrenzten finanziellen Mitteln und ohne Handyempfang, bot eine ganz andere Perspektive. Genau diese Entschleunigung hat mich so angesprochen. Idylle, Ruhe und Abgeschiedenheit - und eine Konfrontation mit sich selbst. 🤍 Die Anspielungen auf die „Wilde Hühner“-Bücher haben mir besonders gut gefallen, und ich hatte das Gefühl, Sophie verkörpert in verschiedenen Aspekten die gesamte Mädelsbande, nur in einer erwachsenen Version. 🐓 „Statt aus dem Fenster zu schauen“ ist ein berührender Roman über Selbstfindung, über das Scheitern und Weitermachen sowie das Loslassen fremder Erwartungen und den Mut, das eigene Leben aktiv zu gestalten. Eine atemberaubende Geschichte, die noch lange in meinem Kopf und meinem Herzen bleiben wird! «Das Leben ist kurz. Und ich muss gar nichts, außer zu leben.» 🏡

Seelenfrieden als Buch🩷☀️🧚🏼♀️✨
Dieses Buch hat Stellen in mir geheilt, von denen ich nicht wusste, dass sie existieren. So unfassbar entschleunigend und zutiefst ehrlich. Mit einem malerischen Erzählstil hat es die Autorin geschafft, das in meinem Kopf ein Film ablief. Dieses Buch ist kein Selbsthilfe Buch, aber es schenkt einfach Seelenfrieden. Ich glaube viele in ihren Zwanzigern (oder auch darunter/drüber, aber vor allem die Zwanziger) können sich darin wiederfinden, zumindest in irgendeinem Charakter. Ich hoffe die Autorin schreibt noch mehr solcher Geschichten!! Große Empfehlung!!🩷
Ich war sehr positiv überrascht
Sophie schiebt Zahlen in Excel-Tabellen hin und her. Dafür wird sie schlecht bezahlt. Sie wohnt in einer WG zur Zwischenmiete und ihr Studium hat sie gewählt, weil man ja irgendetwas machen muss nach dem Abi. Ihr Leben fühlt sich so austauschbar und sinnbefreit an, dass sie eines Tages aus einem Impuls heraus online für wenige Euros ein verfallenes Haus in der ostdeutschen Provinz kauft. Doch bereits kurz danach beginnen Zweifel sie zu quälen, sie bekommt Angst vor der eigenen Courage. Es muss aber doch einen Grund gehabt haben, dass Sophie einfach so einem Gefühl in sich nachgegeben hat…sie verlässt fluchtartig ihr altes Leben, setzt sich in den nächsten Zug und ohne auch nur einem Menschen Bescheid zu geben, bezieht sie mit ihrer Isomatte und wenigen Habseligkeiten diese Bruchbude von einem Haus und beginnt Stück für Stück ein Leben an einem Ort, an dem sie keine Menschenseele kennt, an dem sie ein undichtes Dach über dem Kopf hat und an dem sie nur mit einem Fahrrad von A nach B kommt. Sie besitzt kaum Ersparnisse und ist alleine, doch sie macht sich einfach daran, aus diesem Ort ein Zuhause zu machen. Sophie zweifelt täglich daran, ob sie das Richtige tut und doch bleibt sie am Ball und lernt bald die Schönheit ihrer Umgebung zu schätzen. Sie merkt, dass sie Dinge kann, von denen sie vorher überhaupt keine Ahnung hatte und spürt etwas in sich wachsen. Stolz, Eigenständigkeit und auch ein klein wenig das Gefühl von Zuhause. Mir hat das Buch wirklich richtig gut gefallen. Ich war mir zuerst nicht sicher, ob das junge Alter und die Unsicherheit der Protagonistin mich nicht etwas stören. Sophie geht sehr hart mit sich ins Gericht, sagt sich immer wieder, dass sie Dinge nicht kann, dass sie dumm ist, so eine Entscheidung getroffen zu haben, doch ich mochte, wie Sophie im Laufe des Romans wächst, an ihren Aufgaben und sich selbst. Am besten hat mir jedoch gefallen, wie Anna Katharina Scheidemantel da einen Ort konstruiert, der so stimmig und in sich geschlossen ist, dass ich mich wieder und wieder selbst dort hin gesehnt habe. Sie beschreibt detailliert die Fortschritte im Aufbau des Gemüsegartens und in der Renovierung der Räumlichkeiten und ich konnte dieses Idyll richtiggehend vor meinem inneren Auge aufblühen sehen. Ich bin ein Landei und weiß die Dinge, die da beschrieben werden selbst so sehr zu schätzen. Einen tiefschwarzen Himmel, an dem tausende von Sternen leuchten. Eine staubige Landstraße im Sommer, auf der nur wenige Autos am Tag vorbeikommen. Ein Maisfeld, das einem vom vielen Regen bis über den Kopf gewachsen ist. Es hat mir wirklich Spaß gemacht, Sophies Abenteuer zu begleiten und ich habe direkt selbst wieder Lust bekommen, mir ein altes Haus zu kaufen und es zu einem Zuhause zu machen.
Das Buch fühlt sich an wie eine warme Umarmung
Ich wollte die letzten Seiten gar nicht zu Ende lesen, weil ich mich noch nicht von dem Buch trennen wollte. Das Buch ist so still, so angenehm und trotzdem nicht langweilig. Anna Katharina Scheidemantel hat einen Roman geschrieben, der einen den Sommer spüren lässt, einen das Bedürfnis gibt einen eigenen Garten anzulegen und im See zu schwimmen. Das ist der perfekte Roman zum Abschalten, jedoch der trotzdem in die Tiefe geht. Ich habe nichts daran auszusetzen. 🥰
Über‘s einfach mal machen
Sophie merkt, dass sie ihr Leben eigentlich nur noch zwischen Excel-Tabellen und Tagträumen verbringt. Also macht sie etwas maximal Unvernünftiges: Sie kauft spontan ein altes Haus in einem kleinen Dorf in der ostdeutschen Provinz, für 3000 Euro. Ohne Plan, ohne Ahnung. Und genau dieses Unvernünftige macht das Buch gut. Während überall ständig von Selbstoptimierung und „dem perfekten Leben“ geredet wird, geht es hier einfach ums Losgehen, Ausprobieren, Scheitern, Improvisieren und darum, nicht alles komplett zu zerdenken. Das Buch ist ruhig erzählt und gleichzeitig voller Leben. Man begleitet Sophie beim Renovieren, Überfordertsein, Kartoffeln pflanzen und dabei, wie sie Stück für Stück wieder mehr bei sich selbst ankommt. Besonders mochte ich auch diese Dorfatmosphäre und die Menschen dort. Direkt, trocken, unaufgeregt. Kein kitschiger „Alles wird gut“-Roman, sondern eine authentische Geschichte darüber, was passiert, wenn man aufhört, nur aus dem Fenster zu schauen und einfach losgeht. Und auch wenn Sophie grade mal 25 Jahre alt ist, kann ich das Buch allen unabhängig vom Alter empfehlen. Wir alle vertragen eine Erinnerung das Leben im „Jetzt“ zu genießen und nicht ständig an ein „Danach“ zu denken. Für mich hatte das Buch leider aber doch einige Längen…

