Schmerz
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Description
Sie sind Außenseiter und kämpfen gegen Dämonen – nicht zuletzt ihre eigenen.
Der erste Fall für Dora und Rado, Kriminalpolizei Reykjavík.
Als im Thingvellir-Nationalpark ein Teenager verschwindet, wird Polizistin Dora mit den Ermittlungen betraut. Eigentlich soll sie nur Schreibtischarbeit leisten, da sie mit den Folgen einer Hirnverletzung aus einem Einsatz kämpft. Aber die Kollegen sind mit einer riskanten Razzia in der Unterwelt beschäftigt. Dora zur Seite steht Rado, Sohn serbischer Einwanderer. Er hat sich bei der Polizei hochgearbeitet, aber gerät durch familiäre Verbindungen in Schwierigkeiten. Für das Außenseiter-Duo wird die Suche zur Obsession: Rado wird vom brennenden Wunsch nach Gerechtigkeit angetrieben, während Dora Dinge bemerkt, die anderen entgehen – doch ihr Kopf ist unberechenbar.
»Der isländische Kriminalroman des Jahres.« Steingerdurblog
»Eine spannende Vision unserer Zeit.« Stundin
Der faszinierende skandinavische Krimi mit überraschenden Wendungen, der die sozialen Veränderungen in Island in den Blick nimmt – Nordic Noir zwischen überwältigender Natur, alten Mythen und neuen Verbrechen.
»Unheimlich glaubwürdige Figuren und ein bemerkenswerter Plot, der wirklich funktioniert.« Frettabladid
Book Information
Author Description
Jón Atli Jónasson ist ein vielfach ausgezeichneter Bühnen- und Drehbuchautor, dessen Werk auf der ganzen Welt gezeigt wurde. Sein Film »The Deep« war für einen Oscar eingereicht; er ist Co-Autor der Serie »The Arctic Circle« (ZDF). Mit der Buchreihe um das ungleiche Ermittlerduo Dora und Rado eroberte Jónasson die isländische Bestsellerliste und erzielte den internationalen Durchbruch als Spannungsautor. Er sieht sich klar in der Tradition des Nordic Noir. Jón Atli Jónasson hat einige Zeit in Berlin gelebt und wohnt derzeit mit seiner Familie in Reykjavík.
Posts
Mit dem Buch habe ich mich richtig schwer getan. Mit Dora wurde uns da schon eine sehr ungewöhnliche Protagonistin präsentiert. Und dann habe ich vieles einfach nicht verstanden. Spannend fand ich das Buch überhaupt nicht. Den zweiten Band habe ich schon hier auf den SUB, den will ich noch lesen, schon um zu wissen, wie es Dora nach ihrer erneuten Operation geht. Aber ich glaube, das wird es dann gewesen sein. Gucken wir mal.
Das Cover hat mich direkt angesprochen und da ich isländische Krimis sowieso mag war dann auch schnell klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Es ist also der erste Fall für Dora und Rado. Erstmal bin ich sehr dankbar für die kurzen und einprägsamen Namen. Bei isländischen Büchern hatte ich der Vergangenheit schon mal das eine oder andere Problem, mir die Namen zu merken und richtig zuzuordnen. Das war hier also kein Problem. Die große Stärke des Buches waren meines Erachtens nach auch die beiden Hauptcharaktere. Beide sind sehr interessante Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten und jeweils ihren eigenen Problemen. Das gibt dem Buch neben dem Fall nochmal eine persönliche Note. Der Fall bzw. die beiden Fälle waren gut aufgebaut und stimmig. Auch der Schreibstil war angenehm und flüssig. Wie in skandinavischen Krimis üblich, gibt es jetzt kein großes Blutvergießen, das war aber auch nicht nötig um die Spannung aufrecht zu erhalten. Zudem wurden noch ein paar gesellschaftliche Themen angesprochen. Das hat mir auch sehr gut gefallen. Insgesamt ein guter Auftakt zu einer Reihe, die ich gerne weiterverfolgen werde.

Vielversprechender Auftakt zu einer neuen Island-Krimi-Reihe mit einem interessanten Ermittlerduo
Jón Atli Jónasson hat mit Dora und Rado zwei interessante Ermittler geschaffen. Beide Charaktere haben einen interessanten Hintergrund und auch einen, der sie besonders macht und daher auch von Ermittlern aus anderen Krimis unterscheidet. In der Handlung lernt man beide gut kennen und kann verfolgen, wie sich einerseits ihre individuellen Persönlichkeiten entwickeln und andererseits ihre Beziehung zunehmend festigt und ausbaut. Die Handlung verläuft zu Beginn des Krimis recht ruhig und es steht vor allem im Vordergrund, ob Dora den Fall behalten darf oder nicht. Sie möchte gerne selbst weiterermitteln und traut sich auch dies zu, hat aber Bedenken, dass ihr Vorgesetzter ihr den Fall wieder wegnimmt. Da aber die Polizei mit einer großen Razzia ausgelastet ist, darf sich Dora weiter mit dem Fall des verschwundenen Teenagers beschäftigen. Zusammen mit Rado gehen die Ermittlungen immer weiter, bis es eine überraschende Wendung in dem Fall gibt. Diese Wendung kam für mich völlig unerwartet und hat auch große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf. Spätestens an dieser Stelle hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen. Auch die kurzen Kapitel lassen einen fast automatisch weiterlesen, sodass man kaum merkt, wie die Zeit vergeht. Die Lösung des Falls fällt dann leider etwas schwächer aus: Sie wirkt eher zufällig und hätte mehr Raum verdient. Für die weiteren Bände der Reihe bleibt also noch Luft nach oben. "Schmerz" ist auf jeden Fall ein vielversprechender Auftakt für die Reihe, und ich freue mich schon mehr über Dora und Rado zu lesen und zu sehen, wie es mit diesen beiden Charakteren weitergeht.

Ein guter Auftakt des Ermittlerduos
Dora wird im Rahmen eines Polizeieinsatzes schwer verletzt. Ihr damaliger Partner und heutiger Chef gibt sich dafür die Schuld. Trotz schwerer Kopfverletzungen kämpft sich Dora zurück in den Dienst. Um sie vor allem möglichen zu schützen, bearbeitet sie Fälle ausschließlich am Schreibtisch. Doch als eine großangelegte Razzia jeden Beamten beansprucht, bleibt ihr keine andere Wahl als zu dem Fall des vermissten Mädchens zu ermitteln. Dieser Fall lässt Dora einfach nicht los. Rado ist ebenfalls Polizist und wird plötzlich Dora zugeteilt um in dem Fall des vermissten Mädchen mit zu ermitteln. Denn die Razzia wurde unter anderem in seiner Wohnung durchgeführt, da sein Schwiegervater der Kopf einer Bande ist. Logischerweise darf er in dem Fall des Schwiegervaters nicht mitermitteln. Bei ihren Ermittlungen bewegen sich die beiden immer wieder in dunklen Kreisen und begeben sich dabei in große Gefahr. Vor allem Dora muss auf Grund ihrer Vorerkrankungen um ihr Leben bangen. Ein spannender, unterhaltsamer und bewegender Krimi aus Island.
Sodele. Neue Reihe, neues Glück? Oder neuer Kopfschmerz, weil es dieses Jahr schon genug Nieten waren? Schau mer mal, zumindest hieß es mal. Warm Anziehen, den es ging nach Island für mich. Das alte Problem, skandinavische Bücher sind meistens zu ruhig. Auch hier geht es von der Sache erstmal ruhiger zu. In Vergleich zu anderen skandinavischen Büchern geht es hier schon ein wenig mehr zur Sache. Die beiden Stars „Dora“ und „Rado“ sind zwei richtig gute und vor allem extrem interessante Charaktere. Sie haben mehr als nur Ecken und Kanten und das ist in dem Fall richtig Stark. Das Buch lebt komplett von ihren Geschichten und ihrer Einführung. Darauf lag auch für mich der Fokus, der Fall an sich, war zwar ganz gut und auch gerade in Bezug das „Rado“ persönlich involviert ist auch wichtig. Aber dennoch war er irgendwie nur Nebensache. War aber auch überhaupt nicht schlimm, spannend fand ich es trotzdem, auch wenn es jetzt kein Feuerwerk war. Erzählt wurde der ganze Spaß dann auch noch richtig gut. Aufgeteilt in zwei Teile mit relativ kurzen Kapiteln. Da kann man kurz durchrutschen. Für mich war es ein gelungener Start in eine Reihe von der ich nun noch hohe Erwartungen hab und ich mich jetzt schon auf den zweiten Teil. Hoffentlich rutsch ich nicht aus.

