Selkie
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Description
Book Information
Author Description
Antonia Neumayer wurde 1996 in München geboren. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik und Theaterwissenschaften in München und Frankreich. Ihre große Leidenschaft gehört jedoch der Fantastik. Bereits als Kind dachte sie sich Geschichten und Abenteuer für ihre Freunde aus. Sie schrieb mehrere Kurzgeschichten, bevor sie mit »Selkie« ihren ersten Roman verfasste. Die Autorin lebt in der Nähe von München.
Posts
Erst scheint Ewigkeiten so gar nichts zu passieren, es kommt leider nur wenig Spannung auf. Insgesamt scheint Kate mit einem Brett vor dem Kopf herumzulaufen, da sie erst sehr spät erkennt, auf welcher Seite ihr mysteriöser Retter Ian und seine Freunde stehen. Manchmal wirkt sie dadurch wie ein trotziges Kind, das unbedingt seinen Kopf durchsetzen will. Die anderen Charaktere dagegen wirken glaubwürdig, vor allem Ian ist mir sehr ans Herz gewachsen, genauso wie die Nebencharaktere Colin und Fynn. Ab der Buchmitte nimmt die Story dann doch noch an Fahrt auf und es wird spannender und schließlich kommen doch noch einige Wendungen, die ich nicht vorhergesehen habe ;) Insgesamt ist es eine nette Unterhaltung, jedoch darf man nicht zu viel erwarten. Etwas irreführend ist zudem das Cover, da man hier davon ausgehen könnte, dass ein Großteil der Geschichte unter Wasser spielt. Das ist jedoch so nicht der Fall. Wer jedoch gern Urban Fantasy liest und mal etwas anderes möchte als Vampire und Werwölfe, ist mit Selkie gut beraten.
Schöne Idee, aber nicht so optimal umgesetzt…
Puuuuh, ich weiß nicht genau. Die Grundidee finde ich super. Aber es gibt sooo viel, was mich irgendwie stört. Oft werden einfach Dinge angedeutet, die im Laufe der Geschichte nie wieder erwähnt werden, wodurch offene Fragen entstehen und leider auch offen bleiben. Dafür werden andere Dinge viel zu sehr ausgeschmückt, die man hätte kürzen können. Ich hätte es schöner gefunden, eine Reihe aus der Geschichte zu machen, in der mehr auf die verschiedenen mythischen Wesen eingegangen wird (Meerjungfrauen, Feen, Kelpies, etc…). An sich gab es schon einige wirklich spannende Szenen, aber so 100% konnte mich das Ganze nicht überzeugen. Das Ende fand ich auch eher seltsam. Und letztendlich bleiben allgemein zu viele Themen offen. 😕
Die Geschichte und ihre Charaktere haben mich direkt in ihren Bann gezogen. Zum Ende hin hat man gemerkt, dass es eine Fortsetzung hätte geben müssen, aber ich denke, weil das Buch kaum bekannt ist, ist daraus nicht geworden leider. Wäre zu gern noch weiter mit den Charakteren mitgegangen und hätte ihr Leben weiterverfolgt. 🥺
Zugegebenermaßen hatte ich "Selkie" lange auf meinem SuB liegen lassen, obwohl ich mich auf das Erscheinen des Buches doch sehr gefreut hatte. Allerdings habe ich hin und wieder ein paar weniger gute Rezensionen gelesen und dadurch ein wenig die Lust an dem Buch verloren. Weil ich aber nicht wollte, dass dies meine Meinung zum Debütwerk von Antonia Neumayer beeinflusst, hatte ich mich bewusst dazu entschieden, das Buch erst zu beginnen, wenn mich die "Selkie"-Lust wieder gepackt hatte. Letztlich bin ich sehr froh, dass ich gewartet hatte und mehr oder weniger unbeeinflusst an das 512-Seiten-starke Buch gehen konnte. Denn die Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Mit den Sagen der Selkie war ich im Vorhinein überhaupt nicht vertraut, weswegen das Buch auch einige Aspekte aufgewiesen hat, die mir vollkommen neu waren und die mich dementsprechend auch ziemlich überrascht hatten. Ich liebe nämlich Robben und die Verwandlung vom Mensch zum Tier fand ich wirklich sehr bewunderswert dargestellt. Insgesamt hat mich die ganze Geschichte sehr fasziniert, seien es die robbenähnlichen Wesen, die Saighdear, die mit allen möglichen Mitteln Jagd auf sie machen, dass sie Gabriel als Rekruten mit in ihren Fort nehmen und Kate ihm nachreist, um hinter ihre Geheimnisse zu kommen und ihn vor dem falschen Einfluss zu beschützen. Mich hat die Geschichte absolut mitgerissen und ich war mit jeder Seite mehr gespannt, was als nächstes passiert. Trotzdem fand ich es ziemlich schade, dass die Geschichte eigentlich