Shadow Dragon 2. Der dunkle Thron
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Description
Nach dem Tod des neuen Kaisers fliehen Kai und Aiko auf dem Rücken des Shadow Dragon aus der Kaiserstadt. Währenddessen reißt Prinz Enlai den Thron an sich und lässt Prinzessin Noriko ins Mountain Kingdom entführen. Nun ist es an den Onna-Bugeisha, Noriko zu befreien und in die Kaiserstadt zurückzubringen. Dort beginnt der alles entscheidende Kampf. Doch gerade jetzt scheint der Shadow Dragon Kai im Stich zu lassen. Wird sie ohne ihn bestehen können? Die Fortsetzung des opulenten Fantasy-Epos um den mysteriösen Drachen und Kai, die Kämpferin.
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Die Gestaltung Bei diesem Punkt kann ich eigentlich nur die Punkte wiederholen, die ich bereits beim ersten Teil vorgebracht habe. Ich mag, dass der Shadow Dragon auf dem Cover zu sehen ist und auch Kai, wobei ich es wahrscheinlich nicht so gut gefunden hätte, wenn man Kais Gesicht vollständig sehen könnte. Bei genauerem Hinsehen habe ich auch erkannt, dass an Kais Fingern Blut klebt … ein Detail, das wirklich gut zur Geschichte passt. Auch die Überschriften, sowohl beim Cover als auch bei den einzelnen Kapiteln, finde ich sehr schön gestaltet, weshalb ich hier nichts auszusetzen habe. Der Erzählstil Der Schreibstil von Kristin Briana Otts war wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich hatte nie auch nur das Gefühl, dass sich das Buch durch den Schreibstil selbst in die Länge zog, obwohl ich die Länge der Kapitel nicht ganz optimal fand, da ich besonders abends gerne kürzere Kapitel lese, falls ich zu müde werde und schlafen will – und dann weigere ich mich immer konsequent, das Buch mitten in einem Kapitel zu beenden. Hier hätte ich mir also gewünscht, dass die einzelnen Kapitel ein wenig gekürzt worden wären, indem man bei einigen Absätzen einfach das Kapitel beendet und im nächsten weitererzählt. Die Handlung Von der Handlung her fand ich den zweiten Teil insgesamt ein wenig schwächer als den ersten. Der Nervenkitzel war auch da, und ich habe auch ständig mit Kai und ihren Begleitern mitgefiebert, aber doch war alles im Großen und Ganzen sehr verhersehbar, was auch am Klappentext liegt, der schon sehr viel von der Geschichte offenbart. Im Grunde genommen passiert nämlich kaum etwas Anderes als das, was dort bereits beschrieben wird, wodurch mir die Grundspannung genommen wurde. Ich hätte mir ebenfalls noch gewünscht, dass es gerade wegen des sehr ausführlichen Klappentextes noch einige unerwartete Wendungen geben würde, aber das war leider nicht der Fall. Auch das Geheimnis um Kais Herkunft, das ganz am Ende zwar nicht offiziell gelüftet wurde, aber zumindest hat Kai dort etwas herausgefunden, war mir bereits im ersten Teil klar gewesen. Ich will nicht zu viel verraten, falls ihr das Buch noch nicht kennt, aber hier hätte ich mir doch ein paar Plot-Twists gewünscht. Nachdem man im ersten Teil außerdem viel über die Onna-Bugeisha sowie über die politischen Konstellationen im Kaiserreich Chiwitlok erfahren hat, sind mir im zweiten Teil besonders die Onna-Bugeisha zu kurz gekommen, da sie nur noch nebenbei zu existieren schienen. Auch über den Shadow Dragon hätte ich in diesem Teil gerne mehr erfahren. Er taucht so gut wie gar nicht mehr auf, außer dadurch, dass er irgendeine mysteriöse Verbindung mit Kai hat, die nebenbei bemerkt auch echt furchteinflößend ist, weil sie dadurch manchmal überhaupt nicht mehr menschlich wirkt. In dieser Hinsicht bin ich aber umso gespannter, was die eigentlichen Absichten des Shadow Dragon sind und was es mit der magischen Verbindung zwischen ihm und Kai auf sich hat. Bereits bei der Rezension zum ersten Band der