Spannender Reihenauftakt
Es war mal wieder Crimetime im kalten Island angesagt. Der Reihenauftakt rund um das Ermittlerduo Dora & Rado mit dem einprägsamen Titel "Schmerz" von Jón Atli Jónasson, erschienen im Fischer Verlag, machte mich neugierig. Unbezahlte Werbung, Buch selbst gekauft. Kurz zum Inhalt: Bei einem Schulausflug im Thingvellir-Nationalpark verschwindet ein Teenagermädchen spurlos. Da derzeit alle anderen Polizisten bei einer Razzia im Einsatz sind, wird Dora mit dem Vermisstenfall betraut. Diese sieht endlich ihre Chance ihrem Schreibtischjob zu entfliehen, den sie stupide seit einer schweren Hirnverletzung ausführen muss. Bald wird ihr Rado als Kollege zugeteilt, der ebenfalls ein Außenseiter ist. Beide Ermittler ergänzen sich perfekt und heften sich auf die Spur des Mädchens. Meine Meinung: Das Cover und auch der Handlungsort Island sprachen mich sofort an. Das Setting des Thingvellir-Nationalpark war vom Autor wirklich perfekt gewählt. Obwohl ich ab und an bei isländischen Krimis das Problem habe, Namen nicht richtig zuzuordnen zu können, viel mir dies bei "Schmerz" überhaupt nicht schwer. Die große Stärke dieses Reihenauftakts lag für mich bei den beiden Ermittlern Rado und Dora, denn beide waren nicht glatt gespült, sondern hatten ihre Probleme, ihre Ecken und Kanten. Schön fand ich auch, dass ihre Backstory wirklich Raum gegeben wurde und sich so eine Verbindung zu beiden aufbauen konnte. Dies gab dem Buch eine ganz persönliche Note. Der Spannungsbogen war klug konstruiert, auch wenn es leider in der Mitte des Buches zu einigen Längen kam. Da hätte ich mir ab und an mehr Zug in der Storyline gewünscht. Aber es ist nun mal ein skandinavischer Krimi, und in denen geht es nun mal immer etwas ruhiger zur Sache. Allerdings lässt der Schreibstil Wünsche offen und trägt die Story locker über diese minimalen Längen hinweg. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für diesen isländischen Krimiauftakt. Ich bin definitiv wieder am Start, sobald Dora und Rado erneute in "Gift" ermitteln. Kennt ihr den Autor oder habt ihr "Schmerz" schon gelesen? Und wenn ja: Wie hat es euch gefallen?

Serienauftakt mit ungleichem Ermittlerduo in Island.
In „Schmerz“, dem ersten Teil der Dora-und-Rado-Reihe, begleiten wir zwei ungleiche Ermittler im modernen Island: Dora, eine Polizistin mit körperlichen und seelischen Narben, kehrt nach einer Auszeit zurück in den aktiven Dienst. Gemeinsam mit Rado, einem Kollegen mit Migrationshintergrund und eigener Familienproblematik, wird sie in einen komplexen Vermisstenfall verwickelt. Parallel dazu laufen Ermittlungen gegen das organisierte Verbrechen. Die Fälle entwickeln sich düster, atmosphärisch und voller leiser Spannung. Schmerz ist ein literarischer Krimi, der mehr auf Atmosphäre und Charaktertiefe setzt als auf rasantes Tempo. Die düstere Stimmung Islands und die gebrochenen Figuren sorgen für einen besonderen Ton. Allerdings kam die Handlung nur langsam in Gang – für mich persönlich war das Buch stellenweise zu schleppend und nicht spannend genug, um durchgehend mitgerissen zu werden. Die Charaktere sind interessant, die Themen tiefgründig, doch wer sich auf einen klassischen, temporeichen Krimi freut, könnte enttäuscht werden. Mal sehen ob ich Band 2 noch lesen werde…
Spannende Protagonisten
Worum geht’s? Ein Teenager verschwindet. Da alle Polizisten wegen einer Razzia unterwegs sind, wird Dora zum Tatort geschickt. Dora, die eigentlich nie wieder Außendienst hätte machen sollen. Mit ihr gemeinsam soll Rado, ein serbischer Auswanderer, der sich bei der Polizei hochgearbeitet hat, die Ermittlungen leiten. Ein Außenseiter-Duo, das es nicht einfach hat. Meine Meinung: Mit „Schmerz“ startet Jón Atli Jónasson seine Krimiserie um Dora und Rado. Ich mochte seinen Schreibstil sehr gerne. Direkt, ungeschönt, aber dennoch packend und lebendig. Was mir aber besonders gut gefallen hat, waren die Protagonisten. Dora, die nach einer Schussverletzung plötzlich ganz anders im Hirn tickt, an einem Wochenende z.B. eine Sprache lernen kann und ein fast fotografisches Gedächtnis hat. Und Rado, nicht nur verheiratet mit der Tochter eines Gangsterbosses, sondern zusätzlich noch als Ausländer in der isländischen Polizei und getrieben vom Wunsch nach Gerechtigkeit. Ein spannendes Duo, das es nicht einfach hat, aber von dem ich mir viel verspreche. Dazu ein homosexueller Chef, der total sympathisch ist aber auch hart sein kann. Es ist spannend. Das Buch selbst hat uns dann die Charaktere erstmal nähergebracht und wir haben von ihren Hintergründen erfahren. Am Anfang war es wirklich spannend, das Mädchen verschwindet. Es geht um organisiertes Verbrechen. Um Drogen. Bandenrivalität. Um die eigene Identität und um Korruption. In dem Buch deckt Herr Jónasson wirklich eine große Bandbreite an Themen ab und wir lernen Island und die isländische Gesellschaft besser kennen. Auch der Kriminalfall ist spannend aufgebaut. Und die Ermittlungen solide dargestellt. Was mir nicht ganz so gefallen hat ist, dass Dora gleich zweimal erneut verletzt wurde. Das war too much und hat den Lesefluss und die Ermittlungen stark ausgebremst. Außerdem war für mich am Ende nicht mehr ganz klar: Welchen Stand hat sie jetzt? Wer ist sie jetzt? Und was ist mit ihr? Da es der erste Teil einer Serie ist, wird sie sicher wieder auftauchen, aber wie geht es ihr? Wir wird sie im nächsten Buch sein? Und der Titel „Schmerz“, bezieht er sich auf sie? Überhaupt blieben viele Fragen offen. Nach dem Morra – eine wirklich spannende Person, ich hoffe, wir sehen ihn wieder. Nach Rado und Ewa. Artur. Wie gesagt, einerseits war es mir mit Dora etwas too much, andererseits hat mir das Lesen aber auch Spaß gemacht und ich will unbedingt den zweiten Teil lesen, weil es doch einige Cliffhanger gab und ich schon wissen möchte, wie es weitergeht. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die Krimis mit außergewöhnlichen Charakteren mögen und für die es nicht ganz so spannend sein muss. Fazit: Mit „Schmerz“ beginnt die Krimi-Serie um Dora und Rado. Mit diesen beiden hat Jón Atli Jónasson wirklich interessante Charaktere geschaffen, bei denen alles möglich ist. Die Fälle, die behandelt werden, und die zahlreichen Themen sind wirklich spannend, die Ermittlungen solide und die Darstellung der isländischen Gesellschaft interessant. Mit Dora wurde es mir zwischendurch etwas too much, aber die Cliffhanger am Ende haben mich getriggert und ich möchte auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht mit den beiden und was aus Dora wird. 4 Sterne von mir und ich bin gespannt auf den zweiten Fall, wer und was uns hier erwartet.