erst ab etwa der 150. Seite wirklich richtig losging. Das Vorgeplänkel und die Vorgeschichte waren zwar wirklich dringend notwendig, aber ein bisschen mehr zusammengekürzt hätte mir persönlich besser gefallen und hätte die Geschichte gerade am Anfang auch wesentlich dynamischer erscheinen lassen. Was mich allerdings mehr gestört hat, war die Charakterausarbeitung und die Gewichtung beim Auftreten der Figuren. Kate, als die Hauptprotagonistin, hat mir wahnsinnig gut gefallen. Sie hat alle Eigenschaften, die ich bei einer Heldin in einem Fantasy-Roman mag. Sie ist klug und clever, manchmal ein bisschen naiv und dazu noch tollpatschig, was sie allerdings mit Einfallsreichtum, Mut und Selbstaufopferung ausgleicht. Kate hat mich auf jeden Fall überzeugt. Allerdings bin ich kein Fan davon – war ich noch nie! – wenn man ein falsches Bild von Charakteren geliefert bekommt. Ich mag es eigentlich viel lieber, wenn ich von Anfang an weiß, wer die falsche Schlange ist, wer der Verräter ist und wer etwas böses im Schilde führt. An dieser Stelle will ich natürlich keinen Namen nenne, um euch die "Überraschung" nicht zu verderben. Ich mochte ihn allerdings sehr gerne, obwohl er immer ein bisschen komisch war. Und trotzdem war die negative Verwandlung für mich dann wiederum nicht überraschend genug ausgearbeitet; ich hatte keinen "WOW! Das hätte ich niemals gedacht"-Moment. Ich bin mir sicher, dass die Autorin das eigentlich besser kann. Dementsprechend hat mich dann auch gestört, dass Kates Love-Interest Ian circa zwei Drittel des Buches überhaupt nicht auftaucht. Ich hatte ja wirklich auf eine schöne, süße Jugend-Romanze gehofft, aber neben den ganzen Kämpfen, Verschwörungen und Rettungsmanöver war dafür leider einfach kein Platz. Das Ende hat mich dann allerdings hundertprozentig überzeugt. Ich habe mich wirklich gefreut über die Abschlussszene zwischen Kate und Ian. Die Freude darüber, dass die beiden so wunderbar süß miteinander umgehen, gemischt mit Ians Sorge und seiner Unruhe haben sich absolut auf mich übertragen, so dass ich natürlich sofort nachschauen musste, ob es einen zweiten Teil gibt/geben wird. Diesbezüglich habe ich (noch) keine Informationen gefunden, aber das stimmt mich auch nicht unbedingt traurig, denn ich liebe solche Enden, die im Kopf des Lesers unendlich neue Möglichkeiten und Handlungsverläufe erzeugen. Zwar bleiben noch sehr viele Fragen offen (Was wird aus Alaric? Wo ist Jack auf einmal hin verschwunden? Was wird aus den Selkies? Was wird aus Kate? Hat ihr Vater ihr die Wahrheit erzählt? Was passiert mit Gabriel? Was hat es mit den Halbselkies auf sich?), aber mich persönlich stören solche Enden überhaupt nicht. Ich mache mir gerne Gedanken über alle möglichen Fragen, spinne mir gerne die Geschichte selbst zu Ende, vielleicht auch mit ganz unterschiedlichen Verläufen. Ich liebe es, wenn Autoren ihren Lesern diese Möglichkeiten bieten, ohne am Ende viel zu viel zu verraten oder vorwegzunehmen. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja doch noch ein zweiter Teil? Freuen würde ich mich darüber natürlich auch. Auch der Schreibstil hat definitiv überzeugt. Für einen Debütroman steckt da meiner Meinung nach schon sehr viel Können dahinter und auch wenn ich recht lange für das Beenden des Buches gebraucht habe, sind die Seiten, wenn ich mal zum Lesen gekommen bin, nur so dahingeflogen. Das ist aber natürlich auch der spannenden Geschichte zu verdanken. Auch das Cover finde ich sehr gelungen, da es viele Details aus der Geschichte enthält und sehr ansprechend gestaltet ist. Auch im Nachhinein würde ich auf jeden Fall wieder zu diesem Buch greifen. Ich bin gespannt, was die Autorin sonst noch auf den Markt bringen wird. Fazit "Selkie" ist ein schöner Fantasy-Roman, dessen Einführungsphase meiner Meinung nach ein bisschen zu lange gedauert hat, der aber mit der Gesamtgeschichte doch überzeugen konnte. Ian, als männlichen Hauptprotagonisten, hätte ich zwar gerne öfter gesehen, genauso wie eine Romanze zwischen ihm und Kate, allerdings war der Plot rund um die Selkies auch so spannend genug. Einen eventuellen zweiten Teil und/oder weitere Bücher der Autorin werde ich mir auf jeden Fall ansehen, sobald sie erscheinen.