Shadow-Dragon-Reihe habe ich erwähnt, wie unfassbar detailreich Kristin Briana Otts die Welt von Kai beschreibt und wie gut ich mir einige Sachen vorstellen konnte. In diesem Teil hat die Autorin dem noch einen draufgesetzt! Dadurch, dass Kai und Aiko so weit im Kaiserreich herumkommen, erfährt man sowohl einige Sachen über die Intrigen und Verhältnisse bei den anderen Königreichen (besonders was Samac und Shi angeht) als auch über das Leben des gemeinen Volkes, das in den meisten Königreichen ziemlich unglück wirkt. Auch die Welt wurde wieder sehr liebevoll gestaltet und beschrieben. Während ich im letzten Teil noch etwas verwirrt war wegen der vielen Namen, die die Königreiche haben – das River-Kingdom heißt Mizu, das Mountain-Kingdom Shi, das Desert-Kingdom Samac, das Forest-Kingdom Namu, und dann gibt es noch das Kaiserreich Chiwitlok, zu dem all diese Königreiche gehören – wurde dies durch die Reisen von Kai und ihren Begleitern deutlicher und verständlicher, sodass ich jetzt gar nicht mehr nachdenken muss, wie welches Königreich eigentlich heißt. Trotzdem wäre eine Karte nicht schlecht gewesen, da mit dieser noch einiges hätte veranschaulicht werden können, aber das nur so als Bemerkung am Rande. Dafür, dass Kai tagsüber außerdem kaum an Jao dachte, entwickelte sich die Beziehung zwischen den beiden auch zu schnell. Plötzlich ging es um Liebe, obwohl Kai nur zu ihm gelaufen kam, wenn sie Probleme hatte. Das war für mich sehr unverständlich. Die Charaktere Kai ist eine sehr starke Protagonistin und natürlich ist sie auch eine Onna-Bugeisha und damit eine Kriegerin, aber in diesem Teil kam mir das nicht mehr wie eine ihrer größten Stärken, sondern vielmehr wie eine ihrer größten Schwächen vor. Das liegt vor allem daran, dass sie durch ihre kriegerischen Anschauungen teilweise sehr naiv gehandelt hat und geradezu besessen von ihrer Pflicht gegenüber dem Königreich Mizu und ihrer Prinzessin Noriko war. Während des Lesens habe ich mich besonders zum Ende hin oft gefragt, warum Kai als einzige von allen nicht merkt, was ihre ganzen Entscheidungen eigentlich für den Rest des Kaiserreiches bedeuten. Trotzdem zeigt sie an einigen Stellen auch wieder eine sehr menschliche Seite, wo dann die mitfühlende und liebevolle Kai zum Vorschein kommt. Leider wird diese Seite ihres Charakters zunehmend von ihren Kriegerpflichten sowie dem Einfluss des Shadow Dragons auf ihren Geist verdrängt. Kais inneren Konflikte waren trotzdem sehr gut beschrieben, wodurch ich viele ihrer Entscheidungen auf den Einfluss des Shadow Dragons zuschieben konnte. Das ändert jedoch nichts daran, dass Kai mir unsympathischer wurde. Jao mochte ich sehr gerne in diesem Teil. Er hatte nicht so viele Auftritte – wie auch im ersten Teil -, aber durch seine humorvolle Art war er doch eine willkommene Erfrischung nach Kais schwankendem Charakter. Einzig, was er an Kai so fand, konnte ich in diesem Band nicht mehr ganz so gut nachvollziehen, weil die beiden sich so gut wie gar nicht nähergekommen waren, und wenn, dann wurden diese Szenen übersprungen und im nächsten Absatz wurde nur kurz und knapp gesagt, was zwischen den beiden passiert ist. Fazit Ich bin hin- und hergerissen vom zweiten Teil der Shadow-Dragon-Reihe. Einerseits fand ich die Geschichte wirklich fesselnd und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, aber auf der anderen Seite gab es wirklich überhaupt keine Plot-Twists, die nicht schon im Klappentext erwähnt worden sind, und auch Kai wurde mir zunehmend unsympathischer. Trotz allem bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte im dritten Teil weitergeht und ich hoffe, dass die Autorin dort die ganzen offenen Fragen, die ich jetzt habe, zu meiner Befriedigung beantwortet.