Dora und Rado sind definitiv ein außergewöhnliches Ermittlerduo, und Dora eine außergewöhnliche Frau. Man erfährt in dem Buch viel über das Privatleben der beiden, doch auch der Fall, an dem die beiden arbeiten, ist durchaus interessant. Manchmal wird mir aber die ein oder andere Situation zu schnell abgehandelt bzw aufgeklärt. Aber dennoch hat mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich bin gespannt, wie es weiter geht! Denn der Schreibstil ist wirklich fesselnd und die Kapitel hatten eine angenehme Länge.
✏️ Meinung: Isländische Krimis stehen bei mir grundsätzlich hoch im Kurs und so war ich auf diesen Reihenauftakt sehr gespannt. Ich fand das Cover allein schon so einladend. Die Rezensionen gehen bei dem Buch ja sehr weit auseinander und ich mochte mir irgendwo im Mittelfeld platzieren. Die Figuren wurden eingeführt und zwei Fälle miteinander verbunden. Es gab persönliche Verstrickungen und einiges an Drama. Die beiden Hauptakteure fand ich sehr interessant, alles nicht so glatt und ich sehe da jede Menge Entwicklungspotenzial. Ich fand sie sofort sympathisch. Flüssig geschrieben, kurze Kapitel und auch die Namen konnte man gut behalten 😅. Mir war die Geschichte um Doras Kopfverletzungen etwas zu dick aufgetragen, einmal hätte auch gereicht. Und die Art der Gewaltanwendung bei Polizisten war an der einen oder anderen Stelle etwas unglaubwürdig. Insgesamt aber ein sehr guter Auftakt. Freu mich auf den zweiten Teil.
Leider eine Ermittlung die vorallem Zufallsgetrieben wirkt und zu viele Sprünge in der Erzählung.
Es geht um zwei Ermittler die aus verschiedenen Gründen aus den aktuellen Ermittlungen ausgeschlossen werden und eine Art Trost-fall bekommen in den sie sich hinein steigern aber letztlich das fast gesamte Buch über keine Ermittlungsergebnisse erreichen und es nur immer schwerer für sie wird, aus persönlichen, gesundheitlichen und zeitlichen Gründen. Am Ende sind es nur 2-3 Szenen die zu einer Art erzwungenen Ergebnis führen und dann auf den letzten 20-30 Seiten plötzlich alles ins Rollen gerät und sie mehrere Dinge gleichzeitig lösen, für meinen Geschmack einfach zu viel aus zu wenigem. Außerdem scheint es zwischen den beiden Ermittlern eine Art Wettbewerb zu geben wem es schlimmer geht und die schlimmeren Schicksale in alleine einem Band und in der Vergangenheit erleiden musste, dabei wollen Sie beide möglichst keine Hilfe annehmen sondern es alleine hinbekommen. Leider kommt es dann aufs Ende des Buches hin zu immer mehr Sprüngen mitten im Kapitel dass man Erstmal einige Zeilen lesen muss um zu verstehen wo, wann und bei wem man Gerade ist, wobei im restlichen Buch vorher, für so etwas immer ein neues Kapitel begonnen wurde. Für mich persönlich wird diese Reihe hier enden, vorallem da ich mit den beiden Ermittlern nie warm geworden bin.
Spannender Auftakt mit Außenseitern als Ermittler.
Inhalt: Polizistin Dora ist nach einem Unfall eher zur Außenseiterin geworden. Da der Großteil der Polizei grade bei einer Razzia in der isländischen Unterwelt beschäftigt sind, wird Dora nach langer Zeit wieder mit einem Einsatz betraut: Im Thingvellir-Nationalpark verschwindet eine Schülerin auf einem Klassenausflug spurlos. Keiner weiß, wo das Mädchen steckt, oder ob sie überhaupt noch am Leben ist. Dora wird Rado, Sohn serbischer Einwanderer, zur Seite gestellt. Auch er gilt eher als Außenseiter, nachdem er die Spezialeinheit verlassen hat. Für beide ist die Situation erst einmal vollkommen neu und ungewohnt, trotzdem werden sie recht schnell zu einem Team. Während Dora durch eine Hirnverletzung Dinge bemerkt, die andere übersehen, ist Rados Sinn für Gerechtigkeit übermächtig. Doch beide haben auch privat mehr Probleme, als andere ertragen könnten. Können sie zusammen trotzdem die vermisste Schülerin finden? Meinung: Das Cover in Kombination mit dem Farbabschnitt macht schon einiges her. Mit Dora und Rado haben wir hier zwei vollkommen unterschiedliche Charaktere, die im Laufe der Zeit zu einem Team zusammenwachsen. Obwohl ich beide nicht richtig einschätzen kann, finde ich sie sehr passend zur Geschichte. Der Scheibstil des Autors war für mich auch angenehm zu lesen, allerdings muss ich sagen, dass mir die Spannung im Mittelteil etwas gefehlt hat. Das Privatleben der Ermittler stand etwas mehr im Vordergrund, als der Vermisstenfall. Trotzdem hat es mich nicht gestört, weil auch diese Einblicke spannend waren. Da das Buch der Anfang einer Serie war, bin ich schon sehr gespannt wie es mit Dora und Rado weitergeht.
Durch den beschrifteten Farbschnitt sticht Jon Atli Jonassons „Schmerz“ direkt ins Auge. Die ansonsten minimalistische Covergestaltung verleiht dem Buch eine edle Optik. Ich mag es, wenn Charaktere Ecken und Kanten haben und die beiden Hauptfiguren Dora und Rado sind alles andere als 08-15. Dora wurde bei einem Einsatz schwer verletzt. Seit dem arbeitet ihr Hirn in seiner eigenen Logik. Ihre Emotionen sind ständig over the top, sie schwankt zwischen Gleichgültigkeit und überlaufenden Emotionen. Gerade weil sie so speziell ist, habe ich Dora schnell ins Herz geschlossen. Ich mochte, wie ehrgeizig sie an Fällen arbeitet und wie sie hinterfragt, ob ihre Kollegen vielleicht Recht haben, in dem sie ihr Ermittlungen außerhalb des Schreibtisches nicht mehr zutrauen. Was Dora in der Vergangenheit widerfahren ist, ist schlimm, aber was ihr in „Schmerz“ passiert, war noch heftiger und ich war schockiert, welche Wendung der Autor sich hat einfallen lassen. Dadurch wurde Dora definitiv zu einem Charakter, den man so schnell nicht vergisst. Am Anfang konnte ich mir nicht vorstellen, wie aus Dora und Rado ein Team werde soll. Denn obwohl Rado Dora nur vom sehen kannte, begegnet er ihr zunächst mit Vorurteilen und etwas abfällig. Dies ändert sich allerdings schnell, als etwas Einschneidendes passiert. Ich fand es schön, wie aus Schuldgefühlen echte Zuneigung wurde und wie Rado Dora unterstützt und ihr hilft, sich im Leben zu integrieren. Was die beiden Hauptcharaktere anbelangt, fand ich diese neue Serie sehr gelungen und ungewöhnlich. Hinsichtlich des Kriminalfalls hat mir der rote Faden gefehlt. Um was genau soll es gehen? Um ein verschwundenes Kind oder um eine Drogenbande? Die Sache mit dem Kind ist zwar das ganze Buch über präsent aber es geht bis kurz vor Schluss nie etwas vorwärts und die Handlung um Morgan nimmt generell sehr wenig Raum ein. Außer Dora scheint sich sich niemand für das Verschwinden zu interessieren und aus gesundheitlichen Gründen kommt sie auch nicht groß dazu, an dem Fall zu arbeiten. „Schmerz“ legt den Fokus zu 90 % darauf, dass wir die Charaktere dieser neuen Serie und deren Background kennenlernen. Dass es außerdem noch einen aktuellen Kriminalfall gab, habe ich teilweise sogar vergessen. Macht aber eigentlich nichts. Ich fand es sogar gut, dass der Aufbau und die Protagonisten ganz eigenen Regeln folgen. An diesen Krimi kann ich mich sicherlich länger erinnern und ich freue mich, dass auf der Innenseite des Umschlags bereits eine Werbung für Band 2 „Gift“ abgebildet ist.

Meinung: Jón Atli Jónasson gehört schon länger zu den Autoren, die ich gerne lese. Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, typisch für skandinavische Krimis. Im Þingvellir-Nationalpark verschwindet ein Teenager spurlos. Dieser Fall wird der Polizistin Dora zugewiesen, die nach einem schweren Unfall eigentlich nur noch Innendienst leisten sollte. Die Schilderungen ihrer Hirnverletzung und deren Ursachen sind schockierend. Trotz ihrer Einschränkungen ist Dora entschlossen, sich in die Ermittlungen einzubringen und ihren Kollegen Rado zu unterstützen, wo immer sie kann. Rado bringt seine eigenen Probleme mit: Seine familiären Verbindungen stellen ihn immer wieder vor Herausforderungen, die seine Arbeit erschweren. Obwohl Dora und Rado ein interessantes Team bilden, blieb es mir schwer, wirklich mit ihnen mitzufiebern. Ein großes Problem war für mich der Spannungsbogen. Zu Beginn wirkt die Geschichte vielversprechend, doch schon bald zieht sich die Handlung stark in die Länge. Die Ermittlungen treten gefühlt auf der Stelle, und die drückende Atmosphäre allein konnte das nicht auffangen. Statt einer stetigen Entwicklung scheint die Handlung zu stagnieren, bis plötzlich – fast wie aus dem Nichts – auf den letzten 80 Seiten der gesamte Fall aufgelöst wird. Dieser abrupte Abschluss hat mich ziemlich enttäuscht. Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig. Die Charaktere waren zwar interessant angelegt, blieben jedoch recht kühl und distanziert. Es fiel mir schwer, eine Bindung zu ihnen aufzubauen, was die Geschichte insgesamt etwas blass wirken ließ. Die isländische Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen. Als Leser fühlt man sich mitten in die karge, windgepeitschte Landschaft versetzt, die perfekt zu einem düsteren Kriminalfall passt. Leider konnte diese Stärke die Schwächen der Handlung nicht wettmachen. ⭐️⭐️,5/5⭐️

