Shinwa. Stimmen der Nebelwälder
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Description
Book Information
Author Description
Christian Gerhard wurde 1982 geboren. Nach dem Studium der Ostasienwissenschaften arbeitete er in Tokyo in der Technikbranche. Die Inspiration für seine Geschichten schöpft der Autor von den Menschen und Mythen der Metropolen ebenso wie aus den ländlichen Gegenden. Insgesamt lebte Christian Gerhard knapp zehn Jahre in Japan. Der Autor Christian Gerhard erreicht auf Social Media regelmäßig bis zu 200.000 Japan-Fans.
Posts
Historisch inspirierter Roman über die Edo-Zeit, Rebellion und Weibliche Samurai
„ Eine bestimmte Tat kann legendär werden. Sie wird zum SHINHWA. Zum Mythos.“ (S. 160) „Es sind Geschichten, die Imperien erbauen. Die Geschichte von einem Kaisergrab und einer Kriegerin, die sich erhob, die Menschen zu ermächtigen. So würde die Geschichte beginnen. Es sollte eine Geschichte werden, eine Legende, die den Titel Shinwa verdient hatte. Und die Legende nahm ihren Anfang.“ (S.491) Neben meinem generellen Interesse an Romanen über Japan, hat mich der Hintergrund des Autors Christian Gerhard auch sehr angesprochen. Er hat Ostasienwissenschaften studiert und selbst 10 Jahre in Japan gelebt. Das Wandern in den Japanischen Alpen, das Denkmal einer berühmten Samurai-Kriegerin und ein historischer Bauernaufstand, an dem auch eine Frau beteiligt gewesen sein soll, haben ihn zu diesem Roman inspiriert und zu viel Recherche geführt. Christian Gerhard möchte in dieser Dilogie die weiblichen Samurai ins Rampenlicht rücken, die es so auch wirklich gegeben hat und die bis heute verehrt werden. So führt uns der Autor nach Japan ins 18.Jahrhundert in die Edo-Zeit. Das Land wird vom Shogunat der Familie Tokugawa und den Daimyos regiert, die durch strenge Regeln und soziale Hierarchien (ein Vier-Klassen-System, keine Vermischung der Klassen) bestimmt wird. Als der Vulkan Asama ausbricht, versinkt das umliegende Land unter einer Aschewolke und die Ernten der Bauern sind zerstört, die Felder nicht mehr zu bestellen. Die Bauerntochter Aoi ist mir ihrer Familie und dem Dorf in dem sie lebt, von dem Unglück stark betroffen. Der dort herrschende Daimyo lässt sein Volk aber komplett im Stich, sendet keine Hilfe zum Wiederaufbau, geschweige denn Nahrungsmittel. Während seine eigenen Vorratsspeicher voll sind, verhungert das Volk. Aus dieser Not geboren schließen sich die Überlebenden der Hungersnot zusammen und wollen gegen den Daimyo rebellieren. Schon bald nehmen sie eine Samurai-Kriegerin des Daimyo gefangen, die die Misstände erkennt und den Feudalismus beenden will. Denn:„Ein Herrscher muss das Herz seiner Untertanen gewinnen. Das darf nicht in Vergessenheit geraten, doch das ist es leider. Als ich gesehen habe, dass die Menschen einander vor Hunger aufgefressen haben und der Daimyo nicht geholfen hat, habe ich gespürt, dass es so nicht weitergehen kann. Dass wir Mitmenschlichkeit brauchen, so, wie es der Kodex der Samurais fordert.