Kai und Aiko konnten aus der Kaiserstadt fliehen, aber nur mit Hilfe des Shadow Dragons. Jetzt befinden sich die beiden auf den Rückweg in ihr Königreich, müssen aber feststellen, dass Prinzessin Noriko entführt wurde. Man hält die Rebellen für die Entführer, aber Kai ahnt, dass jemand anders hinter der Entführung steckt. Nur will ihr niemand glauben, also macht sie sich mit Aiko und einigen Verbündeten auf dem Weg ins Mountain Kingdom, um die Prinzessin zu befreuen. Denn sie vermutet, dass niemand geringerer als Prinz Enlai, der den Kaiser getötet hat und die Macht an sich gerissen hat, die Prinzessin entführt hat. *Spoilergefahr, da 2. Teil einer Reihe* Nachdem die Autorin den Leser mit einem echt fiesen Cliffhanger am Ende von Teil 1 zurück gelassen hat, geht es in Teil 2 nahtlos weiter. Wieder wird die Handlung aus der Sicht der onna-bugeisha Kai erzählt und der Leser begleitet sie wieder bei ihren Abenteuern. Die Autorin hat sich wieder einiges einfallen lassen und konnte mich insgesamt sehr fesseln mit dem zweiten Teil. Manchmal schweift sie für meinen Geschmack etwas zu sehr ab und befasst sich zu sehr mit Kleinigkeiten, die ich her langweilig fand. Kais sieht sich auch im zweiten Teil in erster Linie als onna-bugeisha, was ich persönlich manchmal etwas anstregend fand. Dieser unterwürfige Gehorsam passt irgendwie gar nicht zu ihr. Sie entwickelt sich zumindest dahingehend weiter, dass sie eigene Entscheidungen trifft und auch die Konsequenzen daraus trägt. Glücklicherweise beschäftigt sich die Autorin dieses Mal nicht mehr mit dem Liebesdreieck, dass hat sich im ersten Teil ja bereits aufgelöst. Trotzdem gibt es auch im zweiten Teil wieder etwas Romantik für Kai, wobei dieser Part wirklich sehr gering ist. Ich hätte mir für diesen Teil gewünscht, dass diese seltsame Verbindung zwischen ihr und dem Shadow Dragon endlich erklärt wird. Es gibt zwar Mutmaßungen, aber keine richtigen Antworten. Ich hoffe doch sehr, dass wir im 3. und letzten Teil der Reihe endlich unsere Antworten erhalten werden. Von mir bekommt der 2. Teil 4 von 5 Punkte
Nach dem Tod des neuen Kaisers fliehen Kai und Aiko auf dem Rücken des Shadow Dragon aus der Kaiserstadt. Währenddessen reißt Prinz Enlai den Thron an sich und lässt Prinzessin Noriko ins Mountain Kingdom entführen. Nun ist es an den Onna-Bugeisha, Noriko zu befreien und in die Kaiserstadt zurückzubringen. Dort beginnt der alles entscheidende Kampf. Doch gerade jetzt scheint der Shadow Dragon Kai im Stich zu lassen. Wird sie ohne ihn bestehen können? (Klappentext) Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht. Mit dem ersten Band konnte mich die Autorin nicht komplett überzeugen, aber ich wollte der Reihe auf jeden Fall noch eine Chance geben. Kai und ihre beste Freundin Aiko werden nach ihrer Flucht auf dem Rücken des Shadow Dragon von diesem einfach mitten in einer Wüste zurückgelassen und sind plötzlich völlig auf sich allein gestellt. So versuchen die beiden erstmal in der sandigen Einöde zu überleben und irgendwie in ihre Heimat Mizu zu gelangen. Zitat : "Ich hatte das Gefühl, als würden die Wände um mich herum einstürzen