Zuerst einmal muss ich mich positiv zum Cover und zu der Aufmachung des Buches äußern! Skandinavische Cover reizen mich irgendwie immer sehr,deswegen kam ich hier auch nicht dran vorbei. Den Klappentext fand ich auch ziemlich interessant,weil ich mir vorgestellt habe,dass Dora eine unheimlich spannende Persönlichkeit sein könnte. Dora ist wirklich eine starke Frau,die durch einen Unfall während eines Einsatzes eine schwere Kopfverletzung davongetragen hat und die sie nun in ihrem Alltag immernoch beschäftigt. Sie ist dadurch feinfühlig und nimmt Dinge anders wahr als andere. Rado hingegen ist mir bis jetzt immernoch ein Rätsel. Seine Familienkonstellation fand ich sehr wild. Gehört er zu den Guten oder den Bösen? Der Schreibstil hat mich persönlich auch nicht abholen können,es wird innerhalb der Kapitel immer zwischen den Perspektiven gesprungen. Und zwischendurch passiert einfach nichts ! Und wenn doch mal etwas geschieht,dann war es ziemlich unrealistisch. Die Charaktere fand ich merkwürdig,deswegen konnten sie mich nicht überzeugen. Die zwei Stories innerhalb der Geschichte wurden zwar miteinander verwoben,jedoch konnte ich einfach nichts damit anfangen. Die letzten 100 Seiten habe ich ehrlicherweise nur noch überflogen,weil ich wissen wollte wie alles beendet wird. Ich hatte da so eine Idee,jedoch war alles ganz anders 😂 Insgesamt war das Buch nichts für mich,die Ermittlerin Dora hat mein Interesse geweckt,aber sowohl Thema, Schreibstil und Charaktere konnten mich nicht überzeugen. 1,5 | 5 Sternen Ich muss zugeben,dass ich noch nie ein Buch schlechter als 2 Sterne bewertet habe,und es fiel mir wirklich nicht leicht. Normalerweise wäre es ein Abbruchkandidat gewesen,mich hat die Auflösung aber noch interessiert. Macht euch selbst ein Bild,dies ist nur meine persönliche Empfindung 🫶🏻

„Schmerz“ ist der Debütroman der neuen isländischen Krimireihe von Jón Atli Jónasson. Die beiden Hauptermittler bei der Polizei Reykjavik sind Dora und Rado. Dora hat bei einem Einsatz, durch eine Schussverletzung, ein Auge verloren und leidet seitdem unter Hypersensibilität, PTBS und Dauerkopfschmerzen. Sie ist momentan eigentlich nur im Innendienst tätig. Rado ist ein sehr guter Ermittler mit serbischen Wurzeln. Er lebt mit seiner Frau, die in Polizeikreisen nicht gerne gesehen ist und seinem Sohn bei den Schwiegereltern. Diese verwandtschaftlichen Verhältnisse hindern ihn daran, bei einer groß angelegten Razzia, gegen die organisierte Kriminalität, mitzumachen. Als im Thingvellir-Nationalpark ein Teenager verschwindet und alle Polizisten mit der Razzia beschäftigt sind, werden Dora und Rado mit den Ermittlungen betraut. Die Suche nach dem Teenager gestaltet sich schwieriger als gedacht. Jón Atli Jónasson erzählt mehere Handlungsstränge parallel. Auf der einen Seite das Verschwinden und die Ermittlung im Fall des verschwundenen Teenagers und auf der anderen Seite der Kampf gegen die organisierte Kriminalität ausländischer Banden. Durch seine flüssige, bildhafte und detaillierte Schreibweise lässt sich der mitreißende und multidimensionale Krimi sehr gut und zugig lesen. Trockener Humor, gesellschaftskritische Themen und Spannung sind auf jeden Fall zu finden. Die Beschreibung der beiden Hauptprotagonisten ist dem Autor in meinen Augen sehr gut gelungen. Dora und Rado sind sehr individuelle Persönlichkeiten, die als Polizisten unterschätzt werden,aber im Laufe der Ermittlungen immer stärker werden und am Ende über sich hinauswachsen. Fazit: Mir hat dieser Island- Krimi sehr gut gefallen und ich kann nur eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen. Dieses Buch ist in meinen Augen ein Muss für jeden Nordic Noir Fan. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, die im Herbst erscheinen wird.
Eher ein kleiner flop
Meine Meinung zu diesem Buch: Als ich das Cover und den Klappentext gelesen habe, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Wie die meisten von euch wissen, bin ich eine absolute Liebhaberin skandinavischer Thriller. Leider wurde ich eines Besseren belehrt, dass nicht alle skandinavischen Bücher ein Highlight sein können, sondern auch ein kleiner Flop. Aber dazu mehr... Als in einem Nationalpark ein Teenager verschwindet, wird Polizistin Dora mit den Ermittlungen betraut. Sie ist jedoch eigentlich nur an den Schreibtisch gefesselt bzw. macht Schreibtischarbeit, da sie bei ihrem letzten Einsatz eine schwere Hirnverletzung erlitten hat und seitdem mit den Folgen kämpft. Derzeit sind ihre Kollegen mit einer riskanten Razzia in der Unterwelt beschäftigt. Tatkräftig steht der lieben Dora Rado, ein Sohn serbischer Einwanderer, zur Seite. Da Rado mit seinen familiären Problemen selbst zu kämpfen hat, hat Dora versucht, ihn, sobald es ging, zu unterstützen. Mein Fazit: Anfangs dachte ich, wow, die ersten dreißig Seiten hatten für mich echtes Potenzial. Vor allem der Rückblick, als Dora die Hirnverletzung bei einem Einsatz erlitt, hat mich sehr berührt. Ich habe richtig mit ihr mitgelitten und mitgefiebert. Dennoch hätte ich mir von ihrem Charakter mehr erhofft. Definitiv hatte das Buch sehr viel Potenzial, aber es wurde nicht ausgeschöpft. Später war es wirklich so, dass die letzten Seiten vielleicht noch einmal etwas Schwung bekommen haben, aber das Ende war für mich so abrupt und hingeschrieben, und das war für mich nicht so ein tolles Leseerlebnis, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Geschichte hatte definitiv so viel Potenzial, aber sie war manchmal so verworren, und die Handlungsstränge passten für mich nicht immer zueinander, was ich sehr traurig finde. Für mich keine Empfehlung.

Authentische Charaktere und wichtige Themen: Gefällt mir!
“Schmerz” hat mich durchaus beeindruckt. Schon das Cover verspricht eine Menge Spannung und Island-Feeling. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Text auf Farbschnitten bin, ist dieser dennoch passend und konnte mich überraschenderweise überzeugen. Der Titel konnte mich ebenfalls intrigieren. Simple, aber trotzdem irgendwie besonders. Der Anfang (vor allem das erste Kapitel) hat mich komplett baff gemacht und geschockt. Das Interesse an dem Buch war riesig. Ich fand es beeindruckend und erschreckend zugleich, wie schnell sich jemandes Leben komplett auf den Kopf stellen kann, wie es bei Dora der Fall war. Sie wurde angeschossen und leidet seitdem an Hirnproblemen. Oft hat sie zum Beispiel den Drang, alle ihre Gedanken über eine Person auszusprechen, auch die unangenehmen. Auch Rado hat mit Herausforderungen zu kämpfen und wird aufgrund familiärem Hintergrund zum Außenseiter. Zusammen müssen sie einen Fall lösen und beweisen, dass sie mehr können, als andere annehmen. Auch wenn das Buch spannend begann, wurde es mir persönlich nach einer Weile langweilig. Es gibt viele Sichtwechsel, was mich oft verwirrt hat und Nebenszenen/ Gedanken, die die Spannung und Handlung ebenfalls bremsen. Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger, obwohl die Fälle erstmal gelöst zu sein scheinen. Der Schreibstil hat mir aufgrund der sehr bildgewaltigen Sprache gefallen und er liest sich angenehm flüssig. Außerdem behandelt das Buch wichtige Themen wie Deskriminierung und Feindlichkeit gegen Ausländer. Fazit: Alle Fans von authentischen, lebensnahen Charakteren und Krimis sind bei "Schmerz" absolut richtig.