“ (S.256) Sie schlägt sich auf die Seite der Rebellen und nimmt Aoi unter ihre Fittiche. Eigentlich wollte Aoi Geschichtenerzählerin werden, doch nun ist ihre Zukunft geprägt von Kampf und Überleben. Wird es ihnen gelingen? Man merkt dem Roman an, dass Christian Gerhard weiß wovon er schreibt; die Atmosphäre ist toll eingefangen, es lässt sich flüssig lesen, und ich konnte in meiner Fantasie wunderbar ins Historische Japan reisen. Wir haben hier starke Frauenfiguren, die sich weiterentwickeln und für sich und ihre Überzeugungen einstehen. Ich mochte, das Aoi ihre Leidenschaft des Geschichten-Erzählens trotzdem weiterverfolgt und wir hier hin und wieder eine ´Geschichte in der Geschichte ´ bekommen. Einzig die doch recht einseitige Darstellung der Charaktere hat mir nicht so gut gefallen; es gibt hier wenig Grauschattierungen, „die Guten“ sind gut, „die Bösen“ durchweg böse. Auch waren mir manche Konflikte zu unglaubhaft und schnell heraufbeschworen, was auch mit einer gewissen Leichtgläubigkeit einherging. Abgesehen davon hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten und nach diesem Ende möchte ich den zweiten Band auch unbedingt lesen - der erscheint ja glücklicherweise schon im Juni! Für Alle, die sich für Japanische Geschichte interessieren, auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Spannend und außergewöhnlich! 💫
Japan im 18. Jahrhundert. Die junge Bauerstochter Aoi träumt davon, eine große Geschichtenerzählerin zu werden. Doch in einer Zeit, in der Mädchen und Frauen kaum Zugang zu Bildung haben, scheint das nahezu unmöglich. Als eine Naturkatastrophe das Dorf und die Gegend, in der Aoi lebt, in Mitleidenschaft zieht, kann sie ihren Traum fast begraben. Die Bevölkerung wird komplett im Stich gelassen, Verzweiflung und Hunger regieren. Da taucht die abtrünnige Samurai Himari auf, die selbst schon einiges durchgemacht hat. Die Dorfbewohner hoffen, dass sich nun wieder alles zum Guten wendet. Auch Aoi. Und so entwickelt sich mit der Zeit zwischen Aoi und Himari eine Freundschaft, die die Zukunft der beiden für immer verändert… „Shinwa - Stimmen der Nebelwälder“ bietet alles, was eine gute Geschichte braucht. Ein Mädchen, das bereits im Kopf rebelliert, indem es einen Beruf ergreifen möchte, der hauptsächlich Männern vorbehalten wird. Eine weibliche Samurai, die ebenso eine Seltenheit ist. Ein Volk in Angst und Verzweiflung. Der Versuch, starre Machthierachien aufzubrechen und dabei für etwas Gutes zu kämpfen. Und eine Freundschaft, die ihresgleichen sucht. Der Autor nimmt einen hier bildlich mit in das alte Japan, lässt die Figuren lebendig werden, lässt sie einen spüren mit all ihren Emotionen. Ich habe mich beim Lesen gefühlt, als wäre ich direkt vor Ort. Dabei ist das Buch keines, das man mal so nebenbei liest. Zwar nicht unnötig kompliziert geschrieben, aber doch durchaus anspruchsvoll. Das liegt aber eher an Ort und Zeit, in der die Geschichte angesiedelt ist. Mir hat es Spaß gemacht, darin abzutauchen. Schön, dass es noch einen zweiten Band gibt. Von mir bekommt der erste Band „Shinwa - Stimmen der Nebelwälder“ volle ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Historisches Japan, weibliche Samurai und Revolution
Unterwegs im historischen Japan, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Vieles habe ich neu dazu gelernt, habe immer wieder Gegenstände oder Worte nachgeschlagen. es war mir eine Freude an der Geschichte teilzuhaben. Leider waren die Charaktere zu stark, schwarz oder weiß, es gab keine Grautöne, und manchmal waren die emotionalen Verhaltensweisen recht unglaubwürdig. Zusätzlich fand ich es sprachlich nicht ganz so meins, es war desöfteren recht einfach geschrieben.  Habe in jedem Fall Lust, den zweiten Teil zu lesen, denn ich will ja schließlich wissen, wie es mit Aoi und Akanka weitergeht. 
