Schwüle Tage
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Description
Eine sinnliche Sommer-Novelle
Graf Bill von Fernow ist im Abitur durchgefallen und muss zur Strafe seine Ferien mit dem Vater auf dem ländlichen Stammsitz verbringen. Keine verlockenden Aussichten. Aber es kommen schwüle Tage.
Eduard von Keyserlings Sommer-Novelle ist mindestens ebenso sinnlich: Eine Vater-Sohn-Geschichte auf dem ländlichen Stammsitz der Grafen von Fernow, in der die Liebe zum Tode führt.
Book Information
Author Description
Graf Eduard von Keyserling wurde am 15.5.1855 auf Schloss Paddern in Kurland geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend. Von 1875 bis 1877 studierte er in Dorpat Jura, Philosophie und Kunstgeschichte. Danach lebte er als freier Schriftsteller in Wien, später in Italien und seit 1899 in München, wo er am 28.9.1918, erblindet und vereinsamt, starb. Er gilt als einer der wenigen bedeutenden impressionistischen Erzähler, der vor allem die ihm vertraute Welt des baltischen Adels meisterhaft nachzuzeichnen vermochte. Seine oft in leise Ironie verhüllte Standeskritik, seine psychologisch feinfühlige Schilderung der erotischen Konflikte trugen ihm den Beinamen eines »baltischen Fontane« ein.
Posts
Ein melancholisches Sommerbuch.
Mai fast ein bisschen früh um dieses Schmuckstück zu lesen. Inhaltlich erinnert es fast an YA Romane - so zentral der Jugendliche Leichtsinn, die Neugier, die Erregung, all die Gefühle. Hat mich sehr berührt. Komisch sind heutzutage dass basically alle Verwandten was miteinander haben 😅
Eine Novelle wie sie nicht besser in diese heißen, schwülen Sommertage passen könnte. Keyserling schafft es hervorragend ein Bild der sommerlichen Landschaft entstehen zu lassen und die Beziehungen der Charaktere subtil anzudeuten. Die drückende Hitze der sommerlichen Temperaturen verknüpft Keyserling geschickt mit der inneren, hormonellen Hitze der Charaktere, sodass nicht immer zu unterscheiden ist, welche Temperatur er gerade beschreibt. Wie die Sommerhitze, flimmert über allen Personen eine unübersehbare Erotik, die Keyserling herrlich subtil in seine Beschreibungen mit einfließen lässt. Das Ende wird durch Beobachtungen des Protagonisten und Monologe des Vaters angedeutet, hat mich jedoch trotzdem überrascht. Insgesamt eine schöne, melancholische Sommerlektüre die einen die momentane (und kommende) schwüle Hitze besser ertragen lässt.
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Eine sinnliche Sommer-Novelle
Graf Bill von Fernow ist im Abitur durchgefallen und muss zur Strafe seine Ferien mit dem Vater auf dem ländlichen Stammsitz verbringen. Keine verlockenden Aussichten. Aber es kommen schwüle Tage.
Eduard von Keyserlings Sommer-Novelle ist mindestens ebenso sinnlich: Eine Vater-Sohn-Geschichte auf dem ländlichen Stammsitz der Grafen von Fernow, in der die Liebe zum Tode führt.
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Graf Eduard von Keyserling wurde am 15.5.1855 auf Schloss Paddern in Kurland geboren und verbrachte dort seine Kindheit und Jugend. Von 1875 bis 1877 studierte er in Dorpat Jura, Philosophie und Kunstgeschichte. Danach lebte er als freier Schriftsteller in Wien, später in Italien und seit 1899 in München, wo er am 28.9.1918, erblindet und vereinsamt, starb. Er gilt als einer der wenigen bedeutenden impressionistischen Erzähler, der vor allem die ihm vertraute Welt des baltischen Adels meisterhaft nachzuzeichnen vermochte. Seine oft in leise Ironie verhüllte Standeskritik, seine psychologisch feinfühlige Schilderung der erotischen Konflikte trugen ihm den Beinamen eines »baltischen Fontane« ein.
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Ein melancholisches Sommerbuch.
Mai fast ein bisschen früh um dieses Schmuckstück zu lesen. Inhaltlich erinnert es fast an YA Romane - so zentral der Jugendliche Leichtsinn, die Neugier, die Erregung, all die Gefühle. Hat mich sehr berührt. Komisch sind heutzutage dass basically alle Verwandten was miteinander haben 😅
Eine Novelle wie sie nicht besser in diese heißen, schwülen Sommertage passen könnte. Keyserling schafft es hervorragend ein Bild der sommerlichen Landschaft entstehen zu lassen und die Beziehungen der Charaktere subtil anzudeuten. Die drückende Hitze der sommerlichen Temperaturen verknüpft Keyserling geschickt mit der inneren, hormonellen Hitze der Charaktere, sodass nicht immer zu unterscheiden ist, welche Temperatur er gerade beschreibt. Wie die Sommerhitze, flimmert über allen Personen eine unübersehbare Erotik, die Keyserling herrlich subtil in seine Beschreibungen mit einfließen lässt. Das Ende wird durch Beobachtungen des Protagonisten und Monologe des Vaters angedeutet, hat mich jedoch trotzdem überrascht. Insgesamt eine schöne, melancholische Sommerlektüre die einen die momentane (und kommende) schwüle Hitze besser ertragen lässt.