Description
Sie sind Außenseiter und kämpfen gegen Dämonen – nicht zuletzt ihre eigenen.
Der erste Fall für Dora und Rado, Kriminalpolizei Reykjavík.
Als im Thingvellir-Nationalpark ein Teenager verschwindet, wird Polizistin Dora mit den Ermittlungen betraut. Eigentlich soll sie nur Schreibtischarbeit leisten, da sie mit den Folgen einer Hirnverletzung aus einem Einsatz kämpft. Aber die Kollegen sind mit einer riskanten Razzia in der Unterwelt beschäftigt. Dora zur Seite steht Rado, Sohn serbischer Einwanderer. Er hat sich bei der Polizei hochgearbeitet, aber gerät durch familiäre Verbindungen in Schwierigkeiten. Für das Außenseiter-Duo wird die Suche zur Obsession: Rado wird vom brennenden Wunsch nach Gerechtigkeit angetrieben, während Dora Dinge bemerkt, die anderen entgehen – doch ihr Kopf ist unberechenbar.
»Der isländische Kriminalroman des Jahres.« Steingerdurblog
»Eine spannende Vision unserer Zeit.« Stundin
Der faszinierende skandinavische Krimi mit überraschenden Wendungen, der die sozialen Veränderungen in Island in den Blick nimmt – Nordic Noir zwischen überwältigender Natur, alten Mythen und neuen Verbrechen.
»Unheimlich glaubwürdige Figuren und ein bemerkenswerter Plot, der wirklich funktioniert.« Frettabladid
Book Information
Author Description
Jón Atli Jónasson ist ein vielfach ausgezeichneter Bühnen- und Drehbuchautor, dessen Werk auf der ganzen Welt gezeigt wurde. Sein Film »The Deep« war für einen Oscar eingereicht; er ist Co-Autor der Serie »The Arctic Circle« (ZDF). Mit der Buchreihe um das ungleiche Ermittlerduo Dora und Rado eroberte Jónasson die isländische Bestsellerliste und erzielte den internationalen Durchbruch als Spannungsautor. Er sieht sich klar in der Tradition des Nordic Noir. Jón Atli Jónasson hat einige Zeit in Berlin gelebt und wohnt derzeit mit seiner Familie in Reykjavík.
Posts
Mit dem Buch habe ich mich richtig schwer getan. Mit Dora wurde uns da schon eine sehr ungewöhnliche Protagonistin präsentiert. Und dann habe ich vieles einfach nicht verstanden. Spannend fand ich das Buch überhaupt nicht. Den zweiten Band habe ich schon hier auf den SUB, den will ich noch lesen, schon um zu wissen, wie es Dora nach ihrer erneuten Operation geht. Aber ich glaube, das wird es dann gewesen sein. Gucken wir mal.
Das Cover hat mich direkt angesprochen und da ich isländische Krimis sowieso mag war dann auch schnell klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Es ist also der erste Fall für Dora und Rado. Erstmal bin ich sehr dankbar für die kurzen und einprägsamen Namen. Bei isländischen Büchern hatte ich der Vergangenheit schon mal das eine oder andere Problem, mir die Namen zu merken und richtig zuzuordnen. Das war hier also kein Problem. Die große Stärke des Buches waren meines Erachtens nach auch die beiden Hauptcharaktere. Beide sind sehr interessante Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten und jeweils ihren eigenen Problemen. Das gibt dem Buch neben dem Fall nochmal eine persönliche Note. Der Fall bzw. die beiden Fälle waren gut aufgebaut und stimmig. Auch der Schreibstil war angenehm und flüssig. Wie in skandinavischen Krimis üblich, gibt es jetzt kein großes Blutvergießen, das war aber auch nicht nötig um die Spannung aufrecht zu erhalten. Zudem wurden noch ein paar gesellschaftliche Themen angesprochen. Das hat mir auch sehr gut gefallen. Insgesamt ein guter Auftakt zu einer Reihe, die ich gerne weiterverfolgen werde.

Vielversprechender Auftakt zu einer neuen Island-Krimi-Reihe mit einem interessanten Ermittlerduo
Jón Atli Jónasson hat mit Dora und Rado zwei interessante Ermittler geschaffen. Beide Charaktere haben einen interessanten Hintergrund und auch einen, der sie besonders macht und daher auch von Ermittlern aus anderen Krimis unterscheidet. In der Handlung lernt man beide gut kennen und kann verfolgen, wie sich einerseits ihre individuellen Persönlichkeiten entwickeln und andererseits ihre Beziehung zunehmend festigt und ausbaut. Die Handlung verläuft zu Beginn des Krimis recht ruhig und es steht vor allem im Vordergrund, ob Dora den Fall behalten darf oder nicht. Sie möchte gerne selbst weiterermitteln und traut sich auch dies zu, hat aber Bedenken, dass ihr Vorgesetzter ihr den Fall wieder wegnimmt. Da aber die Polizei mit einer großen Razzia ausgelastet ist, darf sich Dora weiter mit dem Fall des verschwundenen Teenagers beschäftigen. Zusammen mit Rado gehen die Ermittlungen immer weiter, bis es eine überraschende Wendung in dem Fall gibt. Diese Wendung kam für mich völlig unerwartet und hat auch große Auswirkungen auf den weiteren Verlauf. Spätestens an dieser Stelle hatte mich das Buch in seinen Bann gezogen. Auch die kurzen Kapitel lassen einen fast automatisch weiterlesen, sodass man kaum merkt, wie die Zeit vergeht. Die Lösung des Falls fällt dann leider etwas schwächer aus: Sie wirkt eher zufällig und hätte mehr Raum verdient. Für die weiteren Bände der Reihe bleibt also noch Luft nach oben. "Schmerz" ist auf jeden Fall ein vielversprechender Auftakt für die Reihe, und ich freue mich schon mehr über Dora und Rado zu lesen und zu sehen, wie es mit diesen beiden Charakteren weitergeht.

Ein guter Auftakt des Ermittlerduos
Dora wird im Rahmen eines Polizeieinsatzes schwer verletzt. Ihr damaliger Partner und heutiger Chef gibt sich dafür die Schuld. Trotz schwerer Kopfverletzungen kämpft sich Dora zurück in den Dienst. Um sie vor allem möglichen zu schützen, bearbeitet sie Fälle ausschließlich am Schreibtisch. Doch als eine großangelegte Razzia jeden Beamten beansprucht, bleibt ihr keine andere Wahl als zu dem Fall des vermissten Mädchens zu ermitteln. Dieser Fall lässt Dora einfach nicht los. Rado ist ebenfalls Polizist und wird plötzlich Dora zugeteilt um in dem Fall des vermissten Mädchen mit zu ermitteln. Denn die Razzia wurde unter anderem in seiner Wohnung durchgeführt, da sein Schwiegervater der Kopf einer Bande ist. Logischerweise darf er in dem Fall des Schwiegervaters nicht mitermitteln. Bei ihren Ermittlungen bewegen sich die beiden immer wieder in dunklen Kreisen und begeben sich dabei in große Gefahr. Vor allem Dora muss auf Grund ihrer Vorerkrankungen um ihr Leben bangen. Ein spannender, unterhaltsamer und bewegender Krimi aus Island.
Sodele. Neue Reihe, neues Glück? Oder neuer Kopfschmerz, weil es dieses Jahr schon genug Nieten waren? Schau mer mal, zumindest hieß es mal. Warm Anziehen, den es ging nach Island für mich. Das alte Problem, skandinavische Bücher sind meistens zu ruhig. Auch hier geht es von der Sache erstmal ruhiger zu. In Vergleich zu anderen skandinavischen Büchern geht es hier schon ein wenig mehr zur Sache. Die beiden Stars „Dora“ und „Rado“ sind zwei richtig gute und vor allem extrem interessante Charaktere. Sie haben mehr als nur Ecken und Kanten und das ist in dem Fall richtig Stark. Das Buch lebt komplett von ihren Geschichten und ihrer Einführung. Darauf lag auch für mich der Fokus, der Fall an sich, war zwar ganz gut und auch gerade in Bezug das „Rado“ persönlich involviert ist auch wichtig. Aber dennoch war er irgendwie nur Nebensache. War aber auch überhaupt nicht schlimm, spannend fand ich es trotzdem, auch wenn es jetzt kein Feuerwerk war. Erzählt wurde der ganze Spaß dann auch noch richtig gut. Aufgeteilt in zwei Teile mit relativ kurzen Kapiteln. Da kann man kurz durchrutschen. Für mich war es ein gelungener Start in eine Reihe von der ich nun noch hohe Erwartungen hab und ich mich jetzt schon auf den zweiten Teil. Hoffentlich rutsch ich nicht aus.