Weibliche Samurai ♡
Shinwa - Stimmen der Nebelwälder - Christian Gerhard 🎎🎎🎎 Rezensionsexemplar ✨️ Werbung Wir befinden uns im 18. Jahrhundert im feudalen Japan, der Kaiser verlässt seinen Palast so selten, das der Shogun und die Fürsten das Land mit eisener Hand regieren. Wir begleiten Aoi, die den davon träumt dir Menschen mit ihren Geschichten zu inspirieren..Als Bauerntochter aufgewachsen, musste sie sich selbst alles beibringen, auch das Lesen und Schreiben lernen gehörte dazu. Als Urplötzlich ein Vulkan ausbricht, leidet ihr Dorf sehr darunter, geplagt von Misseernten und Hungernot stirbt Aoi's Schwester. Später sterben auch ihr Bruder und ihre Mutter, da sie es gewagt hatten sich zur wehr zu setzen. Das Dorf hat kaum noch Hoffnung, da korrupte Beamte viel zum Elend der Bewohner beitragen, bis der abtrünnige Samurai Himari auftaucht - nun schöpft auch Aoi Hoffnung. @droemerknaur @author.japan.christian.gerhard

Eigentlich eine 4.9
Japan um 1780: Nach einer Naturkathastrophe, die weite Teile der Provinz Takato verwüstete, und zu einer Hungersnot führt lässt die Obrigkeit die Bevölkerung im Stich, worauf sich viele zu einer Rebellion zusammenschliessen, um die feudalen Strukturen zu brechen. Gerhard hat hier eine sehr lebendige und unterhaltsame Geschichte geschrieben. Die Charaktere sind sehr glaubhaft und schlau aufgebaut. Viel Action und - zum Glück - nur wenig Romantik. Ich kann aber keine 5 Sterne geben, da auch hier wieder eine Liebesgeschichte sein musste... Sie ist gut geschrieben, keine Frage, aber es gab mehrere "Missverständnisse", die mich enorm aufgeregt haben. Dennoch ein äusserst guter historischer Roman, der zum Glück noch einen zweiten Teil hat.
Stimmungsvoller Roman über den Kampf einer weiblichen Samurai für ein besseres und gerechtere Leben für alle. Absolutes Highlight für mich.
Japan , um 1790. Als der Vulkan Asama ausbricht ,bedeckt eine Ascheschicht ganze Landstriche was zu Missernten und einer verheerenden Hungersnot führt. Korrupte Beamte und die unterlassene Hilfeleistung der herrschenden Fürsten(Daimyos) verschlimmert die Situationen noch zunehmend, wodurch der Ruf nach Veränderung des Systems immer lauter wird. Es formiert sich eine Gruppe von Aufständischen die sich immer besser organisiert. Sie lernen mit Waffen umzugehen, überfallen Vorratsspeicher und bauen im verborgenen ihre kleine Gesellschaft auf. Den Rebellen gegenüber stehen die Shogunatstreuen Daimyos-mit ihren sehr gut ausgebildeten Samurai und Onna-Bugeisha- die den Aufstand so schnell wie möglich zerschlagen und dabei auch noch ihre politischen Ziele sowie persönliche Rachefeldzüge voranbringen wollen. Wir lernen nun im Laufe der Geschichte:. -Die Bauerstochter Aoi die Geschichtenerzählerin werden will, -Die Onna-Bugeisha Hamari und Haruka -Die Samurai Shanya und Arata sowie -Taro einen hochrangigen Beamten am Hof des Kaisers kennen . Beide Seiten kämpfen aus ihrer Sicht für die richtige Sache: Die Rebellen für ein gerechteres und besseres Leben für alle und die Daimyos für den Erhalt des herrschenden Systems. Auf dem Weg zum unausweichlichichen Showdown kommt es zu größeren und kleineren Schlachten. Es werden Siege gefeiert und Niederlagen verarbeitet, neue Freundschaften und Allianzen bilden sich während alte Verbindungen an Verrat und Eifersucht zerbrechen auch wird eine aufblühende Liebe auf eine harte Probe gestellt. Für mich ein Highlight und ich freue mich schon auf Teil 2 der jetzt im Juni erscheinen soll.