Als ich das Cover gesehen habe, wurde mir sofort klar, dass ich das Buch lesen und auch die Geschichte klang einfach unglaublich interessant. Kate lebt mit ihrem Bruder Gabriel und ihrem Vater auf einer kleinen Insel im Orkney-Archipel, die zu Schottland gehören. Sie verbringt die Tage damit die Schafe zu hüten, eines der Schafe zu suchen oder an dem Motor des alten Autos herumzuwerkeln. Dann tauschen drei Männer auf, die ihren Bruder mitnehmen wollen und dieser entschließt sich mitzugehen. Kate will ihm helfen, landet dadurch aber in Gefahr und trifft auf Ian, der mehr zu verheimlichen hat, als sie es ahnt. Sie landet mitten in einem Kampf, der ihr ganzes Weltbild zum Wanken bringt. Kate war mir viel zu naiv und ich fand ihre Entscheidung ziemlich dämlich. Ihr Bruder wurde nicht verschleppt, sondern ist freiwillig mitgegangen. Warum sie sich dann auf das Boot schleicht, ohne einen richtigen Plan zu haben, habe ich nicht verstanden. Für eine 12 Jährige, die ihren kleinen Bruder retten würde, fände ich es akzeptabel. Aber für eine 17-Jährige, die ihre zwei Jahre älteren Bruder retten will, war das ein hohes Level an Naivität, das ich nicht nachvollziehen konnte. Sie hat überhaupt nicht nachgedacht und das für sie schlimmste Szenario war, dass die drei Männer sie entdecken und irgendwo auf einer anderen Insel absetzen. Was sollen wildfremde Männer in unbekannten Uniformen auch schlimmes tun? Zu Beginn war ich noch der Meinung es wäre purer Optmismus, aber dann war mir klar, dass es reine Naivität war. Aber auch die anderen Charaktere konnten mich nicht wirklich von sich überzeugen. Gabriel war irgendwie undurchsichtig und das nicht auf eine interessante Art. Ich hätte ihn lieber geschüttelt und habe mich wirklich noch gefragt, warum Kate so eine gute Meinung von ihrem Bruder hat. Ian war mir zu blass, obwohl ein paar Kapitel aus seiner Sicht geschildert wurden. Irgendwie hatten die Charaktere viel zu viele Schwächen und weniger Stärken und vielleicht konnte ich mich deshalb nicht wirklich mit ihnen anfreunden. Ich habe irgendwie etwas ganz anderes erwartet und insgesamt auch mehr Fantasy und mehr Spannung. Die Geschichte dümpelte so vor sich hin, obwohl der Prolog unglaublich spannend anfing. Aber ich habe mich teilweise schon sehr durch die Geschichte quälen müssen. Es waren wirklich einige Szenen, die sich gezogen haben und die Geschichte in keinster Weise voran gebracht haben. Dabei war die Story an sich eigentlich ganz interessant und sie war auch zwischendurch packend, aber leider nicht komplett überzeugend. Ich habe aber das Gefühl, dass das erst der Beginn einer Reihe wird, für mich ist die Geschichte abgeschlossen.
Kate und ihr Bruder Gabriele leben auf einer kleinen Insel im Orkney-Archipel. Ihre Mutter hat sie vor vielen Jahren verlassen und ihr Vater hat seit dem seinen Lebenswillen verloren. Er vegetiert nur so vor sich hin, aber Kate und Gabe versuchen, das beste aus ihrem Leben zu machen. Dann tauchen plötzlich Fremde auf ihrer Insel auf, die Gabe mitnehmen. Kate hat keine Ahnung was los ist, denn Gabe hat ihr nicht gesagt wo er hingeht. Kate schleicht sich auf das Schiff der Unbekannten, denn sie will ihn retten. Auf dem Schiff trifft sie auf den geheimnisvollen Ian, der sie vor den Männer rettet und mitnimmt. Plötzlich befindet sich Kate in einer Auseinandersetzung die so alt ist wie die Menschheit und muss sich entscheiden auf welcher Seite sie steht. Dieses Buch ist mir natürlich durch das tolle Cover aufgefallen, ich mag das Meer, und Geschichten mit Selkies oder Meerjungfrauen haben mich schon immer fasziniert. Hier wird die Geschichte der 17-jährigen Kate erzählt. Sie führt ein normales Leben bis ihr Bruder eines Tages von den Saighdear abgeholt wird. Von da an verändert sich das Leben von Kate völlig. Kate würde alles für ihren Bruder tun und will von retten. Dafür geht sie so ziemlich jedes Risiko ein. Ich fand Kate sehr mutig, aber auch manchmal etwas naiv in ihren Handlungen. Sich auf ein Schiff zu schleichen, auf dem es nur Männer gibt, von denen sie keine Ahnung hat wer sie sind und was sie machen, fand ich extrem unvernünftig. Was mich auch sehr gestört hat, war, dass niemand Kate sagt, worum es eigentlich geht. So etwas mag ich grundsätzlich nicht bei Geschichte. Sie wird von Ian als Spionin eingesetzt ohne zu wissen was genau sie erwarten wird. Wem kann sie überhaupt trauen. Auf einmal spricht jeder von Selkies und Meerjungfrauen, was mir zu plötzlich kam. Glücklicherweise bekommt Kate selbst hinter all die Geheimnisse, aber ich hätte mir insgesamt mehr Informationen zu allem gewünscht. Eine Liebesgeschichte gibt es übrigens nur im Ansatz, wobei ich mir vorstellen kann, dass sich bei einer eventuellen Fortsetzung da noch etwas entwickeln wird. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr unterhaltsam. Die Autorin schreibt sehr ausführlich und bildhaft, was mir sehr gut gefallen hat. Zwischendurch fand ich die Geschichte etwas zu langatmig, aber zum Ende hin wird es noch einmal richtig spannend. Das Ende ist für meinen Geschmack zu offen, fast kommt es mir so vor, als wenn hier eine Fortsetzung geplant ist. Ich vergebe 7 von 10 Punkte.
"Sind gefühlte Kilometer eine neue Einheit? Wie berechnet man die? Tatsächliche Distanz mal zehn im Quadrat?" 2,5 Sterne Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mal beim Schreibstil, denn mit dem stehen und fallen Bücher meiner Meinung nach. Der hier war okay, aber nicht wirklich überragend, für mich stockte es an einigen Stellen. Was die Charaktere angeht, habe ich auch leichte Probleme gehabt. Ich hatte das Gefühl, dass Kate an einigen Stellen wirklich einiges Offensichtliche übersieht und mich zwischendurch echt genervt hat. An Ian und die anderen bin ich nicht wirklich herangekommen und kann dazu also nichts sagen. Dazu muss ich sagen, dass ich von der Geschichte etwas vollkommen anderes erwartet hatte (was aber nicht schlecht war) und dass ich auch irgendwo ein abgeschlossenes Buch erwartet hatte. Das Ende klang aber eher nach einem Cliffhanger... Insgesamt gehe ich mit sehr gemischten Gefühlen aus diesem Leseerlebnis heraus. Wer aber etwas für schottische Mythen und ähnliches übrig hat, könnte sich mit diesem Buch durchaus wohlfühlen.