Spannender Reihenauftakt
Es war mal wieder Crimetime im kalten Island angesagt. Der Reihenauftakt rund um das Ermittlerduo Dora & Rado mit dem einprägsamen Titel "Schmerz" von Jón Atli Jónasson, erschienen im Fischer Verlag, machte mich neugierig. Unbezahlte Werbung, Buch selbst gekauft. Kurz zum Inhalt: Bei einem Schulausflug im Thingvellir-Nationalpark verschwindet ein Teenagermädchen spurlos. Da derzeit alle anderen Polizisten bei einer Razzia im Einsatz sind, wird Dora mit dem Vermisstenfall betraut. Diese sieht endlich ihre Chance ihrem Schreibtischjob zu entfliehen, den sie stupide seit einer schweren Hirnverletzung ausführen muss. Bald wird ihr Rado als Kollege zugeteilt, der ebenfalls ein Außenseiter ist. Beide Ermittler ergänzen sich perfekt und heften sich auf die Spur des Mädchens. Meine Meinung: Das Cover und auch der Handlungsort Island sprachen mich sofort an. Das Setting des Thingvellir-Nationalpark war vom Autor wirklich perfekt gewählt. Obwohl ich ab und an bei isländischen Krimis das Problem habe, Namen nicht richtig zuzuordnen zu können, viel mir dies bei "Schmerz" überhaupt nicht schwer. Die große Stärke dieses Reihenauftakts lag für mich bei den beiden Ermittlern Rado und Dora, denn beide waren nicht glatt gespült, sondern hatten ihre Probleme, ihre Ecken und Kanten. Schön fand ich auch, dass ihre Backstory wirklich Raum gegeben wurde und sich so eine Verbindung zu beiden aufbauen konnte. Dies gab dem Buch eine ganz persönliche Note. Der Spannungsbogen war klug konstruiert, auch wenn es leider in der Mitte des Buches zu einigen Längen kam. Da hätte ich mir ab und an mehr Zug in der Storyline gewünscht. Aber es ist nun mal ein skandinavischer Krimi, und in denen geht es nun mal immer etwas ruhiger zur Sache. Allerdings lässt der Schreibstil Wünsche offen und trägt die Story locker über diese minimalen Längen hinweg. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen für diesen isländischen Krimiauftakt. Ich bin definitiv wieder am Start, sobald Dora und Rado erneute in "Gift" ermitteln. Kennt ihr den Autor oder habt ihr "Schmerz" schon gelesen? Und wenn ja: Wie hat es euch gefallen?

Serienauftakt mit ungleichem Ermittlerduo in Island.
In „Schmerz“, dem ersten Teil der Dora-und-Rado-Reihe, begleiten wir zwei ungleiche Ermittler im modernen Island: Dora, eine Polizistin mit körperlichen und seelischen Narben, kehrt nach einer Auszeit zurück in den aktiven Dienst. Gemeinsam mit Rado, einem Kollegen mit Migrationshintergrund und eigener Familienproblematik, wird sie in einen komplexen Vermisstenfall verwickelt. Parallel dazu laufen Ermittlungen gegen das organisierte Verbrechen. Die Fälle entwickeln sich düster, atmosphärisch und voller leiser Spannung. Schmerz ist ein literarischer Krimi, der mehr auf Atmosphäre und Charaktertiefe setzt als auf rasantes Tempo. Die düstere Stimmung Islands und die gebrochenen Figuren sorgen für einen besonderen Ton. Allerdings kam die Handlung nur langsam in Gang – für mich persönlich war das Buch stellenweise zu schleppend und nicht spannend genug, um durchgehend mitgerissen zu werden. Die Charaktere sind interessant, die Themen tiefgründig, doch wer sich auf einen klassischen, temporeichen Krimi freut, könnte enttäuscht werden. Mal sehen ob ich Band 2 noch lesen werde…
Spannende Protagonisten
Worum geht’s? Ein Teenager verschwindet. Da alle Polizisten wegen einer Razzia unterwegs sind, wird Dora zum Tatort geschickt. Dora, die eigentlich nie wieder Außendienst hätte machen sollen. Mit ihr gemeinsam soll Rado, ein serbischer Auswanderer, der sich bei der Polizei hochgearbeitet hat, die Ermittlungen leiten. Ein Außenseiter-Duo, das es nicht einfach hat. Meine Meinung: Mit „Schmerz“ startet Jón Atli Jónasson seine Krimiserie um Dora und Rado. Ich mochte seinen Schreibstil sehr gerne. Direkt, ungeschönt, aber dennoch packend und lebendig. Was mir aber besonders gut gefallen hat, waren die Protagonisten. Dora, die nach einer Schussverletzung plötzlich ganz anders im Hirn tickt, an einem Wochenende z.B. eine Sprache lernen kann und ein fast fotografisches Gedächtnis hat. Und Rado, nicht nur verheiratet mit der Tochter eines Gangsterbosses, sondern zusätzlich noch als Ausländer in der isländischen Polizei und getrieben vom Wunsch nach Gerechtigkeit. Ein spannendes Duo, das es nicht einfach hat, aber von dem ich mir viel verspreche. Dazu ein homosexueller Chef, der total sympathisch ist aber auch hart sein kann. Es ist spannend. Das Buch selbst hat uns dann die Charaktere erstmal nähergebracht und wir haben von ihren Hintergründen erfahren. Am Anfang war es wirklich spannend, das Mädchen verschwindet. Es geht um organisiertes Verbrechen. Um Drogen. Bandenrivalität. Um die eigene Identität und um Korruption. In dem Buch deckt Herr Jónasson wirklich eine große Bandbreite an Themen ab und wir lernen Island und die isländische Gesellschaft besser kennen. Auch der Kriminalfall ist spannend aufgebaut. Und die Ermittlungen solide dargestellt. Was mir nicht ganz so gefallen hat ist, dass Dora gleich zweimal erneut verletzt wurde. Das war too much und hat den Lesefluss und die Ermittlungen stark ausgebremst. Außerdem war für mich am Ende nicht mehr ganz klar: Welchen Stand hat sie jetzt? Wer ist sie jetzt? Und was ist mit ihr? Da es der erste Teil einer Serie ist, wird sie sicher wieder auftauchen, aber wie geht es ihr? Wir wird sie im nächsten Buch sein? Und der Titel „Schmerz“, bezieht er sich auf sie? Überhaupt blieben viele Fragen offen. Nach dem Morra – eine wirklich spannende Person, ich hoffe, wir sehen ihn wieder. Nach Rado und Ewa. Artur. Wie gesagt, einerseits war es mir mit Dora etwas too much, andererseits hat mir das Lesen aber auch Spaß gemacht und ich will unbedingt den zweiten Teil lesen, weil es doch einige Cliffhanger gab und ich schon wissen möchte, wie es weitergeht. Von mir eine klare Leseempfehlung für alle, die Krimis mit außergewöhnlichen Charakteren mögen und für die es nicht ganz so spannend sein muss. Fazit: Mit „Schmerz“ beginnt die Krimi-Serie um Dora und Rado. Mit diesen beiden hat Jón Atli Jónasson wirklich interessante Charaktere geschaffen, bei denen alles möglich ist. Die Fälle, die behandelt werden, und die zahlreichen Themen sind wirklich spannend, die Ermittlungen solide und die Darstellung der isländischen Gesellschaft interessant. Mit Dora wurde es mir zwischendurch etwas too much, aber die Cliffhanger am Ende haben mich getriggert und ich möchte auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht mit den beiden und was aus Dora wird. 4 Sterne von mir und ich bin gespannt auf den zweiten Fall, wer und was uns hier erwartet.

