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Märchen-Retellings? I’m always listening.
Noch dazu Brüderchen & Schwesterchen, ein Märchen, das eher selten neu erzählt wird? Klingt eigentlich nach einem sicheren Treffer. Und schlecht ist Secret Woods auch wirklich nicht – aber leider auch nicht so richtig memorable. Man merkt dem Buch an, dass es zu den älteren Werken von Jennifer Alice Jäger gehört. Der Stil ist solide, gut lesbar, aber noch nicht so ausgefeilt und selbstbewusst wie in ihren neueren Romanen. Die Geschichte nimmt sich viel Zeit für den Aufbau: Nala, ihr Bruder Dale, das Leben vor dem eigentlichen Märchen, die neue Stiefmutter, das schleichende Unheil. Das fand ich zunächst sogar richtig gut. Statt direkt ins bekannte Märchen zu stolpern, wird hier vorbereitet, erklärt, emotional unterfüttert. Das Problem: Ich habe sehr lange darauf gewartet, dass das Märchen endlich losgeht. Und erst gegen Ende realisiert, dass… oh. Das war jetzt erst Band eins. Klar, ich wusste es gibt ein zweites Bich, dachte aber immer es wären zwei von einander unabhängige Geschichten. Die Figuren sind sympathisch, Nala ist eine starke, willensstarke Protagonistin, der Jäger mit dem verschmitzten Lächeln erfüllt zuverlässig alle Genre-Vorgaben, und die Grundidee funktioniert. Aber irgendwie bleibt alles ein bisschen zu brav, zu leise, zu „nett“. Es passiert nichts, was wirklich hängen bleibt oder mich emotional aus den Latschen kippt. Unterm Strich: Secret Woods ist ein solides, ruhiges Jugendbuch mit schöner Atmosphäre und einem interessanten Märchenansatz. Man kann es gut lesen, man fühlt sich dabei wohl – aber der große Wow-Moment bleibt aus. Fazit: Hübscher Auftakt, gute Idee, nette Figuren. Aber mehr Einstieg als Ereignis.
Jan 24, 2026
Märchen-Retellings? I’m always listening.
Noch dazu Brüderchen & Schwesterchen, ein Märchen, das eher selten neu erzählt wird? Klingt eigentlich nach einem sicheren Treffer. Und schlecht ist Secret Woods auch wirklich nicht – aber leider auch nicht so richtig memorable. Man merkt dem Buch an, dass es zu den älteren Werken von Jennifer Alice Jäger gehört. Der Stil ist solide, gut lesbar, aber noch nicht so ausgefeilt und selbstbewusst wie in ihren neueren Romanen. Die Geschichte nimmt sich viel Zeit für den Aufbau: Nala, ihr Bruder Dale, das Leben vor dem eigentlichen Märchen, die neue Stiefmutter, das schleichende Unheil. Das fand ich zunächst sogar richtig gut. Statt direkt ins bekannte Märchen zu stolpern, wird hier vorbereitet, erklärt, emotional unterfüttert. Das Problem: Ich habe sehr lange darauf gewartet, dass das Märchen endlich losgeht. Und erst gegen Ende realisiert, dass… oh. Das war jetzt erst Band eins. Klar, ich wusste es gibt ein zweites Bich, dachte aber immer es wären zwei von einander unabhängige Geschichten. Die Figuren sind sympathisch, Nala ist eine starke, willensstarke Protagonistin, der Jäger mit dem verschmitzten Lächeln erfüllt zuverlässig alle Genre-Vorgaben, und die Grundidee funktioniert. Aber irgendwie bleibt alles ein bisschen zu brav, zu leise, zu „nett“. Es passiert nichts, was wirklich hängen bleibt oder mich emotional aus den Latschen kippt. Unterm Strich: Secret Woods ist ein solides, ruhiges Jugendbuch mit schöner Atmosphäre und einem interessanten Märchenansatz. Man kann es gut lesen, man fühlt sich dabei wohl – aber der große Wow-Moment bleibt aus. Fazit: Hübscher Auftakt, gute Idee, nette Figuren. Aber mehr Einstieg als Ereignis.
Jan 24, 2026