Inhalt Auf Shapinsay, einer Insel Orkneys, ist es eigentlich immer sehr ruhig. Doch dann tauchen eines Tages drei Männer mit einem Boot auf und nehmen Kates Bruder Gabriel mit. Gabriel hat wohl schon länger davon gewusst, aber Kate nicht davon erzählt. Doch Kate kann nicht einfach zulassen, dass sie ihren Bruder mitnehmen - wohin auch immer. Heimlich schleicht sie sich in das Beiboot der Fremden, um ihnen zu folgen. Aber Kate bleibt nicht unentdeckt - es ist nur keiner der Männer, der sie findet, sondern Ian, der auch nichts auf dem Boot zu suchen hat. Und plötzlich, als ein Schuss ertönt, muss Kate mit Ian ins Meer springen um nicht erwischt zu werden. Bald erfährt sie dann, wer die fremden Männer sind und was sie mit ihrem Bruder vorhaben. Um ihren Bruder wieder nach Hause zu holen, begibt sie sich in ein magisches Abenteuer... Cover und Titel Der Titel sagt einem natürlich sofort, welche Wesen in diesem Buch eine Rolle spielen. Es war sehr leicht zu erahnen, was sich hinter den Geheimnissen verbirgt, aber das war wohl auch Absicht. Das Cover ist jetzt nicht besonders originell, aber doch magisch. Man erkennt, dass es um Wasser geht und außerdem ist auf dieser Kette das Wappen der Seighdear - das Zeichen der fremden Männer - abgebildet. Ich glaube, dieses Wappen wurde einmal erwähnt und beschrieben und an eine Kette mit dem Bild erinnere ich mich auch nicht, aber gut. Protagonisten Kate will unbedingt ihren Bruder beschützen und retten, denn es muss ihm ja so schlecht gehen. Na gut, seine Situation sieht wirklich nicht prickelnd aus, und vor allem, wenn man nicht weiß, wo er hingeht. Sich auf das Boot zu schleichen, war aber sehr gefährlich. Es klingt so, als hätte sie bisher ein ruhiges Leben gehabt, hat Motoren und andere Sachen repariert und sich um Schafe gekümmert. Da fand ich es schon mutig von ihr, dass sie das einfach tut, nur für ihren Bruder. Fast alle Dinge, die sie in diesem Buch tut, tut sie genau aus dieser Motivation. Es gab auch einige Kapitel aus Ians Perspektive, was der Spannung gar nicht gut getan hat. Ich denke, es hätte auch komplett ohne seine Perspektive funktioniert, es wäre sogar besser gewesen, denn so hätte man noch einige Geheimnisse bewahrt. Andere Charaktere Gabriel will einfach nur, dass Kate wieder verschwindet. Er ist aus einem bestimmten Grund bei den Seighdear und seine Schwester soll sich einfach von der Organisation fernhalten. Er will sich also ganz allein für diese Sache opfern, Kate soll sich da nicht einmischen. Dabei handelt er egoistisch, er hat seine Familie ohne eine Begründung verlassen und nicht im geringsten bedacht, wie es seiner Schwester dabei gehen könnte. Er will nicht, dass sie sich in Gefahr begibt, aber er will, dass Kate akzeptiert, dass er in ständiger Gefahr ist! Alaric gehört zu den Seighdear und ist ein junger, attraktiver Kerl, der meistens sehr steif ist, aber manchmal, mit Kate wird er ganz locker und nett. Ian hat seine Motive natürlich direkt durchschaut: Alaric will Kate einfach nur an die Wäsche. Und dann gab es da noch Jack, aus dem ich bis zum Schluss nicht schlau wurde. Er ist ein bisschen älter als unsere Protagonisten und gehört ebenfalls zu den Seighdear. Am Anfang wirkte er wie ein unheimliches Ekelpaket, doch dann, als ich ihn besser kennengelernt habe fand ich ihn unterhaltsam und irgendwie auch liebenswert. Aber ich konnte halt seine Motive nicht erkennen, und darum bleibe ich misstrauisch. Handlung und Schreibstil Ich fand es sehr durchschnittlich. Es war nicht besonders spannend, da viele Geheimnisse sehr offensichtlich waren, dazu hat Ians Perspektive ja beigetragen! Also war auch vieles, beinahe alles sehr voraussehbar. Ich fand die Handlung aber ganz in Ordnung. Die Charaktere konnten mich überzeugen und das Fort sowie die Ausbildung dort war interessant, wenn auch sehr knapp. Eigentlich war sie eher passiv: Man war nicht dabei, Kate hat nur davon berichtet oder sich daran erinnert. Da hätte ich eigentlich mehr von haben können. Die Kämpfe auf hoher See fand ich auch gelungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig; ich weiß gar nicht, wie ich die 500 Seiten so flott gelesen habe, schließlich fand ich es ja nicht übermäßig spannend. Sonstiges Ich habe jetzt keine Informationen gefunden, aber ich hoffe mal, es gibt eine Fortsetzung. Das Ende war nämlich sehr offen, auch wenn es keinen Cliffhanger gab. Es sind noch viele Fragen offen, daher hoffe ich auf Antworten in Form einer Fortsetzung ;) Fazit "Selkie" war nicht besonders spannend oder etwas überraschend Neues, sondern ziemlich normal und auch sehr vorhersehrbar. Der Schreibstil war sehr flüssig, aber ohne die zweite Erzählperspektive hätte ich es etwas besser gefunden.