und der Boden unter meinen Füßen wegrutschen. Das Gefühl kannte ich schon. [...] Ich fragte mich, wie oft der Prinz des Mountain Kingdom mir dieses Entsetzen noch einjagen würde." Doch bald stehen sie vor einem ganz anderen Problem, denn die Prinzessin des River Kingdom wurde entführt und Kai will alles dafür tun, um sie zu finden. Denn als Onna-Bugeisha ist es ihre oberste Pflicht Noriko zu beschützen und für ihre Sicherheit zu sorgen. Kai wirkte auf mich im Auftakt der Reihe teilweise recht naiv und unüberlegt, dieses Gefühl hatte ich glücklicherweise jetzt nicht mehr. Trotzdem bin ich mit ihr als Protagonistin immer noch nicht richtig warm geworden. Hauptsächlich war für mich ihre Unterwürfigkeit gegenüber ihrem Land, dem Tempel und in jeder Hinsicht zu ihrer Prinzessin schwer nachvollziehbar, obwohl ich die Intention dahinter verstehen kann. Sie stellt dies über alles andere und ihr Verhalten war für einigen Stellen etwas befremdlich. Schön gemacht fand ich aber, wie die Autorin Kais innerliche Zerissenheit dargestellt hat. Kai kämpft mit ihrer Identität, zweifelt daran, wie sie sich ihre Zukunft immer vorgestellt hat, und stellt fest, dass sie insgeheim vielleicht andere Wünsche hegt. Jao spielt dabei auch eine Rolle, wobei insgesamt die Liebesgeschichte stand eher im Hintergrund, was mir gut gefallen hat. Zudem hat Kai öfters gewalttätige Gedanken und Momente, in denen sie gar nicht sie selbst ist. Sie hat seltsame Träume und Visionen und hat Schwierigkeiten damit umzugehen. Zitat : "Wut kochte in mir hoch. Ich wollte Sang die Zähne ins Genick schlagen. Ich wollte ihm das Herz aus der Brust reißen. Ich wollte seine Knochen zermalmen und sein Mark in großen Schlucken trinken." Neben Aiko, die als loyale Freundin an Kais Seite ist und sie voll unterstützt, gab es mit Sang und Akara zwei neue Nebencharaktere, die super zu der Geschichte gepasst haben. Allgemein mochte ich die Handlung gerne, jedoch war das Buch teilweise recht langatmig und dadurch nicht immer fesselnd. Positiv fand ich an dem Schreibstil aber die tolle asiatische Atmosphäre und wie bildlich die Autorin die Welt beschrieben hat. Fazit : Die Handlung mochte ich insgesamt gerne, aber ich bin mit der Protagonistin auch im zweiten Band noch nicht richtig warm geworden und teilweise war das Buch für mich zu langatmig.
"Wie willst du die Dunkelheit bekämpfen, kleine Kriegerin?" 3,5 Sterne Während dieser Band einen dieser faszinierenden Welt noch näher bringt und fast ebenso spannend erzählt ist, wie sein Vorgänger, so reicht er doch nicht ganz an ihn heran. Es ist alles sehr verworren und die Drachen kommen nicht annähernd so vor, wie ich es mir gewünscht und nach dem Ende von Band eins erhofft hatte. Dafür ist Kai aber größtenteils (wenn auch nicht immer) wieder erträglicher als Hauptfigur als sie es im ersten Teil bisweilen war. Auch hier schafft es das Ende wieder, den Leser das nächste Buch freudig erwarten zu lassen (zumal hoffentlich mein Verdacht bezüglich Kais Herkunft, den ich schon im Verlauf des ersten Bandes hegte, und der sich hier erhärtete, bestätigen oder zumindest entgültig vom Tisch gefegt wird).