Ich war mir zwischendurch nicht sicher, ob es wirklich ein Buch für mich ist. Denn die Geschichte kommt sehr ruhig daher und schwingt sehr stark zwischen den Zeilen mit. Aber irgendwie hat sie mich dann doch perfekt abgeholt, da ich mich in so vielen Gedanken wieder gefunden habe. Ein Haus im nirgendwo zu kaufen und es von Grund auf zu renovieren, einen Garten anzulegen und Hühner zu halten - ehrlich gesagt, ist das etwas, dass mir schon sehr viele Jahre im Kopf herumschwirrt. Aber irgendwie kam es mir immer ganz weit weg vor. Und nun ein Buch über eine junge Frau zu lesen, die einfach aus dem Nichts genau dieses Abenteuer verfolgt. Ja, stellenweise war es mir zu langsam. Und ja, unsere Protagonistin ist mir teilweise auch wirklich auf die Nerven gegangen. Wobei ich ihre beste Freundin wesentlich schlimmer fand. Aber trotzdem hat mir das Buch irgendwas gegeben, was ich nicht genau beschreiben kann.

Eine Pause für das Leben
Dieses Buch ist wie eine Pause fürs Leben. Es bietet dir nicht die perfekte Lösung deiner Probleme, sondern zeigt dir, dass es vielleicht okay ist mal vom Weg abzukommen. Als 23-jährige unwissende, manchmale verlorene Studentin habe ich mich hier unglaublich gesehen gefühlt. Erwartet nichts Weltbewegendes und genießt die Auszeit! ✨️
























