Dora und Rado sind definitiv ein außergewöhnliches Ermittlerduo, und Dora eine außergewöhnliche Frau. Man erfährt in dem Buch viel über das Privatleben der beiden, doch auch der Fall, an dem die beiden arbeiten, ist durchaus interessant. Manchmal wird mir aber die ein oder andere Situation zu schnell abgehandelt bzw aufgeklärt. Aber dennoch hat mich das Buch in seinen Bann gezogen und ich bin gespannt, wie es weiter geht! Denn der Schreibstil ist wirklich fesselnd und die Kapitel hatten eine angenehme Länge.
✏️ Meinung: Isländische Krimis stehen bei mir grundsätzlich hoch im Kurs und so war ich auf diesen Reihenauftakt sehr gespannt. Ich fand das Cover allein schon so einladend. Die Rezensionen gehen bei dem Buch ja sehr weit auseinander und ich mochte mir irgendwo im Mittelfeld platzieren. Die Figuren wurden eingeführt und zwei Fälle miteinander verbunden. Es gab persönliche Verstrickungen und einiges an Drama. Die beiden Hauptakteure fand ich sehr interessant, alles nicht so glatt und ich sehe da jede Menge Entwicklungspotenzial. Ich fand sie sofort sympathisch. Flüssig geschrieben, kurze Kapitel und auch die Namen konnte man gut behalten 😅. Mir war die Geschichte um Doras Kopfverletzungen etwas zu dick aufgetragen, einmal hätte auch gereicht. Und die Art der Gewaltanwendung bei Polizisten war an der einen oder anderen Stelle etwas unglaubwürdig. Insgesamt aber ein sehr guter Auftakt. Freu mich auf den zweiten Teil.
Leider eine Ermittlung die vorallem Zufallsgetrieben wirkt und zu viele Sprünge in der Erzählung.
Es geht um zwei Ermittler die aus verschiedenen Gründen aus den aktuellen Ermittlungen ausgeschlossen werden und eine Art Trost-fall bekommen in den sie sich hinein steigern aber letztlich das fast gesamte Buch über keine Ermittlungsergebnisse erreichen und es nur immer schwerer für sie wird, aus persönlichen, gesundheitlichen und zeitlichen Gründen. Am Ende sind es nur 2-3 Szenen die zu einer Art erzwungenen Ergebnis führen und dann auf den letzten 20-30 Seiten plötzlich alles ins Rollen gerät und sie mehrere Dinge gleichzeitig lösen, für meinen Geschmack einfach zu viel aus zu wenigem. Außerdem scheint es zwischen den beiden Ermittlern eine Art Wettbewerb zu geben wem es schlimmer geht und die schlimmeren Schicksale in alleine einem Band und in der Vergangenheit erleiden musste, dabei wollen Sie beide möglichst keine Hilfe annehmen sondern es alleine hinbekommen. Leider kommt es dann aufs Ende des Buches hin zu immer mehr Sprüngen mitten im Kapitel dass man Erstmal einige Zeilen lesen muss um zu verstehen wo, wann und bei wem man Gerade ist, wobei im restlichen Buch vorher, für so etwas immer ein neues Kapitel begonnen wurde. Für mich persönlich wird diese Reihe hier enden, vorallem da ich mit den beiden Ermittlern nie warm geworden bin.
Spannender Auftakt mit Außenseitern als Ermittler.
Inhalt: Polizistin Dora ist nach einem Unfall eher zur Außenseiterin geworden. Da der Großteil der Polizei grade bei einer Razzia in der isländischen Unterwelt beschäftigt sind, wird Dora nach langer Zeit wieder mit einem Einsatz betraut: Im Thingvellir-Nationalpark verschwindet eine Schülerin auf einem Klassenausflug spurlos. Keiner weiß, wo das Mädchen steckt, oder ob sie überhaupt noch am Leben ist. Dora wird Rado, Sohn serbischer Einwanderer, zur Seite gestellt. Auch er gilt eher als Außenseiter, nachdem er die Spezialeinheit verlassen hat. Für beide ist die Situation erst einmal vollkommen neu und ungewohnt, trotzdem werden sie recht schnell zu einem Team. Während Dora durch eine Hirnverletzung Dinge bemerkt, die andere übersehen, ist Rados Sinn für Gerechtigkeit übermächtig. Doch beide haben auch privat mehr Probleme, als andere ertragen könnten. Können sie zusammen trotzdem die vermisste Schülerin finden? Meinung: Das Cover in Kombination mit dem Farbabschnitt macht schon einiges her. Mit Dora und Rado haben wir hier zwei vollkommen unterschiedliche Charaktere, die im Laufe der Zeit zu einem Team zusammenwachsen. Obwohl ich beide nicht richtig einschätzen kann, finde ich sie sehr passend zur Geschichte. Der Scheibstil des Autors war für mich auch angenehm zu lesen, allerdings muss ich sagen, dass mir die Spannung im Mittelteil etwas gefehlt hat. Das Privatleben der Ermittler stand etwas mehr im Vordergrund, als der Vermisstenfall. Trotzdem hat es mich nicht gestört, weil auch diese Einblicke spannend waren. Da das Buch der Anfang einer Serie war, bin ich schon sehr gespannt wie es mit Dora und Rado weitergeht.
Durch den beschrifteten Farbschnitt sticht Jon Atli Jonassons „Schmerz“ direkt ins Auge. Die ansonsten minimalistische Covergestaltung verleiht dem Buch eine edle Optik. Ich mag es, wenn Charaktere Ecken und Kanten haben und die beiden Hauptfiguren Dora und Rado sind alles andere als 08-15. Dora wurde bei einem Einsatz schwer verletzt. Seit dem arbeitet ihr Hirn in seiner eigenen Logik. Ihre Emotionen sind ständig over the top, sie schwankt zwischen Gleichgültigkeit und überlaufenden Emotionen. Gerade weil sie so speziell ist, habe ich Dora schnell ins Herz geschlossen. Ich mochte, wie ehrgeizig sie an Fällen arbeitet und wie sie hinterfragt, ob ihre Kollegen vielleicht Recht haben, in dem sie ihr Ermittlungen außerhalb des Schreibtisches nicht mehr zutrauen. Was Dora in der Vergangenheit widerfahren ist, ist schlimm, aber was ihr in „Schmerz“ passiert, war noch heftiger und ich war schockiert, welche Wendung der Autor sich hat einfallen lassen. Dadurch wurde Dora definitiv zu einem Charakter, den man so schnell nicht vergisst. Am Anfang konnte ich mir nicht vorstellen, wie aus Dora und Rado ein Team werde soll. Denn obwohl Rado Dora nur vom sehen kannte, begegnet er ihr zunächst mit Vorurteilen und etwas abfällig. Dies ändert sich allerdings schnell, als etwas Einschneidendes passiert. Ich fand es schön, wie aus Schuldgefühlen echte Zuneigung wurde und wie Rado Dora unterstützt und ihr hilft, sich im Leben zu integrieren. Was die beiden Hauptcharaktere anbelangt, fand ich diese neue Serie sehr gelungen und ungewöhnlich. Hinsichtlich des Kriminalfalls hat mir der rote Faden gefehlt. Um was genau soll es gehen? Um ein verschwundenes Kind oder um eine Drogenbande? Die Sache mit dem Kind ist zwar das ganze Buch über präsent aber es geht bis kurz vor Schluss nie etwas vorwärts und die Handlung um Morgan nimmt generell sehr wenig Raum ein. Außer Dora scheint sich sich niemand für das Verschwinden zu interessieren und aus gesundheitlichen Gründen kommt sie auch nicht groß dazu, an dem Fall zu arbeiten. „Schmerz“ legt den Fokus zu 90 % darauf, dass wir die Charaktere dieser neuen Serie und deren Background kennenlernen. Dass es außerdem noch einen aktuellen Kriminalfall gab, habe ich teilweise sogar vergessen. Macht aber eigentlich nichts. Ich fand es sogar gut, dass der Aufbau und die Protagonisten ganz eigenen Regeln folgen. An diesen Krimi kann ich mich sicherlich länger erinnern und ich freue mich, dass auf der Innenseite des Umschlags bereits eine Werbung für Band 2 „Gift“ abgebildet ist.

Meinung: Jón Atli Jónasson gehört schon länger zu den Autoren, die ich gerne lese. Das Cover hat sofort meine Neugier geweckt, typisch für skandinavische Krimis. Im Þingvellir-Nationalpark verschwindet ein Teenager spurlos. Dieser Fall wird der Polizistin Dora zugewiesen, die nach einem schweren Unfall eigentlich nur noch Innendienst leisten sollte. Die Schilderungen ihrer Hirnverletzung und deren Ursachen sind schockierend. Trotz ihrer Einschränkungen ist Dora entschlossen, sich in die Ermittlungen einzubringen und ihren Kollegen Rado zu unterstützen, wo immer sie kann. Rado bringt seine eigenen Probleme mit: Seine familiären Verbindungen stellen ihn immer wieder vor Herausforderungen, die seine Arbeit erschweren. Obwohl Dora und Rado ein interessantes Team bilden, blieb es mir schwer, wirklich mit ihnen mitzufiebern. Ein großes Problem war für mich der Spannungsbogen. Zu Beginn wirkt die Geschichte vielversprechend, doch schon bald zieht sich die Handlung stark in die Länge. Die Ermittlungen treten gefühlt auf der Stelle, und die drückende Atmosphäre allein konnte das nicht auffangen. Statt einer stetigen Entwicklung scheint die Handlung zu stagnieren, bis plötzlich – fast wie aus dem Nichts – auf den letzten 80 Seiten der gesamte Fall aufgelöst wird. Dieser abrupte Abschluss hat mich ziemlich enttäuscht. Der Schreibstil ist gewohnt leicht und flüssig. Die Charaktere waren zwar interessant angelegt, blieben jedoch recht kühl und distanziert. Es fiel mir schwer, eine Bindung zu ihnen aufzubauen, was die Geschichte insgesamt etwas blass wirken ließ. Die isländische Atmosphäre wurde sehr gut eingefangen. Als Leser fühlt man sich mitten in die karge, windgepeitschte Landschaft versetzt, die perfekt zu einem düsteren Kriminalfall passt. Leider konnte diese Stärke die Schwächen der Handlung nicht wettmachen. ⭐️⭐️,5/5⭐️