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Nach dem Tod des neuen Kaisers fliehen Kai und Aiko auf dem Rücken des Shadow Dragon aus der Kaiserstadt. Währenddessen reißt Prinz Enlai den Thron an sich und lässt Prinzessin Noriko ins Mountain Kingdom entführen. Nun ist es an den Onna-Bugeisha, Noriko zu befreien und in die Kaiserstadt zurückzubringen. Dort beginnt der alles entscheidende Kampf. Doch gerade jetzt scheint der Shadow Dragon Kai im Stich zu lassen. Wird sie ohne ihn bestehen können? Die Fortsetzung des opulenten Fantasy-Epos um den mysteriösen Drachen und Kai, die Kämpferin.
Book Information
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Die Gestaltung Bei diesem Punkt kann ich eigentlich nur die Punkte wiederholen, die ich bereits beim ersten Teil vorgebracht habe. Ich mag, dass der Shadow Dragon auf dem Cover zu sehen ist und auch Kai, wobei ich es wahrscheinlich nicht so gut gefunden hätte, wenn man Kais Gesicht vollständig sehen könnte. Bei genauerem Hinsehen habe ich auch erkannt, dass an Kais Fingern Blut klebt … ein Detail, das wirklich gut zur Geschichte passt. Auch die Überschriften, sowohl beim Cover als auch bei den einzelnen Kapiteln, finde ich sehr schön gestaltet, weshalb ich hier nichts auszusetzen habe. Der Erzählstil Der Schreibstil von Kristin Briana Otts war wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen. Ich hatte nie auch nur das Gefühl, dass sich das Buch durch den Schreibstil selbst in die Länge zog, obwohl ich die Länge der Kapitel nicht ganz optimal fand, da ich besonders abends gerne kürzere Kapitel lese, falls ich zu müde werde und schlafen will – und dann weigere ich mich immer konsequent, das Buch mitten in einem Kapitel zu beenden. Hier hätte ich mir also gewünscht, dass die einzelnen Kapitel ein wenig gekürzt worden wären, indem man bei einigen Absätzen einfach das Kapitel beendet und im nächsten weitererzählt. Die Handlung Von der Handlung her fand ich den zweiten Teil insgesamt ein wenig schwächer als den ersten. Der Nervenkitzel war auch da, und ich habe auch ständig mit Kai und ihren Begleitern mitgefiebert, aber doch war alles im Großen und Ganzen sehr verhersehbar, was auch am Klappentext liegt, der schon sehr viel von der Geschichte offenbart. Im Grunde genommen passiert nämlich kaum etwas Anderes als das, was dort bereits beschrieben wird, wodurch mir die Grundspannung genommen wurde. Ich hätte mir ebenfalls noch gewünscht, dass es gerade wegen des sehr ausführlichen Klappentextes noch einige unerwartete Wendungen geben würde, aber das war leider nicht der Fall. Auch das Geheimnis um Kais Herkunft, das ganz am Ende zwar nicht offiziell gelüftet wurde, aber zumindest hat Kai dort etwas herausgefunden, war mir bereits im ersten Teil klar gewesen. Ich will nicht zu viel verraten, falls ihr das Buch noch nicht kennt, aber hier hätte ich mir doch ein paar Plot-Twists gewünscht. Nachdem man im ersten Teil außerdem viel über die Onna-Bugeisha sowie über die politischen Konstellationen im Kaiserreich Chiwitlok erfahren hat, sind mir im zweiten Teil besonders die Onna-Bugeisha zu kurz gekommen, da sie nur noch nebenbei zu existieren schienen. Auch über den Shadow Dragon hätte ich in diesem Teil gerne mehr erfahren. Er taucht so gut wie gar nicht mehr auf, außer dadurch, dass er irgendeine mysteriöse Verbindung mit Kai hat, die nebenbei bemerkt auch echt furchteinflößend ist, weil sie dadurch manchmal überhaupt nicht mehr menschlich wirkt. In dieser Hinsicht bin ich aber umso gespannter, was die eigentlichen Absichten des Shadow Dragon sind und was es mit der magischen Verbindung zwischen ihm und Kai auf sich hat. Bereits bei der Rezension zum ersten Band der Shadow-Dragon-Reihe