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Book Information
Author Description
Antonia Neumayer wurde 1996 in München geboren. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik und Theaterwissenschaften in München und Frankreich. Ihre große Leidenschaft gehört jedoch der Fantastik. Bereits als Kind dachte sie sich Geschichten und Abenteuer für ihre Freunde aus. Sie schrieb mehrere Kurzgeschichten, bevor sie mit »Selkie« ihren ersten Roman verfasste. Die Autorin lebt in der Nähe von München.
Posts
Erst scheint Ewigkeiten so gar nichts zu passieren, es kommt leider nur wenig Spannung auf. Insgesamt scheint Kate mit einem Brett vor dem Kopf herumzulaufen, da sie erst sehr spät erkennt, auf welcher Seite ihr mysteriöser Retter Ian und seine Freunde stehen. Manchmal wirkt sie dadurch wie ein trotziges Kind, das unbedingt seinen Kopf durchsetzen will. Die anderen Charaktere dagegen wirken glaubwürdig, vor allem Ian ist mir sehr ans Herz gewachsen, genauso wie die Nebencharaktere Colin und Fynn. Ab der Buchmitte nimmt die Story dann doch noch an Fahrt auf und es wird spannender und schließlich kommen doch noch einige Wendungen, die ich nicht vorhergesehen habe ;) Insgesamt ist es eine nette Unterhaltung, jedoch darf man nicht zu viel erwarten. Etwas irreführend ist zudem das Cover, da man hier davon ausgehen könnte, dass ein Großteil der Geschichte unter Wasser spielt. Das ist jedoch so nicht der Fall. Wer jedoch gern Urban Fantasy liest und mal etwas anderes möchte als Vampire und Werwölfe, ist mit Selkie gut beraten.
Schöne Idee, aber nicht so optimal umgesetzt…
Puuuuh, ich weiß nicht genau. Die Grundidee finde ich super. Aber es gibt sooo viel, was mich irgendwie stört. Oft werden einfach Dinge angedeutet, die im Laufe der Geschichte nie wieder erwähnt werden, wodurch offene Fragen entstehen und leider auch offen bleiben. Dafür werden andere Dinge viel zu sehr ausgeschmückt, die man hätte kürzen können. Ich hätte es schöner gefunden, eine Reihe aus der Geschichte zu machen, in der mehr auf die verschiedenen mythischen Wesen eingegangen wird (Meerjungfrauen, Feen, Kelpies, etc…). An sich gab es schon einige wirklich spannende Szenen, aber so 100% konnte mich das Ganze nicht überzeugen. Das Ende fand ich auch eher seltsam. Und letztendlich bleiben allgemein zu viele Themen offen. 😕
Die Geschichte und ihre Charaktere haben mich direkt in ihren Bann gezogen. Zum Ende hin hat man gemerkt, dass es eine Fortsetzung hätte geben müssen, aber ich denke, weil das Buch kaum bekannt ist, ist daraus nicht geworden leider. Wäre zu gern noch weiter mit den Charakteren mitgegangen und hätte ihr Leben weiterverfolgt. 🥺
Zugegebenermaßen hatte ich "Selkie" lange auf meinem SuB liegen lassen, obwohl ich mich auf das Erscheinen des Buches doch sehr gefreut hatte. Allerdings habe ich hin und wieder ein paar weniger gute Rezensionen gelesen und dadurch ein wenig die Lust an dem Buch verloren. Weil ich aber nicht wollte, dass dies meine Meinung zum Debütwerk von Antonia Neumayer beeinflusst, hatte ich mich bewusst dazu entschieden, das Buch erst zu beginnen, wenn mich die "Selkie"-Lust wieder gepackt hatte. Letztlich bin ich sehr froh, dass ich gewartet hatte und mehr oder weniger unbeeinflusst an das 512-Seiten-starke Buch gehen konnte. Denn die Geschichte hat mir wirklich sehr gut gefallen. Mit den Sagen der Selkie war ich im Vorhinein überhaupt nicht vertraut, weswegen das Buch auch einige Aspekte aufgewiesen hat, die mir vollkommen neu waren und die mich dementsprechend auch ziemlich überrascht hatten. Ich liebe nämlich Robben und die Verwandlung vom Mensch zum Tier fand ich wirklich sehr bewunderswert dargestellt. Insgesamt hat mich die ganze Geschichte sehr fasziniert, seien es die robbenähnlichen Wesen, die Saighdear, die mit allen möglichen Mitteln Jagd auf sie machen, dass sie Gabriel als Rekruten mit in ihren Fort nehmen und Kate ihm nachreist, um hinter ihre Geheimnisse zu kommen und ihn vor dem falschen Einfluss zu beschützen. Mich hat die Geschichte absolut mitgerissen und ich war mit jeder Seite mehr gespannt, was als nächstes passiert. Trotzdem fand ich es ziemlich schade, dass die Geschichte eigentlich erst