Epos mit erzählerischen Schwächen
Vorab: Ich wollte und will dieses Buch wirklich mögen. Und ich werde auch den zweiten Teil noch lesen. Aber zu der Wahrheit gehört auch, dass ich es nach den ersten drei Kapiteln schon abbrechen wollte und die Gründe dafür bis zum Ende Bestand hatten. Man merkt, dass der Autor im Thema steckt und dafür brennt. Es ist ein wunderbares, für unseren Kulturkreis exotisches und in der Literatur in der Form recht seltenes Setting. Ein traditionelles Japan steht auf der Schwelle zur Moderne, und eine Naturkatastrophe zerreißt den inneren Frieden des Landes, da die Tradition sich mittlerweile auf den Erhalt von Machtstrukturen konzentriert und die eigenen Werte komplett vergessen und so das feudale System korrumpiert hat. Man begleitet die Anführerin einer Rebellion, ihre Begleiter:innen und Gegenspieler:innen in einer Geschichte voller Wendungen und Abenteuern, die bis zum Schluss offen lässt, ob das Vorhaben gelingen wird. Doch warum drei Sterne? Am offensichtlichsten waren für mich die sprachlichen Mängel. Die Sprache erinnert in ihrer Einfachheit an ein Jugendbuch, und ich kann nicht sagen, ob das bewusst so gewählt wurde oder einfach der Stil des Autors ist. Das gesamte Buch besteht aus simplen Hauptsatz-Nebensatz-Konstruktionen, die kaum grammatikalische Varianz aufweisen und jeglichen Anspruch vermissen lassen. Hier und da sind zudem Worte eingestreut, die nicht so richtig zum Thema passen (Make-up, Baby, Nonne, exquisit, partout …). Am eklatantesten fällt jedoch auf, dass es bei allen Details, die der Autor zum Setting einstreut, jegliche Tiefe fehlt. Die Dialoge sind beinahe zusammenhangslose Gesprächsfetzen, es gibt häufige Themensprünge, nichts wird vertieft. Diese Oberflächlichkeit setzt sich in den beinahe klischeehaft prototypischen Prota- und Antagonisten fort. Jeder hat eine klare Rolle, einsortiert in Gut und Böse, und Beweggründe die kaum über klassische Schubladen hinausgehen - Schattierungen, die ein authentisches und gewissermaßen unberechenbareres Charakterbild zeichnen, gibt es nicht. Auch die Handlung erinnert in ihrer Dramaturgie an eine Netflix-Miniserie. Szenen, Handlungsorte und vor allem Plottwists wirken oft konstruiert und wenig plausibel. Eine wirkliche Sogwirkung ist so bei mir viel zu selten entstanden. Insgesamt fehlt es dem Buch also leider an erzählerischer Qualität, und ich bin der Meinung, dass hier auch das Lektorat noch viel mehr hätte herausholen können. Denn alles in allem ist es eine große Geschichte mit Tragweite, die Aufmerksamkeit verdient und auch zu berühren vermag.
Teil 1 der Shinwa Reihe hat mir sehr gut gefallen. Er bietet einen spannenden Einblick in die japanische Kultur und Geschichte, insbesondere über Samurai und Onna-Bugeishas, ohne dabei zu historisch zu sein. Ein fesselndes Buch über Machtkämpfe, Kriege und Aufstände, das starke Frauen und mutige Krieger zeigt. Es enthält einige blutige und auch romantische Elemente, bleibt aber durchgehend ausgewogen. Ich freue mich auf Teil 2.
Popcornkino ohne Tiefe.
Wer eine episches, mitreißendes Epos ähnlich Shōgun erwartet, wird ziemlich schnell enttäuscht. Klischeehafte Charaktere die sich klar in "Gut" und "Böse" einteilen und eine vorhersehbare Story. Lustigerweise ereignet sich 80% des Klapptextes auf den ersten 100 Seiten. Die Handlung entwickelt sich zunächst sehr schnell, schläft in der Mitte etwas ein, bevor es wieder in großen Schritten zum Finale des 1. Bandes kommt. Das Buch hat dennoch Spaß gemacht, ist jedoch etwas sehr leichtes für zwischendurch.
Eine Geschichte voller Hoffnung und Verrat
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Der Schreibstil und die Wortwahl haben mich zunächst nicht in das Japan des 18. Jahrhunderts hineinfühlen lassen. Aber dann bin ich mit den Charakteren warm geworden und die japanischen Begriffe wurden mir geläufig genug, dass sie meinen Lesefluss nicht mehr behindert haben. Die Geschichte fordert den Leser, denn Hoffnungen werden gesät, just wieder zerschossen und man kann die Enttäuschung und den Verrat an den Charakteren richtiggehend fühlen. Es herrscht Hungersnot unter der einfachen Bevölkerung, jedoch scheint es die Regierenden nicht genug zu interessieren. Viele sterben, aber bei manch einem entsteht ein Funke, der allmählich ihren Kampfgeist in Brand steckt und zu einer Revolte entfacht. Wie ein Schneeball rollt diese Bewegung durchs Land entgegen aller Widrigkeiten. Ob schlussendlich erfolgreich oder nicht, zeigt es auf jeden Fall, wie viel Macht in jedem einzelnen steckt und wie sehr eine Gemeinschaft davon profitiert, wenn sie an einem Strang zieht. Ein gut gelungener Roman, der dem Leser einen Teil der japanischen Geschichte ein wenig näher bringt, ohne dabei allzu sehr in die Tiefe zu gehen.