habe ich erwähnt, wie unfassbar detailreich Kristin Briana Otts die Welt von Kai beschreibt und wie gut ich mir einige Sachen vorstellen konnte. In diesem Teil hat die Autorin dem noch einen draufgesetzt! Dadurch, dass Kai und Aiko so weit im Kaiserreich herumkommen, erfährt man sowohl einige Sachen über die Intrigen und Verhältnisse bei den anderen Königreichen (besonders was Samac und Shi angeht) als auch über das Leben des gemeinen Volkes, das in den meisten Königreichen ziemlich unglück wirkt. Auch die Welt wurde wieder sehr liebevoll gestaltet und beschrieben. Während ich im letzten Teil noch etwas verwirrt war wegen der vielen Namen, die die Königreiche haben – das River-Kingdom heißt Mizu, das Mountain-Kingdom Shi, das Desert-Kingdom Samac, das Forest-Kingdom Namu, und dann gibt es noch das Kaiserreich Chiwitlok, zu dem all diese Königreiche gehören – wurde dies durch die Reisen von Kai und ihren Begleitern deutlicher und verständlicher, sodass ich jetzt gar nicht mehr nachdenken muss, wie welches Königreich eigentlich heißt. Trotzdem wäre eine Karte nicht schlecht gewesen, da mit dieser noch einiges hätte veranschaulicht werden können, aber das nur so als Bemerkung am Rande. Dafür, dass Kai tagsüber außerdem kaum an Jao dachte, entwickelte sich die Beziehung zwischen den beiden auch zu schnell. Plötzlich ging es um Liebe, obwohl Kai nur zu ihm gelaufen kam, wenn sie Probleme hatte. Das war für mich sehr unverständlich. Die Charaktere Kai ist eine sehr starke Protagonistin und natürlich ist sie auch eine Onna-Bugeisha und damit eine Kriegerin, aber in diesem Teil kam mir das nicht mehr wie eine ihrer größten Stärken, sondern vielmehr wie eine ihrer größten Schwächen vor. Das liegt vor allem daran, dass sie durch ihre kriegerischen Anschauungen teilweise sehr naiv gehandelt hat und geradezu besessen von ihrer Pflicht gegenüber dem Königreich Mizu und ihrer Prinzessin Noriko war. Während des Lesens habe ich mich besonders zum Ende hin oft gefragt, warum Kai als einzige von allen nicht merkt, was ihre ganzen Entscheidungen eigentlich für den Rest des Kaiserreiches bedeuten. Trotzdem zeigt sie an einigen Stellen auch wieder eine sehr menschliche Seite, wo dann die mitfühlende und liebevolle Kai zum Vorschein kommt. Leider wird diese Seite ihres Charakters zunehmend von ihren Kriegerpflichten sowie dem Einfluss des Shadow Dragons auf ihren Geist verdrängt. Kais inneren Konflikte waren trotzdem sehr gut beschrieben, wodurch ich viele ihrer Entscheidungen auf den Einfluss des Shadow Dragons zuschieben konnte. Das ändert jedoch nichts daran, dass Kai mir unsympathischer wurde. Jao mochte ich sehr gerne in diesem Teil. Er hatte nicht so viele Auftritte – wie auch im ersten Teil -, aber durch seine humorvolle Art war er doch eine willkommene Erfrischung nach Kais schwankendem Charakter. Einzig, was er an Kai so fand, konnte ich in diesem Band nicht mehr ganz so gut nachvollziehen, weil die beiden sich so gut wie gar nicht nähergekommen waren, und wenn, dann wurden diese Szenen übersprungen und im nächsten Absatz wurde nur kurz und knapp gesagt, was zwischen den beiden passiert ist. Fazit Ich bin hin- und hergerissen vom zweiten Teil der Shadow-Dragon-Reihe. Einerseits fand ich die Geschichte wirklich fesselnd und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, aber auf der anderen Seite gab es wirklich überhaupt keine Plot-Twists, die nicht schon im Klappentext erwähnt worden sind, und auch Kai wurde mir zunehmend unsympathischer. Trotz allem bin ich sehr gespannt, wie die Geschichte im dritten Teil weitergeht und ich hoffe, dass die Autorin dort die ganzen offenen Fragen, die ich jetzt habe, zu meiner Befriedigung beantwortet.