ab etwa der 150. Seite wirklich richtig losging. Das Vorgeplänkel und die Vorgeschichte waren zwar wirklich dringend notwendig, aber ein bisschen mehr zusammengekürzt hätte mir persönlich besser gefallen und hätte die Geschichte gerade am Anfang auch wesentlich dynamischer erscheinen lassen. Was mich allerdings mehr gestört hat, war die Charakterausarbeitung und die Gewichtung beim Auftreten der Figuren. Kate, als die Hauptprotagonistin, hat mir wahnsinnig gut gefallen. Sie hat alle Eigenschaften, die ich bei einer Heldin in einem Fantasy-Roman mag. Sie ist klug und clever, manchmal ein bisschen naiv und dazu noch tollpatschig, was sie allerdings mit Einfallsreichtum, Mut und Selbstaufopferung ausgleicht. Kate hat mich auf jeden Fall überzeugt. Allerdings bin ich kein Fan davon – war ich noch nie! – wenn man ein falsches Bild von Charakteren geliefert bekommt. Ich mag es eigentlich viel lieber, wenn ich von Anfang an weiß, wer die falsche Schlange ist, wer der Verräter ist und wer etwas böses im Schilde führt. An dieser Stelle will ich natürlich keinen Namen nenne, um euch die "Überraschung" nicht zu verderben. Ich mochte ihn allerdings sehr gerne, obwohl er immer ein bisschen komisch war. Und trotzdem war die negative Verwandlung für mich dann wiederum nicht überraschend genug ausgearbeitet; ich hatte keinen "WOW! Das hätte ich niemals gedacht"-Moment. Ich bin mir sicher, dass die Autorin das eigentlich besser kann. Dementsprechend hat mich dann auch gestört, dass Kates Love-Interest Ian circa zwei Drittel des Buches überhaupt nicht auftaucht. Ich hatte ja wirklich auf eine schöne, süße Jugend-Romanze gehofft, aber neben den ganzen Kämpfen, Verschwörungen und Rettungsmanöver war dafür leider einfach kein Platz. Das Ende hat mich dann allerdings hundertprozentig überzeugt. Ich habe mich wirklich gefreut über die Abschlussszene zwischen Kate und Ian. Die Freude darüber, dass die beiden so wunderbar süß miteinander umgehen, gemischt mit Ians Sorge und seiner Unruhe haben sich absolut auf mich übertragen, so dass ich natürlich sofort nachschauen musste, ob es einen zweiten Teil gibt/geben wird. Diesbezüglich habe ich (noch) keine Informationen gefunden, aber das stimmt mich auch nicht unbedingt traurig, denn ich liebe solche Enden, die im Kopf des Lesers unendlich neue Möglichkeiten und Handlungsverläufe erzeugen. Zwar bleiben noch sehr viele Fragen offen (Was wird aus Alaric? Wo ist Jack auf einmal hin verschwunden? Was wird aus den Selkies? Was wird aus Kate? Hat ihr Vater ihr die Wahrheit erzählt? Was passiert mit Gabriel? Was hat es mit den Halbselkies auf sich?), aber mich persönlich stören solche Enden überhaupt nicht. Ich mache mir gerne Gedanken über alle möglichen Fragen, spinne mir gerne die Geschichte selbst zu Ende, vielleicht auch mit ganz unterschiedlichen Verläufen. Ich liebe es, wenn Autoren ihren Lesern diese Möglichkeiten bieten, ohne am Ende viel zu viel zu verraten oder vorwegzunehmen. Aber wer weiß, vielleicht kommt ja doch noch ein zweiter Teil? Freuen würde ich mich darüber natürlich auch. Auch der Schreibstil hat definitiv überzeugt. Für einen Debütroman steckt da meiner Meinung nach schon sehr viel Können dahinter und auch wenn ich recht lange für das Beenden des Buches gebraucht habe, sind die Seiten, wenn ich mal zum Lesen gekommen bin, nur so dahingeflogen. Das ist aber natürlich auch der spannenden Geschichte zu verdanken. Auch das Cover finde ich sehr gelungen, da es viele Details aus der Geschichte enthält und sehr ansprechend gestaltet ist. Auch im Nachhinein würde ich auf jeden Fall wieder zu diesem Buch greifen. Ich bin gespannt, was die Autorin sonst noch auf den Markt bringen wird. Fazit "Selkie" ist ein schöner Fantasy-Roman, dessen Einführungsphase meiner Meinung nach ein bisschen zu lange gedauert hat, der aber mit der Gesamtgeschichte doch überzeugen konnte. Ian, als männlichen Hauptprotagonisten, hätte ich zwar gerne öfter gesehen, genauso wie eine Romanze zwischen ihm und Kate, allerdings war der Plot rund um die Selkies auch so spannend genug. Einen eventuellen zweiten Teil und/oder weitere Bücher der Autorin werde ich mir auf jeden Fall ansehen, sobald sie erscheinen.