Zuerst einmal muss ich mich positiv zum Cover und zu der Aufmachung des Buches äußern! Skandinavische Cover reizen mich irgendwie immer sehr,deswegen kam ich hier auch nicht dran vorbei. Den Klappentext fand ich auch ziemlich interessant,weil ich mir vorgestellt habe,dass Dora eine unheimlich spannende Persönlichkeit sein könnte. Dora ist wirklich eine starke Frau,die durch einen Unfall während eines Einsatzes eine schwere Kopfverletzung davongetragen hat und die sie nun in ihrem Alltag immernoch beschäftigt. Sie ist dadurch feinfühlig und nimmt Dinge anders wahr als andere. Rado hingegen ist mir bis jetzt immernoch ein Rätsel. Seine Familienkonstellation fand ich sehr wild. Gehört er zu den Guten oder den Bösen? Der Schreibstil hat mich persönlich auch nicht abholen können,es wird innerhalb der Kapitel immer zwischen den Perspektiven gesprungen. Und zwischendurch passiert einfach nichts ! Und wenn doch mal etwas geschieht,dann war es ziemlich unrealistisch. Die Charaktere fand ich merkwürdig,deswegen konnten sie mich nicht überzeugen. Die zwei Stories innerhalb der Geschichte wurden zwar miteinander verwoben,jedoch konnte ich einfach nichts damit anfangen. Die letzten 100 Seiten habe ich ehrlicherweise nur noch überflogen,weil ich wissen wollte wie alles beendet wird. Ich hatte da so eine Idee,jedoch war alles ganz anders 😂 Insgesamt war das Buch nichts für mich,die Ermittlerin Dora hat mein Interesse geweckt,aber sowohl Thema, Schreibstil und Charaktere konnten mich nicht überzeugen. 1,5 | 5 Sternen Ich muss zugeben,dass ich noch nie ein Buch schlechter als 2 Sterne bewertet habe,und es fiel mir wirklich nicht leicht. Normalerweise wäre es ein Abbruchkandidat gewesen,mich hat die Auflösung aber noch interessiert. Macht euch selbst ein Bild,dies ist nur meine persönliche Empfindung 🫶🏻

„Schmerz“ ist der Debütroman der neuen isländischen Krimireihe von Jón Atli Jónasson. Die beiden Hauptermittler bei der Polizei Reykjavik sind Dora und Rado. Dora hat bei einem Einsatz, durch eine Schussverletzung, ein Auge verloren und leidet seitdem unter Hypersensibilität, PTBS und Dauerkopfschmerzen. Sie ist momentan eigentlich nur im Innendienst tätig. Rado ist ein sehr guter Ermittler mit serbischen Wurzeln. Er lebt mit seiner Frau, die in Polizeikreisen nicht gerne gesehen ist und seinem Sohn bei den Schwiegereltern. Diese verwandtschaftlichen Verhältnisse hindern ihn daran, bei einer groß angelegten Razzia, gegen die organisierte Kriminalität, mitzumachen. Als im Thingvellir-Nationalpark ein Teenager verschwindet und alle Polizisten mit der Razzia beschäftigt sind, werden Dora und Rado mit den Ermittlungen betraut. Die Suche nach dem Teenager gestaltet sich schwieriger als gedacht. Jón Atli Jónasson erzählt mehere Handlungsstränge parallel. Auf der einen Seite das Verschwinden und die Ermittlung im Fall des verschwundenen Teenagers und auf der anderen Seite der Kampf gegen die organisierte Kriminalität ausländischer Banden. Durch seine flüssige, bildhafte und detaillierte Schreibweise lässt sich der mitreißende und multidimensionale Krimi sehr gut und zugig lesen. Trockener Humor, gesellschaftskritische Themen und Spannung sind auf jeden Fall zu finden. Die Beschreibung der beiden Hauptprotagonisten ist dem Autor in meinen Augen sehr gut gelungen. Dora und Rado sind sehr individuelle Persönlichkeiten, die als Polizisten unterschätzt werden,aber im Laufe der Ermittlungen immer stärker werden und am Ende über sich hinauswachsen. Fazit: Mir hat dieser Island- Krimi sehr gut gefallen und ich kann nur eine ganz klare Leseempfehlung aussprechen. Dieses Buch ist in meinen Augen ein Muss für jeden Nordic Noir Fan. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, die im Herbst erscheinen wird.
Eher ein kleiner flop
Meine Meinung zu diesem Buch: Als ich das Cover und den Klappentext gelesen habe, habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut. Wie die meisten von euch wissen, bin ich eine absolute Liebhaberin skandinavischer Thriller. Leider wurde ich eines Besseren belehrt, dass nicht alle skandinavischen Bücher ein Highlight sein können, sondern auch ein kleiner Flop. Aber dazu mehr... Als in einem Nationalpark ein Teenager verschwindet, wird Polizistin Dora mit den Ermittlungen betraut. Sie ist jedoch eigentlich nur an den Schreibtisch gefesselt bzw. macht Schreibtischarbeit, da sie bei ihrem letzten Einsatz eine schwere Hirnverletzung erlitten hat und seitdem mit den Folgen kämpft. Derzeit sind ihre Kollegen mit einer riskanten Razzia in der Unterwelt beschäftigt. Tatkräftig steht der lieben Dora Rado, ein Sohn serbischer Einwanderer, zur Seite. Da Rado mit seinen familiären Problemen selbst zu kämpfen hat, hat Dora versucht, ihn, sobald es ging, zu unterstützen. Mein Fazit: Anfangs dachte ich, wow, die ersten dreißig Seiten hatten für mich echtes Potenzial. Vor allem der Rückblick, als Dora die Hirnverletzung bei einem Einsatz erlitt, hat mich sehr berührt. Ich habe richtig mit ihr mitgelitten und mitgefiebert. Dennoch hätte ich mir von ihrem Charakter mehr erhofft. Definitiv hatte das Buch sehr viel Potenzial, aber es wurde nicht ausgeschöpft. Später war es wirklich so, dass die letzten Seiten vielleicht noch einmal etwas Schwung bekommen haben, aber das Ende war für mich so abrupt und hingeschrieben, und das war für mich nicht so ein tolles Leseerlebnis, wie ich es mir gewünscht hätte. Die Geschichte hatte definitiv so viel Potenzial, aber sie war manchmal so verworren, und die Handlungsstränge passten für mich nicht immer zueinander, was ich sehr traurig finde. Für mich keine Empfehlung.

Authentische Charaktere und wichtige Themen: Gefällt mir!
“Schmerz” hat mich durchaus beeindruckt. Schon das Cover verspricht eine Menge Spannung und Island-Feeling. Obwohl ich eigentlich kein Fan von Text auf Farbschnitten bin, ist dieser dennoch passend und konnte mich überraschenderweise überzeugen. Der Titel konnte mich ebenfalls intrigieren. Simple, aber trotzdem irgendwie besonders. Der Anfang (vor allem das erste Kapitel) hat mich komplett baff gemacht und geschockt. Das Interesse an dem Buch war riesig. Ich fand es beeindruckend und erschreckend zugleich, wie schnell sich jemandes Leben komplett auf den Kopf stellen kann, wie es bei Dora der Fall war. Sie wurde angeschossen und leidet seitdem an Hirnproblemen. Oft hat sie zum Beispiel den Drang, alle ihre Gedanken über eine Person auszusprechen, auch die unangenehmen. Auch Rado hat mit Herausforderungen zu kämpfen und wird aufgrund familiärem Hintergrund zum Außenseiter. Zusammen müssen sie einen Fall lösen und beweisen, dass sie mehr können, als andere annehmen. Auch wenn das Buch spannend begann, wurde es mir persönlich nach einer Weile langweilig. Es gibt viele Sichtwechsel, was mich oft verwirrt hat und Nebenszenen/ Gedanken, die die Spannung und Handlung ebenfalls bremsen. Die Geschichte endet mit einem Cliffhanger, obwohl die Fälle erstmal gelöst zu sein scheinen. Der Schreibstil hat mir aufgrund der sehr bildgewaltigen Sprache gefallen und er liest sich angenehm flüssig. Außerdem behandelt das Buch wichtige Themen wie Deskriminierung und Feindlichkeit gegen Ausländer. Fazit: Alle Fans von authentischen, lebensnahen Charakteren und Krimis sind bei "Schmerz" absolut richtig.






