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Christian Gerhard wurde 1982 geboren. Nach dem Studium der Ostasienwissenschaften arbeitete er in Tokyo in der Technikbranche. Die Inspiration für seine Geschichten schöpft der Autor von den Menschen und Mythen der Metropolen ebenso wie aus den ländlichen Gegenden. Insgesamt lebte Christian Gerhard knapp zehn Jahre in Japan. Der Autor Christian Gerhard erreicht auf Social Media regelmäßig bis zu 200.000 Japan-Fans.
Posts
Historisch inspirierter Roman über die Edo-Zeit, Rebellion und Weibliche Samurai
„ Eine bestimmte Tat kann legendär werden. Sie wird zum SHINHWA. Zum Mythos.“ (S. 160) „Es sind Geschichten, die Imperien erbauen. Die Geschichte von einem Kaisergrab und einer Kriegerin, die sich erhob, die Menschen zu ermächtigen. So würde die Geschichte beginnen. Es sollte eine Geschichte werden, eine Legende, die den Titel Shinwa verdient hatte. Und die Legende nahm ihren Anfang.“ (S.491) Neben meinem generellen Interesse an Romanen über Japan, hat mich der Hintergrund des Autors Christian Gerhard auch sehr angesprochen. Er hat Ostasienwissenschaften studiert und selbst 10 Jahre in Japan gelebt. Das Wandern in den Japanischen Alpen, das Denkmal einer berühmten Samurai-Kriegerin und ein historischer Bauernaufstand, an dem auch eine Frau beteiligt gewesen sein soll, haben ihn zu diesem Roman inspiriert und zu viel Recherche geführt. Christian Gerhard möchte in dieser Dilogie die weiblichen Samurai ins Rampenlicht rücken, die es so auch wirklich gegeben hat und die bis heute verehrt werden. So führt uns der Autor nach Japan ins 18.Jahrhundert in die Edo-Zeit. Das Land wird vom Shogunat der Familie Tokugawa und den Daimyos regiert, die durch strenge Regeln und soziale Hierarchien (ein Vier-Klassen-System, keine Vermischung der Klassen) bestimmt wird. Als der Vulkan Asama ausbricht, versinkt das umliegende Land unter einer Aschewolke und die Ernten der Bauern sind zerstört, die Felder nicht mehr zu bestellen. Die Bauerntochter Aoi ist mir ihrer Familie und dem Dorf in dem sie lebt, von dem Unglück stark betroffen. Der dort herrschende Daimyo lässt sein Volk aber komplett im Stich, sendet keine Hilfe zum Wiederaufbau, geschweige denn Nahrungsmittel. Während seine eigenen Vorratsspeicher voll sind, verhungert das Volk. Aus dieser Not geboren schließen sich die Überlebenden der Hungersnot zusammen und wollen gegen den Daimyo rebellieren. Schon bald nehmen sie eine Samurai-Kriegerin des Daimyo gefangen, die die Misstände erkennt und den Feudalismus beenden will. Denn:„Ein Herrscher muss das Herz seiner Untertanen gewinnen. Das darf nicht in Vergessenheit geraten, doch das ist es leider. Als ich gesehen habe, dass die Menschen einander vor Hunger aufgefressen haben und der Daimyo nicht geholfen hat, habe ich gespürt, dass es so nicht weitergehen kann. Dass wir Mitmenschlichkeit brauchen, so, wie es der Kodex der Samurais fordert.