Als ich das Cover gesehen habe, wurde mir sofort klar, dass ich das Buch lesen und auch die Geschichte klang einfach unglaublich interessant. Kate lebt mit ihrem Bruder Gabriel und ihrem Vater auf einer kleinen Insel im Orkney-Archipel, die zu Schottland gehören. Sie verbringt die Tage damit die Schafe zu hüten, eines der Schafe zu suchen oder an dem Motor des alten Autos herumzuwerkeln. Dann tauschen drei Männer auf, die ihren Bruder mitnehmen wollen und dieser entschließt sich mitzugehen. Kate will ihm helfen, landet dadurch aber in Gefahr und trifft auf Ian, der mehr zu verheimlichen hat, als sie es ahnt. Sie landet mitten in einem Kampf, der ihr ganzes Weltbild zum Wanken bringt. Kate war mir viel zu naiv und ich fand ihre Entscheidung ziemlich dämlich. Ihr Bruder wurde nicht verschleppt, sondern ist freiwillig mitgegangen. Warum sie sich dann auf das Boot schleicht, ohne einen richtigen Plan zu haben, habe ich nicht verstanden. Für eine 12 Jährige, die ihren kleinen Bruder retten würde, fände ich es akzeptabel. Aber für eine 17-Jährige, die ihre zwei Jahre älteren Bruder retten will, war das ein hohes Level an Naivität, das ich nicht nachvollziehen konnte. Sie hat überhaupt nicht nachgedacht und das für sie schlimmste Szenario war, dass die drei Männer sie entdecken und irgendwo auf einer anderen Insel absetzen. Was sollen wildfremde Männer in unbekannten Uniformen auch schlimmes tun? Zu Beginn war ich noch der Meinung es wäre purer Optmismus, aber dann war mir klar, dass es reine Naivität war. Aber auch die anderen Charaktere konnten mich nicht wirklich von sich überzeugen. Gabriel war irgendwie undurchsichtig und das nicht auf eine interessante Art. Ich hätte ihn lieber geschüttelt und habe mich wirklich noch gefragt, warum Kate so eine gute Meinung von ihrem Bruder hat. Ian war mir zu blass, obwohl ein paar Kapitel aus seiner Sicht geschildert wurden. Irgendwie hatten die Charaktere viel zu viele Schwächen und weniger Stärken und vielleicht konnte ich mich deshalb nicht wirklich mit ihnen anfreunden. Ich habe irgendwie etwas ganz anderes erwartet und insgesamt auch mehr Fantasy und mehr Spannung. Die Geschichte dümpelte so vor sich hin, obwohl der Prolog unglaublich spannend anfing. Aber ich habe mich teilweise schon sehr durch die Geschichte quälen müssen. Es waren wirklich einige Szenen, die sich gezogen haben und die Geschichte in keinster Weise voran gebracht haben. Dabei war die Story an sich eigentlich ganz interessant und sie war auch zwischendurch packend, aber leider nicht komplett überzeugend. Ich habe aber das Gefühl, dass das erst der Beginn einer Reihe wird, für mich ist die Geschichte abgeschlossen.
Kate und ihr Bruder Gabriele leben auf einer kleinen Insel im Orkney-Archipel. Ihre Mutter hat sie vor vielen Jahren verlassen und ihr Vater hat seit dem seinen Lebenswillen verloren. Er vegetiert nur so vor sich hin, aber Kate und Gabe versuchen, das beste aus ihrem Leben zu machen. Dann tauchen plötzlich Fremde auf ihrer Insel auf, die Gabe mitnehmen. Kate hat keine Ahnung was los ist, denn Gabe hat ihr nicht gesagt wo er hingeht. Kate schleicht sich auf das Schiff der Unbekannten, denn sie will ihn retten. Auf dem Schiff trifft sie auf den geheimnisvollen Ian, der sie vor den Männer rettet und mitnimmt. Plötzlich befindet sich Kate in einer Auseinandersetzung die so alt ist wie die Menschheit und muss sich entscheiden auf welcher Seite sie steht. Dieses Buch ist mir natürlich durch das tolle Cover aufgefallen, ich mag das Meer, und Geschichten mit Selkies oder Meerjungfrauen haben mich schon immer fasziniert. Hier wird die Geschichte der 17-jährigen Kate erzählt. Sie führt ein normales Leben bis ihr Bruder eines Tages von den Saighdear abgeholt wird. Von da an verändert sich das Leben von Kate völlig. Kate würde alles für ihren Bruder tun und will von retten. Dafür geht sie so ziemlich jedes Risiko ein. Ich fand Kate sehr mutig, aber auch manchmal etwas naiv in ihren Handlungen. Sich auf ein Schiff zu schleichen, auf dem es nur Männer gibt, von denen sie keine Ahnung hat wer sie sind und was sie machen, fand ich extrem unvernünftig. Was mich auch sehr gestört hat, war, dass niemand Kate sagt, worum es eigentlich geht. So etwas mag ich grundsätzlich nicht bei Geschichte. Sie wird von Ian als Spionin eingesetzt ohne zu wissen was genau sie erwarten wird. Wem kann sie überhaupt trauen. Auf einmal spricht jeder von Selkies und Meerjungfrauen, was mir zu plötzlich kam. Glücklicherweise bekommt Kate selbst hinter all die Geheimnisse, aber ich hätte mir insgesamt mehr Informationen zu allem gewünscht. Eine Liebesgeschichte gibt es übrigens nur im Ansatz, wobei ich mir vorstellen kann, dass sich bei einer eventuellen Fortsetzung da noch etwas entwickeln wird. Insgesamt fand ich die Geschichte sehr unterhaltsam. Die Autorin schreibt sehr ausführlich und bildhaft, was mir sehr gut gefallen hat. Zwischendurch fand ich die Geschichte etwas zu langatmig, aber zum Ende hin wird es noch einmal richtig spannend. Das Ende ist für meinen Geschmack zu offen, fast kommt es mir so vor, als wenn hier eine Fortsetzung geplant ist. Ich vergebe 7 von 10 Punkte.
"Sind gefühlte Kilometer eine neue Einheit? Wie berechnet man die? Tatsächliche Distanz mal zehn im Quadrat?" 2,5 Sterne Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht mal beim Schreibstil, denn mit dem stehen und fallen Bücher meiner Meinung nach. Der hier war okay, aber nicht wirklich überragend, für mich stockte es an einigen Stellen. Was die Charaktere angeht, habe ich auch leichte Probleme gehabt. Ich hatte das Gefühl, dass Kate an einigen Stellen wirklich einiges Offensichtliche übersieht und mich zwischendurch echt genervt hat. An Ian und die anderen bin ich nicht wirklich herangekommen und kann dazu also nichts sagen. Dazu muss ich sagen, dass ich von der Geschichte etwas vollkommen anderes erwartet hatte (was aber nicht schlecht war) und dass ich auch irgendwo ein abgeschlossenes Buch erwartet hatte. Das Ende klang aber eher nach einem Cliffhanger... Insgesamt gehe ich mit sehr gemischten Gefühlen aus diesem Leseerlebnis heraus. Wer aber etwas für schottische Mythen und ähnliches übrig hat, könnte sich mit diesem Buch durchaus wohlfühlen.
