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Freiheit kann trügerisch sein – und leider ist sie hier auch ein kleines bisschen… zahm. Band zwei hat mich erst mal kalt erwischt, weil ich sehr lange dachte: Oh, neue Geschichte, gleiche Welt, lets go! Spoiler: Nein. Das hier ist keine neue Geschichte. Das hier ist das Märchen. Jetzt wirklich. Während Band 1 sich überraschend viel Zeit für Vorgeschichte, Aufbau und Atmosphäre genommen hat, schaltet Band 2 konsequent in den Modus „Okay, wir erzählen jetzt Brüderchen & Schwesterchen – und zwar ziemlich nah am Original.“Mit bekannten Figuren, bekannten Stationen, bekannten Konflikten. Und genau da liegt leider auch das Problem. Denn: Es ist nicht schlecht. Wirklich nicht. Aber es ist auch nicht aufregend. Nala ist weiterhin eine sympathische Protagonistin, der Jäger bleibt attraktiv-dubios, die böse Stiefmutter macht böse Stiefmutter-Dinge und der Märchenplot läuft zuverlässig von A nach B. Sehr sauber. Sehr korrekt. Sehr… vorhersehbar. Als Retelling fehlt mir hier einfach der Mut, weiter vom Original wegzugehen, etwas Eigenes zu wagen oder mich emotional stärker abzuholen. Ich saß beim Lesen öfter da und dachte: Ja. Kenn ich. Kommt gleich. Ah, da ist es. Und das ist bei einem Märchen-Retelling irgendwie das Todesurteil für die Spannung. Unterm Strich ist Secret Woods Band 2 ein nettes, kurzes Buch für zwischendurch. Flüssig geschrieben, solide umgesetzt – aber leider auch der Beweis dafür, dass „nett“ nicht automatisch „packend“ ist.
Jan 24, 2026
Freiheit kann trügerisch sein – und leider ist sie hier auch ein kleines bisschen… zahm. Band zwei hat mich erst mal kalt erwischt, weil ich sehr lange dachte: Oh, neue Geschichte, gleiche Welt, lets go! Spoiler: Nein. Das hier ist keine neue Geschichte. Das hier ist das Märchen. Jetzt wirklich. Während Band 1 sich überraschend viel Zeit für Vorgeschichte, Aufbau und Atmosphäre genommen hat, schaltet Band 2 konsequent in den Modus „Okay, wir erzählen jetzt Brüderchen & Schwesterchen – und zwar ziemlich nah am Original.“Mit bekannten Figuren, bekannten Stationen, bekannten Konflikten. Und genau da liegt leider auch das Problem. Denn: Es ist nicht schlecht. Wirklich nicht. Aber es ist auch nicht aufregend. Nala ist weiterhin eine sympathische Protagonistin, der Jäger bleibt attraktiv-dubios, die böse Stiefmutter macht böse Stiefmutter-Dinge und der Märchenplot läuft zuverlässig von A nach B. Sehr sauber. Sehr korrekt. Sehr… vorhersehbar. Als Retelling fehlt mir hier einfach der Mut, weiter vom Original wegzugehen, etwas Eigenes zu wagen oder mich emotional stärker abzuholen. Ich saß beim Lesen öfter da und dachte: Ja. Kenn ich. Kommt gleich. Ah, da ist es. Und das ist bei einem Märchen-Retelling irgendwie das Todesurteil für die Spannung. Unterm Strich ist Secret Woods Band 2 ein nettes, kurzes Buch für zwischendurch. Flüssig geschrieben, solide umgesetzt – aber leider auch der Beweis dafür, dass „nett“ nicht automatisch „packend“ ist.
Jan 24, 2026