“ (S.256) Sie schlägt sich auf die Seite der Rebellen und nimmt Aoi unter ihre Fittiche. Eigentlich wollte Aoi Geschichtenerzählerin werden, doch nun ist ihre Zukunft geprägt von Kampf und Überleben. Wird es ihnen gelingen? Man merkt dem Roman an, dass Christian Gerhard weiß wovon er schreibt; die Atmosphäre ist toll eingefangen, es lässt sich flüssig lesen, und ich konnte in meiner Fantasie wunderbar ins Historische Japan reisen. Wir haben hier starke Frauenfiguren, die sich weiterentwickeln und für sich und ihre Überzeugungen einstehen. Ich mochte, das Aoi ihre Leidenschaft des Geschichten-Erzählens trotzdem weiterverfolgt und wir hier hin und wieder eine ´Geschichte in der Geschichte ´ bekommen. Einzig die doch recht einseitige Darstellung der Charaktere hat mir nicht so gut gefallen; es gibt hier wenig Grauschattierungen, „die Guten“ sind gut, „die Bösen“ durchweg böse. Auch waren mir manche Konflikte zu unglaubhaft und schnell heraufbeschworen, was auch mit einer gewissen Leichtgläubigkeit einherging. Abgesehen davon hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten und nach diesem Ende möchte ich den zweiten Band auch unbedingt lesen - der erscheint ja glücklicherweise schon im Juni! Für Alle, die sich für Japanische Geschichte interessieren, auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Spannend und außergewöhnlich! 💫
Japan im 18. Jahrhundert. Die junge Bauerstochter Aoi träumt davon, eine große Geschichtenerzählerin zu werden. Doch in einer Zeit, in der Mädchen und Frauen kaum Zugang zu Bildung haben, scheint das nahezu unmöglich. Als eine Naturkatastrophe das Dorf und die Gegend, in der Aoi lebt, in Mitleidenschaft zieht, kann sie ihren Traum fast begraben. Die Bevölkerung wird komplett im Stich gelassen, Verzweiflung und Hunger regieren. Da taucht die abtrünnige Samurai Himari auf, die selbst schon einiges durchgemacht hat. Die Dorfbewohner hoffen, dass sich nun wieder alles zum Guten wendet. Auch Aoi. Und so entwickelt sich mit der Zeit zwischen Aoi und Himari eine Freundschaft, die die Zukunft der beiden für immer verändert… „Shinwa - Stimmen der Nebelwälder“ bietet alles, was eine gute Geschichte braucht. Ein Mädchen, das bereits im Kopf rebelliert, indem es einen Beruf ergreifen möchte, der hauptsächlich Männern vorbehalten wird. Eine weibliche Samurai, die ebenso eine Seltenheit ist. Ein Volk in Angst und Verzweiflung. Der Versuch, starre Machthierachien aufzubrechen und dabei für etwas Gutes zu kämpfen. Und eine Freundschaft, die ihresgleichen sucht. Der Autor nimmt einen hier bildlich mit in das alte Japan, lässt die Figuren lebendig werden, lässt sie einen spüren mit all ihren Emotionen. Ich habe mich beim Lesen gefühlt, als wäre ich direkt vor Ort. Dabei ist das Buch keines, das man mal so nebenbei liest. Zwar nicht unnötig kompliziert geschrieben, aber doch durchaus anspruchsvoll. Das liegt aber eher an Ort und Zeit, in der die Geschichte angesiedelt ist. Mir hat es Spaß gemacht, darin abzutauchen. Schön, dass es noch einen zweiten Band gibt. Von mir bekommt der erste Band „Shinwa - Stimmen der Nebelwälder“ volle ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️. - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Historisches Japan, weibliche Samurai und Revolution
Unterwegs im historischen Japan, hat mich das Buch sehr gut unterhalten. Vieles habe ich neu dazu gelernt, habe immer wieder Gegenstände oder Worte nachgeschlagen. es war mir eine Freude an der Geschichte teilzuhaben. Leider waren die Charaktere zu stark, schwarz oder weiß, es gab keine Grautöne, und manchmal waren die emotionalen Verhaltensweisen recht unglaubwürdig. Zusätzlich fand ich es sprachlich nicht ganz so meins, es war desöfteren recht einfach geschrieben.  Habe in jedem Fall Lust, den zweiten Teil zu lesen, denn ich will ja schließlich wissen, wie es mit Aoi und Akanka weitergeht. 