Inhalt Auf Shapinsay, einer Insel Orkneys, ist es eigentlich immer sehr ruhig. Doch dann tauchen eines Tages drei Männer mit einem Boot auf und nehmen Kates Bruder Gabriel mit. Gabriel hat wohl schon länger davon gewusst, aber Kate nicht davon erzählt. Doch Kate kann nicht einfach zulassen, dass sie ihren Bruder mitnehmen - wohin auch immer. Heimlich schleicht sie sich in das Beiboot der Fremden, um ihnen zu folgen. Aber Kate bleibt nicht unentdeckt - es ist nur keiner der Männer, der sie findet, sondern Ian, der auch nichts auf dem Boot zu suchen hat. Und plötzlich, als ein Schuss ertönt, muss Kate mit Ian ins Meer springen um nicht erwischt zu werden. Bald erfährt sie dann, wer die fremden Männer sind und was sie mit ihrem Bruder vorhaben. Um ihren Bruder wieder nach Hause zu holen, begibt sie sich in ein magisches Abenteuer... Cover und Titel Der Titel sagt einem natürlich sofort, welche Wesen in diesem Buch eine Rolle spielen. Es war sehr leicht zu erahnen, was sich hinter den Geheimnissen verbirgt, aber das war wohl auch Absicht. Das Cover ist jetzt nicht besonders originell, aber doch magisch. Man erkennt, dass es um Wasser geht und außerdem ist auf dieser Kette das Wappen der Seighdear - das Zeichen der fremden Männer - abgebildet. Ich glaube, dieses Wappen wurde einmal erwähnt und beschrieben und an eine Kette mit dem Bild erinnere ich mich auch nicht, aber gut. Protagonisten Kate will unbedingt ihren Bruder beschützen und retten, denn es muss ihm ja so schlecht gehen. Na gut, seine Situation sieht wirklich nicht prickelnd aus, und vor allem, wenn man nicht weiß, wo er hingeht. Sich auf das Boot zu schleichen, war aber sehr gefährlich. Es klingt so, als hätte sie bisher ein ruhiges Leben gehabt, hat Motoren und andere Sachen repariert und sich um Schafe gekümmert. Da fand ich es schon mutig von ihr, dass sie das einfach tut, nur für ihren Bruder. Fast alle Dinge, die sie in diesem Buch tut, tut sie genau aus dieser Motivation. Es gab auch einige Kapitel aus Ians Perspektive, was der Spannung gar nicht gut getan hat. Ich denke, es hätte auch komplett ohne seine Perspektive funktioniert, es wäre sogar besser gewesen, denn so hätte man noch einige Geheimnisse bewahrt. Andere Charaktere Gabriel will einfach nur, dass Kate wieder verschwindet. Er ist aus einem bestimmten Grund bei den Seighdear und seine Schwester soll sich einfach von der Organisation fernhalten. Er will sich also ganz allein für diese Sache opfern, Kate soll sich da nicht einmischen. Dabei handelt er egoistisch, er hat seine Familie ohne eine Begründung verlassen und nicht im geringsten bedacht, wie es seiner Schwester dabei gehen könnte. Er will nicht, dass sie sich in Gefahr begibt, aber er will, dass Kate akzeptiert, dass er in ständiger Gefahr ist! Alaric gehört zu den Seighdear und ist ein junger, attraktiver Kerl, der meistens sehr steif ist, aber manchmal, mit Kate wird er ganz locker und nett. Ian hat seine Motive natürlich direkt durchschaut: Alaric will Kate einfach nur an die Wäsche. Und dann gab es da noch Jack, aus dem ich bis zum Schluss nicht schlau wurde. Er ist ein bisschen älter als unsere Protagonisten und gehört ebenfalls zu den Seighdear. Am Anfang wirkte er wie ein unheimliches Ekelpaket, doch dann, als ich ihn besser kennengelernt habe fand ich ihn unterhaltsam und irgendwie auch liebenswert. Aber ich konnte halt seine Motive nicht erkennen, und darum bleibe ich misstrauisch. Handlung und Schreibstil Ich fand es sehr durchschnittlich. Es war nicht besonders spannend, da viele Geheimnisse sehr offensichtlich waren, dazu hat Ians Perspektive ja beigetragen! Also war auch vieles, beinahe alles sehr voraussehbar. Ich fand die Handlung aber ganz in Ordnung. Die Charaktere konnten mich überzeugen und das Fort sowie die Ausbildung dort war interessant, wenn auch sehr knapp. Eigentlich war sie eher passiv: Man war nicht dabei, Kate hat nur davon berichtet oder sich daran erinnert. Da hätte ich eigentlich mehr von haben können. Die Kämpfe auf hoher See fand ich auch gelungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig; ich weiß gar nicht, wie ich die 500 Seiten so flott gelesen habe, schließlich fand ich es ja nicht übermäßig spannend. Sonstiges Ich habe jetzt keine Informationen gefunden, aber ich hoffe mal, es gibt eine Fortsetzung. Das Ende war nämlich sehr offen, auch wenn es keinen Cliffhanger gab. Es sind noch viele Fragen offen, daher hoffe ich auf Antworten in Form einer Fortsetzung ;) Fazit "Selkie" war nicht besonders spannend oder etwas überraschend Neues, sondern ziemlich normal und auch sehr vorhersehrbar. Der Schreibstil war sehr flüssig, aber ohne die zweite Erzählperspektive hätte ich es etwas besser gefunden.