Kai und Aiko konnten aus der Kaiserstadt fliehen, aber nur mit Hilfe des Shadow Dragons. Jetzt befinden sich die beiden auf den Rückweg in ihr Königreich, müssen aber feststellen, dass Prinzessin Noriko entführt wurde. Man hält die Rebellen für die Entführer, aber Kai ahnt, dass jemand anders hinter der Entführung steckt. Nur will ihr niemand glauben, also macht sie sich mit Aiko und einigen Verbündeten auf dem Weg ins Mountain Kingdom, um die Prinzessin zu befreuen. Denn sie vermutet, dass niemand geringerer als Prinz Enlai, der den Kaiser getötet hat und die Macht an sich gerissen hat, die Prinzessin entführt hat. *Spoilergefahr, da 2. Teil einer Reihe* Nachdem die Autorin den Leser mit einem echt fiesen Cliffhanger am Ende von Teil 1 zurück gelassen hat, geht es in Teil 2 nahtlos weiter. Wieder wird die Handlung aus der Sicht der onna-bugeisha Kai erzählt und der Leser begleitet sie wieder bei ihren Abenteuern. Die Autorin hat sich wieder einiges einfallen lassen und konnte mich insgesamt sehr fesseln mit dem zweiten Teil. Manchmal schweift sie für meinen Geschmack etwas zu sehr ab und befasst sich zu sehr mit Kleinigkeiten, die ich her langweilig fand. Kais sieht sich auch im zweiten Teil in erster Linie als onna-bugeisha, was ich persönlich manchmal etwas anstregend fand. Dieser unterwürfige Gehorsam passt irgendwie gar nicht zu ihr. Sie entwickelt sich zumindest dahingehend weiter, dass sie eigene Entscheidungen trifft und auch die Konsequenzen daraus trägt. Glücklicherweise beschäftigt sich die Autorin dieses Mal nicht mehr mit dem Liebesdreieck, dass hat sich im ersten Teil ja bereits aufgelöst. Trotzdem gibt es auch im zweiten Teil wieder etwas Romantik für Kai, wobei dieser Part wirklich sehr gering ist. Ich hätte mir für diesen Teil gewünscht, dass diese seltsame Verbindung zwischen ihr und dem Shadow Dragon endlich erklärt wird. Es gibt zwar Mutmaßungen, aber keine richtigen Antworten. Ich hoffe doch sehr, dass wir im 3. und letzten Teil der Reihe endlich unsere Antworten erhalten werden. Von mir bekommt der 2. Teil 4 von 5 Punkte
Nach dem Tod des neuen Kaisers fliehen Kai und Aiko auf dem Rücken des Shadow Dragon aus der Kaiserstadt. Währenddessen reißt Prinz Enlai den Thron an sich und lässt Prinzessin Noriko ins Mountain Kingdom entführen. Nun ist es an den Onna-Bugeisha, Noriko zu befreien und in die Kaiserstadt zurückzubringen. Dort beginnt der alles entscheidende Kampf. Doch gerade jetzt scheint der Shadow Dragon Kai im Stich zu lassen. Wird sie ohne ihn bestehen können? (Klappentext) Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht. Mit dem ersten Band konnte mich die Autorin nicht komplett überzeugen, aber ich wollte der Reihe auf jeden Fall noch eine Chance geben. Kai und ihre beste Freundin Aiko werden nach ihrer Flucht auf dem Rücken des Shadow Dragon von diesem einfach mitten in einer Wüste zurückgelassen und sind plötzlich völlig auf sich allein gestellt. So versuchen die beiden erstmal in der sandigen Einöde zu überleben und irgendwie in ihre Heimat Mizu zu gelangen. Zitat : "Ich hatte das Gefühl, als würden die Wände um mich herum einstürzen und