Schwarzmondlicht

Schwarzmondlicht

Softcover
5.02
SerienmörderGestaltwandlerZauberMagie Und Zauberei

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Description

»Wir dachten, wir wären in Sicherheit. Wir irrten uns.« Die Mitglieder einer Vereinigung von Menschen mit magischen Fähigkeiten, die sich selbst »Der Zirkel« nennt, werden der Reihe nach grausam ermordet. Dann hört das Töten ganz plötzlich auf. Knapp zwanzig Jahre später sterben erneut Magier. Während Seher und IT-Techniker Hiroshi Taoyama einen Tod nach dem anderen vorhersagt, ohne Einfluss auf das Schicksal nehmen zu können, wird die Beinahe-Studentin Laura Seibach unfreiwillig in Ereignisse hineingezogen, deren Ausmaße sie nicht erahnen kann. Welches wahre Ziel verfolgt der Mörder, und worauf hat er all die Jahre gewartet?

Book Information

Main Genre
Fantasy
Sub Genre
Urban
Format
Softcover
Pages
608
Price
16.50 €

Author Description

Melanie Vogltanz hat ihren Magister in Deutscher Philologie, Anglistik und LehrerInnenbildung an der Universität Wien gemacht. Sie wurde 1992 in Wien geboren und hat den berühmt-berüchtigten Wiener Galgenhumor praktisch mit der Muttermilch aufgesogen. Dem klassischen Happy End sagt sie im Großteil ihrer Geschichten den Kampf an, denn auch das Leben endet selten gut. 2007 veröffentlichte sie ihr Romandebüt; weitere Veröffentlichungen im Bereich der Dunklen Phantastik folgten. 2016 wurde sie mit dem »Encouragement Award« der European Science Fiction Society ausgezeichnet. Wenn sie nicht gerade eigene Geschichten zusammenspinnt, korrigiert, lektoriert und übersetzt sie für Verlage und Kollegen oder hält ihre Frettchenmusen bei Laune. Mehr Informationen auf: http://www.melanie-vogltanz.net

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Spannender Urban Fantasy-Thriller in Wien Mit »Schwarzmondlicht« hat Melanie Vogeltanz, wie sie selbst sagt, eine ihrer ersten geschriebenen Geschichten nach 10 Jahren grundlegend überarbeitet – ein Prozess, der sich in jedem Fall gelohnt hat. Laura will eigentlich nur den Sommer in Wien rumkriegen, um dann mit dem Studium zu beginnen. Doch statt ein paar beschaulicher Monate stirbt ihr Vater bei einem plötzlichen Wohnungsbrand, sie selbst überlebt auf wundersame Weise und entdeckt durch ihre Bekanntschaft mit dem mysteriösen Kirek, dass sie magische Fähigkeiten besitzt. Zeitgleich erfährt auch IT-ler Hiroshi von seiner magischen Begabung. Doch statt in Ruhe ihre neuen Fähigkeiten erproben zu können, werden sie rasch in einen Kampf auf Leben und Tod hineingezogen. Denn ein Monster geht in den Straßen Wiens um, das gewöhnlichen Mensch und Magier gleichermaßen den Tod bringt. Wie man vielleicht gemerkt hat, fällt es mir nicht ganz leicht, »Schwarzmondlicht« in wenigen Worten zusammenzufassen – was eindeutig für den Roman spricht. Die Geschichte ist nicht verwirrend, sondern verbindet geschickt die verschiedenen Perspektivträger und deren Gegenwart und Vergangenheit zu einer dichten, vielschichtigen Einheit. Der Weltenbau funktioniert somit 1A und wirkt wie aus einem Guss, die Zahl der Perspektiven ist genau richtig angelegt. Auch die Handlung selbst und die Art, wie sie erzählt wird, sind ein großes Plus. Melanie Vogeltanz überfordert am Anfang nicht mit zu vielen Details, gibt aber auch die Hintergründe in genau der richtigen Dosierung preis, um einen immer wieder zum Weiterlesen zu animieren. In einigen Passagen hat sich »Schwarzmondlicht« für mich zu einem richtigen Pageturner entwickelt – und das, obwohl Urban Fantasy nicht unbedingt mein bevorzugtes Genre ist. Auszusetzen gibt es an dem Roman fast nichts. An einigen Stellen werden längere Rückblenden eingeschoben, die mitunter etwas klarer abgegrenzt hätten werden können (einmal musste ich verwirrt zurückblättern, weil mir nicht klar war, auf welcher Zeitebene wir uns befinden) und die manchmal vielleicht auch etwas zu lang geraten sind. Dadurch leidet an ein paar Stellen das Tempo ein wenig. Dies trübt den sehr positiven Gesamteindruck der Geschichte jedoch kaum. Wer auf Urban Fantasy und Magie in der Gegenwart steht, sollte »Schwarzmondlicht« unbedingt ansehen. Von mir gibt es für die Geschichte von Laura, Kirek, Hiroshi und den anderen eine verdiente 9/10.

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Die angehende Studentin Laura Seibach, Internist Johannes Hansen und der IT-ler Hiroshi Taoyama – drei Personen, die scheinbar überhaupt nicht zusammenpassen, aber dennoch gemeinsam gegen einen größenwahnsinnigen Magier ankämpfen müssen. Melanie Vogltanz hat es mit „Schwarzmondlicht“ geschafft, einen Fantasyroman zu schreiben, der sich zu Beginn jedoch gar nicht wie ein solcher anfühlt. Fast könnte man meinen, es mit einem Jugendroman bzw. mit Slice Of Life zu tun zu haben, bis das Ganze auf einmal eskaliert und sehr schnell merkwürdige Züge annimmt. Dabei gibt es zahlreiche spannende, verwirrende und humorvolle Szenen und Plottwists, so dass das dramatische Ende bis zu seinem Eintreffen völlig unvorhersehbar ist. Großartig ist auch die Beschreibung der Charaktere. Jeder Charakter hat seine großen Auftritte und emotionalen Szenen, so dass es auch gelingt, zu jedem Charakter eine Bindung aufzubauen und zu verstehen, warum er so handelt, wie er handelt. So hat der Bösewicht des Romans auch Seiten, die man verstehen kann und auch die gut handelnden Menschen haben Phasen, bei denen man nur den Kopf schütteln möchte. So gibt es an „Schwarzmondlicht“ nichts zu kritisieren, im Gegenteil, ich freue mich, dass hier das Genre der Fantasy herrlich schön unkonventionell und ohne jegliche Klischees bearbeitet wurde. Höchstpunktzahl und eine dicke Kaufempfehlung für diesen großartigen Roman!

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