Blick ins Buch

Romane

Schwüle Tage

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Über das Buch

Ein junger Baron verbringt nach dem nicht bestandenen Abitur die Ferien auf dem Landgut seines Vaters, der, in eine unlösbare Liebesbeziehung verstrickt, selbst Hand an sich legt. Der Sohn erlebt all dies als etwas Fremdes und Fernes, ja Halbverborgenes, das er nicht zu verstehen vermag, das er nur ahnt und aus der Landschaft als Stimmung erfühlt.

Editionen (12)

ISBN9783458334262
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum23.05.95
Seitenzahl98

Rezensionen & Bewertungen

6 Bewertungen

2 Rezensionen

3,6

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  • leahsayshi
    leahsayshi

    5 Follower

    4,0

    Ein melancholisches Sommerbuch.

    Mai fast ein bisschen früh um dieses Schmuckstück zu lesen. Inhaltlich erinnert es fast an YA Romane - so zentral der Jugendliche Leichtsinn, die Neugier, die Erregung, all die Gefühle. Hat mich sehr berührt. Komisch sind heutzutage dass basically alle Verwandten was miteinander haben 😅

    18. Mai 2026

  • bilsenkraut
    bilsenkraut

    49 Follower

    4,0

    Eine Novelle wie sie nicht besser in diese heißen, schwülen Sommertage passen könnte. Keyserling schafft es hervorragend ein Bild der sommerlichen Landschaft entstehen zu lassen und die Beziehungen der Charaktere subtil anzudeuten. Die drückende Hitze der sommerlichen Temperaturen verknüpft Keyserling geschickt mit der inneren, hormonellen Hitze der Charaktere, sodass nicht immer zu unterscheiden ist, welche Temperatur er gerade beschreibt. Wie die Sommerhitze, flimmert über allen Personen eine unübersehbare Erotik, die Keyserling herrlich subtil in seine Beschreibungen mit einfließen lässt. Das Ende wird durch Beobachtungen des Protagonisten und Monologe des Vaters angedeutet, hat mich jedoch trotzdem überrascht. Insgesamt eine schöne, melancholische Sommerlektüre die einen die momentane (und kommende) schwüle Hitze besser ertragen lässt.

    21. Jan. 2023

Autorin / Autor

Über Eduard von Keyserling

Eduard Graf von Keyserling wurde am 15. Mai 1855 auf Schloß Paddern im Kurland geboren und starb am 29. September 1918 in München. 1875-77 Jura-, Philosophie- und Kunstgeschichtsstudium in Dorpat. Freier Schriftsteller in Wien und Verwalter seines Gutes Paddern. Lebte lange Zeit in Italien. Ab 1899 in München. 1907 Erblindung.

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