Weibliche Samurai ♡
Shinwa - Stimmen der Nebelwälder - Christian Gerhard 🎎🎎🎎 Rezensionsexemplar ✨️ Werbung Wir befinden uns im 18. Jahrhundert im feudalen Japan, der Kaiser verlässt seinen Palast so selten, das der Shogun und die Fürsten das Land mit eisener Hand regieren. Wir begleiten Aoi, die den davon träumt dir Menschen mit ihren Geschichten zu inspirieren..Als Bauerntochter aufgewachsen, musste sie sich selbst alles beibringen, auch das Lesen und Schreiben lernen gehörte dazu. Als Urplötzlich ein Vulkan ausbricht, leidet ihr Dorf sehr darunter, geplagt von Misseernten und Hungernot stirbt Aoi's Schwester. Später sterben auch ihr Bruder und ihre Mutter, da sie es gewagt hatten sich zur wehr zu setzen. Das Dorf hat kaum noch Hoffnung, da korrupte Beamte viel zum Elend der Bewohner beitragen, bis der abtrünnige Samurai Himari auftaucht - nun schöpft auch Aoi Hoffnung. @droemerknaur @author.japan.christian.gerhard

Eigentlich eine 4.9
Japan um 1780: Nach einer Naturkathastrophe, die weite Teile der Provinz Takato verwüstete, und zu einer Hungersnot führt lässt die Obrigkeit die Bevölkerung im Stich, worauf sich viele zu einer Rebellion zusammenschliessen, um die feudalen Strukturen zu brechen. Gerhard hat hier eine sehr lebendige und unterhaltsame Geschichte geschrieben. Die Charaktere sind sehr glaubhaft und schlau aufgebaut. Viel Action und - zum Glück - nur wenig Romantik. Ich kann aber keine 5 Sterne geben, da auch hier wieder eine Liebesgeschichte sein musste... Sie ist gut geschrieben, keine Frage, aber es gab mehrere "Missverständnisse", die mich enorm aufgeregt haben. Dennoch ein äusserst guter historischer Roman, der zum Glück noch einen zweiten Teil hat.
Stimmungsvoller Roman über den Kampf einer weiblichen Samurai für ein besseres und gerechtere Leben für alle. Absolutes Highlight für mich.
Japan , um 1790. Als der Vulkan Asama ausbricht ,bedeckt eine Ascheschicht ganze Landstriche was zu Missernten und einer verheerenden Hungersnot führt. Korrupte Beamte und die unterlassene Hilfeleistung der herrschenden Fürsten(Daimyos) verschlimmert die Situationen noch zunehmend, wodurch der Ruf nach Veränderung des Systems immer lauter wird. Es formiert sich eine Gruppe von Aufständischen die sich immer besser organisiert. Sie lernen mit Waffen umzugehen, überfallen Vorratsspeicher und bauen im verborgenen ihre kleine Gesellschaft auf. Den Rebellen gegenüber stehen die Shogunatstreuen Daimyos-mit ihren sehr gut ausgebildeten Samurai und Onna-Bugeisha- die den Aufstand so schnell wie möglich zerschlagen und dabei auch noch ihre politischen Ziele sowie persönliche Rachefeldzüge voranbringen wollen. Wir lernen nun im Laufe der Geschichte:. -Die Bauerstochter Aoi die Geschichtenerzählerin werden will, -Die Onna-Bugeisha Hamari und Haruka -Die Samurai Shanya und Arata sowie -Taro einen hochrangigen Beamten am Hof des Kaisers kennen . Beide Seiten kämpfen aus ihrer Sicht für die richtige Sache: Die Rebellen für ein gerechteres und besseres Leben für alle und die Daimyos für den Erhalt des herrschenden Systems. Auf dem Weg zum unausweichlichichen Showdown kommt es zu größeren und kleineren Schlachten. Es werden Siege gefeiert und Niederlagen verarbeitet, neue Freundschaften und Allianzen bilden sich während alte Verbindungen an Verrat und Eifersucht zerbrechen auch wird eine aufblühende Liebe auf eine harte Probe gestellt. Für mich ein Highlight und ich freue mich schon auf Teil 2 der jetzt im Juni erscheinen soll.