der Boden unter meinen Füßen wegrutschen. Das Gefühl kannte ich schon. [...] Ich fragte mich, wie oft der Prinz des Mountain Kingdom mir dieses Entsetzen noch einjagen würde." Doch bald stehen sie vor einem ganz anderen Problem, denn die Prinzessin des River Kingdom wurde entführt und Kai will alles dafür tun, um sie zu finden. Denn als Onna-Bugeisha ist es ihre oberste Pflicht Noriko zu beschützen und für ihre Sicherheit zu sorgen. Kai wirkte auf mich im Auftakt der Reihe teilweise recht naiv und unüberlegt, dieses Gefühl hatte ich glücklicherweise jetzt nicht mehr. Trotzdem bin ich mit ihr als Protagonistin immer noch nicht richtig warm geworden. Hauptsächlich war für mich ihre Unterwürfigkeit gegenüber ihrem Land, dem Tempel und in jeder Hinsicht zu ihrer Prinzessin schwer nachvollziehbar, obwohl ich die Intention dahinter verstehen kann. Sie stellt dies über alles andere und ihr Verhalten war für einigen Stellen etwas befremdlich. Schön gemacht fand ich aber, wie die Autorin Kais innerliche Zerissenheit dargestellt hat. Kai kämpft mit ihrer Identität, zweifelt daran, wie sie sich ihre Zukunft immer vorgestellt hat, und stellt fest, dass sie insgeheim vielleicht andere Wünsche hegt. Jao spielt dabei auch eine Rolle, wobei insgesamt die Liebesgeschichte stand eher im Hintergrund, was mir gut gefallen hat. Zudem hat Kai öfters gewalttätige Gedanken und Momente, in denen sie gar nicht sie selbst ist. Sie hat seltsame Träume und Visionen und hat Schwierigkeiten damit umzugehen. Zitat : "Wut kochte in mir hoch. Ich wollte Sang die Zähne ins Genick schlagen. Ich wollte ihm das Herz aus der Brust reißen. Ich wollte seine Knochen zermalmen und sein Mark in großen Schlucken trinken." Neben Aiko, die als loyale Freundin an Kais Seite ist und sie voll unterstützt, gab es mit Sang und Akara zwei neue Nebencharaktere, die super zu der Geschichte gepasst haben. Allgemein mochte ich die Handlung gerne, jedoch war das Buch teilweise recht langatmig und dadurch nicht immer fesselnd. Positiv fand ich an dem Schreibstil aber die tolle asiatische Atmosphäre und wie bildlich die Autorin die Welt beschrieben hat. Fazit : Die Handlung mochte ich insgesamt gerne, aber ich bin mit der Protagonistin auch im zweiten Band noch nicht richtig warm geworden und teilweise war das Buch für mich zu langatmig.
"Wie willst du die Dunkelheit bekämpfen, kleine Kriegerin?" 3,5 Sterne Während dieser Band einen dieser faszinierenden Welt noch näher bringt und fast ebenso spannend erzählt ist, wie sein Vorgänger, so reicht er doch nicht ganz an ihn heran. Es ist alles sehr verworren und die Drachen kommen nicht annähernd so vor, wie ich es mir gewünscht und nach dem Ende von Band eins erhofft hatte. Dafür ist Kai aber größtenteils (wenn auch nicht immer) wieder erträglicher als Hauptfigur als sie es im ersten Teil bisweilen war. Auch hier schafft es das Ende wieder, den Leser das nächste Buch freudig erwarten zu lassen (zumal hoffentlich mein Verdacht bezüglich Kais Herkunft, den ich schon im Verlauf des ersten Bandes hegte, und der sich hier erhärtete, bestätigen oder zumindest entgültig vom Tisch gefegt wird).