Epos mit erzählerischen Schwächen
Vorab: Ich wollte und will dieses Buch wirklich mögen. Und ich werde auch den zweiten Teil noch lesen. Aber zu der Wahrheit gehört auch, dass ich es nach den ersten drei Kapiteln schon abbrechen wollte und die Gründe dafür bis zum Ende Bestand hatten. Man merkt, dass der Autor im Thema steckt und dafür brennt. Es ist ein wunderbares, für unseren Kulturkreis exotisches und in der Literatur in der Form recht seltenes Setting. Ein traditionelles Japan steht auf der Schwelle zur Moderne, und eine Naturkatastrophe zerreißt den inneren Frieden des Landes, da die Tradition sich mittlerweile auf den Erhalt von Machtstrukturen konzentriert und die eigenen Werte komplett vergessen und so das feudale System korrumpiert hat. Man begleitet die Anführerin einer Rebellion, ihre Begleiter:innen und Gegenspieler:innen in einer Geschichte voller Wendungen und Abenteuern, die bis zum Schluss offen lässt, ob das Vorhaben gelingen wird. Doch warum drei Sterne? Am offensichtlichsten waren für mich die sprachlichen Mängel. Die Sprache erinnert in ihrer Einfachheit an ein Jugendbuch, und ich kann nicht sagen, ob das bewusst so gewählt wurde oder einfach der Stil des Autors ist. Das gesamte Buch besteht aus simplen Hauptsatz-Nebensatz-Konstruktionen, die kaum grammatikalische Varianz aufweisen und jeglichen Anspruch vermissen lassen. Hier und da sind zudem Worte eingestreut, die nicht so richtig zum Thema passen (Make-up, Baby, Nonne, exquisit, partout …). Am eklatantesten fällt jedoch auf, dass es bei allen Details, die der Autor zum Setting einstreut, jegliche Tiefe fehlt. Die Dialoge sind beinahe zusammenhangslose Gesprächsfetzen, es gibt häufige Themensprünge, nichts wird vertieft. Diese Oberflächlichkeit setzt sich in den beinahe klischeehaft prototypischen Prota- und Antagonisten fort. Jeder hat eine klare Rolle, einsortiert in Gut und Böse, und Beweggründe die kaum über klassische Schubladen hinausgehen - Schattierungen, die ein authentisches und gewissermaßen unberechenbareres Charakterbild zeichnen, gibt es nicht. Auch die Handlung erinnert in ihrer Dramaturgie an eine Netflix-Miniserie. Szenen, Handlungsorte und vor allem Plottwists wirken oft konstruiert und wenig plausibel. Eine wirkliche Sogwirkung ist so bei mir viel zu selten entstanden. Insgesamt fehlt es dem Buch also leider an erzählerischer Qualität, und ich bin der Meinung, dass hier auch das Lektorat noch viel mehr hätte herausholen können. Denn alles in allem ist es eine große Geschichte mit Tragweite, die Aufmerksamkeit verdient und auch zu berühren vermag.
Teil 1 der Shinwa Reihe hat mir sehr gut gefallen. Er bietet einen spannenden Einblick in die japanische Kultur und Geschichte, insbesondere über Samurai und Onna-Bugeishas, ohne dabei zu historisch zu sein. Ein fesselndes Buch über Machtkämpfe, Kriege und Aufstände, das starke Frauen und mutige Krieger zeigt. Es enthält einige blutige und auch romantische Elemente, bleibt aber durchgehend ausgewogen. Ich freue mich auf Teil 2.
Popcornkino ohne Tiefe.
Wer eine episches, mitreißendes Epos ähnlich Shōgun erwartet, wird ziemlich schnell enttäuscht. Klischeehafte Charaktere die sich klar in "Gut" und "Böse" einteilen und eine vorhersehbare Story. Lustigerweise ereignet sich 80% des Klapptextes auf den ersten 100 Seiten. Die Handlung entwickelt sich zunächst sehr schnell, schläft in der Mitte etwas ein, bevor es wieder in großen Schritten zum Finale des 1. Bandes kommt. Das Buch hat dennoch Spaß gemacht, ist jedoch etwas sehr leichtes für zwischendurch.
Eine Geschichte voller Hoffnung und Verrat
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, mich in die Geschichte einzufinden. Der Schreibstil und die Wortwahl haben mich zunächst nicht in das Japan des 18. Jahrhunderts hineinfühlen lassen. Aber dann bin ich mit den Charakteren warm geworden und die japanischen Begriffe wurden mir geläufig genug, dass sie meinen Lesefluss nicht mehr behindert haben. Die Geschichte fordert den Leser, denn Hoffnungen werden gesät, just wieder zerschossen und man kann die Enttäuschung und den Verrat an den Charakteren richtiggehend fühlen. Es herrscht Hungersnot unter der einfachen Bevölkerung, jedoch scheint es die Regierenden nicht genug zu interessieren. Viele sterben, aber bei manch einem entsteht ein Funke, der allmählich ihren Kampfgeist in Brand steckt und zu einer Revolte entfacht. Wie ein Schneeball rollt diese Bewegung durchs Land entgegen aller Widrigkeiten. Ob schlussendlich erfolgreich oder nicht, zeigt es auf jeden Fall, wie viel Macht in jedem einzelnen steckt und wie sehr eine Gemeinschaft davon profitiert, wenn sie an einem Strang zieht. Ein gut gelungener Roman, der dem Leser einen Teil der japanischen Geschichte ein wenig näher bringt, ohne dabei allzu sehr in die Tiefe zu gehen.













